#121

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 05.02.2016 14:40
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #114

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Buchwitz
Über den gab es sogar ein Trompeterbuch.
Der wurde nie totgeschwiegen.
Und als Berliner müsste man seine Oberbürgermeister kennen.
Da gibt es das Foto von einer Gruppe von Häftlingen im KZ.
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_...3%A4ftlinge.jpg
Auch nicht totgeschwiegen.


Sozialdemokraten als Opfer im Kampf gegen die rote Diktatur

Sozialdemokraten, die in der SBZ und frühen DDR zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt wurden
Beispiele für viele Tausende
Die Zahl der Opfer aus den Reihen der Sozialdemokratie in der Sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR war groß. Jede Liste mit Namen der Opfer kann nur unvollständig sein. Die folgende Zusammenstellung bezieht sich in hohem Maße auf Sozialdemokraten, die wegen ihres Widerstandes gegen die erzwungene Vereinigung von SPD und KPD zur SED 1946 und ihres Eintretens für Recht und Freiheit in der kommunistisch beherrschten SBZ/DDR verhaftet und zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Viele dieser aufrechten Sozialdemokraten
haben ihren Einsatz für die Menschenrechte in der Haft oder kurz nach ihrer Entlassung mit dem Leben bezahlt.


Die Urteile von zumeist 25 Jahren fällten sowjetische Militärtribunale (SMT), häufig auch durch Fernurteil. Verbüßt werden mußte ein großer Teil der langen Haftstrafen in Arbeitslagern der UdSSR wie Workuta, Orscha, Tapiau, Rudnik, Mordwinia, und in den Internierungslagern der Sowjetischen Besatzungszone Buchenwald; Sachsenhausen, Torgau, Mühlberg sowie in den Gefängnissen und Zuchthäusern Bautzen, Waldheim, Brandenburg-Goerden, Halle, Luckau, Hoheneck, Hohenschönhausen, Bützow-Dreibergen, um nur einige zu nennen.
(....)
Bornschein, Heinz
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Bredenbeck, Julius
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Breslauer, Harrt'
1948 verhaftet; 10 J. Zuchthaus
Broh, Charlotte
1948 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Brünig, Willi
1947 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Brundert, Willi
1950 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Bruschwitz, Günter
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Busch, Wilfred
1948 verhaftet; 1955 entlassen
Christiansen, Berthold
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Czyrny, Erich
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Dietze, Hildegard
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Donath, Horst
1953 verhaftet; 10 J. Zuchthaus
Dorfmeister, Ewald
1947 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Drescher, Fritz
1948 verhaftet; 1955 entlassen
Eckardt, Curt
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Eger, Karl
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Fank, Max
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Fischer, Dorothea
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Förster, Horst
1947 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Friedland, Walter
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Fritzsche, Heini
1951 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Gallert, Emil
1953 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Gast, Willi
1955 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Gatte, Wilhelm
1955 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Geißler, Helmut
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Gerull, Heinz
1950 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Geye, Fritz
1947 verhaftet; 25 1. Arbeitslager
Gosselck, Claus-Hinrich
1950 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Grabe, Kurt
1948 verhaftet; 3x25 J. Zuchthaus
Grohmann, Paul
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Grünberg; Kurt
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Haufe, Arno
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Heft, Hans
1 954 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Heinicke, Fritz
1948 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Heinrich, Karl
1945 verhaftet; in Haft verstorben
Heinze, Gerhard
1947 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Helwig-Wilson, Hans-Joachim
1961 verhaftet; 13 J. Zuchthaus
Henning, Rudolf
1946 verhaftet; in Haft verstorben
Hesse, Will
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Heubeck, Willi
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
8
Heyden, Charlotte
1947 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Heynitz, Benno von
1 947 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Hildebrandt, Manfred
1 959 verhaftet; 7 J. Zuchthaus
Hiller, Helmut
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Himmelreich, Alfred
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Hoch, Ludwig
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Hoppe, Paul
1 948 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Horn, Fanny
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Irmler, Willi
1954 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Jaensch, Theo
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Jelonnek, Klaus
1948 verhaftet; 1954 entlassen
Jesse, Willi
1946 verhaftet; ohne Urteil in sibirischem
Schweigelager; 1954 entlassen
Kabel, Fritz
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Kabot, Gerhard
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kade, Heinz
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Kaderschafka, Gerhard
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kaufmann, Ewald
1949 verhaftet; 20 J. Zuchthaus
Keil, Helmut
1949 verhaftet; zum Tode verurteilt;
dann 3x25 J. Zuchthaus
Kewald, Adolf
1950 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Knaack, Walter
1949 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Knipp, Richard
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Koch, Hilmar
1946 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Kochan, Ernst
1 950 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Köhler, Willi
1946 verhaftet; 1954 entlassen
Körbecher, Karl
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kohl, Heinz
1949 verhaftet; zum Tode verurteilt;
dann 25 J. Zwangsarbeit
Kopka, Hans
1949 verhaftet; 1957 entlassen
Kowohl, Horst
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Kracht, Fritz
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Kreutzer; Hermann
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kreutzer; Paul
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Krüger, Otto
1950 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kruggel, Otto
1951 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Kues, August
1945 verhaftet; im Lager verstorben
Kunze, Horst
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Lange, Horst
1948 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Langguth, Alfred
1949 verhaftet; zum Tode verurteilt;
dann 3x25 J. Zwangsarbeit
Lauschke, Heinz
1949 verhaftet; 1955 entlassen
9
Lehmann, Heinz
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Leuendorf, Hans
1946 verhaftet; in Haft verstorben
Lippschütz, Alfred
1948 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Luther, Moritz
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Majunke, Richard
1956 verhaftet; 1965 entlassen
Maletzki, Gustav
1955 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Malz, Ingeborg
1948 verhaftet; 25 J. Zwangslager
Marquardt, Hans-Georg
1953 verhaftet; 12 J. Zuchthaus
Matthias, Kurt
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Matuschek, Wilhelm-Georg
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Matuschke, Trude
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Möhring, Hermann
1952 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Müller, Peter
1952 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Nestler, Moritz
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Neubert, Helmut
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Neugebauer, Else
1950 verschleppt; 25 J. Zuchthaus
Noack, Heinz
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Otto, Karl
1953 verhaftet; 12 J. Zuchthaus
Otter, Lothar
1949 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Pester, Karl
1947 verhaftet; 1954 entlassen
Pfaffenzeller, Bernhard
1949 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Polenz, Hermann
1948 verhaftet; 20 J. Zwangsarbeit
Quade, Heinz
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Reckstadt, Otto
1953 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Richter, Gerhard
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Rieke, Dieter
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Rothe, Paul
1954 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Rudolph, Karl
1949 verhaftet; in Haft verstorben
Rüdiger, Werner
1949 verhaftet; 1954 entlassen
Sippel, Robert
1953 verhaftet; verschollen
Soosten, Gerhard von
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Sperling, Gerhard
1 946 verhaftet; verschollen
Svoboda, Gerda
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Szillat, Paul
1 950 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Schaffner, Erwin
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Schlierf, Günther
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Schultheiß, Franklin
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Schulz, Albert
1947 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Schulz, Robert
1947 verhaftet; 2x25 J. Zuchthaus
Steglich, Johannes
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
10
Steiner, Walter
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Stelling, Helmut
1948 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Steyer, Leo
1948 verhaftet; 251. Zuchthaus
Tantz, Heinz
1955 verhaftet; 1965 entlassen
Thorwardt, Willi
1948 verhaftet; 1953 entlassen
Thurow, Irmgard
1949 verhaftet; 1954 entlassen
Trabalski, Stanislaw
ab 1947 mehrfach verhaftet und
zu Jahren Zuchthaus verurteilt
Trautner, Paul
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Uhlmann, Fritz
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Voigt, Albrecht
1948 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Vollrath, Horst
1949 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Vorsatz, Helmut
1947 verhaftet; 2'5 J. Zwangsarbeit
Wähler, Günter
1946 verhaftet; 101. Zuchthaus
Weck, Gerhard
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Wegel, Rolf
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Wehrstedt, Rudolf
1961 verhaftet; 12 J. Zuchthaus
Wend; Arno
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Wenzel, Hermann
1946 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Wesemeyer, Albert
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Winde, Karl
1949 verhaftet; 25 J, Arbeitslager
Zabel, Fritz
1948 verhaftet; 20 J. Zwangsarbeit (...)

