#21

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 13:20
von mucker82 | 236 Beiträge

Gutes Beispiel ist auch der ehemalige Politoffizier der Grenztruppen der DDR Sven Hübner, früher Scharfmacher und heute Hauptpersonalrat der Bundespolizei.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sven_H%C3%BCber über
Der Mann hat seinerzeit eine schicke Diplomarbeit mit dem Thema "Der Bundesgrenzschutz als Instrument imperialistischer Macht- und Herrschaftssicherung" geschrieben.
Kann man doch eigentlich nicht von pauschaler Benachteiligung Ehemaliger sprechen.


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zuletzt bearbeitet 17.07.2015 13:47 | nach oben springen

#22

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 14:00
von Lassiter | 102 Beiträge

es wird viel geschrieben hier wer früher was war,ich war zu ddr zeiten seit 65 bei der volkspolizei,wir mußten auch angeben was wir gemacht haben,bzw. wo wir gedient haben,hätte man verschwiegen das ich an der grenze war hätte man mich auch entlassen.ist das nicht mit dem anderen gleichzusetzen,denn wir waren ja die verlierer.als in rente ging hat man mir die jahre die ich an der grenze gedient habe abgezogen von den arbeitsjahren,statt 43 nur noch 38 jahre

gr. lassiter


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#23

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 15:08
von Kulmbachpolier | 34 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #21
Gutes Beispiel ist auch der ehemalige Politoffizier der Grenztruppen der DDR Sven Hübner, früher Scharfmacher und heute Hauptpersonalrat der Bundespolizei.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sven_H%C3%BCber über
Der Mann hat seinerzeit eine schicke Diplomarbeit mit dem Thema "Der Bundesgrenzschutz als Instrument imperialistischer Macht- und Herrschaftssicherung" geschrieben.
Kann man doch eigentlich nicht von pauschaler Benachteiligung Ehemaliger sprechen.


Da hast Du sicher Recht, andersherum waere er sicherlich nicht so leicht uebernommen worden.
Aber eins ist sicher, er wurde gegaukt und hat seine Uebernahme nach Probezeit von 2 Jahren erhalten.
Seine jetzige Position als Hauptpersonalrat ist eine gewaehlte.
Aber der Begriff Scharfmacher gefaellt mir nicht. Ich kannte Ihn damals, und wer kann das hier schon sagen, ein Scharfmacher war er damals nicht und heute sicher erst recht nicht.
Uebrigens war er am Ende der Zeit bei den Grenztruppen Ende 1989 erst 25 Jahre alt .
Ihr koennt von mir JETZT halten was Ihr wollt, das ist meine Meinung, die ich aber niemandem aufdraengen will.
Schoene Gruesse aus Oberfranken
kulmbachpolier


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#24

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 16:21
von Alfred | 6.841 Beiträge

Und was soll die Gauck - Aktion nun bringen ?

Es gab Personen, die hatten beim MfS keine Akte und pflegten eine sehr intensive Zusammenarbeit, sprich über diese gibt es kein entsprechendes Papier. Andere, die eine kleine Akten hatten, überstanden die "Gauckaktion" nicht.

Was soll nun gerecht sein ?

Wäre aber ein anderes Thema.


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zuletzt bearbeitet 17.07.2015 16:29 | nach oben springen

#25

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 18:57
von Cambrino | 201 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #14
Der Chef der Deutschen Volkspolizei erließ 1949 den Befehl 2/49. Demzufolge wurde "unsicheren Elemente" aus der Polizei entlassen. Diese Aktion wiederholte sich 1950 und in den Folgejahren noch mehrmals. Betroffen waren Volkspolizisten mit Westverwandschaft, oder die aus dem Westen stammten oder in westlicher Gefangenschaft waren, auch unsichere Umsiedler gehörten dazu. In dieser Zeit sollen bis zu einem Drittel der gesamten Polizeikräfte entlassen worden sein.
In welchem Umfang ich selbst betroffen war, kann man im Thema" Der erste Tag" Beitrag #14 nachlesen.
Ich schätze, das der hier besprochene Kompaniechef auch darunter fiel.
Im übrigen, ich habe auch keine Funktionen im Jungvolk oder in der HJ bekleidet, da sind wir schon zwei.
Der 39.


