#161

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 15:08
von Gelöschtes Mitglied
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Bin gerade wieder reingeschneit, angekommen am HBF. Leipzig.
Noch streikt niemand, aber was hier abgeht, das Chaos nimmt seinen Lauf. Wer kann/konnte hat Urlaubstage dazu genommen und Alle versucht schon
heute in den Pfingsturlaub zu kommen.
Kurios, niemand macht sich Gedanken über die Rückreise.
Gott? sei dank, ich bleibe in LE und wie immer geht es auf das WGT.
Micha


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#162

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 16:11
von Pit 59 | 10.165 Beiträge

100.- Euro gibts am Tag Streikgeld,geht doch.

P.S. Sind eigentlich bei den ganzen "Fachkräften" die wir ins Land holen keine Lokführer dabei ?


zuletzt bearbeitet 19.05.2015 16:16 | nach oben springen

#163

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 16:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #162
100.- Euro gibts am Tag Streikgeld,geht doch.

P.S. Sind eigentlich bei den ganzen "Fachkräften" die wir ins Land holen keine Lokführer dabei ?


Ich hab es gesehen/gehört. Nu dann würde ich auf die Straße gehen und die Fortsezung des Streiks bis zum Dudeldei fordern.
100€ am Tag, hat das ein Otto- Normalarbeitnehmer?
Micha


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#164

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 16:29
von vs1400 | 2.397 Beiträge

so nen bissel futterneid scheint aufzukommen ...
na egal, momentan sind es noch 75€.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#165

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 16:36
von Pit 59 | 10.165 Beiträge

Nee,es sind 100.- Euro

Mit jedem Streik verlieren die Lokführer Einkommen. Damit ihre Motivation nicht verloren geht, hat die Gewerkschaft GDL jetzt das Streikgeld erhöht.


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#166

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 17:55
von eisenringtheo | 9.191 Beiträge

Kann der Streik überhaupt Erfolg haben? Es ist ja nicht so, dass die Bahn ein Betrieb ist, der konkurs gehen kann und sich deshalb mit den Mitarbeitern einigen muss, um nicht unterzugehen: Die Bahn gehört dem Bund und wird nicht konkurs gehen. Die Bahn müsste somit überhaupt nicht fahren, das Defizit würde einfach und grösser, aber das würde der Steuerzahler tragen.
Dieser Mechanismus ist auch den nicht streikenden Mitarbeitern bekannt, Und daher kommt auch das Dilemma der Bahn: Kommt sie den Lokführern entgegen, wollen alle anderen auch Geld und die nächsten Streiks sind vorprogrammiert.
Theo


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#167

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 18:18
von linamax | 2.022 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #162
100.- Euro gibts am Tag Streikgeld,geht doch.

P.S. Sind eigentlich bei den ganzen "Fachkräften" die wir ins Land holen keine Lokführer dabei ?

Wenn Esel und Ziegen die Lok ziehen , dann schon .


