#261

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2015 19:47
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #258
Zitat von Grenzläufer im Beitrag #253
Zitat von terraformer1 im Beitrag #252
2008 bin ich die Zinnenstraße von der Hermannsklippe zum Eckersprung gegangen. Hier sieht man, wie ich an der Sitzgruppe rauskomme.
http://youtu.be/I-XbyHrgL0k?t=27m18s



Hallo Terraformer,
hochinteressantes Video, welches du reingesetzt hast.
Dazu habe ich eine Frage. Woher kommt der Name "Zinnenstraße". In alten Reiseführern vom Harz finde ich diese Bezeichnung nicht.

Was mich stark verwundert hat, dass dort Kabel der Grenztruppen zu finden war. Wir hatten in den 1970igern und 1980igern die Info, dass dort kein Signalzaun steht. Ich weiß, dort gab es einen Stacheldrahtzaun parallel der von dir genannten Zinnenstraße.
Ich bin total überrascht, dass dort Kabel der Grenztruppen gefunden wurde.

Es gab zwischen Eckersprung und der Eckertalsperre einen Geländestreifen Richtung "Zinnenstraße", der zur DDR gehörte, für uns als Kinder/Jugendliche "Niemandsland".





@Grenzläufer, bin zwar nicht der @Terraformer, (die bekannten Erbsenzähler lesen hier nämlich auch mit!) aber vielleicht kann ich etwas weiterhelfen.

Zinnenstraße??? Woher diese Bezeichnung kommt, weiß ich auch nicht. Die "alten" Ilsenburger haben früher jedenfalls diese Bezeichnung in ihren Erzählungen, denen wir als Kinder immer so gern und sehnsuchtsvoll lauschten, immer gebraucht. Die waren dort viel Heidelbeeren sammeln oder über diesen Weg auch ab und an mal in den Westen gehuscht.
Die Zinnenstraße vom Kollonenwegabzweig, auch als eine Art verlängerte Hermannchaussee zu sehen, wurde auch erst Ende der 70- iger mit Bau des Kollonenweges in der heutigen Form ausgebaut. Früher soll das nur ein relativ schmale Forststraße gewesen sein, die sich vor der Eckerquelle totlief und nur (so wie heute) als Trampelpfad zur Kaffeklappe weiterführt. Ursprünglich sollte diese Straße für Kfz befahrbar bis zur Kaffeklappe ausgebaut werden.
Inzwischen hat die Nationalparkverwaltung sogar ein Stück am Ende des Ausbaues wieder zurückgebaut/ renaturiert.

Der Grenzverlauf ging ja um die Bockenkuppe herum und der Gipfel selbst und die umliegenden Hanglagen waren alles DDR- Gebiet. Im beschriebenen Teil der Zinne wie auch am Kollonenweg und andern Orts sind in der Tat noch einige(!) Kabelreste, auch Stacheldrahtreste, einfach an Fichten angenagelt zu finden. Auch, vermutlich noch aus den frühen 50- 70-iger Jahren. Noch in Bäume eingedrehte Isolatoren von damals sehr gebräuchlichen einfachen Freileitungen des Grenzmeldenetzes. Erst Ende der 70- iger und Ausbau der Grenzsicherungsanlagen, Bau des Kollonenweges auch zum Brocken begann man mit der Verlegung von Erdkabeln.

Als Signalzaun ausgebildet war im Bereich Scharfensteiin bis Goethebahnhof nur ein einfache Streckmetallzaun von der GK Scharfenstein bis etwa 500 m vor Bahnüberganges Kollonenweg, dort begann ja der "Ableger" der Brockenmauer. Die Mauer war obendrauf mit den üblichen Stacheldrahtreitern in Y- Form versehen, die meines Wissens nach auch im Überwachungssystem des Signalzaunes integriert waren.

josy95



Hallo josy95,
danke für deinen interessanten Bereich. Ein Bekannter, den ich als Kind/Jugendlicher im Harz kennenlernte, ist über diesen Abschnitt
aus der DDR im Jahre 1973 getürmt. Wir hörten seine Geschichte von der Flucht immer mit offenen Mund. Er versuchte auch
seinen Arbetskollegen über diesen Weg aus der DDR zu holen, was aber nicht gelang.


