#181

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 09.08.2015 19:31
von damals wars | 12.145 Beiträge

Fresse halten, Hände falten, dann wird März auch Kanzlerin.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#182

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 09.08.2015 19:35
von Udo | 1.265 Beiträge

Dann schon eher April (Stevens).
Der Mann heisst Merz.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#183

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 10.08.2015 08:58
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #175
Mir fällt da ein Friedrich Merz ein.
In der Atlantik-Brücke scheint er ja brauchbar zu sein, warum also nicht als neuer Kanzlerkandidat?



Merkel ist 2017 63 Jahre alt, 2021 ist sie 67, 2025.... 71, 2029.... 75, 2033.... 79, 2037....83 und 2041 ist sich dann 87 Jahre alt. Immer noch 1 Jahr jünger als Adenauer, er regierte als Bundeskanzler bis zu seinem 88. Lebensjahr.
Frau Merkel möchte diesen Rekord bestimmt auch noch knacken und tritt erst 2043 zurück.

Friedrich Merz ist dann 88 Jahre alt und definitiv zu alt als Bundeskanzlerkandidat.


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#184

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 10.08.2015 09:01
von Hanum83 | 4.732 Beiträge

Steuererklärung auf dem Bierdeckel, so was geht nun wirklich nicht, klar das der Herr M. für solche kecken Ideen von Sado-Ma in die Grube geschubst wurde.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 10.08.2015 09:03 | nach oben springen

#185

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 17.08.2015 18:19
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #49
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #45




Wo bitte schön beweist Frau Wagenknecht Regierungskompetenz? Ihre Kritik mag oft gerechtfertigt sein , ihre Lösungsansätze sind aber immer schwach bis nicht vorhanden.




Das Team Wagenknecht wäre wohl momentan die einzige ernst zu nehmende Kraft, die das wirtschaftsmoralmarode Land politisch so entkernen könnte, wie es nötig wäre um die Marktwirtschaft wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Die Linke hat zwei schwere Handicaps:
1.
Dort wo sie momentan in den neuen Bundesländern (mit)regiert, hat sie etwas aus Ruinen aufzubauen, was die Filialkräfte der westdeutschen Regierungsparteien hinterlassen haben. Gerade deshalb mag sie dort erfolgreicher sein als im Westen, eben weil man es offensichtlich aus eigener Kraft nicht in die Oberliga geschafft hat und das Modell der Marktwirtschaft fürs erste unglaubwürdig erscheint, übrigens auch im gesamtdeutschen Maßstab, da auch in den westdeutschen Boomregionen kaum etwas von wirklich erfolgreichen Startups (also keine ausgekoppelten/ aufgekauften Sparten von Dax- Konzernen oder geerbten und dann umstrukturierten millionenschweren Unternehmen) zu vernehmen ist.
Erinnert sei daran, daß es 25 Jahre der Einheit noch nicht eine ostdeutsche Firma in den Dax/ MDax geschafft hat und nunmehr auch drittklassige (S-Dax + mittelständische) Firmen wie z. B. die MIFA oder russlandaffine Unternehmen existenzgefährdet sind.
2.
Zur Sicherung der Wählerstimmen muß man sich bedingungslos auf die Seite der Schwachen stellen, auch wenn diese nicht bereit oder fit genug sind Hilfe zur Selbsthilfe anzunehmen, das ist ein schweres Kommunikationsproblem, denn der (funktionierende) Kapitalismus würde in der Tat einer größeren Volksmasse nützen als der bedingungslose Sozialismus, den die Linke so nicht wieder haben will, es aber so nicht sagen kann.
Deshalb ist das mit den von Dir gewünschten Lösungsansätzen recht schwierig.

