#81

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 00:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #77
Zitat von Gert im Beitrag #73


jetzt fängst du auch schon mit der Glaskugel an: ich erkläre es dir genau. Mich hat keiner abgeholt, mich hat man aufgeladen auf einen Militärlastwagen und zur Wahl gefahren. Ich wurde nicht gefragt ob ich einverstanden bin oder nicht. Als AG der 6.Grenzbrigade Küste hatte ich Befehlen zu gehorchen ansonsten wurde mir der Militärstaatsanwaltschaft angedroht. So war das 1963/64 zu meine rZeit.
Also Geschmäckle und Glaskugel wieder einpacken, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt


ok Gert,
gab es zu dieser zeit, in der damaligen, noch keine wahlpflicht?

gruß vs



ohh Mann, das ist nun mehr als 52 Jahre her. Ich weiss es nicht, ob es eine Wahlpflicht oder Wahlfreiheit gab. Aber Gegenfrage : hättest du gesagt ich gehe nicht wählen, wenn der Politstellvertreter oder KC da gestanden hätten, draußen steht ein LO , aufsitzen wir fahren wählen. Ich habe nicht gezögert, weil ich gar nicht wusste wie die Wahl abläuft und als AGT wollte ich nur problemlos meine Zeit rumbringen . Gelang zwar nicht immer abe rirgendwann war es zu Ende


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#82

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 00:18
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Alfred im Beitrag #80
Gert,

er ist 3 Tage angemeldet.

Dies schließt ja nicht aus, dass er schon lange hier im Forum liest.


Was in der Vorstellung nachzulesen ist.
Gerd


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#83

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 00:20
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #79
Zitat @Gert


jetzt fängst du auch schon mit der Glaskugel an: ich erkläre es dir genau. Mich hat keiner abgeholt, mich hat man aufgeladen auf einen Militärlastwagen und zur Wahl gefahren. Ich wurde nicht gefragt ob ich einverstanden bin oder nicht. Als AG der 6.Grenzbrigade Küste hatte ich Befehlen zu gehorchen ansonsten wurde mir der Militärstaatsanwaltschaft angedroht. So war das 1963/64 zu meine rZeit.
Also Geschmäckle und Glaskugel wieder einpacken, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

@Gert, wenn Du im Auto schneller als Lichtgeschwindigkeit fährst, dann komm der Zeitpunkt wo Dein eigenes Fernlicht im Rückspiegel blendet.
Äh ich kam vom Thema ab.
Mit diesem Beitrag hast Du Dich selbst übertroffen.
Na Wurscht, gedroht wurde viel, wenn Du in Deiner Naivität glaubst das ein Militärstaatsanwalt wegen einem Wahlvergehen auch nur seinen
Schreibstift angehoben hätte, dann glaub weiter dran.
Gerd






ja ich war 19 Jahre alt , hatte von der Welt noch nichts gesehen, war so naiv. Diese Leute haben nur mit Befehlen und hin und wieder auch mit Drohungen gearbeitet. Das wäre mir 10 Jahre später natrülich nicht mehr passiert. Aber das kannst du ja nicht wissen, junger Mann, denn diese Uffze und Offze waren noch kriegserfahrene, ja z.B. an der Ostfront in der Wehrmacht gediente, die zu deiner Zeit längst pensioniert oder entlassen worden waren.


.
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#84

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 00:41
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #78


@vs1400 du bekommst nicht alles mit was man mir hier bietet. Ich wollte nur pointiert darstellen, dass einer, der 3 Tage im Forum ist, mich offensichtlich so gut kennt, das er mich persönlich bewertet. Ist doch ziemlich gewagt oder ? In ähnlicher Manier geht sein zitierter Genosse vor, ob wohl er mich ebenfalls überhaupt nicht kennt. Mir stößt das nicht bitter auf, aber ich weiss mich zu wehren.


