#61

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 00:26
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #51
stabsfeldkönig im engeren Sinne war ein Militärzug u.a. zur Beförderung von Personen bestimmt. Das dort auch Waren transportiert wurden lasse ich mal beiseite.
Der DR-Zugbegleiter war nicht für die Fahrkatenkontrolle zuständig, weil diese in die Hoheit der westl. Alliierten fiel. Demzufolge ging ihn eine Mitfahrt einer Person, die sich im Gewahrsam eines MP befand, einen feuchten Kehrricht an. Pflichtbewußtsein hin oder her. Der DR-Schaffner sollte sich pflichtbewußt um seine Belange kümmern und nicht die Nase in fremde Angelegenheiten stecken. Das gehörte nicht zu seinen Aufgaben.
Ich verstehe allerdings seine Ängste. Aber wer hätte ihn ob seiner Pflichtverletzung anschwärzen können? Die Amis bestimmt nicht. Erst durch diesen pflichtbewußten Deutschen haben sie doch solche Probleme bekommen und "der dritte Weltkrieg war ganz nah".
Jeder Bedienstete oder Beamte hat immer einen gewissen Spielraum. Das war mein ganzes Berufsleben meine Devise. Leben und leben lassen.
Was hat denn der ganze Stacheldraht, das Minenfeld, die Hundelaufanlagen, die Mauern der DDR geholfen? NICHTS!!! Es hat viel Geld gekostet und der DDR in der Welt ein schlechtes Ansehen beschert. FREIHEITSDRANG UND WIRTSCHAFTLICHE NOT LÄSST SICH NICHT BESCHRÄNKEN. Das sehen wir z. Zt. wieder an den Flüchtlingsströmen die Europa überlaufen.
zoll


Der Militärzug war zwar zur Beförderung von Personen, nicht aber für den öffentlichen Reiseverkehr bestimmt. Somit obliegt es dem Zugbegleitpersonal der DR sehr wohl, unbefugte Personen an der Mitfahrt zu hindern. Schwarzfahren war zwar im allgemeinen eine Ordnungswidrigkeit, aber Straftatbestände, die auf qualifizierte Formen des Schwarzfahrens anwendbar waren (Betrug, Urkundenfälschung, Hausfriedensbruch (der dürfte bei Mitfahrt in einem nicht öffentlichen Zug auch gegeben sein) und Leistungserschleichung) gab es sehr wohl im DDR-Strafrecht.
Der Zugbegleiter (Zugführer) war bei der DR Dienstvorgesetzter aller Eisenbahner im Zug, im Regelfall ging ihm der schriftliche Befehl (bei Signalstörung) zu, den er dann an den Lokführer weitergab. Auch die Bahnpolizeibefugniß nach EBO lag beim Zugführer.
Der amerikanische Transportkommandant hatte dagegen auf die Handhabung des Betriebsdienstes der DR keinen Einfluß zu nehmen (Er ). Er hätte sich im Falle des gewaltsamen Erzwingens sogar strafbar gemacht und hätte dann von sowjetischen Organen festgenommen und vor ein Militärgericht gestellt bzw. wegen der Bedrohung eines Eisenbahners an die DDR-Justiz ausgeliefert werden können. Insofern konnte der Zugführer den Ausstieg der unbefugten Person vor Weiterfahrt verlangen bzw. die Weiterfahrt verweigern (natürlich nach Rücksprache mit seinen Vorgesetzten).



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#62

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 01:11
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Stellen wir doch einfach ganz sachlich fest, dass die DDR-Organe gegen die Resolution 217A der Vereinten Nationen
"Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" verstoßen haben.
Diese Resolution gilt seit 1948.


Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Res­o­lu­tion 217 A (III) der Vere­in­ten Nationen

vom 10. Dezem­ber 1948


In Artikel 13 Absatz 2 steht folgendes:

Jeder hat das Recht, jedes Land, ein­schließlich seines eige­nen, zu ver­lassen und in sein Land zurückzukehren.


http://www.menschenrechtserklaerung.de/d...henrechte-3157/


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#63

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 06:14
von damals wars | 12.149 Beiträge

Und wen binden Resolutionen der UN?
Sicher die Mitglieder!?
Also hatte diese Resolution für die DDR im Fluchtjahr keine Bedeutung.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#64

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 06:25
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #62
Stellen wir doch einfach ganz sachlich fest, dass die DDR-Organe gegen die Resolution 217A der Vereinten Nationen
"Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" verstoßen haben.
Diese Resolution gilt seit 1948.


Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Res­o­lu­tion 217 A (III) der Vere­in­ten Nationen

vom 10. Dezem­ber 1948


In Artikel 13 Absatz 2 steht folgendes:

Jeder hat das Recht, jedes Land, ein­schließlich seines eige­nen, zu ver­lassen und in sein Land zurückzukehren.


http://www.menschenrechtserklaerung.de/d...henrechte-3157/



Jedes Land kann aber auch Einschränkungen vornehmen.


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#65

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 08:01
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #63
Und wen binden Resolutionen der UN?
Sicher die Mitglieder!?
Also hatte diese Resolution für die DDR im Fluchtjahr keine Bedeutung.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 und die Schlussakte von Helsinki aus dem Jahre 1948 gelten völkerrechtlich gesehen als "Soft Law" und sind zudem "non self executing". Das heisst, sie sind zuwenig konkret, dass man sie direkt anwenden kann ("Soft Law") und müssen zudem noch ins nationale Recht umgesetzt werden, wobei keine Frist besteht ("non self executing").
Für den einzelnen Bürger sind solche Veträge wertlos, da er keine rechtliche Möglichkeit hat, die Durchsetzung des Vetrages einzufordern.
(Das gleiche gilt übrigens wohl auch für die Minsker Protokolle, betreffend die Ostukraine).
Nach der Erklärung Poroschenkos, dass keine Schulden mehr bezahlt werden (Gasprom will fast 30 Milliarden US-Dollar) und der Tötung eine hochrangigen Militärs der "Selbstverteidigungsräfte", scheint es eine neue "Ferienaktion" für russische Soldaten zu geben.
http://www.handelsblatt.com/politik/inte...e/11841280.html
http://www.tagesschau.de/ausland/ostukraine-155.html


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#66

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 09:17
von Sperrbrecher | 1.655 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #49
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #45
Zitat von damals wars im Beitrag #26
Die Zöllner am Flughafen Frankfurt sprechen alle englisch.

Bist Du Dir da wirklich so sicher ?
Stimmt nämlich nicht.


Stimmt doch, sonst wären sie dort fehl am Platz.
Der Flughafen ist ein "internationales" Drehkreuz. Da wären sie ohne englisch aufgeschmissen.

Eben weil es ein "internationales" Drehkreuz ist, beschränkt sich das Passagieraufkommen nicht ausschließlich
auf englischsprechende Passagiere. Ich würde sogar behaupten, das die in der Minderheit sind, da sind süd- und
osteuropäische Sprachen von größerer Nützlichkeit.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#67

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 09:26
von Sperrbrecher | 1.655 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #53
Zugbegleitpersonal ist da wohl eher angedacht und denen ist der Fahrgast doch gleichgültig.

Aber nicht in der DDR.
In solchen Positionen/Situationen wurde schon ausgesuchtes Personal eingesetzt, das durfte nicht jeder machen,
dazu musste man schon mindestens dreimal mit Erfolg geimpft sein.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#68

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 09:47
von Fritze | 3.474 Beiträge

dazu musste man schon mindestens dreimal mit Erfolg geimpft sein.

Ja ,zweimal gegen Pocken und einmal gegen Polio !

Der Kampf gegen die alten Infektionskrankheiten war auch eines der vordringlichsten Anliegen des DDR Gesundheitssystems !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#69

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 10:38
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #61
[q

