#101

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:03
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #84
Guten Tag,

das ist sehr passionant, was hier geschrieben wurde. Ich möchte mich (ich bin nur allein) dafür bedanken, dass einige geschrieben haben, warum sie weder ihre guten Erinnerungen an die DDR aufgeben möchten noch die, in ihren Augen, Hass akzeptieren.

Ich habe trotzdem einige Fragen:

- Warum ist Kritik an einem vergangenen politischen System oft als Hass angesehen? (Ich meine, dass man wirkliche Hass-Tiraden nicht beantworten muss, Indifferenz ist eine gute Antwort auf schlechte Erziehung)

- Manchmal denke ich, dass einige sich so verletzt fühlen, dass sie ihre eigene Lebensleistung (ich glaube, dass war ein Schröder-Wort) vergessen. Ist das eine besondere Sensibilität, weil es in der DDR das oft sehr harte Konfrontieren zwischen Mehrheit und Minderheit nicht gab?

Stringer49





Es geht nicht um sachliche Kritik, sondern die pauschale Schlechtmacherei, welche von CDU-Politikern, Hubertusknaben und der Bundeszentrale für politische Verblödung, sowie von bestimten Zeitungen mit großen Buchstaben und Fernsehsendern mit viel Werbung geht. Wenn die der meinung sind, Jauche und geistigen Dünnschiß über die DDR zu vergießen, dann ist Hass als Antwort nur zu berechtigt. Wer in einer offenen Diskussion ehrlich kritisiert und gleichzeitig auch berechtigte Kritik an seinen Aussagen akzeptiert, muß zumindestens von mir keinen Hass befürchten.



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#102

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:14
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #85
Die Polikliniken hatten eine Rundumversorgung von 8 Uhr bis 19 Uhr. Heute kann man froh sein, wenn man einen niedergelassenen Facharzt findet der Freitagnachmittag noch geöffnet hat.

Hartmut ,das ist aber eine Komische Runumversorgung,das Wort beinhaltet das ein Arzt 24 Stunden für mich da ist.Und genau das gibt es Heute,jedes Krankenhaus hat eine Notfallambulanz und ist 24 Stunden für den Kranken Bürger da.Natürlich kann das auch mit Wartezeiten verbunden sein,aber um das Anliegen wird sich gekümmert. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen,das dieser Dienst auch Missbraucht wird,und die Leute werden mit allem möglichen Vorstellig,was einem dringenden Arztbesuch nicht gerecht wird.


Die Notfall-Ambulanz gab es damals auch. Die Poliklinik war die Fortentwicklung des niedergelasenen Arztes, die übrigens schon in denzwanziger Jahren erfunden wurde. Der Vorteil war, daß mehrere Ärzte sich die Geräte teilten und die Sprechzeiten durch unterschiedliche Arbeitszeiten verlängerten. Außerdem konnte durch gemeinsame Anmeldungund Medizin-Service im Haus eine ganzheitliche dienstleitung erbracht werden. statt eine Überweisung zum Röntgen, mit der man sich einen Radiologen suchen mußte, erhielt man die Auforderung, mal ins Nachbarzimmer (oder die nächste Etage zum Röntgen zu gehen). Teilweise gab es eine Apotheke im Haus, sowie Physiotherapeuten usw., auch eine Weiterleitung zu einem Facharzt ging dadurch meist auf Zuruf. Die Poliklinik kann man eher mit einem Kaufhaus vergleichen (mit Zentralkasse und Geschenkepackservice), das heutige Ärztehaus eher mit einem Shopping-Center, wo die einzelnen Läden nichts mit einander zu tuen haben. Also hatte man in der DDr eine ganzheitliche Medizindienstleistung, heute einen Dschungel aus getrennten Angebots-Brocken.



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#103

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:15
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Es hat doch hier Niemand geschrieben das er die DDR hasst,Mensch. Mir ging es auch für DDR Verhältnisse sehr gut,und ich habe auch bei meiner Weiterbildung gleich nach der Wende in Düsseldorf mal einen Nichtswissenden Zurechgerückt,weil er meinte das wir uns jetzt endlich mal satt Essen können. Wie sagt Rüdiger Hofmann immer : Och das wusste der noch gar nicht.
Wir sind dann gute Freunde gewurden.


