#141

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 16:34
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #138
Zitat von passport im Beitrag #137

Zitat





Da trifft wieder ein altbekannter Spruch voll zu :

"WER HAT UNS VERRATEN - SOZIALDEMOKRATEN "



passport



na ja Passport, dann steht die Bilanz zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten ausgeglichen 1:1 . 1946 mit der Zwangsvereinigung der SPD und KPD zur SED haben die Kommunisten mit Hilfe der Sowjetarmee die Sozen untergebuttert und die die sich weigerten ins KZ eingeliefert, dafür hat Vogel, wenn es denn so ablief wie User @Kressin zitiert, sich dann mit der Blockade des Gesetzentwurfs revanchiert. Der Satz, man trifft sich immer 2 x im Leben hat 100 % Wahrheitsgehalt.





Bei der Ablehnung dieses Antrages der CDU durch die SPD hatte der Vorsitzende Vogel den Bundestagswahlkampf im Kopf. Und nichts anderes. Tja und der ging ja für H-J Vogel voll in die Hosen. Diese Polemik hat der SPD mehr geschadet als genutzt.


passport


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#142

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 16:35
von Georg | 1.016 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #123
Im Strafrecht gilt erst mal der Grundsatz: "Keine Strafe ohne Gesetz"
http://dejure.org/gesetze/StGB/1.html
Der Gleichheitsgrundsatz ist in anderen Rechtsgebieten wichtiger, beim Strafrecht ist wichtig, dass nur bestraft werden kann, wenn etwas im Gesetz steht. Das dient der Rechtssicherherheit. Selbst wenn man der Meinung wäre, dass auch BRD Agenten strafbare Handlungen begangen haben, es gibt keinen Paragrafen, der das unter Strafe steht.
Das geschützte Rechtsgut des Landesverrates ist der Staat, den man verrät und dem man durch seine Handlungen schadet. Handlungen, die dem Aufenthaltsstaat nützen, stehen selbstverständlich nicht unter Strafe. Das gilt natürlich auch für DDR Spione nach dem Recht der DDR. Da auf dem Territorium der DDR bis 1990 das Recht der DDR galt, können Spione des MfS, die nur auf dem Gebiet der DDR aktiv tätig waren, gemäss Einigungsvertrag strafrechtlich nicht belangt werden, da sie ja ihrem damaligen Staat, der DDR nicht geschadet haben.
Ganz im Gegensatz dazu die Spione der DDR, die auf dem Gebiet der BRD oder Westberlin aktiv waren, weil sie damals strafbare Handlungen nach dem damaligen Recht der BRD begangen haben; sie haben ihrem Aufenthaltsstaat geschadet.
So ganz gerecht ist das eigentlich schon nicht, vor allem wenn man berücksichtigt, dass die Vorgesetzten der DDR Spione in Ostberlin nicht nur Akten abgelegt haben, sondern sich auch massgeblichen Einfluss auf die Tätigkeit der Spione im Westen genommen haben.
Hier und in anderen Belangen ist es den alten Eliten wohl gelungen starken Einfluss auf die Einigungsverhandlungen zu nehmen. Wer etwas auf Zack und ziemlich flexibel war, konnte für sich gute Startbedingungen in der BRD schaffen.
Theo



@ Theo

ist vielleicht OT, aber ich frage trotzdem:
Wäre nach dieser Logik der Bundesanwalt nicht verpflichtet, ein Ermittlungsverfahren (?) gegen den BND einzuleiten/zu eröffnen ?
Der BND, so ist es ja hinlänglich bekannt, hat die NSA bei ihren Spionageaktivitäten gegen Deutschland ( u.a. Staaten, Ziele ) aktiv unterstützt
und gewußt.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
zuletzt bearbeitet 02.08.2015 16:46 | nach oben springen

