#1

Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 09:51
von Beethoven | 137 Beiträge

Diesen Artikel schrieb ich vor ca. 18 - 20 Jahren. Heute sind die Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger der BW nicht mehr so möglich wie damals beschrieben, da die Fallschirmtruppe völlig neu strukturiert wurde und in einem asymetrischen Krieg, großteils andere Aufgaben hat, als zur damaligen Zeit, der sich gegenüber stehenden militärischen Blöcke.
Große Teile dieses Beitrages sind auch bei WiKi eingeflossen und mehrfach von nicht Wissenden geändert worden (siehe bei Wiki LStR-40). Da schreibe ich sowieso immer neue Textpassagen, wenn was unklar oder falsch ist.

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Fallschirmjäger der BW und der NVA / mögliche Handlungen

Wie den meisten von Euch bekannt, gibt es viele Staaten, die Fallschirmjäger oder fallschirmspringende Einheiten in ihrem Heer oder der Luftwaffe ihres Staates, als elitäre Truppen besitzen.

Der Fallschirmtruppe wird allgemein nachgesagt, dass sie aus besonders motivierten und dementsprechend leistungswilligen Soldaten besteht. Wenn ihr in euer Innerstes lauscht und euch an die Zeit erinnert, in der ihr dieser oder einer ähnlichen Truppe angehörtet, werdet ihr mir zustimmen, dass es am Anfang eurer Laufbahn, bei vielen bis zum Schluss, nicht darum ging, einer Regierung oder gar Partei die Treue zu halten. Sondern es ging den meisten von uns darum, seinen Wehrdienst so interessant wie möglich zu gestalten, ein richtiger Mann zu werden und auch nach dem geleisteten Dienst von sich behaupten zu können, dass man etwas geleistet hat, dass nicht jeder andere Mann getan und erlebt hat. Sicherlich war das bei den Soldaten, die das „Soldat sein“ als Beruf ergriffen haben, zum Anfang nicht anders. Jedoch glaube ich, dass mit fortschreitendem Reifeprozess gerade bei den Berufssoldaten die Erkenntnis Oberhand gewann, dass man einem sinnvollen Auftrag erfüllt, in dem man jungen Soldaten das Handwerk der Kriegskunst (auf kleiner Ebene) bei bringen kann. Und ich denke auch, dass ein nicht zu unterschätzender Anteil von politischer Motivation dabei war.

Nun gibt es in verschiedenen Staaten gerade bei den Fallschirmjägern, verschiedene oft von Armee zu Armee sehr unterschiedliche Aufgabenstellungen und Einsatzgrundsätze.

Die Einsatzgrundsätze gerade von solchen Sondertruppen unterliegen bei fast allen Armeen strengster Geheimhaltung. Nicht umsonst werden die „Green Berets“, sehr intensiv von der CIA gehätschelt und erfüllen Aufgaben für diesen Geheimdienst (ich erinnere nur an das Unternehmen „Phönix“). Auch der permanente Auslandseinsatz zur Ausbildung von Einheimischen Freiwilligen in anderen Ländern (z.B. Montagnard – Vietnam) beweist eindeutig, dass die „Green Berets“ ihre Hauptaufgabe nicht nur im Kampf gegen einen unmittelbaren Gegner sehen, sondern eben auch, geführt vom amerikanischen Geheimdienst, für Unruhe oder Ruhe in fremden Ländern sorgen. Das wiederspricht eigentlich den Grundsätzen eines stehenden Heeres.

Die Fallschirmjägertaktik der Bundeswehr, ist von ihren Grundsätzen der Einsatztaktik her mit der Einsatztaktik der
Fallschirmjäger der NVA also des FJB / LStR-40, nicht vergleichbar.
Die Hauptaufgabe der Fallschirmjäger der Bundeswehr besteht darin, im Angriff offene Flanken oder Zwischenräume zu sichern, sowie im Abschlagen von Gegenangriffen: In der Verzögerung durch schnelle Verlegungen bereit zu sein, Deckungskräfte zu verstärken, neu aufgeklärte Truppen des Gegners schnell zu bekämpfen, durch Manöver und Feuer den Gegner frühzeitig zur Entfaltung seiner Gefechtsordnung zu bringen und den Angriffsschwung des Gegners zu verlangsamen und in der Verteidigung; durchgebrochenen Gegner abzuriegeln, Lücken zu schließen, Truppen in der Verteidigung zu verstärken und Flanken und Zwischenräume zu sichern.

