#21

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 09:30
von UvD815 | 619 Beiträge

Wahrscheinlich ein eigenes Thema, was aber schnell untergehen wird:

Der Zwischenfall - Gefreiter Wolfgang Graner / GR 3 , glaube GK Geisa - stellt den Flüchtling Möller mit Anwendung der Schußwaffe, Möller verstirbt. Graner bleibt weiter in der GK und im Grenzdienst. Wird wenig später vom Soldaten Caesar ( Angehöriger MFS) erschossen, als er sich bei der Kontrolle 6 m Streifen hinsetzt und Waffe abstellt, um Stiefel zu prüfen.

Es gibt widersprüchliche Angaben zum Tod und Zwischenfall.
Vielleicht kann man dazu Aufklärung bekommen ?


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#22

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 09:35
von UvD815 | 619 Beiträge

Hier der Beitrag der Suhler Zeitung " Freies Wort " 2007



Stasi-Schießbefehl

Freies Wort dokumentiert erstmals, wie ein MfS-Einzelkämpfer seinen Auftrag an der deutsch-deutschen Grenze in Thüringen erfüllte

Mitternacht ist vorbei. Noch haben die beiden Soldaten einige Stunden Grenzdienst vor sich. Einer der beiden wird diese Nacht im Mai 1971 nicht überleben. Der Postenführer heißt Wolfgang Graner, ist 19 Jahre alt und stammt aus Dresden.

DDR-Grenzer auf Streife. Die Posten wurden immer paarweise
zum Dienst eingeteilt – so konnte der zweite Grenzer notfalls einen Fahnenflüchtigen stoppen.

Der andere ist ein 23-jähriger Gefreiter aus Berlin. Sie sind Kumpel geworden in den paar Wochen, in denen sie sich kennen. Aber es ist keine Freundschaft. Denn der Ältere ist unter dem Decknamen „Erich Gruber“ in geheimer Mission in die Grenzkompanie Geisa eingeschleust worden.

Er gehört zu einer Spezialeinheit, deren Befehle im August diesen Jahres in der Öffentlichkeit heftig diskutiert wurden. „Zögern Sie nicht mit der Anwendung der Schusswaffe, auch dann nicht, wenn die Grenzdurchbrüche mit Frauen und Kindern erfolgen“, lauten sie etwa. Die Einsatzkompanie gehört zur Hauptabteilung I des Ministeriums für Staatssicherheit, die NVA und Grenztruppen überwacht. Eine ihrer Aufgaben ist es, so genannte Fahnenfluchten von Soldaten zu verhindern. Jährlich 200 bis 300 derartige Sachverhalte seien der Staatssicherheit bekannt geworden, sagt der Historiker Rüdiger Wenzke. Solche Fluchten kratzen am Image der DDR. Für den militarisierten und auf Geheimhaltung getrimmten Staat sind sie eine Bedrohung.

„Erich Gruber“ hat bereits einige Einsätze hinter sich. Im April 1970 macht er eine Mobilmachungsübung im Bezirk Erfurt mit. Im Mai wird er zu Beobachtungsmaßnahmen nach Berlin kommandiert. Im gleichen Monat setzen ihn seine Vorgesetzten bei der „Aktion Konfrontation“ zur Grenzsicherung ein. Im Juli ist er sieben Tage an der Jagd auf einen Fahnenflüchtigen im Raum Luckenwalde beteiligt. Und Ende September wird er zur Absicherung des Manövers „Waffenbrüderschaft“ beordert.

1971 dauerte es bis zum April, ehe die „Aktion Grenzer“ beginnt. Der Geheimagent wird in den zweiten Zug der Grenzkompanie Geisa versetzt, die zum Regiment Dermbach gehört. Der Legende nach ist er ein einfacher Gefreiter, der das letzte halbe Jahr seines Wehrdienstes abzuleisten hat. Tatsächlich ist er ein Berufssoldat mit Dienstgrad Feldwebel, „welcher im Auftrage des Ministeriums für Staatssicherheit“ handelt, wie es in seiner Verpflichtungserklärung heißt. Er ist Inoffizieller Mitarbeiter im besonderen Einsatz (IME), der 200 Mark mehr bekommt als ein NVA-Angehöriger in gleicher Dienststellung.

