#161

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 20.07.2015 03:01
von Potsdamerin (gelöscht)
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #160
Zitat von linamax im Beitrag #159
Zitat von Klauspeter im Beitrag #158
Zitat von Schakal im Beitrag #157

Ich glaube übrigens, je höher die Position damals in der DDR war, desto anfälliger wurde man für Duckmäusigkeit. Ist aber nur meine Meinung.

Ja und nein.
Wer sich ständig oben hielt, ohne anzuecken, der wurde wohl fast automatisch zum Duckmäuser-Typ. Für mich ist Herr Schabowski dafür ein Beispiel.
Es gibt aber in der Geschichte der DDR viele Beispiele für Leute, die auch ganz oben den Mund aufmachten, ihre Meinung sagten, oder ganz einfach einen anderen Weg gehen wollten. Beispiele dafür sind sicher genug bekannt.
Klaus


Ja , dann sag doch mal die Beispiele .

Ich erinnere an die 1956 verhaftete Gruppe um Wolfgang Harich, Bernhard Steinberger und Manfred Hertwig, denen dann auch Walter Janka, Gustav Just, Heinz Zöger, Richard Wolf u.a. folgten.

Aber mach Dich selbst kundig:
Lies dazu: Forschungen zur DDR-Gesellschaft,
Erhart Neubert,
Geschichte der Opposition in der DDR 1949 bis 1989, Berlin 1998, ISBN3-86153-163-1

Auch hier zu finden: https://books.google.de/books?id=HCiSjXd...epage&q&f=false

Klaus


Ich glaube keinen Geschichtsbüchern mehr, weil immer nur die halbe Wahrheit drin steht.
________________________________________________________________________________________________________

Nein - ich war/bin ganz und gar kein Duckmäuser.
Ich weiß auch nicht, ob man dazu unbedingt erzogen werden kann?
Entweder man ist charakterstark oder man ist es eben nicht.
Als "Duckmäuser" aber hätte ich es im Leben bestimmt einfacher gehabt ... Und nicht nur damals!


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zuletzt bearbeitet 20.07.2015 03:02 | nach oben springen

#162

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 22.07.2015 11:51
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #124
Ich habe mir auch erst ab 1990 einen aufrechten Gang angewöhnt!
Vorher hatte ich wahrscheinlich Einschränkungen mit meinen Gelenken im Rückenbereich.
Vielleicht lag es auch daran, dass mir die Faltkärtchen, .....die ich zum Teil schon mal veröffentlicht habe, mir diese Schmerzen zugefügt haben
Wohl eher austherapiert und schmerzfrei gestellt?

Na egal ... zum Thema, also zumindest so in etwa. In der Alex Taschenbücherei erschien als Band 36 'Ich war kein Duckmäuser' von Ludwig Turek. Als Heranwachsender hab ich's 'verschlungen'. Diese autobiografische Erzählung hätte sich auch gut fürs freie Thema im 10.Klasse-Deutschaufsatz geeignet. Nur ich nahm dann ein anderes Thema. War ich da nun ein Duckmäuser? Ich wage mal zu behaupten ... ja? Denn ich meine heut schon, das eine gewisse Erziehung zum vorauseilenden Gehorsam angesagt war in der Verflossenen. Doch ist das nun Duckmäusertum? Auf jeden Fall isses typisch deutsch und ... hmm, wohl nicht nur (wie schon erwähnt) ein Problem der DDR oder besser gesagt, vergangener Zeiten.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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zuletzt bearbeitet 22.07.2015 11:53 | nach oben springen

#163

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 22.07.2015 12:07
von Fritze | 3.474 Beiträge

Der deutsche Michel muss auch gebückt laufen ,unter der Bürde der Mütze ,welche er sich selbst aufsetzt oder aufsetzen lässt!

Inklusive Gehörschützer und Scheuklappen .

