#101

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 20:04
von Freienhagener | 3.855 Beiträge

Dazu habe ich ein anschauliches Beispiel:
Im Heizwerk haben wir als Lehrlinge Kohlereste zurück aufs Förderband geschaufelt, nach Feierabend, als Nebenverdienst.
Die Drecksarbeit hat die Stammbesatzung nicht machen müssen. Die haben uns beaufsichtigt, auch in abgeteilten Bereichen hinter Glas. Daher der zusätzliche Arbeitskräftebedarf.
(das hat nichts damit zu tun, daß wir das Geld gern nebenbei verdienten).


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 06.08.2015 20:08 | nach oben springen

#102

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 22:21
von Hanum83 | 4.667 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #96
Zitat von Hanum83 im Beitrag #92
Zitat von DoreHolm im Beitrag #90
Zitat von Hanum83 im Beitrag #88
Die demokratischen linken als Alternative und hier eventuell Frau Wagenknecht.
"Demokratische Linke" beißt sich ja schon mal von Grund auf, denn der Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur.
Anders kann man ja gar nicht die Marktwirtschaft auf die Planwirtschaft umstellen mit den notwendigen Enteignungen.

Ich glaube die linken binden den Leuten einfach einen Bären auf mit ihrem demokratischem Getue weil sie so an westdeutsche Wahlstimmen wollen.
Ob so was nun unbedingt die Basis für ehrlichere Politik ist, also eine Alternative, ich bezweifele das.
Die Fans aus DDR-Zeiten kann man schon verstehen, früher war die Welt einfacher gestrikt, das Politbüro dachte und das Fußvolk durfte ausführen, für einfache Gemüter schon eine praktische Sache wenn dabei noch ein garantierter Arbeitsplatz rumkommt, egal in welcher runtergwirtschaften Fischelbude auch immer.


Grün: Angenommen, Gemeineigentum an PM wäre die vorherrschenden Besitzverhältnisse, von ein paar privaten mittelständischen Betrieben, Handwerkern, Selbständige u.s.w. abgesehen. Realos unter den Linken und das trifft auf die Ostlinken im Allgemeinen und Frau W. im Besondern zu, wissen genau, daß auf einem Sozialismus lt. Definition für lange Sicht keine Überlebenschance besteht. Was würde eine politische Führung (muß ja nicht eine SED sein) eigentlich daran hindern, die Rahmenbedingungen für ein marktwirtschaftliches Wirtschaften der Betriebe vorzugeben ? Nichts ! Ich hatte, obwohl SED-Mitglied, mir damals so manchmal gewünscht, daß es mehr Marktwirtschaft gegeben hätte, mehr leistungsgerchte Entlohnung, mehr Anreiz für bedeutende Leistungen und Verantwortung, aber deutlicherer Konsequenzen bei Mißbrauch und Versagen, weniger Nachsicht für Bummelanten. 1 - 3% offizielle Arbeitslosigkeit wären für mich damals durchaus o.k. gewesen. Da müßte der Kaderleiter nicht gegen 9 Uhr zur Wohnung eines Bummelanten fahren und ihn bitten, er möge doch zur Arbeit kommen da er gebraucht wird. So mehrfache Praxis damals in unserer Firma. 130% Normerfüllung bei ca. 5,5 h tatsächlicher Arbeitszeit. Soll ich noch was sagen ? Klar kann bei einer solchen "Sozialpolitik" das nicht lange gut gehen und das weiß Frau Wagenknecht.
Du sagst: "Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur". Wenn du darunter verstehst, daß Unternehmer daran gehindert werden, Steuern zu hinterziehen, sich arm zu rechnen, durch Massenentlassungen den Aktionären und Vorständen traumhafte Gewinne zu ermöglich und vor allem, Druck auf die Regierung auszuüben, "Heuschrecken"zuzulassen und nur der Profitmaximierung wegen in D gut gehende Betriebe in´s Ausland zu verlagern, ja, dann hast du natürlich recht mit Diktatur.
Jeder der das verneint hat damals bei ML nicht richtig zugehört.