#143

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 16:36
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #140
Zitat von Gert im Beitrag #125
Zitat von Alfred im Beitrag #122
Zitat von utkieker im Beitrag #119
Der Fall Gabriele G. zeigt eigentlich, daß das vereinigte Deutschland bestehende Rechtsgrundsätze ganz einfach über Bord wirft. Spionage war in beiden Teilen Deutschlands ein Straftatbestand. Nach der Wiedervereinigung wurden aber nur Spione verurteilt, die für den ostdeutschen Geheimdienst den Westteil Deutschlands ausspioniert haben, die Gegenseite blieb straffrei. Dies verstößt meines Erachtens gegen den Gleichheitsgrundsatz. Entweder ich verurteile Alle oder Keinen. Ich habe mich für Letzteres entschieden um Rechtsfrieden zu schaffen.

Gruß Hartmut!



Personen die für die Dienste West tätig waren, wurden sogar entschädigt.


der Theo hat es doch ganz klar zitiert, Spione können niemals Gesetze brechen in dem Land für das sie arbeiten. Sie können nur dafür belangt werden, was sie in dem gegnerischen Land für (feindliche )Aktivitäten entwickeln. Oder hat die DDR die eigenen Spione auch schon mal verurteilt ?



Nach dem de facto Alleinvertetungsanspruch durch die BRD und zB. durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Grundlagenvertrag DDR - BRD waren wir doch ALLE Deutsche Staatsbürger im Sinne des GG.

Zitat aus dem Urteil :

Das Grundgesetz - nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! - geht davon aus, daß das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; das ergibt sich aus der Präambel, aus Art. 16, Art. 23, Art. 116 und Art. 146 GG. Das entspricht auch der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, an der der Senat festhält. Das Deutsche Reich existiert fort (BVerfGE 2, 266 (277); 3, 288 (319 f.); 5, 85 (126); 6, 309 (336, 363)), besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig.
....fühlt sich aber auch verantwortlich für das ganze Deutschland (vgl. Präambel des Grundgesetzes).
Die Deutsche Demokratische Republik gehört zu Deutschland und kann im Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland nicht als Ausland angesehen werden


Ich bin zwar kein Staats - oder Völkerrechtler. Aber nach diesen Urteil hätten die deutschen Kundschafter der DDR nicht als Ausländer gelten dürfen. Denn sie haben ja ihre Tätigkeit auf gesamtdeutschen Gebiet ausgeführt. Da die Bundesrepublik die DDR nur de facto aber nicht de jur anerkannt hatte (Tafeltext der StÄV lautete "Ständige Vertretung der Bundesrepublik D. bei der DDR) war die Strafverfolgung von DDR-Bürger eine politische und keine rechtliche Maßnahme. Daher auch der Begriff Siegerjustiz !


passport





Hallo passport, das sind juristische Spitzfindigkeiten, was zählt ist, dass sie zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Alliierten spionierten haben. Nur dafür wird die Strafe ausgesprochen. Man kann sich eben nicht nur die Rosinen herauspicken und nachträglich mit solchen juristischen Spitzfindigkeiten, die man vor dem 9.November 89 als Revanchismus bezeichnet hätte, reinwaschen. Jetzt fehlt ja nur noch dass das MfS nachträglich als gesamtdeutsche Widerstandsorganisation wiederauferstehen will


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#144

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 16:38
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #141
Zitat von Gert im Beitrag #138
Zitat von passport im Beitrag #137

Zitat





Da trifft wieder ein altbekannter Spruch voll zu :

"WER HAT UNS VERRATEN - SOZIALDEMOKRATEN "



passport



na ja Passport, dann steht die Bilanz zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten ausgeglichen 1:1 . 1946 mit der Zwangsvereinigung der SPD und KPD zur SED haben die Kommunisten mit Hilfe der Sowjetarmee die Sozen untergebuttert und die die sich weigerten ins KZ eingeliefert, dafür hat Vogel, wenn es denn so ablief wie User @Kressin zitiert, sich dann mit der Blockade des Gesetzentwurfs revanchiert. Der Satz, man trifft sich immer 2 x im Leben hat 100 % Wahrheitsgehalt.