MfG Fritze


Edit Plenk


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#164

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 09:34
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Um in der DDR seine Meinung zu artikulieren kam es zunächst auf die eigene Standortbestimmung an.
War ich ein Filmregisseur, der mit seinen Projekten an die Öffentlichkeit treten wollte und Einfluß auf Zuschauer und Bürger dieses Landes nahm oder war ich nur ein Fabrikarbeiter, der sich Gedanken um seinen Alltag machte.
Das entschied darüber, wie die Staatsmacht in der Folge mit diesen Personen umging.
Sollten nun auch noch kritische Facetten dieses DDR- Alltags beleuchtet werden, so war eine enorme Kreativität, Geduld und Vorsicht gefragt, denn war man einmal angeeckt mußte man beweisen, daß es nicht primär darum ging zu provozieren sondern zu informieren.
Dazu möchte ich einmal das Beispiel der Fimemacher- Legende Winfried Junge anführen ("Die Kinder von Golzow"), der übrigens vor kurzem 80 geworden ist.
http://www.berliner-zeitung.de/kultur/os...0,31248150.html
Hier mal ein Auszug aus dem Link mit dem Vorab- Vermerk, daß er trotzdem weiter machte und im Rahmen seiner Möglichkeiten im "Golzow- Projekt" auch Systemkritik geschickt verpackt wiedergegeben hat, man denke z. B. an blödsinnige Arbeitsaufgaben, Geheimniskrämereien um den Beruf des Ehemanns einer Protagonistin und die seit dem Krieg zerschossene Fassaden des Wohnhauses eines dieser Kinder u.v.a.
Zitat Anfang

„Man muss also sagen“, schrieb die Direktorin des Studios an das Politbüromitglied Kurt Hager, dass Junge „zweifellos zu jenen jungen Künstlern gehört, die noch keinen klaren parteilichen Standpunkt haben und anfällig sind.“ Das hätte, zweifellos, das unerwartet frühe Ende als Regisseur bedeuten können. Winfried Junge aber wollte sich weder verweigern noch wollte er resignieren. Stattdessen legte er in seinem Brief eine stattliche Liste neuer Filmvorschläge vor, darunter einen Stoff über Ursachen und Folgen der Alkoholsucht („Warum trinken Sie?“), einen zum Thema „Beruf verfehlt“ über falsche Berufswahl und auch einen über die „Vergessenen“: „In Kindergärten ist es nicht selten, dass die Eltern ihre Kinder zum Wochenende nicht abholen, weil sie nach einer schweren Arbeitswoche ihre Ruhe haben wollen. Sie denken: Der Staat ist ja heute für alles da. Falsch verstandener Sozialismus.“ Fast keiner dieser Vorschläge wurde von der DEFA angenommen.


An dieser Stelle hätten andere den Ausreiseantrag gestellt oder sich in einen "unauffälligeren" Beruf zurück gezogen, Junge jedoch machte weiter, blieb seiner Sache treu, resignierte vielleicht auch einmal und ließ sich vor allem nicht in einen Hofberichterstatter umpolen, um einen ruhigen Job zu behalten, er eckte weiter an und kämpfte auf seine Art, während andere wie Biermann nur noch pöbelten.
Nun hatte auch Biermann in vielen Fragen recht und seine Kritik war angebracht, keine Frage nur paßte seine Mentalität und Ungeduld nicht in diese fragile Freiheitsarchitektur der DDR, auch war er sicher enttäuscht darüber, daß viele ruhig blieben trotz zahlreicher Fehlentscheidungen der SED- Führung.
Bleibt noch die eigene Nase.
Man hat vieles mitgemacht, was im Nachgang als falsch zu bewerten aber überwiegend war ich dankbar für das was mir geboten wurde, die Perspektive auf den Traumberuf wurde in Linientreue zur SED umtransformiert als das gar nicht mehr nötig war.
Zahlreiche Episoden aus meiner Schulzeit hatte ich ja schon beschrieben, z. B. wie eine Mitschülerin energisch protestierte als die Lehrerin eine Schreibkraft abfällig als Tippmamsell titulierte und weil die kleine Ute außer sich vor Wut war, kam es sogar zu einer Entschuldigung der Lehrerin vor versammelter Klasse.



vs1400 und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#165

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #164
[quote]