http://library.fes.de/pdf-files/netzquelle/01281.pdf

Herausgeber: Dieter Rieke
Stellv. Vorsitzender des Sozialdemokratischen
Arbeitskreises ehemaliger politischer Häftlinge
der SBZ/DDR
© 1994 by Friedrich-Ebert-Stiftung,
Godesberger Allee 149, 53175 Bonn


IM Kressin und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#122

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 05.02.2016 15:37
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #121
Zitat von damals wars im Beitrag #114

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Buchwitz
Über den gab es sogar ein Trompeterbuch.
Der wurde nie totgeschwiegen.
Und als Berliner müsste man seine Oberbürgermeister kennen.
Da gibt es das Foto von einer Gruppe von Häftlingen im KZ.
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_...3%A4ftlinge.jpg
Auch nicht totgeschwiegen.


Sozialdemokraten als Opfer im Kampf gegen die rote Diktatur

Sozialdemokraten, die in der SBZ und frühen DDR zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt wurden
Beispiele für viele Tausende
Die Zahl der Opfer aus den Reihen der Sozialdemokratie in der Sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR war groß. Jede Liste mit Namen der Opfer kann nur unvollständig sein. Die folgende Zusammenstellung bezieht sich in hohem Maße auf Sozialdemokraten, die wegen ihres Widerstandes gegen die erzwungene Vereinigung von SPD und KPD zur SED 1946 und ihres Eintretens für Recht und Freiheit in der kommunistisch beherrschten SBZ/DDR verhaftet und zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Viele dieser aufrechten Sozialdemokraten
haben ihren Einsatz für die Menschenrechte in der Haft oder kurz nach ihrer Entlassung mit dem Leben bezahlt.


Die Urteile von zumeist 25 Jahren fällten sowjetische Militärtribunale (SMT), häufig auch durch Fernurteil. Verbüßt werden mußte ein großer Teil der langen Haftstrafen in Arbeitslagern der UdSSR wie Workuta, Orscha, Tapiau, Rudnik, Mordwinia, und in den Internierungslagern der Sowjetischen Besatzungszone Buchenwald; Sachsenhausen, Torgau, Mühlberg sowie in den Gefängnissen und Zuchthäusern Bautzen, Waldheim, Brandenburg-Goerden, Halle, Luckau, Hoheneck, Hohenschönhausen, Bützow-Dreibergen, um nur einige zu nennen.
(....)
Bornschein, Heinz
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Bredenbeck, Julius
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Breslauer, Harrt'
1948 verhaftet; 10 J. Zuchthaus
Broh, Charlotte
1948 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Brünig, Willi
1947 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Brundert, Willi
1950 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Bruschwitz, Günter
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Busch, Wilfred
1948 verhaftet; 1955 entlassen
Christiansen, Berthold
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Czyrny, Erich
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Dietze, Hildegard
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Donath, Horst
1953 verhaftet; 10 J. Zuchthaus
Dorfmeister, Ewald
1947 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Drescher, Fritz
1948 verhaftet; 1955 entlassen
Eckardt, Curt
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Eger, Karl
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Fank, Max
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Fischer, Dorothea
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Förster, Horst
1947 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Friedland, Walter
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Fritzsche, Heini
1951 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Gallert, Emil
1953 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Gast, Willi
1955 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Gatte, Wilhelm
1955 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Geißler, Helmut
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Gerull, Heinz
1950 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Geye, Fritz
1947 verhaftet; 25 1. Arbeitslager
Gosselck, Claus-Hinrich
1950 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Grabe, Kurt
1948 verhaftet; 3x25 J. Zuchthaus
Grohmann, Paul
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Grünberg; Kurt
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Haufe, Arno
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Heft, Hans
1 954 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Heinicke, Fritz
1948 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Heinrich, Karl
1945 verhaftet; in Haft verstorben
Heinze, Gerhard
1947 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Helwig-Wilson, Hans-Joachim
1961 verhaftet; 13 J. Zuchthaus
Henning, Rudolf
1946 verhaftet; in Haft verstorben
Hesse, Will
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Heubeck, Willi
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
8
Heyden, Charlotte
1947 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Heynitz, Benno von
1 947 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Hildebrandt, Manfred
1 959 verhaftet; 7 J. Zuchthaus
Hiller, Helmut
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Himmelreich, Alfred
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Hoch, Ludwig
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Hoppe, Paul
1 948 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Horn, Fanny
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Irmler, Willi
1954 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Jaensch, Theo
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Jelonnek, Klaus
1948 verhaftet; 1954 entlassen
Jesse, Willi
1946 verhaftet; ohne Urteil in sibirischem
Schweigelager; 1954 entlassen
Kabel, Fritz
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Kabot, Gerhard
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kade, Heinz
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Kaderschafka, Gerhard
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kaufmann, Ewald
1949 verhaftet; 20 J. Zuchthaus
Keil, Helmut
1949 verhaftet; zum Tode verurteilt;
dann 3x25 J. Zuchthaus
Kewald, Adolf
1950 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Knaack, Walter
1949 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Knipp, Richard
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Koch, Hilmar
1946 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Kochan, Ernst
1 950 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Köhler, Willi
1946 verhaftet; 1954 entlassen
Körbecher, Karl
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kohl, Heinz
1949 verhaftet; zum Tode verurteilt;
dann 25 J. Zwangsarbeit
Kopka, Hans
1949 verhaftet; 1957 entlassen
Kowohl, Horst
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Kracht, Fritz
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Kreutzer; Hermann
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kreutzer; Paul
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Krüger, Otto
1950 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Kruggel, Otto
1951 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Kues, August
1945 verhaftet; im Lager verstorben
Kunze, Horst
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Lange, Horst
1948 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Langguth, Alfred
1949 verhaftet; zum Tode verurteilt;
dann 3x25 J. Zwangsarbeit
Lauschke, Heinz
1949 verhaftet; 1955 entlassen
9
Lehmann, Heinz
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Leuendorf, Hans
1946 verhaftet; in Haft verstorben
Lippschütz, Alfred
1948 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Luther, Moritz
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Majunke, Richard
1956 verhaftet; 1965 entlassen
Maletzki, Gustav
1955 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Malz, Ingeborg
1948 verhaftet; 25 J. Zwangslager
Marquardt, Hans-Georg
1953 verhaftet; 12 J. Zuchthaus
Matthias, Kurt
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Matuschek, Wilhelm-Georg
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Matuschke, Trude
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Möhring, Hermann
1952 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Müller, Peter
1952 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Nestler, Moritz
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Neubert, Helmut
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Neugebauer, Else
1950 verschleppt; 25 J. Zuchthaus
Noack, Heinz
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Otto, Karl
1953 verhaftet; 12 J. Zuchthaus
Otter, Lothar
1949 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Pester, Karl
1947 verhaftet; 1954 entlassen
Pfaffenzeller, Bernhard
1949 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Polenz, Hermann
1948 verhaftet; 20 J. Zwangsarbeit
Quade, Heinz
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Reckstadt, Otto
1953 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Richter, Gerhard
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Rieke, Dieter
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Rothe, Paul
1954 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Rudolph, Karl
1949 verhaftet; in Haft verstorben
Rüdiger, Werner
1949 verhaftet; 1954 entlassen
Sippel, Robert
1953 verhaftet; verschollen
Soosten, Gerhard von
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Sperling, Gerhard
1 946 verhaftet; verschollen
Svoboda, Gerda
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Szillat, Paul
1 950 verhaftet; 8 J. Zuchthaus
Schaffner, Erwin
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Schlierf, Günther
1948 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
Schultheiß, Franklin
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Schulz, Albert
1947 verhaftet; 10 J. Zwangsarbeit
Schulz, Robert
1947 verhaftet; 2x25 J. Zuchthaus
Steglich, Johannes
1949 verhaftet; 25 J. Zuchthaus
10
Steiner, Walter
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Stelling, Helmut
1948 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Steyer, Leo
1948 verhaftet; 251. Zuchthaus
Tantz, Heinz
1955 verhaftet; 1965 entlassen
Thorwardt, Willi
1948 verhaftet; 1953 entlassen
Thurow, Irmgard
1949 verhaftet; 1954 entlassen
Trabalski, Stanislaw
ab 1947 mehrfach verhaftet und
zu Jahren Zuchthaus verurteilt
Trautner, Paul
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Uhlmann, Fritz
1949 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Voigt, Albrecht
1948 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Vollrath, Horst
1949 verhaftet; 25 J. Arbeitslager
Vorsatz, Helmut
1947 verhaftet; 2'5 J. Zwangsarbeit
Wähler, Günter
1946 verhaftet; 101. Zuchthaus
Weck, Gerhard
1948 verhaftet; 1956 entlassen
Wegel, Rolf
1949 verhaftet; 1956 entlassen
Wehrstedt, Rudolf
1961 verhaftet; 12 J. Zuchthaus
Wend; Arno
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit
Wenzel, Hermann
1946 verhaftet; 15 J. Zuchthaus
Wesemeyer, Albertp
1948 verhaftet; 25 J. Zwangsarbeit Besatzungsmacht
Winde, Karl
1949 verhaftet; 25 J, Arbeitslager
Zabel, Fritz
1948 verhaftet; 20 J. Zwangsarbeit (...)