Weitere Aufgaben sind: wichtige Geländeabschnitte (im NATO-Wortschatz heißt das „Schlüsselgelände“ wir sagten „Faustpfandgelände oder -Objekt“) oder wichtige Objekte (Schlüsselobjekt) zu sichern oder zurück zu erobern und natürlich auch, und da liegen sie mit uns auf einer Ebene, Kernwaffeneinsatzmittel und Gefechtsstände zu vernichten.
Auch die vermutlichen Einsatztiefen der FJ der Bundeswehr sind wesentlich anders, als die unsrigen Einsatztiefen: So
handelte die Brigade in einer Tief, in der bei uns die EG handelte, nämlich bis 60 - 80 km hinter den feindlichen Linien.
Das Bataillon handelt bis 30 km Tiefe und die Kompanie bis zu 15 km im rückwärtigen Raum des Gegners. Diese Tiefen wurde bei uns, durch Truppenaufklärungseinheiten abgedeckt.

Die Anlandung im Luftlanderaum erfolgt im allgemeinen etwa 3 km vom Einsatzraum entfernt.

Die Gefechtsnormative der FJ oder Luftlandetruppen in den einzelnen NATO-Armeen, weichen im einzelnen voneinander ab. Das liegt an den unterschiedlichen Strukturen, der ungleichen Bewaffnung und Ausrüstung und einer noch nicht erfolgten Angleichung aller Gefechtsvorschriften der NATO-Armeen an die NATO-Vorschrift ATP-35 (Taktische Führungsgrundsätze für die NATO-Landstreitkräfte).

In dem Buch „Vom Himmel auf die Erde ins Gefecht“ über die Fallschirmjäger der NVA (1. Auflage) kann man von der Seite 84 bis 105 nachlesen, wie sich die Einsatzgrundsätze des Luftsturmbataillons gestalten. Sicherlich ist bekannt, dass das LStR-40 der NVA im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung in das LStB-40 (LStB-3) und das LStB-41(LStB-5) aufgeteilt worden wären. Also hätte jeder Militärbezirk (vergleichbar mit einem Amreekorps) ein LStB unterstellt bekommen.

Der Autor beschäftigte sich wissenschaftlich mit diesem Thema und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, wenn ich auch aus heutiger Sicht, einiges daraus, ob seiner Durchführbarkeit, stark bezweifeln darf. Aber der Autor war meines Wissens nach, der erste Offizier der NVA, der sich mit diesem Thema auseinander setzte und sich natürlich stark an die Einsatzgrundsätze der sowjetischen Luftsturmeinheiten anlehnte.
Eine Gefechtsdienstvorschrift für Luftsturmeinheiten, die durch Erfahrungen von Offizieren der NVA erstellt wurde, konnte es ja gar nicht geben. Sie wurde aber gerade von diesem Offizier (OSL K.) erarbeitet und lag kurz vor der Wende druckreif vor.
Große Zweifel habe ich gerade bei den Handlungen als Operative Manövergruppe der Armee (OMGA). Hier, so denke ich, ist zur Untermauerung der Handlungen eine glasharte Kräfteberechnung durchzuführen. Und man bedenke dabei, dass der Gegner mit jeder Minute der Kampfhandlungen stärker und die Kräfte der OMG geringer werden. Richtig ist allerdings dabei, dass der Autor die Handlungen der OMG zeitlich sehr stark einschränkt. Anders ist es für mich auch nicht vorstellbar. Und trotzdem dürften die Verluste sehr groß sein und die Wideraufnahme der (restlichen) Truppen nur unter hohem Aufwand durch die Jagdbombenkräfte der Armee zur Sicherung, denkbar sein.