„Man muss also sagen“, schrieb die Direktorin des Studios an das Politbüromitglied Kurt Hager, dass Junge „zweifellos zu jenen jungen Künstlern gehört, die noch keinen klaren parteilichen Standpunkt haben und anfällig sind.“ Das hätte, zweifellos, das unerwartet frühe Ende als Regisseur bedeuten können. Winfried Junge aber wollte sich weder verweigern noch wollte er resignieren. Stattdessen legte er in seinem Brief eine stattliche Liste neuer Filmvorschläge vor, darunter einen Stoff über Ursachen und Folgen der Alkoholsucht („Warum trinken Sie?“), einen zum Thema „Beruf verfehlt“ über falsche Berufswahl und auch einen über die „Vergessenen“: „In Kindergärten ist es nicht selten, dass die Eltern ihre Kinder zum Wochenende nicht abholen, weil sie nach einer schweren Arbeitswoche ihre Ruhe haben wollen. Sie denken: Der Staat ist ja heute für alles da. Falsch verstandener Sozialismus.“ Fast keiner dieser Vorschläge wurde von der DEFA angenommen.




rot mark.
also doch eine Anscheißerrepublik, die größte und schönste......


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#166

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:22
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #165
Zitat von Hackel39 im Beitrag #164
[quote]

„Man muss also sagen“, schrieb die Direktorin des Studios an das Politbüromitglied Kurt Hager, dass Junge „zweifellos zu jenen jungen Künstlern gehört, die noch keinen klaren parteilichen Standpunkt haben und anfällig sind.“ Das hätte, zweifellos, das unerwartet frühe Ende als Regisseur bedeuten können. Winfried Junge aber wollte sich weder verweigern noch wollte er resignieren. Stattdessen legte er in seinem Brief eine stattliche Liste neuer Filmvorschläge vor, darunter einen Stoff über Ursachen und Folgen der Alkoholsucht („Warum trinken Sie?“), einen zum Thema „Beruf verfehlt“ über falsche Berufswahl und auch einen über die „Vergessenen“: „In Kindergärten ist es nicht selten, dass die Eltern ihre Kinder zum Wochenende nicht abholen, weil sie nach einer schweren Arbeitswoche ihre Ruhe haben wollen. Sie denken: Der Staat ist ja heute für alles da. Falsch verstandener Sozialismus.“ Fast keiner dieser Vorschläge wurde von der DEFA angenommen.




rot mark.
also doch eine Anscheißerrepublik, die größte und schönste......


Da kannste aber heute das wiedervereinigte Deutschland mit zu zählen


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#167

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:27
von mucker82 | 236 Beiträge

Dieses Geflecht aus hauptamtlichen Spitzeln und freiwilligen Zuträgern und Anscheißern in der DDR dürfte in der Welt seinesgleichen suchen.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.07.2015 17:29 | nach oben springen

#168

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:28
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #165
Zitat von Hackel39 im Beitrag #164
[quote]

„Man muss also sagen“, schrieb die Direktorin des Studios an das Politbüromitglied Kurt Hager, dass Junge „zweifellos zu jenen jungen Künstlern gehört, die noch keinen klaren parteilichen Standpunkt haben und anfällig sind.“ Das hätte, zweifellos, das unerwartet frühe Ende als Regisseur bedeuten können. Winfried Junge aber wollte sich weder verweigern noch wollte er resignieren. Stattdessen legte er in seinem Brief eine stattliche Liste neuer Filmvorschläge vor, darunter einen Stoff über Ursachen und Folgen der Alkoholsucht („Warum trinken Sie?“), einen zum Thema „Beruf verfehlt“ über falsche Berufswahl und auch einen über die „Vergessenen“: „In Kindergärten ist es nicht selten, dass die Eltern ihre Kinder zum Wochenende nicht abholen, weil sie nach einer schweren Arbeitswoche ihre Ruhe haben wollen. Sie denken: Der Staat ist ja heute für alles da. Falsch verstandener Sozialismus.“ Fast keiner dieser Vorschläge wurde von der DEFA angenommen.




rot mark.
also doch eine Anscheißerrepublik, die größte und schönste......