http://library.fes.de/pdf-files/netzquelle/01281.pdf

Herausgeber: Dieter Rieke
Stellv. Vorsitzender des Sozialdemokratischen
Arbeitskreises ehemaliger politischer Häftlinge
der SBZ/DDR
© 1994 by Friedrich-Ebert-Stiftung,
Godesberger Allee 149, 53175 Bonn


Es ist gut dass die Friedrich Ebert Stiftung diese Verbrechen der sowjetischenBesatzungsmacht in Kollaboration mit der SED veröffentlicht. Das haben diese Opfer verdient, dass man ihrer gedenkt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Grenzläufer und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#123

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 05.02.2016 16:10
von hotzel | 89 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #120
Zitat von Rostocker im Beitrag #113
Zitat von Gert im Beitrag #110
Zitat von hotzel im Beitrag #109
Zitat von Hackel39 im Beitrag #108
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #104
@hotzel Wenn Du schon in der Geschichte der Vereinigung von KPD und SPD gräbst, dann stell auch die Frage nach den damaligen SPD - Mitgliedern.

Über die weiß man kaum etwas zu berichten. Sie gab es scheinbar garnicht. Totschweigen über Jahrzehnte seit der "Gründung" der SED ist das schlimmste was diesen Menschen passieren konnte.

Oder hast Du vielleicht Erinnerungen, Informationen oder Quellen darüber ? Würde mich sehr freuen, wenn Du darüber berichten könntest.

LG von der Moskwitschka


Zumindest die DDR- Filmschaffenden haben sich dem Thema vorsichtig genährt.
http://fernsehenderddr.de/index.php?scri...etail&id1=14414
Jener Postbeamte Dreibrodt (gespielt von Horst Schulze) aus der Serie " Märkische Chronik" die derzeit am Samstag morgen beim MDR ausgestrahlt wird steht stellvertretend für die Klientel der "eingereihten" Genossen und ihre Biografie nach der Vereinigung zur SED.
Der Filmstoff dieser vielschichtigen Serie widmet sich überraschend offen solchen Vorgängen, wenngleich man hier das Beispiel einer gelungenen Integration eines ehemals überzeugten SPD- Mitglieds abarbeitet.




Na ist doch schön, aber von den Altkommunisten die das, was nach 45zig abging nicht mitgemacht haben, wird es nie was geben, das muss totgeschwiegen werden, Kommunisten müssen doch Verbrecher bleiben, so wie die Russen das ewige Feindbild. Einer muss ja der Böse sein damit Andere ihren Heiligenschein behalten können.

Sind Kommunisten keine Verbrecher? Na dann besorg dir mal das Schwarzbuch des Kommunismus . Wenn du das zu schräg hältst, tropft das Blut förmlich heraus , das der Weltkomunismus zu verantworten hat.


Na Gert--nun sei mal nicht so einseitig---unter den Weltkapitalismus wird es doch mit Sicherheit auch genügend Verbrecher geben. Auch wenn sie sich heute Demokraten nennen.

Mit Sicherheit gibt es da einige die nicht meinen Beifall finden. Ich habe schon meinen Glauben an die Amis revidiert als sie in Vietnam Krieg führten. Nur Rostocker ich wäge ab und da kommt der Kommunismus mit seinen Bluttaten in die gleiche Schublade wie der deutsche Faschismus, die selbe Menschenverachtung um einer Ideologie Willen, die selben Methoden, die selbe Brutalität usw.