Der Militärzug war zwar zur Beförderung von Personen, nicht aber für den öffentlichen Reiseverkehr bestimmt. Somit obliegt es dem Zugbegleitpersonal der DR sehr wohl, unbefugte Personen an der Mitfahrt zu hindern. Schwarzfahren war zwar im allgemeinen eine Ordnungswidrigkeit, aber Straftatbestände, die auf qualifizierte Formen des Schwarzfahrens anwendbar waren (Betrug, Urkundenfälschung, Hausfriedensbruch (der dürfte bei Mitfahrt in einem nicht öffentlichen Zug auch gegeben sein) und Leistungserschleichung) gab es sehr wohl im DDR-Strafrecht.
Der Zugbegleiter (Zugführer) war bei der DR Dienstvorgesetzter aller Eisenbahner im Zug, im Regelfall ging ihm der schriftliche Befehl (bei Signalstörung) zu, den er dann an den Lokführer weitergab. Auch die Bahnpolizeibefugniß nach EBO lag beim Zugführer.
Der amerikanische Transportkommandant hatte dagegen auf die Handhabung des Betriebsdienstes der DR keinen Einfluß zu nehmen (Er ). Er hätte sich im Falle des gewaltsamen Erzwingens sogar strafbar gemacht und hätte dann von sowjetischen Organen festgenommen und vor ein Militärgericht gestellt bzw. wegen der Bedrohung eines Eisenbahners an die DDR-Justiz ausgeliefert werden können. Insofern konnte der Zugführer den Ausstieg der unbefugten Person vor Weiterfahrt verlangen bzw. die Weiterfahrt verweigern (natürlich nach Rücksprache mit seinen Vorgesetzten).


Das Zugbegleitpersonal (nicht der Lokführer), nur 1 Person der DR. war für die technische Begleitung der Miltiärzüge (Personen- und Gütertverkehr) veranwortlich.
Dazu war dem Zugbegleiter der DR (der wiederum den Kaderrichtlinien entsprechen mußte, (IM, etc)) ein geeignetes Abteil des Zuges als Dienstabteil (im Kommandantenwagen) zugewiesen.
Und nochmal, der Zugbeleiter war nicht für die Kontrolle der Passagiere zuständig.(Abfertigung am Bahnsteig (Türen schließen, Pfeifen, etc.), technische SIcherheit, etc.)
Er hatte Vorkommnisse zu melden und konnte sich weigern die letzte Entscheidungsebene seitens der DDR (DR) lag bei der Hauptdispatcherleitung (MfS).
Aber alles unrelevant, letztlich waren dann wieder die "Freunde" gefragtr, so wegen der Zustädnigkeiten.


Das mit der Festnahme und Militärgericht bzw. Auslieferung ist gut! Lach.

Nach Eisenbahnbau- und Betriebsordnung, hm wenn da was seitens der DDR war, noch nicht mal Hausrecht, dies oblag dem Zugkommandanten (allliiertes Recht).
Damals (1961) galt u.a. noch diese hier, von den Westmächten akzeptierte:
http://web.hs-merseburg.de/~nosske/EpocheII/dv/e2d_2108.html

Seitens der Allliierten wurden solche Fragen auch in der BK/O geregelt, so mal als Anmerkung.

Übrigens, vier Wochen vor dem Vorfall gelangte eine vierköpfige Familie auf diesem Weg in den Westen, knapp neun Monate später wurde eine Person durch Amerikaner unter einer Sitzbank versteckt in den Westengebracht. Und auch in den Zügen der beiden anderen Allliiertzen gelang ab und an eine Flucht in den 60er Jahren.
Jedoch keine 200 bis 300 DDR-Bürger in zwei Jahren, wie anderweitig geschrieben.

In die erste Kontaktuafnahme war auch die USMLM eingebunden.


"Mobility, Vigilance, Justice"
RiFu, eisenringtheo und GZB1 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.05.2015 10:49 | nach oben springen

#70

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 11:18
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #69
(..)
.
Das mit der Festnahme und Militärgericht bzw. Auslieferung ist gut! Lach.

(...)

Wie war denn das vorgesehen Vorgehen der Weltkriegsallierten, wenn aus Sicht der einen Seite die Tätigkeit eines Angehörigen der anderen Seite zu beanstanden war? Und wurde es auch immer eingehalten, insbesondere wenn der direkte Zugriff auf die betreffenden Militärpersonen (wie in unserem Falle) faktisch möglich gewesen wäre?
Theo


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#71

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 11:51
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #70
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #69
(..)
.
Das mit der Festnahme und Militärgericht bzw. Auslieferung ist gut! Lach.

(...)