Die IME-Kämpfer sind handverlesen, auch wenn ihre Rekrutierung wenig mit dem Glamour aus Spionagefilmen zu tun hat. Aber . ist ihr Auftrag nicht. Nicht einmal der Vater, der als verdienstvoller Genosse gilt, darf vom Doppelleben des Sohnes wissen. Der ist nach dem Abschluss der 10. Klasse Kfz-Schlosser geworden. Die Armee gibt ihm die Chance zum Aufstieg. Schnell ist er zum Dienst für die Stasi bereit. Er besucht ein halbes Jahr als „Genosse Erich“ eine geheime Sonderschule. Er hofft, von der Firma übernommen zu werden.

Seine Vorgesetzten loben ihn als einen „der Partei treu ergebenen Genossen, der einen festen Klassenstandpunkt besitzt, welcher zum großen Teil auf gefühlsmäßiger Grundlage beruht“. Aber sie attestieren ihm auch, „sehr leicht reizbar“ zu sein. „Erich Gruber“ ist jemand, der es hasst, wenn Sowjetbürger als „Russen“ bezeichnet werden, der gerne mal zum Alkohol greift und selbst seinen Vorgesetzten als nicht ausgeglichen gilt. Und genau dieser schmächtige, zum Fanatismus neigende Bursche wird nach einem 14-tägigen Lehrgang als James Bond nach Geisa in eine „Schwerpunktkompanie“ geschickt.

Der Auftrag: „Verhinderung von Fahnenfluchten, Grenzdurchbrüchen in beiden Richtungen, Aufklärung staatsfeindlicher Handlungen und weitestgehende Klärung der Frage ‚Wer ist Wer‘ unter dem Personalbestand der Grenzkompanie.“ So steht es in den Akten der Staatssicherheit, die Freies Wort in der Stasiunterlagenbehörde in Suhl einsehen konnte.

Der Undercover-Agent und weitere Mitglieder seiner Einsatzgruppe sind kaum angekommen, da werden sie fündig. In der Kompanie stoßen sie auf Soldaten, die krudes Zeug faseln. Von „Deutsche Brüdergemeinschaft“ ist die Rede, von Waffenlagern, die man zu erstürmen beabsichtigt, von Kontakten zur amerikanischen Bundespolizei FBI. Laut den Berichten von „Erich Gruber“ sind nazistische, rassistische und antisozialistische Äußerungen an der Tagesordnung. Einer der angeblichen Rädelsführer ist der 19-jährige Wolfgang Graner, mit dem der Geheimagent öfter zum Grenzdienst eingeteilt ist. Er soll ihn aushorchen, obwohl er ihm eigentlich trauen möchte. Denn Graner war im Februar 1971 selbst an der Tötung eines Grenzverletzers beteiligt.

Zwar gibt es Soldaten, die halten Graner für einen Spinner. Aber es gibt auch Andeutungen über Fluchtpläne. Er soll einen Onkel in Wien haben. Ein Soldat erzählt „Erich Gruber“, Graner habe im Grenzdienst einmal so getan, als ob er sich absetzen wolle. Sind das bloß die üblichen „Schnauze-voll“-Parolen der Soldaten im letzten Diensthalbjahr oder tatsächlich ernsthafte Absichten?

Der Undercover-Agenten wird von seinen Führungsoffizieren heiß gemacht. Öffentlich soll er sich zurückhalten, aber in vertraulicher Runde auf der Welle der Gruppe mitschwimmen. Das gelingt zunächst nicht so recht, weil es „Erich Gruber“ im Politunterricht mit seiner Linientreue fast vermasselt. Aber dann gewinnt er das Vertrauen zurück. Er lässt sich wie die anderen in das „Gruppenbuch“ mit einem SS-Dienstgrad eintragen. In einem Bericht spricht er von „Nazischweinen“, mit denen er es zu tun habe.

Seine Stasi-Vorgesetzten, unter ihnen der Chef der Einsatzkompanie Hauptmann Eberhard Starke, erleben ihn bei einem Treffen am 11. Mai „nervös und unsicher“. In den kommenden beiden Wochen treffen sie sich noch fünf Mal mit ihm. Sie instruieren ihn, dass die Ermittlungen in Richtung der DDR-Straftatbestände staatsfeindliche Hetze und staatsfeindliche Gruppenbildung gingen. Sie bemerken allerdings auch, dass ihr Feldwebel „mit zunehmender Einsatzdauer sichtlich nervös“ wird.

