#21

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 17:21
von Fritze | 3.474 Beiträge

Nur mal zur Erinnerung ! ! !

Ausser Sommer -und Winterbefehl gab es auch noch eine Übergangszeit ! Da wurde FDU -wattiert mit Käppi und ohne Pelzkragen getragen . Erst am 1.12 . war der komplette Winterbefehl mit Pelzkragen und Bäfo !

Aber hier haben wir auch schon mehrmals gelesen ,daß in der Wendezeit (nach 09.11.1989-Frühjahr 1990) so einiges drunter und drüber lief .
Und für Einge war die fehlerhafte Anzugsordnung das kleinste Problem !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#22

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 17:39
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Fritze im Beitrag #21
Nur mal zur Erinnerung ! ! !

Ausser Sommer -und Winterbefehl gab es auch noch eine Übergangszeit ! Da wurde FDU -wattiert mit Käppi und ohne Pelzkragen getragen . Erst am 1.12 . war der komplette Winterbefehl mit Pelzkragen und Bäfo !

Aber hier haben wir auch schon mehrmals gelesen ,daß in der Wendezeit (nach 09.11.1989-Frühjahr 1990) so einiges drunter und drüber lief .
Und für Einge war die fehlerhafte Anzugsordnung das kleinste Problem !

MfG Fritze


Eine Übergangszeit kenne ich nicht. Bei uns gab es nur schwarz und weiß, sprich Sommer Winter. Ausnahmen gab es nur dahingehend das wenn es
blöd zuging für Urlauber die Uniformart am Abreisetag zählte.
Sonnst hätte man ja Mantel und die Pelzmütze mitschleppen müssen.
Micha


nach oben springen

#23

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 17:47
von SiK90 (gelöscht)
avatar

In GG gab es leider keine Ausnahmen; ich fuhr im April bei über 20°C mit Mantel in den Urlaub. Für die Rückfahrt galt dann Sommer. War übel.


nach oben springen

#24

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 17:49
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Stümmmt @Fritze,

das mit der Übergangszeit! Wimre im November, 1. Dezember war der erste Tag mit Bävo.

Und überhaupt, Anzugsordnung konnte befohlen werden!

@SiK90, würde mal auf Kräfte von einer PiK tippen.


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.06.2015 17:59 | nach oben springen

#25

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:02
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von GZB1 im Beitrag #24
Stümmmt @Fritze,

das mit der Übergangszeit! Wimre im November, 1. Dezember war der erste Tag mit Bävo.

Und überhaupt, Anzugsordnung konnte befohlen werden!

@SiK90, würde mal auf Kräfte von einer PiK tippen.


Anzugsordnung wurde befohlen, hab ich einmal erlebt, der Winter wurde um einen Monat verlängert.
Micha


nach oben springen

#26

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:10
von schulzi | 1.757 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #14
also.....

ich kann keine FDU-Winter erkennen. Ich sehe Einstrich-Keinstrich - die FDU-Sommer.
Die FDU-Winter hatte doch so ein einheitliches Grau....... oder war das Ende 89 / Anfang 90 anders ?
Meine Erinnerungen stammen von 1978-1980.

Gruss Hartmut

Hartmut bei uns wurde FDU-Winter Einstrich- Keinstrich im Winter 79-80 eingeführt


nach oben springen

#27

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:14
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von SiK90 im Beitrag #23
In GG gab es leider keine Ausnahmen; ich fuhr im April bei über 20°C mit Mantel in den Urlaub. Für die Rückfahrt galt dann Sommer. War übel.


SiK, aus meiner Sicht war GG sowieso eine Ausnahme, ich hatte das fragliche Vergnügen des öfteren in der AW 26 zu arbeiten.
Da kam Seensucht nach Glöwen auf.
Micha
(ein Fehler war gewollt)


nach oben springen

#28

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:17
von furry | 3.572 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #17
Zitat von SiK90 im Beitrag #15
Winter- FDU war bei uns auch Einstrich-Keinstrich.


Kam erst Anfang der 80er, vorher Steingrau ohne Pelzkragen.
Micha


Nun weiß ich auch, woher die Bezeichnung Stabsoffiziere herrührt.
Hat sicher was mit dem Teil in der Hand der "Schneeschieber" zu tun.
(Habe in der Vorschau kein Bild. Die Bemerkung bezieht sich auf #17)


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 18.06.2015 18:18 | nach oben springen

#29

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:20
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #25
Zitat von GZB1 im Beitrag #24
Stümmmt @Fritze,

das mit der Übergangszeit! Wimre im November, 1. Dezember war der erste Tag mit Bävo.