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#104

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:15
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #98
(entgegen anderslautenden Gerüchten gab es auch in der DDR Gesetze zum Umweltschutz, hinsichtlich der Kreislaufwirtschaft war die DDR der BRD weit voraus, selbst heute werden Sekundärrohstoffe nicht so effektiv erfaßt)

Da stimme ich weitgehend zu. Dem SERO der DDR stand zu damaliger Zeit nichts Vergleichbares im Westen gegenüber.
Zumindest nicht in der Form von Ankaufstellen fast an jeder Ecke. Die getrennte Erfassung von Altrohstoffen wurde in der
BRD erst 1992 eingeführt im Rahmen des DSD. Zuvor fand der Haushaltsabfall fast ausnahmslos aus Deponien seine letzte Ruhe,
incl. Papier, Glas, Alttextilien und anderem, was so im Haushalt anfällt.
Oder wurde in Müllverbrennungsanlagen entsorgt.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#105

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:19
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Der Vorteil war, daß mehrere Ärzte sich die Geräte teilten

Ja Logisch,weil nicht mehr da waren In Deutschland steigt die Lebenerwartung ständig,Rate doch mal an was das liegt ?


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#106

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:23
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Warum sollen sich nicht mehrere Ärzte teure Geräte teilen, oder besser ausgedrückt, gemeinsam nutzen ?
Nicht jeder Patient braucht das Vollprogramm.
Es ist doch nicht der Holzspatel gemeint zum Zunge runterdrücken.


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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#107

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:24
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #94
Ich lese etwas von DDR schlecht machen. Wo fängt schlecht machen an? Kann auch schreiben nicht alles war gut. Wo ist der Unterschied? Schlechtes und Gutes gehören doch irgendwie zusammen. Natürlich konnte man in der DDR leben. Viele hatten sich mit dem System arrangiert und machten das Beste daraus. Nicht jedes Partei Mitglied war überzeugter Genosse. Gewisse Privilegien und Vorteile brachte es aber. Warum anecken? Alles lief seinen sozialistischen Gang. Der Alltag soll im Vordergrund stehen. Die Erwartungen der Menschen ist nie gleich. Einer war zufrieden mit dem billigen FDGB Ferienplatz, den billigen Mieten und Grundnahrungsmitteln. Leben konnte man ohne Angst vor Arbeitslosigkeit, vor Drogendealern und die Kriminalität war gering. Die Volkspolizei hatte Respekt und Hooligans wie heute üblich waren kaum vorhanden. Die Kinder waren im Kindergarten gut aufgehoben. Bei den Pionieren lernten sie noch was Anstand und Sitte ist. Hat mir gefallen wenn ein Kind in der Straßenbahn aufstand und seinen Platz anbot. Über die Straße helfen, war für sie Selbstverständlich. Das vermisse ich heute, alter Sack kommt schon mal aus ihren Mund. Gab es früher nicht. Die Lehrkörper waren Respektpersonen, Und heute? Mir gefiel die Hausgemeinschaft und gegenseitige Hilfe war fast normal. Für mich war die medizinische Versorgung ausreichend. Ohne Zähne brauchte niemand durch die Gegend laufen. Es sind auch nicht einige Südfrüchte die es nicht oder kaum gab was mich störte. Wo kann man so billig öffentliche Verkehrsmittel wie damals benutzen. Und doch hatte alles seine Kehrseite. Offene Kritik am System konnte viel Ärger einbringen. Das konnte schon mal Gefängnis bedeuten. Besser wäre es gewesen sich mit diese Menschen auseinander zu setzen. Kritik kann konstruktiv sein. Wie schon geschrieben leben konnte man in der DDR wenn man die Leine bis dahin und nicht weiter akzeptierte. Hinter den Horizont schauen konnte man in der Regel in die sozialistische Richtung. Die Andere wurde zugemauert und vermint. Im Prinzip wurde die Richtung von der Partei bestimmt. Wie war das in den 60ern als die Stones und Beatles aufkamen? Verbote . Wer erinnert sich noch an die Beat. Demo in Leipzig? Die Westantenne sollte vom Dach, und „Antennenstürmer“ der FDJ machten die Runde. Es geht doch überhaupt nicht um die DDR schlecht machen. Schreiben wie sie war, das soll es doch sein. Mache ich dass wie ich sie sehe bekomme ich als Antwort :
Dein Text liest sich genau wie die Auftragswerke, welche die Hubertusknaben als Lehrdoktrin den Schülern in die Köpfe prügeln wollen.
Ich habe längst meinen Frieden mit der DDR und allen was dazu gehört geschlossen. Ich hasse nicht, gehöre zu denen die Aufeinander zugehen können, zuhören können und vor allen versuche zu verstehen. Ich sehe im anders Denkenden schon lange keinen Feind mehr. Öfters schon schrieb ich aus seiner politischen Überzeugung sollte niemand Nachteile haben.
Man muss die DDR in ihrer Gesamtheit sehen, und da sehe ich eben auch Unrecht, Beschränkung der Freiheit und Bevormundung. Der Staat gab vor, wer sich daran hielt hatte nichts zu befürchten. Ich hielt mich nicht daran und versuchte sogar die DDR zu verlassen.
18 Monate Zuchthaus dafür? Nein das fand ich sehr ungerecht. Zum Glück habe ich es später doch noch geschafft die DDR zu verlassen. Zu den Hubertusknaben zähle ich mich noch lange nicht. Ich sehe auch heute in unserem Deutschland das Negative. Doch hier soll von der DDR erzählt werden. Die Wahrheit ist wichtig, und wenn es Schlechtes gab muss das mit auf den Tisch. Das hat mit schlecht machen nichts zu tun. Mit Scheuklappen und die Ohren voller Schmalz können doch nur die Wenigsten durch die Gegend gelaufen sein. Für mich bleibt die DDR immer ein Teil in meinen Leben, sie formte mich mit. Nachtrauern nein das tue ich nicht da für mich das Negative überwiegt. Akzeptiere aber die welche es anders sehen. Die Vergleiche ich nicht mit ewig Gestrigen. Mit dem Hubertusknaben kann ich leben habe wahrscheinlich mehr Toleranz wie der Thread Eröffner. Um es noch einmal klar zu machen, es war richtig nach 1945 etwas Neues zu versuchen. Ich habe nicht die sozialistische Idee verteufelt. Es war das wie man es umsetzen wollte. Als dem Bürger bewusst wurde es muss sich etwas ändern, er mündig wurde war es zu spät. Die realitätsblinde Alt Herrenriege hätte schon lange in Rente geschickt werden müssen. Die Genossen in ihrem Kadaver Gehorsam oder an ihren Eid gebunden wussten was Fakt ist. Unternommen haben sie nach meiner Meinung kaum etwas. Eventuell wäre die DDR zu retten gewesen. Später sah der Gegner seine Chance und nutze sie. Die DDR ist und bleibt Geschichte. Und sie vermissen oder nicht, das darf doch jeder von mir aus wie er möchte. Ich vermisse sie nicht. Sie vermittelte mir gute Werte aber nahm mir auch meine Freiheit als ich nicht akzeptieren konnte.