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#262

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2015 19:56
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Zitat von terraformer1 im Beitrag #259
Den Namen "Zinnenstraße" habe ich auch noch in keiner Karte gesehen. Dass der Weg so heißt, weiß ich nur aus einem Bericht der Nationalparkverwaltung über die Renaturierung in dem Bereich. Benannt ist der Weg wohl nach der "Zinne", einer großen Klippe 1 km südwestlich von der Kreuzung an der Hermannsklippe. Vor einem Jahr bin ich auf die Klippe mal hoch gestiegen:
https://www.youtube.com/watch?v=4CStBJAseTg



Hallo Terraformer,
auch das ist ein klasse Video. Ich habe auch die anderen Videos gesehen, du bewegst dich auf "geschichtsträchigen" Wanderwegen.
Wirklich hochinteressant zu sehen. Ganz erfreut war ich von dem Bericht über den alten Goetheweg, eigentlich ja auch den richtigen Goetheweg.
Endlich jemand, der sich auf den Weg machte, den Grenzstein an den Hirschhörnern zu finden. So macht wandern Spaß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hirschhornk...steinhirsch.jpg


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#263

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2015 20:09
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Zitat von jens-66 im Beitrag #260
@Grenzläufer
Streife sind wir als " normale " Soldaten dort hinten im Vorgelagerten nicht gelaufen.
Immer nur in Richtung Brocken am Zaun auf dem Kolonnenweg entlang.
Wenn, dann waren dort die GAK unterwegs oder die SIPO, wenn die Forst dort gearbeitet hat
Warum ich, und mit wem ich dort war, weis ich nicht mehr.
Auch an den Stacheldraht oder ähnliches, kann ich mich nicht mehr erinnern.
Weiter unten in der Peseke sind wir häufiger gewesen.
Das war ja die Abriegelungsstrecke, wenn in Richtung Brocken ein Zaun Feld ausgelöst hat.
Dann wurde dort alle 100 m ein Postenpaar von LO abgesetzt.
Wenn dann wirklich jemand übern Zaun ist, dann kam noch mal ein Postenpaar dazwischen.
Dann also alle 50 m.
Wir wussten ? Wenn der 2. LO nicht kommt, dann ist auch nichts.
Meistens war das Nachts und da ist es wirklich dunkel
Da klappern einem schon mal die Knie.
Mit meinen Motorrad musste ich auch in der Peseke bis zur LO Wendestelle und dann noch bis zur Ecker zu Fuß.
Es ist ja eine herrliche Landschaft dort hinten.
Für mich hatte das damals immer so etwas Geheimnisvolles und ich bin bis heute dort hinten nicht wieder gewesen. Jens






Hallo Jens,
wenn ich das so lese, bekomme ich Gänsehaut. Wir hatten als Jugendliche diesen Abschnitt für relativ "sicher" gehalten und sind als Mutprobe
dort vom Quitschenberg aus in dieses "Niemandsland" gegangen, was ich heute nur noch als bodenlosen Leichtsinn bezeichnen kann.

Ja die Landschaft des Hochharzes hat etwas Geheimnisvolles ja regelrecht Magisches.
Ich habe deinen Bericht mit Spannung gelesen. Wo befand sich die Abriegelungsstrecke? Auf der Zinnenstraße oder auf dem fast parallel laufenden Weg weiter westlich Richtung Ecker?


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zuletzt bearbeitet 01.02.2015 20:52 | nach oben springen

#264

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2015 22:05
von jens-66 | 188 Beiträge

Hallo Carsten,
Die Abriegelungsstrecke ist auf deiner Karte grün eingezeichnet.
Vordere Peseke und mittlere Peseke.
Dieser Weg beginnt ja direkt am Scharfenstein.
Ihr wart ja recht mutig damals, Euch dort zu bewegen.
Bei Gesprächen damals in der Kompanie sagte man, das die GAK viel im vorgelagerten Bereich unterwegs sind.
Ich selbst musste die GAK am Gassentor Herrmannsklippe reinlassen bzw auch wieder raus.
Bei vielen Nachtschichten habe ich an der Spinne gesessen - auch im vorgelagerten Bereich.( mit Motorrad)
Nach Mitternacht sind wir dann zur Staumauer vom Ecker Stausee gegangen. Damals war die Mauer auf der Staumauer schon weg.
Dort war ein Gitter eingebaut.
Ich musste mal mit unserm AKKU das Grenzmeldenetz überprüfen.( per Krad )
Bin dann von der Spinne weiter runter bis zur Ecker und dann nochmal Richtung Staumauer.
Das war aber am Tage und mit dem Befehl vom Hauptfeld. " Last euch ja nicht fotografieren."
Jens