Der letzte dokumentierte Treff vor den Todesschüssen findet am 28. Mai in der Grenzkompanie Geisa statt. Er dauert zweieinhalb Stunden. „Erich Gruber“ bringt laut Treffbericht „seinen Haß gegenüber den zu bearbeitenden Personen zum Ausdruck“. Es geht auch um den akuten Verdacht einer Fahnenflucht. Deshalb bekommt der Geheimagent den Befehl: „Der IM wurde eingewiesen, daß er beim Versuch der FF [Fahnenflucht] durch Gr.[aner] konsequent die Schusswaffe anzuwenden hat.“

Am Abend des 30. Mai wird er mit dem akut Verdächtigen erneut zum Grenzdienst geschickt. Der eine glaubt, mit einem Vertrauten zu gehen; der andere sieht in seinem Begleiter einen hassenswerten Feind der DDR.

Der Dienst beginnt um 21 Uhr. Das Postenpaar befindet sich südlich von Geisa in der Nähe von Wiesenfeld im damaligen Kreis Bad Salzungen, auf westlicher Seite liegt Setzelbach. Gegen 1.30 Uhr kommen sie an den Weg, der beide Orte einst verband. „Erich Gruber“ setzt sich ins Gras, um seine Strümpfe zu richten. Was danach geschah, weiß nur er allein. Es passiert jedoch das, was DDR-Verteidigungsminister Heinz Hoffmann in einer Rede angekündigt hat: „Wer unsere Grenze nicht respektiert“, hub der Minister damals an, machte eine Pause und zuckte mit der Schulter, „der bekommt die Kugel zu spüren.“

Nach den Akten der Staatssicherheit ruft Graner plötzlich: „Ich haue ab“ und schießt mit seiner Maschinenpistole entweder in die Luft oder in Richtung Grenze. „Erich Gruber“ springt auf und rennt auf den steinigen Feldweg. Dabei sieht er einen Schatten auf dem Kontrollstreifen, der von den Grenzsoldaten nicht betreten werden darf. „In diesem Moment habe ich meine Waffe entsichert, durchgeladen und gezieltes Feuer auf den Schatten abgegeben.“ So sagt er es am nächsten Mittag bei seiner Befragung durch eine Spezialkommission, die sofort aus der MfS-Bezirksdienststelle Suhl kommt.

Vorher freilich, so der nächste Satz im Vernehmungsprotokoll, will der Spezialagent den mutmaßlich Flüchtenden noch zum Stehenbleiben aufgefordert haben. Graner habe „Halt die Schnauze“ zurückgerufen. Erst danach sei von ihm geschossen worden. Wie ein überlegter Einzelkämpfer verhält sich „Erich Gruber“ nicht. Aus 15 Metern Entfernung mäht er seinen Postenführer regelrecht nieder. Bei der Vernehmung sagt er: „Ich habe beide Magazine verschossen, insgesamt also 60 Patronen. Wie ich das zweite Magazin eingeführt habe, weiß ich nicht mehr.“ Dann schießt er Leuchtsignale ab, um Alarm auszulösen.

Im Sperrgürtel der DDR-Grenze haben andere Posten die Schüsse gehört. Einige Ohrenzeugen bestätigen die Schussfolge, jedoch nicht alle. Im Abschlussbericht der Suhler Untersuchungskommission findet sich indes nur das, was die angebliche Fahnenflucht stützt. Es fehlt beispielsweise die Aussage eines Berufssoldaten, der die zum Tatort geeilte Alarmgruppe anführt. „Ich sah, daß der Gefreite vollkommen mit den Nerven fertig war.“ Dessen erste Worte seien gewesen: „Graner, ich habe ihn erschossen, ich komme ins Gefängnis.“

Ein Soldat der gleichen Einheit, der zwei Monate später in den Westen flüchtet, sagt bei seiner Vernehmung durch die Kriminalpolizei Ulm aus: Der Schütze war bei seiner Rückkehr in die Kompanie „totenbleich und völlig zerstört“. Verhält sich so jemand, der in Übereinstimmung mit seiner Überzeugung und seinem Auftrag einen Verräter „vernichtet“ hat, wie es im DDR-Jargon hieß?