Bei der Ablehnung dieses Antrages der CDU durch die SPD hatte der Vorsitzende Vogel den Bundestagswahlkampf im Kopf. Und nichts anderes. Tja und der ging ja für H-J Vogel voll in die Hosen. Diese Polemik hat der SPD mehr geschadet als genutzt.


passport



hast du mit ihm darüber gesprochen, na ja ich frag nur mal weil du das hier so keck behauptest?


.
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#145

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 16:45
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #140
(...)
Ich bin zwar kein Staats - oder Völkerrechtler. Aber nach diesen Urteil hätten die deutschen Kundschafter der DDR nicht als Ausländer gelten dürfen. Denn sie haben ja ihre Tätigkeit auf gesamtdeutschen Gebiet ausgeführt. Da die Bundesrepublik die DDR nur de facto aber nicht de jure anerkannt hatte (Tafeltext der StÄV lautete "Ständige Vertretung der Bundesrepublik D. bei der DDR) war die Strafverfolgung von DDR-Bürger eine politische und keine rechtliche Maßnahme. Daher auch der Begriff Siegerjustiz !
passport



Landesverrat ist kein sogenanntes Sonderdelikt. Es kann demzufolge von jedermann begangen werden, von In- und Ausländern.
Theo


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.08.2015 16:45 | nach oben springen

#146

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 17:08
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #142
(...)
Wäre nach dieser Logik der Bundesanwalt nicht verpflichtet, ein Ermittlungsverfahren (?) gegen den BND einzuleiten/zu eröffnen ?
Der BND, so ist es ja hinlänglich bekannt, hat die NSA bei ihren Spionageaktivitäten gegen Deutschland ( u.a. Staaten, Ziele ) aktiv unterstützt
und gewußt.

In solchen Fällen wird meist eine Untersuchung gegen unbekannt eröffnet, aber bald wieder eingestellt, weil keine Beweise beigebracht werden können, was mich immer wieder erstaunt.
Theo


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#147

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 17:14
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #145
Zitat von passport im Beitrag #140
(...)
Ich bin zwar kein Staats - oder Völkerrechtler. Aber nach diesen Urteil hätten die deutschen Kundschafter der DDR nicht als Ausländer gelten dürfen. Denn sie haben ja ihre Tätigkeit auf gesamtdeutschen Gebiet ausgeführt. Da die Bundesrepublik die DDR nur de facto aber nicht de jure anerkannt hatte (Tafeltext der StÄV lautete "Ständige Vertretung der Bundesrepublik D. bei der DDR) war die Strafverfolgung von DDR-Bürger eine politische und keine rechtliche Maßnahme. Daher auch der Begriff Siegerjustiz !
passport



Landesverrat ist kein sogenanntes Sonderdelikt. Es kann demzufolge von jedermann begangen werden, von In- und Ausländern.
Theo



Die Tätigkeit des MfS insbesondere die der HVA wurde schon vor der Wiedereingliederung eingestellt ! DH. im vergrößerten Deutschland hat dieser Personenkreis keine Spionage oder landesverräterische Delikte durchgeführt.


passport


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#148

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 17:32
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #143
Zitat von passport im Beitrag #140
Zitat von Gert im Beitrag #125
Zitat von Alfred im Beitrag #122
Zitat von utkieker im Beitrag #119
Der Fall Gabriele G. zeigt eigentlich, daß das vereinigte Deutschland bestehende Rechtsgrundsätze ganz einfach über Bord wirft. Spionage war in beiden Teilen Deutschlands ein Straftatbestand. Nach der Wiedervereinigung wurden aber nur Spione verurteilt, die für den ostdeutschen Geheimdienst den Westteil Deutschlands ausspioniert haben, die Gegenseite blieb straffrei. Dies verstößt meines Erachtens gegen den Gleichheitsgrundsatz. Entweder ich verurteile Alle oder Keinen. Ich habe mich für Letzteres entschieden um Rechtsfrieden zu schaffen.

Gruß Hartmut!



