#81

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 05.08.2015 22:24
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #78
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil:


Zitat aus:

Sahra Wagenknecht
Marxismus und Opportunismus - Kämpfe in der Sozialistischen Bewegung gestern und heute

>>>(...) Und was immer man - berechtigt oder unberechtigt - gegen die Stalin-Zeit vorbringen mag, ihre Ergebnisse waren jedenfalls nicht Niedergang und Verwesung, sondern die Entwicklung eines um Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Großmacht währ end eines weltgeschichtlich einzigartigen Zeitraums; damit die Überwindung von Elend, Hunger, Analphabetismus, halbfeudalen Abhängigkeiten und schärfster kapitalistischer Ausbeutung; schließlich der über Hitlers Heere, die Zerschlagung des deutschen und europäischen Faschismus sowie die Ausweitung sozialistischer Gesellschaftsverhältnisse über den halben europäischen Kontinent. (...)<<<

http://www.glasnost.de/pol/wagen.html




Und was willst Du damit sagen ? Etwa, daß S.W. die tatsächlich verübten millionenfachen Morde an vermeintlichen Feinden des Kommunismus gutheißt oder beschönigt ? Du hast ganz recht, wer lesen kann ist klar im Vorteil und bei Dir habe ich da mittlerweile meine Zweifel, insbesondere was das verstehende Lesen betrifft. Willst Du abstreiten, daß die SU nach dem Bürgerkrieg einen bedeutenden gesellschaftlichen Sprung in jeder Hinsicht gemacht hat, auch wenn es hätte besser gemacht werden können ? Wo hatten sie Beispiele, an denen sie sich orientieren konnten ? Du scheinst keine Vorstellung darüber zu haben, wie es den gemeinen Russen zur Zarenzeit ging. Jetzt komme mir aber bitte nicht mit dem Vorhalt, daß ich ja auch nicht damals dort gelebt habe.



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#82

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 05.08.2015 22:34
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #65
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
[quote] Bist Du schon so weit nach rechts abgedriftet ? Übrigens, schau Dir mal den Link unter Google " Verschwörungstheorien Lenin und sein jüdischer Urgroßvater" aus der Süddeutschen Zeitung an. Da ist analysiert, warum bei verbrecherischen Handlungen oder auch bloß bei politischen Gegnern nach einer jüdischen Abstammung gesucht wird.

ach lass mich doch mit deinem Gesülze in Ruhe. Werd glücklich mit deiner kommunistischen Idee. Die Geschichte ist über dieses längst hinweggerollt. Was hier noch läuft sind die Nachhutgefechte der Gefrusteten und Enttäuschten. Mit deinen billigen Argumenten setze ich mich noch nicht mal mehr auseinander. out and over.


Ganz meinerseits. Ein klares Wort, trifft voll meine Ansichten. Nur schade, daß wir beide die gesellschaftliche Entwicklung höchstens noch wenige Jahrzehnte bewußt miterleben können. Vielleicht auch gut so. Auf einen Bürgerkrieg oder gar WW III habe ich nämlich wenig Lust. Nur soviel zu "Nachhutgefechte der Gefrusteten und Enttäuschten". Als Rentner mit (noch) gesicherten üppigen Bezügen ist es ja einfach, über die Lage der noch arbeiten Müssenden zu schwadronieren.



SEG15D hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.08.2015 22:34 | nach oben springen

#83

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 05.08.2015 22:50
von Grenzläufer | 1.767 Beiträge

"bedeutenden gesellschaftlichen Sprung"

Es ist doch immer wieder erstaunlich und erschreckend welch starres ideologisches Denken manche Forenmitglieder hier so an den Tag legen.






>>>Die Gesamtzahl der Opfer aus dieser Zeit ist nicht bekannt und schwer zu verifizieren, Schätzungen von Historikern reichen von mindestens etwa 3 Millionen Toten bis hin zu weit über 20 Millionen.<<<

https://de.wikipedia.org/wiki/Stalinsche_S%C3%A4uberungen



mucker82 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#84

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 05.08.2015 23:00
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #55
Zitat von DoreHolm im Beitrag #52
Zitat von Gert im Beitrag #47
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #45
Zitat von DoreHolm im Beitrag #41

Also mucker82, erst mal lesen und vor allem VERSTEHEN, dann sich darüber auslassen.


Das gilt auch für alle anderen Zweifler, Besserwisser, prinzipiellen Anti-Linken.
Die Kost ist kein Micky Maus Heft, auch kein Produkt der Boulevard-Presse, sondern eine tiefergehende Abhandlung, die nicht
in jedem Kopf Zugang findet.
Einer Volkswirtin und Publizistin traue ich weit mehr Regierungskompetenz in Politik und besonders zum Thema Wirtschaft zu als
einer nach oben gereichten Physikerin mit nach wie vor ungeklärter Vergangenheit.


@Heckenhaus, die Linken können es doch nicht haben sie doch schon zigmal bewiesen, zur Zeit sind sie in Griechenland dabei zu dilletieren.
Damit ist nicht automatisch zu verstehen, dass die bürgerlichen es alle können, nur letztere haben wesentlich weniger Fehlversuche.



Grün: Und die Fehlversuche endeten zwei mal im vorigen Jahrhundert in den beiden Weltkriegen. Abgesehen von den zahlreichen kleineren regionalen Kriegen, die Kolonialkriege der Kolonialstaaten eingerechnet, in denen es letztendlich um Erlangung oder Absicherung von Privatgewinnen ging und weiterhin gehen wird. Aber wie ging es noch in einer Strophe der aufständischen Bauern im Mittelalter, was ebenso auch auf heutige vorerst gescheiterten Versuche einer gerechteren Gesellschaft durch linke Kräfte zutrifft: "....unsere Enkel fechten´s besser aus ...."



wennn du soweit zurückgehst, dannn wollen wir doch mal die 80 Millionen Ermordeten des Kommunismus nicht vergessen, das sind Ströme von Blut die auf den jüdischen Erfinder des Kommunismus Karl Marx und seine jüdischen Vollstrecker Lenin,Trotzki, Berija und co zurückzuführen sind. Die sind nicht zu toppen in der Weltgeschichte. Nachzulesen im Schwarzbuch des Kommunismus. Alles belegt , keine Erfindungen, Gulags hat es wirklich gegeben.



