#21

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.01.2013 23:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Handelsüblich in silbern, das Teil im Berliner Motorradmuseum ist Machwerk, leider ...
http://www.erstesberliner-ddr-motorradmu...46-s51-nva.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.01.2013 04:17
von HP6666 | 191 Beiträge

Reparaturen haben wir , soweit es ging , selbst gemacht . Bei Fragen konnten wir uns immer an den Kfz-I-Zug wenden . Waren ja auf einen Hof .
2 W 50 LA/A hatten wir als Waffen- I-Gruppe . Bei der Umstellung S/W wurden sie auch gespritzt . ( unser Gefr. hatte mal zu viel Schwarz beigemischt -
er mußte ihn nochmal Spritzen , auch , weil er einen Schluck Hydrauliköl beimischte - da glänzte die Chlorbuna- Farbe auch noch ! )
Für die Ersatzteilbeschaffung gab es auch regenerierte Teile . Da gab es auch eine spezielle Nummer auf Fernschreiben , die " Gefährdung der Gefechtsbereitschaft " bedeutete . Da kamen die Teile besonders " schnell " . ( haben wir öfters bei GW und Kanonen angewendet )

HP6666


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#23

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.01.2013 13:57
von ddr-bürger (gelöscht)
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Ich kann mich daran erinnern, die meisten Instandsetzungen wurden im Wartungspunkt gemacht. Ich fuhr noch einen G5 Pritsche. Es standen immer Kisten mit den wichtigsten Ersatzteilen für jedes Fahrzeug im Wartungspunkt (weiss leider nicht mehr die bezeichnung der Kisten, Einsatzkisten?).

Beim LO wurden die Motoren in einer zentralen Werkstatt getauscht. Wir sind dort mit dem LKW hin und meist am abend oder nächsten Tag zurück. Das ganze war recht schnell erledigt. Motorhaube raus, Frontmittelteil raus, alle Verbindungen ab und der Motor wurde wie auf einem "Rollbock" komplett aus dem rahmen nach vorne rausgezogen und der Neue wurde wieder rein "geschoben". Das ganze habe ich als "Fahrschüler" mit einem Fahrschul LO erleben dürfen
Ich war damals richtig erstaunt wie schnell das ging...


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#24

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.01.2013 16:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #20
Zitat von westsachse im Beitrag #14
Zweitakter waren die Motorräder und natürlich der Trabbi. Später kamen noch die SIMSONS dazu. Alles andere waren Viertakter. Auf den GK's hat man den LO (das O steht für Ottomotor) und den alten P3 gefahren (hatte einen alten Reihensechszylinder von Horch wie er auch im Sachsenring eingesetzt wurde)um die Kompanien nicht noch mit Diesel bevorraten zu müssen.

Gruß

westsachse

der Beitrag liegt schon länger zurück,Simson bei den Grenztruppen?
bestimmt die Enduro S 51,wie waren die denn ausgestattet?
konnte bisher kein Bildmaterial dazu finden
gruss Lutze
Zu meiner Zeit gab es solche Mopeds nicht am Kanten.
Nur MZ/TS 250.

Gruß ek40


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#25

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.01.2013 17:23
von ddr-bürger (gelöscht)
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Der Fahrzeugbestand bei der PIK war:

- W 50
- Krass Pritsche und Tieflader
- Krass Kipper
- ZT mit Bohrgerät für die Grenzpfosten
- T 174 Kleinbagger
- MZ ES 250 Reguliermaschine
- P3
- G5
- Tatrakran
- Planierraupe

Und ein Straßenbaugerät wurde damals nur "Elch" genannt. Im Winter war das schon belastend, wenn bei minus Graden das Spriegelgestell auf die Pritsche vom G5 gebaut wurde und dann die geforene Plane drüber gezogen werden mußte.

Nachtrag:

Unfallfahrzeuge wurden auch zum verscrotten an "Maschinen und Materialreserven" nach Erfurt geliefert. Dort konnten eigentlich nur Betriebe und "gesellschaftliche Bedarfsträger" kaufen.


zuletzt bearbeitet 20.01.2013 17:26 | nach oben springen

#26

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.01.2013 09:59
von 94 | 10.792 Beiträge

@ek40, die Moppeds gab bissel nach Deiner Zeit, aber nur für die GAkls und nicht in den Abschnitt.
@ddr-bürger, der SHM 4E trug tatsächlich den Beinamen Elch (siehe Anhang)
Diesen Begriff erbten die späteren Modelle der SHM-Serie von BAUKEMA quasi als Gattungsbezeichnung


Quelle: http://www.hood.de/angebot/43568242/elch.htm


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#27

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.01.2013 11:32
von ddr-bürger (gelöscht)
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@94

ja, so sah das Teil aus. kanst Du mir sagen wo die Maschine hergestellt wurde und wie sie motorisiert war?

Ich kann mich an das Gerät kaum erinnern.


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#28

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.01.2013 12:09
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #27
kanst Du mir sagen wo die Maschine hergestellt wurde
VEB Industriewerk Halle-Nord, später im Kombinat BAUKEMA als VEB Baumaschinen Halle/Nord (steht doch uff der Karte?)