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#265

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2015 10:11
von terraformer1 | 193 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #262
Zitat von terraformer1 im Beitrag #259
Den Namen "Zinnenstraße" habe ich auch noch in keiner Karte gesehen. Dass der Weg so heißt, weiß ich nur aus einem Bericht der Nationalparkverwaltung über die Renaturierung in dem Bereich. Benannt ist der Weg wohl nach der "Zinne", einer großen Klippe 1 km südwestlich von der Kreuzung an der Hermannsklippe. Vor einem Jahr bin ich auf die Klippe mal hoch gestiegen:
https://www.youtube.com/watch?v=4CStBJAseTg



Hallo Terraformer,
auch das ist ein klasse Video. Ich habe auch die anderen Videos gesehen, du bewegst dich auf "geschichtsträchigen" Wanderwegen.
Wirklich hochinteressant zu sehen. Ganz erfreut war ich von dem Bericht über den alten Goetheweg, eigentlich ja auch den richtigen Goetheweg.
Endlich jemand, der sich auf den Weg machte, den Grenzstein an den Hirschhörnern zu finden. So macht wandern Spaß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hirschhornk...steinhirsch.jpg




Die Koordinaten des Grenzsteins habe ich mal von Insidern aus Wernigerode bekommen. Letztes Jahr habe ich ihn gefilmt:
http://youtu.be/xqPNMp7PGBk?t=1m58s


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#266

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2015 06:08
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Zitat von terraformer1 im Beitrag #265
Zitat von Grenzläufer im Beitrag #262
Zitat von terraformer1 im Beitrag #259
Den Namen "Zinnenstraße" habe ich auch noch in keiner Karte gesehen. Dass der Weg so heißt, weiß ich nur aus einem Bericht der Nationalparkverwaltung über die Renaturierung in dem Bereich. Benannt ist der Weg wohl nach der "Zinne", einer großen Klippe 1 km südwestlich von der Kreuzung an der Hermannsklippe. Vor einem Jahr bin ich auf die Klippe mal hoch gestiegen:
https://www.youtube.com/watch?v=4CStBJAseTg



Hallo Terraformer,
auch das ist ein klasse Video. Ich habe auch die anderen Videos gesehen, du bewegst dich auf "geschichtsträchigen" Wanderwegen.
Wirklich hochinteressant zu sehen. Ganz erfreut war ich von dem Bericht über den alten Goetheweg, eigentlich ja auch den richtigen Goetheweg.
Endlich jemand, der sich auf den Weg machte, den Grenzstein an den Hirschhörnern zu finden. So macht wandern Spaß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hirschhornk...steinhirsch.jpg




Die Koordinaten des Grenzsteins habe ich mal von Insidern aus Wernigerode bekommen. Letztes Jahr habe ich ihn gefilmt:
http://youtu.be/xqPNMp7PGBk?t=1m58s




Guten Morgen @terraformer1
das ist großes Kino.....klasse. Nur mit Karte/Messtischblatt konnten Bekannte von uns den Grenzstein nicht orten.

@josy95
Rast am Eckersprung
Das ist zwar jetzt rein hypothetisch, aber stelle dir vor, dieser Geländezipfel wäre im britischen Sektor verblieben und so zu Niedersachsen gekommen. Der höchste Punkt des Westharzes wäre infolgedessen nicht der Wurmberg sondern die Hirschhornklippen oder ein Teil von diesen.
Die Rast am Eckersprung wäre schließlich auch nicht abgerissen worden, da in Niedersachsen liegend.
Die Betreiber/Besitzer der Rast hätten sich von Kundschaft und Besuchern nicht retten können.

Einfach schade, dass die Isenburger Familie *olkmar die Rast nicht wiederaufbauen durften.


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zuletzt bearbeitet 03.02.2015 06:09 | nach oben springen

#267

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2015 18:39
von RalphT | 877 Beiträge

Ich habe mal eine Frage zu den Regeln vom Hotel: Dort stand, dass der PKW innerhalb des Ortes nicht benutzt werden durfte. Warum war das so?


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#268

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2015 13:49
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von RalphT im Beitrag #267
Warum war das so?
Kurort?!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#269

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2015 13:53
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Zitat von RalphT im Beitrag #267
Ich habe mal eine Frage zu den Regeln vom Hotel: Dort stand, dass der PKW innerhalb des Ortes nicht benutzt werden durfte.
Warum war das so?


