#1

Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 24.05.2015 21:04
von Lutze | 8.039 Beiträge

Die DDR gibt es schon lange nicht mehr,aber ein
zu lebenslänglich im Herbst 1980 verurteilter Doppelmörder,
er sitzt immer noch im berüchtigten Gefängnis in Brandenburg,
die Gutachter stufen ihn nach wie vor als sehr gefährlich ein,
damals 25 Jahre alt,heute ist er 60,das letzte was er draußen
noch mitbekommen hat,die Sowjets marschieren in Afghanistan
ein,oder der Westen boykottiert die Olympischen Spiele in Moskau,
ist schon eine harte Nummer,den Mauerfall oder die Wiedervereinigung
nur aus dem Fernseher oder Zeitung mitzubekommen,falls er doch eines
Tages raus kommen sollte,wie soll er sich nur zurechtfinden?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 24.05.2015 21:21
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
Die DDR gibt es schon lange nicht mehr,aber ein
zu lebenslänglich im Herbst 1980 verurteilter Doppelmörder,
er sitzt immer noch im berüchtigten Gefängnis in Brandenburg,
die Gutachter stufen ihn nach wie vor als sehr gefährlich ein,
damals 25 Jahre alt,heute ist er 60,das letzte was er draußen
noch mitbekommen hat,die Sowjets marschieren in Afghanistan
ein,oder der Westen boykottiert die Olympischen Spiele in Moskau,
ist schon eine harte Nummer,den Mauerfall oder die Wiedervereinigung
nur aus dem Fernseher oder Zeitung mitzubekommen,falls er doch eines
Tages raus kommen sollte,wie soll er sich nur zurechtfinden?

Lutze


Mir fehlt da jegliches Mitgefühl ,- ob so ein Untier sich jemals wieder zurechtfindet oder nicht !

Er hat zwei Menschen vorsätzlich und unwiderruflich ihr Leben genommen ,- soll er dafür büßen oder seinen Verstand verlieren oder ewig im Kerker schmachten ,- wenn er noch einen Funken Anstand hätte ,- man kann aus dem Bettlaken einen äußert haltbaren Strick basteln...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#3

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 24.05.2015 21:22
von SiK90 (gelöscht)
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Auch mein Mitleid geht genau gegen Null!


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#4

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 24.05.2015 21:41
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Den Mauerfall hat er im Knast sicher mitbekommen, ganz allein im Knastalltag.
Aus dem "berüchtigten" Knast ist ja nun sicher ein halbes Sanatorium geworden.

Wenn er auch heute noch als gefährlich eingestuft wird, dann hat das sicher seinen Grund.
Mörder bleibt Mörder, egal in welchem System er gemordet hat.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#5

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 24.05.2015 21:49
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #4
Den Mauerfall.........
Aus dem "berüchtigten" Knast ist ja nun sicher ein halbes Sanatorium geworden.

Mörder bleibt Mörder, egal in welchem System er gemordet hat.


Damit sprichst Du mir aus der Seele


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.05.2015 21:51 | nach oben springen

#6

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 24.05.2015 23:34
von Major Tom | 855 Beiträge

Ich denke der kann froh sein dass er in einem sehr humanen Strafvollzug einsitzt, nach der langen Zeit hat er ganz bestimmt TV, Radio usw. in der Zelle und ich vermute mal begleiteten Hafturlaub auch. Da haben es Strafgefangene in anderen Ländern wesentlich schwerer.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
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#7

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 08:34
von Marder | 1.413 Beiträge

Da wo er jetzt ist, ist er am besten aufgehoben.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#8

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 08:45
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Mord muss Lebenslang sein,und nicht nach 15 Jahren wird geprüft ,da gibts nichts mehr zu Prüfen, ein Mörder kann nur noch einmal raus,in einer Kiste.


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#9

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 10:10
von turtle | 6.961 Beiträge

Bei erwiesener Schwere der Schuld Lebenslang soll Lebenslang sein.


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zuletzt bearbeitet 25.05.2015 10:51 | nach oben springen

#10

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 10:18
von SiK90 (gelöscht)
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Dazu las ich kürzlich einen interessanten Artikel in der Tageszeitung. Demnach werden die meisten Morde im Affekt, also ohne Vorplanung begangen. In solchen Fällen halte ich eine Prüfung nach 15 oder 20 Jahren für gerechtfertigt. Zudem es ja heute auch das Merkmal "Besondere Schwere der Schuld" gibt.


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 11:44
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #10
Dazu las ich kürzlich einen interessanten Artikel in der Tageszeitung. Demnach werden die meisten Morde im Affekt, also ohne Vorplanung begangen. In solchen Fällen halte ich eine Prüfung nach 15 oder 20 Jahren für gerechtfertigt. Zudem es ja heute auch das Merkmal "Besondere Schwere der Schuld" gibt.

