#101

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 08:56
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von andre634
Hallo zusammen,

als Neuling in diesem Forum würde ich gern mal eine konkrete Frage zum ehemaligen Grenzverlauf bzw. zu den Grenzsicherungsanlagen rund um den Brocken stellen

Soweit man noch Bilder aus der Zeit 1989/1990 zu sehen bekommt ist festzustellen, dass der GZ I parallel zu den Gleisen der Brockenbahn ab Bahnhof Goetheweg verläuft. Die geografische Grenze verläuft jedoch nach der Karte weit unterhalb des Gipfels. Stand dort auch noch ein Zaun oder befanden sich nach der Brockenmauer keinerlei weitere Hindernisse in Richtung Westen?

Wäre schön wenn mir jemand weiterhelfen könnte

Viele Grüsse
andre634



Letztes Hindernis am Brocken waren der Zaun 1 zwischen Brocken und Wurmberg, teilweise bis Goethebahnhof parallel zu den Gleisen bzw. am Plateau selbst die Brockenmauer. Dazwischen bis zur Grenzlinie gab es zwar noch einzelne Reste von früher dort angebrachtem Stacheldraht. Die wurden jedoch nicht mehr gewartet, waren wo zugänglich abgebaut und deshalb nur in Reststücken vorhanden. Weitere künstliche Hindernisse gab es dort nicht.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#102

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 09:34
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz
[quote="tiroler"]zitat von patriot :@Bergmensch, zwischen Maitzenkopf und Zwieselskopf also Postenpunkt 124 und 141 befand sich aus Richtung Ilsetal kommend die sogenannte Hauptstoßrichtung möglicher Grenzverletzer, weiter dann westwärts runter ins Eckerntal.

Hallo Patriot,
es höhrt sich ja gut an, dass der Maitzenkopf und Zwieselkopf
Hauptstoßrichtung war.Wie ich mich erinnere,muß das an den Taubenklippen bzw.
Ahlsburg gewesen sein.
Sind denn wenigstens viele Grenzverletzer durchgekommen? Sind denn Zahlen
bekannt? Wann war dort der letzte geglückte Durchbruch ?


Ich lese immer nur Grenzverletzer. Woher kamen die denn? Von uns drüben etwa??




Was soll man diese (letzte) Frage verstehen? Ich verstehe sie so, der damaligen stalinistisch- Mielke- proletischen Ideologie folgend und wie sie hoffentlich nicht so ganz ernsthaft gemeint ist:
Die Grenzverletzer kamen natürlich aus der imperialistischen Bundesrepublik oder waren von dort aus gekaufte, manipulierte und in die DDR eingeschleuste, subversive Elemente...

Aber Spitze beiseite, da es sich hier um eine ernsthafte mit vielen tragischen Schicksalen behaftete Sache handelt:

Aus meiner Kenntnis und Erfahrung war die Hauptstoßrichtung der Grenzverletzer eher der Bereich Stapelburg, beginnend von der Ecker- Straßenbrücke ehem. B 6 (Deutschlandhaus) bis oberhalb Jungborn/ Ahlsburg Richtung Eckertalsperre (Staumauer).Der eigentlich brisante Abschnitt hat m. Ea. oberhalb des Jungborns begonnen. Dort waren die Grenz- sicherungen auf Grund der geologischen Verhältnisse äußerst labil. (Hatte hierüber schon mal geschrieben).
An den Taubenklippen wären ja erstmal die gut ausgebauten Sperranlagen der beiden Vorzäune zu überwinden gewesen, dazu kam noch die nicht gerade geringe Entfernung bis ins Eckertal/ zur Ecker und die steile, unwegsame Hanglage. Es wurde hier schon genannt: ca. 15 Minuten Fußweg bis zur Ecker bei strammen Schritt!