Sozialismus/Kommunismus schließt die Marktwirtschaft, ich schreib es jetzt mal so, gesetzsmäßig aus und das kann man sich nicht zurechtzimmern mit einem höheren Anteil Gemeineigentum und ein wenig noch geduldete Privatwirtschaft die dann wieder auf Zuweisungen von Mitteln aus der Planwirtschaft angewießen wäre, wie das lief wissen wir doch, ist Wischiwaschi, so eine Art Feigenblatt um die marxschen Theorien etwas abzuschwächen und sie somit auch dem Mittelstand/Bürgertum schmackhaft zu machen.
Die sozialistische Alternative wäre zu 100% wieder auf diktatorische Säulen gestellt, geht ja gar nicht anders wenn man wieder zu einem alleinig bestimmenden Gremium nach Art eines ZK/Politbüros zurückkehrt nach der gescholtenen parlamentarischen Demokratie.
Wenn man den Sozialismus/Kommunismus nach Marx/Lenin richtig haben will muss man schon ehrlich sein was die Menschen da zu erwarten haben und ihnen nicht mit irgendwelchem Demokratie-Gelaber die Augen austräuchen.
Das wäre die berühmte revolutionäre Umwälzung wo auch mal paar/etliche an die Wand gestellt würden wie bei Revolutionen nun mal üblich.
Jeder der das verneint hat damals wohl bei ML nicht richtig zugehört.




Grün: Es scheint, wir haben da unterschiedliche Vorstellungen von Sozialismus und Marktwirtschaft. Löse Dich doch mal von dem, was Du als "real existierenden Sozialismus" erlebt hast. Und was heißt hier NOCH geduldete wenige Privatwirtschaft ? Das weiß die Linke auch, einschl. S.W., daß Privateigentum und reiche Unternehmer (zumindest für Normaloverhältnisse sehr reich) noch sehr,sehr lange neben dem Gemein- oder genossenschaftlichen Eigentum an PM existieren werden. Vor längerer Zeit hatten wir hier schon mal erörtert, warum es neben der Ignorierung ökonomischer Gesetze auch wegen der gravierenden Fehleinschätzung menschlicher Verhaltens- und Denkweisen nicht mit dieser Spielart eines Sozialismus klappen konnte. Die sich in hunderttausenden von Jahren herausgebildeten Verhaltensweisen des Menschen. Der "Neue Mensch" und "das Sein bestimmt das Bewustsein", der Kommunist, der ganz uneigennützig für das Allgemeinwohl schafft. Kann man für die nächsten ...zigtausend, eher noch ...hunderttausend Jahre vergessen. Und das wissen die Linken, die sich ausführlich mit der Geschichte und vor allem den Fehlern der Ideologie in der DDR beschäftigt haben.
Du bringst jetzt wieder die Planwirtschaft in´s Spiel ? Ging es nicht darum, daß eine Gesellschaft, in der die sozus. "systemrelevanten" Firmen und Einrichtungen (Großindustrie, Banken, Versicherungen, private Krankenkassen, Hauptversorger u.s.w.) sich in Gemeineigentum befinden, durchaus marktwirtschaftlich handeln kann ? Ob Du das Sozialismus nennst oder anders, ist hier völlig nebensächlich, entscheidend sind die vornehmlichen Besitzverhältnisse an PM. Und was heißt hier Planwirtschaft ? Auch kapitalistische Betriebe planen. Sie planen ihren Umsatz, ihr Gewinnziel, ihren voraussichtlichen Rohstoffbedarf, ihre Kostenentwicklung u.s.w. Ich kann dir sagen, wie wie wir uns als Techniker und Verkäufer jeden Sommer den Kopf zerbrochen haben, wie wir jedesmal die Ziele für das kommende Jahr formulieren mußten und dann daran festgenagelt wurden. Das war ein Spagat, oft mit heißer Nadel gestrickt.Und das war eine alteingesessene westdeutsche mittelständische Firma und kein neureicher ehemaliger Betriebsdirektor aus DDR-Zeiten. Ein bischen mehr "Planwirtschaft" in dieser Gesellschaft würde nicht schaden, wenn ich nur daran denke, wie in der Volksbildung am tatsächlichen zu erwartenden Bedarf vorbei ausgebildet wird, Umschüler für etwas qualifiziert werden, bei dem sie überhaupt keine Chance haben, daß sie mal in diesem Beruf nachgefragt werden, nur um sie aus eine Weile aus der Statistik raus zu haben u.v.m. Es muß auch nicht jeder um Teufel komm raus Abi machen.
Weiter: Wieso muß automatisch eine Gesellschaft (ich benutze hier mal absichtlich nicht den Begriff Sozialismus, damit du nicht gleich zu machst)
aus einem Allmachtsgremium bestehen und dazu noch allmächtige Partei ?
Und letztlich zu Rot: Genau deshalb bin ich bei Fachschulstudium im Fach Staatsbürgerkunde haarscharf an einer "5" vorbeigeschrammt, weil ich eben das geschrieben habe. Ich bezog mich damals auf die ersten Jahre nach der Oktoberrevolution und die Verfahrensweisen der Tscheka. Was nicht heißt, daß ich das in diesem Umfang gebilligt hätte, aber damit ausdrücken wollte, daß bewaffneter Konterrevolution mit ihren Überfällen, Sabotagen und Morden damals nicht anders als ebenfalls mit Gewalt zu begegnen war. Das hätte mir eben beinahe eine "5" eingebracht. Das wollte der Stabü-lehrer wohl so nicht geschrieben sehen und das hat er mir auch so gesagt.