Gert,

selbst in Internetforum der Gegenwart soll es ab und zu entsprechendes geben , sprich andere auf verschiedenste Art in die Pfanne zu hauen.


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#169

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:31
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #167
Dieses Geflecht aus hauptamtlichen Spitzeln und freiwilligen Zuträgern und Anscheißern in der DDR dürfte in der Welt seinesgleichen suchen.


Nehme doch einfach mal den CIA oder NSA--da findest Du das seinesgleichen.


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#170

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:33
von mucker82 | 236 Beiträge

Weit gefehlt mein Freund,

in der DDR bespitzelte der Ehemann die Ehefrau , der Nachbar den Nachbarn , der Kollege den Kollegen, der "Freund" den Freund.
Deine ständigen Whataboutism- Beiträge laufen ins Leere.


matloh und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.07.2015 17:34 | nach oben springen

#171

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:38
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #168
Zitat von Gert im Beitrag #165
Zitat von Hackel39 im Beitrag #164
[quote]

„Man muss also sagen“, schrieb die Direktorin des Studios an das Politbüromitglied Kurt Hager, dass Junge „zweifellos zu jenen jungen Künstlern gehört, die noch keinen klaren parteilichen Standpunkt haben und anfällig sind.“ Das hätte, zweifellos, das unerwartet frühe Ende als Regisseur bedeuten können. Winfried Junge aber wollte sich weder verweigern noch wollte er resignieren. Stattdessen legte er in seinem Brief eine stattliche Liste neuer Filmvorschläge vor, darunter einen Stoff über Ursachen und Folgen der Alkoholsucht („Warum trinken Sie?“), einen zum Thema „Beruf verfehlt“ über falsche Berufswahl und auch einen über die „Vergessenen“: „In Kindergärten ist es nicht selten, dass die Eltern ihre Kinder zum Wochenende nicht abholen, weil sie nach einer schweren Arbeitswoche ihre Ruhe haben wollen. Sie denken: Der Staat ist ja heute für alles da. Falsch verstandener Sozialismus.“ Fast keiner dieser Vorschläge wurde von der DEFA angenommen.




rot mark.
also doch eine Anscheißerrepublik, die größte und schönste......



Gert,

selbst in Internetforum der Gegenwart soll es ab und zu entsprechendes geben , sprich andere auf verschiedenste Art in die Pfanne zu hauen.


@Alfred das mag so sein und wie du richtig schriebst ab und zu. In der Ehemaligen geschah das jeden Tag und die Folgen waren ungleich größer als heute im Internet. Denn die riefen dort immer Leute auf den Plan, die keine guten Methoden im Umgang mit Menschen pflegten. Aber das brauche ich dir ja nicht im Detail erklären, das wirst du sehr viel genauer wissen als ich


.
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#172

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:42
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #170
Weit gefehlt mein Freund,

in der DDR bespitzelte der Ehemann die Ehefrau , der Nachbar den Nachbarn , der Kollege den Kollegen, der "Freund" den Freund.
Deine ständigen Whataboutism- Beiträge laufen ins Leere.



Wieso ins leere--ich kenne keinen aus meiner Fam. und selbst meine Frau--die mich bespitzelt haben. Sicher hat es sowas gegeben. Aber Du solltest mal Dein Gehirn einschalten.Denn so wie Du es rüber bringst--beschuldigst Du jeden ehm.DDR Bürger der Spitzellei:


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#173

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:43
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #171
Zitat von Alfred im Beitrag #168
Zitat von Gert im Beitrag #165
Zitat von Hackel39 im Beitrag #164
[quote]

