#61

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 15.08.2015 00:10
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #60
In puncto englische Sprache hat mir ein Fachmann mal erklärt, dass es dort im Vergleich zu anderen europäischen Sprachen einen fast doppelt so großen Vokabelvortschatz gibt und viele Begriffe doppelt belegt sind. Es soll wohl daran liegen, dass Worte aus dem lateinischen und dem germanischen Sprachraum parallel ins Englische eingeflossen sind. Z.B. Herz = heart (germ.) = cardiac (lat.) Finde ich bemerkenswert.

Gruß Kalubke

Ein Nobelpreisträger (in einer Naturwissenschaft) hat mal erklärt - in einer fremden Sprache sind wir alle dümmer. Das finde ich bemerkenswert.


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#62

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 15.08.2015 07:40
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Ich könnte mir vorstellen, dass den germanischen Wortschatz die Sachsen mitgebracht haben, die vor ca. 1.500 Jahren nicht mit dem übrigen Stamm auf dem europäischen Festland von Jütland in bis die Mark Meißen gezogen, sondern auf die Britischen Inseln zu den Angeln übergesetzt sind.

Dazu fällt mir ein Witz ein:

Was sagt ein Sachse, wenn er einen Weihnachtsbaum bestellt? "A Tännschen please!"

Gruß Kalubike



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#63

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 15.08.2015 09:12
von Sperrbrecher | 1.661 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #54

Sicher werden auch in Deutschland oder? Ihr verbessert mich, die Schulen nicht mehr so sein wie frueher. Ich sehe schon Anzeichen bei den Kindern, und ich meine, dass der Unterricht an Gesamtschulen nicht sind im Sinne der Kinder. Auch in Deutschland haben viele Erwachsene zu kampfen mit der Grammatik, aber ich sehe doch weitaus andere Methodik und Schwerpunktesetzung in Sprache, Lesen und Schreiben als in den Vereinigten Staaten.

Bereits 2011 gab es 7,5 Millionen Analphabeten in Deutschland, Tendenz steigend.
Man kann wohl mittlerweile davon ausgehen, dass jeder 10. in Deutschland nicht Lesen und Schreiben kann.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#64

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 15.08.2015 10:06
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #61


[...]
Ein Nobelpreisträger (in einer Naturwissenschaft) hat mal erklärt - in einer fremden Sprache sind wir alle dümmer. Das finde ich bemerkenswert.


Guten Tag,

wir sind alle irgendwann und und irgendwo die Fremden.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#65

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 15.08.2015 10:14
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #60
In puncto englische Sprache hat mir ein Fachmann mal erklärt, dass es dort im Vergleich zu anderen europäischen Sprachen einen fast doppelt so großen Vokabelvortschatz gibt und viele Begriffe doppelt belegt sind. Es soll wohl daran liegen, dass Worte aus dem lateinischen und dem germanischen Sprachraum parallel ins Englische eingeflossen sind. Z.B. Herz = heart (germ.) = cardiac (lat.) Finde ich bemerkenswert.

Gruß Kalubke


Guten Tag,

etwa 60 pc kommen vom Kontinent und sind lateinischer / französischer Herkunft - William the Conqueror (the Bastard). 1066 Battle of Hastings. Vater und Sohn Snow (Peter & Dan) haben vor Jahren eine sehr guten Film in ihrer Serie «Battlefield Britain» darüber gemacht auf BBC 2 (episode 2). Bei einem A... Giganten des Online-Handels zu bekommen.

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#66

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 07:33
von Thüringer1970 | 219 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #49
@damals wars
Ich wuerde das Letztere nicht unbedingt das fuer Bildung halten. Die Vereinigten Staaten sind service orientiert, wie kaum ein anderes Land. Ob Betty aus der Provinz oder Mary und Jim aus New York. Angestellte werden darauf gedrillt, fuer den Kunden in jeder erdenklichen Weise da zu sein. Das geht so weit, dass es beinahe schon lastig ist, wenn immer wieder kommt im Restaurant..... is everything okay? Can I do something for you?




Guten morgen Larissa,
Danke für Deine Beschreibung und Dein Erleben dort.
Mal eine Frage. Kann es vielleicht sein, das der Großteil der Bevölkerung dort, absichtlich dumm gehalten werden soll?


