#41

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 09.08.2015 23:12
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #36
Genau das wußte scheinbar auch der Neffe von Markus Wolf:

Er wollte in die Freiheit schwimmen, „durch die Donau nach Jugoslawien“, und sich dort zur Botschaft der Bundesrepublik durchschlagen. In Westberlin wartete seine Freundin, die wenige Monate zuvor „rübergemacht“ und ihm per Telefon eröffnet hatte, dass sie schwanger sei. „Da ist in mir alles durchgebrannt“, erzählt Oleg Wolf.

Damals war er fest entschlossen, aus dem goldenen Käfig der DDR-Nomenklatura auszubrechen, auf den frisch zugesagten Studienplatz für Medizin zu verzichten und seine Familie bloßzustellen. Olegs Vater ist der Filmregisseur und Präsident der Akademie der Künste, Konrad Wolf,
...


http://www.focus.de/politik/deutschland/...aid_215727.html

LG von der Moskwitschka

PS Entschuldigung für meine Einmischung. Bin leider keine Zeitzeugin, die vor 1989 in Jugoslawien war.

EDIT Tippfehler


@Moskwitschka , danke für den Link von Focus. Es ist schön, dass dem jungen Mann noch geholfen wurde, aber es ist extrem ungerecht, wie die Mitglieder der SED und ihres Sicherheitsapparates sich untereinander vorbei an allen Gesetzen "halfen ". Ich hoffe dass Forenmitglieder wie @DoreHolm diesen Link lesen werden und mein abgrundtiefe Abscheu für diese schreiende Ungerechtigkeit verstehen werden. Sind sie nun Bastarde oder nicht, predigen sie Wasser und saufen Wein oder nicht, @DoreHolm jetzt mal Butter bei die Fische


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#42

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 09.08.2015 23:26
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #28
Ich war auch noch nicht dort, bin nur Altertumsfan und die Erzählung meiner Dozentin hat mich damals fasziniert.
Letztendlich hab ich mir anderswo "alte Steine" angesehen


Oh ein richtiger Zeitzeuge ! Welche alten Steine haste denn als Ausgleich gesehen ?Die Nierensteine von August dem Starken im Gesundheitsmuseum ? Hat Deine Dozentin Dir auch noch mehr von geschichtsträchtigen Sachen erzählt ? Manchmal bekommt man bei Deinen Schilderungen den Eindruck ,Du hättest ziemlich viel nur vom Hören !

Ich war 1984 in Split und auch in Dubrvnik ! Ich hab in der Zeit des Jugoslawienkrieges mit den Bewohnern von diesen Städten mitgefiebert !
Auch das bosnische Gestüt Han Piejesak habe ich in meine Gebete eingeschlossen .

Fritze


kann es sein dass du uns hier etwas vom Pferd erzählst? 1984 warst du entsprechend deiner Vita zarte 21 Jährchen alt. Da du nach deiner Vorstellung auch bei den Grenztruppen warst, halte ich es mal für ausgeschlossen, dass du 1984 in Jugoslawien warst, sondern eher bei den Grenztruppen der DDR. Zu diesem Zeitpunkt war auch noch kein Krieg in Jugoslawien. also alles etwas wirr was du da schreibst. Ntürlich kennst du dann auch das Gestüt nicht, für das du den Rosenkranz hoch und runter gebetet hast.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#43

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 09.08.2015 23:30
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Schon seltsam....überhaupt, die Wadenbeißerei.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 09.08.2015 23:41 | nach oben springen

#44

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 07:33
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #42
Zitat von Fritze im Beitrag #28
Ich war auch noch nicht dort, bin nur Altertumsfan und die Erzählung meiner Dozentin hat mich damals fasziniert.
Letztendlich hab ich mir anderswo "alte Steine" angesehen


Oh ein richtiger Zeitzeuge ! Welche alten Steine haste denn als Ausgleich gesehen ?Die Nierensteine von August dem Starken im Gesundheitsmuseum ? Hat Deine Dozentin Dir auch noch mehr von geschichtsträchtigen Sachen erzählt ? Manchmal bekommt man bei Deinen Schilderungen den Eindruck ,Du hättest ziemlich viel nur vom Hören !