Gerd, du scheinst heute noch ein Problem zu haben, warscheinlich war das Wasser zu kalt damals. Aber richtig lesen kannst du warscheinlich auch nicht in deiner Neunmalklugen Art. Ich werde niemals behaupten, das die sogenannten Kommunisten keine Verbrecher waren, sondern ich spreche von den Altkommunisten, die bei der Vereinigung von KPD und SPD zur SED ihre Parteibücher vernichtet haben und somit Ihre Selbstvernichtung in den Gefängnissen und Straflager eingeleitet haben, die wenigsten haben überlebt. Aber das passt nicht in dein ewig unterkühltes Hirn. Dafür nehme ich gern eine Verwarnung in Kauf. Gegen Krankheit gibt es ein Mittel, gegen Dummheit nur den Knüppel.



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#124

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 06.02.2016 01:44
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #110
Zitat von hotzel im Beitrag #109
Zitat von Hackel39 im Beitrag #108
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #104
@hotzel Wenn Du schon in der Geschichte der Vereinigung von KPD und SPD gräbst, dann stell auch die Frage nach den damaligen SPD - Mitgliedern.

Über die weiß man kaum etwas zu berichten. Sie gab es scheinbar garnicht. Totschweigen über Jahrzehnte seit der "Gründung" der SED ist das schlimmste was diesen Menschen passieren konnte.

Oder hast Du vielleicht Erinnerungen, Informationen oder Quellen darüber ? Würde mich sehr freuen, wenn Du darüber berichten könntest.

LG von der Moskwitschka


Zumindest die DDR- Filmschaffenden haben sich dem Thema vorsichtig genährt.
http://fernsehenderddr.de/index.php?scri...etail&id1=14414
Jener Postbeamte Dreibrodt (gespielt von Horst Schulze) aus der Serie " Märkische Chronik" die derzeit am Samstag morgen beim MDR ausgestrahlt wird steht stellvertretend für die Klientel der "eingereihten" Genossen und ihre Biografie nach der Vereinigung zur SED.
Der Filmstoff dieser vielschichtigen Serie widmet sich überraschend offen solchen Vorgängen, wenngleich man hier das Beispiel einer gelungenen Integration eines ehemals überzeugten SPD- Mitglieds abarbeitet.




Na ist doch schön, aber von den Altkommunisten die das, was nach 45zig abging nicht mitgemacht haben, wird es nie was geben, das muss totgeschwiegen werden, Kommunisten müssen doch Verbrecher bleiben, so wie die Russen das ewige Feindbild. Einer muss ja der Böse sein damit Andere ihren Heiligenschein behalten können.

Sind Kommunisten keine Verbrecher? Na dann besorg dir mal das Schwarzbuch des Kommunismus . Wenn du das zu schräg hältst, tropft das Blut förmlich heraus , das der Weltkomunismus zu verantworten hat.


Dann mal einige Kapitel-Überschriften des bisher ungeschriebene Schwarzbuches über den Kapitalismus

- Ausbeutung und Kinderarbeit
- Kolonialisierung von Afrika und großen Teilen Asiens
- zwei Weltkriege und unzählige lokale Kriege
- Sklaverei im Agrar-Kapitalismus der US-Südstaaten
- Völkermorde (USA an Ureinwohnern, div. Kolonialsmächte in ihren Kolonien), auch durch das deutsche Kaiserreich

Ergänzungen gerne gesehen.



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#125

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 06.02.2016 01:50
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #119
Zitat von Rostocker im Beitrag #113
(...)

Na Gert--nun sei mal nicht so einseitig---unter den Weltkapitalismus wird es doch mit Sicherheit auch genügend Verbrecher geben. Auch wenn sie sich heute Demokraten nennen.

Fakt ist, dass der Sozialismus und ihre Regierungen bei der Bevölkerung so unbeliebt war, dass man fast immer und überall schon vor den Wahlen mit Wahlgesetzen dafür vorgesorgt hat, dass die "Richtigen" gewählt wurden. Eigentlich konnte man gar nicht "falsch" wählen. Im besetzten Österreich,in dem es schon 1945 freie Wahlen gab, hat die KPÖ bis 1955 in allen Nationalratswahlen (1945,1949,1953) nie mehr als fünf Prozent erreicht. Der Sozialismus war eindeutig nie mehrheitsfähig, abgesehen vielleicht im Venezuela des begabten Entertainers Hugo Chavez...
"Gringo Go Home"---Da muss man doch einfach dafür sein.

Theo


Du hast Griechenland, Frankreich und Italien übersehen. Ohne massiven Druck von USA und GB (bis hin zum griechischen "Bürger"krieg) wären diese drei Staaten durch freie Wahlen kurz nach 1945 zum Sozialismus gekommen. In Jugoslawien und Nordkorea (später auch Nordvietnam) siegten sozialistische Revolutionen, welche von den Befreiungsbewegungen gegen faschistische bzw. koloniale Besatzungsregime geführt wurden. Die für Gesamt-Korea vorgesehenen freien Wahlen wurden durch die USA verhindert, um eine Sieg der Kommunisten an der Wahlurne zu verhindern.



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#126

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands

in DDR Staat und Regime 06.02.2016 04:27
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #125
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #119
Zitat von Rostocker im Beitrag #113
(...)

Na Gert--nun sei mal nicht so einseitig---unter den Weltkapitalismus wird es doch mit Sicherheit auch genügend Verbrecher geben. Auch wenn sie sich heute Demokraten nennen.

Fakt ist, dass der Sozialismus und ihre Regierungen bei der Bevölkerung so unbeliebt war, dass man fast immer und überall schon vor den Wahlen mit Wahlgesetzen dafür vorgesorgt hat, dass die "Richtigen" gewählt wurden. Eigentlich konnte man gar nicht "falsch" wählen. Im besetzten Österreich,in dem es schon 1945 freie Wahlen gab, hat die KPÖ bis 1955 in allen Nationalratswahlen (1945,1949,1953) nie mehr als fünf Prozent erreicht. Der Sozialismus war eindeutig nie mehrheitsfähig, abgesehen vielleicht im Venezuela des begabten Entertainers Hugo Chavez...
"Gringo Go Home"---Da muss man doch einfach dafür sein.

Theo


Du hast Griechenland, Frankreich und Italien übersehen. Ohne massiven Druck von USA und GB (bis hin zum griechischen "Bürger"krieg) wären diese drei Staaten durch freie Wahlen kurz nach 1945 zum Sozialismus gekommen. In Jugoslawien und Nordkorea (später auch Nordvietnam) siegten sozialistische Revolutionen, welche von den Befreiungsbewegungen gegen faschistische bzw. koloniale Besatzungsregime geführt wurden. Die für Gesamt-Korea vorgesehenen freien Wahlen wurden durch die USA verhindert, um eine Sieg der Kommunisten an der Wahlurne zu verhindern.