Aus Gesprächen mit Volkspolizisten, Trapo`s ect. weiß ich, das viele potentielle Grenzverletzer, die in der Vorlandsicherung aufgegriffen wurden, hier auch ziemlich blauäugig an die Sache rangegangen sind. Oft alten Schilderungen und Gerüchten über undichte Stellen folgend, die sich hartnäckig hielten, auch was den Brockenbereich anbelangte. In den meißten Fällen der schon im Vorfeld aufgegriffenen, die größtenteils extrem schwierigen geographischen Verhältnisse total falsch einschätzend. Fakt ist, nur allein das unbemerkte Überwinden der vorgelagerten Sperranlagen (Signalzaun ect.) war fast unmöglich, danach wartete eine ebenso große Gefahr der geologisch schwierigen Verhältnisse. Auch das simple "Verlaufen" auf Grund der mangelnden Ortskenntnisse war eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Die besten Erfolgsaussichten hatten m. Ea. nur die, die sich dort im Gelände gut (bestens!) auskannten, z.Bsp. alt eingesessene, die das Gebiet noch vor der Grenzsicherung kannten, Forstleute, die dort gearbeitet haben oder eben auch ehem. Grenzer...!

Von einem Jungenfreund von mir ist Mitte der 70-er der Vater (Franz L.) in diesem Bereich rübergemacht, er war ehem. Grenzer und er hatte u. a. mit seinen Schwiegereltern und Frau bis zum Abriß das alte Forsthaus oberhalb des Trompeterkopfes bewohnt. Diese Forsthaus (Fundamentreste findet man heute noch) stand rechts neben dem Kollonnenweg, wo die Zufahrtsstraße aus dem Suental auf den Kollonnenweg mündet, in der Nähe des "Wenzelsteines". Der alte Franz wird da wohl auch jeden weg und Steg gekannt haben. Seine Flucht war um so spektakulärer, da man erst Tage nach seinem Verschwinden wohl über eine abgefangene Karte (oder Brief) an seine Familie und aus den Westmedien davon erfahren hatte... . Seinen Fluchtweg oder Spuren, die "undichte" Stelle suchte man vergebens. Mein Vater sagte immer, diejenigen, die die Absicht der Flucht hatten und sich eben bestens auskannten, bevorzugten entsprechend ungünstige Wetterlagen wie z. Bsp. im Herbst. Nebel, Sturm, Regen. Eine Logik: Auch die Grenzsoldaten "verkrochen" sich dann irgendwo in schützenden Unterschlupfmöglichkeiten oder Unterständen, durch die Geräuschkulisse z. Bsp. bei Sturm war außerdem die akustische Ortung eines potentiellen Grenzverletzers erheblich erschwert. Alle, die am "Kanten" und dazu noch in unwegsamen, bewaldeten Gelände wie dem Harz gestanden haben, werden das nur zu gut wissen.
Mein Vater war bis in Ende der 50-er, wie so viele Einheimische auch, aktiver Grenzgänger. Er sollte es gewußt haben und kannte zwischen Zwießelkopf und Jungborn eben auch jeden Weg und Steg und machte sich eben sein Wissen dahingehend auch zu nutze. Er erzählte auch immer, das das Problem nicht unbedingt die DDR- Grenzsoldaten oder damals noch KVP- Soldaten (Kasernierte Volkspolizei) waren, viele kannte man und da wurde auch genug gekunkelt, aus dem Westen mitgebracht..., gefährlich waren die Russen, die die bis in die 50-er Jahre noch mit an der Grenzsicherung beteiligt waren. Die schossen sofort und ohne Hemmungen. Aber auch hier gab es welche, mit denen man einen "Deal" machen konnte. Mein Papa kannte u. a. einen Sergant der Russen gut, ein gebildeter lieber Mensch Namens Sascha. Er erzählte oft von ihm. Besagter Sascha muß wohl vor dem Krieg Germanistik studiert haben und sprach sehr gut deutsch. Es muß sich auch eine sehr gute Freundschaft zwischen meinem Papa und ihm entwickelt haben, was damals auch nicht gerade gern gesehen, wenn nicht sogar gefährlich für beide war. Besagter Sascha war auch sehr kritisch gegenüber der stalinistischen Politik und zweifelte immer mehr an der Ideologie. Eines Tages ist er dann auch rübergemacht..., mein Papa hatte deswegen eine Menge Ärger, weil Sascha auch später mal einen Brief aus dem Westen an meinen Papa schrieb....
Leider ist der Kontakt verlorengegangen, wohl auch aus verständlicher Angst und Vorsicht meines Vaters. Er hat nach der Wende alles Mögliche versucht, zu recherchieren um wieder Kontakt aufzunehmen, leider ergebnislos. Bis kurz vor seinem Tode hat er oft und immer wieder voller Wehmut davon erzählt und war todunglücklich, das ihm das nicht gelungen war.