@Gert, das von Dir genannte "Schwarzbuch des Kommunismus", ISBN 3-492-0405-5 gibt so Einiges her was Dir in die Karten spielt.
Nur wenn ich ab Seite 395 lese, Teil 3 unter dem Titel "Das übrige Europa als Opfer des Kommunismus" und dann weiterlese ist man schon geneigt
Landkarten zu verändern Nur um Mistversändnissen vorzubeugen, wir reden doch hierrüber, oder.
Micha

Angefügte Bilder:
Schwarzbuch.jpg

zuletzt bearbeitet 06.08.2015 00:48 | nach oben springen

#85

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 05.08.2015 23:03
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #65
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
[quote] Bist Du schon so weit nach rechts abgedriftet ? Übrigens, schau Dir mal den Link unter Google " Verschwörungstheorien Lenin und sein jüdischer Urgroßvater" aus der Süddeutschen Zeitung an. Da ist analysiert, warum bei verbrecherischen Handlungen oder auch bloß bei politischen Gegnern nach einer jüdischen Abstammung gesucht wird.

ach lass mich doch mit deinem Gesülze in Ruhe. Werd glücklich mit deiner kommunistischen Idee. Die Geschichte ist über dieses längst hinweggerollt. Was hier noch läuft sind die Nachhutgefechte der Gefrusteten und Enttäuschten. Mit deinen billigen Argumenten setze ich mich noch nicht mal mehr auseinander. out and over.



Lieber Gert, es wird einen Zeitpunkt geben, so Gott will, an dem Ihr beide Euch Auge zu Auge anblicken werdet... Ich hoffe es, da ich Euch beide persönlich kennenlernen durfte....das ist der Tag für Diskussionen und Gespräche...von Angesicht zu Angesicht. Glaubt mir, Ihr seid Euch beide sehr ähnlich.....
Bis dahin warte ich sehr gern auf dieses "Event"...
liebe Grüße!
SEG15D



zuletzt bearbeitet 05.08.2015 23:04 | nach oben springen

#86

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 02:11
von StabsfeldKoenig | 2.633 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #84
Zitat von Gert im Beitrag #55
Zitat von DoreHolm im Beitrag #52
Zitat von Gert im Beitrag #47
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #45
Zitat von DoreHolm im Beitrag #41

Also mucker82, erst mal lesen und vor allem VERSTEHEN, dann sich darüber auslassen.


Das gilt auch für alle anderen Zweifler, Besserwisser, prinzipiellen Anti-Linken.
Die Kost ist kein Micky Maus Heft, auch kein Produkt der Boulevard-Presse, sondern eine tiefergehende Abhandlung, die nicht
in jedem Kopf Zugang findet.
Einer Volkswirtin und Publizistin traue ich weit mehr Regierungskompetenz in Politik und besonders zum Thema Wirtschaft zu als
einer nach oben gereichten Physikerin mit nach wie vor ungeklärter Vergangenheit.


@Heckenhaus, die Linken können es doch nicht haben sie doch schon zigmal bewiesen, zur Zeit sind sie in Griechenland dabei zu dilletieren.
Damit ist nicht automatisch zu verstehen, dass die bürgerlichen es alle können, nur letztere haben wesentlich weniger Fehlversuche.



Grün: Und die Fehlversuche endeten zwei mal im vorigen Jahrhundert in den beiden Weltkriegen. Abgesehen von den zahlreichen kleineren regionalen Kriegen, die Kolonialkriege der Kolonialstaaten eingerechnet, in denen es letztendlich um Erlangung oder Absicherung von Privatgewinnen ging und weiterhin gehen wird. Aber wie ging es noch in einer Strophe der aufständischen Bauern im Mittelalter, was ebenso auch auf heutige vorerst gescheiterten Versuche einer gerechteren Gesellschaft durch linke Kräfte zutrifft: "....unsere Enkel fechten´s besser aus ...."



wennn du soweit zurückgehst, dannn wollen wir doch mal die 80 Millionen Ermordeten des Kommunismus nicht vergessen, das sind Ströme von Blut die auf den jüdischen Erfinder des Kommunismus Karl Marx und seine jüdischen Vollstrecker Lenin,Trotzki, Berija und co zurückzuführen sind. Die sind nicht zu toppen in der Weltgeschichte. Nachzulesen im Schwarzbuch des Kommunismus. Alles belegt , keine Erfindungen, Gulags hat es wirklich gegeben.



@Gert, das von Dir genannte "Schwarzbuch des Kommunismus", ISBN 3-492-0405-5 gibt so Einiges her was Dir in die Karten spielt.
Nur wenn ich ab Seite 395 lese, Teil 3 unter dem Titel "Das übrige Europa als Opfer des Kommunismus" und dann weiterlese ist man schon geneigt
Landkarten zu verändern Nur um Mistversändnissen vorzubeugen, wir reden doch hierrüber, oder.
Micha



Man könnte auch mal ein Schwarzbuch Kapitalismus und bürgerlich-parlamentarische Regime schreiben.

Einige Themen:

- Hungernot in Irland
- Ausrottung bzw. Versklavung der Eingeborenen Völker in den Kolonien bzw. von Europäern gegründeten Staaten außerhalb Europas
- Drogensucht in China infolge des Opiumkrieges
- Inkaufnahme von Arbeitsunfällen im Interesse des Profits
- Profitorientierte Gefängniss-Industrie
- Imperialistische Raubkriege
- Faschismus zur Unterdrückung von Demokratie und Klassenkampf von oben

Wer noch weitere beispile hat, bitte anfügen.



DoreHolm und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#87

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 04:22
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #86
Zitat von G.Michael im Beitrag #84
Zitat von Gert im Beitrag #55
Zitat von DoreHolm im Beitrag #52
Zitat von Gert im Beitrag #47
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #45
Zitat von DoreHolm im Beitrag #41

Also mucker82, erst mal lesen und vor allem VERSTEHEN, dann sich darüber auslassen.