Und überhaupt, Anzugsordnung konnte befohlen werden!

@SiK90, würde mal auf Kräfte von einer PiK tippen.


Anzugsordnung wurde befohlen, hab ich einmal erlebt, der Winter wurde um einen Monat verlängert.
Micha



Im Jahre 1986 wurde bis 01.April und im Jahre 1987 war es bis 21März ! Das hat aber alles nicht s mit der Übergangszeit zuschaffen !

1 . Nov -30 Nov. Übergangszeit Herbst Mantel und Schirmmütze bei FDU wattiert ohne Pelzkragen mit Käppi

1.Dez. bis Ende Februar Mantel mit Pelzmütze (Webpelzmütze ) bei FDU wattiert mit Pelzkragen und Pelzmütze

1.März bis 14.April Mantel mit Schirmmütze bei FDU wattiert ohne Pelzkragen mit Käppi

ab 15. April Sommerbefehl

So habe ich es in Erinnerung ! MfG Fritze

dann gab es natürlich gesonderte befehle bei entsprechendem Wetter !

(Ausser im GAR Glöwen rannten sie rum wie sie wollten ,also wie die Friseure )Der Satz in Klammern ist Ironie !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
GZB1 und hundemuchtel 88 0,5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.06.2015 18:20 | nach oben springen

#30

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:25
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Richtig @Fritze, so kenne ich es auch noch.


danke und gruß h.


nach oben springen

#31

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:26
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von furry im Beitrag #28
Zitat von G.Michael im Beitrag #17
Zitat von SiK90 im Beitrag #15
Winter- FDU war bei uns auch Einstrich-Keinstrich.


Kam erst Anfang der 80er, vorher Steingrau ohne Pelzkragen.
Micha


Nun weiß ich auch, woher die Bezeichnung Stabsoffiziere herrührt.
Hat sicher was mit dem Teil in der Hand der "Schneeschieber" zu tun.
(Habe in der Vorschau kein Bild. Die Bemerkung bezieht sich auf #17)



Schade, das Dir nicht aufgefallen ist, das es in #17 weit weg von Stabsoffizieren nur um die steingraue Uniform geht.
Micha


nach oben springen

#32

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:30
von SiK90 (gelöscht)
avatar

Nu ja, Micha.
Zu meiner Zeit war die Arbeit in der Werkstatt und das Leben auf der Kompanie AW26 in GG sehr entspannt. Zumindest im Vergleich zu den GK. Nicht mal der OVD des Regiments durfte die Kompanie betreten; mußte klingeln und an der Tür war Ende.
Zur befohlenen Anzugsordnung. Im besagten Fall wurde ich beim KC vorstellig. Er sagt; die Jahreszeiten legt der Minister fest! Pech gehabt. An die mitleidigen Blicke der Passanten und Mitreisenden kann ich mich noch gut erinnern.


nach oben springen

#33

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:30
von furry | 3.572 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #31

Schade, das Dir nicht aufgefallen ist, das es in #17 weit weg von Stabsoffizieren nur um die steingraue Uniform geht.
Micha


Mir ist aufgefallen, dass es mal wieder um alles und nur nicht um das Thema geht. Deshalb dieses Späßchen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
nach oben springen

#34

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:39
von SiK90 (gelöscht)
avatar

Zitat von furry im Beitrag #33


Mir ist aufgefallen, dass es mal wieder um alles und nur nicht um das Thema geht.



Das ist doch im Forum in jedem Thema spätestens nach dem 3. Beitrag die Regel. Leider.


nach oben springen

#35

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:43
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von SiK90 im Beitrag #32
Nu ja, Micha.
Zu meiner Zeit war die Arbeit in der Werkstatt und das Leben auf der Kompanie AW26 in GG sehr entspannt. Zumindest im Vergleich zu den GK. Nicht mal der OVD des Regiments durfte die Kompanie betreten; mußte klingeln und an der Tür war Ende.
Zur befohlenen Anzugsordnung. Im besagten Fall wurde ich beim KC vorstellig. Er sagt; die Jahreszeiten legt der Minister fest! Pech gehabt. An die mitleidigen Blicke der Passanten und Mitreisenden kann ich mich noch gut erinnern.