In den Mittagsstunden des 27. Juni 2001 hat sich mein Papa dann nocheinmal auf den Weg gemacht. Diesmal nicht über die innerdeutsche Grenze im Eckertal, die es nun schon 11 Jahre nicht mehr gab, nicht nach Bad Harzburg und auch nicht zu seiner geliebten Skihütte im Brockenbett, sondern in den Himmel. Um hier auch seine alten Freunde wiederzutreffen und vielleicht auch seinen Freund Sascha. Seine menschlich wertvollen und guten Erinnerungen an Sascha und all die anderen lieben und wertvollen Menschen, die ihn in seinen 78 Jahren begleitet haben, aber auch die schmerzlichen und schlechten Erinnerungen und Erfahrungen an Krieg und Nachkriegszeit, an die deutsche Teilung und schlechte Menschen, die ihn in den letzten Jahren seines Lebens sehr verbittert haben, auch das hat er mitgenommen. Er hat uns wie schon so viele Andere vor und nach ihm, zurückgelassen als diejenigen, die berufen sind, alles geschehene Unrecht aber auch das Recht wachzuhalten, aufzuarbeiten und eine Wiederholung in jedweder Form nicht zu dulden. Zu kämpfen für die Rechte des Menschen, für ein (wenig) Mitmenschlichkeit und Frieden, für ein Aufbegehren gegen Unrecht und Niedertracht.

Und für das größte Gut des Menschen: Freiheit!

Möge der liebe Herrgott ihm einen schönen Platz im Kreise seiner alten Freunde bereitet haben.



josy95


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#103

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 10:36
von Patriot (gelöscht)
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@josy95, die Karte links von Suentaler eingestellt zeigt genau die "Hauptstoßrichtung", habe sie auch so in über zweitausend Dienststunden in den Karten der Führungsstellen III + IV eingezeichnet vor mir gesehen. Sie ergibt sich daraus, daß ein nicht Ortskundiger bei einer prinzipiell geplanten Flucht durch den Harz als erste Entscheidung südlich oder nördlich des zur Orientierung dienenden Brockens wählen mußte. Für den nördlichen Bereich erfolgte dann die Annäherung schwerpunktmäßig über Magdeburg, Halberstadt, Wernigerode nach Ilsenburg. Hier zweigte sich das auf Richtung weiterer Verlauf der F6 heute B6 nach Stapelburg, aber auch parallel der alten Reichsbahnlinie in Richtung Eckerntal. Die Hauprichtung führte aber ins südliche Ilsetal, was ja bis zum Xantierplatz auch noch nicht im Sperrgebiet lag und von hier dann weiter in Richtung Kruzifix südlich oder Kleines Sandtal nördlich führte. Die Aufgriffe über die Jahre belegen dies. Ein taktisch kluger Grenzverletzer hätte allerdings, wie auch von Dir beschrieben die Anmarschrichtung während Wetterunbilden und da ergänze ich zum Brocken direkt über die Klippen bzw. immer parallel der Ilsefälle wählen müssen, bei einer Vormarschgeschwindigkeit von maximal 0,5 km/h und somit im Bereich oberhalb der Hermannsklippe(HKL)am besten im Bereich Whiskeykurve, Steinerner Tisch bis Kleiner Brocken als Zieldurchbruchsstelle. Da oben war in den 80er und so wie ich sehe auch bis zum Ende nur ein einfacher GZ-1 vorhanden, nackt ohne weitere Sicherung. Letzter ständig besetzer Postenpunkt mit BT war die HKL! Die Sicherung erfolgte aber auch durch Mutter Natur mit Hochmooren, tiefen Wäldern und einer teilweise extrem harschen Witterung. Da drüber, wäre dann der mehrstündige Weg bis ins Tal nur noch abwärts erfolgt und wahrscheinlich im Bereich Morgenbrodsbach hätte der Sprung über das kleine Grenzflüsschen in den Westen erfolgt. Aufklärungskräfte der Abt. 2000 waren dort zwar zeitweise auch anzutreffen, aber wenn ich ich an die Zahl der angemeldeten Einfahrten dieser nicht sichtbaren Kräfte über Tor Scharfenstein oder Kruzifix nach feindwärts sehe, eher unwahrscheinlich. Die hatten Aufgaben der militärischen Aufklärung des Gegners im Bereich Wurmberg bis Torfhaus durchzuführen oder Schleusungen etc.