Ansonsten findet eine Findmaschine (ich selber wees nüscht!) hier einen schönen Thread zu den Elchen ...
http://forum.bauforum24.biz/forum/index.php?showtopic=14170


und als Appetizer ein Bild von 'Deinem' Elch aus diesem Thread


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#29

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.01.2013 19:29
von ddr-bürger (gelöscht)
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Danke 94 für die Infos, irgendwie war das eine "neuere variante". Das war so um 1974. Irgendwie habe ich in der Erinnerung, daß die Maschine in Schweden (?) gebaut wurde.
Ich selber hatte mit dem Teil nie weiter zu tun. Das gute Stück war schon beeindruckend.

Habe eben noch mal im I-net geschaut, könnte es ein Grader der Firma "Volvo" bzw. deren Vorgänger gewesen sein?


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#30

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.01.2013 19:47
von 94 | 10.792 Beiträge

Den Link haste Dir aber schonema 'reingezogen'? Da werden ja auch die Nachfolger in der SHM-Serie erwähnt, sogar mit Bild.
Zu meiner Zeit zum Beispiel war ein SHM5 der aktuelle 'Elch', hier mal bissel mehr zu diesem Modell ...
http://de.valka.cz/viewtopic.php/t/74104

Btw, Volvo-Baumaschinen in den 70er halte ich gerade bei GT für eher unwahrscheinlich. Wobei, die Straßenbahnschienen wurden ja in einigen Großstädten auch mit VALMET-Torladern verlegt, hmm?


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zuletzt bearbeitet 21.01.2013 19:49 | nach oben springen

#31

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.01.2013 23:39
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #20
Zitat von westsachse im Beitrag #14
Zweitakter waren die Motorräder und natürlich der Trabbi. Später kamen noch die SIMSONS dazu. Alles andere waren Viertakter. Auf den GK's hat man den LO (das O steht für Ottomotor) und den alten P3 gefahren (hatte einen alten Reihensechszylinder von Horch wie er auch im Sachsenring eingesetzt wurde)um die Kompanien nicht noch mit Diesel bevorraten zu müssen.

Gruß

westsachse

der Beitrag liegt schon länger zurück,Simson bei den Grenztruppen?
bestimmt die Enduro S 51,wie waren die denn ausgestattet?
konnte bisher kein Bildmaterial dazu finden
gruss Lutze


Das waren ursprünglich ganz zivil ausgestattete S 51 Enduro. Mit silberner Lackierung, links an der Seite einen verkürzten Packrahmen, einem Seitenständer und zwei Spiegeln.
In der Grenzkompanie wurden sie etwas umgerüstet. Der rechte Seitenspiegel wurde abgebaut und als Reserve eingelagert. Die Blinker bekamen analog denen der TS manchmal aber nicht immer ein Zwischenstück aus einem Gummischlauch. Damit sie bei einem Sturz nicht gleich zerschlagen wurden. Wo das nicht erfolgte, wurde zumindest vorne an der Telegabel die Blinkerbefestigung so gelockert, dass sie drehbar wurde.
Es gab keinen Tarnlack, keine Tarnscheinwerfer oder Tarnbezüge für die Rückleuchten. Auch keinen Schlagschutz an den Leuchten. Ebenso keine Kennzeichen und auch keine Packtasche. Jedenfalls nicht bei uns. Die Sitzbank war die ganz normal zivile Variante. Also keine Einzelsitze. Die Soziusfußrasten wurden manchmal abgebaut, verblieben aber manchmal auch am Moped. Es wurde jedenfalls bei uns aber immer nur solo gefahren. Normalerweise nur und ausschließlich im Hinterland. Einzige, mir bekannte Ausnahme war einige Male bei Einsätzen mit der Forstwirtschaft im Sommer 1985.
Für die Wartung war der Fahrzeugführer zweimal im Jahr zuständig. Ich meine, abgesehen von der Reinigung nach Dienst. Diese Wartung nannte sich, glaube ich, "Umstellung" und fand einmal im Frühjahr und einmal Ende Oktober statt. Für das Moped gab es je nur einen Tag Schwarzkombidienst und dafür keinen Sonderurlaub. Ansonsten hat alles, was mit Fahrzeugtechnik zu tun hatte, der Techniker ( Fä. Pu... zu meiner Zeit) erledigt und veranlaßt.
Nachtrag: Bild eigenes Foto


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


Lutze, 94 und jecki09 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.01.2013 23:47 | nach oben springen

#32

RE: Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.01.2013 13:22
von ddr-bürger (gelöscht)
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@94

der SHM 5 war es definitiv nicht. ich kann mich erinnern an die Parolen "von den schwer beschaffbaren Ersatzteilen" usw.. das teil hatte damals schon richtig "gefällige" Formen, die Motorabdeckung schräg geneigt und nicht so wuchtig. habe selber schon im I-net gesucht und habe auf der " Youtube" Seite ein ähnliches Gerät gefunden (leider den Link nicht gespeichert). Dadurch bin ich auf "Volvo" gestoßen und bei "Wiki" den Vermerk das die Sparte aus einer Vorgängerfirma (mit Beteiligung von "Leyland") entstanden ist. bei der Suche nach Gradern Bj. 1974 kamen nur seiten von Gebrauchtanbietern und da war in den 90er Jahren Schluß.
Ich habe nie wieder an die geräte gedacht, bis ich hier in dem thread geschrieben habe. Da kommen Erinnerungen wieder die man längst Vergessen glaubte.


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