Um Großes zu erreichen und Unlösbares zu lösen muß man einen Korridor verlassen, ein Gesamtpaket schnüren und als Botschaft an das Volk verschicken und dieses Paket hätte es in sich, weil es keine Tabus enthält und jedem Opfer abverlangen würde, mithin eine unbequeme Angelegenheit für ein Land, das sich zu großen Teilen in der Bequemlichkeit eingerichtet hat.
Die linken Eliten haben diese Ochsentour durch die Parlamente angetreten und werden eines Tages auch dort ankommen, wo sie hingehören.
Im Moment ist die Zeit dafür noch nicht reif, zu vielen geht es wirtschaftlich und sozial besser als je zuvor, wovor also Angst haben und anders wählen ?
Nun ja, der Höhepunkt der Ernte liegt wohl hinter uns, die Strohfeuer sind abgefackelt, die Manipulationen an den Aktien- und Devisenmärkten gelingen nicht ewig und die Phantomökonomie wird in den Niederungen der Kommunalfinanzen und der infrastrukturellen Daseinsvorsorge als solche mehr und mehr kenntlich und diejenigen die nicht im renten- und erbschaftsgepolsterten Ohrensessel sitzen vernehmen diese finanztektonischen Vorgänge sehr wohl, sofern sie genau dieses Spielfeld aufmerksam beobachten oder gar Tag für Tag beruflich damit zu tun haben.
Ich schätze mal das ideale Szenario einer bundesdeutschen Linksregierung so ein:
1. Millionenerben werden deutlich höher versteuert, ebenso alle Gehälter ab dem 20fachen Angestelltengehalt der jeweiligen Branche.
2. Jegliche Einkünfte, auch Mieten, Kapitalerträge u.a. werden sozialabgabenpflichtig.
3. Deutschland wird ohne Rücksicht auf Verluste seine Rüstungsindustrie auf den Igelmodus (Verteidigung) zurückschrumpfen.
4. Die Kompetenzen der Bundesländer werden so beschnitten, daß sie keinen Einfluß mehr auf Bundesgesetze haben, Bildung wird vereinheitlicht.
5. Nicht vermittelbare Sozialgeldempfänger werden auf die Sektoren des Gemeinwesens verteilt, notfalls auch ohne Entgelt.
6. In einer linksdemokratischen Republik ist Schluß damit, daß im makroökonomischen Preisskat sich ein paar wenige die Buben und Asse bereits
vor dem Spiel aus dem Stapel fischen.

Natürlich klingen viele Rezepte der Gysi- Visionäre einfach und widersprüchlich und natürlich war er selbst in Berlin gescheitert aber eine Regierung ist nun mal ein Ensemble und als solches muß es funktionieren.
Auch wäre es schön, wenn die Dirigenten des Orchesters sichtbar wären.



Udo, 94, DoreHolm und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.08.2015 19:10 | nach oben springen

#186

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 18.08.2015 00:26
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #185
Zitat von mucker82 im Beitrag #49
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #45




Wo bitte schön beweist Frau Wagenknecht Regierungskompetenz? Ihre Kritik mag oft gerechtfertigt sein , ihre Lösungsansätze sind aber immer schwach bis nicht vorhanden.




Das Team Wagenknecht wäre wohl momentan die einzige ernst zu nehmende Kraft, die das wirtschaftsmoralmarode Land politisch so entkernen könnte, wie es nötig wäre um die Marktwirtschaft wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Die Linke hat zwei schwere Handicaps:
1.
Dort wo sie momentan in den neuen Bundesländern (mit)regiert, hat sie etwas aus Ruinen aufzubauen, was die Filialkräfte der westdeutschen Regierungsparteien hinterlassen haben. Gerade deshalb mag sie dort erfolgreicher sein als im Westen, eben weil man es offensichtlich aus eigener Kraft nicht in die Oberliga geschafft hat und das Modell der Marktwirtschaft fürs erste unglaubwürdig erscheint, übrigens auch im gesamtdeutschen Maßstab, da auch in den westdeutschen Boomregionen kaum etwas von wirklich erfolgreichen Startups (also keine ausgekoppelten/ aufgekauften Sparten von Dax- Konzernen oder geerbten und dann umstrukturierten millionenschweren Unternehmen) zu vernehmen ist.
Erinnert sei daran, daß es 25 Jahre der Einheit noch nicht eine ostdeutsche Firma in den Dax/ MDax geschafft hat und nunmehr auch drittklassige (S-Dax + mittelständische) Firmen wie z. B. die MIFA oder russlandaffine Unternehmen existenzgefährdet sind.
2.
Zur Sicherung der Wählerstimmen muß man sich bedingungslos auf die Seite der Schwachen stellen, auch wenn diese nicht bereit oder fit genug sind Hilfe zur Selbsthilfe anzunehmen, das ist ein schweres Kommunikationsproblem, denn der (funktionierende) Kapitalismus würde in der Tat einer größeren Volksmasse nützen als der bedingungslose Sozialismus, den die Linke so nicht wieder haben will, es aber so nicht sagen kann.
Deshalb ist das mit den von Dir gewünschten Lösungsansätzen recht schwierig.