Das gilt auch für alle anderen Zweifler, Besserwisser, prinzipiellen Anti-Linken.
Die Kost ist kein Micky Maus Heft, auch kein Produkt der Boulevard-Presse, sondern eine tiefergehende Abhandlung, die nicht
in jedem Kopf Zugang findet.
Einer Volkswirtin und Publizistin traue ich weit mehr Regierungskompetenz in Politik und besonders zum Thema Wirtschaft zu als
einer nach oben gereichten Physikerin mit nach wie vor ungeklärter Vergangenheit.


@Heckenhaus, die Linken können es doch nicht haben sie doch schon zigmal bewiesen, zur Zeit sind sie in Griechenland dabei zu dilletieren.
Damit ist nicht automatisch zu verstehen, dass die bürgerlichen es alle können, nur letztere haben wesentlich weniger Fehlversuche.



Grün: Und die Fehlversuche endeten zwei mal im vorigen Jahrhundert in den beiden Weltkriegen. Abgesehen von den zahlreichen kleineren regionalen Kriegen, die Kolonialkriege der Kolonialstaaten eingerechnet, in denen es letztendlich um Erlangung oder Absicherung von Privatgewinnen ging und weiterhin gehen wird. Aber wie ging es noch in einer Strophe der aufständischen Bauern im Mittelalter, was ebenso auch auf heutige vorerst gescheiterten Versuche einer gerechteren Gesellschaft durch linke Kräfte zutrifft: "....unsere Enkel fechten´s besser aus ...."



wennn du soweit zurückgehst, dannn wollen wir doch mal die 80 Millionen Ermordeten des Kommunismus nicht vergessen, das sind Ströme von Blut die auf den jüdischen Erfinder des Kommunismus Karl Marx und seine jüdischen Vollstrecker Lenin,Trotzki, Berija und co zurückzuführen sind. Die sind nicht zu toppen in der Weltgeschichte. Nachzulesen im Schwarzbuch des Kommunismus. Alles belegt , keine Erfindungen, Gulags hat es wirklich gegeben.



@Gert, das von Dir genannte "Schwarzbuch des Kommunismus", ISBN 3-492-0405-5 gibt so Einiges her was Dir in die Karten spielt.
Nur wenn ich ab Seite 395 lese, Teil 3 unter dem Titel "Das übrige Europa als Opfer des Kommunismus" und dann weiterlese ist man schon geneigt
Landkarten zu verändern Nur um Mistversändnissen vorzubeugen, wir reden doch hierrüber, oder.
Micha



Man könnte auch mal ein Schwarzbuch Kapitalismus und bürgerlich-parlamentarische Regime schreiben.

Einige Themen:

- Hungernot in Irland
- Ausrottung bzw. Versklavung der Eingeborenen Völker in den Kolonien bzw. von Europäern gegründeten Staaten außerhalb Europas
- Drogensucht in China infolge des Opiumkrieges
- Inkaufnahme von Arbeitsunfällen im Interesse des Profits
- Profitorientierte Gefängniss-Industrie
- Imperialistische Raubkriege
- Faschismus zur Unterdrückung von Demokratie und Klassenkampf von oben

Wer noch weitere beispile hat, bitte anfügen.


@ Stabsfeld König, was soll man hier noch hinzufügen gerade der Punkt "Inkaufnahme von Arbeiteisunfällen zur Profitoptimierung", da fallen mir doch glatt einige Firmen ein und ich habe kein Problem damit Namen zu nennen.
BMW/ Porsche Leipzig. Malzfabik Weyermann Bamberg in der Brennerstrasse, Brennerstrasse erhielt ein neue Bedetung, die Bude ist in der Bauphase teilweise abgebrannt. Oder Papierfabrik Dr. Heindl in Augsburg. Da gab es schon mal ein paar Klettertouren in bis zu 40 Meter Höhe, ohne Sicherung.
Kraftwerk Lippendorf, bis auf 160 Meter.
Schicksal des Leiharbeiters.
Micha


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#88

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 08:46
von Hanum83 | 4.702 Beiträge

Die demokratischen linken als Alternative und hier eventuell Frau Wagenknecht.
"Demokratische Linke" beißt sich ja schon mal von Grund auf, denn der Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur.
Anders kann man ja gar nicht die Marktwirtschaft auf die Planwirtschaft umstellen mit den notwendigen Enteignungen.
Ich glaube die linken binden den Leuten einfach einen Bären auf mit ihrem demokratischem Getue weil sie so an westdeutsche Wahlstimmen wollen.
Ob so was nun unbedingt die Basis für ehrlichere Politik ist, also eine Alternative, ich bezweifele das.
Die Fans aus DDR-Zeiten kann man schon verstehen, früher war die Welt einfacher gestrikt, das Politbüro dachte und das Fußvolk durfte ausführen, für einfache Gemüter schon eine praktische Sache wenn dabei noch ein garantierter Arbeitsplatz rumkommt, egal in welcher runtergwirtschaften Fischelbude auch immer.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 06.08.2015 08:49 | nach oben springen

#89

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 09:52
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von SEG15D im Beitrag #85
Zitat von Gert im Beitrag #65
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
[quote] Bist Du schon so weit nach rechts abgedriftet ? Übrigens, schau Dir mal den Link unter Google " Verschwörungstheorien Lenin und sein jüdischer Urgroßvater" aus der Süddeutschen Zeitung an. Da ist analysiert, warum bei verbrecherischen Handlungen oder auch bloß bei politischen Gegnern nach einer jüdischen Abstammung gesucht wird.

ach lass mich doch mit deinem Gesülze in Ruhe. Werd glücklich mit deiner kommunistischen Idee. Die Geschichte ist über dieses längst hinweggerollt. Was hier noch läuft sind die Nachhutgefechte der Gefrusteten und Enttäuschten. Mit deinen billigen Argumenten setze ich mich noch nicht mal mehr auseinander. out and over.



Lieber Gert, es wird einen Zeitpunkt geben, so Gott will, an dem Ihr beide Euch Auge zu Auge anblicken werdet... Ich hoffe es, da ich Euch beide persönlich kennenlernen durfte....das ist der Tag für Diskussionen und Gespräche...von Angesicht zu Angesicht. Glaubt mir, Ihr seid Euch beide sehr ähnlich.....
Bis dahin warte ich sehr gern auf dieses "Event"...
liebe Grüße!
SEG15D


Rot: In was ? In der Streitbarkeit ? O.K., akzeptiert.