Wir fabulieren und bauen uns eine eigene Sicht auf Marx, quasi die moderne, angenehmere.
So geht das nicht, wenn schon denn schon, also straff nach den Lehren der Klassiker, denn wenn die ausgelegt werden wie jeder es für sich für richtig erachtet, naja, braucht man ja die Klassiker nicht mehr und jeder ist sein eigener kleiner Oberphilosoph.
Ich machde nicht zu wenn die Begrifflichkeit Sozialismus fällt, warum denn, habe mir ja über die Sache lange Gedanken gemacht.
Im Ergebnis der Gedanken bin ich, ganz für mich, zu dem Schluss gekommen das eines Tages wohl wirklich nur noch diktatorische Strukturen die Menschheit an der Existenz halten werden, wie die sich dann nennen, wer weiß, ich vermute eher die Tendenz zum Faschismus.
Hoffe das wenigstens meine Enkel noch davon verschont bleiben.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 22:35
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Hanum83, Ich will nicht den ganzen Text hier runterholen, deshalb nur kurz zur zweiten und dritten Zeile von Dir. Die Marx´schen und Engels´schen Lehren sind die ganze Zeit über von allen möglichen Leuten verschieden interpretiert worden. Auch Lenin hatte zum Ablauf des Übergangen vom Kapitalismus zum Kommunismus (Marx hatte sicher drunter etwas anderes verstanden, als was heute hineininterprtiert wird) in der zeitfrage andere Ansichten. Was aber m.E. immer noch gültig ist, daß sind die Erkenntnisse, wie Kapitalismus funktioniert.
Auch dürfte klar sein, daß Marx damals vor über 1 1/2 Jahrhunderten vom damaligen Zustand ausging, in dem es wirklich für die Arbeiter nicht nur in Europa dank der gnadenlosen Ausbeutung oft um die blanke physische Existenz ging, was heute nicht gegeben ist, zumindest auf absehbare Zeit wohl nicht sein wird.



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#104

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 10:12
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #99


Auch im Verwaltungs-Wasserkopf, aber vor allem in Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung ersetzte ab 1990 eine Arbeitskraft mehrere frühere.


Ich kann mich nicht erinnern, daß im Finanzwesen (Ämter und Behörden), in der Krankenkasse (es gab lediglich eine)
oder anderswo im ÖD unnötige Personalbestände existierten. Es war alles sehr vereinfacht und überschaubar.
Gleiches galt für Handwerkskammern, Versicherungen, Banken, Berufsgenossenschaften, Urlaubskassen und sonstige
Schmarotzerinstitutionen, die es ursprünglich gar nicht gab oder die nur sehr vereinfacht existierten, seit der Einheit jedoch vom
Bürger/Unternehmer ernährt werden müssen, weil sie aufgebläht und uns aufdiktiert wurden. .
Nach der Wende bzw. Übernahme schossen Bürobauten aus dem Boden, FA entstanden komplett neu und groß,
Beispiel für mich war damals Strausberg Nord, kompletter Neubau, oder Frankfurt/O., wo das FA plötzlich Teile einer ehem.
Kaserne bevölkerte. Die Rentenversicherungen bauten sich Paläste, wo es zuvor einfacher mit weit weniger Aufwand ging,
Die Kreisverwaltungen platzten plötzlich aus allen Nähten, Beispiel Seelow, es wurde neu- und angebaut. Banken bauten Niederlassungen
die erahnen ließen, wohin das Geld fließt.
Steuerberater kamen wie die Pest übers Land, was früher ein Rechnungsbüro kostengünstig erledigte, beackerte zukünftig ein möglichst westlicher
Steuerberater nebst üppigem Gefolge und permanent steigenden Kosten. Eine leider notwendige Folge des bundesdeutschen Bürokratie- und Vorschriftenmonsters.