Genau solche ehrlichen und ausgewogene Berichte finden bislang nicht den Weg in die Medien. Und dabei sind es solche, die wir als Vermächtnis der DDR und ihrer Bürger der jungen Generation hinterlassen müssen, damit sich diese ein eigens Bild von der Geschichte machen kann. Nun brauchen wir noch eine Plattform für die Massenwirksamkeit und viel mehr Zeitzeugen, die dies jeweils mit persönlichen Erlebnissen untermalen.



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#108

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:26
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #95
Zitat von Stringer49 im Beitrag #84
Guten Tag,

das ist sehr passionant, was hier geschrieben wurde. Ich möchte mich (ich bin nur allein) dafür bedanken, dass einige geschrieben haben, warum sie weder ihre guten Erinnerungen an die DDR aufgeben möchten noch die, in ihren Augen, Hass akzeptieren.

Ich habe trotzdem einige Fragen:

- Warum ist Kritik an einem vergangenen politischen System oft als Hass angesehen? (Ich meine, dass man wirkliche Hass-Tiraden nicht beantworten muss, Indifferenz ist eine gute Antwort auf schlechte Erziehung)

- Manchmal denke ich, dass einige sich so verletzt fühlen, dass sie ihre eigene Lebensleistung (ich glaube, dass war ein Schröder-Wort) vergessen. Ist das eine besondere Sensibilität, weil es in der DDR das oft sehr harte Konfrontieren zwischen Mehrheit und Minderheit nicht gab?

Stringer49


Ja, der Blick von außen - das ist oft erhellend.

Ich persönlich glaube eher, es ist eine Art Scham welche sich daraus ergibt das heute eine klare Stellung gefordert wird. Ich will sagen es werden keine Grautöne zugelassen. Entweder dafür oder dagegen - die Masse der Menschen wollte einfach nur Leben. Hört sich etwas trivial an ist aber auch heute so.
Also wird gefordert das man sich klar positioniert - da beginnt der Mensch eben oft sich eine Legende zu stricken, funktioniert aber nicht immer deswegen wird heute von vielen mit Vehemenz betont das sie in der DDR immer mit einer Faust in der Hosentasche durch Leben gegangen sind. Hat zwar keiner bemerkt, aber es beruhigt. Sollte dies auch nicht richtig funktionieren, aus welchen Gründen auch immer, bleibt noch die Möglichkeit sich ganz besonders negativ zu äußern.