Hallo der 39.
Die Sache mit der Westverwandschaft wurde aber nicht so pauschal praktiziert.Bei meiner Bewerbung zur Grenzpolizei habe ich angegeben , Onkel und Tanten in Westdeutschland und in Westberlin zu haben. Es war für meine Bewerbung kein Hindernis. Als ich Anfang 1958 auf der Uffz. Schule in Dingelstedt war, bekam ich von meiner Mutter einen Brief, in dem meine Mutter mir mitteilte, meine Schwester (17 Jahre) sei über Westberlin nach Westdeutschland geflüchtet und nun ist auch noch eine Woche später mein Bruder ("auf der Suche nach meiner Schwester") über Westberlin nach Westdeutschland gegangen. Meine Eltern lebten bei Prenzlau ca. 400 km entfernt von meinem Aufenthaltsort und ich hatte so keinen Einfluß auf deren Handlungen. Mit diesem Brief meiner Mutter bin ich zum Polit Offz. gegangen, habe Ihm diesen Brief gezeigt. Der hat sich den Brief durch gelesen. Dann sagte Er ist in Ordnung, Sie konnten darauf ja kein Einfluß nehmen. Und Er wollte den Brief behalten und zu meiner Akte legen. Ich durfte auf der Uffz. Schule bleiben und Prüfung bestanden. Nur weitere Lehrgänge wurden abgelehnt. Wurde nach Einführung der Wehrpflicht als längerdienender Uffz. nicht mehr gebraucht und wurde nach 6.5 Jahren in Ehren entlassen.
Ich wollte hiermit nur zeigen, daß Westverwandschaft nicht immer ein Hinderungsgrund für den Dienst in den bewaffneten Organen war, auch nicht an der Westgrenze.

Gruß CAMBRINO


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.07.2015 19:00 | nach oben springen

#26

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 19:28
von IM Kressin | 907 Beiträge

Einen vergleichbaren Thread mit ähnlichem Gedankenaustausch hatten wir hier:

Braune Vergangenheit der NVA

das im Beitrag #34 erwähnte Buch

Braune Vergangenheit der NVA (2)

Über „Die Generale und Admirale der NVA“, ISBN 978-3-86153-438-9,
tabellarische Übersicht Seite 217 erfahren wir, daß

- 6 Offiziere der Wehrmacht mit Wehrmachtsdienstgrad
Generalleutnant bzw. Generalmajor

diesen Dienstgrad auch in der NVA führten.

- 19 weitere Wehrmachtsoffiziere mit Dienstgraden, Leutnant, Hauptmann, Major, Oberst bekleideten als letzten Dienstgrad in der KVP/NVA

Generalleutnant, Generalmajor, Vizeadmiral, Konteradmiral.

Nicht gerade wenige der vorgenannten Offiziere und späteren Generalmajore/Genralleutnante der NVA hätten auf Grund ihrer (frühen?) Mitgliedschaft in der NSDAP 1942/1943 weitestgehend als „unsicheres Element“ eingestuft und somit aus der Sicherheitsstruktur der DDR sowie aus der Partei ausgeschlossen bzw. nicht aufgenommen werden dürfen!

Westverwandschaft, westliche Gefangenschaft oder nach damaligem Stand der Dinge taxierte Umsiedler wären m. E. für einen unbelasteten Aufbau das geringere Übel gewesen.

Aus heutiger Sicht muß ich davon ausgehen, das Politbüro entschied inkonsequent, wer belastet war.

Möglicherweise waren Zuverlässigkeit, die soldatischen Tugenden und bis zuletzt ausgeübte Untertanentreue zu einem untergegangenen, wenn auch missliebigem System, der entscheidende Faktor und somit von unschätzbarem Nutzen für die Gebrauchsfähigkeit.

Inkonsequent und gegen die Etikette ist ebenso die Benennung eines Ordens, Auszeichnung für militärische Verdienste, nach dem preußischen General Gerhard von Scharnhorst (Scharnhorst-Orden).

Mit diesen Worten will ich weder den preußischen General noch Blüchers Stabschef, den Vorsitzenden der Militärreorganisations-Kommission von 1807, August Graf Neidhardt von Gneisenau, abwerten.

Beide Offiziere waren aber auch Namensgeber für Schlachtschiffe, die im April 1940 bei der Besetzung Norwegens eine entscheidende Rolle spielten.

Auch hier selektierte das Politbüro nach Beliebigkeit die Rosinen gemeinsamer, deutscher Geschichte.

Zitat von der 39. im Beitrag #14
Der Chef der Deutschen Volkspolizei erließ 1949 den Befehl 2/49. Demzufolge wurde "unsicheren Elemente" aus der Polizei entlassen. Diese Aktion wiederholte sich 1950 und in den Folgejahren noch mehrmals. Betroffen waren Volkspolizisten mit Westverwandschaft, oder die aus dem Westen stammten oder in westlicher Gefangenschaft waren, auch unsichere Umsiedler gehörten dazu. In dieser Zeit sollen bis zu einem Drittel der gesamten Polizeikräfte entlassen worden sein.
Der 39.


Wilhelm Adam, Oberst der Wehrmacht, ehemaliger 1. Adjutant der 6. Armee, verstorben 1978 im Rang eines Generalmajor der NVA, schildert in seinem Buch „Der schwere Entschluß“ klar und unmissverständlich das Leiden der deutschen Soldaten und das Martyrium der russischen Bevölkerung.

„Gerade in der politischen Arbeit konnte ich durch die Tat beweisen, daß ich ein anderer geworden war. Alles, aber auch alles zu tun, (Zitat) für ein blühendes, deutsches Vaterland mit einer Gesellschaftsordnung, in der das Glück des Volkes, nationale Souveränität und Würde, soziale Gleichberechtigung und Völkerfreundschaft fest begründet sind.“

(21. Auflage 1982, Verlag der Nation Berlin 1965, Lizenz-Nr. 400/83/82 11,80 M der DDR)

Die im Befehl 2/49 des Chefs der Deutschen Volkspolizei bezeichneten Personengruppen der "unsicheren Elemente"
hatten unbeschadet einer Vorbelastung auf Grund der Voreingenommenheit eines kleinen Zirkels hochrangiger Politfunktionäre diese Chance
nicht und wurden entlassen!

Es grüßt Euch
Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#27

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 00:59
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #17
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #16
Zitat von Gert im Beitrag #15
Zitat von der 39. im Beitrag #14
Der Chef der Deutschen Volkspolizei erließ 1949 den Befehl 2/49. Demzufolge wurde "unsicheren Elemente" aus der Polizei entlassen. Diese Aktion wiederholte sich 1950 und in den Folgejahren noch mehrmals. Betroffen waren Volkspolizisten mit Westverwandschaft, oder die aus dem Westen stammten oder in westlicher Gefangenschaft waren, auch unsichere Umsiedler gehörten dazu. In dieser Zeit sollen bis zu einem Drittel der gesamten Polizeikräfte entlassen worden sein.
In welchem Umfang ich selbst betroffen war, kann man im Thema" Der erste Tag" Beitrag #14 nachlesen.
Ich schätze, das der hier besprochene Kompaniechef auch darunter fiel.
Im übrigen, ich habe auch keine Funktionen im Jungvolk oder in der HJ bekleidet, da sind wir schon zwei.
Der 39.


rot mark. Ich wundere mich , dass du nach heute 66 Jahren so etwas wie eine Rechtfertigung schreibst. Zu dieser Zeit gab es keine anderen Menschen. Die Jungs die 1955 20 Jahre alt waren, waren zwangsläufig Mitglieder der HJ, mit wenigen Ausnahmen. Das konnte man ihnen nicht vorwerfen, es sei denn man war extrem dumm und ohne Geschichtsbewusstsein, also kommunistischer Apparatschik.
Wenn das ein Hinderungsgrund war, an dem neuen kommunistischen Staat mitzu arbeiten, so hätte ich es einfach gelassen. Diese Leute wie Ulbricht und Honecker waren es nicht wert, dass man sich mit ihnen verbündete. Sie waren dumme Apparatschiks des Kommunismus. Werte wie Gerechtigkeit, Loyalität, Fairness, Gleichheit und Brüderlichkeit waren diesen Dumpfbacken fremd.




Aus der reinen Mtgliedschaft, sowie niedern Funktionen hat man auch niemandem in der DDR einen "Strick gedreht". Aber es könnte sich auch um eine höhere, hauptamtliche Funktion gehandelt haben (z.B. Gauleiter bzw. dessen Stellvertreter). Das wäre in der DDR, wenn man es im Lebenslauf verschwiegen hätte, zu recht ein Grund, Vertrauensstellungen zu entziehen.


glaubst du dass sich ein ehemaliger Gauleiter der NSDAP am 7. Oktober 1949, dem Gründungstag der DDR , auf dem Gebiet der DDR auifgehalten hat ? Ich sage dir wo die waren, sie waren entweder vom NKWD umgebracht worden oder auf dem Territorium der 3 Westzonen untergetaucht. Der Gauleiter von Düsseldorf, meiner jetzigen Heimat, ist in den 70 er Jahren ganz normal in seinem Bett gestorben. Ein Skandal wie ich sagen möchte, aber leider nicht mehr umkehrbar.



Es ging in der Diskussion nicht um NSDAP- sondern HJ-Funktionen. Das sich ein Mitglied einer HJ-Gauleitung (ggf. mit falscher Identität als Umsiedler) in der DDR aufgehalten hat, ist zwar nicht sehr warscheinlich, aber nicht unmöglich.



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#28

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 01:07
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #26
Einen vergleichbaren Thread mit ähnlichem Gedankenaustausch hatten wir hier:

Braune Vergangenheit der NVA

das im Beitrag #34 erwähnte Buch

Braune Vergangenheit der NVA (2)

Über „Die Generale und Admirale der NVA“, ISBN 978-3-86153-438-9,
tabellarische Übersicht Seite 217 erfahren wir, daß

- 6 Offiziere der Wehrmacht mit Wehrmachtsdienstgrad
Generalleutnant bzw. Generalmajor

diesen Dienstgrad auch in der NVA führten.

- 19 weitere Wehrmachtsoffiziere mit Dienstgraden, Leutnant, Hauptmann, Major, Oberst bekleideten als letzten Dienstgrad in der KVP/NVA

Generalleutnant, Generalmajor, Vizeadmiral, Konteradmiral.

Nicht gerade wenige der vorgenannten Offiziere und späteren Generalmajore/Genralleutnante der NVA hätten auf Grund ihrer (frühen?) Mitgliedschaft in der NSDAP 1942/1943 weitestgehend als „unsicheres Element“ eingestuft und somit aus der Sicherheitsstruktur der DDR sowie aus der Partei ausgeschlossen bzw. nicht aufgenommen werden dürfen!

Westverwandschaft, westliche Gefangenschaft oder nach damaligem Stand der Dinge taxierte Umsiedler wären m. E. für einen unbelasteten Aufbau das geringere Übel gewesen.

Aus heutiger Sicht muß ich davon ausgehen, das Politbüro entschied inkonsequent, wer belastet war.

Möglicherweise waren Zuverlässigkeit, die soldatischen Tugenden und bis zuletzt ausgeübte Untertanentreue zu einem untergegangenen, wenn auch missliebigem System, der entscheidende Faktor und somit von unschätzbarem Nutzen für die Gebrauchsfähigkeit.

Inkonsequent und gegen die Etikette ist ebenso die Benennung eines Ordens, Auszeichnung für militärische Verdienste, nach dem preußischen General Gerhard von Scharnhorst (Scharnhorst-Orden).

Mit diesen Worten will ich weder den preußischen General noch Blüchers Stabschef, den Vorsitzenden der Militärreorganisations-Kommission von 1807, August Graf Neidhardt von Gneisenau, abwerten.

Beide Offiziere waren aber auch Namensgeber für Schlachtschiffe, die im April 1940 bei der Besetzung Norwegens eine entscheidende Rolle spielten.

Auch hier selektierte das Politbüro nach Beliebigkeit die Rosinen gemeinsamer, deutscher Geschichte.

Zitat von der 39. im Beitrag #14
Der Chef der Deutschen Volkspolizei erließ 1949 den Befehl 2/49. Demzufolge wurde "unsicheren Elemente" aus der Polizei entlassen. Diese Aktion wiederholte sich 1950 und in den Folgejahren noch mehrmals. Betroffen waren Volkspolizisten mit Westverwandschaft, oder die aus dem Westen stammten oder in westlicher Gefangenschaft waren, auch unsichere Umsiedler gehörten dazu. In dieser Zeit sollen bis zu einem Drittel der gesamten Polizeikräfte entlassen worden sein.
Der 39.


Wilhelm Adam, Oberst der Wehrmacht, ehemaliger 1. Adjutant der 6. Armee, verstorben 1978 im Rang eines Generalmajor der NVA, schildert in seinem Buch „Der schwere Entschluß“ klar und unmissverständlich das Leiden der deutschen Soldaten und das Martyrium der russischen Bevölkerung.

„Gerade in der politischen Arbeit konnte ich durch die Tat beweisen, daß ich ein anderer geworden war. Alles, aber auch alles zu tun, (Zitat) für ein blühendes, deutsches Vaterland mit einer Gesellschaftsordnung, in der das Glück des Volkes, nationale Souveränität und Würde, soziale Gleichberechtigung und Völkerfreundschaft fest begründet sind.“

(21. Auflage 1982, Verlag der Nation Berlin 1965, Lizenz-Nr. 400/83/82 11,80 M der DDR)

Die im Befehl 2/49 des Chefs der Deutschen Volkspolizei bezeichneten Personengruppen der "unsicheren Elemente"
hatten unbeschadet einer Vorbelastung auf Grund der Voreingenommenheit eines kleinen Zirkels hochrangiger Politfunktionäre diese Chance
nicht und wurden entlassen!

Es grüßt Euch
Kressin





Die preußischen Militär-Reformer, die im Rahmen der preußisch-russischen Waffenbrüderschaft zur Befreiung von Napoleon Bedeutung erlangt hatten, gehörten zum Traditions-Erbe der NVA. Das ihre Namen von den Nazis mißbraucht worden waren, konnte man Männern, die zu diesem zeitpunkt bereits seit Jahrzenten tot waren, nicht anlasten. Der Rückgriff auf das progessive Erbe (und auch die steingraue Unifom nach deutschem Schnitt) ging übrigens auf sowjetische Empfehlung zurück.



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#29

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 02:38
von der sturmbahn könig | 162 Beiträge

@cambrino Ich bin da voll bei Dir,am warscheinlichsten für mich wäre eine Einschleusung;da es ja in den Jahren schon in den Bergwerken überall brodelte,da wollte man wohl schon sicher gehn und einen Vertrauten am Ort haben.....des anderen könnte auch eine Westbeziehung Thema gewesen sein,aber in den Jahren ..kann ich mir nicht vorstellen.. wegen Hj. Vergangenheit sicher nicht ,die ehemaligen von Wehrmacht ec. wurden doch beliebt genommen wegen Erfahrung im Umgang mit Soldaten sprich Drill und Gehohrsam...wer sollte denn damals sonst den Posten ausfüllen...zu lasch im Umgang mit Untergebenen...Ist möglich......Beispiel... ..hatte zu meiner Zeit ( 1968 ) einen Ultn. als Zugführer ( Le. ) der war mit allen Soldaten per Du und wurde von vielen gar nicht für voll genommen...er war plötzlich auch aus den Augen verschwunden .zu meinem Erstaunen laß ich kürzlich im Forum..das dieser Ultn.( Le ) von 1989 bis 1990 Oberst - und Cheff des Grenzkommando Nord war, ganz schön hoch gedient das Jungchen , da war ich doch ganz schön erstaunt..... also doch nicht wegen Untauglichkeit ins Kohlerevier.....


Cambrino hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2015 15:08 | nach oben springen

#30

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 03:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der sturmbahn könig im Beitrag #29
@cambino Ich bin da voll bei Dir,am warscheinlichsten für mich wäre eine Einschleusung;da es ja in den Jahren schon in den Bergwerken überall brodelte,da wollte man wohl schon sicher gehn und einen Vertrauten am Ort haben.....des anderen könnte auch eine Westbeziehung Thema gewesen sein,aber in den Jahren ..kann ich mir nicht vorstellen.. wegen Hj. Vergangenheit sicher nicht ,die ehemaligen von Wehrmacht ec. wurden doch beliebt genommen wegen Erfahrung im Umgang mit Soldaten sprich Drill und Gehohrsam...wer sollte denn damals sonst den Posten ausfüllen...zu lasch im Umgang mit Untergebenen...Ist möglich......Beispiel... ..hatte zu meiner Zeit ( 1968 ) einen Ultn. als Zugführer ( Le. ) der war mit allen Soldaten per Du und wurde von vielen gar nicht für voll genommen...er war plötzlich auch aus den Augen verschwunden .zu meinem Erstaunen laß ich kürzlich im Forum..das dieser Ultn.( Le ) von 1989 bis 1990 Oberst - und Cheff des Grenzkommando Nord war, ganz schön hoch gedient das Jungchen , da war ich doch ganz schön erstaunt..... also doch nicht wegen Untauglichkeit ins Kohlerevier.....


@sturmbahn könig, den Namen kannste ruhig ausschreiben, viel fehlt ja sowieso nicht. Er ist auch überall bekannt.
Kdr. GKN vom 01.12.89 bis zur Auflösung Oberst Lepa. Zum GKN kam er aus dem GKS, Kommandeur des GR 4 Heiligenstadt (86- 30.11.89)
Micha


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zuletzt bearbeitet 18.07.2015 03:38 | nach oben springen

#31

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 10:11
von damals wars | 12.113 Beiträge

