#21

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 14:35
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Hier sieht man einige Grenzbilder vom Westen ausgesehen. Es macht den Anschein, dass die Grenzen der CSSR und Ungarn schlecht befestigt und bewacht waren: Verlotterter Zaun, unbesetzte Türme. Das ist aber eine Täuschung. Die Grenzbefestigung waren gestaffelt. Der Schwerpunkt war mehrere hundert Meter bis Kilometer im Hinterland.
http://www.brianrose.com/lostborder/curtain2.htm
Theo


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#22

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 14:44
von Vierkrug (gelöscht)
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Hier noch Links bezüglich der Grenzsicherungsboote - http://www.google.de/imgres?imgurl=http%...wIVQmQsCh0Pow97



Quelle und weitere Informationen, siehe auch hier https://www.facebook.com/DunajskaPohranicniStraz

Vierkrug


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zuletzt bearbeitet 17.09.2015 14:51 | nach oben springen

#23

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 15:32
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #20
Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #19
Nach dem, was man heute auf G Earth sieht, ist die Grenze in Flussmitte.
Wird damals sicher nicht anders gewesen sein..
Siggi
(der sich auf weitere Antworten zur "Grenze bei Bratislava" freut .. vielleicht weiß noch jemand etwas zur "Intensität" der Bewachung des Zaunes und vielleicht auch zu Booten)


Siggi schau mal hier - Exportierte GSB 075 Boote - http://www.ddr-binnenschifffahrt.de/dienstschiffe-gsb075.htm
(CSSR Typ GSB 075.7 - im Einsatz als Grenzboote in der CSSR - 27 Boote / Baujahre 1979 - 1983)

Vierkrug


Ich war Ende der 80er Jahre mal in Bratislava im Urlaub und habe dabei auch das Cafe im Aussichtsturm auf der Donaubrücke besucht. Von dort konnte man die Grenze hinter dem Süd/Ostteil von Bratislava (das Zentrum lag nördlich/westlich der Donau) schemenhaft Grenzanlagen erkennen, die offensichtlich den Anlagen im Berliner Außenring ähnelten. Nach dieser Aussicht hätte jeder Fluchtwillige von seinem Vorhaben ablassen sollen, die Sicherheit war sicherlich nicht schlechter, als in der DDR.



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#24

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 15:54
von Vierkrug (gelöscht)
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Kleiner Nachtrag - Bekanntlich wurden auf der Elbewerft in Boizenburg die Binnenfahrgastschiffe der Wladimir-Iljitsch-Klasse (Projekt 301) und der Dmitri Furmanow-Klasse (Projekt 302) gebaut.
Die Partnerwerft in der CSSR befand sich an der Grenze (Donau) zu Ungarn in Komárno. Hier wurden Binnenfahrgastschiffe der Walerian Kuibyschew-Klasse (Projekt 92-016 / OL400) für die damalige Sowjetunion gebaut. Kann mich noch erinnern, das es in Komárno einen Stützpunkt der Grenzpolizei der CSSR gab, der auch über die GSB 075 aus der DDR verfügte. Hier mal ein Foto von der "Michail Frunse", die in Komárno gebaut wurde.

Narodny Podnik Škoda (Slovenské Lodenice n.p. Komárno)

Die Werft Komárno wurde nach dem Umbruch im Nachbarland geschliffen. Auf dem ehemaligem Werftgelände befindet sich heute ein Supermarkt von Kaufland Deutschland. Von der Grenzbrücke über die Donau hatte man einen guten Blick auf die Werft.
Auch Österreich baute einige Binnenfahrgastschiffe für die SU - Bauwerft war die Schiffswerft Korneuburg (Donau) als Teil der Österreichischen Schiffswerften AG Linz. Hier wurde die Sergei-Jessenin-Klasse (Projekt Q-065) gefertigt.



Sorry, ist ein wenig OT - aber de Erinnerungen sind wieder einmal durchgebrochen..

Vierkrug


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zuletzt bearbeitet 17.09.2015 15:55 | nach oben springen

#25

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 16:21
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #23
Ich war Ende der 80er Jahre mal in Bratislava im Urlaub und habe dabei auch das Cafe im Aussichtsturm auf der Donaubrücke besucht. Von dort konnte man die Grenze hinter dem Süd/Ostteil von Bratislava (das Zentrum lag nördlich/westlich der Donau) schemenhaft Grenzanlagen erkennen, die offensichtlich den Anlagen im Berliner Außenring ähnelten. Nach dieser Aussicht hätte jeder Fluchtwillige von seinem Vorhaben ablassen sollen, die Sicherheit war sicherlich nicht schlechter, als in der DDR.


Die nachfolgenden Aufnahmen haben auch schon ein paar Jahreauf dem Buckel. Kann aber Deine Aussage bestätigen.



Vierkrug


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#26

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 17:16
von Lutze | 8.027 Beiträge

Einige Landkarten vom Ostblock sollen die genauen Grenzverläufe auch
verschleiert haben
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#27

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 19:06
von berlin3321 | 2.513 Beiträge

War das nicht schon in den DDR Karten auch so? Das das Sperrgebiet anders eingezeichnet war? Die Entfernungen nicht richtig angegeben waren?

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#28

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 19:18
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #27
War das nicht schon in den DDR Karten auch so? Das das Sperrgebiet anders eingezeichnet war? Die Entfernungen nicht richtig angegeben waren?

MfG Berlin

In der niedrig klassifzierten Ausgaben AV (Ausgabe für die Volkswirtschaft) und den touristischen Karten war das Sperrgebiet, wie alles andere, was mit der staatlichen Sicherheit zu tun, gar nicht eingezeichnet.
Beispiel: Stadtplan Berlin, Ausschnitt Potsdamer Platz 1973:
Die Mauer existiert nicht.

http://www.berliner-untergrundbahn.de/mi.htm
Nur in der streng geheimen Ausgabe "AS" (Ausgabe für den Staat) war alles korrekt eingezeichnet.
Theo


zuletzt bearbeitet 17.09.2015 19:19 | nach oben springen

#29

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 19:22
von Fritze | 3.474 Beiträge

Theo ,als was für ein Symbol hätte die Mauer eigentlich im Stadtplan erscheinen sollen ?

Vergittert oder verklinkert ? So eine glatte Betonmauer gibt ja nichts her !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#30

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2015 19:31
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Etwa so:

http://www.berlinermaueronline.de/karten/berlinkarten_04.htm
Man beachte, dass hier der Grenzverlauf stimmt, während die touristische Karte einen etwas anderen Grenzverlauf zeigt.
Theo


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zuletzt bearbeitet 17.09.2015 19:33 | nach oben springen

#31

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2015 00:28
von Kalubke | 2.289 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #21
Hier sieht man einige Grenzbilder vom Westen ausgesehen. Es macht den Anschein, dass die Grenzen der CSSR und Ungarn schlecht befestigt und bewacht waren: Verlotterter Zaun, unbesetzte Türme. Das ist aber eine Täuschung. Die Grenzbefestigung waren gestaffelt. Der Schwerpunkt war mehrere hundert Meter bis Kilometer im Hinterland.
http://www.brianrose.com/lostborder/curtain2.htm
Theo


Der prinzipielle Aufbau der Grenzanlagen in der CSSR an deren Westgrenze war dem an der deutsch-deutschen Grenze recht ähnlich, zumindest in den 80'ern:

Grenze->Vorgelagertes->feindwärtiger Grenzzaun->Kontrollstreifen mit B-Türmen und Kolonnenweg (gf. Lichttrasse)->mehrere 100 m beiter Geländestreifen->freundwärtiger Grenzsignalzaun

Direkt an der Grenze waren ggf. noch Reste der alten Anlagen aus den 50er/60er Jahren vorhanden.

Interessanterweise wurde in den 50er Jahren anscheinend auch die Grenze Böhmen/Sachsen auf der CSSR-Seite mit Kontrollstreifen und Wachtürmen gesichert. z.B. im Bereich des Waldgebietes Halbmeil bei Johanngeorgenstadt. Da stehen heute noch vermoderte alte Holzwachtürme auf einer ca. 30 m breiten, parallel zur Grenze verlaufenden Schneise, die für den Kontollstreifen angelegt worden war.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 18.09.2015 00:48 | nach oben springen

#32

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2015 00:43
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #31
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #21
Hier sieht man einige Grenzbilder vom Westen ausgesehen. Es macht den Anschein, dass die Grenzen der CSSR und Ungarn schlecht befestigt und bewacht waren: Verlotterter Zaun, unbesetzte Türme. Das ist aber eine Täuschung. Die Grenzbefestigung waren gestaffelt. Der Schwerpunkt war mehrere hundert Meter bis Kilometer im Hinterland.
http://www.brianrose.com/lostborder/curtain2.htm
Theo


Der prinzipielle Aufbau der Grenzanlagen der in der CSSR an deren Westgrenze war dem an der deutsch-deutschen Grenze recht ähnlich, zumindest in den 80'ern:

Grenze->Vorgelagertes->feindwärtiger Grenzzaun->Kontrollstreifen mit B-Türmen (gf. Lichttrasse)->mehrere 100 m beiter Geländestreifen->freundwärtiger Grenzsignalzaun

Direkt an der Grenze waren ggf. noch Reste der alten Anlagen aus den 50er/60er Jahren vorhanden.

Interessanterweise wurde in den 50er Jahren auch die Grenze Böhmen/Sachsen auf der CSSR-Seite mit Kontrollstreifen und Wachtürmen gesichert.

Gruß Kalubke


Ist doch logisch, wer vor dem 13.08.1961 aus der CSSR oder Polen in die DDR floh, konnte über Westberlin ins NSW weiterreisen.



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#33

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2015 01:33
von andyman | 1.871 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #17
Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #1

(OK- bei ca. 300 m Breite und der Strömung sicher nicht ganz einfach...)

Danke schonmal... Siggi



Hallo,
300m sind die Frage, die Strömung ist es nicht, die Donau hat dort als breiter gemächlicher Fluß wenige Wirbel-Strudel.

Es sind eben 300m zu schwimmen, wieweit man dabei abgetreiben wird ist erstmal egal, ob 1km, 3km oder 4km stromabwärts in Österrecih ankommt.


Die Breite der Donau bei Bratislava ist gegenüber der Ortschaft Wolfsthal in Österreich exakt 300m.Hier gibt es allerdings eine Zitat "sehr starke Strömung" wie es Andreas Kieling in seinem Buch "Ein deutscher Wandersommer"auf Seite 68 beschreibt,der genau an dieser Stelle die Grenze bzw.Donau überquerte und dabei angeschossen wurde.
Das sich treiben lassen wäre sehr fatal gewesen,die Donau stellt ca.7,5km die Grenze zu Östereich dar,ab dem Fluchtpunkt sind es keine 3,5km mehr und bei starker Strömung geht es sehr schnell.Dann gehören beide Ufer wieder zur heutigen Slovakei und die Flucht wäre gescheitert.
Alles nachzulesen im genannten Buch ISBN 976-3-89029-393-6
Gruß aus Südschweden
andyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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zuletzt bearbeitet 18.09.2015 01:35 | nach oben springen

#34

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2015 09:39
von SET800 | 3.090 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #28

In der niedrig klassifzierten Ausgaben AV (Ausgabe für die Volkswirtschaft) und den touristischen Karten war das Sperrgebiet, wie alles andere, was mit der staatlichen Sicherheit zu tun, gar nicht eingezeichnet.
Nur in der streng geheimen Ausgabe "AS" (Ausgabe für den Staat) war alles korrekt eingezeichnet.
Theo


Hallo,
etwas "off topic", trotzdem, mich würden mal AS-Karten eines militärisch interesanten Gebietes von z.B. 1988 im Gebiet der EX-DDR UND auch BRD interessieren, evtl. Flußübergangsstellen im Weserbergland und entsprechende Karten der NATO-Bundeswehr, vielleicht Elbe bei Magdeburg.

Also wieviel "jeder" wie exakt vom "andern" wußte.

Gruß

Wieweit alsoGeheimhaltung sagen wir mal ab 1985 militärisch-aussenpolitisch sinnlos wurde und nur noch bürokratische Last war..



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#35

RE: Die Donau als Grenze bei Bratislava

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2015 13:13
von Kalubke | 2.289 Beiträge

Standorte der Einheiten des tschechoslowakischen Grenzschutzes (PS) im Raum Bratislava:

11. Grenzschutzbrigade (11.bPS) Bratislava

1. GS-Batallion (1.pPS) - Malacky
1. GS-Kompanie (1.rPS) - Moravský Ján
2. GS-Kompanie (2.rPS) - Malé Leváre
3. GS-Kompanie (3.rPS) - Gajary
4. GS-Kompanie (4.rPS) - Suchohrad
5. GS-Kompanie (5.rPS) - Záhorská Ves
6. GS-Kompanie (6.rPS) - Vysoká při Morave
7. GS-Kompanie (7.rPS) - Devínské Jazero

2. GS-Batallion (2.pPS) - Petržalka
8. GS-Kompanie (8.rPS) - Devínská Nová Ves
9. GS-Kompanie (9.rPS) - Devín
10. GS-Kompanie (10.rPS) - Petržalka
11. GS-Kompanie (11.rPS) - Kopčany
12. GS-Kompanie (12.rPS) - Jarovce
13. GS-Kompanie (13.rPS) - Rusovce



Gruß Kalubke



Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.09.2015 18:41 | nach oben springen



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