Um Großes zu erreichen und Unlösbares zu lösen muß man einen Korridor verlassen, ein Gesamtpaket schnüren und als Botschaft an das Volk verschicken und dieses Paket hätte es in sich, weil es keine Tabus enthält und jedem Opfer abverlangen würde, mithin eine unbequeme Angelegenheit für ein Land, das sich zu großen Teilen in der Bequemlichkeit eingerichtet hat.
Die linken Eliten haben diese Ochsentour durch die Parlamente angetreten und werden eines Tages auch dort ankommen, wo sie hingehören.
Im Moment ist die Zeit dafür noch nicht reif, zu vielen geht es wirtschaftlich und sozial besser als je zuvor, wovor also Angst haben und anders wählen ?
Nun ja, der Höhepunkt der Ernte liegt wohl hinter uns, die Strohfeuer sind abgefackelt, die Manipulationen an den Aktien- und Devisenmärkten gelingen nicht ewig und die Phantomökonomie wird in den Niederungen der Kommunalfinanzen und der infrastrukturellen Daseinsvorsorge als solche mehr und mehr kenntlich und diejenigen die nicht im renten- und erbschaftsgepolsterten Ohrensessel sitzen vernehmen diese finanztektonischen Vorgänge sehr wohl, sofern sie genau dieses Spielfeld aufmerksam beobachten oder gar Tag für Tag beruflich damit zu tun haben.
Ich schätze mal das ideale Szenario einer bundesdeutschen Linksregierung so ein:
1. Millionenerben werden deutlich höher versteuert, ebenso alle Gehälter ab dem 20fachen Angestelltengehalt der jeweiligen Branche.
2. Jegliche Einkünfte, auch Mieten, Kapitalerträge u.a. werden sozialabgabenpflichtig.
3. Deutschland wird ohne Rücksicht auf Verluste seine Rüstungsindustrie auf den Igelmodus (Verteidigung) zurückschrumpfen.
4. Die Kompetenzen der Bundesländer werden so beschnitten, daß sie keinen Einfluß mehr auf Bundesgesetze haben, Bildung wird vereinheitlicht.
5. Nicht vermittelbare Sozialgeldempfänger werden auf die Sektoren des Gemeinwesens verteilt, notfalls auch ohne Entgelt.
6. In einer linksdemokratischen Republik ist Schluß damit, daß im makroökonomischen Preisskat sich ein paar wenige die Buben und Asse bereits
vor dem Spiel aus dem Stapel fischen.

Natürlich klingen viele Rezepte der Gysi- Visionäre einfach und widersprüchlich und natürlich war er selbst in Berlin gescheitert aber eine Regierung ist nun mal ein Ensemble und als solches muß es funktionieren.
Auch wäre es schön, wenn die Dirigenten des Orchesters sichtbar wären.




Punkt 5. entspricht eher einem rechten, als linken Wahlprogramm. Bei Langzeitarbeitslosen muß man entscheiden, wer ggf. über ein Eingliederungsprogramm (Weiterbildung und Teilzeitarbeit) wieder in reguläre Arbeit integriert werden kann oder als erwerbsunfähig berentet werden muß (ggf. mit einen Angebot, sich freiwillig ehrenamlich zu betätigen). Vor allem muß die erneute Entstehung von Arbeitslosigkeit durch einen Rechtsanspruch auf Arbeit und Ausbildung verhindert werden, wobei sich die Garantie auf Arbeit zu regulären Bedingungen (u.a. Entgelt) beziehen muß. Kommunalsklaverei (Ein-Euro-Jobs o.ä.) gehören verboten. Ein Grundeinkommen kann dabei Bestandteil des Rechtes auf Arbeit sein.



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#187

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 18.08.2015 08:42
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #186
Zitat von Hackel39 im Beitrag #185
Zitat von mucker82 im Beitrag #49
[quote=Heckenhaus|p483109]



5. Nicht vermittelbare Sozialgeldempfänger werden auf die Sektoren des Gemeinwesens verteilt, notfalls auch ohne Entgelt.

Natürlich klingen viele Rezepte der Gysi- Visionäre einfach und widersprüchlich und natürlich war er selbst in Berlin gescheitert aber eine Regierung ist nun mal ein Ensemble und als solches muß es funktionieren.
Auch wäre es schön, wenn die Dirigenten des Orchesters sichtbar wären.