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#104

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 11:06
von karl143 (gelöscht)
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@ Joys95

Deine Nachricht macht nachdenklich und macht einem klar, was einem ein Mensch bedeutet.
Hast du sehr schön geschrieben.
VG
Karl-Heinz


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#105

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 11:23
von josy95 | 4.915 Beiträge

Ja, karl143,
Deine Antwort sollten sich einige auch hier im Forum mal ein wenig zu Gemüte ziehen und verinnelichen!

Ich hab es meinem Papa am Sterbebett versprochen, auch wenn er es vielleicht nicht mehr verstehen konnte, diese Lebenserfahrungen, seine und die abertausend Anderer, diese Ideale wachzuhalten. Dafür zu kämpfen, und sei es (auch wenn es manch einer hier falsch versteht - mir egal!), zu Not nicht so gewaltlos und friedfertig wie im Wendeherbst 1989...

Und auch da weiß ich, das ich hier im Forum bei der Masse der User gut aufgehoben bin, wir uns verstehen!

josy95


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#106

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 11:43
von Patriot (gelöscht)
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Ich denke, daß fast jeder erfahrene Grenzer ein Handbuch für Grenzverletzer hätten schreiben können und damit bleibt zu hoffen, daß das seinerzeit erworbene grenztaktische Wissen nie in der Realität gebraucht werden muß. Fluchten über grüne Grenzen sind im deutschsprachigen Raum ja sonst vorallem durch die illegalen Grenzübertritte von Verfolgten zu Beginn des III. Reiches von Sachsen und dem hinteren Elbsandsteingebirge Richtung Böhmen bekannt, aber auch dem Ende, als politisch Verantwortliche und Angehörige der SS das sinkende Schiff über die Alpen gen Italien und weiter auf der sogenannten Rattenlinie mit dem Ziel Südamerika verlassen haben.


zuletzt bearbeitet 29.10.2009 11:45 | nach oben springen

#107

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 13:21
von wosch (gelöscht)
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Zitat von tiroler
hallo patriot,
wenn jemand bei anruf nicht stehen bleibt ,ist meiner
meinung nach der schußwaffengebrauch gerechtfertigt.
bin mir da aber nicht ganz sicher.
einen menschen erschießen ohne anruf ,ist ohne frage mord.

tiroler



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Einen Menschen, der nichts anderes will, als einem nicht legitimierten Unrechts-Regime zu entfliehen, durch gezielte Schüsse, Minen oder Selbstschußanlagen aufzuhalten und damit seine körperliche Beschädigung bis hin zu seinem Tode in Kauf nimmt, kann auch trotzt des Nichtstehenbleibens nach einem Anruf nicht "gerechtfertigt" sein.
Und Patriot, komm mir nicht mit Grenzregimen in der übrigen Welt, hier geht es um die Deutsch-Deutsche Grenze. Im übrigen möchte ich nicht wissen, wievielen Erschossenen von offizieller DDR-Seite noch zynisch "hinterher" gerufen wurde, daß ein Anruf erfogt war. Die Schützen werden sich darauf berufen haben, das Opfer konnte nicht widersprechen. Diejenigen, die man nur halb tot geschossen hatte, die hätten eh sagen können, was sie wollten, es wurde "streng nach Vorschrift" gehandelt!!!
Tiroler, dies soll keine Kritik an Deinem Statement gewesen sein, ich wollte bloß noch einen draufsetzen!!
Schönen Gruß aus Kassel