Gert,
ich lese wohl mehr wie ich schreibe und neue user bewerten wohl eher ne diverse aussage,
ohne dem 'gegenüber' intensiver nachgelesen zu haben.
dies solltest du doch durchaus auch nachvollziehen können, zumal du ja schon "nen paar tage" hier schreibst.
so wie du, einen user als 'genosse' zu bezeichnen würde mir nie mehr einfallen, ohne satzzeichen und nur damit ist erkennbar wie es gemeint ist.

ich würde dich nie als grenzverletzer bezeichnen, noch nicht mal als "grenzverletzer".
warum?
weil es geschichte ist und wir darüber schreiben sollten.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#85

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 00:57
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #81


ohh Mann, das ist nun mehr als 52 Jahre her. Ich weiss es nicht, ob es eine Wahlpflicht oder Wahlfreiheit gab. Aber Gegenfrage : hättest du gesagt ich gehe nicht wählen, wenn der Politstellvertreter oder KC da gestanden hätten, draußen steht ein LO , aufsitzen wir fahren wählen. Ich habe nicht gezögert, weil ich gar nicht wusste wie die Wahl abläuft und als AGT wollte ich nur problemlos meine Zeit rumbringen . Gelang zwar nicht immer abe rirgendwann war es zu Ende



Gert,
ich hätte mich wohl eher wie du verhalten.
zumal man beim 'militär' war und die prämissen sich verkleinert hatten.

was es jedoch nicht ausschloss, dass man gekonnt hätte, Gert.
es ist falsch, aus meiner sicht, diese 'option' im heute zu verklären.
denn es fehlen wohl eher die beispiele dafür, was denen wurde die es wagten.
oder?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
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#86

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 01:26
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Bummi110 im Beitrag #39
Zitat von G.Michael im Beitrag #3
Vorab, ich kenne das Leben in einer GK nicht so richtig, war nur im GKN in den Gk's unterwegs und das auch nur stundenweise.
Also wie sollte es ander's sein, Grenzausbildungsregiment 5/Glöwen.
Hier gab es den Satz, "Der Soldat hat nur ein Recht und das besteht darin seine Pflichten zu erfüllen!"
Das betrachte ich als "Angstmacherei".
Wenn es Probleme gab, war der Gang zum "Polit" der Kompanie hilfreich, wenn das nicht half gab es den Weg zum Stellvertreter des Kommandeurs
für Polit, das ging ganz einfach, und ohne Termin.
OSL. Horst Jüttner hatte immer ein offenes Ohr für die Truppe! (Admin's bitte keine Moserei wegen Klarnamen, Guckt hier " Grenzalarm")
In besonderen Fällen war auch ein Gang zur "Verwaltung 2000" hilfreich.
Micha, der mit der V2000 ständig in Kontakt war.
Meine Hochachtung für diesen Mann.

Mit dem rot markierten Satz ist eigentlich schon ernsthaft alles zu den Rechten NVA-Soldaten gesgt. Mit seiner Einberufung zum Wehrdienst erfolgte automatisch die Degradierung vom Bürger zum Soldaten.


war ja auf der, damals, anderen seite nicht anders, Bummi110,
es gab auch dort eine wehrpflicht.
der unterschied jedoch, es gab für einberufene keine insel, wie eben damals westberlin.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#87

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 06:23
von damals wars | 12.176 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #66
@G.Michael

Ich würde Deine Aufzählung noch um die Sportbewegung ergänzen, Massensport und Spartakiadebewegung, Nachwuchsarbeit und so.


@Gert, Du warst scheinbar ein armer Mensch, nicht gesegnet mit irgendwelchen Interessen oder Talenten. jetzt kann ich auch verstehen, weshalb Du aus diesem Unrechtsstaat fliehen musstest, wo Du doch mit solchen widerwärtigen Sachen, wie @G. Michael beschrieben hat, konfrontiert wurdest.
Es tut mir sehr leid, sowas darf nie wieder geschehen...!