Punkt 5. entspricht eher einem rechten, als linken Wahlprogramm. Bei Langzeitarbeitslosen muß man entscheiden, wer ggf. über ein Eingliederungsprogramm (Weiterbildung und Teilzeitarbeit) wieder in reguläre Arbeit integriert werden kann oder als erwerbsunfähig berentet werden muß (ggf. mit einen Angebot, sich freiwillig ehrenamlich zu betätigen). Vor allem muß die erneute Entstehung von Arbeitslosigkeit durch einen Rechtsanspruch auf Arbeit und Ausbildung verhindert werden, wobei sich die Garantie auf Arbeit zu regulären Bedingungen (u.a. Entgelt) beziehen muß. Kommunalsklaverei (Ein-Euro-Jobs o.ä.) gehören verboten. Ein Grundeinkommen kann dabei Bestandteil des Rechtes auf Arbeit sein.


Das ist eben die Kollision mit der Realität, wonach es wohl in keiner Gesellschaft gelingen wird, alle mitzunehmen und ich fürchte, daß es den linken Idealisten Sympathien kosten wird, wenn ihnen jene, denen geholfen werden soll die lange Nase zeigen.
Die bisherigen Versuche waren ja durchaus recht kreativ und hätten als Brücke in den Ersten Arbeitsmark funktionieren können, nur war die eben sehr wacklig und es läge mir fern jemanden in seiner Not über eine Brücke zu locken, über die ich selber nicht gehen würde, Stichwort: "Niedriglohn auf Dauer".
Oft wird von Betroffenen auch geäußert, daß bei Mißlingen der Überquerung (oder dem Auslaufen einer Maßnahme) unzumutbare bürokratische Vorgänge zu absolvieren sind, um zurück in die Grundsicherung zu kommen, das würde mich auch zermürben.
Ein Bekannter fuhr dieser Tage sechs Wochen lang als Erntehelfer Traktor und hat dabei schon mit Grauen an all die Unwägbarkeiten und Gefahren (lange Bearbeitungszeiten) des Antrags auf Sozialgeld gedacht, so etwas muß einfacher und weniger schikanös ablaufen, erst recht, wenn jemand bewiesen hat, daß er bei geeigneter Arbeit auch zur Stelle ist.
Mein Gedanke war aber bei denen, die überhaupt nicht wollen.
Hier wiederum kenne ich Personen, die ihre Unterhaltsschulden und den angeblich zu geringen Selbstbehalt vorschieben, wobei letzterer doch schon recht hoch ist und konventionelles (Zins)sparen sich sowieso nicht mehr lohnt (...und man das Geld auch zu Hause bunkern kann) und ich daraus schlußfolgere eben doch Druck auszuüben, sobald ein Bedarf besteht und bereits alles versucht wurde im Rahmen der von Dir angedeuteten Gesetze (Rechtsanspruch auf Arbeit) alle gesunden und leistungsfähigen Bürgern zu integrieren.
Die Linken müssen sich mit dieser unbequemen Wahrheit arrangieren, wenn sie glaubwürdig sein wollen haben aber auch ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen, Armutsrisiken zu vermeiden, wobei ich im Pkt. 5 mit notfalls ohne Entgelt natürlich über das Sozialgeld hinaus gehende Beträge meinte, jene Tätigkeiten aber durchaus Einfluß auf die Rentenhöhe haben müssen, deshalb wiederum sollen ja auch alle Einkunftsarten sozialabgabepflichtig sein, was wiederum bei positiver Beschäftigungssituation die Lohnnebenkosten verringern würde, es ist eben wie beschrieben ein Paket, das im Zusammenhang gesehen werden muß.



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#188

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 18.08.2015 15:21
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #187
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #186
Zitat von Hackel39 im Beitrag #185
Zitat von mucker82 im Beitrag #49
[quote=Heckenhaus|p483109]



5. Nicht vermittelbare Sozialgeldempfänger werden auf die Sektoren des Gemeinwesens verteilt, notfalls auch ohne Entgelt.

Natürlich klingen viele Rezepte der Gysi- Visionäre einfach und widersprüchlich und natürlich war er selbst in Berlin gescheitert aber eine Regierung ist nun mal ein Ensemble und als solches muß es funktionieren.
Auch wäre es schön, wenn die Dirigenten des Orchesters sichtbar wären.