Nachdem der kommunistische Aggressor Nordkorea unter Zuhilfenahme des chinesischen Aggressors den Süden Koreas sich auch noch einverleiben wollte um ihren Steinzeitkommunismus zu installieren. Um wie viel überlegener das südkoreanische System ist, ist ja zur genüge bewiesen. Die Geschichte korrigiert ihre Fehler und das ist gut so .


.
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zuletzt bearbeitet 06.02.2016 04:30 | nach oben springen

#127

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands

in DDR Staat und Regime 06.02.2016 09:33
von Georg | 1.031 Beiträge

- Die Geschichte korrigiert ihre Fehler. -
Da kann man sich echt drauf freuen. Also wenn das Südkoreanische System und damit der faulende, parasitäre und völkermordene Imperialismus Nordkorea und damit dem Kommunismus seine Überlegenheit bewiesen hat, wird es sehr interessant. Worin besteht eigentlich die Überlegenheit ?
Nun nicht umsonst sagt man: Geld regiert die Welt ! Und Geld wird abgeschafft. Nach und nach. Irgendwo hab ich gelesen, der Imperialismus schafft sich seinen Totengräber selbst. Der Imperialismus schafft sich mit dem Geld selber ab - da kann mann nur hoffen, daß es schnell gelingt. Bevor die ganze Welt in Flammen steht.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
zuletzt bearbeitet 06.02.2016 09:35 | nach oben springen

#128

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 06.02.2016 14:51
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #125

Du hast Griechenland, Frankreich und Italien übersehen. Ohne massiven Druck von USA und GB (bis hin zum griechischen "Bürger"krieg) wären diese drei Staaten durch freie Wahlen kurz nach 1945 zum Sozialismus gekommen. In Jugoslawien und Nordkorea (später auch Nordvietnam) siegten sozialistische Revolutionen, welche von den Befreiungsbewegungen gegen faschistische bzw. koloniale Besatzungsregime geführt wurden. Die für Gesamt-Korea vorgesehenen freien Wahlen wurden durch die USA verhindert, um eine Sieg der Kommunisten an der Wahlurne zu verhindern.


Auch in Frankreich und Italien war der Sozialismus nach 1945, wir reden von einem Sozialismus stalinistischer Prägung, nie mehrheitsfähig.
Deine Behauptung stehen der damaligen Wirklichkeit diametral gegenüber.

In Frankreich stimmte das Volk in zwei Volksabstimmungen über die neue Verfassung der "quatrieme republique francaise" ab. 1946 wurde der Verfassungsentwurf von der Mehrheit der Bevölkerung angenommen.

Diese Verfassung wurde von den drei stärksten Parteien Frankreichs gemeinsam ausgearbeitet Tripartisme https://fr.wikipedia.org/wiki/Tripartisme der kommunistischen Partei PCF-le parti communiste francais, den Sozialisten die unseren damaligen Sozialdemokraten ähnlich waren SFIO- section francaise de l'internationale ouvriere und den Christdemokraten MRP- et le mouvement republicain populaire.

Die Mehrheit der Franzosen lehnten einen Sozialismus stalinistischer Prägung ab, bei den freien Wahlen zur Nationalversammlung erreichte die
parti communiste 1945 gerade mal mit 26% ein Viertel der Wählerstimmen.

Der erste gewählte Präsident der Vierten Republik war übrigens der -demokratische- Sozialist Vincent Auriol von der SFIO, er regierte über 7 Jahre und lehnte einen Sozialismus stalinistischer Prägung kategorisch ab.


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#129

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 07.02.2016 01:44
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #128
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #125

Du hast Griechenland, Frankreich und Italien übersehen. Ohne massiven Druck von USA und GB (bis hin zum griechischen "Bürger"krieg) wären diese drei Staaten durch freie Wahlen kurz nach 1945 zum Sozialismus gekommen. In Jugoslawien und Nordkorea (später auch Nordvietnam) siegten sozialistische Revolutionen, welche von den Befreiungsbewegungen gegen faschistische bzw. koloniale Besatzungsregime geführt wurden. Die für Gesamt-Korea vorgesehenen freien Wahlen wurden durch die USA verhindert, um eine Sieg der Kommunisten an der Wahlurne zu verhindern.


Auch in Frankreich und Italien war der Sozialismus nach 1945, wir reden von einem Sozialismus stalinistischer Prägung, nie mehrheitsfähig.
Deine Behauptung stehen der damaligen Wirklichkeit diametral gegenüber.

In Frankreich stimmte das Volk in zwei Volksabstimmungen über die neue Verfassung der "quatrieme republique francaise" ab. 1946 wurde der Verfassungsentwurf von der Mehrheit der Bevölkerung angenommen.

Diese Verfassung wurde von den drei stärksten Parteien Frankreichs gemeinsam ausgearbeitet Tripartisme https://fr.wikipedia.org/wiki/Tripartisme der kommunistischen Partei PCF-le parti communiste francais, den Sozialisten die unseren damaligen Sozialdemokraten ähnlich waren SFIO- section francaise de l'internationale ouvriere und den Christdemokraten MRP- et le mouvement republicain populaire.

Die Mehrheit der Franzosen lehnten einen Sozialismus stalinistischer Prägung ab, bei den freien Wahlen zur Nationalversammlung erreichte die
parti communiste 1945 gerade mal mit 26% ein Viertel der Wählerstimmen.

Der erste gewählte Präsident der Vierten Republik war übrigens der -demokratische- Sozialist Vincent Auriol von der SFIO, er regierte über 7 Jahre und lehnte einen Sozialismus stalinistischer Prägung kategorisch ab.









Wer behauptet, das die griechischen, französischen oder italienischen Kommunisten Stalinismus wollte? Auch die KPD wollte keinen Stalinismus, sondern ein Zusammengehen mit den Sozialdemokraten (ausgenommen bestimmten Arbeiterverrätern aus der SPD-Führung). 1923 hatten in Sachsne und Thüringen SPD und KPD demokratische Koalitionsregierungen gebildet. Die wurden mit der Reichswehr weggeputscht.



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#130

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 07.02.2016 09:14
von Georg | 1.031 Beiträge

Sozialdemokraten als Opfer im Kampf gegen die rote Diktatur

Stimmt schon die Sozialdemokraten sind Opfer ihres eigenen Kampfes geworden. Ich denke nur an das Ostbüro der SPD in der SBZ/DDR. Kann gut im Netz nachlesen. Laut Wiki - Zitat die Aufgaben des Ostbüros, die es bis 1961 noch in der Hauptstadt der DDR gab:

Wesentliche Aufgaben waren

die Betreuung der Flüchtlinge aus der DDR
die Koordination der Widerstandsarbeit gegen undemokratische Maßnahmen und Menschenrechtsverletzungen in der SBZ bzw. DDR und Unterstützung der verbliebenen Mitglieder in der DDR zur Wiedergründung einer SPD[2]
die Betreuung der politischen Gefangenen und deren Angehörigen
Öffentlichkeitsarbeit im Westen und der Versuch der Herstellung einer Gegenöffentlichkeit im Osten
Schmuggel von Propagandamaterial in die SBZ bzw. DDR
Abwurf von Flugblättern mittels Ballons über der SBZ bzw. DDR[3]
Informationsbeschaffung über Personen, Gesellschaft und Wirtschaft in der SBZ bzw. DDR[4]
Weitergabe von Informationen über die SBZ bzw. DDR an in- und ausländische staatliche Stellen[4]

Die Aufzählung der o.g. Opfer halte ich zumindest für sehr einseitig. Welcher Staat, nach dazu wenn Kriegrecht gilt, duldet solche Aktivitäten ?
Die Moskauer Archive sind weitgehend geöffnet. Urteile können eingesehen werden und sie könnten historisch korrekt veröffentlich werden.
Politisch ausgeschlachtet sind sie ja.