Hallo @RalphT
ich kann dir darauf keine schlüssige Antwort geben. Vielleicht die Befürchtung, dass Leute in die Sperrzone geschleust werden oder
dass jemand mit dem Auto einen Grenzdurchbruch versucht.
Bestimmt hat jemand der Grenzkompanie Schierke bessere Erklärungen.


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#270

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2015 15:10
von Galliner | 20 Beiträge

Hallo,

weiß jemand, ob die die Tore in der Brockenmauer ähnlich wie im Grenzsignalzaun nummeriert waren?
Wenn ja, müssten es 70er Nummern gewesen sein, denn dass Tor Haarnadelkurve hatte die Nummer 80.

Danke im Vorraus.
MfG Galliner



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#271

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.02.2015 12:52
von Bayridge | 9 Beiträge

Weiß eigentlich jemand, wo im Harz genau die 5 km-Sperrzone verlief? Gibt es Karten/Literatur, wo sich das nachlesen lässt?
Ich erinnere mich an Ausflüge im Harz mit sehnsüchtigen Blicken zum Brocken, in der Gewissheit, dort niemals hinzukommen. Anders als mein Vater, der vor 1961 oben war. Kurz vor der Wende (Sommer '88 oder '89) waren wir dann mal in Drei Annen Hohne, sind von dort aus Richtung Brocken gewandert, einfach mal schauen, wie weit man kommt und ob man etwa auf die Hohneklippen kann. Ich erinnere mich noch, dass man ein ganzes Stück bergan kam und an Ausblicke auf den Brocken, der zum Greifen nahe schien und irgendwann kamen dann die Sperrgebietsschilder. Details zum Weg weiß ich nicht mehr, hab bisher auch vergeblich versucht, den Weg nochmal nachzuvollziehen.



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#272

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.02.2015 18:54
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Vom Bahnhof Drei Annen Hohne (unten schöne Mitropa für eine letzte Rast), dann am SED-Heim vorbei, führt direkt der Glashüttenweg Richtung Brocken. Den werdet ihr gegangen sein. Den lange raufwandern, an dem alten Baum vorbei, der seit der Explosion eines Panzers 45 schief wächst, weiter zum Erdbeerkopf (glaube der hieß so), da hat man einen schönen Blick ins Sperrgebiet von Schierke, dann weiter rauf, durch den Wald und dann zu den Zetherklippen rüber mit schönem Brockenblick. Der Hinterlandzaun war unten in einem kleinen Tal ("Hölle" glaube ich). Soweit durfte man. Wo sind eigentlich die alten Gipfelbücher hin? Und dann durch die Steinern Renne zurück nach Wernigerode.


Grenzläufer und S51 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.02.2015 18:58 | nach oben springen

#273

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.02.2015 22:22
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#274

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.02.2015 01:15
von vs1400 | 2.389 Beiträge

Zitat von Galliner im Beitrag #270
Hallo,

weiß jemand, ob die die Tore in der Brockenmauer ähnlich wie im Grenzsignalzaun nummeriert waren?
Wenn ja, müssten es 70er Nummern gewesen sein, denn dass Tor Haarnadelkurve hatte die Nummer 80.

Danke im Vorraus.
MfG Galliner



der brockenzug wurde zwar von der 7. gk abkommandiert, unterstand ihr jedoch für den aufenthalt nicht mehr.
es gab dort einen eigenen kommandeur und eigene diensthabende ... schau mal dort rein und suche zb. nach dem 5.zug.

nummern gab es oben nicht, denn wir waren ja "theoretisch" autark.
im fall der fälle hätte/ hat es jedoch ein zusammenwirken gegeben.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#275

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.02.2015 15:53
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Zitat von jens-66 im Beitrag #264
Hallo Carsten,
Die Abriegelungsstrecke ist auf deiner Karte grün eingezeichnet.
Vordere Peseke und mittlere Peseke.
Dieser Weg beginnt ja direkt am Scharfenstein.
Ihr wart ja recht mutig damals, Euch dort zu bewegen.
Bei Gesprächen damals in der Kompanie sagte man, das die GAK viel im vorgelagerten Bereich unterwegs sind.
Ich selbst musste die GAK am Gassentor Herrmannsklippe reinlassen bzw auch wieder raus.
Bei vielen Nachtschichten habe ich an der Spinne gesessen - auch im vorgelagerten Bereich.( mit Motorrad)
Nach Mitternacht sind wir dann zur Staumauer vom Ecker Stausee gegangen. Damals war die Mauer auf der Staumauer schon weg.
Dort war ein Gitter eingebaut.
Ich musste mal mit unserm AKKU das Grenzmeldenetz überprüfen.( per Krad )
Bin dann von der Spinne weiter runter bis zur Ecker und dann nochmal Richtung Staumauer.
Das war aber am Tage und mit dem Befehl vom Hauptfeld. " Last euch ja nicht fotografieren."
Jens