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#168

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 18:18
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Der einzige Fehler von Schell und seinem Nachfolger Weselsky war, daß man viel zu lange still war und alles hingenommen hat, was der Bahnvorstand an Unverschämtheiten seinen Mitarbeitern bezüglich der Eingruppierungen untergejubelt hat.
Und bitte niemals vergessen:
Ein Lokführer würde heute 15.000 Euro im Monat verdienen, wenn er die Gehaltssprünge des Vorstandschefs seit Ludewigs Abgang 1998 "mitgemacht" hätte.
Bezogen auf LO's sehr zutreffenden Beitrag aus der Brummibranche geht' s aber auch anders herum:
Ein Lokführer wäre ohne die frühe Feldarbeit der GDL genau dort, wo heute Bofrostfahrer, Paketauslieferer und Kurierdienste sind, nämlich inmitten dieser teuflischen Niedriglohnsteppe, deren Konsequenzen für zukünftige Renten und Kommunalfinanzen scheinbar immer noch keiner auf dem Radar hat.
Die andere Gewerkschaft GdED, später Transnet...EVG hat alles mitgemacht, was von oben nach unten dirigiert wurde, wann und wo haben die denn jemals protestiert, schlimmer noch, alle die sich dieser Gleichschaltung mit den politischen Verwaltern der Bahn und ihren unseriösen Verkaufsabsichten ( des Börsengangs) in den Weg gestellt hatten, wurden von denen drangsaliert wo immer es Ihnen möglich war, das ist nicht vergessen und geschah selbst im kleinsten Rahmen, z. B. des Arbeitsverhältnisses zwischen dem GdED- Lokleiter ( heute : Disponenten) und dem GDL- Lokführer.
Nur eine kleine Episode aus der Lokleitung Halle des Jahres 2004, lange her aber symptomatisch für das,was ich oben unter " mitgemacht" verstanden wissen wollte:
Es war 23 Uhr, Hackel kam vergnügt, weil lange vor Plan vom Milchzug aus Wustermark an und hätte seine letzte Bahn 23.45 noch schaffen können, die natürlich nicht geplant war, weil ja offiziell erst 2.30 Feierabend war und der geplante Zug erst 4.35 Richtung Heimat fuhr.
Nun war es aber angesichts der desolaten ( bahnseitig selbst verschuldeten) Auftragslage so, daß selbst bei unvorhersehbaren Kurzaufträgen noch Personal verfügbar gewesen wäre, sonst hätte mir jener Lokleiter nicht den Vorschlag gemacht, früher abzuhauen, wenn ich die Übertritsserklärung zur Konkturrenzgewerkschaft Transnet unterschrieben hätte, woraufhin ich auch den Letzten Zug noch geschafft hätte.
Was für ein Kindergarten, werden viele jetzt hier stöhnen aber solche Geschichten der Entsolidarisierung und des Kadavergehorsams sind der Stoff aus dem die Probleme von heute sind.
Wenn nun Weselsky die Summe all dieser Nadelstiche aufzählen und bewerten würde, sähe, das so aus, als wären es Sandkastenprobleme, da dann seitens der Medien genau das geschehen würde, was immer geschieht- man zerrt einen Einzelfall aus dem Zusammenhang, setziert alles und stellt den Gewerkschaftsführer angesichts der Lächerlichkeit (des Einzellfalls) als einen trotzigen kleinen Rotzlöffel dar, der seinen Willen nicht kriegt.
Es geht aber diesmal um mehr und das sollten die Skeptiker und Kritiker erkennen, es geht um die Entwaffnung der Basiseliten ohne die unser bislang erfolgreiches Wirtschaftssystem kollabieren würde.
Im Gegensatz zu den meisten Sektoren des Wirtschaftslebens regelt hier nicht alles der Markt, die Interressenskollision der Marktorientierung des Eisenbahnerberufes mit den Zwängen der Daseinsvorsorge ( bezogen auf den ÖPNV...ich äußerte die Idee der partiellen Rückkehr ins Beamtentum) ist 1993 mit dem Beschluß der Privatisierung offensichtlich nicht mehr lösbar und Welsesky steht auf dem Deich und wacht darüber, daß wenigstens die Dämme der Ethik und Verteilungsgerechtigkeit halten, wenn er schon den Kardinalsfehler des Systems nicht mehr beheben kann.
Dazu hat er auch die Unterstützung des konkurrierenden Privatbahners und Fahrgastopfers Hackel.



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#169

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 18:25
von linamax | 2.022 Beiträge

Wen soll man glauben . Ich habe den Eindruck die Gewerkschaft belügt uns genau so die Bundesbahn . Nur wer hat den längeren Atem .