Die Alarmgruppe findet einen von Kugeln durchsiebten Toten. Am linken Bein glimmt noch der Kampfanzug von den Leuchtsignalen, die Graner in der Hose bei sich trug. An der linken Hand fehlen zwei Finger. 57 durch „Schusseinwirkung entstandene Defekte“ stellen Gerichtsmediziner fest. Der Leichnam, so berichtet der geflüchtete Grenzsoldat im Westen, habe noch tagelang auf einem Lkw in einer Fahrzeughalle gelegen. Abgedeckt mit einer Plane.

Seinem Kompaniechef Hauptmann Starke und weiteren Führungsoffizieren tritt dagegen ein gefasster „Erich Gruber“ entgegen. Einen niedergeschlagenen Eindruck, so heißt es in einer Aktennotiz, habe er nicht gemacht. Sein Vorgesetzter versprüht den Goldregen, mit dem das Töten im Interesse der sozialistischen Staates zum Normalfall vernebelt wurde. Starke dankt seinem Schützling für dessen „richtiges und konsequentes Handeln“. Es sei dem Gegner nicht gelungen, „seine verbrecherischen Ziele in die Tat umzusetzen.“ Der Hauptmann spricht von einer „patriotischen Tat“, die revolutionäre Wachsamkeit bewiesen habe.

„Erich Gruber“ wird noch zu „strengstem Stillschweigen“ vergattert und umgehend nach Dermbach versetzt. Mitte Juni bekommt er die Verdienstmedaille der NVA in Bronze. Ein dreiviertel Jahr später, am 14. Februar 1972, stellt der Militärstaatsanwalt des Grenzkommandos Süd die Ermittlungen ein. Nicht etwa gegen den Todesschützen, der nie vor ein DDR-Gericht gestellt wird, sondern gegen das Opfer. Oberstleutnant Bichlmaier hält fest: „Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Graner erübrigt sich, die Sache ist durch den Tod des Beschuldigten erledigt.“

Freies Wort vom 08.11.2007


IM Kressin, LO-Wahnsinn, Lutze und Sonne haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 09:42
von UvD815 | 619 Beiträge

Übrigens wurde Hauptmann Rudi Arnstadt 1962 im gleichen Abschnitt erschossen


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#24

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 11:38
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Ich finde das ok B208, wenn Du hier auch alle anderen Toten beleuchten willst, die abseits des Heldenepos gestorben sind, denn es sind ziemlich viele.
Für mich erschreckend ist die hohe Zahl der Suizide, bei diesen Fällen wären die MfS Akten interessant, weil dort mögliche Ursachen aufgeführt sein könnten.
Auch gabs sehr viele Unfälle, trotz -wie ich meine- guter Ausbildung, vermutlich viel Fahrlässigkeit im Spiel.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
IM Kressin und B208 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 12:09
von mibau83 | 821 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #21
Wahrscheinlich ein eigenes Thema, was aber schnell untergehen wird:

Der Zwischenfall - Gefreiter Wolfgang Graner / GR 3 , glaube GK Geisa - stellt den Flüchtling Möller mit Anwendung der Schußwaffe, Möller verstirbt. Graner bleibt weiter in der GK und im Grenzdienst. Wird wenig später vom Soldaten Caesar ( Angehöriger MFS) erschossen, als er sich bei der Kontrolle 6 m Streifen hinsetzt und Waffe abstellt, um Stiefel zu prüfen.

Es gibt widersprüchliche Angaben zum Tod und Zwischenfall.
Vielleicht kann man dazu Aufklärung bekommen ?



wurde auch hier schon mal behandelt.

http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=8180


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#26

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 14:03
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #20
... - war mein Posten
Das ist bitter, da möcht ich nicht weiterfragen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 14:20
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat im Beitrag #25: wurde auch hier schon mal behandelt. ...nva-forum.de...
Und es wurde auch mal im NF ein Thema, allerdings nach der Epoche 'exmaja'. Interessant war da die Aussage eines Zeitzeugen zum angeblichen Verbleib der Leiche in der Fahrzeughalle der GK für fünf Tage.

Zitat von Zicke
an diesem Tag und zu dieser Zeit war ich 3km entfernt auf Streife und der Erschossene wurde am selbigen Morgen ins GR verbracht.

Leider ist durch trollige Beiträge einiger Selbstdarsteller der Thread dort geschlossen und damit nicht mehr öffentlich, aber's Googele hats noch im Cache ...
http://webcache.googleusercontent.com/se...ic.php?t%3D6149


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 23.08.2015 14:20 | nach oben springen

#28

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 16:15
von UvD815 | 619 Beiträge

ist das Forum DDR Grenze mit dem NVA Forum verbunden ?