Dann gab es noch die Matheolympiade, die heute Mathespartakiade heißen müsste, und gab es die nicht auch im Schach?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#88

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 06:27
von damals wars | 12.176 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #86

war ja auf der, damals, anderen seite nicht anders, Bummi110,
es gab auch dort eine wehrpflicht.
der unterschied jedoch, es gab für einberufene keine insel, wie eben damals westberlin.

gruß vs



Na, bis 1961 gab es die Insel auch für DDR Wehrpflichtige.
Ob es da auch eine Statistik gibt?
Und wurde der Wehrdienst in der NVA auch als Wehrdienst im Westen anerkannt oder mußten die noch mal ran
so, als Grundpflicht...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#89

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 07:58
von utkieker | 2.922 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #88
Zitat von vs1400 im Beitrag #86

war ja auf der, damals, anderen seite nicht anders, Bummi110,
es gab auch dort eine wehrpflicht.
der unterschied jedoch, es gab für einberufene keine insel, wie eben damals westberlin.

gruß vs



Na, bis 1961 gab es die Insel auch für DDR Wehrpflichtige.
Ob es da auch eine Statistik gibt?
Und wurde der Wehrdienst in der NVA auch als Wehrdienst im Westen anerkannt oder mußten die noch mal ran
so, als Grundpflicht...

Tja, die Wehrpflicht wurde in der DDR erst 1962 eingeführt. Da war Westberlin für die Wenigsten erreichbar

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#90

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 08:28
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #86
Zitat von Bummi110 im Beitrag #39
Zitat von G.Michael im Beitrag #3
Vorab, ich kenne das Leben in einer GK nicht so richtig, war nur im GKN in den Gk's unterwegs und das auch nur stundenweise.
Also wie sollte es ander's sein, Grenzausbildungsregiment 5/Glöwen.
Hier gab es den Satz, "Der Soldat hat nur ein Recht und das besteht darin seine Pflichten zu erfüllen!"
Das betrachte ich als "Angstmacherei".
Wenn es Probleme gab, war der Gang zum "Polit" der Kompanie hilfreich, wenn das nicht half gab es den Weg zum Stellvertreter des Kommandeurs
für Polit, das ging ganz einfach, und ohne Termin.
OSL. Horst Jüttner hatte immer ein offenes Ohr für die Truppe! (Admin's bitte keine Moserei wegen Klarnamen, Guckt hier " Grenzalarm")
In besonderen Fällen war auch ein Gang zur "Verwaltung 2000" hilfreich.
Micha, der mit der V2000 ständig in Kontakt war.
Meine Hochachtung für diesen Mann.

Mit dem rot markierten Satz ist eigentlich schon ernsthaft alles zu den Rechten NVA-Soldaten gesgt. Mit seiner Einberufung zum Wehrdienst erfolgte automatisch die Degradierung vom Bürger zum Soldaten.


war ja auf der, damals, anderen seite nicht anders, Bummi110,
es gab auch dort eine wehrpflicht.
der unterschied jedoch, es gab für einberufene keine insel, wie eben damals westberlin.

gruß vs




Auf der anderen Seite hieß das aber "Bürger in Uniform"
Ich hab mich speziell in den ersten 6 Monaten wo du intensiv auf deine ehrenvolle Tätigkeit am Strich vorbereitet wurdest, eher wie "Voll-Feile in Uniform" gefühlt.
Dann an der Linie war es einigermaßen erträglich, logisch, hättest ja dankbar die angebotene "Ruhe-Karte" ziehen können bei andauerndem Vollsackstand, noch ein Jahr "Preußen" nee, aber auf der Knolle, holla die Waldfee, dem Altem Fritz wärs eine Freude gewesen


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 13.02.2016 08:39 | nach oben springen

#91

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 12:52
von Klauspeter | 987 Beiträge

2 Fragen beschäftigen mich im Zusammenhang mit den letzten Beiträgen:

Eine Frage an @Gert im Zusammenhang mit dem Beitrag #64:
Wenn ich nicht irre, gab es in allen DDR-Wahllokalen auch Wahlkabinen. Warum bist du nicht in eine Wahlkabine gegangen?
Es gehörte etwas Mut dazu, wäre aber dein Recht gewesen.

Eine Frage an @vs1400 im Zusammenhang mit dem Beitrag #70:
Gab es wirklich in der DDR eine Wahlpflicht ?