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#170

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 19:05
von Gert | 12.368 Beiträge

wenn ich das alles richtig verstehe, ist folgende Sachlage zu beobachten. Die tolle Groko versucht die Macht dieser kleinen Gewerkschaften wie GDL und Cockpit mit Gesetzen zu brechen, in dem sie sie gleichschalten will mit anderen Gewerkschaften. Dies ist ein Frontalangriff auf die Gewerkschaften der hoffentlich misslingt.
Der Weselowski nun versucht, seine Dinge durchzusetzen, bevor die Groko dieses Gesetz in Kraft setzt, also ein Wettlauf gegen die Uhr. Deswegen wirkt der auch so verbiestert. Sein Gegenpart, der Personalvorstand der DB labert da immer blöde rum ( wie kann ein solcher Mensch Vorstand werden, der kann keinen zusammenhängenden Satz deutlich und verständlich aussprechen ) und versucht Zeit zu gewinnen. Daher wird das Problem in den nächsten Wochen nicht gelöst. Wenn es gelingt das Gesetz zeitlich zu verschleppen, was durchaus möglich ist mit Prozessen vor dem BGH, könnten die Verluste bei der Bahn so hoch werden, dass die Rechnung " Hinhalten " nicht mehr aufgeht. Dann erst wird es zu einer Einigung kommen. So lange ist Leiden bei den Bahnkunden angesagt, so traurig das ist.


.
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#171

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 19:18
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #166
Kann der Streik überhaupt Erfolg haben? Es ist ja nicht so, dass die Bahn ein Betrieb ist, der konkurs gehen kann und sich deshalb mit den Mitarbeitern einigen muss, um nicht unterzugehen: Die Bahn gehört dem Bund und wird nicht konkurs gehen. Die Bahn müsste somit überhaupt nicht fahren, das Defizit würde einfach und grösser, aber das würde der Steuerzahler tragen.
Dieser Mechanismus ist auch den nicht streikenden Mitarbeitern bekannt, Und daher kommt auch das Dilemma der Bahn: Kommt sie den Lokführern entgegen, wollen alle anderen auch Geld und die nächsten Streiks sind vorprogrammiert.
Theo


Das Szenario des Konkurses sehe ich nicht, allein die Bahntöchter, z. B. Burgenlandbahn, MEG...hier in Mitteldeutschland aber auch größere wie die RBH im Ruhrgebiet können Teile des Geschäftes übernehmen und im Extremfall per Änderungskündigung womöglich sogar Stammeisenbahner des Konzerns inclusive deren bisheriges anteiliges Geschäftsvolumen übernehmen sofern sich deren Vetragskonditionen nicht ändern.
Der Organisierungsgrad dieser Bahntöchter ist meines Wissens auch sehr nahe an der 100% Marke, die zahlen im Moment ja auch aus ihrer Streikkasse an diejenigen, die " dabei" bleiben durften.
Wahrscheinlich ist die Option des Outsourcings genau deshalb nicht besonders verlockend für Herrn Grube, von dem man überraschenderweise eher wenig hört, da hätte Mehdorn mehr gekläfft.
Überhaupt liefert die aktuelle Bahn aber auch die Historie dieses Staatsbetriebes exzellenten Stoff zur praktischen Erklärung der Marxschen Theorie, wonach sich die Ausbeutung der Massen durch deren Zerstriittenheit und Organisierungsverweigerung tendenziell verschärft, daran würde sich Schnitzler und mein Stabülehrer stundenlang abarbeiten, wenn sie das noch hätten erleben dürfen.
Es begann mit den wüsten Attacken der eigenen Kollegen an die Adresse der stasibelasteten Interzohnenzugpersonale, denen keiner half als sie herunter gruppiert wurden oder den Job verloren ( Weselskys Rolle dabei ist mir nicht bekannt...der kommt aus einer anderen Gegend) ging weiter über Episoden, wie ich sie im Vorbeitrag dokumentierte, der Etablierung von Bahntöchtern mit enormer Auftragslage ( die MEG hat große Teile der Chemietransporte im Bereich Buna/ Leuna im festen Auftragsbestand incl. DB- Loks) bis hin zum Verrat der Transnetfunktionäre bezogen auf die bahninternen " Initiativen" zur Zeitarbeit.
Da war immer das Patschhändchen zur Gegenstimme oben, wenn die GDL diesen Tendenzen zumindest mit Blick auf ihre Klientel entgegenwirken wollte, aber erstere waren fast immer wegen der vielen anderen Geschäftsbereiche der DB in der Überzahl.



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#172

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 20:19
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #152
[...]Die Kette kann beliebig erweitert werden, man muss nur seine Vorstellungskraft bedienen, denn alles was wir zu unserem Leben brauchen, wird irgendwann, irgendwo mindestens einmal mit einem Lkw transportiert. [...]

Selbst der Autoreisezug wird zukünftig auf die Straße verlegt (nur einige Strecken, die anderen werden eingestellt).

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#173

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 20:29
von totschka (gelöscht)
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Alle, die gegen diesen Streik sind, sollten sich fragen, was sie persönlich gegen die Privatisierung der Bahn getan haben. Brav zur Wahlurne trotten und dafür sorgen, dass die Lakaien des Kapitals nach und nach die Bereiche der Daseinsvorsorge (dazu zähle ich auch ÖPNV und Bahn) der kapitalistischen Verwertung unterwerfen - und dann jammern, dass die direkt Betroffenen (hier die Lokführer) eben die ihnen damit zugänglichen Kampfmittel (hier: Streik) auch einsetzen. Tolle Wurst! Erst das Hohelied des Kapitalismus pfeifen, und wenn er dann mal da ist und streng geplante und auf den Erwerb von schnödem Mammon optimierte Tagesabläufe durcheinander bringt, wird geheult.

Freut Euch schon mal, wenn Ihr dafür sorgt, dass die Trinkwasserversorgung privatisiert wird und eines Tages Eure Wasserhähne trocken bleiben, weil die Wasserwerker streiken...

totschka,
radfahrender Weselsky-Versteher


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zuletzt bearbeitet 19.05.2015 20:30 | nach oben springen

#174

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 20:58
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Das waren wohl damals 558 Ja-Stimmen, 13 Gegenstimmen und vier Enthaltungen...

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#175

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 21:17
von SEG15D | 1.128 Beiträge

Dank an Hackel39 für seinen fundamentierten Insider-Beitrag.
Ich hatte mich ja schon aus Prinzip anfäglich als Symphatisant der Streiks geoutet.
Nun, daran hat sich nichts geändert.
Die Fehler der Vergangenheit rächen sich mal eben früher oder später.
Ich wünsche den Streikenden jedenfalls viel Erfolg!

grüße
SEG15D

P.S. Was ich aber immer noch nicht verstehe: Wieso hat die EVG soviele Mitglieder mehr?



Lutze, Hackel39 und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.05.2015 21:18 | nach oben springen

#176

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 21:21
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von SEG15D im Beitrag #175
Dank an Hackel39 für seinen fundamentierten Insider-Beitrag.
Ich hatte mich ja schon aus Prinzip anfäglich als Symphatisant der Streiks geoutet.
Nun, daran hat sich nichts geändert.
Die Fehler der Vergangenheit rächen sich mal eben früher oder später.
Ich wünsche den Streikenden jedenfalls viel Erfolg!

grüße
SEG15D

P.S. Was ich aber immer noch nicht verstehe: Wieso hat die EVG soviele Mitglieder mehr?

vielleicht nicht mehr lange
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#177

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 21:42
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von totschka im Beitrag #173
Alle, die gegen diesen Streik sind, sollten sich fragen, was sie persönlich gegen die Privatisierung der Bahn getan haben. Brav zur Wahlurne trotten und dafür sorgen, dass die Lakaien des Kapitals nach und nach die Bereiche der Daseinsvorsorge (dazu zähle ich auch ÖPNV und Bahn) der kapitalistischen Verwertung unterwerfen - und dann jammern, dass die direkt Betroffenen (hier die Lokführer) eben die ihnen damit zugänglichen Kampfmittel (hier: Streik) auch einsetzen. Tolle Wurst! Erst das Hohelied des Kapitalismus pfeifen, und wenn er dann mal da ist und streng geplante und auf den Erwerb von schnödem Mammon optimierte Tagesabläufe durcheinander bringt, wird geheult.