Ein „Witz“ ist das Thema der taktischen Übung aus heutiger Sicht (übrigens auch aus damaliger), welches auf Seite 132 – 133 des. o.g. Buches erwähnt wird. Die Handlungen der verstärkten Fallschirmjägerkompanie (FJK), der hohe Leistungsstand dieser Einheit und auch die Führung durch den Kompaniechef (Roland B.) ist unbestritten. Auch der Lernbeitrag und der physische Leistungswille der teilnehmenden Soldaten ist sicherlich nicht so schnell noch mal zu finden.
Aber eine Streifzugshandlung war das nach militärischen Verständnis nicht. Es waren aufeinanderfolgende Handlungen mit mehreren Zusammentreffen von eigenen Kräften und stellen von neuen Aufgaben im eigenen Hinterland. Streifzughandlungen (in der Regel durch eine motorisierte, meist einer Panzerdivision durchgeführt), werden in einem bestimmten Handlungsstreifen absolviert (bei einer Div. etwa 20 km breit), auf mehreren Marschstraßen unter Vernichtung aller relevanten Ziele bis zum Erreichen und befestigen eines bestimmten Abschnittes oder der Aufnahme (durch einholen) durch eigene Truppen, da diese ja auf dem Gebiet, in der die Streifzugabteilung handelte, kaum noch Wiederstand zu erwarten haben. Eine FJK im Streifzug eingesetzt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das Todesurteil für alle daran beteiligten Soldaten.
Zum Verständnis für den Leser möchte ich voraus schicken, dass mir für diese Beiträge keine Vorschriften vorliegen, da
diese damals einer hohen Geheimhaltungsstufe unterlagen und ich leider nicht die Möglichkeit hatte, in der Wendezeit solche, für uns heute wichtige, Dokumente der Zeitgeschichte, zu „erhaschen“.

Die FJ der NVA hießen bewusst nicht etwa „Kommandoeinheit“ oder „Sondertruppe“ wie z.B. in der damaligen UdSSR. Der Begriff „Sondertruppen“ war belegt durch die Soldaten zur besonderen Verfügung der GRU (Aufklärungsdienst der sowjetischen Streitkräfte – der als militärischer Nachrichtendienst, Sondertruppen als exekutives Element besaß).
„Kommandotruppen“ war belegt durch die „Comandos“ der britischen Streitkräfte als auch durch Truppen der Division
BRANDENBURG der Wehrmacht, die teilweise unrühmliche Handlungen , auch in Zivil zur Bekämpfung von Einheimischen und Partisanen auf erobertem Territorium oder in der Tiefe des rückwärtigen Gebiets des Gegners erfüllten.
Die Handlungen der Frontaufklärungskompanien (bekannt aus dem Buch „Stunde der toten Augen“) kamen den Handlungen, für die das FJB-40 vorgesehen war und für die die Soldaten dieses Truppenteils ausgebildet wurden am nächsten. Nur das die Höhe des einsetzenden Organs ab Armee aufwärts zu suchen ist.

Ich bitte also um Verständnis, wenn ich mit meinen Ausführungen nicht erschöpfend Antwort auf eventuelle Fragen geben kann, bzw. wenn der Leser mit einigen meiner Ausführungen nicht einverstanden ist. Es ist ein subjektiv gefärbter Beitrag ohne jegliche Hilfsmittel.

Die Gliederung des FJB-40 war ausgelegt für Handlungen im rückwärtigen Gebiet des Gegners zu Land und zu Wasser.

Den FJ der NVA war es möglich (ich schreibe bewusst nicht – geplant – da ich das nicht belegen kann) als Einzelkämpfer, im kleinen Team 2- 5 Soldaten, als Einsatzgruppe ( 9 - 15 Soldaten), als Einsatzgruppe – Zug –
(15 - 30) zu handeln. Bewusst schreibe ich nichts über Eindringvarianten. Das wäre ein anderes Thema. Es ist durchaus denkbar, das unsere Soldaten zur Verstärkung, Ausbildung oder Führung von illegalen Gruppen auf unserm, vom Gegner besetzten, Territorium eingesetzt worden wären. Allerdings ist diese Einsatzart mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr den Männern anderer Feldpostnummern zuzumuten. Aber wenn es darum ginge, solche Gruppen in Sabotage und Diversion auszubilden, bestimmte Kampfhandlungen dieser Gruppen vorzubereiten und durchzuführen, wären unsere Soldaten dazu sehr gut in der Lage gewesen.