„Man muss also sagen“, schrieb die Direktorin des Studios an das Politbüromitglied Kurt Hager, dass Junge „zweifellos zu jenen jungen Künstlern gehört, die noch keinen klaren parteilichen Standpunkt haben und anfällig sind.“ Das hätte, zweifellos, das unerwartet frühe Ende als Regisseur bedeuten können. Winfried Junge aber wollte sich weder verweigern noch wollte er resignieren. Stattdessen legte er in seinem Brief eine stattliche Liste neuer Filmvorschläge vor, darunter einen Stoff über Ursachen und Folgen der Alkoholsucht („Warum trinken Sie?“), einen zum Thema „Beruf verfehlt“ über falsche Berufswahl und auch einen über die „Vergessenen“: „In Kindergärten ist es nicht selten, dass die Eltern ihre Kinder zum Wochenende nicht abholen, weil sie nach einer schweren Arbeitswoche ihre Ruhe haben wollen. Sie denken: Der Staat ist ja heute für alles da. Falsch verstandener Sozialismus.“ Fast keiner dieser Vorschläge wurde von der DEFA angenommen.




rot mark.
also doch eine Anscheißerrepublik, die größte und schönste......



Gert,

selbst in Internetforum der Gegenwart soll es ab und zu entsprechendes geben , sprich andere auf verschiedenste Art in die Pfanne zu hauen.


@Alfred das mag so sein und wie du richtig schriebst ab und zu. In der Ehemaligen geschah das jeden Tag und die Folgen waren ungleich größer als heute im Internet. Denn die riefen dort immer Leute auf den Plan, die keine guten Methoden im Umgang mit Menschen pflegten. Aber das brauche ich dir ja nicht im Detail erklären, das wirst du sehr viel genauer wissen als ich



Gert,

genau .

Und weil ich es besser einschätzen kann, stimme ich deiner Einschätzung zur DDR nicht zu.

Netten Samstag.


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#174

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:48
von mucker82 | 236 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #172
Zitat von mucker82 im Beitrag #170
Weit gefehlt mein Freund,

in der DDR bespitzelte der Ehemann die Ehefrau , der Nachbar den Nachbarn , der Kollege den Kollegen, der "Freund" den Freund.
Deine ständigen Whataboutism- Beiträge laufen ins Leere.



Wieso ins leere--ich kenne keinen aus meiner Fam. und selbst meine Frau--die mich bespitzelt haben. Sicher hat es sowas gegeben. Aber Du solltest mal Dein Gehirn einschalten.Denn so wie Du es rüber bringst--beschuldigst Du jeden ehm.DDR Bürger der Spitzellei:



Du solltest mir nichts unterstellen! Und wenn Du nicht weißt , daß dieses System in der DDR flächendeckend angewendet wurde solltest Du Dein Unwissen nicht so zu Markte tragen.
Es ging um Deinen Vergleich des Überwachungssystems der DDR mit den Methoden von NSA und CIA und nicht ob nun jeder DDR Bürger ein Spitzel war oder nicht.


zuletzt bearbeitet 25.07.2015 17:52 | nach oben springen

#175

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:52
von Klauspeter | 987 Beiträge

Also ich hatte auch keinen Spitzel in meiner Familie; auch aus meiner Verwandtschaft ist mir nichts in dieser Richtung bekannt.


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#176

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:52
von mucker82 | 236 Beiträge

Wer kann das schon mit 100prozentiger Sicherheit sagen?


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#177

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 17:54
von Klauspeter | 987 Beiträge

Mit ziemlicher Sicherheit die Gauck-Behörde.


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#178

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 18:00
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #174
Zitat von Rostocker im Beitrag #172
Zitat von mucker82 im Beitrag #170
Weit gefehlt mein Freund,

in der DDR bespitzelte der Ehemann die Ehefrau , der Nachbar den Nachbarn , der Kollege den Kollegen, der "Freund" den Freund.
Deine ständigen Whataboutism- Beiträge laufen ins Leere.



Wieso ins leere--ich kenne keinen aus meiner Fam. und selbst meine Frau--die mich bespitzelt haben. Sicher hat es sowas gegeben. Aber Du solltest mal Dein Gehirn einschalten.Denn so wie Du es rüber bringst--beschuldigst Du jeden ehm.DDR Bürger der Spitzellei:



[u]Du solltest mir nichts unterstellen![/u] Und wenn Du nicht weißt , daß dieses System in der DDR flächendeckend angewendet wurde solltest Du Dein Unwissen nicht so zu Markte tragen.
Es ging um Deinen Vergleich des Überwachungssystems der DDR mit den Methoden von NSA und CIA und nicht ob nun jeder DDR Bürger ein Spitzel war oder nicht.