Einen Hauptmann als Spitzel in eine Brikettfabrik zu schicken wäre völlig sinnlos gewesen. Einmal gab es einen Ständigen Mangel an Offizieren, andererseits hätte er sich kaum so verstellen können, um als brauchbarer IM tätig zu sein. den meisten Berufssoldaten war das Soldat sein so ins Blut übergegangen, da war ein verstellen kaum möglich.
Und dann wurde jeder neue beäugt, und der Buschfunk war auch nicht schlecht.
Viele Betriebe setzten Offiziere gern auf Leitungsposten ein,z. B. wie schon erwähnt als Sicherheitsinspektor, da brauchte es zuverlässige Leute.
Wenn die Brikettpressen gut geölt wurden, liefen sie ohne Unterbrechung jahrzehntelang.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#32

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 10:16
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #31

Viele Betriebe setzten Offiziere gern auf Leitungsposten ein,z. B. wie schon erwähnt als Sicherheitsinspektor, da brauchte es zuverlässige Leute.



Im Ausgangsbeitrag ging es um die Zeit Ende der 50er Jahre.
Setzte man damals schon Offiziere, die ihre Dienstzeit absolviert haben, auf solche Posten?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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zuletzt bearbeitet 18.07.2015 10:16 | nach oben springen

#33

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 14:17
von der sturmbahn könig | 162 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #30
Zitat von der sturmbahn könig im Beitrag #29
@cambino Ich bin da voll bei Dir,am warscheinlichsten für mich wäre eine Einschleusung;da es ja in den Jahren schon in den Bergwerken überall brodelte,da wollte man wohl schon sicher gehn und einen Vertrauten am Ort haben.....des anderen könnte auch eine Westbeziehung Thema gewesen sein,aber in den Jahren ..kann ich mir nicht vorstellen.. wegen Hj. Vergangenheit sicher nicht ,die ehemaligen von Wehrmacht ec. wurden doch beliebt genommen wegen Erfahrung im Umgang mit Soldaten sprich Drill und Gehohrsam...wer sollte denn damals sonst den Posten ausfüllen...zu lasch im Umgang mit Untergebenen...Ist möglich......Beispiel... ..hatte zu meiner Zeit ( 1968 ) einen Ultn. als Zugführer ( Le. ) der war mit allen Soldaten per Du und wurde von vielen gar nicht für voll genommen...er war plötzlich auch aus den Augen verschwunden .zu meinem Erstaunen laß ich kürzlich im Forum..das dieser Ultn.( Le ) von 1989 bis 1990 Oberst - und Cheff des Grenzkommando Nord war, ganz schön hoch gedient das Jungchen , da war ich doch ganz schön erstaunt..... also doch nicht wegen Untauglichkeit ins Kohlerevier.....


@sturmbahn könig, den Namen kannste ruhig ausschreiben, viel fehlt ja sowieso nicht. Er ist auch überall bekannt.
Kdr. GKN vom 01.12.89 bis zur Auflösung Oberst Lepa. Zum GKN kam er aus dem GKS, Kommandeur des GR 4 Heiligenstadt (86- 30.11.89)
Micha

hallo@ micha--- ja, da haste wohl recht auf die 2 buchstaben wäre es auch nicht mehr angekommen, aber ich wurde gerügt als ich mich in mai angemeldet habe und mal den namen von meinem alten kc.genannt habe deshalb ließ ich das sein...mfg und schönen sonntag


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zuletzt bearbeitet 18.07.2015 15:25 | nach oben springen

#34

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 14:58
von der sturmbahn könig | 162 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #31
Einen Hauptmann als Spitzel in eine Brikettfabrik zu schicken wäre völlig sinnlos gewesen. Einmal gab es einen Ständigen Mangel an Offizieren, andererseits hätte er sich kaum so verstellen können, um als brauchbarer IM tätig zu sein. den meisten Berufssoldaten war das Soldat sein so ins Blut übergegangen, da war ein verstellen kaum möglich.
Und dann wurde jeder neue beäugt, und der Buschfunk war auch nicht schlecht.
Viele Betriebe setzten Offiziere gern auf Leitungsposten ein,z. B. wie schon erwähnt als Sicherheitsinspektor, da brauchte es zuverlässige Leute.
Wenn die Brikettpressen gut geölt wurden, liefen sie ohne Unterbrechung jahrzehntelang.

@damals wars...an IM..hatte ich auch nicht gedacht wäre Unnsinn, dachte eher an höhere Aufgaben,was auch immer das sein mochte..vielleicht war der auch Sicherheitsinspektor wer weiß das schon .... keiner weiß doch was genaues...und unter den Lebenden ist er sicherlich heute auch nicht mehr ....warum also weiter spekulieren.... lassen wir es gut sein..fg .


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zuletzt bearbeitet 18.07.2015 16:29 | nach oben springen

#35

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 19.07.2015 02:07
von Cambrino | 201 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #14
Der Chef der Deutschen Volkspolizei erließ 1949 den Befehl 2/49. Demzufolge wurde "unsicheren Elemente" aus der Polizei entlassen. Diese Aktion wiederholte sich 1950 und in den Folgejahren noch mehrmals. Betroffen waren Volkspolizisten mit Westverwandschaft, oder die aus dem Westen stammten oder in westlicher Gefangenschaft waren, auch unsichere Umsiedler gehörten dazu. In dieser Zeit sollen bis zu einem Drittel der gesamten Polizeikräfte entlassen worden sein.
In welchem Umfang ich selbst betroffen war, kann man im Thema" Der erste Tag" Beitrag #14 nachlesen.
Ich schätze, das der hier besprochene Kompaniechef auch darunter fiel.
Im übrigen, ich habe auch keine Funktionen im Jungvolk oder in der HJ bekleidet, da sind wir schon zwei.
Der 39.



Hallo der 39 !
Auf Grund deiner Ausführungen habe ich noch mal darüber nach gedacht, wie alt dieser Hauptm. La. zum Ende seiner Dienstzeit (ca.1957) war.
Nach meiner Einschätzung war Er ca.40-42 Jahre alt. (Das hatte ich oben am Anfang vergessen zu schreiben.)
Dann war Er doch bei Kriegsende 1945 schon ca.30 Jahre alt und hätte theoretisch auch in der Wehrmacht schon eine gewisse Funktion gehabt haben können und könnte einer solchen Säuberungsaktion zum Opfer gefallen sein. Da Du aber auch in dieser Umgebung deinen Dienst geleistet hast, müßt ihr in den Offz. Kreisen doch von diesem Fall ( Hauptm.La.) auch etwas mit bekommen haben. Es kann keine normale Entlassung gewesen sein. Ohne Ankündigung, ohne sich von der Komp. verabschieden zu können wurde Er abgeholt. Auf die schnelle alle seine Sachen packen und ab ging die " Post ". Aber die wahren Gründe dieses Vorgangs werden wir wohl nie erfahren wenn nicht in den Archiven etwas zu finden ist.
Ein normaler Abgang kann es nicht gewesen sein, das ist meine Meinung.

Gruß CAMBRINO


der 39. und der sturmbahn könig haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 19.07.2015 03:28
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@der sturmbahn könig/ @Cambrino,
Ihr schwatzt aus einer Zeit, da war ich noch nicht mal auf der Welt, das Thema lässt sich noch bis in die 80er weiterführen und vollkommen ohne NS-
Vergangenheit.
"vom Generalmajor zum Soldaten Entlassung und Heizer", das wäre das Heftigste was mir bekannt ist.
Ich mach deswegen kein neues Thema auf, die Prügel kann ich mir sparen.
Eventuell kennt ja jemand so einen Fall, es muß nicht unbedingt ein GM. sein.
Micha


Cambrino und der sturmbahn könig haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.07.2015 03:33 | nach oben springen

#37

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 19.07.2015 10:56
von Klauspeter | 986 Beiträge

Es wäre schon interessant, etwas über die weitere Entwicklung dieses Offiziers zu erfahren.
So aber sind nur Spekulationen möglich. Vielleicht wurde er als "Fernaufklärer" aufgebaut - degradierter Offizier - Arbeiter in einer Brikettfabrik - eventuell dann "Republikflucht" und Tätigkeit als "Aufklärer" in der BRD. Alles ist möglich, aber nichts bisher erwiesen.
Klaus


Cambrino hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.07.2015 10:56 | nach oben springen

#38

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 19.07.2015 12:32
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #37

So aber sind nur Spekulationen möglich. Vielleicht wurde er als "Fernaufklärer" aufgebaut - degradierter Offizier - Arbeiter in einer Brikettfabrik - eventuell dann "Republikflucht" und Tätigkeit als "Aufklärer" in der BRD. Alles ist möglich, aber nichts bisher erwiesen.
Klaus


Warum solche Spekulationen?
Man hat ihn sicherlich ohne Klamauk aus der Kompanie rausgelöst nachdem bekannt wurde,dass er zu seiner Vergangenheit (HJ) falsche Angaben gemacht hat.Später hat man ihn mit einem Arbeitsplatz versorgt.
Das geschah zu einer Zeit,als der Putsch in Ungarn gerade vorbei war und nachdem sich dort Teile der ungarischen Volksarmee auf Seite der Aufständischen geschlagen hatten.
Infolgedessen wurde eine gründliche Überprüfung der Führungskader der NVA durch Politbürobeschluss von November 1956 durchgeführt.Nach diesen Maßnahmen ging man u.a. dazu über,NVA-Offiziere mit Wehrmachtshintergrund aus führenden Positionen zu entfernen.Ab Februar 1957 erfolgte darauf hin die Aussonderung von "Ehemaligen der faschistischen Wehrmacht" aus den Reihen der NVA.Überprüft wurden diese "Ehemaligen" durch das MfNV(Kaderverwaltung),das MfS,Mitarbeiter für Sicherheitsfragen und Politorgane.
Bis Ende 1959 wurden 293 ehemalige Wehrmachtsoffiziere aus der NVA entlassen und an zivile Arbeitsstellen vermittelt,82 weitere waren zur Entlassung vorgesehen.96 weitere Offiziere verblieben noch bis Anfang der 60er Jahre in der NVA mangels qualifizierten Nachwuchses.
Ihnen wurde zwar Parteitreue bescheinigt,aber durch ihre Vergangenheit waren sie in manchen Punkten nicht mehr tragbar(Führungsstil zb.).

Also denke ich,ganz normale zeithistorische Entwicklung ohne IM und Aufklärer Spekulationen.

seaman


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zuletzt bearbeitet 19.07.2015 12:34 | nach oben springen

#39

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 19.07.2015 13:56
von der sturmbahn könig | 162 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #36
@der sturmbahn könig/ @Cambrino,
Ihr schwatzt aus einer Zeit, da war ich noch nicht mal auf der Welt, das Thema lässt sich noch bis in die 80er weiterführen und vollkommen ohne NS-
Vergangenheit.
"vom Generalmajor zum Soldaten Entlassung und Heizer", das wäre das Heftigste was mir bekannt ist.
Ich mach deswegen kein neues Thema auf, die Prügel kann ich mir sparen.
Eventuell kennt ja jemand so einen Fall, es muß nicht unbedingt ein GM. sein.
Micha

Ja Micha,da hast du recht ,ich weiß nicht warum wir uns hier noch heiß machen,...nur ein Beispiel noch aus eigener Familie, mein Vater war in den 50.bei der Vp. in der Vermittlung Schreibkraft ... ab 1958-61 dann beim fdgb ... 1961 wurde er da gefeuert weil meine Schwester kirchlich getauft wurde.. ( meine Mutter hatte damals darauf bestanden,weil alle Kinder ( 7 ) getauft waren ....meine Eltern hatten darauf hin an W.Ulbricht geschrieben...in der Antwort hieß es dann ..für einen Partei Genossen gehöhrt es sich nicht seine Kinder taufen zu lassen bla bla....das wars dann....er mußte als Treckerfahrer auf eine LPG.. kleines dorf ..... und mit 400 mark für eine 9 köpfige familie sorgen...es ging uns damals sehr dreckig, mir kommt heut noch der kaffee hoch.( ich war damals 11 jahre alt und hatte den brief zufällig gefunden .) konnte damit jedoch nichts anfangen und von den Eltern wurde es verschwiegen ,vielleicht um uns zu schützen ( sprich kinderheim ) ps. gehöhrt hier zwar nicht ins forum ist aber doch vergleichbar mit anderen Fällen und wie Du schon gesagt hast ,muß nicht unbedingt ein GM. sein mfg. Harry


Cambrino hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.07.2015 14:03 | nach oben springen

#40

RE: Vom Hauptm.und Komp.Chef zum Arbeiter in der Brikettfabrik.

in Grenztruppen der DDR 19.07.2015 14:22
von Klauspeter | 986 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #38
Zitat von Klauspeter im Beitrag #37

So aber sind nur Spekulationen möglich. Vielleicht wurde er als "Fernaufklärer" aufgebaut - degradierter Offizier - Arbeiter in einer Brikettfabrik - eventuell dann "Republikflucht" und Tätigkeit als "Aufklärer" in der BRD. Alles ist möglich, aber nichts bisher erwiesen.
Klaus


Warum solche Spekulationen?
...



Die knappen Angaben im Eingangsbeitrag verleiten dazu.
Unwillkürlich fällt mir da Günter Guillaume ein. Nach der Wende konnte man von einigen solchen Biographien lesen.
Aber es sind auch viele andere Entwicklungen möglich.
Klaus


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