Jede Einsatzgruppe (EG) konnte und wurde durch Spezialisten verstärkt. Auf jeden Fall wurde die EG durch Soldaten der Nachrichtenkompanie (heutiger Sprachgebrauch – Fernmeldeeinheit) zur Übermittlung von Ergebnissen oder zum Empfangen von Nachrichten verstärkt. Erforderte die Aufgabe einen amphibischen Einsatz, wurde die EG durch Taucher aus dem Sprengtaucherzug (später – Aufklärungszug) verstärkt. Sollte die Notwendigkeit bestehen, andere Spezialisten an den Einsatzort mitzuführen um eine spezielle Aufgabe zu erfüllen, wäre auch das möglich gewesen. Ich denke da ganz speziell an Soldaten oder Wissenschaftler z.B. bei der Einbringung von speziellen Waffen und Geräten, wie chemische Einsatzmittel, neueste Fernmeldetechnik, neueste Aufklärungstechnik (Führungsmittel von Aufklärungsschlagkomplexen, Mittel des Funkelektronischen Kampfes) die Helmut oder Jimmy hatten und die die EG zu Erich oder Leonid bringen sollte.

Zur Führung der EG wurden im Führungsorgan der Armee ein besonderes, zeitweiliges Führungsorgan gebildet.
Dieses besondere, zeitweilige Führungsorgan bestand aus qualifizierten Spezialisten, die die Aufgabe der EG , die
Einsatzgrundsätze und die Möglichkeiten der handelnden EG sehr genau kennen und einschätzen können,
in wieweit die Aufgabe unter den Verhältnissen und Umständen, in welchem sich die EG befinden, erfüllbar ist oder eben abgeändert werden muss. Dabei müssen wir uns darüber im klaren sein, dass der Einsatz von einer oder mehreren EG´s nicht dazu dient die Frau des Revierförsters zu entführen, sondern der Einsatz geschieht um taktische und operative, ja sogar strategische Voraussetzungen zu schaffen, die die erfolgreiche Erfüllung der nächsten und folgenden Aufgaben der Armee oder gar Front vorbereiten helfen. Also ist die Erfüllung der gestellten Gefechtsaufgabe unabdingbar.


Die Handlungen der Fallschirmjäger der NVA möchte ich in drei Kategorien einteilen

1. Handlungen der Aufklärung
2. Überfallhandlungen (dabei ist auch der Hinterhalt als Überfallhandlung anzusehen)
3. Spezielle Einsätze

Als Handlungen der Aufklärung verstehe ich alle Tätigkeiten zur Einbringung von Informationen in der operativen und
strategischen Tiefe des Gegners durch Beobachtung und Meldung mittels elektronischer Mittel.

Hier denke ich besonders an:
- permanente Beobachtung von militärischen-, ökonomischen- und administrativen (politischen, gesellschaftlichen)
Zielen.
- Ein Heranführen von Jagdbombern (unter zur Hilfenahme von Spezialisten - Fliegerleitoffizier) gehört genauso dazu
wie das Ermitteln genauer Koordinaten zur Vorbereitung des Einsatzes von Artillerie- und Raketenschlägen.
- Die Ausspähung der Heranführung von operativen- und strategischen Reserven (Häfen, Flugplätze, Eisenbahnanlagen) und die Richtungen ihrer Verlegung.
- Die Aufklärung von Produktionkennziffern militärischer Betriebe und Einrichtungen sowie deren Verlagerung an andere Standorte.
- Die Überwachung hoher politischer- und militärischer Persönlichkeiten,
- Aufklärung gegnerischer Kräfte im eigenen Hinterland.