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#108

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 15:34
von Patriot (gelöscht)
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Wie kommst Du denn darauf, daß die DDR eine nicht legitimiertes Unrechtsregimes gewesen sein soll? Hat das etwa die Bundeszentrale für Politische Bildung noch in den späten Achtzigern so rausgegeben? Sicher nicht, da wurde ja selbst Erich Honnecker von Helmut Kohl mit allen Ehren in Bonn empfangen. Das ist zweifelsohne Urton der frühen Fünfziger und sollte eigentlich schon längst auf dem Müll der Geschichte gelandet sein. Oder möchtest Du wie ein Brunnenvergifter agieren und hier die Stimmung bewußt anheizen? Freu Dich doch ganz gelassen, daß Deutsche aus Ost und West hier miteinander reden und vor allem auch viele gediente Militärs unter uns sind, denen es auf beiden Seiten nicht immer leicht fällt die Rüstungen und Feindbilder abzubauen.


zuletzt bearbeitet 29.10.2009 15:34 | nach oben springen

#109

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 15:35
von Bergmensch (gelöscht)
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Also mal an alle einen recht Herzlichen Dank für die beteiligung am Thema.

Als kleine Anerkennung mal von mir noch einige Bilder. Vielleich inspirieren sie ja zu mehr Erinnerungen.







Hier sieht man als gestrichelte Linie den Grenzverlau bis 1951. Die Ecke an den Hirschörnern war bis da hin Britische Besatzungszone bzw. BRD








Bis hier hin erst mal und Resonanz abwarten.


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#110

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 15:51
von tiroler (gelöscht)
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hallo wosch,
ja du hast recht, aber dem soldaten kann ich auch nicht
das recht absprechen.er bewacht ein militärisches sperrgebiet.
alles andere ist eine politische angelegenheit zu der die soldaten
mißbraucht wurden.klar kann man daneben schießen.nun steht da aber so
ein junger mensch , vom leben noch keine ahnung ,dazu ständige
rotlichtbestrahlung.den soldaten verurteile ich nicht.
na ja, hatten wir ja schon alles.die vorgesetzten ,die partei,
die politische führung mit ihrem ausgeklügeltem system ,die sind
alle zu gut davon gekommen.der kleine soldat ist der falsche ansprechpartner.
sicherlich gab es unter denen auch vollidioten.
wenn ich anders denken würde,könnte ich mich mit patriot,raimann2,suentaler
uva. nicht unterhalten.

tiroler


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#111

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 15:54
von Dispetscher | 40 Beiträge

hallo Bergmensch.

Ja so sah es vor 20 Jahren da oben aus zum Glück ist das Geschichte.

Mein Opa hätte das gerne noch erlebt "Ein freier Berg"

Es gibt zwei gute Bücher über den Brocken:

DER BROCKEN-ein freier Berg

DER BROCKEN-Der belagerte Berg(1994) ist aber vergriffen

Gruß


zuletzt bearbeitet 29.10.2009 15:54 | nach oben springen

#112

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 16:04
von Patriot (gelöscht)
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@Bergmensch, ich erinnere mich, auf der Eckertalsperre war in der Mitte neben der Grenzsäule auch noch ein kleine Ziegelsteinmauer gesetzt und in der Mitte in Augenhöhe fehlte aber ein Ziegel, praktisch zum Durchgucken, auch das ist jetzt alles weg. Von der Talsperre haben wir uns zu Weihnachten immer die besten Bäume von den Feinwärtsposten mitbringen lassen. Die waren so biomäßig, daß sie erst Ende Januar das Zeitliche gesegnet hatten und das ganze Haus tagelang sehr intensiv nach Fichtenwald vom Hochharz duftete.


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#113

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 17:32
von Bergmensch (gelöscht)
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So so mit Fichtennadel?

Und Guckloch....so richtig?


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#114

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 17:59
von Patriot (gelöscht)
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Genau! Und stell Dir vor im gleichen Moment kuckt noch ein BGSler durchs Loch ..


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#115

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 18:21
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Patriot
Wie kommst Du denn darauf, daß die DDR eine nicht legitimiertes Unrechtsregimes gewesen sein soll? Hat das etwa die Bundeszentrale für Politische Bildung noch in den späten Achtzigern so rausgegeben? Sicher nicht, da wurde ja selbst Erich Honnecker von Helmut Kohl mit allen Ehren in Bonn empfangen. Das ist zweifelsohne Urton der frühen Fünfziger und sollte eigentlich schon längst auf dem Müll der Geschichte gelandet sein. Oder möchtest Du wie ein Brunnenvergifter agieren und hier die Stimmung bewußt anheizen? Freu Dich doch ganz gelassen, daß Deutsche aus Ost und West hier miteinander reden und vor allem auch viele gediente Militärs unter uns sind, denen es auf beiden Seiten nicht immer leicht fällt die Rüstungen und Feindbilder abzubauen.