Freut Euch schon mal, wenn Ihr dafür sorgt, dass die Trinkwasserversorgung privatisiert wird und eines Tages Eure Wasserhähne trocken bleiben, weil die Wasserwerker streiken...

totschka,
radfahrender Weselsky-Versteher


Vielleicht sollte die Nahles vor ihrem geplanten Frontalangriff auf die Tarifautonomie doch mal ausnahmsweise über einen Volksentscheid nachdenken.
Dann würde sich entweder zeigen, ob die Entsolidarisierung der Bürger schon so weit fortgeschritten ist, daß man dem Abstieg Deutschlands ins Niedriglohnparadies weiterhin tatenlos zusieht oder aber die Grenzen des Turbokapitalismus bezüglich seiner Möglichkeiten zur Mehrung des nationalen Wohlstands außerhalb schön gefärbter Zahlenkonstruktionen zur Kenntnis nimmt.
Egal welches Szenario sich dann ergeben würde, sobald sich aber die Parteien ohne die tatsächliche Kenntnis des Volkswillens herein hängen wie es traditionell die Linke bislang tat (die sich als einzige in den vorigen Tarifkonflikten sichtbar an die Seite der GDL stellte) wird man ihnen nachsagen, parteipolitisches Kapital daraus zu schlagen, nein die brauchen diesmal eine konkrete Ansage des Volkes, das wäre die Ideallösung.
Es hat aus den von Dir genannten Gründen ( der Nachahmereffekte) grundsätzliche Bedeutung für unser Land solange es noch uns gehört.



vs1400 und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#178

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 21:56
von der alte Grenzgänger | 1.010 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #177

.... Kenntnis des Volkswillens .....
.... konkrete Ansage des Volkes, das wäre die Ideallösung...



Was ist denn der Volkswille ?
Und da es dieses (homogene) Volk nicht gibt, wird es auch keine Ansage des Volkes geben...

Es ist doch komisch- alle kennen alle Mißstände- manche haben sogar "Lösungsvorschläge"- aber nichts passiert.
Keiner will die Ellenbogengesellschaft- aber alle machen mit.
Jeder Unternehmer beklagt Dumpingpreise- und macht dann selbst welche..
Auf der Straße fahren nur Idioten- aber nur die anderen...

Ihr wisst, dass diese Aufzählung ziemlich lang werden könnte, deshalb höre ich auf..

Siggi
(der leider auch kein Rezept hat..


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#179

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 22:00
von utkieker | 2.929 Beiträge

Ich mische mich nicht in Streikangelegenheiten, wünsche der DLG maximalen Erfolg und für mich, daß ich wieder S- Bahn fahren kann.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#180

RE: Streik der Lokführer

in Themen vom Tage 19.05.2015 22:10
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von totschka im Beitrag #173
Alle, die gegen diesen Streik sind, sollten sich fragen, was sie persönlich gegen die Privatisierung deBahn getan haben. Bravr zur Wahlurne trotten und dafür sorgen, dass die Lakaien des Kapitals nach und nach die Bereiche der Daseinsvorsorge (dazu zähle ich auch ÖPNV und Bahn) der kapitalistischen Verwertung unterwerfen - und dann jammern, dass die direkt Betroffenen (hier die Lokführer) eben die ihnen damit zugänglichen Kampfmittel (hier: Streik) auch einsetzen. Tolle Wurst! Erst das Hohelied des Kapitalismus pfeifen, und wenn er dann mal da ist und streng geplante und auf den Erwerb von schnödem Mammon optimierte Tagesabläufe durcheinander bringt, wird geheult.

Freut Euch schon mal, wenn Ihr dafür sorgt, dass die Trinkwasserversorgung privatisiert wird und eines Tages Eure Wasserhähne trocken bleiben, weil die Wasserwerker streiken...

totschka,
radfahrender Weselsky-Versteher


Grün---totschka---diesen Teil kann ich Dir beantworten--war Damals auf 4 Demos in Berlin und Blankenburg anwesend als es gegen und um die Privatisierung der Bahn ging.

Angefügte Bilder:
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