Wie war denn das vorgesehen Vorgehen der Weltkriegsallierten, wenn aus Sicht der einen Seite die Tätigkeit eines Angehörigen der anderen Seite zu beanstanden war? Und wurde es auch immer eingehalten, insbesondere wenn der direkte Zugriff auf die betreffenden Militärpersonen (wie in unserem Falle) faktisch möglich gewesen wäre?
Theo



Vorgehensweise Militärmissionen, z.B.:


"Mobility, Vigilance, Justice"
eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.05.2015 11:53 | nach oben springen

#72

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 11:57
von zoll (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #55
Zoll ist auch kein deutsches Wort

HERKUNFTSWöRTERBUCH
1. Zoll
das Substantiv Zoll mit der Bedeutung „Abgabe“ (mhd., ahd.
zol) beruht auf einer Entlehnung aus mlat.
telonium „Zoll(haus)“, das über griech.
telōnion in ders. Bed. auf griech.
télos „Ziel, Ende“, auch „endgültige Zahlung“ zurückgeführt werden kann
http://www.wissen.de/wortherkunft/zoll
2. Zoll


Wenn Du schon so schlau bist und ein Wörterbuch benutzt, dann musst Du Dir auch vergegenwärtigen, dass die Völker in Europa sich aus vielen fremden Völkern aus dem Osten und Norden zusammensetzen, unsere gemeinsamen Vorfahren aller Völker wohl aus Afrika gekommen sind. Dann ist natürlich klar, dass es eigentlich keine "deutsche" Sprache und Schrift gibt.
Aber seit Jahrhunderten hat sich im heutigen deutschsprachigen Raum diese Sprache mit ihren vielfältigen Varianten durchgesetzt und darum sprechen wir sie auch und brauchen kein "DENGLISCH" um uns von einander abzusetzen.


Sperrbrecher hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#73

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 15:02
von damals wars | 12.149 Beiträge

Ich habe Dank Volkshochschule kein Problem gehabt, mich in englisch zu verständigen.
Problem erkannt, Buch in die Hand


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#74

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.05.2015 20:13
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Unfassbar, wie hier aufeinander eingedroschen wird....

Wenn hier der einzelne wegen der Rechtschreibung angemistet werden, na dann mal gute Nacht...so etwas sollte man per PN klären.

Die Aussage von Zoll unterschreibe ich wie auch Vierkrug zu 100 %. Wenn ich ein deutsches Wort habe brauche ich kein Englisches dafür. Leider greift dieser Schwachsinn aber immer mehr um sich....

Coffee to go
(BMW- Rewe-) Group
(DB) Meeting Point
(Sixt oder Europcar) break down service
tapen

Unsw...

Allerdings: Bei Mc Doof esse ich dann schon den Burger....und das sogar gern weil es mir schmeckt.

Ach so (würde 94 jetzt sagen): Rechtschreibprüfung für den feurigen Fuchs oder Google Chrom ist keine Hexerei, man kann da ein Wörterbuch einbinden. Nix mit in Word vorschreiben....

MfG Berlin

Edit: s fehlte


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 30.05.2015 07:51 | nach oben springen

#75

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.05.2015 23:14
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #71
(...)


Vorgehensweise Militärmissionen, z.B.:


MIlitarverbindungsmissionen und der Transit der Westalliierten von der Bundesrepublik nach Berlin (und umgekehrt) sind zwei verschiedene "Paar Schuh". Bei letzterem war man wohl viel eher auf den "Goodwill" der Sowjets angewiesen (siehe Berlin-Krise 1948). So haben die Sowjets im Jahre 1952 die Patrouillen der westlichen Militärpolizei auf den Transitautobahnen unterbunden und WIMRE konnte der Westen nicht viel dagegen machen.
https://www.filmothek.bundesarchiv.de/vi...TAINS&xv%5B0%5D
So sah das Formular aus, das man als Reisender für die Transitstrecke benötigte (ausgestellt 1984)

http://harveyblackauthor.org/tag/berlin-train/
Man beachte die Passkontrollstempel in kyrillischer Schrift, die offenbar nie geändert wurden (KPP Marienborn, KPP Novawes!)
Theo


94 und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.05.2015 23:18 | nach oben springen

#76

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.05.2015 12:45
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Abgesehen davon, dass im Film fast überhaupt nichts der Wirklichkeit entspricht, ist er sehr spannend gemacht. Mit vielen flotten Sprüchen

http://www.arthema-auction.com/fiche-dun...p?oid=209&sid=8
(Man sieht: Sexszenen waren in den 60ern unerlässlich, siehe Poster: oben rechts)
Der Drehbuchautor Will Tremper erhielt dafür den Deutschen Fimpreis 1964. Ein früherer Kinofilm: Flucht nach Berlin 1961. Ähnliches Muster

Theo


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#77

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.05.2015 13:42
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #75
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #71
(...)