Da immer wieder Hinweise kommen... hatten wir schon ... siehe NVA Forum...

Ob man sich da vielleicht auch im NVA Forum anmelden sollte um Informationen für dieses Forum zu bekommen ?


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#29

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 16:22
von Pit 59 | 10.133 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #28
ist das Forum DDR Grenze mit dem NVA Forum verbunden ?

Da immer wieder Hinweise kommen... hatten wir schon ... siehe NVA Forum...

Ob man sich da vielleicht auch im NVA Forum anmelden sollte um Informationen für dieses Forum zu bekommen ?


Das ist doch jedem selbst Überlassen wo er sich anmeldet, was das NVA Forum schon hatte ist für uns hier nicht relevant,und deshalb auch der Hinweiss aufs NVA Forum einfach nur Unbedeutend.


UvD815 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 17:44
von UvD815 | 619 Beiträge

merkwürdig war immer die Formulierung " das hatten wir hier schon " und ein Link vom NVA Forum wurde dazu eingefügt....


Da wird immer etwas unsicher und verliert schnell die Orientierung... wer ist was... wo ist was....


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#31

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 17:53
von UvD815 | 619 Beiträge

SED Meldung an Erich Honnecker ( was nicht ob wir es schon hier oder im NVA Forum hatten )

Vorkommnis im Bereich 11. Grenzbrigade Meiningen, GR 2 Eisenach, GB Herda, GK Dippach , Postenpunkt " Langer Berg "

Aus dem Formular einer "SED Hausmitteilung" am 24. April 1967 über "besondere Vorkommnisse im Bereich der 11. Grenzbrigade Meiningen" an Honecker. Nach der Schilderung, unterzeichnet vom damaligen SED-Sicherheitschef Walter Borning, hatte tags zuvor der Unteroffizier und Postenführer Harald Gräfe "durch Anwendung seiner Schußwaffe die Fahnenflucht seines Postens, Gefreiter Kleesattel", verhindert, "Kleesattel wurde dabei tödlich verletzt". Gräfe ging offenbar besonders brutal vor. Dem Bericht an Honecker zufolge hatte er den flüchtenden Kleesattel, der seinem Unteroffizier zuvor Maschinenpistole und Leuchtpistole entrissen hatte, bereits überwältigt und entwaffnet. Dennoch eröffnete er, so der Bericht, das Feuer.

Den pflichtbewußten Todesschützen wollte Honecker unverzüglich belohnt wissen. Handschriftlich bemerkte der Politbürokrat auf dem Bericht: "Der Postenführer Uffz. Gräfe Harald ist sofort zum Leutnant zu befördern EH."


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#32

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 17:56
von UvD815 | 619 Beiträge

Anm.: da der Uffz Gräfe nicht den Abschluss der 10. Klasse hatte, wurde er nach Rücksprache mit E.H. " nur" zum Unterleutnant befördert...


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#33

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 23.08.2015 21:59
von mibau83 | 821 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #30
merkwürdig war immer die Formulierung " das hatten wir hier schon " und ein Link vom NVA Forum wurde dazu eingefügt....


Da wird immer etwas unsicher und verliert schnell die Orientierung... wer ist was... wo ist was....


mal ganz entspannt, wo schrieb ich was von " das hatten wir hier schon" ??

seltsam ist für mich nur das von dir jetzt der fall kleesattel ins spiel gebracht wird !!! den hatte im link schon jemand erwähnt.


zuletzt bearbeitet 23.08.2015 22:11 | nach oben springen

#34

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 24.08.2015 19:20
von UvD815 | 619 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #33
Zitat von UvD815 im Beitrag #30
merkwürdig war immer die Formulierung " das hatten wir hier schon " und ein Link vom NVA Forum wurde dazu eingefügt....


Da wird immer etwas unsicher und verliert schnell die Orientierung... wer ist was... wo ist was....


mal ganz entspannt, wo schrieb ich was von " das hatten wir hier schon" ??

seltsam ist für mich nur das von dir jetzt der fall kleesattel ins spiel gebracht wird !!! den hatte im link schon jemand erwähnt.




Hat der Fall Kleesattl etwas mit Zwischenfälle im Grenzdienst zu tun ? Kann man vielleicht einen Link zum Link erwähnen ? Damit man besser die Übersicht im Forum verliert ?