Ich war 1984 in Split und auch in Dubrvnik ! Ich hab in der Zeit des Jugoslawienkrieges mit den Bewohnern von diesen Städten mitgefiebert !
Auch das bosnische Gestüt Han Piejesak habe ich in meine Gebete eingeschlossen .

Fritze


kann es sein dass du uns hier etwas vom Pferd erzählst? 1984 warst du entsprechend deiner Vita zarte 21 Jährchen alt. Da du nach deiner Vorstellung auch bei den Grenztruppen warst, halte ich es mal für ausgeschlossen, dass du 1984 in Jugoslawien warst, sondern eher bei den Grenztruppen der DDR. Zu diesem Zeitpunkt war auch noch kein Krieg in Jugoslawien. also alles etwas wirr was du da schreibst. Ntürlich kennst du dann auch das Gestüt nicht, für das du den Rosenkranz hoch und runter gebetet hast.

Die ganze Geschichte würde für 1994 stimmen. Damals war in Split und Dubrownik (dem heutigen Kroatien) Krieg
https://de.wikipedia.org/wiki/Kroatienkrieg
Theo


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#45

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 07:42
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Meine Ex war in den 80ern sogar in Westberlin.
Allerdings als FDJ-Sekretärin Mitglied einer handverlesenen Reisegruppe.
Nun könnte man halt sagen DDR-Bürger durften ins NSW reisen, stimmt ja, allerdings für Otto-Ganznormal war der Vorhang zugezogen.
Die ganze Diskussion ist eigentlich müßig.
Ich durfte übrigens nicht mit, hätt meiner Frau gerne den Koffer getragen


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.08.2015 07:46 | nach oben springen

#46

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 07:55
von Lutze | 8.035 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #45
Meine Ex war in den 80ern sogar in Westberlin.
Allerdings als FDJ-Sekretärin Mitglied einer handverlesenen Reisegruppe.
Nun könnte man halt sagen DDR-Bürger durften ins NSW reisen, stimmt ja, allerdings für Otto-Ganznormal war der Vorhang zugezogen.
Die ganze Diskussion ist eigentlich müßig.
Ich durfte übrigens nicht mit, hätt meiner Frau gerne den Koffer getragen

Aber abgeholt hast du doch deine Frau,bestimmt am Tränenpalast,
und war kein zusätzlicher Koffer mit Geschenken dabei?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#47

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 07:59
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #46
Zitat von Hanum83 im Beitrag #45
Meine Ex war in den 80ern sogar in Westberlin.
Allerdings als FDJ-Sekretärin Mitglied einer handverlesenen Reisegruppe.
Nun könnte man halt sagen DDR-Bürger durften ins NSW reisen, stimmt ja, allerdings für Otto-Ganznormal war der Vorhang zugezogen.
Die ganze Diskussion ist eigentlich müßig.
Ich durfte übrigens nicht mit, hätt meiner Frau gerne den Koffer getragen

Aber abgeholt hast du doch deine Frau,bestimmt am Tränenpalast,
und war kein zusätzlicher Koffer mit Geschenken dabei?
Lutze


Hab den Koffer auf dem Bahnhof Karl-Marx-Stadt übernommen und sie hat tatsächlich geheult, aber nicht weil sie mich endlich wiedersehen durfte
Am nächsten Tag gab es am Morgen natürlich ein Tässchen Krönung, für einen ganzen Extra-Transportkoffer hat die etwas knappe Ausstattung mit frei konvertierbaren Zahlungsmitteln nicht ausgereicht.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 10.08.2015 08:03 | nach oben springen

#48

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 10:06
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #41
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #36
Genau das wußte scheinbar auch der Neffe von Markus Wolf:

Er wollte in die Freiheit schwimmen, „durch die Donau nach Jugoslawien“, und sich dort zur Botschaft der Bundesrepublik durchschlagen. In Westberlin wartete seine Freundin, die wenige Monate zuvor „rübergemacht“ und ihm per Telefon eröffnet hatte, dass sie schwanger sei. „Da ist in mir alles durchgebrannt“, erzählt Oleg Wolf.

Damals war er fest entschlossen, aus dem goldenen Käfig der DDR-Nomenklatura auszubrechen, auf den frisch zugesagten Studienplatz für Medizin zu verzichten und seine Familie bloßzustellen. Olegs Vater ist der Filmregisseur und Präsident der Akademie der Künste, Konrad Wolf,
...


http://www.focus.de/politik/deutschland/...aid_215727.html

LG von der Moskwitschka

PS Entschuldigung für meine Einmischung. Bin leider keine Zeitzeugin, die vor 1989 in Jugoslawien war.

