#21

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 26.08.2015 12:18
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #20
(...). Ein Teil des Tunnels soll angeblich von der BVG (Ost) als Kehr- und Abstellanlage genutzt worden sein, die Notausstiege waren vermauert.
(...)
Gruß Kalubke

Ja das stimmt, vgl Dienstanweisung, Ziffer 3
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Do...hranlage_Pd.pdf


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#22

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 26.08.2015 15:54
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #17

[...]
In der Mitte des Vordergrundes des letzten Bildes hinter dem rechten Gittermast der Laufschriftanlage ist etwas undeutlich der schon im britischen Sektor liegende Eingang zum Zwischengeschoß des S-Bahnhofes zu sehen.
[...]


Die Aussage muss ich korrigieren, die östliche Spitze des Bürgersteiges Potsdamer Ecke Bellevuestraße gehörte schon zum Ostsektor. In der K5 von Berlin ist zu sehen, dass die Sektorengrenze hier eigenartige Grenzknicke aufweist. Das liegt wohl daran, dass die gesamten Flurstücke der unterirdischen Bahnanlagen des Potsdamer Platzes verwaltungstechnisch dem Stadtbezirk Mitte zugeordnet waren. Jetzt wird auch das nachstehende Foto verständlicher, auf dem DDR-Grenzsicherungskräfte zu sehen sind, wie sie am 13.08.1961 den Bürgersteig westlich !!!! des Einganges mit Stacheldrahtrollen absperren. Unmittelbar vor dem Fotografen, der auf Westberliner Seite steht und von der Potsdamer Straße aus in Richtung S-Bahneingang fotografiert, knickt die Sektorengrenze am Bürgersteig ab und quert die Potsdamer Straße.



Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 26.08.2015 22:28 | nach oben springen

#23

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 26.08.2015 16:15
von Donaustrom | 8 Beiträge

Das ist plausibel. Die Sektorengrenze verlief scheinbar so, dass auch die unterirdischen Stationsanlagen eindeutig einer Hälfte angehörten, da ja
damit auch die Zuständigkeiten geklärt waren. Nur mit dem Gebietsabtausch 1972 kam ein Tunnelteil der U 8 (wie die anderen Geisterstrecken)
unter Westberliner Territorium, aber das war mit der Abtretung physisch nicht anders möglich.
Wer weiß, warum man den alten Bahnhof an Westberlin abgetreten hat? Hatte die DDR kein Interesse dran?



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#24

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 26.08.2015 16:42
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Zitat von Donaustrom im Beitrag #23
(...)
Wer weiß, warum man den alten Bahnhof an Westberlin abgetreten hat? Hatte die DDR kein Interesse dran?

Meinst du den Gebietsstreifen, der nach WB hineinragt? Der war für die DDR nutzlos, da er im vorgelagerten Hoheitsgebiet lag. Für WB war er interessiert, man wollte das Gebiet für den Strassenbau verwenden.

http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-..._1972-1992.html
Die DDR wollte den Bahnhof gerne behalten, aber das wollte Westberlin nicht. Weil die DDR das Geld wollte, hat man nachgegeben.
Theo


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#25

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 26.08.2015 23:29
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Hier mal ein Screenschot aus der Mauerflug-DVD vom Potsdamer Platz mit dem Zustand der S-Bahneingänge vom Frühjahr 1990.



Gruß Kalubke



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#26

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 07:53
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Und so sah das Areal in den achtziger Jahren aus. (Man kann das Bild zoomen. Der Mauerdurchgang zum Lenné-Dreieck steht offen!)
http://www.panoramio.com/photo_explorer#...sc&user=6774572
http://www.panoramio.com/photo/90857893
Theo


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#27

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 08:33
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Interessant sind die 4 Winkelstützelemente, die an die Grenzmauer angebaut wurden. War das evt. so eine Art Sichtblende für einen sich dahinter befindenden Mauerdurchstieg, durch den GAK das vorgelagerte Lenne-Dreieck betreten oder gar durch die Lücke zwischen dem niedrigen Metallgitterzaun und den Betonelementen bis unmittelbar an die Grenze gelangen konnten? Ein weiteres interessantes Detail zeigen die nachstehenden Fotos. Die GAK hatten anscheinend die Eingänge Potsdamer Tor Nord und Süd als B-Punkte ausgebaut, um Personen, die auf der Westberliner Seite auf der Aussichtsplattform standen, beobachten und ggf. auch ablichten zu können. Um die Eingänge herum wurde Erde aufgeschüttet und Flachdächer darüber gebaut. Durch die Lücken zwischen den Aufschüttungen und den Dächern wurde beobachtet. Über das Zwischengeschoß konnten die B-Punkte von Außen unbemerkt betreten und verlassen werden. Ganz links im 1. Bild an der Mauer sieht man auch die angebauten Betonelemente.





