#21

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 05.02.2016 18:46
von Ratze | 393 Beiträge

Moin 39, an diesen Stellen standen ausschließlich Lautsprecher wagen auf der Ostseite der Grenze, hier im Norden wurden nur ab und zu "Bälle" mit Westpropaganda rübergesxhossen.Tschüss


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#22

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 05.02.2016 22:03
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

In meiner Jugend flogen Ballons mit Flugblätter von der SPD aus Dortmund in den Wald bei Saalfeld in Thüringen.
Ich bin böse reingefallen.


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#23

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 05.02.2016 22:34
von der 39. | 521 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #21
Moin 39, an diesen Stellen standen ausschließlich Lautsprecher wagen auf der Ostseite der Grenze, hier im Norden wurden nur ab und zu "Bälle" mit Westpropaganda rübergesxhossen.Tschüss

Kann ich partout nicht erklären, wieso im Norden Lautsprecherwagen im Osten waren, hingegen im Bereich der Magdeburger Börde auf westlicher Seite, z.B. gegenüber von Beendorf, Hötensleben,Abbenrode.,die ich selbst erlebt habe.( Wie gesagt, gilt nur bis Angang 1960
Gruß vom 39.


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#24

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 05.02.2016 22:36
von der 39. | 521 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #22
In meiner Jugend flogen Ballons mit Flugblätter von der SPD aus Dortmund in den Wald bei Saalfeld in Thüringen.
Ich bin böse reingefallen.

Weil Du sie nicht eingesammelt und abgegeben hast? Oder?
Der 39.


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#25

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 05.02.2016 22:52
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Nein, ich Aff habe eins gefunden eingesteckt, in Saalfeld hatte ich eine schlimme Schlägerei war Begleiter eines Jugendwart.
Das Flugblatt in einen Papierkorb zerknüllt geworfen.
Wochen später an meinem Kinderfreund nach Flensburg einen Brief geschickt mit paar Wörter über das Fl.
Und dann nur Ärger.
tho


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 09:05
von Ratze | 393 Beiträge

Moin! Wie sah denn so ein Flugblatt aus und wie weit war es über die Grenze geflogen? Was erwartete denn die Regierung von ihren Bürgern, wenn sie so etwas fanden? Letzte Frage, was waren denn die Konsequenzen wen das Flugblatt nicht abgeliefert wurde?


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#27

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 09:10
von linamax | 2.018 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #26
Moin! Wie sah denn so ein Flugblatt aus und wie weit war es über die Grenze geflogen? Was erwartete denn die Regierung von ihren Bürgern, wenn sie so etwas fanden? Letzte Frage, was waren denn die Konsequenzen wen das Flugblatt nicht abgeliefert wurde?

Na , garantiert ein Problem wegen Verbreitung von Hetzschriften .Und da sah man die Tore eines Gefängnisses hinter sich zu gehen .


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#28

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 12:43
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #26
Moin! Wie sah denn so ein Flugblatt aus und wie weit war es über die Grenze geflogen? Was erwartete denn die Regierung von ihren Bürgern, wenn sie so etwas fanden? Letzte Frage, was waren denn die Konsequenzen wen das Flugblatt nicht abgeliefert wurde?

Gute Frage
Lies doch mal was über mich


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#29

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 13:07
von zast (gelöscht)
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Zu der 39. Nr. 11.

Auch in unserem Dorf haben Grenzpolizei und Zoll schon mal gemeinsam ein Bierchen gezischt. Aber sonst ist alles leider so abgelaufen wie Du es geschildert hast.
Nicht die Meschen haben schlecht gehandelt - die Politik war´s.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 17:39
von sentry | 1.081 Beiträge

Ich hatte vor einiger Zeit mal eine Begegnung zum Jahreswechsel 87/88 erzählt, die recht lustig war, aber natürlich wider alle Vorschriften.
Silvester an der Grenze im Dienst


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#31

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 18:09
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #27
Zitat von Ratze im Beitrag #26
Moin! Wie sah denn so ein Flugblatt aus und wie weit war es über die Grenze geflogen? Was erwartete denn die Regierung von ihren Bürgern, wenn sie so etwas fanden? Letzte Frage, was waren denn die Konsequenzen wen das Flugblatt nicht abgeliefert wurde?

Na , garantiert ein Problem wegen Verbreitung von Hetzschriften .Und da sah man die Tore eines Gefängnisses hinter sich zu gehen .