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#67

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 09:26
von damals wars | 12.204 Beiträge

Auch in einer weiteren Beziehung habe ich die USA als intelligent in Erinnerung.
Und zwar im Umgang mit dem Thema Auto,
Selbst in den Viertel der Begüterten standen Karren, oh Gott! Alte Broncos (als wäre O. J. Simpson gerade ausgestiegen) und olle Pickups.

Aber die Pickups waren eine Enttäuschung. Ich dachte immer, so ein praktisches Volk, und dann waren die meisten Ladeflächen ne bessere Müllhalde, Öldosen, Getränkedosen und fast foot Müll aller Art.
Wäre eine Idee gewesen, sich mit der Säuberung der Ladeflächen selbständig zu machen, leider zu spät.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#68

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 10:30
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Thüringer1970 im Beitrag #66
Zitat von Larissa im Beitrag #49
@damals wars
Ich wuerde das Letztere nicht unbedingt das fuer Bildung halten. Die Vereinigten Staaten sind service orientiert, wie kaum ein anderes Land. Ob Betty aus der Provinz oder Mary und Jim aus New York. Angestellte werden darauf gedrillt, fuer den Kunden in jeder erdenklichen Weise da zu sein. Das geht so weit, dass es beinahe schon lastig ist, wenn immer wieder kommt im Restaurant..... is everything okay? Can I do something for you?




Guten morgen Larissa,
Danke für Deine Beschreibung und Dein Erleben dort.
Mal eine Frage. Kann es vielleicht sein, das der Großteil der Bevölkerung dort, absichtlich dumm gehalten werden soll?


Rot: Meiner Ansicht nach kann es nicht nur sein, es wird ein gewisses Kalkül dahinter stecken. Wer zu viel weiß, läßt sich nicht so schnell was vormachen und stellt dumme Fragen. Und das liegt nun mal ganz und gar nicht im Interesse einer bürgerliche-konservativen Regierung, in der vor allem die Interessen der Oberen Zehntausend vertreten werden. Die Masse muß nur soviel wissen, wie es zum Nutzen der Mächtigen notwendig ist und das betrifft wohl vorrangig das fachliche Gebiet, weniger das allgemeinbildende oder gar gesellschaftliche Wissen. Siehe dazu letzter Satz von mir in #40.



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#69

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 10:39
von mucker82 | 236 Beiträge

....die USA sind einfach zu groß und zu komplex für einen kleinen DDR Bürger mit einem Horizont vom Fichtelberg bis Kap Arkona!


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#70

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 10:54
von Pitti | 39 Beiträge

Dass die Amerikaner ungebildet sind stimmt dann, wenn man zugibt, dass die Deutschen auch ungebildet sind. Wir werden offiziell ganz genau so ungebildet (dumm?) gehalten wie die Amis! Wer sich hier wie dort nicht kümmert bleibt auf der Strecke. Man bedenke: Unwissenheit ist die Grundlage für glauben.
Ich denke hier wird Bildung mit Kultur/Mentalität verwechselt. Die Amis haben eine andere Mentalität als die Deutschen. Antworte mal auf die Frage eines Amis, dass du 10000 Euro matlich bekommst! Was sagt der Ami? Oh super, du must eine tolle Leistung jeden Monat vollbringen. In Deutschland wäre eine solche Antwort schlicht unmöglich.
Aber ganz sicher haben die Amerikaner eine andere Ansicht zu vielen Dingen.
Ein Freund, der viele Jahre in den Staaten verbracht hat,sagte mir mal sarkastisch: Die Amis weren 14 Jahre alt und dann wachsen sie nur noch!

Gruß
Dieter



Larissa und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 11:13
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von Pitti im Beitrag #70
Dass die Amerikaner ungebildet sind stimmt dann, wenn man zugibt, dass die Deutschen auch ungebildet sind. Wir werden offiziell ganz genau so ungebildet (dumm?) gehalten wie die Amis! Wer sich hier wie dort nicht kümmert bleibt auf der Strecke. Man bedenke: Unwissenheit ist die Grundlage für glauben.
Ich denke hier wird Bildung mit Kultur/Mentalität verwechselt. Die Amis haben eine andere Mentalität als die Deutschen. Antworte mal auf die Frage eines Amis, dass du 10000 Euro matlich bekommst! Was sagt der Ami? Oh super, du must eine tolle Leistung jeden Monat vollbringen. In Deutschland wäre eine solche Antwort schlicht unmöglich.
Aber ganz sicher haben die Amerikaner eine andere Ansicht zu vielen Dingen.
Ein Freund, der viele Jahre in den Staaten verbracht hat,sagte mir mal sarkastisch: Die Amis weren 14 Jahre alt und dann wachsen sie nur noch!