Gruß Kalubke



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#28

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 10:36
von anorak2 | 29 Beiträge

Zitat von Donaustrom im Beitrag #1

- Bis wohin konnte die BVG-West die Gleise nach dem Gleisdreieck noch nutzen?



Meiner Meinung nach bis kurz vor der Grenze. Die spätere M-Bahn benutzte ja die gleiche Trasse und bog erst kurz vor der Mauer nach Nordwesten ab, womit sie auch die U-Bahn-Trasse verließ.
Zitat von Donaustrom im Beitrag #1

- Wie war das westliche/östliche Ende der U2 bis / ab 1972?



Bis 1972: Gleisdreieck, 1972 - 1993: Wittenbergplatz

Zitat von Donaustrom im Beitrag #1

- Hat man überall die exakte Zonengrenze mit Gitter, bzw. Absperrungen in Westberlin gekennzeichnet oder nur an bestimmten Plätzen?



Eigentlich hat man das gar nicht gemacht, es gab nur die Schilder "You are leaving the XXX sector" bzw. "Vous sortez ..."

Zitat von Donaustrom im Beitrag #1

- Wurde man von der Westberliner Polizei abgewiesen wenn man bis zur Mauer ging? Es war ja rechtlich eine Grenzverletzung ?



Nein das war es nicht. Der Westen betrachtete die Grenze des sowjetischen Sektors gegen den US/britischen/Französischen Sektor nicht anders als z.B. die Grenze zwischen US- und britischem Sektor, d.h. lediglich eine Sektorengrenze innerhalb des gemeinsamen Besatzungsgebietes Berlin. Es war aus westlicher Sicht auf keinen Fall eine Staatsgrenze, nicht einmal eine Besatzungsgrenze - denn das Berliner Gebiet war gemeinsam besetzt. Aus dem Grunde gab es nirgendwo an der Inner-Berliner Grenze vom Westen aus Passkontrollen. Überall dort wo der Osten dort Grenzübergänge eingerichtet hatte, gab es auf westlicher Seite zwar einen "Polizeiposten", aber der sah nur nach dem Rechten, meldete Auffälligkeiten oder so, aber kontrollierte niemanden.

Anders die äußere Stadtgrenze zwischen Berlin (egal ob Ost oder West) und der "eigentlichen" DDR. Diese war nach westlicher Rechtsauffassung mindestens eine Grenze zwischen Besatzungszonen, gegen die Bezeichnung Staatsgrenze hatte man im Prinzp auch nichts. Dort gab es auch von West-Berliner Seite Ausweiskontrollen (wenn sie auch nur sporadisch eingesetzt wurden), z.B. an den Grenzübergängen Dreilinden, Stolpe, Staaken und an der Waltersdorfer Chaussee nach Flughafen Schönefeld, denn diese überquert die Stadtgrenze und damit die Grenze zwischen der SBZ bzw. DDR und dem Besatzungsgebiet Berlin.

Allerdings wurde die Annäherung an die Mauer oder das Übertreten der Grenzlinie weder an der Außengrenze noch Richtung Ost-Berlin von West-Berliner Seite sanktioniert oder verhindert. Gewarnt wurde davor schon, wg. des Risikos der Verhaftung auf DDR-Seite.

Zitat von Donaustrom im Beitrag #1

- Gingen oft Ostgrenzer vor der Mauer Kontrollen oder praktisch nie?



Sehr sehr selten

Zitat von Donaustrom im Beitrag #1

- Hat Westberlin die Strassen exkakt bis zur Zonengrenze instandgehalten? Deswegen habe oft die Strassenbahnschienen wenige Meter
vor der Mauer aufgehört, danach Richtung Westen wurden sie weggepflastert.