Ich hab Dir nichts unterstellt-es ging mir darum wie Du es rüber bringst. Und daraus kann ich nur schließen das nun jeder jeden bespitzelt hat.


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#179

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 18:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #165
Zitat von Hackel39 im Beitrag #164
[quote]

„Man muss also sagen“, schrieb die Direktorin des Studios an das Politbüromitglied Kurt Hager, dass Junge „zweifellos zu jenen jungen Künstlern gehört, die noch keinen klaren parteilichen Standpunkt haben und anfällig sind.“ Das hätte, zweifellos, das unerwartet frühe Ende als Regisseur bedeuten können. Winfried Junge aber wollte sich weder verweigern noch wollte er resignieren. Stattdessen legte er in seinem Brief eine stattliche Liste neuer Filmvorschläge vor, darunter einen Stoff über Ursachen und Folgen der Alkoholsucht („Warum trinken Sie?“), einen zum Thema „Beruf verfehlt“ über falsche Berufswahl und auch einen über die „Vergessenen“: „In Kindergärten ist es nicht selten, dass die Eltern ihre Kinder zum Wochenende nicht abholen, weil sie nach einer schweren Arbeitswoche ihre Ruhe haben wollen. Sie denken: Der Staat ist ja heute für alles da. Falsch verstandener Sozialismus.“ Fast keiner dieser Vorschläge wurde von der DEFA angenommen.




rot mark.
also doch eine Anscheißerrepublik, die größte und schönste......


Gert, gib Dir doch mal ein bißchen Mühe !
Es war eine Meinung von einer Person aber der junge Regisseur fiel eben nicht um bei der ersten Böe und wurde einer der berühmtesten Dokumentarfilmer der DDR auch über die Wendezeit hinaus.
Sein Mut und sein Blick nach vorn, sein Dienst an der Sache und keiner Ideologie verpflichtet hätte in der Hochrechnung ganz andere Eliten in der gekenterten Republik hevorgebracht, so daß sie womöglich nicht vom Hai gefressen worden wäre.
Die Hintergrundgeschichten dieser Golzow- Chronik über die Wiederstände denen sich das Projekt ausgesetzt sah und die Eigendynamik des Geschehens führte dazu, daß die politische Führung der DDR das gar nicht mehr so ohne weiteres hätte stoppen können.
Die Cleverness mit der Junge den Fortbestand der Chronik erstritt als die DEFA ihm den Geldhahn zudrehen wollte fand ich beeindruckend.
Anstatt zu betteln und zu schimpfen über deren Ignoranz drehte er den Spieß um indem er behauptete, daß doch alle wissen wollten wie es in unserer Republik im Jahr 2000 aussieht und er deshalb dringend weitere Finanzmittel brauche.
Er setzte noch einen drauf und nun stehen wir am Scheideweg.
War er nur ein Duckmäuser oder war es eine phänomenale Bauernschläue mit der er seinen Weg bis zum Ende des Projektes 2008 (Start 1961) bestritt und sich in den Dienst einer Sache, die sein Lebenswerk wurde, stellte ?
Diese Biografien gab es in diesem Land auch anderswo (Traditionsbahner, Kirchenretter, ehrenamtliche Denkmalpfleger) und bequeme Zeitgenossen wie Du hinterfragen das nicht sondern legen solche Episoden in eine Schublade weil sie sie nicht im Sinne der angeborenen (DDR-) Staatsfeindlichkeit verwerten können.
Natürlich hat es eine gewisse Tragik, daß eine solche Ko- Bewertung einer stalinistisch verblendeten Direktorin (die auf ihre Art auch nur bequem war) Existenzen vernichten konnte, aber sind wir nicht hier um die Farben zu sehen ?



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#180

RE: Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?

in DDR Staat und Regime 25.07.2015 19:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #179

Zitat

rot mark.
also doch eine Anscheißerrepublik, die größte und schönste......