Es geht mir jetzt nicht um eine Diskussion über DDR-Wahlen, sondern um Fakten.

Klaus


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#92

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 13:03
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #91
2 Fragen beschäftigen mich im Zusammenhang mit den letzten Beiträgen:

Eine Frage an @Gert im Zusammenhang mit dem Beitrag #64:
Wenn ich nicht irre, gab es in allen DDR-Wahllokalen auch Wahlkabinen. Warum bist du nicht in eine Wahlkabine gegangen?
Es gehörte etwas Mut dazu, wäre aber dein Recht gewesen.

Eine Frage an @vs1400 im Zusammenhang mit dem Beitrag #70:
Gab es wirklich in der DDR eine Wahlpflicht ?

Es geht mir jetzt nicht um eine Diskussion über DDR-Wahlen, sondern um Fakten.

Klaus

Also nur eine Frage bist du in eine Wahlkabine gegangen . Was heißt Mut eine Wahlkabine ist normal . Ich habe zwar nur einmal in der DDR gewählt . Mußte den Zettel nur in die Urne werfen und das war es .


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#93

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 17:33
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #91
2 Fragen beschäftigen mich im Zusammenhang mit den letzten Beiträgen:

Eine Frage an @Gert im Zusammenhang mit dem Beitrag #64:
Wenn ich nicht irre, gab es in allen DDR-Wahllokalen auch Wahlkabinen. Warum bist du nicht in eine Wahlkabine gegangen?
Es gehörte etwas Mut dazu, wäre aber dein Recht gewesen.


Eine Frage an @vs1400 im Zusammenhang mit dem Beitrag #70:
Gab es wirklich in der DDR eine Wahlpflicht ?

Es geht mir jetzt nicht um eine Diskussion über DDR-Wahlen, sondern um Fakten.

Klaus


Grün:
Ja, das habe ich mich auch später gefragt, warum ich es nicht getan habe. Es hat mich geärgert, wie sich unser Polit (den wir für so dumm wie bohnenstroh gehalten haben) da verhalten hat. Es war zur Wahl der Verfassung, muß also 1967/68 gwesen sein. Ich war am Kanten. Alle rein nacheinander ins Wahllokal, was in einem Raum der Bootskompanie eingerichtet war. Eine Wahlkabine war natürlich vorhanden, wurde aber, wimre, von keinem GWD benutzt. Unser Polit stand hinter einem und guckte mit einem dämlichen Grinse (das Gesicht sehe ich heute noch vor mir), wo der Genosse sein Kreuzchen macht. Nun, ich hätte auch mit Kabine dafür gestimmt und wie ich mich an meine Kameraden erinnere, hätte es die absolute Mehrheit ebenso gemacht. Aber die Art und Weise hat mich gewurmt. Könnte ich die Zeit zurückdrehen, ich würde in die Kabine gehen und ihn darauf aufmerksam machen, daß das eine geheime Wahl ist und für diese Einstellung brauchte ich nicht erst die Wende mit ihren Erkenntnissen. Er hätte mir nichts gekonnt, außer mich inständig zu beschwören, doch meine staatsbürgerliche Pflicht zu tun, mehr nicht. Es wäre, so meine heutige Einschätzung, auch nichts weiter passiert. Schließlich entscheidet nicht ein Polit einer GK allein über einen Soldaten, der lediglich sein Recht wahrgenommen hat, welches ihm das Wahlgesetz eingeräumt hat.



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zuletzt bearbeitet 13.02.2016 17:33 | nach oben springen

#94

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 17:45
von Klauspeter | 987 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #92


Also nur eine Frage bist du in eine Wahlkabine gegangen . Was heißt Mut eine Wahlkabine ist normal . Ich habe zwar nur einmal in der DDR gewählt . Mußte den Zettel nur in die Urne werfen und das war es .


linamax, es ging mir um die Frage, ob es bei der NVA /GT bei Wahlen auch Wahlkabinen gab.