Vorgehensweise Militärmissionen, z.B.:


MIlitarverbindungsmissionen und der Transit der Westalliierten von der Bundesrepublik nach Berlin (und umgekehrt) sind zwei verschiedene "Paar Schuh". Bei letzterem war man wohl viel eher auf den "Goodwill" der Sowjets angewiesen (siehe Berlin-Krise 1948). So haben die Sowjets im Jahre 1952 die Patrouillen der westlichen Militärpolizei auf den Transitautobahnen unterbunden und WIMRE konnte der Westen nicht viel dagegen machen.

Theo


Zum Beitrag 70, Frage Vorgehensweisen:
Tja;
Wie war denn die Vorgehensweise gegen die Patrouillen der 4 Allliierten bei Verstößen!!!
Oder gegen die Inspektionsfahrten in Berlin (Ost)!!
Oder die Reaktionen an den Checkpoints Alpha und Bravo (Baker) seitens der Sowjets!!

Das hatte nichts mit den "Autobahn Courtesy Patrol" der Amerikaner, Franzosen oder Briten zu tun.
Es gab solche Streifenfahrten u.a. auch entlang der Eisenbahnlinie. (zeitraum 1947 - 1953, mit Unterbrechung wg. Berlin-Blockade)
Übrigens wurden auch in 1961 solche Fahrten auf der Autobahn zw. Berlin und Helmstedt bzw. in die andere Richtung, durch die US-Army (MP) durchgeführt.
http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/43366855

Und es gab dereinst mal einen speziellen Outpost (1947ff).


"Mobility, Vigilance, Justice"
eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.06.2015 12:26 | nach oben springen

#78

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.05.2015 14:47
von zoll (gelöscht)
avatar

Vielleicht ist es auch interessant, dass es zwischen Helmstedt und Dreilinden an der Autobahn auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone zwei Stützpunkte der westlichen Alliierten gab. Der eine lag unmittelbar an der Autobahn bei Burg und wurde von den Briten betrieben. Den anderen Standort kenne ich nicht, den Betreiber ebenfalls nicht. Wie lange diese Stützpunkte, zur technischen und materiellen Unterstützung der westl. Militärkonvois, betrieben wurden ist mir ebenfalls unbekannt.
Es gibt sicherlich jemand in diesem Forum dem Näheres bekannt ist.
Noch etwas zu den alliierten Konvois. Etwa 1965 wurde ein amer. Militärkonvoi in Marienborn von den Sowjets an der Weiterfahrt durch die DDR gehindert, weil die Fahrzeuge der Amerikaner zu stark verschmutzt waren und sie deshalb Tierkrankheiten in das Gebiet der DDR einschleppen würden. In Niedersachsen herschte derzeit die Schweinepest. Die Amerikaner wendeten und reinigten in einer nahegelegenen BW Kaserne sämtliche Fahrzeuge um dann weiterfahren zu können.
Soviel zu der Standhaftigkeit der Amis. Die Sowjets behaupteten ja immer, die Amis wären die Kriegstreiber. Zu der Zeit bestimmt nicht. Die Nadelstiche gingen doch immer wieder von den Sowjets aus. Aber wie das so ist, hinterher weiß niemand mehr wer der Böse nun wirklich war.


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#79

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.05.2015 16:47
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #78
(...)Noch etwas zu den alliierten Konvois. Etwa 1965 wurde ein amer. Militärkonvoi in Marienborn von den Sowjets an der Weiterfahrt durch die DDR gehindert, weil die Fahrzeuge der Amerikaner zu stark verschmutzt waren und sie deshalb Tierkrankheiten in das Gebiet der DDR einschleppen würden. In Niedersachsen herschte derzeit die Schweinepest. Die Amerikaner wendeten und reinigten in einer nahegelegenen BW Kaserne sämtliche Fahrzeuge um dann weiterfahren zu können.
(...)