Wenn jetzt jemand behaupten sollte, ich würde übertreiben, es sind eigene Erfahrungen aus meiner Selbständigenzeit, die von 1984 (DDR)
bis 2003 (BRD) dauerte. Ich habe also beide Systeme kennen- und teilweise auch hassen gelernt.

Daß z.B. im Handwerk eine AK mehrere ersetzen könnte, das soll mir erst einmal jemand vormachen. niemand kann doppelt schaffen.
In meinem Handwerk (Maler) habe ich niemanden kennengelernt, der vor der Wende zehn Fenster strich, hinterher 20. Und auch niemanden, der zuvor 3 Zimmer tapezierte, nach der Einheit 6. Das sind platte polemische Phrasen, die gern von westlichen Medien aufgegriffen werden.
Ich staune, trotz Sommerloch in diesem Jahr noch nicht, kann aber noch kommen.
Im Handel erfolge einiges an Veränderungen durch neue Verkaufsformen, Dienstleistungen aus der DDR kenne ich kaum, verdoppelt konnte aber auch dort keine Leistung werden. Die Industrie wurde weitgehend beerdigt, dank Treuhand.
Einzig die Landwirtschaft, ist mir in Erinnerung, konnte wirklich Personal entbehren, was dann auch geschah.

Soviel dazu, daß nach der Wende eine Arbeitskraft mehrere ersetzte.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
1941ziger hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.08.2015 10:23 | nach oben springen

#105

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 12:14
von Freienhagener | 3.855 Beiträge

Das ist eine Tatsache und läßt sich nicht wegreden.
Seitens der Arbeitsmedizin und der Gewerkschaften wird die übermäßige Arbeitsbelastung aus diesem Grund immer wieder beklagt.

Ausgangspunkt war aber der ständige Arbeitskräftebedarf in der DDR. Erklärst Du den anders, als daß pro Arbeitskraft weniger gemacht wurde?

Immerhin gab es im Westen selbst in wirtschaftlich besten Zeiten immer Arbeitslose. Das selbstverständlich, weil dem Beschäftigten viel "aufgehalst" wurde, während Andere zum Nichtstun verurteilt waren/werden.

Wer sich auskennt, der weiß daß Arbeitsplatzabbau immer die erste Option beim Sparen ist. Die Arbeit wird deswegen nicht weniger, sondern muß vom Rest erledigt werden.

Wird Arbeitslosigkeit politisch ausgeschlossen, entwickeln sich die Arbeitskräfte entgegengesetzt.

Daß dies im privaten Handwerk nicht funktionierte, ist klar.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 07.08.2015 12:20 | nach oben springen

#106

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 12:57
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #105


Ausgangspunkt war aber der ständige Arbeitskräftebedarf in der DDR. Erklärst Du den anders, als daß pro Arbeitskraft weniger gemacht wurde?


Über den angeblichen Arbeitskräftebedarf kann ich nicht fabulieren.
Fakt ist, im Handwerk/Bauwesen wurde auch damals NICHT weniger gearbeitet, wie ich nach 1990 feststellen
mußte (im Muschterländle ), wo ich ab 2003 arbeitete. Teilweise waren die Tagesleistungen in der DDR
sogar weit höher als das, was ich in Baden-Württemberg erlebte.
Diese Beobachtung machte nicht nur ich, sondern auch andere Pendler oder Übersiedler.
Keiner mußte seine Arbeitsweise oder sein Arbeitstempo nach oben korrigieren, oft war das Gegenteil der Fall.