Die sogenannten " Stalin - Noten " wurden durch den Westen nicht einmal formell beantwortet. Und bieten somit bis in die Gegenwart den Stoff zur
Spekulation. Die Stalin Noten wurden durch die DDR bekannt gemacht. Sie waren Gesprächsthema in der DDR. Die Menschen träumten von der
Wiedervereinigung. Die Forderungen der UdSSR als Vorraussetzung der Wiederveinigung klanden doch vernünftig.
Wurden die " Stalin Noten " in der BRD veröffentlicht und diskutiert ?
Der Westen antwortete mit dem Deutschlandvertrag und zementierte die Teilung. Der Traum der Wiedervereinigung war ausgeträumt.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
DoreHolm, Klauspeter und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#131

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 07.02.2016 12:06
von IM Kressin | 918 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #117
Zitat von IM Kressin im Beitrag #116


Dänemark geht völlig ungezwungen nicht nur mit seiner Geschichte um, es berichtet wertfrei und neutral über die deutsche Vergangenheit und die Zeit der deutschen Besatzung Dänemarks.

Während meiner Aufenthalte in DK war ich verblüfft über die Offenheit, dem selbstverständlichen Umgang mit Geschichte und völlig entspannten, dienstlichen Kontakten.




Ich frage mich, warum uns dieser ungezwungene Umgang mit unserer Geschichte fehlt?

Klaus




Welche gemeinsamen Merkmale @Klauspeter welche Art von Übereinstimmung kennzeichnet diese Politiker?

François Mitterrand, französischer Präsident, sozialistische Partei,
Nicolas Sarkozy, französischer Präsident, konservative, goulistische Republikaner

David Cameron, britischer Premierminister, konservative Partei,
Tony Blair, britischer Premierminister, Labour-Partei

Helle Thorning-Schmidt, dänische Ministerpräsidentin, Souialdemokraten
Lars Løkke Rasmussen, dänischer Ministerpräsident, Liberaldemokraten

Ich lasse es bewenden bei dieser Auflistung.

Die Gemeinsamkeit dieser Ministerriege besteht darin, dass sie zuallererst, abgekoppelt von der politischen Richtung, sich als Franzose, Brite oder Däne, sich zu ihrer Nationalität bekennen und die legitimen Interessen ihres Volkes, ihrer Länder in Europa vertreten.
Das Parteiprogramm ist diesem Ziel untergeordnet.

In Deutschland pflegen die Verantwortlichen zuallererst ihren Fähigkeiten entsprechend, persönliche, auf den Machterhalt konfigurierte Eitelkeiten, in weiterer Rangfolge werden Kosten und Mühen nicht gescheut, die Partei dem persönlichen Einfluss, Eigennutz und persönlicher Entscheidungsmacht unterzuordnen.

Autoritäre Tendenzen nehmen zu, demokratische Mitbestimmung wird abgebaut.

Die Gewählten übernehmen die Gesinnungskontrolle, die veröffentlichte Meinung.

Im Einklang mit der Justiz entwickelt sich eine Oligarchi. Mangels Zugang zum Herrschaftsapparat und zu den Medien werden die Wähler beherrscht ohne selbst herrschen zu können, nicht mal Mitbestimmung ist möglich

Offener Brief an Bürgermeister Scholz .

Eine Korrektur der repräsentativen Parteiherrschaft ist nur durch direkte Demokratie möglich.
Volksabstimmungen wie in der Schweiz, welche die Etablierten fürchten wie der Teufel das Weihwasser, begrenzen den Parteieneinfluß.

Eine reale Chance für die Einheit Deutschlands gabe es 1952 nicht, es wäe ein unautorisierter, deutscher Sonderweg entstanden.

Eigenverantwortliche, nach eigenem Ermessen gestaltete Außenpolitik, wäre einhergegangen mit einem von allen Beteiligten
nicht gewollten Erstarken und selbstbestimmenden, deutschen Interessen.

Die Spezifizierung deutscher Interessen scheint nicht statthaft, damals wie heute.

Es grüßt Euch

Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
Klauspeter und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.02.2016 12:07 | nach oben springen

#132

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 07.02.2016 23:28
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #130
Sozialdemokraten als Opfer im Kampf gegen die rote Diktatur

Stimmt schon die Sozialdemokraten sind Opfer ihres eigenen Kampfes geworden. Ich denke nur an das Ostbüro der SPD in der SBZ/DDR. Kann gut im Netz nachlesen. Laut Wiki - Zitat die Aufgaben des Ostbüros, die es bis 1961 noch in der Hauptstadt der DDR gab:

Wesentliche Aufgaben waren

die Betreuung der Flüchtlinge aus der DDR
die Koordination der Widerstandsarbeit gegen undemokratische Maßnahmen und Menschenrechtsverletzungen in der SBZ bzw. DDR und Unterstützung der verbliebenen Mitglieder in der DDR zur Wiedergründung einer SPD[2]
die Betreuung der politischen Gefangenen und deren Angehörigen
Öffentlichkeitsarbeit im Westen und der Versuch der Herstellung einer Gegenöffentlichkeit im Osten
Schmuggel von Propagandamaterial in die SBZ bzw. DDR
Abwurf von Flugblättern mittels Ballons über der SBZ bzw. DDR[3]
Informationsbeschaffung über Personen, Gesellschaft und Wirtschaft in der SBZ bzw. DDR[4]
Weitergabe von Informationen über die SBZ bzw. DDR an in- und ausländische staatliche Stellen[4]

Die Aufzählung der o.g. Opfer halte ich zumindest für sehr einseitig. Welcher Staat, nach dazu wenn Kriegrecht gilt, duldet solche Aktivitäten ?
Die Moskauer Archive sind weitgehend geöffnet. Urteile können eingesehen werden und sie könnten historisch korrekt veröffentlich werden.
Politisch ausgeschlachtet sind sie ja.

Die sogenannten " Stalin - Noten " wurden durch den Westen nicht einmal formell beantwortet. Und bieten somit bis in die Gegenwart den Stoff zur
Spekulation. Die Stalin Noten wurden durch die DDR bekannt gemacht. Sie waren Gesprächsthema in der DDR. Die Menschen träumten von der
Wiedervereinigung. Die Forderungen der UdSSR als Vorraussetzung der Wiederveinigung klanden doch vernünftig.
Wurden die " Stalin Noten " in der BRD veröffentlicht und diskutiert ?
Der Westen antwortete mit dem Deutschlandvertrag und zementierte die Teilung. Der Traum der Wiedervereinigung war ausgeträumt.