Gruß
Dieter


Da stimme ich Dir zu. Die Amis sind kein ungebildetes Volk. Meine persönliche Meinung ist, sie nehmen vieles als gleichgültig hin--nach dem Motto,ist mir egal. Beispiel--Wenn ihre Soldateska in fremde Länder einmaschiert,wenn sie Kriegsverbrechen begehen, das nehmen sie zum größten Teil so hin. Wach werden sie und nachdenklich---wenn sie selbst eins auf,s Dach bekommen oder wenn genügend Zinksärge auf den Heimatflughafen entladen werden. Dann ist der große Aufschrei da. Aber wie gesagt-sie sind nicht ungebildet, zumindestens die, die an der Bildung interessiert sind.


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#72

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 11:17
von Rostocker | 7.731 Beiträge

[quote=mucker82|p485556]....die USA sind einfach zu groß und zu komplex für einen kleinen DDR Bürger mit einem Horizont vom Fichtelberg bis Kap Arkona![/quote

Das ist auch so ein Vergleich Warum schreibste nicht--kleinen BRD Bürger-- nach 25 Jahren deutscher Einheit


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#73

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 11:23
von Dandelion (gelöscht)
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Den Spruch miit dem 14jährigen kenne ich auch, er scheint unter Menschen, die länger in den USA gelebt haben, recht weit verbreitet zu sein.

Was mich bei einigen Beiträgen stört, ist ein ziemlicher Dünkel, eine gewisse Überheblichkeit gegen die US-Amerikaner in Sachen Bildung und Kultur. Auch hierzulande gibt es reichlich Menschen, die ein - nun sagen wir mal schlichtes - Gemüt haben. Deren Bildungshorizont von eben dieser Zeitung mit den vier Buchstaben begrenzt wird. Die viellleicht noch an Sport interessiert sind oder - überwiegend bei Frauen - sich an Berichten über irgendwelche Adlige oder Promis ergötzen. Schau Dir doch mal das Angebot an Zeitschriften in einem stinknormalen Kiosk an: Bei dem hier in unserem Haus gibt es geschätzte 40 oder 50 verschiedene Zeitschriften dieses Genres - und wenn ich das zum Maßstab unserer Bildung nehmen würde, dann würden mir nur noch die "Nachtgedanken" von Heinrich Heine einfallen.

Aber: Sind das deshalb schlechtere Menschen? Und wer bin ich, dass ich mich darüber mokieren dürfte?

Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass die USA ein relativ junges Land sind, zusammengewürfelt aus Menschen der unterschiedlichsten Herkunft und damit auch der unterschiedlichsten Kulturkreise. Da gibt es keine gemeinsame Vergangenheit, die bis zu den Römern oder noch weiter zurück hinausreicht, keine Familien, die ihren Stammbaum bis ins Jahr 1283 oder wann auch immer nachweisen können: Alles ist neu entstanden, die verschiedensten Kulturen haben sich vermischt und daraus hat sich etwas Neues entwickelt. Etwas, was mit dem, wie wir es kennen, nur noch sehr bedingt etwas zu tun hat oder vergleichbar ist.


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#74

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 11:25
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #62
Ich könnte mir vorstellen, dass den germanischen Wortschatz die Sachsen mitgebracht haben, die vor ca. 1.500 Jahren nicht mit dem übrigen Stamm auf dem europäischen Festland von Jütland in bis die Mark Meißen gezogen, sondern auf die Britischen Inseln zu den Angeln übergesetzt sind.

Dazu fällt mir ein Witz ein:

Was sagt ein Sachse, wenn er einen Weihnachtsbaum bestellt? "A Tännschen please!"