Na, was Anderes als solcher Quatsch konnte natürlich nicht von Dir kommen. Hast es wohl selbst erlebt, daß du das weißt, oder ? Nun komme mir nicht mit dem Blödsinn, dem Bekannten eines Bekannten wäre es so gegangen. Oder redest du von den frühen 50ern, die du ja sicher auch schon voll bewußt erlebt hast ? Was das Gesetz (möglicherweise) forderte und was die Konsequenzen bei bloßem Besitz waren, daswaren zwei sehr verschiedene Dinge. Mal ein Beispiel von mir selbst: Es muß etwa in den End-60ern oder Anfang der 70er gewesen sein. Nicht weit von EF fand ich bei einer Feldbegehung (wegen eines alten Steinbruches) die reste eines kleinen Ballons mit einem in Folie eingeschweißten Briefes. Es war ein Grußschreiben, eine Art Luftpost, von irgendeinem Gemeindefest im Hessischen. Der finder möchte doch bitte antworten. Ich nahm es mit nach Hause und antwortete, allerdings unter Angabe eines bedeutend weiter weg liegenden Fundortes. nach einiger zeit kam ein Päckchen als dank mit einigen Süßigkeiten an. Vielen Dank. Und ich als SED-Mitglied ? Ich habe da keine Berührungsängste. nur so viel zu Deinem Quatsch.



Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 18:44
von Rainer-Maria Rohloff | 1.351 Beiträge

Muss Ende der 60er Jahre gewesen sein. Ich war in den Schulferien nahe Suhl in einem Dorf bei einen Freund. War der Junge unserer Quartierleute im Urlaub vorher. Im Wald lag dann ein kleines Heft, eingeschweißt so glaube ich mich zu erinnern in Folie mit Minifallschirm war es wohl dran? Im Heft wurde die Flucht eines jungen Sportler über die Ostsee geschildert. Dieser gut durchtrainierte Junge hatte es tatsächlich schwimmend über X Kilometer gen ....wars Dänemark geschafft. Wahnsinn sowas, habe später nach dem Jahr 2000 über den Kerl nochmal irgendwo gelesen?

Das war ein Siegertyp, der hatte aus seinem Leben was gemacht, sah das Ganze in der Rückbetrachtung recht locker.

Damals, ja was solll ich sagen, wurde das kleine Heft eingesteckt, dann lesend rein gezogen, dann irgendwo Zuhause zwischen die Büchersammlung gesteckt, später wohl da hatte ich schon selber Familie zum Feuermachen verwendet, da war es weg....ordentliches Feuer schafft eben Alles.

Rainer-Maria

Und einen guten Abend allen ins Forum



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#33

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 18:53
von Lutze | 8.033 Beiträge

So ein Quatsch finde ich das nun auch wieder nicht,
kam sicherlich auf das Geschriebene des Flugblattes drauf an,
wenn etwas schlechtes über die DDR draufstand,man schreibt zurück,
und als Dankeschön noch ein Päckchen bekommt,na ich weiß ja nicht,
das hätte gewaltigen Ärger gegeben
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 06.02.2016 18:53 | nach oben springen

#34

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 19:24
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #33
So ein Quatsch finde ich das nun auch wieder nicht,
kam sicherlich auf das Geschriebene des Flugblattes drauf an,
wenn etwas schlechtes über die DDR draufstand,man schreibt zurück,
und als Dankeschön noch ein Päckchen bekommt,na ich weiß ja nicht,
das hätte gewaltigen Ärger gegeben

Lutze



Lutze, Du kannst davon ausgehen, daß ich damals(ich muß da so etwa um die 25 - 30 gewesen sein), genau wußte, was ich da tue und was der Inhalt des Briefes bedeutete. Es war ein einfaches Grußschreiben, mehr nicht. Da mir bekannt war, daß die vornehmliche Windrichtung auch für die Geheimdienste der BRD von Interesse ist, habe ich einen weit ab liegenden Fundort angegeben. Ich wußte, was ich tat aber ich wußte auch, daß ich hier nichts tue, was wirklich schädlich für uns ist. Wie gesagt, ich hatte NIE Berührungsängste mit Westdeutschen oder Bürgern anderer kap.Staaten und konnte gut mein Handeln vertreten. Wenn es mit dem brief etwas auf sich hätte, dann wäre ein Brief mit einer Art versuchter Kontaktaufnahme zurückgekommen oder auch einer Erpressung, aber auch da hätte ich die Flucht nach vorn angetreten.



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#35

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 06.02.2016 19:41
von bürger der ddr | 3.598 Beiträge

Ich denke da kam es auch auf den Absender an. es gab ja den Paragraphen der "Ungesetzlichen Verbindungsaufnahme" im Zusammenhang mit der "Staatsfeindlichen Hetze". Diese Paragraphen wurden genutzt um die Verbindungngsaufnahme mit westl. Medien einzuschränken. Der Tatbestand der "Spionage", "Ungesetzlichen Sammlung von Nachrichten" und "Landesverräterische Nachrichtenübermittlung", mit diesen Paragraphen konnte man die Weitergabe von Informationen an westl. Medien nicht abdecken, da die objektive Seite der Straftat nicht eindeutig erfaßt werden konnte.

Mit Hilfe der Paragraphen "Ungestzliche Verbindungsaufnahme" und "Ungsetzliche Sammlung von Nachrichten" konnte man fast jede Situation abdecken.

Aus diesen Gründen war es wichtig welcher Absender auf solchen "Postwurfsendungen" war.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.02.2016 19:42 | nach oben springen

#36

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 09.02.2016 12:52
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
wie waren denn die Aufträge oder Befehle für Grenzer im Einsatz feindwärts oder wenn dicht am Zaun innen betreff Grenzeverletzern von der BRD-Seite aus?