Zu den Überfallhandlungen möchte ich nur einige Gedanken benennen.
Der Überfall / Hinterhalt ist immer mit der Enttarnung der handelnden Fallschirmjäger verbunden. Eine vollständige
Vernichtung des Überfallobjektes ist zwar möglich und sollte angestrebt werden aber es gibt immer die Spuren des Überfalles, die ein sofortiges Ansetzen von gegnerischen Kräften auf die handelnden FJ zur Folge hat. Das bedeutet, dass der Überfall bis in das kleinste Detail geplant werden muss und das auch das Absetzen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung erhält, wenn die EG nach Erfüllung ihrer Aufgabe eine nächste Aufgabe erfüllen soll (was ich mir nicht vorstellen kann) oder aber eben zurück geführt werden soll.

Als Überfallobjekt kommen eine große Vielfalt von Objekten in Frage, die nur unvollständig aufgezählt werden können:
- Kernwaffeneinsatzmittel und Artilleriesysteme, die zum Vorschuss von Kernmunition geeignet sind,
- Gefechtsstände der Division in der vermutlichen Hauptschlagrichtung der eigenen Kräfte oder der Division die die
vermutliche Hauptlast des Angriffes der gegnerischen Kräfte führt; Gefechtsstände ab Armeecorps aufwärts,
- Systeme des EloKa (Funkelektronischer Kampf), Fliegerleit- und –Führungssysteme,
- Andere wichtige Waffensysteme (Aufklärungsschlagkomplexe, chemische Massenvernichtungswaffen, biologische Waffen usw.),
- Wichtige Brücken (Viadukte / Aqadukte), Staudämme, Verschiebebahnhöfe, E-Werke, Fernsehtürme,
Hafenanlagen, Flugplätze usw. usf.,
- Lager von operativer und strategischer Bedeutung (Munitions-, Treibstoff- und andere Lager),
- Wichtige Einzelpersonen und Personengruppen im rückwärtigen Gebiet des Gegners,
- Vernichtung oder Gefangennahme gegnerischer Kräfte im eigenen Hinterland.

Unter speziellen Einsätzen versteht der Autor Einsätze, die von besonders geschulten Soldaten durchgeführt werden und die eine weitreichende strategische Bedeutung besitzen.

Hier möchte ich benennen:

- die Beseitigung von hochgestellten Persönlichkeiten des militärischen- und politischen- als auch des
wirtschaftlichen Lebens,
- die Entführung solcher Persönlichkeiten,
- die Rückführung von für uns wichtigen Personen aus dem rückwärtigen Gebiet des Gegners,
- Eindringen in Bunker und besonders gesicherte Anlagen der militärischen-, politischen und
wirtschaftlichen Führung und Erfüllung von Aufgaben in diesen Anlagen,
- Ausbildung, Beratung und Teilnahme an Einsätzen von in Illegalität handelnden Gruppen, auf eigenem,
vom Gegner besetzten, Territorium,
- Handlungen in Spannungsperioden, vor Ausbruch eines Krieges, im rückwärtigen Gebiet des Gegners
usw. usf. .

Über einige dieser speziellen Einsätze wurde nicht im Ausbildungsstoff geredet. Aber ich bin mir sicher, dass es zu solchen Handlungen hätte kommen können, wenn die Lage es erfordert hätte.

Beethoven (Damals TUS = The Unknow Soldier)

Foto: älteres Bild mit dem Fallschirm RS 4/5 und dem Rettungsgerät Be-2d. Noch die 7,62 -er Kaschi und Fallschirmjägertornister.