Gruß Kalubike


Der war gut

Aber mal ganz konkret Das Reich der Sachsen war Riesengroß. Zusammen mit Angeln und Jüten übersiedelten sie nach dem heutigen Großbritannien. Die Germanischen Stämme verschmolzen zu den Angelsachsen. Daraus wurde Engle das spätere England .So mit ist klar wir Sachsen haben Kultur und unsere Sprache nach England gebracht. Doch korrekt muss es" Äh Dänschen blies " heißen. Die Engländer machten daraus Attention. Damit wollen sie sagen habt Acht ( "vor den Sachsen) . Wir könnten ja wieder kommen. Aber eigentlich waren wir als spätere Deutsche immer präsent.. Müsst nur einmal die Geschichte der Windsors als Beispiel nehmen.
Für alle die uns Sachsen nicht mögen ,schaut mal genauer hin ,und überlegt ob ihr nicht auch sächsiches Blut in den Adern habt.

Und zum Thema : Auch in die USA kamen viele Sachsen und damit deren Bildung.


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.08.2015 21:52 | nach oben springen

#75

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 12:49
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #74

Und zum Thema : Auch in die USA kamen viele Sachsen und damit deren Bildung.



Nicht nur Sachsen, auch Hessen, Bayern, Rheinländer, Schwaben....Badener. Nach der gescheiterten Revolution von 1848 sind unzählige Deutsche in die Vereinigten Staaten ausgewandert. In Milwaukee betrug der Anteil der Deutschen 1890 70%, in Chicago weit über 30%.
Bevor man über die USA vorschnell urteilt, sollte man sich mal mit der Geschichte auseinander setzen und das Land bereisen.
Dort wohnen sicher nicht mehr oder weniger "Ungebildete" als in Deutschland und Europa.


>>> Über 50 Millionen Amerikaner gaben in der 2010 durchgeführten Volkszählung „German“ als ihre Hauptabstammung an. Damit sind die Deutschamerikaner die größte Bevölkerungsgruppe in den Vereinigten Staaten.<<<

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschamerikaner





https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschame...stry2000_de.png


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.08.2015 12:49 | nach oben springen

#76

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 13:28
von damals wars | 12.204 Beiträge

Und die werden auch gefeiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/German-American_Steuben_Parade
Zitat: "Die Deutschamerikaner sind bis heute die größte Einwanderergruppe in den USA. Etwa 15 Prozent aller US-Amerikaner sind deutscher Herkunft oder Abstammung. Allein in New York City leben etwa 500.000 Deutschstämmige.

Wie kamen die Hessen nach Amerika:
https://de.wikipedia.org/wiki/Soldatenha...n_Hessen-Kassel


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#77

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 13:31
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #69
....die USA sind einfach zu groß und zu komplex für einen kleinen DDR Bürger mit einem Horizont vom Fichtelberg bis Kap Arkona!



Das war doch nicht etwa selbstkritisch gemeint ? So kenne ich dich doch garnicht.



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#78

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 13:40
von damals wars | 12.204 Beiträge

In Bezug auf die Krankenversicherung werden die US Bürger wirklich blöd gehalten, das ist für die Sozialismus.

Ich weiß noch, das in einem komunal medical center einmal in den Mund schauen und Zahnschmerzen diagnostizieren 200 $ kostete.
Dank Visacarte und Auslandskrankenversicherung kein Problem. Aber erst mal ein Schock.
Sozusagen für nichts! 200 Glocken.
Drogen kosteten extra.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#79

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 14:18
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #73
Den Spruch miit dem 14jährigen kenne ich auch, er scheint unter Menschen, die länger in den USA gelebt haben, recht weit verbreitet zu sein.

Was mich bei einigen Beiträgen stört, ist ein ziemlicher Dünkel, eine gewisse Überheblichkeit gegen die US-Amerikaner in Sachen Bildung und Kultur. Auch hierzulande gibt es reichlich Menschen, die ein - nun sagen wir mal schlichtes - Gemüt haben. Deren Bildungshorizont von eben dieser Zeitung mit den vier Buchstaben begrenzt wird. Die viellleicht noch an Sport interessiert sind oder - überwiegend bei Frauen - sich an Berichten über irgendwelche Adlige oder Promis ergötzen. Schau Dir doch mal das Angebot an Zeitschriften in einem stinknormalen Kiosk an: Bei dem hier in unserem Haus gibt es geschätzte 40 oder 50 verschiedene Zeitschriften dieses Genres - und wenn ich das zum Maßstab unserer Bildung nehmen würde, dann würden mir nur noch die "Nachtgedanken" von Heinrich Heine einfallen.