EDIT Tippfehler


@Moskwitschka , danke für den Link von Focus. Es ist schön, dass dem jungen Mann noch geholfen wurde, aber es ist extrem ungerecht, wie die Mitglieder der SED und ihres Sicherheitsapparates sich untereinander vorbei an allen Gesetzen "halfen ". Ich hoffe dass Forenmitglieder wie @DoreHolm diesen Link lesen werden und mein abgrundtiefe Abscheu für diese schreiende Ungerechtigkeit verstehen werden. Sind sie nun Bastarde oder nicht, predigen sie Wasser und saufen Wein oder nicht, @DoreHolm jetzt mal Butter bei die Fische




Grün: Klar ist das ungerecht den vielen anderen gefassten Flüchtlingen gegenüber, ohne Frage. Nach meiner Ansicht hätte es gar nicht erst so weit kommen dürfen. Auch wenn ich den Bau der Mauer damals unter diesen politischen Umständen auch heute noch als notwendiges Übel betrachte, hätte diese nach Konsolidierungd der DDR-Wirtschaft spätestens Mitte der 70er in dieser Form abgebaut werden müssen.
Natürlich gebrauchtst du hier wieder Deine berühmten Superlative (abgrundtiefe Abscheu, schreiende Ungerechtigkeit u.s.w.), aber das macht die Sache weder besser noch schlechter. "... wie die Mitglieder der SED und des Sicherheitsapparates ... u.s.w.), war der Oleg eigentlich in der SED, sodaß ihm von Seinesgleichen geholfen wurde ? Mal ne´ Frage: Angenommen Dein Sohn (wenn Du einen hast) hat große Sch.... gebaut, aber keinem persönlich geschadet oder anderen materiellen Schaden angerichtet und Du bekleidest eine sehr hohe und einflussreiche Position. Würdest du da keinen Finger rühren, obwohl es Dir möglich wäre, ihn glimpflich davonkommen zulassen ? Um keinen Irrtum aufkommen zu lassen, ungerecht bleibt es, das ist klar.



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#49

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 10:20
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Tja, wenn die Beton-Opas in Berlin wirklich so etwas wie Vertrauen in ihre verwalteten Inventar-Einwohner entwickelt hätten, soll ja auch so etwas wie Heimatliebe geben, wer weiß wie sich alles entwickelt hätte.
Wenn wenigstens diejenigen die Hartgeld als Reisebörse hätten vorweisen können einfach ein Visum in den Pass gestempelt bekommen hätten, ist doch eigentlich das normalste der Welt.
Und auf den der abhanden kommt kann man eigentlich dankend verzichten, wär halt sein Wille.
Aber so, Kindergarten pur und reife Leute wollen nun mal nicht ewig im Kindergarten sein.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 10.08.2015 10:24 | nach oben springen

#50

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 10:25
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #48

[...]

Um keinen Irrtum aufkommen zu lassen, ungerecht bleibt es, das ist klar.


Guten Tag,

1. In den westeuropäischen Ländern, welche sich gern als «Hort» (ich hoffe, das Wort ist richtig) der Demokratie, gibt es auch Günstlings-Wirtschaft in allen Formen, diese aus der Familie des Herrn Wolf inbegriffen.

2. Dass die D.D.R. sich oft kaum von der finsteren Welt des Kapitalismus unterschied, wäre vielleicht noch hinzunehmen gewesen, wenn die Ideologie nicht so eklatant das Gegenteil trompetet hätte.

3. Im Westen kann man noch darüber schreiben und manchmal die Entscheidungsträger zwingen, zurückzurudern (schöne Ausdruck). In der D.D.R. wäre der aufrechte Mensch, welcher das laut kritisierte, relativ schnell hinter Gittern recycelt worden oder durch Erpressung zum Schweigen gebracht worden.

4. Es gibt noch Reste der Unabhängigkeit der Jurisprudenz (Jean Jacques Rousseau) und das ist ab und an ein Korrektif

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Moskwitschka hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 10:37
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #49
Tja, wenn die Beton-Opas in Berlin wirklich so etwas wie Vertrauen in ihre verwalteten Inventar-Einwohner entwickelt hätten, soll ja auch so etwas wie Heimatliebe geben, wer weiß wie sich alles entwickelt hätte.
[...]