Hallo Jens,

was wäre passiert, wenn euch jemand fotografiert hätte? BGS und GAK haben sich doch ständig gegenseitig fotografiert. Mich würde mal interessieren, was das überhaupt gebracht hat.


zuletzt bearbeitet 08.02.2015 15:53 | nach oben springen

#276

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.02.2015 14:02
von jens-66 | 188 Beiträge

@ Grenzläufer
Schon in der Ausbildung in Halberstadt wurde der Satz gesagt: " Wenn man euch fotografiert, wir dies in einer Datei in Salzgitter
festgehalten, sogar mit Name und Adresse.
Wenn ihr dann später, nach der Armee Zeit in die Bundesrepublik zu euren Verwanden fahrt, dann werdet ihr verhaftet.
Auf der Grenzkompanie wurde uns dies auch gesagt.
Ich habe das aber nicht für voll genommen und habe innerlich für mich geschmunzelt.
Ob es diese Datei wirklich gibt, weis ich nicht. Jens


Charly2 und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#277

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.02.2015 19:10
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Hattet Ihr "vorne" soviel Westverwandte?


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#278

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.02.2015 23:41
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Zitat von jens-66 im Beitrag #276
@ Grenzläufer
Schon in der Ausbildung in Halberstadt wurde der Satz gesagt: " Wenn man euch fotografiert, wir dies in einer Datei in Salzgitter
festgehalten, sogar mit Name und Adresse.
Wenn ihr dann später, nach der Armee Zeit in die Bundesrepublik zu euren Verwanden fahrt, dann werdet ihr verhaftet.
Auf der Grenzkompanie wurde uns dies auch gesagt.
Ich habe das aber nicht für voll genommen und habe innerlich für mich geschmunzelt.
Ob es diese Datei wirklich gibt, weis ich nicht. Jens



Hallo @jens-66
ich denke, das wäre nicht machbar gewesen. Woher sollte der BGS die Namen der Fotografierten herbekommen. Zudem hatte man
sich ja auch nicht -nach Gesetz der Bundesrepublik- strafbar gemacht, wenn man seinen Dienst bei den Grenztruppen absolvierte.
Der Mann meiner Cousine war Grenzaufklärer an der thüringischen-bayerischen Grenze und wurde öfters fotografiert.
Er hatte uns nach seinem Grenzdienst besuchen können...ohne Probleme mit Salzgitter zu bekommen


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#279

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2015 00:02
von Grenzläufer | 1.773 Beiträge

Was mich interessieren würde, macht man sich darüber Gedanken, was passiert wenn ich mal einem "Grenzverletzer" gegenüberstehe oder
wenn ich einen in meinem Bereich bemerke.
Etwas zu der Zeit, als du bei den Grenztruppen warst, war ich bei der Bundeswehr in Nordhessen.
Ich erinnere mich sehr gut an einen Zwischenfall bei der Wache in einem Munitionsdepot am Waldrand. Es war gegen zwei Uhr nachts und
ein Kamerad und ich sind Streife gelaufen, als wir zwei oder drei Personen am Zaun des Depots entlanghuschen und in ein Gebüsch verschwinden
sahen. Eine ganz merkwürdige Situation, wir sind sofort in Deckung gesprungen und mein Kollege legte schon an. Ich zischte nur.... "bist du verrückt...." Wir krochen dann weiter zurück, diskutierten kurz und sind dann zum Wachgebäude gerobbt/gerannt und hatten den Wachhabenden
(Feldwebel) benachrichtigt, der dann mit mehreren Soldaten ausrückte.

Selbst wenn jemand über den Zaun des Munitionsdepot geklettert wäre, ich hätte nicht geschossen.


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#280

RE: Grenzverlauf am Brocken

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2015 01:05
von hexenmeister67 | 148 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #277
Hattet Ihr "vorne" soviel Westverwandte?



Ich hatte einen ``freigekauften`` Onkel :-D



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