Aber: Sind das deshalb schlechtere Menschen? Und wer bin ich, dass ich mich darüber mokieren dürfte?

Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass die USA ein relativ junges Land sind, zusammengewürfelt aus Menschen der unterschiedlichsten Herkunft und damit auch der unterschiedlichsten Kulturkreise. Da gibt es keine gemeinsame Vergangenheit, die bis zu den Römern oder noch weiter zurück hinausreicht, keine Familien, die ihren Stammbaum bis ins Jahr 1283 oder wann auch immer nachweisen können: Alles ist neu entstanden, die verschiedensten Kulturen haben sich vermischt und daraus hat sich etwas Neues entwickelt. Etwas, was mit dem, wie wir es kennen, nur noch sehr bedingt etwas zu tun hat oder vergleichbar ist.



Natürlich ist es mitunter haarstreubend, wenn man Fernsehbrichte von Umfragen auf Straßen sieht, in denen vor allem auch Jüngere nicht das mindeste Grundwissen an Allgemeinbildung erkennen lassen. Promis bilden da keine Ausnahme, vor allem wenn sie ihre Karriere vorrangig mit großer Klappe und Klamauk hingekriegt haben. Da braucht man nicht mal Bild, da reicht es, sich nur für Fußball, Autos, Promis, Shopping-Queen, Dschungelschau und ähnlichen Ro.z zu interessieren, um bei wirklich wichtigen Fragen der Gesellschaft völlig naiv dazustehen und nur noch aus dem Augenblick heraus emotional zu reagieren.
Dandelion, mit "schlechtere Menschen" und durchschnittlich geringerer Bildung als ganzer komplex gesehen, da vermischt Du m.E. etwas. Beides hat nichts miteinander zu tun. Ein Genie kann moralisch ein Schwein sein und jemand mit IQ 80 ein durch und durch anständiger Mensch mit gutem Gerechtigkeitsempfinden.
Die im Vergleich ungenügende Bildung eines Großteils der US-Bevölkerung hat m.E. auch nichts damit zu tun, daß diese Gesellschaft im Laufe der letzten 200 - 300 Jahre bunt zusammengewürfelt worden ist. Auch der hohe Anteil Deutscher hat hier nichts gerichtet, wenn manche leicht überheblich meinen, schon allein deshalb müßte der Bildungsstand höher sein. Ich bin der Ansicht, daß, wenn zehn Millionen der intelligentesten Köpfe der Erde auswandern, einen neuen Kontinent besiedeln oder auch nur einen eigenen Staat mit Regierung und allem Drum und Dran, was dazugehört, bilden, daß spätestens nach zwei oder drei Generationen hier eine intellektuelle Degenerierung eintritt, wenn dieser Ausgangs-Bildungsstand durch entsprechende Bildungspolitik der Regierung nicht gepflegt wird. Brauchen wir gar nicht so weit zu gucken. Was ist denn aus dem Bildungsstand der Kinder und Jugend im Vergleich DDR und Gegenwart geworden, schon innerhalb einer einzigen Generation ?
Ich fange jetzt mal an, wieder in die Wissenschaft zu gehen, die Genetik. Mag nicht jeder zustimmen, aber ich habe da so meine eigenen Hypothesen. Die Menschen sind unterschiedlich veranlagt. Da gibt es Macher, Pragmatiker, Risikofreudige, Mitmacher und Verzagte, Mutlose. Alle diese Eigenschaften sind in uns, in unseren Genen, vorgegeben. Daraus auszubrechen wird schwieriger als wenn die Voraussetzungen schon angelegt sind. Wen hat es denn in den Jahrhunderten von Alt-Europa über den Großen Teich getrieben, wer hatte den Mut ? Kaum die Verzagten, kaum die Mutlosen, wenige der Mitmacher, aber auf alle Fälle viele derer, die sich nicht in ihr schlimmes Schicksal hier zu Hause ergeben wollten. Viele haben es nicht geschafft, ob in Süd- oder Nordamerika. Aber hier hatte sich m.E. ein genetischer Pool gebildet mit einer Konzentration von Menschen, die energisch sind und zupacken wollen und können und sich nichts mehr so einfach gefallen lassen wollten. Aus diesem Blickwinkel erklären sich mir auch bestimmte Verhaltensweise der US-Amerikaner (immer im Durchschnitt gesehen), die im Ausland nicht immer auf Verständnis, teilweise auch auf Ablehnung stoßen. Diese guten Seiten des sog. "Humankapital" werden durch die US-Regierung m.E. ziemlich brach liegengelassen. Was für ein Potential ließe sich an intelligenter Leistung mit entsprechender Bildungspolitik herausholen ? Das trifft übrigens nicht nur auf die USA zu, da können wir, d.h. vorrangig die zuständigen Politiker, uns ebenso an die Nase fassen.