Richtig. Und die 98%, die ich zur Mitarbeit aufgerufen habe, um unsere gemeinsame Geschichte zu schreiben liefern diese Grau- oder besser Farbtöne der DDR. Denn die DDR war bunt, auch wenn eine falsche Fotoauswahl heute häufig etwas anderes vermittelt.



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#109

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:29
von turtle | 6.961 Beiträge

Erinnere mich Flaschen und Gläser sammelten wir und brachten sie zur Abgabestelle.
Wer erinnert sich noch an Timur und sein Trupp? Mit dem Handwagen durch die Straßen und klingeln überall.
Eisen ,Knochen, Lumpen und Papier sammeln wir.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#110

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:32
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Denn die DDR war bunt, auch wenn eine falsche Fotoauswahl heute häufig etwas anderes vermittelt

Ja,die schönen Bunten Farben aus der DDR sind erst die letzten 25 Jahre so verblichen.Nee,ich mache nicht mehr mit,einfach nur Lachhaft.


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#111

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:32
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #100
Das beim Verkauf größerer Ölmengen Altöl zurückverlangt wurde, sollte verhindern, daß Altöl umweltschädlich entsorgt wurde (entgegen anderslautenden Gerüchten gab es auch in der DDR Gesetze zum Umweltschutz, hinsichtlich der Kreislaufwirtschaft war die DDR der BRD weit voraus


Und Du bist von dem was Du hier schreibst immer Überzeugt ? Ich fürchte fast ja.


Dann hast Du noch nie von SERO gehört. Es gab selbstverständlich Mängel im Umweltschutz, betriebe in denen zur Leistungserhöhung Filter abgeschaltet wurden o.ä. (obwohl es z.T. verboten war). aber der Versuch (Rest)Müll zu vermeiden und Altstoffe als Rohstoffe zu nutzen, war gelebte Einheit von Ökologie und Ökonomie, auch wenn nicht grüne Ideologie, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit dazu geführt haben. In den 50er jahren war man im Westen auch noch vernünftiger (Brennholz für Kartoffelschalen, nicht nur ein Buchtitel). Später wurde dann dort amerikanische Verschwendungssucht (Mehr Müll als Zeichen von Wohlstand) Mode.



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#112

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:42
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #105
Der Vorteil war, daß mehrere Ärzte sich die Geräte teilten

Ja Logisch,weil nicht mehr da waren In Deutschland steigt die Lebenerwartung ständig,Rate doch mal an was das liegt ?



Sicher nicht an den Hansels von Politdemokraten Würde er schätzen, an der Weiterentwicklung von Wissen , was sich der Mensch aneignet.


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#113

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:51
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Nee Jürgen,und bestimmt auch nicht wegen der BW und Ihren Auslandseinsätzen


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#114

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:52
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #109
Erinnere mich Flaschen und Gläser sammelten wir und brachten sie zur Abgabestelle.
Wer erinnert sich noch an Timur und sein Trupp? Mit dem Handwagen durch die Straßen und klingeln überall.
Eisen ,Knochen, Lumpen und Papier sammeln wir.


Die Zeit der Knochensammler war zu meiner Zeit vorbei,
das lange Warten an den Sero- Annahmestellen war schon abschreckend,
aber für mich lange Zeit die einzige Möglichkeit, zu Taschengeld zu kommen.
Aber 2 Mark reichte schon zum Rummelbesuch.
Die meisten Fahrgeschäfte kosteten 20 Pfennige.
Schön zu sehen in dem Film "aber Vati"
https://www.youtube.com/watch?v=xLkZKNlXId8


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#115

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 16:55
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #113
Nee Jürgen,und bestimmt auch nicht wegen der BW und Ihren Auslandseinsätzen


Stimmt---Wenn man Pech hat, soll ja das Risiko groß sein um nicht ins hohe Lebensalter zu kommen.Bei solchen freiwilligen Einsätzen.


zuletzt bearbeitet 25.08.2015 16:56 | nach oben springen

#116

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 17:05
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Die Zeit der Knochensammler war zu meiner Zeit vorbei,
das lange Warten an den Sero- Annahmestellen war schon abschreckend,
aber für mich lange Zeit die einzige Möglichkeit, zu Taschengeld zu kommen.
Aber 2 Mark reichte schon zum Rummelbesuch.
Die meisten Fahrgeschäfte kosteten 20 Pfennige.