Du bringst zwei Dinge durcheinander. Die Stadt- bzw. Landesorganisation Berlin hatte in allen Berliner Stadtbezirken bis 1961 Stadtbezirksorganisationen und Mitglieder. Diese hätten auf Grund des Viermächtestatus auch weiter bestehen können, genau wie umgekehrt die SED und die FDJ ihre Organisationsstrukturen in Westberlin aufrecht erhalten konnten. Das westdeutsche Verbot diverser Massenorganisationen hatte auf Westberlin keine rechtliche Auswirkung.
Das sog. "Ostbüro" der SPD war in Wahrheit eine Art Partei-Nachrichtendienst (Spionageorganisation), welche in etwa mit dem Militärapperat der KPD vor 1933 bzw. der Frühphase des SD (Sicherheitsdienst des Reichsführers der Schutzstaffel) in seiner nichtstaatlichen Phase vor 1933.
Aalso eine Art Privat-Geheimdienst. Wann dieser aufgegeben wurde, ist nicht öffentlich bekannt, aber es dürfte in der ersten Hälfte der 60er Jahre gewesen sein, da es dem BND sicher mißfiel, wenn jemand das staatliche Spionage-Monopol unterlief.



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#133

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 12.02.2016 15:14
von Zange | 395 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #130
Sozialdemokraten als Opfer im Kampf gegen die rote Diktatur

Stimmt schon die Sozialdemokraten sind Opfer ihres eigenen Kampfes geworden. Ich denke nur an das Ostbüro der SPD in der SBZ/DDR. Kann gut im Netz nachlesen. Laut Wiki - Zitat die Aufgaben des Ostbüros, die es bis 1961 noch in der Hauptstadt der DDR gab:

Wesentliche Aufgaben waren

die Betreuung der Flüchtlinge aus der DDR
die Koordination der Widerstandsarbeit gegen undemokratische Maßnahmen und Menschenrechtsverletzungen in der SBZ bzw. DDR und Unterstützung der verbliebenen Mitglieder in der DDR zur Wiedergründung einer SPD[2]
die Betreuung der politischen Gefangenen und deren Angehörigen
Öffentlichkeitsarbeit im Westen und der Versuch der Herstellung einer Gegenöffentlichkeit im Osten
Schmuggel von Propagandamaterial in die SBZ bzw. DDR
Abwurf von Flugblättern mittels Ballons über der SBZ bzw. DDR[3]
Informationsbeschaffung über Personen, Gesellschaft und Wirtschaft in der SBZ bzw. DDR[4]
Weitergabe von Informationen über die SBZ bzw. DDR an in- und ausländische staatliche Stellen[4]

Die Aufzählung der o.g. Opfer halte ich zumindest für sehr einseitig. Welcher Staat, nach dazu wenn Kriegrecht gilt, duldet solche Aktivitäten ?
Die Moskauer Archive sind weitgehend geöffnet. Urteile können eingesehen werden und sie könnten historisch korrekt veröffentlich werden.
Politisch ausgeschlachtet sind sie ja.

Die sogenannten " Stalin - Noten " wurden durch den Westen nicht einmal formell beantwortet. Und bieten somit bis in die Gegenwart den Stoff zur
Spekulation. Die Stalin Noten wurden durch die DDR bekannt gemacht. Sie waren Gesprächsthema in der DDR. Die Menschen träumten von der
Wiedervereinigung. Die Forderungen der UdSSR als Vorraussetzung der Wiederveinigung klanden doch vernünftig.
Wurden die " Stalin Noten " in der BRD veröffentlicht und diskutiert ?
Der Westen antwortete mit dem Deutschlandvertrag und zementierte die Teilung. Der Traum der Wiedervereinigung war ausgeträumt.



Es ist bekannt, dass die "Stalin-Noten" im Westen sofort, ohne näher darauf einzugehen, als Propaganda abgetan wurden. Es dürfte aber klar sein, dass die Westmächte unter keinen Umständen ein wiedervereinigtes Deutschland wollten, schon gar kein neutrales.

Sie hätte aber zumindest mit Stalin darüber verhandeln müssen, um ihn notfalls entlarven zu können, ob er die Sache tatsächlich ernst meinte.

Da dies leider nicht geschah, wissen wir nicht, ob Stalin ein geeintes Deutschland zugelassen hätte und die Spekulationen blühen.


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)
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#134

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 12.02.2016 15:42
von damals wars | 12.201 Beiträge

Es gab auch wiederholt Vorschläge von Walter Ulbricht zu einer möglichen Vereinigung.
Er konnte sich der Ablehnung entsprechender Vorschläge durch Adenauer sicher sein, wie Egon Bahr so treffens schrieb.
Für Adenauer war östlich der Oder Sibirien.
Eine deutsche Einheit gab es für ihn, wenn überhaupt, dann nur in den Sonntagsreden.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#135

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 12.02.2016 15:45
von damals wars | 12.201 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #125
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #119
Zitat von Rostocker im Beitrag #113
(...)

Na Gert--nun sei mal nicht so einseitig---unter den Weltkapitalismus wird es doch mit Sicherheit auch genügend Verbrecher geben. Auch wenn sie sich heute Demokraten nennen.

Fakt ist, dass der Sozialismus und ihre Regierungen bei der Bevölkerung so unbeliebt war, dass man fast immer und überall schon vor den Wahlen mit Wahlgesetzen dafür vorgesorgt hat, dass die "Richtigen" gewählt wurden. Eigentlich konnte man gar nicht "falsch" wählen. Im besetzten Österreich,in dem es schon 1945 freie Wahlen gab, hat die KPÖ bis 1955 in allen Nationalratswahlen (1945,1949,1953) nie mehr als fünf Prozent erreicht. Der Sozialismus war eindeutig nie mehrheitsfähig, abgesehen vielleicht im Venezuela des begabten Entertainers Hugo Chavez...
"Gringo Go Home"---Da muss man doch einfach dafür sein.

Theo


Du hast Griechenland, Frankreich und Italien übersehen. Ohne massiven Druck von USA und GB (bis hin zum griechischen "Bürger"krieg) wären diese drei Staaten durch freie Wahlen kurz nach 1945 zum Sozialismus gekommen. In Jugoslawien und Nordkorea (später auch Nordvietnam) siegten sozialistische Revolutionen, welche von den Befreiungsbewegungen gegen faschistische bzw. koloniale Besatzungsregime geführt wurden. Die für Gesamt-Korea vorgesehenen freien Wahlen wurden durch die USA verhindert, um eine Sieg der Kommunisten an der Wahlurne zu verhindern.