Sik, wann war denn Deine Zeit? Die Eigenständigkeit der AW 26 ist mir bekannt. Meine Gastrollen. in der AW 26 hatte ich zwischen 80 und 83.
Danach hatte die US VI Perleberg in ihrer Werkstatt freie Kapazitäten und die durften wir nutzen.
Unterschied wie Tag und Nacht.
Micha


nach oben springen

#36

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 18:47
von SiK90 (gelöscht)
avatar

November '88 - Mai '89. GWD waren zahlenmäßig in der Minderheit. Auch nicht so alltäglich.


nach oben springen

#37

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 21:00
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von SiK90 im Beitrag #36
November '88 - Mai '89. GWD waren zahlenmäßig in der Minderheit. Auch nicht so alltäglich.


Das möchte ich nicht so stehen lassen, eventuell waren wir eine Ausnahme, was ich nicht glaube.
Waffentechnischer Dienst in Glöwen
- BO, Fähnriche und BU zusammengefasst 8, davon 2 Besondere
- UaZ. 2 davon 2 Besondere
- Zivilangestellte 4 und auch hier 2 Besondere
- GWD 3, nur als MKF, wobei die gar nicht notwendig waren, die wurden zu uns geholt um beim ASV Vorwärts Glöwen Fussball zu spielen.
Die WKK haben mitgespielt, die haben den GWD im Waldstadion Glöwen geleistet.

Micha


zuletzt bearbeitet 18.06.2015 21:26 | nach oben springen

#38

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 18.06.2015 22:33
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #11
@GZB1
[... ]Später habe ich es abtransportiert und [...]


Zitat von SiK90 im Beitrag #36
November '88 - Mai '89. GWD waren zahlenmäßig in der Minderheit. Auch nicht so alltäglich.


Hä?

Wie geht das wenn der Vorfall Mauer aus #1 im Nov. 89 ist und Du im Mai schon Heimgänger?

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#39

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 19.06.2015 05:02
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Hm, ich versuche mal zum Thema zurückzukommen, wenngleich die Frage komplizierter zu sein scheint, als es auf den ersten Blick zu vermuten ist.

Was ist mit Stabsoffiziere gemeint? Meint es Offiziere, die im Stab eingesetzt waren, oder meint es die Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere, also Major bis Oberst? Ich werde mich von dieser Rückfrage im weiteren etwas unbeeindruckt zeigen, aber darauf hinweisen.

In den Antworten zur eingangs gestellten Frage kam auch das Thema Ausbildung zur Sprache, also körperliche Betätigung während Ausbildungseinheiten. War das in der Frage auch mit gemeint? Hier ziehe ich mal für mich die Grenze und gehe auf das Thema nur in sofern ein, dass es für mich als Offizier, sowohl in der Grenzkompanie, als auch im Stab und schon gar in meiner Studienzeit als Offiziershörer mehr als genug physische Komponenten der Ausbildung gab, bis hin zum Härtetest, den ich an der Seite auch von Offizieren der Dienstgradgruppe Stabsoffiziere noch absolvieren durfte bzw. musste. Klar, das Bild des ungelenkigen, dicken Stabsoffiziers ist griffiger - sei es, da argumentiere ich jetzt nicht dagegen an, die Gepflogenheiten in den Einheiten, Stäben und Ausbildungseinrichtungen waren eh unterschiedlich.

Zu den körperlichen Arbeiten, die ich als Offizier selbst und auch gemeinsam mit Stabsoffizieren (sowohl, als auch) erlebt habe - ich habe da vier grundsätzliche Formen der Arbeit erlebt:
- Arbeiten im Rahmen der Dienstpflichten
- Freiwillige Arbeitseinsätze zur Unterstützung von Patenbetrieben
- befohlene Arbeitseinsätze im Rahmen des Innendienstes
- Arbeitseinsätze zur Unterstützung der Produktion.

Zu den "Arbeiten im Rahmen der Dienstpflichten" - hier darf jedem produktiv tätigen Menschen das Schmunzeln kommen, aber es gehört dazu. Bei Einsätzen auf dem "den Sperranlagen vorgelagerten Hoheitsgebiet" mussten Arbeiten an Grenzmarkierungen durchgeführt werden (klassisch: Ausbesserungen an Grenzsäulen). Hier legte auch der Kompaniechef selbst Hand an, wenn die Grenzaufklärer bei diesem "Feindwärtseinsatz" zur Sicherung abkommandiert wurden. Das war kein Problem und wurde als Selbstverständlich angesehen. auch im Grenzabschnitt fiel keinem von uns ein Zacken aus der Krone, wenn wir selbst mit arbeiteten - z.B. beim Bau von Sperren.