Punkt 5. entspricht eher einem rechten, als linken Wahlprogramm. Bei Langzeitarbeitslosen muß man entscheiden, wer ggf. über ein Eingliederungsprogramm (Weiterbildung und Teilzeitarbeit) wieder in reguläre Arbeit integriert werden kann oder als erwerbsunfähig berentet werden muß (ggf. mit einen Angebot, sich freiwillig ehrenamlich zu betätigen). Vor allem muß die erneute Entstehung von Arbeitslosigkeit durch einen Rechtsanspruch auf Arbeit und Ausbildung verhindert werden, wobei sich die Garantie auf Arbeit zu regulären Bedingungen (u.a. Entgelt) beziehen muß. Kommunalsklaverei (Ein-Euro-Jobs o.ä.) gehören verboten. Ein Grundeinkommen kann dabei Bestandteil des Rechtes auf Arbeit sein.


Das ist eben die Kollision mit der Realität, wonach es wohl in keiner Gesellschaft gelingen wird, alle mitzunehmen und ich fürchte, daß es den linken Idealisten Sympathien kosten wird, wenn ihnen jene, denen geholfen werden soll die lange Nase zeigen.
Die bisherigen Versuche waren ja durchaus recht kreativ und hätten als Brücke in den Ersten Arbeitsmark funktionieren können, nur war die eben sehr wacklig und es läge mir fern jemanden in seiner Not über eine Brücke zu locken, über die ich selber nicht gehen würde, Stichwort: "Niedriglohn auf Dauer".
Oft wird von Betroffenen auch geäußert, daß bei Mißlingen der Überquerung (oder dem Auslaufen einer Maßnahme) unzumutbare bürokratische Vorgänge zu absolvieren sind, um zurück in die Grundsicherung zu kommen, das würde mich auch zermürben.
Ein Bekannter fuhr dieser Tage sechs Wochen lang als Erntehelfer Traktor und hat dabei schon mit Grauen an all die Unwägbarkeiten und Gefahren (lange Bearbeitungszeiten) des Antrags auf Sozialgeld gedacht, so etwas muß einfacher und weniger schikanös ablaufen, erst recht, wenn jemand bewiesen hat, daß er bei geeigneter Arbeit auch zur Stelle ist.
Mein Gedanke war aber bei denen, die überhaupt nicht wollen.
Hier wiederum kenne ich Personen, die ihre Unterhaltsschulden und den angeblich zu geringen Selbstbehalt vorschieben, wobei letzterer doch schon recht hoch ist und konventionelles (Zins)sparen sich sowieso nicht mehr lohnt (...und man das Geld auch zu Hause bunkern kann) und ich daraus schlußfolgere eben doch Druck auszuüben, sobald ein Bedarf besteht und bereits alles versucht wurde im Rahmen der von Dir angedeuteten Gesetze (Rechtsanspruch auf Arbeit) alle gesunden und leistungsfähigen Bürgern zu integrieren.
Die Linken müssen sich mit dieser unbequemen Wahrheit arrangieren, wenn sie glaubwürdig sein wollen haben aber auch ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen, Armutsrisiken zu vermeiden, wobei ich im Pkt. 5 mit notfalls ohne Entgelt natürlich über das Sozialgeld hinaus gehende Beträge meinte, jene Tätigkeiten aber durchaus Einfluß auf die Rentenhöhe haben müssen, deshalb wiederum sollen ja auch alle Einkunftsarten sozialabgabepflichtig sein, was wiederum bei positiver Beschäftigungssituation die Lohnnebenkosten verringern würde, es ist eben wie beschrieben ein Paket, das im Zusammenhang gesehen werden muß.