zuletzt bearbeitet 17.08.2015 14:21 | nach oben springen

#80

RE: Sind die Amis wirklich so ungebildet

in Themen vom Tage 17.08.2015 16:17
von Larissa | 834 Beiträge

[/quote]
Guten morgen Larissa,
Danke für Deine Beschreibung und Dein Erleben dort.
Mal eine Frage. Kann es vielleicht sein, das der Großteil der Bevölkerung dort, absichtlich dumm gehalten werden soll?[/quote]


.....hab ich erst jetzt gesehen Deine Frage @Thüringer1970

Das ist so einfach nicht zu beantwoerten, es ist schon etwas an dieser Theorie, vor allem wenn man den Umgang mit dem Volk genau betrachtet. m.E. werden aber auch andere Volker dumm gehalten. Das sicher im politischen Sinne. Es kann aber kein Staat wollen, dass ihnen die Akademiker und Fachleute ausgehen, da steht dem gegenueber.

Bildung erfolgt vom ersten Moment an in der Familie, Erziehung ist wichtig. Kultur ist wichtig. Diese ist im 200jahrigen Staat ungleich der europaeischen Kultur. Der Eingeborene besinnt sich seit Jahren wieder auf seine Kultur, wahrend der weisse Mann sich am Sezessionskrieg festhaelt. Bis heute werden Fehler nicht berichtigt, und die Geschichte Amerikas als Heldensaga beschrieben.

Schulisch wird versucht, allen so gerecht zu werden, dass keiner sich 'ausgegrenzt' fuehlt. Das kann man aber nur machen, wenn ich denen eine Chance gebe, die wirklich foerderungswuerdig sind. Das geraet meist ins Hintertreffen. Und schon haben wir den Salat der Bildung. Das habe ich in den USA wie auch hier gesehen. Hinzu kommen Eltern, die auf dem Standpunkte stehen, dass es 'ihren Kindern besser gehen soll'. Das soll es, aber was ich erlebe in der Heranzuechtung kleiner Bestien, das macht mich krank. Das ist in Amerika nicht anders als hier in Deutschland. Was anders ist, ist die unterschiedliche Moralvorstellung - entweder pabstlicher als der Papst oder unkontrolliert frei. Das erstere ist noch bedenklicher als das zweite.

Schulisch sind die Amerikaner nicht auf dem Deutschen Schulniveau, aber wie gesagt, Bildung findet nicht nur in der Schule statt, und da wie hier, muessen wir uns keine Krone aufsetzen, wenn wir kleine Pink Prinzessinnen und Prinzen erziehen.

Also den US Buergern selbst kann man dieses durchschnittliche ungebildet sein nicht vorhalten. Sie wollen lernen, sind interessiert und die, welche das Land verlassen und andere Laender kennenlernen, sind angenehm schockiert ueber das was sie erfahren.
Jedoch muessen sie an Bildung nehmen was sie bekommen und letztendlich bezahlen koennen.
Was ich ihnen und hiermit auch ihrem obersten Boss ankreide ist, dass sie sich ständig auf die Schulter klopfen, sich staendig als fuehrend in der Welt betrachten, sich halten fuer Gottes eigene Kinder in Gods own Country. Mr. Obama wie alle anderen zuvor, klopfen diese Meinung in das Volk hinein. Das ist keine Bildung, sondern eine Ueberheblichkeit, die kaum ist zu uebertreffen, vor allem bei der Unwissenheit gegenueber dem Reste der Welt.

Gruesse, Larissa


"Keine Jagd ist so wie die Jagd auf Menschen und die, die lange genug Menschen gejagt haben, die Spaß daran hatten, interessieren sich nie wieder für etwas anderes." — Hemingway
Damals87, PF75 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.08.2015 16:19 | nach oben springen



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