Personen die für die Dienste West tätig waren, wurden sogar entschädigt.


der Theo hat es doch ganz klar zitiert, Spione können niemals Gesetze brechen in dem Land für das sie arbeiten. Sie können nur dafür belangt werden, was sie in dem gegnerischen Land für (feindliche )Aktivitäten entwickeln. Oder hat die DDR die eigenen Spione auch schon mal verurteilt ?



Nach dem de facto Alleinvertetungsanspruch durch die BRD und zB. durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Grundlagenvertrag DDR - BRD waren wir doch ALLE Deutsche Staatsbürger im Sinne des GG.

Zitat aus dem Urteil :

Das Grundgesetz - nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! - geht davon aus, daß das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; das ergibt sich aus der Präambel, aus Art. 16, Art. 23, Art. 116 und Art. 146 GG. Das entspricht auch der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, an der der Senat festhält. Das Deutsche Reich existiert fort (BVerfGE 2, 266 (277); 3, 288 (319 f.); 5, 85 (126); 6, 309 (336, 363)), besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig.
....fühlt sich aber auch verantwortlich für das ganze Deutschland (vgl. Präambel des Grundgesetzes).
Die Deutsche Demokratische Republik gehört zu Deutschland und kann im Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland nicht als Ausland angesehen werden


Ich bin zwar kein Staats - oder Völkerrechtler. Aber nach diesen Urteil hätten die deutschen Kundschafter der DDR nicht als Ausländer gelten dürfen. Denn sie haben ja ihre Tätigkeit auf gesamtdeutschen Gebiet ausgeführt. Da die Bundesrepublik die DDR nur de facto aber nicht de jur anerkannt hatte (Tafeltext der StÄV lautete "Ständige Vertretung der Bundesrepublik D. bei der DDR) war die Strafverfolgung von DDR-Bürger eine politische und keine rechtliche Maßnahme. Daher auch der Begriff Siegerjustiz !


passport





Hallo passport, das sind juristische Spitzfindigkeiten, was zählt ist, dass sie zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Alliierten spionierten haben. Nur dafür wird die Strafe ausgesprochen. Man kann sich eben nicht nur die Rosinen herauspicken und nachträglich mit solchen juristischen Spitzfindigkeiten, die man vor dem 9.November 89 als Revanchismus bezeichnet hätte, reinwaschen. Jetzt fehlt ja nur noch dass das MfS nachträglich als gesamtdeutsche Widerstandsorganisation wiederauferstehen will


Das sind keine juristischen Spitzfindigkeiten. Nach meinem Verständnis müßten alle deutschen Beamten, also auch des BND, VS und möglicherweise auch des MAD wegen Tätigkeiten für eine fremde Macht(USA, GB) zum Schaden der Bundesrepublik und seiner Bevölkerung strafrechtlich belangt werden.
Noch mal zum Einigungsprozess: Eine Wiedervereinigung, wie ich diesen Begriff verstehe, bedeutet für mich, daß alle bisher von jeweils einer der Seiten und nach deren Rechtsverständnis begangen und als Straftaten definierten Aktionen nicht verfolgt werden. Ausgenommen die mit eindeutig kriminellem oder terroristischem Hintergrund. Das betrifft m.E. nach vorrangig die Auslandsaufklärungstätigkeiten, egal ob nun der Agent im eigenen Land oder auf der Gegenseite sitzt. Jetzt mal auch etwas spitzfindig formuliert: Wenn die alte BRD-Regierung auf den Alleinvertretungsanspruch pocht und ganz D vertreten will, dann hat ein Agent des MfS mit Sitz und Tätigkeit in der BRD ja gar nicht für das Ausland spioniert, wenn die DDR nach bundesdeutschem Verständnis gar kein Ausland war ?
Ja, ich weiß, es ist alles sehr kompliziert und von Manchem hier wird gleich das große ABER kommen, aber bei nachdenken darüber kommt es eben zu solchen Schlussfolgerungen.