Nee, es gab viele Stellen wo die letzten paar Meter nicht gepflegt waren, teilweise var da noch Vorkriegspflaster.



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#29

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 12:38
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

Zitat:
"Allerdings wurde die Annäherung an die Mauer oder das Übertreten der Grenzlinie weder an der Außengrenze noch Richtung Ost-Berlin von West-Berliner Seite sanktioniert oder verhindert. Gewarnt wurde davor schon, wg. des Risikos der Verhaftung auf DDR-Seite."

Das war wohl auch noch bis Ende der 70iger Jahre/Anfang 80iger Jahre anders wenn man sieht wie weiß die Mauer damals westseits gewesen ist.
Ich erinnere mich, man hatte auch mehr als Respekt das Vorgelagerte zu betreten.

Die Sprayer aus dem Westen verzierten die Mauer mit Graffitis und Parolen erst in den 1980iger Jahren.
Eigentlich ja Sachbeschädigung, mir ist immer noch unklar, warum dieses "Besprühen" erst ab einem bestimmten Zeitpunkt und dann übermäßig -ohne Protest der DDR-Behörden?- erfolgte.


zuletzt bearbeitet 27.08.2015 12:40 | nach oben springen

#30

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 12:48
von Donaustrom | 8 Beiträge

Und die Mauer stand ja nur wenige Meter vor der eigentlichen Sektorengrenze. Da hätte man nur kurz laufen müssen und wäre im "sicheren" Westen gewesen. Ich denke es hat keinen Fall gegeben, wo die Ostgrenzer vor der Mauer gewartet hätten, um auf dem schmalen Streifen jemanden festzunehmen....



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#31

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 13:39
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #29
(...)Die Sprayer aus dem Westen verzierten die Mauer mit Graffitis und Parolen erst in den 1980iger Jahren.
Eigentlich ja Sachbeschädigung, mir ist immer noch unklar, warum dieses "Besprühen" erst ab einem bestimmten Zeitpunkt und dann übermäßig -ohne Protest der DDR-Behörden?- erfolgte.


Es begann schon 1970 in München

In Berlin war 1972 die Mauer am Potsdamer Platz noch graffiti-frei

1975 hatte es schon Sprüche

Theo


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#32

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 13:59
von anorak2 | 29 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #29

Das war wohl auch noch bis Ende der 70iger Jahre/Anfang 80iger Jahre anders wenn man sieht wie weiß die Mauer damals westseits gewesen ist.
Ich erinnere mich, man hatte auch mehr als Respekt das Vorgelagerte zu betreten.



Da war die Mauer ja noch neu und die "Kulturrevolution" der Hippie-Bewegung wirkte noch nicht. Sanktioniert wurde das Übertreten der Grenze von Westen aus aber definitiv nicht. Mulmig durfte einem nur wegen evtl. Reaktionen der Ostseite werden.

Zitat

Eigentlich ja Sachbeschädigung,



Sachbeschädigungen an der Mauer waren westlichen Behörden definitiv egal!

Zitat

mir ist immer noch unklar, warum dieses "Besprühen" erst ab einem bestimmten Zeitpunkt und dann übermäßig -



Politische Parolen in einfacher Blockschrift gab es bereits in den 70er Jahren (s. Fotos oben).

Flächenhafte, vielfarbige künstlerische Graffiti wurde erst mit der Hip-Hop-Kultur Anfang der 80er Jahre überhaupt modern, und wurde dann auf die Mauer angewandt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hip-Hop_%2..._.28Graffiti.29

Dazu kommt die "Kreuzberger Szene", die sich in der Zeit so richtig entwickelte. Die buntesten und dichtesten Graffitis waren nicht zufällig gerade in dem Bereich zu finden. 1982 gab es noch die Moderne-Kunst-Ausstellung "Zeitgeist" im Gropiusbau direkt an der Stresemannstr., von der haben sich einige Künstler auch an der Mauer verewigt. Das war sicher auch ein Kristallisationspunkt.

Zitat
ohne Protest der DDR-Behörden?



Zumindest in den 1980ern war den DDR-Grenzern das Betreten des Unterbaugebietes und auch das Verzieren der Mauer egal, gibt da viele Fotos.