Angefügte Bilder:
Uniform1.jpg

exgakl, Harsberg, LO-Wahnsinn, Fritze, Kalubke und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.09.2015 10:18 | nach oben springen

#2

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 14:44
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Sehr interessant für einen Laien.
Du schreibst im letzten Absatz
Aufgaben
,,Beseitigung von Personen usw............
Beseitigung klingt etwas vornehm, schreib doch ermorden.
Wäre etwas ehrlicher
tho


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#3

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 14:59
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #2
Sehr interessant für einen Laien.
Du schreibst im letzten Absatz
Aufgaben
,,Beseitigung von Personen usw............
Beseitigung klingt etwas vornehm, schreib doch ermorden.
Wäre etwas ehrlicher
tho


Diese Situation wäre unter Kriegsbedingungen entstanden.
Da werden Gegner bekämpft und ausgeschaltet.

seaman


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#4

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 15:13
von Hanum83 | 4.806 Beiträge

Inklusive Zivilisten (Wirtschaft, politisches Leben...)?
Liest sich aber nicht so nach Friedensengel wie sonst meistens.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 26.09.2015 15:24 | nach oben springen

#5

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 15:28
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #4
Inklusive Zivilisten (Wirtschaft, politisches Leben...)?
Liest sich aber nicht so nach Friedensengel wie sonst meistens.


Wo steht in diesem Zusammenhang etwas von Friedensengel?

seaman


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#6

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 15:49
von Beethoven | 137 Beiträge

Ich schrieb bewusst nicht ermorden.

Soldaten sind keine Mörder.

Wenn es die Aufgabe erfordert und man damit viele andere Menschen retten kann, ob nun Soldaten oder Zivilisten, dann kann es durchaus auch eine Aufgabe sein, eine Person zu beseitigen. Tut dies ein Soldat in Ausübung eines Befehls und verstößt dieser Befehl nicht gegen geltendes Völkerrecht, so ist die Beseitigung eines Menschen durchaus eine Gefechtsaufgabe und kein Mord. Das die Person danach dann tot ist, sei mal dahin gestellt.

In der Anordnung "A 043/1/002" vom 01.12.87 (Herausgeber ist das MfNV) kann man im Punkt 3.2. folgendes lesen.

Angefügte Bilder:
LEQUIDA.JPG

SCORN, Fritze und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 15:55
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Nicht, das wir uns falsch verstehen. Ich habe nicht geschrieben ,, Soldaten sind Mörder,,
Mir ging es nur um das eine Wort welches mir nicht gefiel
tho


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#8

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 16:50
von Hanum83 | 4.806 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #5
Zitat von Hanum83 im Beitrag #4
Inklusive Zivilisten (Wirtschaft, politisches Leben...)?
Liest sich aber nicht so nach Friedensengel wie sonst meistens.


Wo steht in diesem Zusammenhang etwas von Friedensengel?

seaman



Da nix, ich meinte den roten Faden.
Muss ich aber wohl nu nicht kleinklein erklären, glaub ich mal, auf der Wurschtsuppe sind wir ja nicht dahergeschwommen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 26.09.2015 16:52 | nach oben springen

#9

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 19:53
von LO-Wahnsinn | 3.496 Beiträge

Auch Zivilisten aus Wirtschaft und Politik können Zielpersonen sein, diesen Status verdient man sich aber in der Regel, den bekommt man nur selten umsonst geschenkt.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.09.2015 22:03
von Hanum83 | 4.806 Beiträge

Dann wär es aber im E-Fall genau so ein dreckiger Krieg gewesen, von jeder Seite, wie jeder andere auch, Ziel einfach Sieg.
Da braucht man nicht immer im Nachhinein von irgendeiner Besserheit vorab zu schwafeln, das Ziel war wohl auch da schon mal der Sieg, alles andere wär ja Schwachsinn gewesen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 27.09.2015 07:57 | nach oben springen

#11

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 07:27
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Ich denke auch, wir können uns alle beim Allmächtigen (falls es den gibt) bedanken, dass solche Einsatzgrundsätze hier in Mitteleuropa nicht zur Anwendung kamen. Da ist vielen Angst, Leid und Trauma erspart worden. Jeden Tag damit zu rechnen, dass man durch fremde Hand, Terrorakte oder irgendwelche Einsätze und Kommandounternehmen sein Leben verliert, so stelle ich mir z.B. den heutigen Zustand in den arabischen Kriegsländern vor.