Geht denn dieser Unsinn hier schon wieder los???

Ob nun Legitimiert oder nicht. Da sollen sich die Gelehrten drüber streiten. Was das Verhalten der DDR- Oberen in Bezug auf die Grenze anbelangt, insbesondere Schießbefehl (ich weiß: dieser "Befehl" ist noch nicht nachgewiesen..., hat`s nicht gegeben...) Mienen, Selbstschußanlagen ect., damit haben sich diese Herren und damit das gesammte System, den Staat DDR für ihre Zwecke legitimiert, geoutet und es zu einem Unrechtssystem entwickelt und verkommen lassen. Oder willst Du hier behaupten, die DDR war eine proletarisch orientierte Vereinigung der barmherzigen Samarieter oder der sozialfürsogliche Nachfolgeverein des Roten Frontkämpferbundes??? Der mit seiner Grenze die Angriffe der Neider von Außen abwehren mußte???
Nein, sie waren willfähige und eingeschworene Vertreter eines stalinistischen Weltherrschaftsanspruches mit all seinen menscherechtsverachtenden Erscheinungen und Auswüchsen. Und das dabei auch die Vorzüge, die objektiv guten Sachen der DDR in den Schmutz getreten wurden, das anders denkende Menschen eingesperrt, sogar erschossen wurden, das junge Menschen in Größenordnungen vergiftet und für diese Machtinteressen mißbraucht wurden, ja, das hat man alles billigend in Kauf genommen!

Und das dieses ideologische Gift heute noch wirkt, das merkt man hier wieder. Klar, deutlich und unmißverständlich! Ein Prosit auf den Genossen Stalin...

Nehmt es mir übel oder nicht, aber besser: Bleibt beim eigentlichen Thema, besinnt Euch auf die Tasachen, das Erlebte, die eigenen Erfahrungen! Hört auf über sowas zu philosopieren und euch damit gegenseitig zu belasten!

Dazu gibt es viel zu viel interessante Sachen zu berichten...


josy95


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zuletzt bearbeitet 29.10.2009 18:24 | nach oben springen

#116

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 18:27
von Bergmensch (gelöscht)
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Der Karl durfte doch garnicht bis an das Loch. Die stand doch ca.2-3 Meter im Osten.
Und wenn er es getan hätte?
Wie hättet ihr ihn Festgenommen? und wie Abtransportiert?
Ging ja nur über den Westen.


zuletzt bearbeitet 29.10.2009 18:28 | nach oben springen

#117

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 20:19
von Patriot (gelöscht)
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@Bergmensch, ich bin der Meinung das Mäuerchen stand genau auf der Linie und jenseits hat keiner aus dem Osten die Blätter mehr weggefegt ..

@josy95, lies mal alle Beiträge ab 13:21, verwechsele nie im Leben Ursache und Wirkung und dann schreibe das nochmal richtig auf.


zuletzt bearbeitet 29.10.2009 20:27 | nach oben springen

#118

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 20:46
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Nehme auch an das die Mauer auf der Linie fast stand.Und die Grenzsäule gleich dahinter,wenn man auf das Foto schaut.Denn vor dem Schild vom BGS kann die Grenzsäule nicht gestanden haben.


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#119

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 21:01
von Bergmensch (gelöscht)
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Gleich nach der Grenzöffnung war auf dem Boden ca. 2 m vor der Mauer der weiße Strich.
Wer den da hin gemalt hat weiß ich nicht, sah aber sehr verwittert aus.
Aber ist ja auch Egal. Heute isser eben nicht mehr da und das ist entscheidendt.


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#120

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.10.2009 21:07
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zwischen BGS Schild und Mauer liegen,na ja sagen wir mal gut 1 m-war das jetzt noch Ost Gebiet ?
In diesem Fall lag die Mauer wohl auf der Grenzlinie.



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