Die Mehrzahl der Langzeitarbeitslosen dürfte aus gesundheitlichen Gründen erwerbsunfähig bzw. soweit erwerbsgemindert sein, daß eine Berentung gerechtfertigt wäre. Durch die Abschaffung des H.IV-Rentenbeitrages verliert ein Arbeitsloser nach 25 Monaten H.IV den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente (Voraussetzung: in den letzten 5 Jahren müssen für 3 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt werden). Hier wäre also der Grund für eine Änderung des Rentenrechtes gegeben. Nach einer Berentung können ReHa-Maßnahmen (u.a. auch Suchttherapie), Weiterbildung/Umschulung, Beschäftigung in einer Behindertenwerkstatt, bei einfachen Fällen auch die Aufnahme eines Minijobs, eventuell innerhalb einiger jahre die Erwerbsfähigkeit (zumindestens teilweise) wiederherstellen. Die Jobcenter hätten solche Angebote auch machen müssen, versagen aber dabei.
In anderen Fällen wäre überhaupt nur eine Weiterbildung/Umschulung notwendig. Aufgrund der heutigen Arbeitsproduktivität sollte die Ausübung von Zwang (der häufig mehr kostet, als einbringt) gegenüber einem geringem Rest an Arbeitslosen besser unterlassen werden. Freiwillige Angebote mit Anreiz (Zuverdienste bzw. Wiedereinführung des ÖBS nach Berliner Modell)sind wesentlich sinnvoller. Darüberhinaus dürfen solche Versuche, Menschen in Arbeit zurückzuführen, weder dem allgemeinen Arbeitsmarkt schaden (Unterbietung von Tarifen), noch einen entwürdigenden Charakter haben (berufsfremde Schwer- oder Schmutzarbeit, die einer Rückkehr in den erlernten Beruf entgegensteht).

Wesentlich sinnvoller ist aus meiner Sicht deshalb die Überführung der steuerfinanzierten Sozialleistungen in ein bedingungsloses Grundeinkommen mit zweckmäßigen Zuverdienstregelungen und Freistellung von steuerfreien Aufwandsentschädigungen von der Anrechnung.



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#189

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 18.08.2015 15:38
von damals wars | 12.145 Beiträge

Nicht vermittelbare Sozialgeldempfänger wird es auf Grund des bedingunglosen Grundeinkommens gar nicht mehr geben.
Ein Problem weniger.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#190

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 18.08.2015 15:48
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #189
Nicht vermittelbare Sozialgeldempfänger wird es auf Grund des bedingunglosen Grundeinkommens gar nicht mehr geben.
Ein Problem weniger.


Und genau deswegen sollten sich die Arbeitsämter/Jobcenter auf sinnvolle und freiwillige Eingliederungsleistungen (sowohl in gesundheitlicher Richtung, als auch Weiterbildung/Umschulung) konzentrieren.



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#191

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 18.08.2015 15:58
von damals wars | 12.145 Beiträge

Spart man sich Arbeitsämter aller Art und fasst die Krankenkassen zusammen, bleibt genug Geld für ein bedingungsloses Grundeinkommen, ohne das Personal auf den Arbeitsämtern mit Dingen, die sie noch nie richtig konnten, zu überfordern.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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#192

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 18.08.2015 16:31
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #191
Spart man sich Arbeitsämter aller Art und fasst die Krankenkassen zusammen, bleibt genug Geld für ein bedingungsloses Grundeinkommen, ohne das Personal auf den Arbeitsämtern mit Dingen, die sie noch nie richtig konnten, zu überfordern.


Ob das dann dafür reicht, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall aber entstehen durch unnötige Bürokratie und Mehrfach-Verwaltungsebenen (wie z.B. die ....zig Krankenkassen) und vieles mehr enorme Kosten, die m.E. sicher in die Millarden gehen. Von den verschwendeten Geldern im staatlichen, landes- und kommunalen Bereich ganz zu schweigen.



zuletzt bearbeitet 18.08.2015 16:32 | nach oben springen

#193

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 22.11.2015 13:30
von Lutze | 8.034 Beiträge

Frau Merkel ist seit heute 10 Jahre Kanzlerin,
noch ein weiteres Jahr wird wohl nicht mehr dazu kommen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.11.2015 13:36 | nach oben springen

#194

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 22.11.2015 13:34
von Hanum83 | 4.732 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #193
Frau Merkel ist seit heute 10 Jahre Kanzlerin,
noch ein Jahr weiteres wird wohl nicht mehr dazu kommen
Lutze


Ich will zwar deine Hoffnung nicht zerstören, aber da werden wohl noch etliche dazukommen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#195

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 22.11.2015 13:40
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #194
Zitat von Lutze im Beitrag #193
Frau Merkel ist seit heute 10 Jahre Kanzlerin,
noch ein Jahr weiteres wird wohl nicht mehr dazu kommen
Lutze


Ich will zwar deine Hoffnung nicht zerstören, aber da werden wohl noch etliche dazukommen.


da bin ich auch drauf gespannt ,ob sie nach 2017 die erneute Auswahl ist ,aber vlt. werden ja bis dahin noch einige Pergolas gebaut !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#196

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 22.11.2015 14:33
von Hanum83 | 4.732 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #195
Zitat von Hanum83 im Beitrag #194
Zitat von Lutze im Beitrag #193
Frau Merkel ist seit heute 10 Jahre Kanzlerin,
noch ein Jahr weiteres wird wohl nicht mehr dazu kommen
Lutze


Ich will zwar deine Hoffnung nicht zerstören, aber da werden wohl noch etliche dazukommen.


da bin ich auch drauf gespannt ,ob sie nach 2017 die erneute Auswahl ist ,aber vlt. werden ja bis dahin noch einige Pergolas gebaut !