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#90

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 10:14
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #88
Die demokratischen linken als Alternative und hier eventuell Frau Wagenknecht.
"Demokratische Linke" beißt sich ja schon mal von Grund auf, denn der Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur.
Anders kann man ja gar nicht die Marktwirtschaft auf die Planwirtschaft umstellen mit den notwendigen Enteignungen.

Ich glaube die linken binden den Leuten einfach einen Bären auf mit ihrem demokratischem Getue weil sie so an westdeutsche Wahlstimmen wollen.
Ob so was nun unbedingt die Basis für ehrlichere Politik ist, also eine Alternative, ich bezweifele das.
Die Fans aus DDR-Zeiten kann man schon verstehen, früher war die Welt einfacher gestrikt, das Politbüro dachte und das Fußvolk durfte ausführen, für einfache Gemüter schon eine praktische Sache wenn dabei noch ein garantierter Arbeitsplatz rumkommt, egal in welcher runtergwirtschaften Fischelbude auch immer.


Grün: Angenommen, Gemeineigentum an PM wäre die vorherrschenden Besitzverhältnisse, von ein paar privaten mittelständischen Betrieben, Handwerkern, Selbständige u.s.w. abgesehen. Realos unter den Linken und das trifft auf die Ostlinken im Allgemeinen und Frau W. im Besondern zu, wissen genau, daß auf einem Sozialismus lt. Definition für lange Sicht keine Überlebenschance besteht. Was würde eine politische Führung (muß ja nicht eine SED sein) eigentlich daran hindern, die Rahmenbedingungen für ein marktwirtschaftliches Wirtschaften der Betriebe vorzugeben ? Nichts ! Ich hatte, obwohl SED-Mitglied, mir damals so manchmal gewünscht, daß es mehr Marktwirtschaft gegeben hätte, mehr leistungsgerchte Entlohnung, mehr Anreiz für bedeutende Leistungen und Verantwortung, aber deutlicherer Konsequenzen bei Mißbrauch und Versagen, weniger Nachsicht für Bummelanten. 1 - 3% offizielle Arbeitslosigkeit wären für mich damals durchaus o.k. gewesen. Da müßte der Kaderleiter nicht gegen 9 Uhr zur Wohnung eines Bummelanten fahren und ihn bitten, er möge doch zur Arbeit kommen da er gebraucht wird. So mehrfache Praxis damals in unserer Firma. 130% Normerfüllung bei ca. 5,5 h tatsächlicher Arbeitszeit. Soll ich noch was sagen ? Klar kann bei einer solchen "Sozialpolitik" das nicht lange gut gehen und das weiß Frau Wagenknecht.
Du sagst: "Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur". Wenn du darunter verstehst, daß Unternehmer daran gehindert werden, Steuern zu hinterziehen, sich arm zu rechnen, durch Massenentlassungen den Aktionären und Vorständen traumhafte Gewinne zu ermöglich und vor allem, Druck auf die Regierung auszuüben, "Heuschrecken"zuzulassen und nur der Profitmaximierung wegen in D gut gehende Betriebe in´s Ausland zu verlagern, ja, dann hast du natürlich recht mit Diktatur.



Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.08.2015 10:16 | nach oben springen

#91

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 15:02
von StabsfeldKoenig | 2.633 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #90
Zitat von Hanum83 im Beitrag #88
Die demokratischen linken als Alternative und hier eventuell Frau Wagenknecht.
"Demokratische Linke" beißt sich ja schon mal von Grund auf, denn der Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur.
Anders kann man ja gar nicht die Marktwirtschaft auf die Planwirtschaft umstellen mit den notwendigen Enteignungen.

Ich glaube die linken binden den Leuten einfach einen Bären auf mit ihrem demokratischem Getue weil sie so an westdeutsche Wahlstimmen wollen.
Ob so was nun unbedingt die Basis für ehrlichere Politik ist, also eine Alternative, ich bezweifele das.
Die Fans aus DDR-Zeiten kann man schon verstehen, früher war die Welt einfacher gestrikt, das Politbüro dachte und das Fußvolk durfte ausführen, für einfache Gemüter schon eine praktische Sache wenn dabei noch ein garantierter Arbeitsplatz rumkommt, egal in welcher runtergwirtschaften Fischelbude auch immer.


Grün: Angenommen, Gemeineigentum an PM wäre die vorherrschenden Besitzverhältnisse, von ein paar privaten mittelständischen Betrieben, Handwerkern, Selbständige u.s.w. abgesehen. Realos unter den Linken und das trifft auf die Ostlinken im Allgemeinen und Frau W. im Besondern zu, wissen genau, daß auf einem Sozialismus lt. Definition für lange Sicht keine Überlebenschance besteht. Was würde eine politische Führung (muß ja nicht eine SED sein) eigentlich daran hindern, die Rahmenbedingungen für ein marktwirtschaftliches Wirtschaften der Betriebe vorzugeben ? Nichts ! Ich hatte, obwohl SED-Mitglied, mir damals so manchmal gewünscht, daß es mehr Marktwirtschaft gegeben hätte, mehr leistungsgerchte Entlohnung, mehr Anreiz für bedeutende Leistungen und Verantwortung, aber deutlicherer Konsequenzen bei Mißbrauch und Versagen, weniger Nachsicht für Bummelanten. 1 - 3% offizielle Arbeitslosigkeit wären für mich damals durchaus o.k. gewesen. Da müßte der Kaderleiter nicht gegen 9 Uhr zur Wohnung eines Bummelanten fahren und ihn bitten, er möge doch zur Arbeit kommen da er gebraucht wird. So mehrfache Praxis damals in unserer Firma. 130% Normerfüllung bei ca. 5,5 h tatsächlicher Arbeitszeit. Soll ich noch was sagen ? Klar kann bei einer solchen "Sozialpolitik" das nicht lange gut gehen und das weiß Frau Wagenknecht.
Du sagst: "Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur". Wenn du darunter verstehst, daß Unternehmer daran gehindert werden, Steuern zu hinterziehen, sich arm zu rechnen, durch Massenentlassungen den Aktionären und Vorständen traumhafte Gewinne zu ermöglich und vor allem, Druck auf die Regierung auszuüben, "Heuschrecken"zuzulassen und nur der Profitmaximierung wegen in D gut gehende Betriebe in´s Ausland zu verlagern, ja, dann hast du natürlich recht mit Diktatur.