Guten Tag @Hanum83 und all die anderen,

es gibt etwas, was für mich als LGM* im D.D.R.-Leben stets verwundert, sind die Deklarationen der Parteicrème, dass das «Volk» (vielleicht eher Entität aus heutiger Sicht ?) der D.D.R. das politisch und auch sonst bestgebildeste Volk der Welt sei (die Schulbildung in den wissenschaftlichen Fächern ist wirklich sehr gut gewesen), dass es politisch immer gefestigt sei - und dann dieses Misstrauen oder Wachsamkeit, so als ob es sich um debile Pensionaire einer psychiatrischen Klinik gehandelt habe... (Ich weiss, dass ich sehr übertreibe und ich möchte niemand verletzen, welcher in der D.D.R. gut gelebt hat - aber ein LGM* sieht die Dinge different...)

Stringer49


*little green man


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#52

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 10:51
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #51
Zitat von Hanum83 im Beitrag #49
Tja, wenn die Beton-Opas in Berlin wirklich so etwas wie Vertrauen in ihre verwalteten Inventar-Einwohner entwickelt hätten, soll ja auch so etwas wie Heimatliebe geben, wer weiß wie sich alles entwickelt hätte.
[...]



Guten Tag @Hanum83 und all die anderen,

es gibt etwas, was für mich als LGM* im D.D.R.-Leben stets verwundert, sind die Deklarationen der Parteicrème, dass das «Volk» (vielleicht eher Entität aus heutiger Sicht ?) der D.D.R. das politisch und auch sonst bestgebildeste Volk der Welt sei (die Schulbildung in den wissenschaftlichen Fächern ist wirklich sehr gut gewesen), dass es politisch immer gefestigt sei - und dann dieses Misstrauen oder Wachsamkeit, so als ob es sich um debile Pensionaire einer psychiatrischen Klinik gehandelt habe... (Ich weiss, dass ich sehr übertreibe und ich möchte niemand verletzen, welcher in der D.D.R. gut gelebt hat - aber ein LGM* sieht die Dinge different...)

Stringer49


*little green man


Stringer das war alles nichts weiter als Selbstverarsche als Staatsdoktrin.
Die Vorgaben-Umsetzer (Moskau) haben den Leuten nicht fürs schwarze unterm Fingernagel vertraut, sieht man ja am aufgeblähten Überwachungsapperat.
Obwohl, eventuell haben die Lenker ja wirklich selber an den Mist geglaubt den sie ins ND geschmiert und in der AK geblubbert haben.
Als der große GS mal auf der Autobahn in seinem West-Schlitten vorbeirauschte, kam der ABV zu uns damit wir die Pferde von der Koppel nehmen an der AB, weiß der Kuckuck warum, der Depp sollte/wollte sicher glauben das keiner mehr einen Gaul vorm Wagen spannt.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 10.08.2015 11:05 | nach oben springen

#53

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 11:07
von mucker82 | 236 Beiträge

Zum Leidwesen der SED , bestand das DDR Volk nicht zu 100% aus politisch gefestigten sozialistischen Persönlichkeiten.
Auch die Wahlergebnisse von stets 99,9% waren dafür kein sicherer Beweis. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Menschen die sich dem DDR Staat loyal gegenüber verhielten , taten dies lediglich um ihres eigenen Fortkommens willen.
Sobald die DDR die Reisebeschränkungen gelockert hätte , wäre der Abgang von Fachkräften nach Westen wie vor 1961 wieder kräftig angestiegen.
Das Fernhalten der eigenen Bürger von den Bürgern aus dem Westen war für die Existenz der DDR von besonderer Bedeutung, da ansonsten die Gefahr bestand , daß die DDR Bürger die Propaganda durchschauen könnten.


zuletzt bearbeitet 10.08.2015 11:08 | nach oben springen

#54

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 11:53
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #53
Zum Leidwesen der SED , bestand das DDR Volk nicht zu 100% aus politisch gefestigten sozialistischen Persönlichkeiten.
Auch die Wahlergebnisse von stets 99,9% waren dafür kein sicherer Beweis. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Menschen die sich dem DDR Staat loyal gegenüber verhielten , taten dies lediglich um ihres eigenen Fortkommens willen.
Sobald die DDR die Reisebeschränkungen gelockert hätte , wäre der Abgang von Fachkräften nach Westen wie vor 1961 wieder kräftig angestiegen.
Das Fernhalten der eigenen Bürger von den Bürgern aus dem Westen war für die Existenz der DDR von besonderer Bedeutung, da ansonsten die Gefahr bestand , daß die DDR Bürger die Propaganda durchschauen könnten.