Das Beispiel ist insoweit schlecht gewählt, weil die westlichen Weltkriegsallierten immer so gehandelt haben, dass nie auch nur im Entfertesten der Eindruck einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR entstehen konnte. Dies vor allem mit Rücksicht auf die Bundesrepublik als Bündnispartner. Der Plan der DDR war wohl, die (wohl unbestrittene) Kontrolle und Desinfektion der Fahrzeuge durch eigene Behörden ausführen zu lassen. Das konnte man westlicherseits auch aus Geheimhaltungsgründen nicht zulassen und die sowjetischen Kontrolleure gaben (wohl auf Geheiss von oben an), dass es mehrere Tage dauern könnte, bis sowjetische Desinfekteure vor Ort sein könnten.
Also blieb wohl nichts anderes übrig, als umzukehren.
*Am meisten ärgerte sich die DDR wohl darüber, dass die Deutsche Reichsbahn gemäss alliierten Abkommen Leistungserbringer war, aber kein Geld dafür bekam. Als Behörde der nicht anerkannten DDR konnte die DR eigenmächtig keine Änderung der Tarife durchdrücken. Die Tarife der alten Reichbahn waren nämlich sehr armeefreundlich. In Militärzüge reisten man seit 1939 kostenlos (wenn man laut Tarif Zutritt hatte). Die westlichen Alliierten sahen natürich keinen Grund, daran etwas zu ändern. Und die Sowjets offenbar auch nicht.
Die alte Reichsbahn konnte für Gütertransporte, die im Auftrag der Wehrmacht (SS usw.) durchgeführt wurden, von der Wehrmacht Frachtkosten gemäss Wehrmachtstarif verlangen.
*siehe auch : Burghard Ciesla: Als der Osten durch den Westen fuhr: die Geschichte der Deutschen Reichsbahn in Westberlin, Böhlau Verlag, Köln 2006
Leseprobe:
https://books.google.ch/books?id=0Kgxo-J...ienborn&f=false
Theo


zuletzt bearbeitet 31.05.2015 16:48 | nach oben springen

#80

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.05.2015 16:49
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #78

Soviel zu der Standhaftigkeit der Amis. Die Sowjets behaupteten ja immer, die Amis wären die Kriegstreiber. Zu der Zeit bestimmt nicht. Die Nadelstiche gingen doch immer wieder von den Sowjets aus. Aber wie das so ist, hinterher weiß niemand mehr wer der Böse nun wirklich war.


@zoll ich bin bestimmt nicht als Russenfreund hier bekannt. Aber da muss ich ihnen, den Russen, mal recht geben. Bis 1965 hatten die Russen keinen Krieg gegen ein anderes Land geführt. Aber die Amis hatten hinter sich Korea ( ideologisch motivierter Stellvertreterkrieg), waren zu dem Zeitpunkt tief verstrickt in den Vietnamkrieg, der mit großer Grausamkeit auch gegen die unschuldige Zivilbevölkerung geführt wurde. Was hatten sie in Vietnam zu suchen ? Durch diesen Krieg, der für die USA völlig sinnlos war ausser sich wiede rmal mit den Roten zu kloppen, haben sie in meiner Achtung damals sehr viel verloren. Bis dahin war ich ein wirklich kritikloser Anhänger und Bewunderer der USA, ab da nicht mehr schon allein wegen der skrupellosen und barbarischen Kriegführung
Von den späteren Kriegen der USA und dem dummen Verein CIA, der zwar überall seine Nase reinsteckt aber von nix eine Ahnung hat und davon viel ( Beispiel Chemiewaffen im Irak) sollte man gar nicht mehr reden. Als ich las , dass der damalige Kriegsminister ( ich glaube diese Bezeichnung passt besser als Verteidigungsminister ) Donald Rumsfeld deutscher Abstammung war, habe ich ich mich ob seiner Intelligenz geschämt, Deutscher zu sein. Der Mann war doch wohl der dümmste Minister, den die USA jemals der Welt präsentierten.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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