Geht es im Beitrag um Zwischenfälle im Grenzdienst oder um persönliches Befinden ? ( Ltn. Frank Drebbin würde sagen" ich liebe es")


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#35

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 24.08.2015 19:36
von Mike59 | 7.951 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #34
Zitat von mibau83 im Beitrag #33
Zitat von UvD815 im Beitrag #30
...
..

...
...
seltsam ist für mich nur das von dir jetzt der fall kleesattel ins spiel gebracht wird !!! ... ...


Hat der Fall Kleesattl etwas mit Zwischenfälle im Grenzdienst zu tun ?

War doch im Grenzdienst, oder?


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#36

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 24.08.2015 19:56
von UvD815 | 619 Beiträge

genau...im Grenzdienst erschossen ... siehe Beitrag 31


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#37

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 24.08.2015 20:03
von Mike59 | 7.951 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #36
genau...im Grenzdienst erschossen ... siehe Beitrag 31



Also ein Zwischenfall im Grenzdienst - ich verstehe die Frage in #33 deswegen nicht ganz.
Da ja schon versucht wird das Forum auf bestimmte Jahrgänge und Berufsgruppen zu begrenzen welche (angeblich) eigentlich nur fit für Infos sind. Um welche Vorfälle im Grenzdienst soll es denn hier speziell gehen?


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#38

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 24.08.2015 20:04
von damals wars | 12.140 Beiträge

Bevor jemand Schnappatmung bekommt: ich gehe mal davon aus, das der Postenführer nicht freiwillig Schußwaffe und Leuchtpistole an den Posten abgegeben hat, sonder das er bedroht wurde. Und das für ihn die Bedrohung mit der "Rückeroberung" der Waffen nicht beendet war!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#39

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 24.08.2015 22:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #34
Geht es im Beitrag um Zwischenfälle im Grenzdienst oder um persönliches Befinden ? ( Ltn. Frank Drebbin würde sagen" ich liebe es")
Nun, das Forum scheint ja verschiedene Aufgaben zu erfüllen, so je nach persönlichen Präferenzen. Las uns auf die themengebenden Zwischenfälle kommen, wie den Fall 'Gräfe'. Der war ja auch 20 Jahre später ab und zu ein Thema in Vitze, aber mehr so vom Hörensage hinter getuschelter Hand (und wie ich beim Besuch in Obersuhl erfuhr, auch in Herda). Der Spieß R..m. und der Küchenleiter K....s (?) hatten's ja 'miterlebt'. Doch die 'ganze Story' erfuhr ich jedoch erst wiederum reichlich 20 Jahre später dann hier im Forum ... Grenze um Dankmarshausen (22)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 24.08.2015 22:11 | nach oben springen

#40

RE: Zwischenfälle im Grenzdienst

in DDR Staat und Regime 10.10.2015 17:50
von 94 | 10.792 Beiträge

Hier ist auch noch ein Zwischenfall, bei der BStU heißt der Fall 'Kopfüber in den Osten'. Na und auch beim BGS scheinen ja einige Lichter auf der Torte nicht ganz so hell zu brennen, da schreibst doch tatsächlich Ford Escort mit K und D ...

In der Nacht vom 10.08.1980 gegen 01.00 Uhr ereignete sich auf der Staatsstraße 2708 bei Wörlsdorf, Kreis Coburg, ein Verkehrsunfall, bei dem ein PKW, Typ ´Ford Eskord` amtliches Kennzeichen: […], nach einem Frontalaufprall auf die dort befindliche Straßenleitplanke über die Grenze auf DDR-Gebiet geschleudert wurde. Das Kfz liegt totalgeschädigt im Grenzabschnitt 51, Grenzzug d, zwischen den Grenzpunkten 615 und 616, 10 m von der Grenzlinie entfernt. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt und kam ohne fremde Hilfe auf das Bundesgebiet zurück. Es wird gebeten, die Bergung des Kfz durch 4 Personen mit einem Traktor zu genehmigen.
gefunden: bstu.bund.de/DE/InDerRegion/Suhl/Regiona...ehrsunfall.html

Kann sich jemand an diesen Abflug erinnern, ja hatte vielleicht sogar Grenzdienst in dieser Nacht in diesem Abschnitt?

P.S. Bilder angehängt

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zuletzt bearbeitet 10.10.2015 18:00 | nach oben springen


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