An das Schwachsinnige Gesappere vom Sozialismus Siegt u.s.w. haben doch wirklich nur die Linientreuen geglaubt.Westverwandschaft,Westfernsehen,Westgeld,Intershops u.s.w. haben doch die Mehrheit der DDR Bevölkerung eines besseren belehrt wer hier auf den Richtigen Weg ist.


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.08.2015 11:53 | nach oben springen

#55

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 12:20
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #51
Zitat von Hanum83 im Beitrag #49
Tja, wenn die Beton-Opas in Berlin wirklich so etwas wie Vertrauen in ihre verwalteten Inventar-Einwohner entwickelt hätten, soll ja auch so etwas wie Heimatliebe geben, wer weiß wie sich alles entwickelt hätte.
[...]



Guten Tag @Hanum83 und all die anderen,

es gibt etwas, was für mich als LGM* im D.D.R.-Leben stets verwundert, sind die Deklarationen der Parteicrème, dass das «Volk» (vielleicht eher Entität aus heutiger Sicht ?) der D.D.R. das politisch und auch sonst bestgebildeste Volk der Welt sei (die Schulbildung in den wissenschaftlichen Fächern ist wirklich sehr gut gewesen), dass es politisch immer gefestigt sei - und dann dieses Misstrauen oder Wachsamkeit, so als ob es sich um debile Pensionaire einer psychiatrischen Klinik gehandelt habe... (Ich weiss, dass ich sehr übertreibe und ich möchte niemand verletzen, welcher in der D.D.R. gut gelebt hat - aber ein LGM* sieht die Dinge different...)

Stringer49
*little green man


Grün: Im Grunde genommen herrschte immer ein gewisses Mißtrauen gegenüber der breiten masse, so schätze ich das heute ein. Manchmal konnte man allerdings nicht anders und mußte es gewähren lassen, d.h. der "Propaganda des Klassenfeindes aussetzen". So z.B. zu den Weltfestspielen in berlin 1973 erlebt. ich war im zweiten Durchgang dabei. Dort waren beileibe nicht nur Mitglieder des marxistisch-leninistischen Studentenbundes oder ander linker Gruppierungen, Parteien oder Strömungen dabei. Es wurde hinterhei bei der offiziellen Auswertung (für mein Empfinden mit etwas Überraschung) festgestellt, daß sie die Jugend der DDR in der Agitation und Diskussion soz. wacker geschlagen hat. Na also, auch wenn es nicht DIE gesamte Jugend war, warum dann das Mißtrauen ?



Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 13:20
von mucker82 | 236 Beiträge

"............warum dann das Mißtrauen ?"


Wurde das nicht der revolutionären Partei von Lenin und Stalin in die Wiege gelegt?


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#57

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 14:40
von Fritze | 3.474 Beiträge

@Gert ja ich war im Sommer 1983 noch 20 Jahre alt ! Und nein ich bin erst 1985 zu den GT ! Wunder das es dem 94er noch nicht aufgefallen war ,schrieb ich ja vorhin in einem anderen Thread !

@eisenringtheo Ist schon so richtig 1984 war ich in Jugoslawien ! Und der Krieg war Anfang der neunziger Jahre ,da war ich in Berlin am Arbeiten ,aber meine Gedanken gingen zu den Orten an der Adriaküste !

Ach ja ,die lange Leine habe ich wohl nicht ausgenutzt ! Aber wie sagt der Norddeutsche "Dem een sin Üül iss dem annern sin Nachtigall"
Im übrigen habe ich es nicht nötig mir eine Vita zusammen zu kochen !
Noch Fragen Kienzle ?

Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#58

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 14:50
von mucker82 | 236 Beiträge

Du scheinst hier der Einzige zu sein , der zu DDR Zeiten die Möglichkeit hatte nach Jugoslawien zu reisen. Und dann auch noch mit Deinen Freunden. Ein ganzer Thread nur für Dich!
Erzähl doch mal, war das eine Gruppenreise über Jugendtourist/ Auszeichnungsreise? Wie lange ging die Reise und wurdet ihr vor der Reise auch eingenordet , da gab es doch immer diese Reisebesprechungen vorher, wegen westdeutsche Touristen meiden usw?


zuletzt bearbeitet 10.08.2015 14:56 | nach oben springen

#59

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 15:34
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Na da wird @Fritze bestimmt einige Zeit brauchen, um alle diese Fragen und vielleicht ein wenig mehr über seine Jugoslawienreise zu schreiben.

Damit es mangels Zeitzeugen hier nicht langweilg wird ein Bericht des Spiegel aus dem Jahr 1984:

Wo DDR-Bürger im Ausland Urlaub machen dürfen In der SED-Führung gibt es Pläne, die Beschränkungen für Auslandsreisen von DDR-Bewohnern zu lockern. Bisher können nur verdiente Werktätige einen der raren Ferienplätze in Kuba, Jugoslawien oder sogar in Frankreich und Italien ergattern. Die Wartelisten für die teuren und prestigeträchtigen Fernreisen sind endlos lang. *

Der Mann hinter dem Tresen senkt die Stimme. "Jugoslawien?" flüstert er nach einem Blick auf den kleinen, gestempelten Zettel, den ihm die Dame vor dem Schalter hinhält. "Passen Sie auf", erklärt er, noch immer so leise, daß keiner der Umstehenden etwas verstehen kann, "Sie gehen zum Schalter 10 und stellen sich dort in der Reihe an."

Sorgfältig vergleicht er den Zettel mit einer Liste, die vor ihm liegt. "Sie haben die Nummer 16", fährt er im Verschwörerton fort, "also stehen Sie an 16. Stelle. Alles klar? Wir sehen uns später bei der Paßkontrolle."

Die Dame ist entlassen und sucht folgsam ihren Platz in der langen Schlange vor dem Abfertigungsschalter 10 auf. Disziplin gehört zu den Prinzipien, die ein DDR-Bürger auch beim Urlaubsantritt respektieren muß.

Szenen wie diese spielen sich während der Sommermonate jeden Montag zwischen 9.30 und 10 Uhr auf dem Ost-Berliner Flughafen Schönefeld ab. Im ersten Obergeschoß des Hauptgebäudes, dem Abflugtrakt, finden sich jene Kunden des volkseigenen Reisebüros der DDR ein, die sich als glückliche Besitzer eines "Teilnehmerbelegs" auf eine organisierte Auslandsreise freuen dürfen.

Hinter dem Tresen stehen die Damen und Herren Reiseleiter, kenntlich durch Schilder mit dem Reiseziel vor sich: Moskau, Budapest, Sofia, Kiew. Nur der Mann außen am Schalter 10 hat kein Schild. Das ist aus gutem Grund "vergessen" worden. Die in die sozialistischen Bruderländer reisenden DDR-Bürger sollen nicht erfahren, daß dort die Privilegierten für den Flug nach Ljubljana, Jugoslawien, abgefertigt werden.

Denn Jugoslawien gehört zu jenen Reiseländern, die nur wenigen Auserwähltern, die nur wenigen Auserwählten zugänglich sind. Angeboten werden ganze 1000 Plätze pro Jahr, 400 für Bus-Rundreisen durch Slowenien und 600 für Badeaufenthalte an der Adria. Trotz der gesalzenen Preise zwischen 3000 und 5000 DDR-Mark (monatliches Durchschnittseinkommen etwa 1000 Mark) ist der Andrang riesengroß


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508521.html

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 10.08.2015 15:35 | nach oben springen

#60

RE: D.D.R. - Touristen in Jugoslawien

in DDR Staat und Regime 10.08.2015 16:00
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Beim Dammbruch nach dem Schabowski-Verplapperer soll ja sogar der ursprüngliche Plan beinhaltet haben die Westberlin-Gucker gar nicht mehr rein zu lassen.
Die hatten sie wohl wirklich nicht mehr ganz alle beisammen im Oberstübel die End-Sozialisten.
So was musste einfach verschwinden, auch wenn vielen damit eine Lebens-Illusion genommen wurde.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Gert, linamax und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.08.2015 16:08 | nach oben springen



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