Morde im Affekt gibt es nicht, weil eins der drei Mordmerkmale fehlt. Somit ist es Totschlag und wird lediglich im besonders schweren Fall mit
Lebenslang bestraft.
Aber egal, der Mensch um den es hier geht, sitzt zu Recht und wird auch nicht mehr rauskommen. Und das ist gut so.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
Hans, Ostlandritter und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 12:28
von Lutze | 8.039 Beiträge

Mord im Affekt muß es zumindest nach den Medien doch geben,
dann wird etwas von verminderter Schuldfähigkeit geschrieben,
und die Gerichte sehen es als versuchten Totschlag
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#13

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 13:05
von damals wars | 12.201 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
Die DDR gibt es schon lange nicht mehr,aber ein
zu lebenslänglich im Herbst 1980 verurteilter Doppelmörder,
er sitzt immer noch im berüchtigten Gefängnis in Brandenburg,
die Gutachter stufen ihn nach wie vor als sehr gefährlich ein,
damals 25 Jahre alt,heute ist er 60,das letzte was er draußen
noch mitbekommen hat,die Sowjets marschieren in Afghanistan
ein,oder der Westen boykottiert die Olympischen Spiele in Moskau,
ist schon eine harte Nummer,den Mauerfall oder die Wiedervereinigung
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Tages raus kommen sollte,wie soll er sich nur zurechtfinden?
Lutze


Das war sicher auch das letzte, was seine Opfer mitbekommen haben,
und in Brandenburg gibt es keine berüchtigten Gefängnisse mehr
Sauna, Fussballplatz, Fitnessstudio, was will man mehr.

Draußen sich zurecht zu finden halte ich fasst für ausgeschlossen,der hat ja überhaupt kein Gefühl
für Preise, Kosten, nen normalen Lebensalltag, Kommunikation, jedes Kind lacht ihn ob
seiner Unbeholfenheit aus.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Karel hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 13:17
von SiK90 (gelöscht)
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O.K., die Formulierung "Affekt" war nicht ganz korrekt. Sagen wir, aus der Situation heraus.
Ich bin kein Jurist aber konstruiere mal folgendes:
Ein Jäger kommt von einem Ausflug früher nach Hause und erwischt seine Gattin in flagranti. Die Flinte hat er noch am Mann und erschießt den Nebenbuhler. Wahrscheinlich Totschlag.
Gleiche Situation - nur hat er diesmal bei der Heimkehr die Flinte im Schrank verstaut, geht nach oben, es kommt wie natürlich zum Streit, er holt seine Flinte und erschießt den Nebenbuhler. Wahrscheinlich Mord. Merkmal: niederer Beweggrund (Eifersucht).
Der Grat ist also recht schmal. Sollte es in beiden Fällen ein echtes Lebenslang geben?


zuletzt bearbeitet 25.05.2015 13:20 | nach oben springen

#15

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 13:27
von Alfred | 6.853 Beiträge

§ 211 Mord

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

(2) Mörder ist, wer

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet.


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#16

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 13:42
von SiK90 (gelöscht)
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Demzufolge wäre der Jäger in Situation zwei lebenslang einzusperren. Wobei das hier wohl 15 Jahren bedeuten würde. Das wäre zu vertreten aus meiner Sicht.


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#17

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 13:45
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #16
Demzufolge wäre der Jäger in Situation zwei lebenslang einzusperren. Wobei das hier wohl 15 Jahren bedeuten würde. Das wäre zu vertreten aus meiner Sicht.

Bei guter Führung ist der Jäger spätestens nach
10 Jahren draußen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#18

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 13:50
von SiK90 (gelöscht)
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Ne. Bei lebenslang wird nach 15 Jahren geprüft.


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 13:53
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #17
Zitat von SiK90 im Beitrag #16
Demzufolge wäre der Jäger in Situation zwei lebenslang einzusperren. Wobei das hier wohl 15 Jahren bedeuten würde. Das wäre zu vertreten aus meiner Sicht.

Bei guter Führung ist der Jäger spätestens nach
10 Jahren draußen
Lutze

Und das ist eben bei einer solchen Straftat nicht so Lutze. Dort kann man nach frühestens 15 Jahren Haft einen Antrag
auf Entlassung stellen.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#20

RE: Der letzte DDR-Gefangene

in Das Ende der DDR 25.05.2015 17:57
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #14
O.K., die Formulierung "Affekt" war nicht ganz korrekt. Sagen wir, aus der Situation heraus.
Ich bin kein Jurist ...
... na wer ist das schon, aber da liegst Du nun ganicht sooo daneben, der hier erwähnte §211 ist ja aus dem BGB und das kennt den Mord als Qualifizierungstatbestand zum Totschlag . Also Alles ist erstmal Totschlag und trifft eines der 8 (für RudiEK in Worten: es sind acht) Mordmerkmale zu, na dann isses Mord. Maßgeblich ist aber das zu Tatzeit und am Tatort gültige Recht, und das war in diesem Fall der §112 des DDR-StGB, zu dem der Totschlag (§113) und die Körperverletzung mit Todesfolge (§117) ein Privilegierungstatbestand ist, sprich in'ner DDR war jede Tötung erstema Mord, es sei denn es greifen die 'Entlastungsparagrafen'.
Also nach BRD-Recht ist Dein Jäger ein Mörder, nach DDR-Recht maximal Totschläger oder vielleicht auch 'nur' Verletzung mit Todesfolge. Das 'nur' deswegen in Anführungszeichen weil der Tarif der gleiche (10 Jahre Höchststrafe) war.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 25.05.2015 17:59 | nach oben springen



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