Gruß Kalubke



Rostocker, Hanum83 und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 09:22
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #11
Ich denke auch, wir können uns alle beim Allmächtigen (falls es den gibt) bedanken, dass solche Einsatzgrundsätze hier in Mitteleuropa nicht zur Anwendung kamen. Da ist vielen Angst, Leid und Trauma erspart worden. Jeden Tag damit zu rechnen, dass man durch fremde Hand, Terrorakte oder irgendwelche Einsätze und Kommandounternehmen sein Leben verliert, so stelle ich mir z.B. den heutigen Zustand in den arabischen Kriegsländern vor.

Gruß Kalubke


Da haste Recht--dafür tragen europäische und US Kommandounternehmen ihre Einsätze in der arabischen Welt aus. Beispiel--Drohnenkrieg,Einsatz der KSK und Spezialkommandos im nahen Osten und Afganistan. Auch dort rechnen Menschen jeden Tag durch fremde Hand getötet zu werden. Nur mal so am rande erwähnt.


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#13

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 10:11
von utkieker | 2.929 Beiträge

Was die Taktik anbelangt, so ist sie von der gegebenen Situation abhängig und lässt sich nicht "statisch" definieren. Gut beraten ist jener Feldherr, der in seine Taktik flexibel ist. Dies galt genauso für Bundeswehr Fallis, wie auch für die der NVA. Selbst die Strategie der Armee kann sich ändern, so hat sich das vereinigte Heer nach 1990 verstärkt militärischen Abenteuern zu gewandt. Ich hätte mir auch nie denken können, daß ausgerechnet ein rot- grüne Bundesregierung ihre Armee zur Unterstützung von Kriegsverbrechen einsetzt, wie zum Beispiel die Bombardierung von Novi Sad im Rahmen der Operation Allied Force 1999.
Heutzutage wird der Bestand der Bundesrepublik im Ausland "verteidigt". Ob heute noch mit Fallschirmjägern groß operiert wird lasse mal dahingestellt, irgendwann war auch die Kavallerie hinfällig. Aber das ist ein anderes Thema.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#14

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 10:25
von Beethoven | 137 Beiträge

Lieber Utkieker,

aus meiner bescheidenen, militärischen Sicht, wird in der heutigen Zeit der bewaffneten Auseinandersetzungen, der Teil der hoch spezialisierten Soldaten auf infanteristischem Gebiet eher stärker als schwächer.

Du weist sicherlich, "... nur dort wo der Infanterist (Fallschirmjäger, Grenadier, Jäger) seinen Fuss hinstellt, ist das Land auch erobert."

Gerade in asymetrischen Kriegen, wie sie heute geführt werden, ohne feste Fronten, ohne sicheres Hinterland, ohne permanenten und geordneten Nachschub, mit sehr hoher Dynamik und ungeheurer Feuerkraft schon im kleinsten militärischen Team, wird die Wichtigkeit von Infanteristen aller Coleur eher steigen als sinken. Natürlich wird in einer modernen Armee dieser Infanterist von modernsten Aufklärungsmittel (Satelliten, Drohnen, elektronische Gefechtsfeldüberwachung), schweren Waffen mit ungeheurer Feuerkraft ( Panzer, Fliescher, Raketen, Artillerie) unterstütz werden aber auch um Strecken sicher und schnell überwinden zu können - nennt man Manöver - (moderne SPz., Hubschrauber) nutzen.

In diesem Sinne


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#15

Hallo Beethoven

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 13:03
von Brotteröder | 3 Beiträge

Hallo Beethoven,

und der Fall wird beim Sprung in der Luft
abgeschossen. Es sei denn sie springen
weit im Hinterland ab, macht das heute
noch Sinn ?

Bis dahin ... Grüße v. Peter



zuletzt bearbeitet 27.09.2015 13:07 | nach oben springen

#16

RE: Hallo Beethoven

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 14:58
von Beethoven | 137 Beiträge

Ich antworte nur mal kurz, hab gleich Kaffeegäste.

Du liegst falsch.