Zitat
Daß dies im privaten Handwerk nicht funktionierte, ist klar

.
Ich habe 1966 meine Lehre in einem VEB begonnen und in genau diesem größeren ostberliner Betrieb dann bis August 1984
mein Geld verdient, mit Arbeit, und zwar mit richtiger Arbeit.

Frage ? Hast du eigene praktische Erfahrungen oder Zahlen zu den täglichen Arbeitsleistungen von Handwerk oder Bau auf beiden
Seiten oder ist das alles Halbwissen aus irgend welchen Publikationen ?
Was da seit Jahren alles zu Papier gebracht wird ist oft haarsträubend.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

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— Abraham Lincoln –
.
zuletzt bearbeitet 07.08.2015 12:57 | nach oben springen

#107

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 13:12
von mucker82 | 236 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #106
.........................
Keiner mußte seine Arbeitsweise oder sein Arbeitstempo nach oben korrigieren, oft war das Gegenteil der Fall.


.



Der war gut!
Ging ja schon wegen Materialmangel garnicht. Oder habt ihr anstatt mit Farbe einfach mit Wasser weiter gestrichen?


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#108

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 13:53
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #107
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #106
.........................
Keiner mußte seine Arbeitsweise oder sein Arbeitstempo nach oben korrigieren, oft war das Gegenteil der Fall.


.

Der war gut!
Ging ja schon wegen Materialmangel garnicht. Oder habt ihr anstatt mit Farbe einfach mit Wasser weiter gestrichen?



Immer schön gründlich lesen @mucker82 !
Vor dem zitierten Satz standen noch zwei andere. Von Materialmangel im Musterländle stand da nichts.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#109

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:16
von mucker82 | 236 Beiträge

"Von Materialmangel im Musterländle stand da nichts."


Eben, jener Materialmangel war aber in der DDR allgegenwärtig und im Verbund mit schlechterer Technik, gepaart mit einem etwas gelassenerem Arbeitsstil kam dann eben weniger raus.
Pausenzeiten wurden flächendeckend überzogen und wenns mal Bananen im Konsum gab stand die Anlage auch schon mal still oder der Pinsel blieb im Farbtopf.


zuletzt bearbeitet 07.08.2015 14:18 | nach oben springen

#110

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:25
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von mucker82 im Beitrag #109
"Von Materialmangel im Musterländle stand da nichts."


Eben, jener Materialmangel war aber in der DDR allgegenwärtig und im Verbund mit schlechterer Technik, gepaart mit einem etwas gelassenerem Arbeitsstil kam dann eben weniger raus.
Pausenzeiten wurden flächendeckend überzogen und wenns mal Bananen im Konsum gab stand die Anlage auch schon mal still oder der Pinsel blieb im Farbtopf.


Alles klar, ein Koch erklärt die Fertigungsmethoden in Industriebetrieben, wie war das denn nun genau mit der "rollenden Woche" und am Fließband?
Micha


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#111

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:28
von mucker82 | 236 Beiträge

Nun ja , die Anwesenheit bzw. Anwesenheitszeiten sagen nun einmal wenig über die Arbeitsproduktivität aus.
Wieviel Prozent der DDR Werktätigen waren denn am Fließband tätig?


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#112

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:33
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #109
"Von Materialmangel im Musterländle stand da nichts."


Eben, jener Materialmangel war aber in der DDR allgegenwärtig und im Verbund mit schlechterer Technik, gepaart mit einem etwas gelassenerem Arbeitsstil kam dann eben weniger raus.
Pausenzeiten wurden flächendeckend überzogen und wenns mal Bananen im Konsum gab stand die Anlage auch schon mal still oder der Pinsel blieb im Farbtopf.


Um diese Erkenntnis ging es doch gar nicht.
Im Beitrag von @Heckenhaus ging es um den Vergleich von Arbeitstempo bzw. Arbeitsweise zu Vor- und Nachwendezeiten und nicht um Materialmangel und Bananen im Konsum.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#113

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:37
von mucker82 | 236 Beiträge

"...............Teilweise waren die Tagesleistungen in der DDR
sogar weit höher als das, was ich in Baden-Württemberg erlebte.
Diese Beobachtung machte nicht nur ich, sondern auch andere Pendler oder Übersiedler.
Keiner mußte seine Arbeitsweise oder sein Arbeitstempo nach oben korrigieren, oft war das Gegenteil der Fall."