Warum es keine Arbeitslosigkeit in der DDR geben konnte:
Es hätte sogar noch ein Bedarf für zusätzliche Arbeitskräfte gegeben (z.B. Dienstleistungssektor). Bei Rationalisierung und dadurch bedingter Freisetzung von Arbeitskräften hätte man also die Schaffung zusätzlichere Dienstleistungseinrichtungen (Handel, Gastronomie, reparierendes Handwerk) unterbinden müssen. Hätte das einer gemacht, wenn Bedarf für diese Leistungen da war?
Nur in einem pivat-kapitalistischen Wirtschaftsystem kann man mit Arbeitslosigkeit Gewinne (aus verschärfter Ausbeutung) privatisieren und gleichzeitig die Kosten (Sozialleistungen, gesundheitliche Folgekosten, vermehrte Suchterkrankungen, steigende Kriminalität usw.) vergesellschaften. In einer Gesellschaft mit überwiegend öffentlichen bzw. breit gestreutem Eigentum überwiegt also der Schaden der Arbeitslosigkeit den Nutzen.
Darüber hinaus war die soziale Sicherheit das politisch wichtigste Merkmal des Sozialismus.
Demokratie, welche nicht durch private Massenmedien manipuliert und die direkte Mitwirkung der Bürger nicht durch die Diktatur der Berufspolitiker (Parteien-Parlamentarismus) ausgeschaltet wird, würde z.B. über ein gerechtes Steuerrecht die Eigentumskonzentration und eine ungerchte Einkommenspreizung verhindern. Hier müßte jeder mal überlegen, welchem Steuerrecht er seine persönliche Stimme geben würde. Auch das Mietrecht würde per Volksentscheid im Sinne der Mehrheit (der Mieter) statt der Minderheit (Eigentümer großer Immobilienbestände) gestaltet.



Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#92

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 15:59
von Hanum83 | 4.702 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #90
Zitat von Hanum83 im Beitrag #88
Die demokratischen linken als Alternative und hier eventuell Frau Wagenknecht.
"Demokratische Linke" beißt sich ja schon mal von Grund auf, denn der Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur.
Anders kann man ja gar nicht die Marktwirtschaft auf die Planwirtschaft umstellen mit den notwendigen Enteignungen.

Ich glaube die linken binden den Leuten einfach einen Bären auf mit ihrem demokratischem Getue weil sie so an westdeutsche Wahlstimmen wollen.
Ob so was nun unbedingt die Basis für ehrlichere Politik ist, also eine Alternative, ich bezweifele das.
Die Fans aus DDR-Zeiten kann man schon verstehen, früher war die Welt einfacher gestrikt, das Politbüro dachte und das Fußvolk durfte ausführen, für einfache Gemüter schon eine praktische Sache wenn dabei noch ein garantierter Arbeitsplatz rumkommt, egal in welcher runtergwirtschaften Fischelbude auch immer.


Grün: Angenommen, Gemeineigentum an PM wäre die vorherrschenden Besitzverhältnisse, von ein paar privaten mittelständischen Betrieben, Handwerkern, Selbständige u.s.w. abgesehen. Realos unter den Linken und das trifft auf die Ostlinken im Allgemeinen und Frau W. im Besondern zu, wissen genau, daß auf einem Sozialismus lt. Definition für lange Sicht keine Überlebenschance besteht. Was würde eine politische Führung (muß ja nicht eine SED sein) eigentlich daran hindern, die Rahmenbedingungen für ein marktwirtschaftliches Wirtschaften der Betriebe vorzugeben ? Nichts ! Ich hatte, obwohl SED-Mitglied, mir damals so manchmal gewünscht, daß es mehr Marktwirtschaft gegeben hätte, mehr leistungsgerchte Entlohnung, mehr Anreiz für bedeutende Leistungen und Verantwortung, aber deutlicherer Konsequenzen bei Mißbrauch und Versagen, weniger Nachsicht für Bummelanten. 1 - 3% offizielle Arbeitslosigkeit wären für mich damals durchaus o.k. gewesen. Da müßte der Kaderleiter nicht gegen 9 Uhr zur Wohnung eines Bummelanten fahren und ihn bitten, er möge doch zur Arbeit kommen da er gebraucht wird. So mehrfache Praxis damals in unserer Firma. 130% Normerfüllung bei ca. 5,5 h tatsächlicher Arbeitszeit. Soll ich noch was sagen ? Klar kann bei einer solchen "Sozialpolitik" das nicht lange gut gehen und das weiß Frau Wagenknecht.
Du sagst: "Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur". Wenn du darunter verstehst, daß Unternehmer daran gehindert werden, Steuern zu hinterziehen, sich arm zu rechnen, durch Massenentlassungen den Aktionären und Vorständen traumhafte Gewinne zu ermöglich und vor allem, Druck auf die Regierung auszuüben, "Heuschrecken"zuzulassen und nur der Profitmaximierung wegen in D gut gehende Betriebe in´s Ausland zu verlagern, ja, dann hast du natürlich recht mit Diktatur.
Jeder der das verneint hat damals bei ML nicht richtig zugehört.



Sozialismus/Kommunismus schließt die Marktwirtschaft, ich schreib es jetzt mal so, gesetzsmäßig aus und das kann man sich nicht zurechtzimmern mit einem höheren Anteil Gemeineigentum und ein wenig noch geduldete Privatwirtschaft die dann wieder auf Zuweisungen von Mitteln aus der Planwirtschaft angewießen wäre, wie das lief wissen wir doch, ist Wischiwaschi, so eine Art Feigenblatt um die marxschen Theorien etwas abzuschwächen und sie somit auch dem Mittelstand/Bürgertum schmackhaft zu machen.
Die sozialistische Alternative wäre zu 100% wieder auf diktatorische Säulen gestellt, geht ja gar nicht anders wenn man wieder zu einem alleinig bestimmenden Gremium nach Art eines ZK/Politbüros zurückkehrt nach der gescholtenen parlamentarischen Demokratie.
Wenn man den Sozialismus/Kommunismus nach Marx/Lenin richtig haben will muss man schon ehrlich sein was die Menschen da zu erwarten haben und ihnen nicht mit irgendwelchem Demokratie-Gelaber die Augen austräuchen.
Das wäre die berühmte revolutionäre Umwälzung wo auch mal paar/etliche an die Wand gestellt würden wie bei Revolutionen nun mal üblich.
Jeder der das verneint hat damals wohl bei ML nicht richtig zugehört.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 06.08.2015 16:07 | nach oben springen

#93

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 16:11
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #91
Zitat von DoreHolm im Beitrag #90
Zitat von Hanum83 im Beitrag #88
Die demokratischen linken als Alternative und hier eventuell Frau Wagenknecht.
"Demokratische Linke" beißt sich ja schon mal von Grund auf, denn der Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur.
Anders kann man ja gar nicht die Marktwirtschaft auf die Planwirtschaft umstellen mit den notwendigen Enteignungen.