Eigentlich Zustimmung,aber 2 Mark waren schon wenig,mit 5 Mark war man ganz weit vorn. Auto-Scooter 0,50,Kettenkarussel 0,25 u.s.w. Klar kenne ich das auch Sero,Gläser 0,25 u.s.w.
Wir hatten dann aber was anderes entdeckt um an Kohle zu kommen,wir haben Knoblauch in den Gemüsegeschäften Kiloweise gekauft,und in der VEAB Annahmestelle wieder abgegeben für 6 Mark das Kilo.


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#117

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 17:39
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #101
Zitat von Stringer49 im Beitrag #84
Guten Tag,

das ist sehr passionant, was hier geschrieben wurde. Ich möchte mich (ich bin nur allein) dafür bedanken, dass einige geschrieben haben, warum sie weder ihre guten Erinnerungen an die DDR aufgeben möchten noch die, in ihren Augen, Hass akzeptieren.

Ich habe trotzdem einige Fragen:

- Warum ist Kritik an einem vergangenen politischen System oft als Hass angesehen? (Ich meine, dass man wirkliche Hass-Tiraden nicht beantworten muss, Indifferenz ist eine gute Antwort auf schlechte Erziehung)

- Manchmal denke ich, dass einige sich so verletzt fühlen, dass sie ihre eigene Lebensleistung (ich glaube, dass war ein Schröder-Wort) vergessen. Ist das eine besondere Sensibilität, weil es in der DDR das oft sehr harte Konfrontieren zwischen Mehrheit und Minderheit nicht gab?

Stringer49





Es geht nicht um sachliche Kritik, sondern die pauschale Schlechtmacherei, welche von CDU-Politikern, Hubertusknaben und der Bundeszentrale für politische Verblödung, sowie von bestimten Zeitungen mit großen Buchstaben und Fernsehsendern mit viel Werbung geht. Wenn die der meinung sind, Jauche und geistigen Dünnschiß über die DDR zu vergießen, dann ist Hass als Antwort nur zu berechtigt. Wer in einer offenen Diskussion ehrlich kritisiert und gleichzeitig auch berechtigte Kritik an seinen Aussagen akzeptiert, muß zumindestens von mir keinen Hass befürchten.


Haß spricht vor allem aus Deinen Worten. - Wie soll bei solch einem Ton eine sachliche Diskussion entstehen?
Nichts für ungut: Aber das klingt nach schlechtem Verlierer.
Von Dir kommt überhaupt keine Sachlichkeit, die Du von Anderen einforderst.
Wer ausfällig wird, der kann nicht überzeugen. Fehlen wahre Argumente?

Mir liegt es fern, irgendwen anzumachen. Ich wundere mich nur.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 25.08.2015 17:40 | nach oben springen

#118

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 17:47
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #109
Erinnere mich Flaschen und Gläser sammelten wir und brachten sie zur Abgabestelle.
Wer erinnert sich noch an Timur und sein Trupp? Mit dem Handwagen durch die Straßen und klingeln überall.
Eisen ,Knochen, Lumpen und Papier sammeln wir.

War bei uns anders
Bei Timur haben wir Schnee vom Bürgersteig geschippt und bei den alten Leuten Kohlen aus dem Keller geholt.
Papier usw. bei normalen Pioniernachmittagen.
Timur und seine Trupp war auch ein Kinderbuch.


DoreHolm, Arnstädter und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#119

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 17:54
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

#116
Versteh ich überhaupt nicht.
Was hat die Annahmestelle mit Knoblauch gemacht?
Hast du auf einem Dorf gewohnt?


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#120

RE: 98% der DDR

in DDR Staat und Regime 25.08.2015 18:33
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #119
#116
Versteh ich überhaupt nicht.
Was hat die Annahmestelle mit Knoblauch gemacht?
Hast du auf einem Dorf gewohnt?


Zu DDR-Zeiten waren vielfach die Aufkaufpreise für Obst und Gemüse höher als die Verkaufspreise (durch staatliche Stützungen). Sollte wahrscheinlich die Kleingärtner motivieren den Handel mit dem ständigen Engpass Obst und Gemüse besser zu versorgen. Das war der Hintergrund für die in #116 geschilderte kuriose Situation!


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.08.2015 18:34 | nach oben springen


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