Nein , es ging um den Vergleich von Arbeitsproduktivität in Ost- und Westdeutschland.


zuletzt bearbeitet 07.08.2015 14:39 | nach oben springen

#114

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:45
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #113

"...............Teilweise waren die Tagesleistungen in der DDR
sogar weit höher als das, was ich in Baden-Württemberg erlebte.
Diese Beobachtung machte nicht nur ich, sondern auch andere Pendler oder Übersiedler.
Keiner mußte seine Arbeitsweise oder sein Arbeitstempo nach oben korrigieren, oft war das Gegenteil der Fall."


Nein , es ging um den Vergleich von Arbeitsproduktivität in Ost- und Westdeutschland.


@mucker82 , schön dass Du den Text von @Heckenhaus nochmal kopiert hast. Da können wir beide mal den Begriff Arbeitsproduktivität suchen.
Irgendwie bringst Du hier was durcheinander.
Versuche mal Arbeitskraft, Produktionsmittel und Produktionsgegenstand (hast Du sicher mal gelernt) in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen.


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#115

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:52
von mucker82 | 236 Beiträge

Das kannst Du für Dich gerne tun.
Mir langt meine Erfahrung , und die war dahingehend , daß nach der Wende erst einmal in vielen VEBs die Matratzenlager der Nachtschichten und alten Sessel von den Wohnungsauflösungen aus den Werkstätten rausgeräumt wurden.
Da beispielsweise die Wartezeiten auf Material entfielen und plötzlich durchgehend gearbeitet werden mußte.


zuletzt bearbeitet 07.08.2015 14:57 | nach oben springen

#116

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:58
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #115
Das kannst Du für Dich gerne tun.
Mir langt meine Erfahrung , und die war dahingehend , daß nach der Wende erst einmal in vielen VEBs die Matratzenlager der Nachtschichten und alten Sessel von den Wohnungsauflösungen in den Werkstätten rausgeräumt wurden.
Da die Wartezeiten auf Material entfielen und durchgehend gearbeitet werden mußte.


Nun fang mal nicht an abzulenken und die alten, x-mal hier durchgekauten Kamellen hervorzuholen.
Musst schon in der Spur bleiben, sonst landen wir am Ende bei der Überschrift "merkel will nochmal". Frage ich nur, was will sie nochmal?
So manches würde ich ihr gönnen.


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#117

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:58
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #107
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #106
.........................
Keiner mußte seine Arbeitsweise oder sein Arbeitstempo nach oben korrigieren, oft war das Gegenteil der Fall.


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Der war gut!
Ging ja schon wegen Materialmangel garnicht. Oder habt ihr anstatt mit Farbe einfach mit Wasser weiter gestrichen?



Dieser Beitrag von dir beweist völlige Unkenntnis der Materialsituation in meinem Beruf, laß es besser.

.


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
seaman und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.08.2015 14:59 | nach oben springen

#118

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 14:59
von mucker82 | 236 Beiträge

Tja Heckenhaus , es waren nun mal nicht alle Maler in der DDR.
Das war auch nicht zu übersehen.
Die Maler die ich kannte , waren seeeehr gelassen bei ihrer Tätigkeit.


zuletzt bearbeitet 07.08.2015 15:01 | nach oben springen

#119

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 15:04
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #118
Tja Heckenhaus , es waren nun mal nicht alle Maler in der DDR.
Das war auch nicht zu übersehen.
Die Maler die ich kannte , waren seeeehr gelassen bei ihrer Tätigkeit.


Hast Du ein paar Entenrezepte für mich?

seaman


zuletzt bearbeitet 07.08.2015 15:04 | nach oben springen

#120

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 07.08.2015 15:05
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #118
Tja Heckenhaus , es waren nun mal nicht alle Maler in der DDR.
Das war auch nicht zu übersehen.
Die Maler die ich kannte , waren seeeehr gelassen bei ihrer Tätigkeit.


Du auf keinen Fall, und deine DDR-Erfahrung hast du dir im Jugendlichen Alter selbst zusammengedichtet.
Du scheinst seeehr viele Maler zu kennen, welchen Job hast du nun ?
Schreib lieber über die Kartoffelsituation in der DDR.


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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

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