MfG Fritze




So lange sie weiter nur von ihren Hofschranzen und Speichelleckern umgeben ist schafft sie sicherlich nochmal die Kanzlerschaft, den Gabriel will ja nun bestimmt die Mehrheit gleich gar nicht.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
LO-Wahnsinn und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#197

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 22.11.2015 14:38
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

"Wir sehen uns zu diesem Thema wieder", so Minister Seehofer an Kanzlerin Merkel, die wie ein bepißter Pudel mit gequälten Lächeln fassungslos daneben steht, eine Ansage, die oft der Prüfer seinem durchgefallenen Aspiranten mit auf den Weg gibt.
Was mag sie da gedacht haben und wäre sie überhaupt zu einer Gegenwehr in der Lage gewesen, wenn es das Protokoll zugelassen hätte ?
Das Gelächter nach Seehofers Spitze gab ihr wohl den Rest, keine Spur von Nachdenklichkeit, Ernst und Lösungswillen bei der Parteischwester, es war Punktesammeln angesagt wie beim Normaeinkauf.
Es zeigt aber auch, wie weit die politische Führung im Bayernland auch bereit ist, diesem Thema den Burgfrieden zu opfern, es ist ja nicht so, daß sie gar nichts riskieren, Seehofer hat bei der anschließenden Wahl auch seine Klatsche bekommen.
Frau Merkel hat bei der Flüchtlingskrise versagt, will es aber nicht wahr haben, was also tun ?
Hinschmeißen ? Dazu ist es noch nicht schlimm genug, mit den richtigen Maßnahmen und ausreichendem weltpolitischen Gewicht und verläßlichen Partnern im Ausland könnten die Dämme noch mal halten.
Was würde Kanzler Seehofer denn anders machen um das Kind aus dem Brunnen zu fischen ?



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#198

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 22.11.2015 14:40
von marc | 571 Beiträge

Zum Nachschauen die Abkanzelung von Frau Bundeskanzlerin Dr.Merkel durch den Schwesterparteivorsitzenden Seehofer beim CSU-Parteitag.
Bei einigen Passagen sehe ich ein Grinseansatz in Merkels Gesicht, was auch immer das bedeuten mag?!

http://www.youtube.com/watch?v=1qzH2SGd1...be_gdata_player

@Hackel39 war schneller



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.11.2015 14:43 | nach oben springen

#199

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 22.11.2015 14:47
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von marc im Beitrag #198
Zum Nachschauen die Abkanzelung von Frau Bundeskanzlerin Dr.Merkel durch den Schwesterparteivorsitzenden Seehofer bein CSU-Parteitag.
Bei einigen Passagen sehe ich ein Grinseansatz in Merkels Gesicht, was auch immer das bedeuten mag?!

http://www.youtube.com/watch?v=1qzH2SGd1...be_gdata_player

@Hackel39 war schneller


Eine Kanzlerin, die das Abkanzeln mit Fassung trägt, die Fortsetzung wird spannend, was aber nicht passieren wird ist, daß sie auf gleichem Niveau zurück schlägt, genau deshalb ist sie schon so lange im Amt.
Wenn wir im Zugbetrieb unterwegs wären, hätten wir uns jetzt auf der Weiche getroffen, so war es aber nur eine Parallelfahrt der Gedanken....



marc und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.11.2015 17:20 | nach oben springen

#200

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 22.11.2015 14:50
von Hanum83 | 4.732 Beiträge

Für Merkel ist doch der Seehofer eigentlich nur ein Kasper dem sie wohlwollend seine Kaspereien für seine bayerischen Wähler zugesteht.
Wir nehmen den wohl alle für zu wichtig.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 22.11.2015 14:51 | nach oben springen


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5 20.05.2009 19:16goto
von manudave • Zugriffe: 1242

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