Ich glaube die linken binden den Leuten einfach einen Bären auf mit ihrem demokratischem Getue weil sie so an westdeutsche Wahlstimmen wollen.
Ob so was nun unbedingt die Basis für ehrlichere Politik ist, also eine Alternative, ich bezweifele das.
Die Fans aus DDR-Zeiten kann man schon verstehen, früher war die Welt einfacher gestrikt, das Politbüro dachte und das Fußvolk durfte ausführen, für einfache Gemüter schon eine praktische Sache wenn dabei noch ein garantierter Arbeitsplatz rumkommt, egal in welcher runtergwirtschaften Fischelbude auch immer.


Grün: Angenommen, Gemeineigentum an PM wäre die vorherrschenden Besitzverhältnisse, von ein paar privaten mittelständischen Betrieben, Handwerkern, Selbständige u.s.w. abgesehen. Realos unter den Linken und das trifft auf die Ostlinken im Allgemeinen und Frau W. im Besondern zu, wissen genau, daß auf einem Sozialismus lt. Definition für lange Sicht keine Überlebenschance besteht. Was würde eine politische Führung (muß ja nicht eine SED sein) eigentlich daran hindern, die Rahmenbedingungen für ein marktwirtschaftliches Wirtschaften der Betriebe vorzugeben ? Nichts ! Ich hatte, obwohl SED-Mitglied, mir damals so manchmal gewünscht, daß es mehr Marktwirtschaft gegeben hätte, mehr leistungsgerchte Entlohnung, mehr Anreiz für bedeutende Leistungen und Verantwortung, aber deutlicherer Konsequenzen bei Mißbrauch und Versagen, weniger Nachsicht für Bummelanten. 1 - 3% offizielle Arbeitslosigkeit wären für mich damals durchaus o.k. gewesen. Da müßte der Kaderleiter nicht gegen 9 Uhr zur Wohnung eines Bummelanten fahren und ihn bitten, er möge doch zur Arbeit kommen da er gebraucht wird. So mehrfache Praxis damals in unserer Firma. 130% Normerfüllung bei ca. 5,5 h tatsächlicher Arbeitszeit. Soll ich noch was sagen ? Klar kann bei einer solchen "Sozialpolitik" das nicht lange gut gehen und das weiß Frau Wagenknecht.
Du sagst: "Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur". Wenn du darunter verstehst, daß Unternehmer daran gehindert werden, Steuern zu hinterziehen, sich arm zu rechnen, durch Massenentlassungen den Aktionären und Vorständen traumhafte Gewinne zu ermöglich und vor allem, Druck auf die Regierung auszuüben, "Heuschrecken"zuzulassen und nur der Profitmaximierung wegen in D gut gehende Betriebe in´s Ausland zu verlagern, ja, dann hast du natürlich recht mit Diktatur.



Warum es keine Arbeitslosigkeit in der DDR geben konnte:
Es hätte sogar noch ein Bedarf für zusätzliche Arbeitskräfte gegeben (z.B. Dienstleistungssektor).
Bei Rationalisierung und dadurch bedingter Freisetzung von Arbeitskräften hätte man also die Schaffung zusätzlichere Dienstleistungseinrichtungen (Handel, Gastronomie, reparierendes Handwerk) unterbinden müssen. Hätte das einer gemacht, wenn Bedarf für diese Leistungen da war?
Nur in einem pivat-kapitalistischen Wirtschaftsystem kann man mit Arbeitslosigkeit Gewinne (aus verschärfter Ausbeutung) privatisieren und gleichzeitig die Kosten (Sozialleistungen, gesundheitliche Folgekosten, vermehrte Suchterkrankungen, steigende Kriminalität usw.) vergesellschaften. In einer Gesellschaft mit überwiegend öffentlichen bzw. breit gestreutem Eigentum überwiegt also der Schaden der Arbeitslosigkeit den Nutzen.
Darüber hinaus war die soziale Sicherheit das politisch wichtigste Merkmal des Sozialismus.
Demokratie, welche nicht durch private Massenmedien manipuliert und die direkte Mitwirkung der Bürger nicht durch die Diktatur der Berufspolitiker (Parteien-Parlamentarismus) ausgeschaltet wird, würde z.B. über ein gerechtes Steuerrecht die Eigentumskonzentration und eine ungerchte Einkommenspreizung verhindern. Hier müßte jeder mal überlegen, welchem Steuerrecht er seine persönliche Stimme geben würde. Auch das Mietrecht würde per Volksentscheid im Sinne der Mehrheit (der Mieter) statt der Minderheit (Eigentümer großer Immobilienbestände) gestaltet.


Grün: Mit den von mir in den Raum geworfenen 1 - 3% Arbeitslosen meinte ich natürlich die, die sowieso nicht arbeiten wollen und wenn dann so schlecht, daß jeder betrieb sie lieber von hinten gesehen hätte. Die gab es in der DDR,ganz sicher auch in den anderen soz. Staaten nd die gibt es auch heute. Damals haben sie sich täglich, wenn ich richtig informiert bin, ihre 15,- Mark abgeholt, um dem Abgleiten in die Kriminaliät Einhalt zu gebieten.