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#33

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 14:03
von anorak2 | 29 Beiträge

Zitat von Donaustrom im Beitrag #30
Und die Mauer stand ja nur wenige Meter vor der eigentlichen Sektorengrenze. Da hätte man nur kurz laufen müssen und wäre im "sicheren" Westen gewesen. Ich denke es hat keinen Fall gegeben, wo die Ostgrenzer vor der Mauer gewartet hätten, um auf dem schmalen Streifen jemanden festzunehmen....


Es gab auch Stellen wo der Abstand zwischen Mauer und eigentlicher Grenzlinie ein paar hundert Meter betragen konnte, z.B. am Lenné-Dreieck, in der Gegend von Dreilinden und Düppel, und überall an Gewässern. Soweit ich weiß haben die Grenzer in den 50er und 60er Jahren da durchaus scharf reagiert - da war der Kalte Krieg noch richtig kalt -, aber in der Zeit an die ich mich erinnere (70er und später) war das nicht mehr so. Man konnte unbehelligt das Lenné-Dreieck als Abkürzung durchqueren, oder z.B. auf der Havel mit einem Schlauchboot oder schimmend die Grenzlinie weit hinter sich lassen, war denen egal.



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#34

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 14:12
von 94 | 10.792 Beiträge

Nun, so manch ein 'Künstler' wurde da auch schonemal in den 80igern 'eingesammelt' ...
Weißer Strich - Mauerperformance Westberlin 1986


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Lutze, eisenringtheo und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.08.2015 14:12 | nach oben springen

#35

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 17:22
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Der Sinn des Spruches auf dem 1975'er Foto im Beitrag #31 von @eisenringtheo: "BULLEN MIT SENDERN AUS DEM HAUS, SIE WERDEN KÖRPERLICH MIT SENDERN ANGEGRIFFEN, ES HERRSCHT TERROR IN DEUTSCHLAND" erschließt sich mir irgendwie nicht so ganz. Kann es vieleicht sein, dass mit "SENDERN AUS DEM HAUS" das "Studio am Stacheldraht" gemeint war und mit "SIE" die DDR-Bürger? Die etwas hölzerne Ausdrucksweise sowie die ordentlich und sorgfältig gemalten Buchstaben könnten die Vermutung aufkommen lassen, dass der Spruch von der DDR aus dort rangemalt wurde, sozusagen als Propaganda-Gegenaktion. Dann wäre es die DDR gewesen, die als erstes auf die Idee kam, die Mauer mit Graffitis zu bemalen und eine kleine zeitgschichtliche Sensation, oder?

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 27.08.2015 18:06 | nach oben springen

#36

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 19:03
von Fischerhütte | 61 Beiträge

Hallo,
hier passend zum Thema ein paar Bilder aus der Galerie und eine passende Karte:

Gruß Fischerhütte

Haus Vaterland 1965
Potsdamer Platz nach 1965 ?




Lutze, eisenringtheo und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.08.2015 19:13 | nach oben springen

#37

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 19:20
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@Kalubke

Die schräg angesetzten L-Teile der GM-75 markieren den Beginn/Ende des vorgelagerten DDR-Hoheitsgebietes/Dreieck!

Es gab in dem Bereich mit Sicherheit auch ein Mauertürchen.


Hans und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.08.2015 19:22 | nach oben springen

#38

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 19:29
von SET800 | 3.104 Beiträge

Abgänge, Keller, Schächte, ehemalige Bunker, Kabeltunnel, Bauvorleistungen usw. was gab es denn nach dem 13.08.1961 noch Wochen oder Monate später an überraschend gefundenen zum 13.8. in der Vorplanung schlicht nicht berücksichtigten unterirdischen Verbindungswegen die ggf. auch nicht Ausreisewillige kannten, also auch nicht "mißbraucht" wurden?