Speziell gegenüber harmlosen Spaziergängern ohne große Photoequippment, ohne Werkzeug, am Tage mit leeren Händen die als Beispiel den Grenzpfahl mal umrundeten und sich das Emblem der DDR genau anschauten aber NICHT demontierten oder beschädigten.

Möglichst sofortige Festnahme nach 1m auf DDR-Gebiet oder präziese korrekte Ansprache und Aufforderung das Gebiet unverzüglich zu verlassen?

Gab es an manchen Stellen zu oft derartige Begegnungen daß mal Macht demonstriert werden mußte und jemand exemplarisch deshalb festgenommen wurde? Sozusagen Hinweis an den BGS, passt besser auf damit eure Besucher nicht uns lästig werden.



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#37

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 09.02.2016 13:03
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von zast im Beitrag #29
Zu der 39. Nr. 11.

Auch in unserem Dorf haben Grenzpolizei und Zoll schon mal gemeinsam ein Bierchen gezischt. Aber sonst ist alles leider so abgelaufen wie Du es geschildert hast.
Nicht die Meschen haben schlecht gehandelt - die Politik war´s.



Hallo,
ein Coburger der auch beim BGS war und dessen Vorgesetzter damals den Mörder von Eisfeld vernahm erzählte von einem Vorfall aus seiner Zeit, mich interessiert ob das stimmt oder nur Märchen war:

Ein DDR-Grenzer ( Offizier? ) der Vorzaunkontrolle wäre in der Gegend OHNE Waffe in Uniform zu Fuß ins Dorf, in die Kneipe, nur die Worte "bitte Ein Bier" zahlte und trank und ging wieder zurück.

Legende, unmöglich, angeordneter Test auf Verhalten der Westseite, persönlich hochriskoreich da entgegen aller Vorschriften?



zuletzt bearbeitet 09.02.2016 13:04 | nach oben springen

#38

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 09.02.2016 13:04
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von SET800
...
wie waren denn die Aufträge oder Befehle für Grenzer im Einsatz feindwärts oder wenn dicht am Zaun innen betreff Grenzeverletzern von der BRD-Seite aus?

youtu.be/dSgmohGEwBY

P.S. in welcher Währung wäre/hätte/könnte/sollte das Bier gezahlt worden sein *blödfrag*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 09.02.2016 13:07 | nach oben springen

#39

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 09.02.2016 14:29
von GKUS64 | 1.609 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #38
youtu.be/dSgmohGEwBY




Ein echtes Hig-Light ist für mich im Film die Sequenz ab Minute 18.50 bis 19.05. Spitzenerzeugnisse aus DD wurden dort missbraucht!


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#40

RE: Kommunikation über die Grenze

in Grenztruppen der DDR 09.02.2016 15:13
von Ratze | 393 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #36
Hallo,
wie waren denn die Aufträge oder Befehle für Grenzer im Einsatz feindwärts oder wenn dicht am Zaun innen betreff Grenzeverletzern von der BRD-Seite aus?

Speziell gegenüber harmlosen Spaziergängern ohne große Photoequippment, ohne Werkzeug, am Tage mit leeren Händen die als Beispiel den Grenzpfahl mal umrundeten und sich das Emblem der DDR genau anschauten aber NICHT demontierten oder beschädigten.

Möglichst sofortige Festnahme nach 1m auf DDR-Gebiet oder präziese korrekte Ansprache und Aufforderung das Gebiet unverzüglich zu verlassen?

Gab es an manchen Stellen zu oft derartige Begegnungen daß mal Macht demonstriert werden mußte und jemand exemplarisch deshalb festgenommen wurde? Sozusagen Hinweis an den BGS, passt besser auf damit eure Besucher nicht uns lästig werden.


Im Abschnitt gegenüber der Ratzeburger BGS Abteilung gab es wöchentlich im Schnitt 2-4 Grenzübertritte W/O (der BGS nannte dies "Nichtbeachtuntg des Grenzverlaufes") die vom BGS bemerkt, oder die aufgrund der Spuren festgesllt wurden, ich gehe davon aus, es waren vielllllllllllllll mehr.
Es kam nur bis Ende der 70 Jahre zu Festnahmen durch DDR Grenze zum Beispiel auf dem Schaalsee von Seglern, oder an der B 208. Aber die Leute wurden immer schnell wieder abgeschoben. In den 60 er`´n war das noch anders, da verschwanden 2 Fischer auf den Schaalsee für mehrere Wochen. Wie sich später herausstellte, waren die beiden volltrunken mit dem Boot über dei Grenze, dort festgenommen und eingebuchtet worden. Natürlich darf man dabei die Fälle Gartenshcläger und Bubbers hier oben nicht vergessen, auch wenn der Fall Gartenshcläger sich bei den Kollegen aus Schwarzenbek zugetragen hat.


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