Kleine Gruppen werden in der Nacht abgesetzt und meistens mit Gleitfallschirmen. Die siehst Du gar nicht. Erkläre ich alles wenn Interesse besteht.

Größere Luftlandungen werden in Geländen durchgeführt, die bereits vorher von solchen kleineren Gruppen aufgeklärt und feindfrei sind. Das ist der Vorteil der springenden Zunft in einem asymetrischen Krieg. Allerdings wurde das auch schon im II. WK und den nachfolgenden, lokal begrenzten Kriegen so gemacht. Auch dazu kann ich einiges schreiben, wenn Bedarf besteht.

Gruß


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#17

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 15:14
von utkieker | 2.929 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #14
Lieber Utkieker,

aus meiner bescheidenen, militärischen Sicht, wird in der heutigen Zeit der bewaffneten Auseinandersetzungen, der Teil der hoch spezialisierten Soldaten auf infanteristischem Gebiet eher stärker als schwächer.

Du weist sicherlich, "... nur dort wo der Infanterist (Fallschirmjäger, Grenadier, Jäger) seinen Fuss hinstellt, ist das Land auch erobert."

Gerade in asymetrischen Kriegen, wie sie heute geführt werden, ohne feste Fronten, ohne sicheres Hinterland, ohne permanenten und geordneten Nachschub, mit sehr hoher Dynamik und ungeheurer Feuerkraft schon im kleinsten militärischen Team, wird die Wichtigkeit von Infanteristen aller Coleur eher steigen als sinken. Natürlich wird in einer modernen Armee dieser Infanterist von modernsten Aufklärungsmittel (Satelliten, Drohnen, elektronische Gefechtsfeldüberwachung), schweren Waffen mit ungeheurer Feuerkraft ( Panzer, Fliescher, Raketen, Artillerie) unterstütz werden aber auch um Strecken sicher und schnell überwinden zu können - nennt man Manöver - (moderne SPz., Hubschrauber) nutzen.

In diesem Sinne


Du hast nicht ganz Unrecht @Beethoven, mal abgesehen davon, daß heute das Finanzkapital die neue "Infanterie" darstellt, geht es heute weniger um Landnahme sondern um Machtnahme. Früher wurden Hochzeiten durch den Hochadel arrangiert, heute geht es mit Mitteln von Korruption und wirtschaftlicher Erpressung. Das Bedrohungspotential imperialer Mächte wird natürlich aufrecht erhalten. Und dennoch hat sich ja auch militärisch einiges geändert. Luftlandeeinheiten werden heute weniger per Fallschirm abgesetzt sondern mit Hubschraubern, was erhebliche Vorteile hat. Früher wurden Fallschirmspringer meistens nachts über die feindlichen Linien abgesetzt und jeder Springer musste sich als Einzelkämpfer durchschlagen. Mit Hubschraubern kann man das Radar "unterfliegen", es geht zu jeder Tageszeit und Teile der Verbände bleiben in sich geschlossen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#18

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 15:25
von Lutze | 8.042 Beiträge

Muß man sich das so in etwa wie im Rambo II-Film vorstellen?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#19

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 15:28
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #18
Muß man sich das so in etwa wie im Rambo II-Film vorstellen?
Lutze



Klar,nur das Blaue Licht aus Rambo 3 muss noch mit


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#20

RE: Einsatzgrundsätze der Fallschirmjäger

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.09.2015 15:31
von Hanum83 | 4.806 Beiträge

Am allerbesten ist wohl man hält sich an die Taktik von General Brecht, also die, bei Krieg gar nicht erst hin zu gehen, oder halt zu fliegen.
Da dies nicht immer geht, mal abgesehen von den ollen Fallschirmjägern der DDR und denen der Neuzeit, ihr scheint Ahnung von den modernen militärischen Dingen zu haben.
Die US-Boys sehen mit ihren Helmkameras immer aus wie Cyber-Krieger, wozu sind denn diese Dinger da, werden die damit von Vorgesetzten an Bildschirmen geleitet?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 27.09.2015 15:33 | nach oben springen


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