Ansonsten - ich habe zu DDR-Zeiten nie eine Wahlkabine genutzt.
Ich habe aber bei Wahlen einige junge Offiziere und BU gesehen, die in die Wahlkabine gingen.

Warum hast du deinen Wahlschein nicht ungültig gemacht ?

Klaus


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zuletzt bearbeitet 13.02.2016 17:48 | nach oben springen

#95

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 17:55
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #94
Zitat von linamax im Beitrag #92


Also nur eine Frage bist du in eine Wahlkabine gegangen . Was heißt Mut eine Wahlkabine ist normal . Ich habe zwar nur einmal in der DDR gewählt . Mußte den Zettel nur in die Urne werfen und das war es .


linamax, es ging mir um die Frage, ob es bei der NVA /GT bei Wahlen auch Wahlkabinen gab.

Ansonsten - ich habe zu DDR-Zeiten nie eine Wahlkabine genutzt.
Ich habe aber bei Wahlen einige junge Offiziere und BU gesehen, die in die Wahlkabine gingen.

Warum hast du deinen Wahlschein nicht ungültig gemacht ?

Klaus

Seit ich 1968 im freien Teil Deutschlands das erste Mal gewählt habe und bis zum heutigen Tag wähle muß man immer in die Wahlkabine gehen .


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#96

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 17:56
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #94
Zitat von linamax im Beitrag #92


Also nur eine Frage bist du in eine Wahlkabine gegangen . Was heißt Mut eine Wahlkabine ist normal . Ich habe zwar nur einmal in der DDR gewählt . Mußte den Zettel nur in die Urne werfen und das war es .


linamax, es ging mir um die Frage, ob es bei der NVA /GT bei Wahlen auch Wahlkabinen gab.

Ansonsten - ich habe zu DDR-Zeiten nie eine Wahlkabine genutzt.
Ich habe aber bei Wahlen einige junge Offiziere und BU gesehen, die in die Wahlkabine gingen.

Warum hast du deinen Wahlschein nicht ungültig gemacht ?
Klaus


Jaja, das sind mir die Richtigen. Meckern wie ein Rohrspatz über die DDR, aber damals keinen Arsch in der Hose gehabt haben, eine andere Partei, andere Kandidaten (die man damals im Vorfeld im Gegensatz zu heute auch noch kritisch befragen konnte und danach auch) zu wählen oder den Schein ungültig zu machen.



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#97

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 19:09
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Ergänzun Freizeit:
Gst Flugsport ( Segelflug) und Seesport,wo ich aktiv war, war sogar in Greifswald Wiek auf dem Schulschiff und habe meine Seemännisch B gemacht.Habe keinen Pfennig bezahlt, nicht mal für die Bahnfahrt.14 Tage Vollverpflegung auf See.
Wir waren jedes Wochenende auf dem Knappensee bei Hoyerswerda zu finden.Das war Spaß an der Freude, mit sehr viel staatlicher Unterstützung,und das nur für ein paar Pfennige GST Beitrag. Habe gerade in meinen GST Ausweis geschaut.Beitrag 1961 Beitrag monatlich
25 DDR Pfennige.
Das wären heut 12 Cent €.
Gibt es da Vergleiche in der BRD?
Unrechtsstaat,
das Völkerrecht kennt den Begriff Unrechtsstaat nicht.Ist also eine freie Erfindung westlicher Politiker nur gegen soz. bzw Staaten, die nicht die pol. Interessen des Westens vertreten.Mich wundert nur immer, wieso denn der Deutsche Staat bis 1945, der Franco Staat usw. nicht als solcher bezeichnet werden. Wahrscheinlich deshalb, weil es eben aus der Sicht des Kapt.kein Unrecht war Menschen einzusperren, zu foltern, zu vergasen
friedliebende Völker zu überfallen, auszurauben und ihre Bürger zu versklaven.
Selbst die USA, die ja nun nachweislich in der ganzen Welt massenhaft Unrecht getan hat, wird nicht als solcher bezeichnet, im Gegenteil,da war es Jahrhunderte lag Recht,daß Schwarze nicht die gleichen Rechte wie Weiße hatten und ganz aus der Welt ist dieses Handeln immer noch nicht.
Lächerlicher geht es wohl nicht mehr.
Schade, daß es 1990 keinen Volksentscheid zur Einheit gegeben hat.Laut einer Aussage vom damaligen Innenminister Schäuble hätte es dann keinen Beitritt gegeben.Deshalb hatte man aus Sicherheitsgründen diesen Schritt nicht getan.Also ein paar Millionen werden lieber im Unrechtsstaat geblieben und nicht nur Stasi und SED.