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#94

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 16:26
von damals wars | 12.130 Beiträge

Wenn ich mich recht erinnere, wollte man 1990 auf Grund des hohen Arbeitskräftebedarfs Italiener ins Land holen.
Viele Grundmittel waren verschlissen, daraus ergab sich ein erhöhter Reparaturaufwand, deshalb waren in der Industrie tausende Arbeitskräfte aus den sozialistischen Bruderstaaten unterwegs, Schweißer, Schlosser usw., die gern kamen, weil es für das verdiente Geld auch was zu kaufen gab.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#95

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 16:38
von grenzergold | 187 Beiträge

Woher dein Kenntnisstand ? Kommst du aus der Industrie ?

gg


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#96

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 16:52
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #92
Zitat von DoreHolm im Beitrag #90
Zitat von Hanum83 im Beitrag #88
Die demokratischen linken als Alternative und hier eventuell Frau Wagenknecht.
"Demokratische Linke" beißt sich ja schon mal von Grund auf, denn der Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur.
Anders kann man ja gar nicht die Marktwirtschaft auf die Planwirtschaft umstellen mit den notwendigen Enteignungen.

Ich glaube die linken binden den Leuten einfach einen Bären auf mit ihrem demokratischem Getue weil sie so an westdeutsche Wahlstimmen wollen.
Ob so was nun unbedingt die Basis für ehrlichere Politik ist, also eine Alternative, ich bezweifele das.
Die Fans aus DDR-Zeiten kann man schon verstehen, früher war die Welt einfacher gestrikt, das Politbüro dachte und das Fußvolk durfte ausführen, für einfache Gemüter schon eine praktische Sache wenn dabei noch ein garantierter Arbeitsplatz rumkommt, egal in welcher runtergwirtschaften Fischelbude auch immer.


Grün: Angenommen, Gemeineigentum an PM wäre die vorherrschenden Besitzverhältnisse, von ein paar privaten mittelständischen Betrieben, Handwerkern, Selbständige u.s.w. abgesehen. Realos unter den Linken und das trifft auf die Ostlinken im Allgemeinen und Frau W. im Besondern zu, wissen genau, daß auf einem Sozialismus lt. Definition für lange Sicht keine Überlebenschance besteht. Was würde eine politische Führung (muß ja nicht eine SED sein) eigentlich daran hindern, die Rahmenbedingungen für ein marktwirtschaftliches Wirtschaften der Betriebe vorzugeben ? Nichts ! Ich hatte, obwohl SED-Mitglied, mir damals so manchmal gewünscht, daß es mehr Marktwirtschaft gegeben hätte, mehr leistungsgerchte Entlohnung, mehr Anreiz für bedeutende Leistungen und Verantwortung, aber deutlicherer Konsequenzen bei Mißbrauch und Versagen, weniger Nachsicht für Bummelanten. 1 - 3% offizielle Arbeitslosigkeit wären für mich damals durchaus o.k. gewesen. Da müßte der Kaderleiter nicht gegen 9 Uhr zur Wohnung eines Bummelanten fahren und ihn bitten, er möge doch zur Arbeit kommen da er gebraucht wird. So mehrfache Praxis damals in unserer Firma. 130% Normerfüllung bei ca. 5,5 h tatsächlicher Arbeitszeit. Soll ich noch was sagen ? Klar kann bei einer solchen "Sozialpolitik" das nicht lange gut gehen und das weiß Frau Wagenknecht.
Du sagst: "Sozialismus bedingt wohl schon die Diktatur". Wenn du darunter verstehst, daß Unternehmer daran gehindert werden, Steuern zu hinterziehen, sich arm zu rechnen, durch Massenentlassungen den Aktionären und Vorständen traumhafte Gewinne zu ermöglich und vor allem, Druck auf die Regierung auszuüben, "Heuschrecken"zuzulassen und nur der Profitmaximierung wegen in D gut gehende Betriebe in´s Ausland zu verlagern, ja, dann hast du natürlich recht mit Diktatur.
Jeder der das verneint hat damals bei ML nicht richtig zugehört.



Sozialismus/Kommunismus schließt die Marktwirtschaft, ich schreib es jetzt mal so, gesetzsmäßig aus und das kann man sich nicht zurechtzimmern mit einem höheren Anteil Gemeineigentum und ein wenig noch geduldete Privatwirtschaft die dann wieder auf Zuweisungen von Mitteln aus der Planwirtschaft angewießen wäre, wie das lief wissen wir doch, ist Wischiwaschi, so eine Art Feigenblatt um die marxschen Theorien etwas abzuschwächen und sie somit auch dem Mittelstand/Bürgertum schmackhaft zu machen.
Die sozialistische Alternative wäre zu 100% wieder auf diktatorische Säulen gestellt, geht ja gar nicht anders wenn man wieder zu einem alleinig bestimmenden Gremium nach Art eines ZK/Politbüros zurückkehrt nach der gescholtenen parlamentarischen Demokratie.
Wenn man den Sozialismus/Kommunismus nach Marx/Lenin richtig haben will muss man schon ehrlich sein was die Menschen da zu erwarten haben und ihnen nicht mit irgendwelchem Demokratie-Gelaber die Augen austräuchen.
Das wäre die berühmte revolutionäre Umwälzung wo auch mal paar/etliche an die Wand gestellt würden wie bei Revolutionen nun mal üblich.
Jeder der das verneint hat damals wohl bei ML nicht richtig zugehört.