Bei den "freiwilligen Arbeitseinsätzen zur Unterstützung von Patenbetrieben" habe ich als Offizier der Stabskompanie mehrfach mitgemacht, wie auch mein Kompaniechef im Range eines Majors. Das hing natürlich vom Verhältnis zum Patenbetrieb ab. Waren sich Betrieb und militärische Einheit darüber im Klaren, dass sie beide von einer engen Zusammenarbeit profitieren konnten, dann gab es auch mal "Einsätze in der sozialistischen Produktion", die im übrigen bei uns (Stabskompanie GR-3) weitestgehend freiwillig waren. Das "weitestgehend" bezieht sich dabei auf die, nennen wir es mal Eloquenz meines Kompaniechefs bei der Werbung von Freiwilligen - man konnte theoretisch schon Nein sagen ... Jedenfalls gingen er und ich "mit gutem Beispiel voran". Ich erinnere mich noch gern an einen Arbeitseinsatz bei "FORON". Wir hatten Besteckteile mit Plastegriffen aus schwarzem Spritzguss zu entgraten. Dazu erhielt jeder ein kleines Messer, ein Stapel mit den Besteckteilen und eine riesige Kiste. Wir entfernten mit dem Messer so gut es ging die Grate am Spritzguss und stapelten dann die Besteckteile in die Kiste. Während ein Soldat und ich zusammen eine halbe Kiste schafften, hatten die "Muttis aus dem Dorf" schon mal allein eine ganze Kiste gefüllt. Man sah unseren Einsatz eher mit Wohlwollen an.

Bei den befohlenen Arbeitseinsätzen im Rahmen des Innendienstes stechen die Arbeiten während der Zeiten als Offiziershörer an der Militärpolitischen Hochschule bei mir heraus (1982/83 und 1988-1990). Zum Teil unter der Anleitung von Soldaten wurden wir hier zu Arbeiten in Schwarzkombi eingesetzt: Grünflächenpflege, Transport- und Aufräumarbeiten, Aufbau bei Veranstaltungen und ähnliches mehr. Das stand sicher nicht immer auf der Tagesordnung, war aber, soweit ich mich erinnere, nichts ungewöhnliches.

Bei den Arbeitseinsätzen zur Unterstützung der Produktion ging der Kelch an mir mehr als einmal vorüber. Ich musste zum Beispiel nie mit in die Braunkohle, was einige meiner Studienkollegen zum Teil mehrfach traf. Mich ereilte dieses "Schicksal" erst im Dezember 1989. In Berlin waren die Auslieferungslager des Handels durch "Personalausfälle" chronisch unterbesetzt, der Besuch im Westen war halt wichtiger. Wir erhielten schlicht und ergreifend den Befehl, dort für ein paar Tage in Vorbereitung der Weihnachtsauslieferungen auszuhelfen. Ich ging mehrere Tage als normaler Lagerarbeiter (nur halt in Schwarzkombi mit meinen Hauptmannsschulterstücken) in das zentrale Auslieferungslager in Berlin, schob dort Paletten mit normalen Handelswaren durch die Lager und stellte Lieferungen für Kaufhallen zusammen. An meiner Seite waren auch hier u.a. Majore, sprich Stabsoffiziere. Die Zustände in dem Lager waren zum Teil katastrophal. Ein Artikel aus diesen Tagen titelte: "Kekse im Regen". Wir arbeiteten hart mit, aber die Ausfälle konnten auch durch uns nicht kompensiert werden.

Soviel zu dem Thema.
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Fritze und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.06.2015 05:05 | nach oben springen

#40

RE: körperliche Arbeit für Stabsoffiziere ?

in Grenztruppen der DDR 19.06.2015 09:57
von diefenbaker | 584 Beiträge

Der letzte Beitrag von @rainman2 war recht umfassend und interessant, hat er dorch viel mehr Aspekte erfasst, als ich in meiner Frage anfangs verpacken wollte.

Gemeint war tatsächlich die Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere in Ausübung ihres Dienstes ohne Sport, Fitnesstest und Aufbaustunden.
Hintergrund meiner Frage war die Vermutung, dass z.B. ein Oberstleutnant in "normalen" Zeiten vor der Wende die Ausführung eines/seines Befehls eher überwacht hatte (sofern er überhaupt vor Ort war und die Fertigmeldung nicht am Schreibtisch im Empfang genommen hat) und nicht selbst ein- oder zugegriffen hat. Ich unterstelle damit gar nicht so sehr einen evtl. vorhandenen Standesdünkel als auch eine gewisse Autorität aus dem Altersunterschied heraus. Wenn ich falsch liege, dann sagt es mir.

Gruss Wolfgang



Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
1 Mitglied und 20 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 368 Gäste und 24 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557712 Beiträge.

Heute waren 24 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen