#1

Offiziersschüler

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 06.09.2009 12:20
von 78er | 74 Beiträge



78er


Wachsamkeit - Die Waffe des Grenzsoldaten
zuletzt bearbeitet 06.09.2009 12:31 | nach oben springen

#2

RE: Offiziersschüler

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 06.09.2009 12:47
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Hallo 78er,

genauso sind wir ausgebildet und politisch erzogen worden. Danke für die Erinnerung.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#3

RE: Offiziersschüler

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 06.09.2009 13:11
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von Rainman2
Hallo 78er,

genauso sind wir ausgebildet und politisch erzogen worden. Danke für die Erinnerung.

ciao Rainman




Hallo Rainman,
Grenzsoldaten waren die "Härtesten"!
Aber im Winter ohne Verdeck !?
Die 2 kamen bestimmt aus dem Eskimoland.
Nix für ungut.
Schönen Sonntag noch

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#4

RE: Offiziersschüler

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 06.09.2009 13:14
von Oss`n | 2.779 Beiträge

ganz am Anfang sieht man, das der eine sogar noch eine Trinkflasche mitführt.
Da war dann bestimmt das Speiseeis drin.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#5

RE: Offiziersschüler

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 06.09.2009 13:27
von Peter F. (gelöscht)
avatar

Hallo Gerhard Hofert? Weil sein Name im Eingansvideo dieses Treads genannt wird, gestattet bitte, dass ich dieses hinzufüge, obwohl Gerhard Hofert kein Offiziersschüler war.

Er war der Vater eines Freundes, mit dem ich bei der Volksarmee in einer Kompanie gedient habe - erst NR 5 Fünfeichen, dann TFKK 5 (Trägerfequenz-Kabel-Bau-Kompanie / Reservistenausbildungskompanie Nachrichten des MB 5). Die Junge Welt berichtete darüber 1969 über den ersten ostdeutschen Grenzpolizisten, der an der Grenze der damals noch Sowjetischen Besatzungszone zu den Westzonen erschossen wurde. Und Helmut Hofert, der Sohn, war ein "begehrter" Gast bei Propagandaveranstaltungen von SED und FDJ. Schulen erhielten zum Gedenken den Namen des Vaters. Nach meiner "Auswanderung" nach Nordfriesland verloren sich unsere Kontakte. Nach der Wende recherchierte ich seinen neuen Aufenthalt Schwerin. Leider starb er in einem Alter von nur etwas über 50 Jahren viel zu früh an einer schweren Krankheit.

Über seinen Vater habe ich in den "Roten Kalenderblättern der DKP August 1977 folgendes gefunden:


Der Tod des Grenzpolizisten Gerhard Hofert





Sommer 1949. Während sich die antifaschistisch-demokratischen Parteien
und Massenorganisationen in der Sowjetischen Besatzungszone bemühen, die
Einheit Deutschlands zu bewahren, arbeiten die bürgerlich-kapitalistischen und
sozialdemokratischen Politiker der Westzonen, darunter viele alte Nazis, mit
Hochdruck daran, unser Land zu spalten und einen separaten Staat zu
gründen. Sichtbare Marksteine sind ihre Währungsreform vom vergangenen
Sommer und die Verabschiedung einer Verfassung für diesen Staat am 8. Mai
1949. Zugleich verstärken westliche offizielle Stellen, Agenten und
Spionageorganisationen sowie kriminelle Verbrecherorganisationen ihre
Aktivitäten, der friedlichen Entwicklung in der Ostzone Schaden zuzufügen, den
Aufbau des durch den kapitalistisch-faschistischen Krieg zerstörten Landes zu
stören, zu sabotieren und aufzuhalten.

Einer der Brennpunkte dieses Geschehens ist die offene Zonengrenze von
der Ostsee bis zum Fichtelgebirge, die in der Länge von 1400 Kilometern von
lediglich 9000 Angehörigen der Deutschen Volkspolizei überwacht wird. Sie
nehmen im ersten Halbjahr 1949 über 256 000 Grenzverletzer fest, von denen
sehr viele keinesfalls in friedlicher Absicht von Ost nach West oder West nach
Ost wechseln. Es gelingt den Grenzern in diesem Zeitraum, 214 Agenten und
Spione zu entlarven, 2400 Verbrecher unschädlich zu machen, 668
Großschieber und 2125 Schmuggler festzunehmen. Große Mengen Waren aller
Art werden beschlagnahmt, die aus der sowjetisch besetzten Zone nach dem
Westen gebracht werden sollten – Lebensmittel, Textilien, Buntmetalle, auch 73
Großmaschinen und 1313 Motorfahrzeuge.

Um die Demarkationslinie, wie die Zonengrenze offiziell bezeichnet wird,
weitgehend durchlässig zu halten, die Bevölkerung in diesem Gebiet unsicher
zu machen und Feinde der antifaschistischen Ordnung als Hilfskräfte für den
kapitalistischen Westen zu rekrutieren, treiben sich oft zwielichtige Elemente auf
der östlichen Seite der Grenze herum. So hält sich in der Gegend des
mecklenburgischen Dorfes Schlagbrügge an der Straße von Schönberg nach
Ratzeburg von Zeit zu Zeit ein Mann auf, den niemand der Dorfbewohner kennt.
Er soll Michels heißen. Offensichtlich stammt er aus der britischen
Besatzungszone, denn er verteilt freigiebig Westzigaretten, und in den
Gaststätten der umliegenden Gemeinden schmeißt er manche Runden, die er
mit Westmark bezahlt. In Gesprächen fordert er die Bauern auf, die Ernte nicht
abzuliefern, sondern auf dem schwarzen Markt zu verkaufen oder sie nach
„drüben“ zu bringen. Er könne dorthin „Wege und Türen“ öffnen. Auch gegen die Grenzer hetzt er.

Es ist Mittwoch, 3. August. Im Kommando Schlagbrügge packt Gerhard
Hofert ein paar Sachen ein. Nach anstrengendem Dienst, der oft länger als acht
Stunden dauert, hat er Urlaub bekommen. Er freut sich auf ein paar Tage Ruhe
mit seiner Frau Lilli, mit der er zwei Jahre verheiratet ist, und dem kleinen Sohn
Helmut. Da wird Alarm ausgelöst. Jener Michels treibt sich wieder im
Grenzgebiet herum. Jetzt soll er gestellt werden. Gerhard Hofert nimmt seine
Waffe und eilt an die Grenze. Er trifft auf einen Mann, der nach der
Beschreibung der Gesuchte sein könnte und fordert ihn auf, sich zu ergeben.
Doch der Mann schlägt ihm vor, „die Knarre wegzuschmeißen und mit nach
drüben“ zu kommen. Hofert denkt nicht daran, dem zu folgen. Er ergreift den
Grenzverletzer. Dieser zieht plötzlich eine Pistole, schießt sofort und Gerhard
Hofert bricht tot zusammen. Zwei herbeieilenden Grenzpolizisten gelingt es, den
sich wehrenden Mörder zu überwältigen.

Gerhard Hofert ist an diesem Tag gerade 25 Jahre und ein halbes Jahr alt.
Er wurde am 2. Februar 1924 in Fürstenberg an der Havel geboren als Sohn
eines Schriftsetzers. Die Mutter verstarb frühzeitig, so dass der Junge bei den
Großeltern aufwuchs, die in der gleichen Stadt wohnten. Im faschistischen Krieg
verlor er den Vater, der an der Ostfront fiel. 1944 holten die Nazis Gerhard, aber
er wollte nicht für Hitler und das deutsche Kapital sterben. Er desertierte und
versteckte sich bis Kriegsende in Fürstenberg. Dort fand er Arbeit als Schlosser,
bis er sich im März 1949 entschloss, den Dienst in der Grenzpolizei anzutreten.
Da er politisch interessiert war, trat er in die FDJ ein und übernahm Funktionen.
Vorher war er schon Mitglied der SED geworden.

Gerhard Hofert war der erste von 25 Grenzern, die im Dienst von feigen
hinterhältigen Feinden des Sozialismus ermordet wurden. Seine liebevoll
gepflegte Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof in Fürstenberg.

Günter Freyer

Ich habe diesen Bericht einmal - aus meiner Sicht wertungsfrei - hierher kopiert. Wie man diesen Bericht auch immer sieht, ein Dokument ist er auf alle Fälle - wenn auch aus dem Blickwinkel der DKP. Gruß Peter




Angefügte Bilder:
gt-hofert.jpg

zuletzt bearbeitet 06.09.2009 13:30 | nach oben springen


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