Gert, gib Dir doch mal ein bißchen Mühe !
Es war eine Meinung von einer Person aber der junge Regisseur fiel eben nicht um bei der ersten Böe und wurde einer der berühmtesten Dokumentarfilmer der DDR auch über die Wendezeit hinaus.
Sein Mut und sein Blick nach vorn, sein Dienst an der Sache und keiner Ideologie verpflichtet hätte in der Hochrechnung ganz andere Eliten in der gekenterten Republik hevorgebracht, so daß sie womöglich nicht vom Hai gefressen worden wäre.
Die Hintergrundgeschichten dieser Golzow- Chronik über die Wiederstände denen sich das Projekt ausgesetzt sah und die Eigendynamik des Geschehens führte dazu, daß die politische Führung der DDR das gar nicht mehr so ohne weiteres hätte stoppen können.
Die Cleverness mit der Junge den Fortbestand der Chronik erstritt als die DEFA ihm den Geldhahn zudrehen wollte fand ich beeindruckend.
Anstatt zu betteln und zu schimpfen über deren Ignoranz drehte er den Spieß um indem er behauptete, daß doch alle wissen wollten wie es in unserer Republik im Jahr 2000 aussieht und er deshalb dringend weitere Finanzmittel brauche.
Er setzte noch einen drauf und nun stehen wir am Scheideweg.
War er nur ein Duckmäuser oder war es eine phänomenale Bauernschläue mit der er seinen Weg bis zum Ende des Projektes 2008 (Start 1961) bestritt und sich in den Dienst einer Sache, die sein Lebenswerk wurde, stellte ?
Diese Biografien gab es in diesem Land auch anderswo (Traditionsbahner, Kirchenretter, ehrenamtliche Denkmalpfleger) und bequeme Zeitgenossen wie Du hinterfragen das nicht sondern legen solche Episoden in eine Schublade weil sie sie nicht im Sinne der angeborenen (DDR-) Staatsfeindlichkeit verwerten können.
Natürlich hat es eine gewisse Tragik, daß eine solche Ko- Bewertung einer stalinistisch verblendeten Direktorin (die auf ihre Art auch nur bequem war) Existenzen vernichten konnte, aber sind wir nicht hier um die Farben zu sehen ?



@Hackl ich gebe mir Mühe, ich werde es aufschreiben. Solche kranken Typen wie diese Lehrerin liefen zu Tausenden in der DDR rum Ich habe es selbst in meiner Schulzeit erlebt, sie haben ganze Biografien versaut auch mit mir habe sie es versucht, mir Bildung vorzuenthalten diese gehirnamputierten Zuträger der SED. Als ich später meine Stasiakte las, stand ein Vermerk darin dass ich 1956 meinen leiblichen Vater, der in Braunschweig wohnte und und 1947 dorthin zog, besuche ! Überlege mal, ich war zu dem Zeitpunkt 12 Jahre alt und die Gehirnamputierten von damaligen Geheimdienst sammelten solche Information, wohe rsie diese bezogen , keine Ahnung. Es war übrigens ganz legal, man konnte mit einem sog. Interzonenpass noch am selben Tag fahren.
Eien andere Geschichte, ich habe gern am Radio gedreht und hatte so als 14-jähriger etwa 1958 einen österreichischen Sender drauf. Die machten ein Quiz und ich habe eine Postkarte dorthin gesandt mit einer Antwort. Stell dir vor, über diesen Vorgang hatte die Stasi einem Aktenvermerk gemacht, die haben also Kindern und Jugendliche schon beobachtet. Findest du immer noch den Begriff Anscheißerrepublik für die DDR als nicht zutreffend ? Für mich jedenfalls waren sie es. Sie waren durch und durch verkommen mit ihrer Paranoya auf vermeintliche oder tatsächliche Gegner.

dass dir die Bewertung "tragisch " für das Verhalten dieser Lehrerin einfällt, finde ich, ist eine unzulässige Verharmlosung. Für mich ist das verbrecherisch, schon weil sie es ohne Not machte. Das noch als Nachtrag


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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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zuletzt bearbeitet 25.07.2015 19:37 | nach oben springen



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