passport und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.08.2015 17:33 | nach oben springen

#149

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 18:00
von turtle | 6.961 Beiträge

Mal einige Gedanken dazu.Wir tun uns immer noch sehr schwer mit unserer Vergangenheit was die Mitarbeit beim MfS betrifft. Zu einem Rechtsstaat gehört auch die Verjährung sieht man von schweren Völkerechtsverbrechen mal ab. . Aus Gründen der Rechtssicherheit, des Rechtsfriedens etc. und nach Ablauf eines längeren Zeitraums gibt es die Verjährung. Daran ändert auch die Sicht der Opfer nicht. Nach 25 Jahren ist in der Regel sogar ein Mörder wieder frei. Doch ein Schlussstrich ist nicht in Sicht. Bis zum 31.Dezember 2019 zumindest nicht. Nach 30 Jahren suchen bestimmt nicht mehr so viele Ex der Firma einen Job.
Ob nun ehemalige Kundschafter oder wer auch immer ,einmal Stasi ,immer Stasi? Ich habe zumindest starken Zweifel ob diese Regelung in Ordnung ist. Versöhnung kann so nicht restlos funktionieren.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.08.2015 18:04 | nach oben springen

#150

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 18:32
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #149
Mal einige Gedanken dazu.Wir tun uns immer noch sehr schwer mit unserer Vergangenheit was die Mitarbeit beim MfS betrifft. ................... Aus Gründen der Rechtssicherheit, des Rechtsfriedens etc. und nach Ablauf eines längeren Zeitraums gibt es die Verjährung. Daran ändert auch die Sicht der Opfer nicht. Nach 25 Jahren ist in der Regel sogar ein Mörder wieder frei. Doch ein Schlussstrich ist nicht in Sicht. Bis zum 31.Dezember 2019 zumindest nicht. Nach 30 Jahren suchen bestimmt nicht mehr so viele Ex der Firma einen Job.
Ob nun ehemalige Kundschafter oder wer auch immer ,einmal Stasi ,immer Stasi? Ich habe zumindest starken Zweifel ob diese Regelung in Ordnung ist. Versöhnung kann so nicht restlos funktionieren.



Man tut sich nicht schwer mit der Vergangenheit, sondern mit der Verjährung, wie Du selbst schreibst.
Einen Schlußstrich finde ich nicht richtig.
Und eine Versöhnung? Wozu?
Heutzutage wird manchmal der Eindruck vermittelt, daß dies mit der Versöhnung mit dem gesamten Osten gleichzusetzen wäre. Dem ist aber bekanntlich nicht so. Die Ereignisse von 1989 zeigten eher einen Gegensatz.
Dabei bin ich persönlich nicht unversöhnlich, eher distanziert.
Man kann ja auch miteinander umgehen, ohne sich um den Hals zu fallen, wie üblich bei Versöhnungen.
Und wer sich versöhnt, der hat sich vorher entzweit, d.h. es gab vorher eine Zusammengehörigkeit. Aber das ist nicht gegeben.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.08.2015 18:39 | nach oben springen

#151

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 18:33
von SiK90 (gelöscht)
avatar

An eine Versöhnung glaube ich nicht, weil sie politisch nicht gewollt ist. In Chemnitz haben übrigens auch Beschäftigte des ÖD Nachteile; der Dienst als AGT (auch GWD) wird nicht als Betriebszugehörigkeit gerechnet.


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#152

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 18:34
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Die Politik ist noch eine besondere Kategorie.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#153

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 19:00
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #147
(...)