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#39

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 19:44
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Für die Kontrolle des vorgelagerten Hoheitsgebietes gab es wimre Vorschriften und die für den Grenzabschnitt verantwortlichen GT-Kommandeure hatten in ihren periodischen Grenzsicherungbefehlen Kontrollen dafür vorzusehen.


zuletzt bearbeitet 27.08.2015 19:48 | nach oben springen

#40

RE: Potsdamerplatz - Abgänge S-Bahn und U-Bahn zur Mauerzeit

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 27.08.2015 19:52
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Da gabs z.B. die unterirdischen LS-Anlagen und Verbindungstunnel der Reichskanzlei, des Führerbunkers und der umliegenden Reichsministerien sowie Teilstücken von unterirdischen Bahn- und Autotunneln (Achsenkreuz Tiergarten) aus der Zeit de Germania-Planung von Speer. Das wurde vom MfS in den 8 Jahre andauernden sog. UTA-Untersuchungen (UTA=untertägige Anlagen) penibel ausgewertet (siehe dazu auch www.berliner-unterwelten.de). Wahrscheinlich benutzte die HV A einen Weg davon als unterirdische Grenzschleuse. Der HV A-Oberst Heinz Busch soll sich über diese unterirdische Schleuse im Januar 1990 nach Westberlin abgesetzt haben, um nicht an den GÜST-Kontrollen aufzufliegen. Möglicherweise befand sie sich im Bereich des sog. Heubodens einem angelegten Abzweig von der NS-Bahn in Richtung Norden am Brandenburger Tor.


Übersichtskarte UTA

im UTA-Vorgang untersuchte Anlagen:

1 Tunnel Reichsministerium f. Ernährung und Landwirtschaft - Hotel Adlon
2 LSB Hotel Kaiserhof
3 U-Bahnlinie G (Tunnelabschnitt Achsenkreuz)
4 U-Bahnlinie G (Tunnelabschnitt Achsenkreuz)
5 ??
6 Achsenkreuz Straßentunnelzubringer Siegesallee/Ost-West Achse
7 ??
8 Achsenkreuz Straßentunnelzubringer Siegesallee/Ost-West Achse
9 LS-Tunnel Reichstag-Reichskanzlei
10 ??
11 ??
12 LS-Tunnel Reichstag-Landebahn Ost-West Achse
13 LS-Tunnel Ministerium des Inneren - ???
14 LS-Tunnel Ministerium f. Wissenschaften zum Hotel Adlon
15 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung zur Hermann-Göring Straße
16 Straßentunnel Achsenkreuz (Ausfahrt Ost-West Achse)
17 ??
18 LS-Tunnel Reichstag-Reichskanzlei
19 U-Bahnlinie G (Lübars- Marienfelde)
20 Verbindungstunnel Reichstag-Palais des Reichskanzlers (u.a. benutzt von van der Lubbe, dem Brandstifter des Reichstagsbrandes)
21 ??
22 ??
23 LS-Tunnel Reichskanzlei - Propagandaministerium
24 ??
25 LS-Tunnel Hotel Adlon - Pariser Platz
26 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung und Landwirtschaft zur Hermann-Göring Straße
27 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung und Landwirtschaft zum Hotel Adlon
28 ??
29 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung und Landwirtschaft zur Wilhelmstaße
30 LS-Tunnnel Wilhelmstraße Ausgang U-Bahnhof Kaiserhof
31 LS-Verbindungstunnel Führerbunker- Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
32 S-Bahn Tunnelverzweigung Hermann Göring Straße/Unter den Linden "Heuboden"
33 LS-Tunnel Kfz-Bunker Reichskanzlei - "Heuboden"
34 LS-Verbindungstunnel Führerbunker-Reichskanzlei
35 LSB Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
36 U-Bahnlinie G (Lübars- Marienfelde) U-Bhf. Platz vor der großen Halle
37 LSB Reichsverkehrsministerium
38 ??
39 ??
40 Reichskanzlei Waschräume, Krankenstation, Zivil-Bunker
41 LS-Tunnelausgang Auswärtiges Amt - Garten
42 ??
43 LS-Tunnel Reichsministerium f. Ernährung - Deutsche Bank
44 ??
45 LS-Tunnel Kfz-Bunker Reichskanzlei - Wäschereibunker
46 Reichskanzlei Kfz-Bunker
47 Tunnel U-Bahnlinie F U-Bhf. Reichstag
48 ??
49 ??
50 ??
51 LS-Tunnelausgang Kfz-Bunker Reichskanzlei Voßstraße/Hermann-Göring Straße
52 ??
53 ??
54 ??
55 LS-Tunnel Wilhelmstraße zum Reichsluftfahrtministerium

Gruß Kalubke



94 und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.08.2015 09:14 | nach oben springen


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