Ebro, passport, Rostocker und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 19:46
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Also Gert, wir haben ja eine Zeitlang in der gleichen Truppe gedient und kannte eigentlich alle Offz. und die meisten Uffz.
Mir fällt da keiner deiner Vorgesetzten ein, die in dem Alter waren in der Wehrmacht gedient zu haben. Die hätten ja dann mindestens 1926 und früher geboren sein müssen.
Der Älteste war Kaleu Weinrich ( genannt Papa Weinrich) und der war nur Diensthabender in der Lagezentrale und bekam noch sein Gnadenbrot.
Alle anderen paßten vom Alter her nicht mehr.
Militärstaatsanwalt.
Ich kenne nur zwei Verfahren vor dem Militär Kadi,bewaffnete Fahnenflucht und Fahnenflucht mittels einer Dienstbarkasse am 1. Mai.
Befehlsverweigerungen werden in keiner Armee geduldet,und um die zu ahnden gab es eine breite Disziplinarpraxis,wer vor den Kadi kam mußte sich schon ein Ding von gewaltiger Bedeutung geleistet haben, mit einer hohen Sicherheitsrelevanz oder mit negativer Auswirkung auf die Gefechtsbereitschaft der Truppe.
Also die Kirche im Dorf lassen.
Natürlich schreckt einen jungen Wehrpflichtigen eine solche Drohung ab,das ist schon nachzuvollziehen,aber der Schritt vors Militärgericht wegen Bagatelldelikten kam nicht in Frage.



Rostocker und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 23:04
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #91
2 Fragen beschäftigen mich im Zusammenhang mit den letzten Beiträgen:

Eine Frage an @Gert im Zusammenhang mit dem Beitrag #64:
Wenn ich nicht irre, gab es in allen DDR-Wahllokalen auch Wahlkabinen. Warum bist du nicht in eine Wahlkabine gegangen?
Es gehörte etwas Mut dazu, wäre aber dein Recht gewesen.

Eine Frage an @vs1400 im Zusammenhang mit dem Beitrag #70:
Gab es wirklich in der DDR eine Wahlpflicht ?

Es geht mir jetzt nicht um eine Diskussion über DDR-Wahlen, sondern um Fakten.


Klaus


hallo Klaus,
nein, es gab ein wahlrecht,
welches jeder auch wahrnehmen sollte. dieses "sollte" müssen wir jedoch nicht zwingend zu x'ten mal erklären.

ein soldat/ gwdl'er (agt) wollte sich diesbezüglich wohl eher nichts verbauen, 'versauen'
und dass ist für mich durchaus nachvollziehbar.

ein recht, dieses wahlrecht nicht wahrnehmen zu wollen, wurde dem 'wähler' wohl nur ungern gewährt.

egal, es ist nicht zum thema gehörig ...

gruß vs

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#100

RE: Rechte der Soldaten in der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.02.2016 23:15
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #94


linamax, es ging mir um die Frage, ob es bei der NVA /GT bei Wahlen auch Wahlkabinen gab.

Ansonsten - ich habe zu DDR-Zeiten nie eine Wahlkabine genutzt.
Ich habe aber bei Wahlen einige junge Offiziere und BU gesehen, die in die Wahlkabine gingen.

Warum hast du deinen Wahlschein nicht ungültig gemacht ?

Klaus


hallo Klaus,
demnach hast du ihren 'gang' ja doch irgendwie wahrgenommen.
gab es da nicht auch fragen und
wie bist du mit dieser wahrnehmung umgegangen?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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