Grün: Es scheint, wir haben da unterschiedliche Vorstellungen von Sozialismus und Marktwirtschaft. Löse Dich doch mal von dem, was Du als "real existierenden Sozialismus" erlebt hast. Und was heißt hier NOCH geduldete wenige Privatwirtschaft ? Das weiß die Linke auch, einschl. S.W., daß Privateigentum und reiche Unternehmer (zumindest für Normaloverhältnisse sehr reich) noch sehr,sehr lange neben dem Gemein- oder genossenschaftlichen Eigentum an PM existieren werden. Vor längerer Zeit hatten wir hier schon mal erörtert, warum es neben der Ignorierung ökonomischer Gesetze auch wegen der gravierenden Fehleinschätzung menschlicher Verhaltens- und Denkweisen nicht mit dieser Spielart eines Sozialismus klappen konnte. Die sich in hunderttausenden von Jahren herausgebildeten Verhaltensweisen des Menschen. Der "Neue Mensch" und "das Sein bestimmt das Bewustsein", der Kommunist, der ganz uneigennützig für das Allgemeinwohl schafft. Kann man für die nächsten ...zigtausend, eher noch ...hunderttausend Jahre vergessen. Und das wissen die Linken, die sich ausführlich mit der Geschichte und vor allem den Fehlern der Ideologie in der DDR beschäftigt haben.
Du bringst jetzt wieder die Planwirtschaft in´s Spiel ? Ging es nicht darum, daß eine Gesellschaft, in der die sozus. "systemrelevanten" Firmen und Einrichtungen (Großindustrie, Banken, Versicherungen, private Krankenkassen, Hauptversorger u.s.w.) sich in Gemeineigentum befinden, durchaus marktwirtschaftlich handeln kann ? Ob Du das Sozialismus nennst oder anders, ist hier völlig nebensächlich, entscheidend sind die vornehmlichen Besitzverhältnisse an PM. Und was heißt hier Planwirtschaft ? Auch kapitalistische Betriebe planen. Sie planen ihren Umsatz, ihr Gewinnziel, ihren voraussichtlichen Rohstoffbedarf, ihre Kostenentwicklung u.s.w. Ich kann dir sagen, wie wie wir uns als Techniker und Verkäufer jeden Sommer den Kopf zerbrochen haben, wie wir jedesmal die Ziele für das kommende Jahr formulieren mußten und dann daran festgenagelt wurden. Das war ein Spagat, oft mit heißer Nadel gestrickt.Und das war eine alteingesessene westdeutsche mittelständische Firma und kein neureicher ehemaliger Betriebsdirektor aus DDR-Zeiten. Ein bischen mehr "Planwirtschaft" in dieser Gesellschaft würde nicht schaden, wenn ich nur daran denke, wie in der Volksbildung am tatsächlichen zu erwartenden Bedarf vorbei ausgebildet wird, Umschüler für etwas qualifiziert werden, bei dem sie überhaupt keine Chance haben, daß sie mal in diesem Beruf nachgefragt werden, nur um sie aus eine Weile aus der Statistik raus zu haben u.v.m. Es muß auch nicht jeder um Teufel komm raus Abi machen.
Weiter: Wieso muß automatisch eine Gesellschaft (ich benutze hier mal absichtlich nicht den Begriff Sozialismus, damit du nicht gleich zu machst)
aus einem Allmachtsgremium bestehen und dazu noch allmächtige Partei ?
Und letztlich zu Rot: Genau deshalb bin ich bei Fachschulstudium im Fach Staatsbürgerkunde haarscharf an einer "5" vorbeigeschrammt, weil ich eben das geschrieben habe. Ich bezog mich damals auf die ersten Jahre nach der Oktoberrevolution und die Verfahrensweisen der Tscheka. Was nicht heißt, daß ich das in diesem Umfang gebilligt hätte, aber damit ausdrücken wollte, daß bewaffneter Konterrevolution mit ihren Überfällen, Sabotagen und Morden damals nicht anders als ebenfalls mit Gewalt zu begegnen war. Das hätte mir eben beinahe eine "5" eingebracht. Das wollte der Stabü-lehrer wohl so nicht geschrieben sehen und das hat er mir auch so gesagt.



zuletzt bearbeitet 06.08.2015 16:59 | nach oben springen

#97

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 18:44
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #94
Wenn ich mich recht erinnere, wollte man 1990 auf Grund des hohen Arbeitskräftebedarfs Italiener ins Land holen.
Viele Grundmittel waren verschlissen, daraus ergab sich ein erhöhter Reparaturaufwand, deshalb waren in der Industrie tausende Arbeitskräfte aus den sozialistischen Bruderstaaten unterwegs, Schweißer, Schlosser usw., die gern kamen, weil es für das verdiente Geld auch was zu kaufen gab.


Wer den Arbeitsplatzabbau ab 1990 in weiterbestehenden Betrieben miterlebt hat, ohne daß die Arbeit geringer wurde, und dabei feststellte, daß er ohne Weiteres das leisten konnte, was vorher Mehrere machten, der weiß die DDR-Vollbeschäftigung einzuschätzen.
Die Arbeit war schön breit verteilt und dazu gab es nicht wenige Nichtstuer (die irgendwie beschäftigt waren. Einer hieß bei uns z. B. "der Zeitungsleser". Vom "Wasserkopf" ganz zu schweigen).
Dadurch wurde natürlich künstlicher Bedarf generiert.

(daß mit der Arbeitsbelastung pro Person heute auch übertrieben wird, muß mir keiner erklären)


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 06.08.2015 18:45 | nach oben springen

#98

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 18:51
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Der "Wasserkopf" ist eine deutsch-typische Erscheinung und hat es sich heute ganz vorzüglich bequem gemacht in Ämtern,
Behörden, Ministerien, Verwaltungen und sonstigen Bürobunkern wie Krankenkassen, Versicherungen, Berufsgenossenschaften und andere
Arbeitserhaltungsmaßnahmen.
Würde dort eine spürbare Straffung erfolgen, hunderttausende Arbeitskräfte wären verfügbar.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 19:30
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #98
Der "Wasserkopf" ist eine deutsch-typische Erscheinung und hat es sich heute ganz vorzüglich bequem gemacht in Ämtern,
Behörden, Ministerien, Verwaltungen und sonstigen Bürobunkern wie Krankenkassen, Versicherungen, Berufsgenossenschaften und andere
Arbeitserhaltungsmaßnahmen.
Würde dort eine spürbare Straffung erfolgen, hunderttausende Arbeitskräfte wären verfügbar.


Eben. Dabei gibt es keinen generellen Unterschied zu früher in der DDR.

Nur hatten wir den "Wasserkopf" zusätzlich in den Betrieben.

Auch im Verwaltungs-Wasserkopf, aber vor allem in Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung ersetzte ab 1990 eine Arbeitskraft mehrere frühere.

Es bleibt dabei:
Die Verteilung der Arbeit auf relativ viele Arbeitskräfte generierte den Arbeitskräftebedarf in der DDR.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.08.2015 19:32 | nach oben springen

#100

RE: merkel will nochmal

in Themen vom Tage 06.08.2015 19:47
von damals wars | 12.130 Beiträge

Zitat von grenzergold im Beitrag #95
Woher dein Kenntnisstand ? Kommst du aus der Industrie ?

gg


VEB Chemische Werke Buna, Heizwerk Z 47


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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