Die Tätigkeit des MfS insbesondere die der HVA wurde schon vor der Wiedereingliederung eingestellt ! DH. im vergrößerten Deutschland hat dieser Personenkreis keine Spionage oder landesverräterische Delikte durchgeführt.


passport

Aber vorhin schon. Die Wiedervereinigung hat diesen Personen den Rückzugsraum (selbst in die SU) weggenommen, hinzu kommt dass die westdeutsche Behörden dank dem Zugriff auf DDR Akten die meisten Spione enttarnen konnte.
Die DDR war nicht in der Lage, eine Amnestie in den Einigungsvertrag einzubringen. (Eigentlich war die DDR schon im November 1989 so marode, dass sie die ganze Gestaltung der Wiedervereinigung Bonn überlassen musste. Aber das ist ein anderes Thema)
Theo


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#154

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 19:07
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Übrigens: Eine Grundvoraussetzung für Versöhnung wäre Einsicht und Reue.
So läuft es doch auch im Unpolitisch-Privaten.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 02.08.2015 19:10 | nach oben springen

#155

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 19:10
von PF75 | 3.293 Beiträge

einsicht bzw. verständnis auf beiden seiten.


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#156

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 19:11
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Möglicherweise hab ich hier was vermischt. Bei Auslandsspionage gilt meine letzte Aussage nur bedingt.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#157

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 19:14
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #154
Übrigens: Eine Grundvoraussetzung für Versöhnung wäre Einsicht und Reue.


Nach Deiner Einstellung eventuell.
Ich habe einfach nichts zu bereuen.
Täter -Opfer läuft bei mir nicht.Südafrika hat mir bei Aufarbeitung dazu mal gefallen.

Ansonsten:
https://www.youtube.com/watch?v=utEGrtLwdMs

seaman


DoreHolm und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#158

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 19:17
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #150
Zitat von turtle im Beitrag #149
Mal einige Gedanken dazu.Wir tun uns immer noch sehr schwer mit unserer Vergangenheit was die Mitarbeit beim MfS betrifft. ................... Aus Gründen der Rechtssicherheit, des Rechtsfriedens etc. und nach Ablauf eines längeren Zeitraums gibt es die Verjährung. Daran ändert auch die Sicht der Opfer nicht. Nach 25 Jahren ist in der Regel sogar ein Mörder wieder frei. Doch ein Schlussstrich ist nicht in Sicht. Bis zum 31.Dezember 2019 zumindest nicht. Nach 30 Jahren suchen bestimmt nicht mehr so viele Ex der Firma einen Job.
Ob nun ehemalige Kundschafter oder wer auch immer ,einmal Stasi ,immer Stasi? Ich habe zumindest starken Zweifel ob diese Regelung in Ordnung ist. Versöhnung kann so nicht restlos funktionieren.



Man tut sich nicht schwer mit der Vergangenheit, sondern mit der Verjährung, wie Du selbst schreibst.
Einen Schlußstrich finde ich nicht richtig.
Und eine Versöhnung? Wozu?
Heutzutage wird manchmal der Eindruck vermittelt, daß dies mit der Versöhnung mit dem gesamten Osten gleichzusetzen wäre. Dem ist aber bekanntlich nicht so. Die Ereignisse von 1989 zeigten eher einen Gegensatz.
Dabei bin ich persönlich nicht unversöhnlich, eher distanziert.
Man kann ja auch miteinander umgehen, ohne sich um den Hals zu fallen, wie üblich bei Versöhnungen.
Und wer sich versöhnt, der hat sich vorher entzweit, d.h. es gab vorher eine Zusammengehörigkeit. Aber das ist nicht gegeben.



Kommt mit darauf an, wie man sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzt. Ich hatte mit der Stasi sehr unerfreuliche Kontakte .Ich war verbittert und eine Handreichung war nicht vorgesehen. Doch mit der Zeit vernarbten die Wunden immer mehr, sie werden immer da sein und mich an eine schlimme Zeit erinnern. Ich merkte aber auch das Verbitterung und Hass einsam und krank machen. Nun werde ich 70 es ist Zeit zur Versöhnung. Ich versuche zu verstehen, warum war es so? Was wäre wenn Du in einem anderen Umfeld aufgewachsen wärst?


seaman und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.08.2015 19:21 | nach oben springen