Chile und Portugal nicht vergessen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#136

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 13.02.2016 00:39
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Zange im Beitrag #133
Zitat von Georg im Beitrag #130
Sozialdemokraten als Opfer im Kampf gegen die rote Diktatur

Stimmt schon die Sozialdemokraten sind Opfer ihres eigenen Kampfes geworden. Ich denke nur an das Ostbüro der SPD in der SBZ/DDR. Kann gut im Netz nachlesen. Laut Wiki - Zitat die Aufgaben des Ostbüros, die es bis 1961 noch in der Hauptstadt der DDR gab:

Wesentliche Aufgaben waren

die Betreuung der Flüchtlinge aus der DDR
die Koordination der Widerstandsarbeit gegen undemokratische Maßnahmen und Menschenrechtsverletzungen in der SBZ bzw. DDR und Unterstützung der verbliebenen Mitglieder in der DDR zur Wiedergründung einer SPD[2]
die Betreuung der politischen Gefangenen und deren Angehörigen
Öffentlichkeitsarbeit im Westen und der Versuch der Herstellung einer Gegenöffentlichkeit im Osten
Schmuggel von Propagandamaterial in die SBZ bzw. DDR
Abwurf von Flugblättern mittels Ballons über der SBZ bzw. DDR[3]
Informationsbeschaffung über Personen, Gesellschaft und Wirtschaft in der SBZ bzw. DDR[4]
Weitergabe von Informationen über die SBZ bzw. DDR an in- und ausländische staatliche Stellen[4]

Die Aufzählung der o.g. Opfer halte ich zumindest für sehr einseitig. Welcher Staat, nach dazu wenn Kriegrecht gilt, duldet solche Aktivitäten ?
Die Moskauer Archive sind weitgehend geöffnet. Urteile können eingesehen werden und sie könnten historisch korrekt veröffentlich werden.
Politisch ausgeschlachtet sind sie ja.

Die sogenannten " Stalin - Noten " wurden durch den Westen nicht einmal formell beantwortet. Und bieten somit bis in die Gegenwart den Stoff zur
Spekulation. Die Stalin Noten wurden durch die DDR bekannt gemacht. Sie waren Gesprächsthema in der DDR. Die Menschen träumten von der
Wiedervereinigung. Die Forderungen der UdSSR als Vorraussetzung der Wiederveinigung klanden doch vernünftig.
Wurden die " Stalin Noten " in der BRD veröffentlicht und diskutiert ?
Der Westen antwortete mit dem Deutschlandvertrag und zementierte die Teilung. Der Traum der Wiedervereinigung war ausgeträumt.



Es ist bekannt, dass die "Stalin-Noten" im Westen sofort, ohne näher darauf einzugehen, als Propaganda abgetan wurden. Es dürfte aber klar sein, dass die Westmächte unter keinen Umständen ein wiedervereinigtes Deutschland wollten, schon gar kein neutrales.

Sie hätte aber zumindest mit Stalin darüber verhandeln müssen, um ihn notfalls entlarven zu können, ob er die Sache tatsächlich ernst meinte.

Da dies leider nicht geschah, wissen wir nicht, ob Stalin ein geeintes Deutschland zugelassen hätte und die Spekulationen blühen.



Stalin meinte es offenbar ernst, denn der östereichische Staatsvertrag von 1955 zeigte, daß die Sowjetunion durchaus dazu bereit war, die Kontrolle über Gebiete abugeben, wenn die Garantie besteht, daß damit eine neutrale Pufferzone zwischen den Blöcken gebildet wird. Auch die sehr intensiv auf Demontage orientierte Reparationspolitik zeugte von der sowjetischen Absicht, nicht zwingend die langfristige Kontrolle über Teile des seutschen Staatsgebietes behalten zu müssen. Hätte die sowjetische Regierung von vornherein beabsichtigt, jahrzehntelang die Besatzungszone halten bzw. einen daraus aufgebauten verbündeten, aber auch kontrollierten Staat zu errichten, wäre die Reparationspolitik von Anfang an auf Entnahme aus der laufenden Produktion orientiert worden.



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#137

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 13.02.2016 01:04
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Wenn man dieses Gedankenspielchen weiter spielt, was wäre dann wohl aus den führenden deutschen Genossen wie Ulbricht geworden nebst ihrer Partei?
Wenn Stalin die DDR aufgegeben hätte, wären wohl gesamtdeutsche und vermutlich auch freie Wahlen gewesen.
Die von der SED aufgesogene Ost-SPD hätte sich sicherlich auch wieder aus der SED verabschiedet samt den "freiwillig" vereinten alten ehemaligen Sozialdemokraten.
Also ich denke die SED hätte bei richtigen Wahlen wohl keinen Stich gesehen.
Die ehemalige Führungsgilde hätte sicherlich mehr als lauthals Verrat in Richtung Moskau geschrien, auf jeden Fall werden sie aber inständig dafür gebetet haben das die Noten ihres genialen Führers niemals angenommen werden mögen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2016 01:09 | nach oben springen

#138

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 13.02.2016 02:25
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #137
Wenn man dieses Gedankenspielchen weiter spielt, was wäre dann wohl aus den führenden deutschen Genossen wie Ulbricht geworden nebst ihrer Partei?
Wenn Stalin die DDR aufgegeben hätte, wären wohl gesamtdeutsche und vermutlich auch freie Wahlen gewesen.
Die von der SED aufgesogene Ost-SPD hätte sich sicherlich auch wieder aus der SED verabschiedet samt den "freiwillig" vereinten alten ehemaligen Sozialdemokraten.
Also ich denke die SED hätte bei richtigen Wahlen wohl keinen Stich gesehen.
Die ehemalige Führungsgilde hätte sicherlich mehr als lauthals Verrat in Richtung Moskau geschrien, auf jeden Fall werden sie aber inständig dafür gebetet haben das die Noten ihres genialen Führers niemals angenommen werden mögen.


Insofern kann man die Frage stellen, ob Ulbricht den beschleunigten Aufbau des Sozialismus und die damit verbundenen Härten für die Bevölkerung bewußt als Gegenmittel gegen die Stalin-Note eingesetzt hat. Nach dem 17. Juni konnte die UdSSR die DDR nicht mehr aufgeben, ohne ihr gesicht zu verlieren.



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#139

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 13.02.2016 19:24
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Gut, hätte ist bekanntlich Fahrradkette, aber hätten die Alliierten Deutschland geeint neutral gemacht, was wär denn dann mit den auch sowjetisch erorberten und sozialistisch gemachten " Bruderländern" passiert?
Die Leute da und ich meine nicht ihre Regierenden, hätten ja mitbekommen das Stalin einen Teil seiner Kolonien abgibt, die hätten doch sicherlich auch raus gewollt.


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(Anton Günther)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2016 19:25 | nach oben springen

#140

RE: Gab es 1952 eine reale Chance für die Einheit Deutschlands?

in DDR Staat und Regime 13.02.2016 19:41
von Klauspeter | 989 Beiträge

Vielleicht wäre das dann der nächste Schritt gewesen.
In Österreich hatte es ja auch geklappt.


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