#159

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 19:20
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #158
Zitat von Freienhagener im Beitrag #150
Zitat von turtle im Beitrag #149
Mal einige Gedanken dazu.Wir tun uns immer noch sehr schwer mit unserer Vergangenheit was die Mitarbeit beim MfS betrifft. ................... Aus Gründen der Rechtssicherheit, des Rechtsfriedens etc. und nach Ablauf eines längeren Zeitraums gibt es die Verjährung. Daran ändert auch die Sicht der Opfer nicht. Nach 25 Jahren ist in der Regel sogar ein Mörder wieder frei. Doch ein Schlussstrich ist nicht in Sicht. Bis zum 31.Dezember 2019 zumindest nicht. Nach 30 Jahren suchen bestimmt nicht mehr so viele Ex der Firma einen Job.
Ob nun ehemalige Kundschafter oder wer auch immer ,einmal Stasi ,immer Stasi? Ich habe zumindest starken Zweifel ob diese Regelung in Ordnung ist. Versöhnung kann so nicht restlos funktionieren.



Man tut sich nicht schwer mit der Vergangenheit, sondern mit der Verjährung, wie Du selbst schreibst.
Einen Schlußstrich finde ich nicht richtig.
Und eine Versöhnung? Wozu?
Heutzutage wird manchmal der Eindruck vermittelt, daß dies mit der Versöhnung mit dem gesamten Osten gleichzusetzen wäre. Dem ist aber bekanntlich nicht so. Die Ereignisse von 1989 zeigten eher einen Gegensatz.
Dabei bin ich persönlich nicht unversöhnlich, eher distanziert.
Man kann ja auch miteinander umgehen, ohne sich um den Hals zu fallen, wie üblich bei Versöhnungen.
Und wer sich versöhnt, der hat sich vorher entzweit, d.h. es gab vorher eine Zusammengehörigkeit. Aber das ist nicht gegeben.



Kommt mit darauf an, wie man sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzt. Ich hatte mit der Stasi sehr unerfreuliche Kontakte .Ich war verbittert und an eine Handreichung war nicht vorgesehen. Doch mit der Zeit vernarbten die Wunden immer mehr, sie werden immer da sein und mich an eine schlimme Zeit erinnern. Ich merkte aber auch das Verbitterung und Hass einsam und krank machen. Nun werde ich 70 es ist Zeit zur Versöhnung. Ich versuche zu verstehen, warum war es so? Was wäre wenn Du in einem anderen Umfeld aufgewachsen wärst?



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#160

RE: G. Gast Agentin in der BND - Zentrale

in Bundesnachrichtendienst BND 02.08.2015 19:22
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #153
Zitat von passport im Beitrag #147
(...)

Die Tätigkeit des MfS insbesondere die der HVA wurde schon vor der Wiedereingliederung eingestellt ! DH. im vergrößerten Deutschland hat dieser Personenkreis keine Spionage oder landesverräterische Delikte durchgeführt.


passport

Aber vorhin schon. Die Wiedervereinigung hat diesen Personen den Rückzugsraum (selbst in die SU) weggenommen, hinzu kommt dass die westdeutsche Behörden dank dem Zugriff auf DDR Akten die meisten Spione enttarnen konnte.
Die DDR war nicht in der Lage, eine Amnestie in den Einigungsvertrag einzubringen. (Eigentlich war die DDR schon im November 1989 so marode, dass sie die ganze Gestaltung der Wiedervereinigung Bonn überlassen musste. Aber das ist ein anderes Thema)
Theo


das ist des Pudels Kern. Wie ich es in einem vorangegangen Post schrieb, war die Bundesrepublik sowohl Zielobjekt der feindliche Aktivitäten der DDR aber auch später der Konkursverwalter. Obendrein war die HVA nicht in der Lage , ihre Spione vor Enttarnung zu schützen. Denn nicht alle enttarnten Agenten sind durch Überläufer oder Verräter enttarnt worden. Ich sage nur Rosenholzdatei, bzw. es wird noch andere Quellen geben, die in der Öffentlichkeit nicht bekannt wurden, wo man entsprechende Hinweise bekam.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
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