#141

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 15:47
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

@DoreHolm, klar gab es auch das. Die Regel war es aber nicht.
Ich habe 45 Jahre Industrieerfahrung, knapp die Hälfte in der DDR.
Und diese Erfahrung besagt, daß die Gewerkschaft bei uns eben nicht frei war, sondern an die SED gebunden. Konkret äußerte sich das in einer engen Zusammenarbeit. Schließlich waren Gewerkschaftsfunktionäre auch SED-Mitglieder.
Einen ähnlichen Zusammenhang gab es zwischen Betriebsparteileitung und Betriebsleitung.
Letztendlich bestimmte die SED.
Deshalb ließen die sich kaum auseinander dividieren.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 27.04.2015 15:49 | nach oben springen

#142

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 15:52
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #138
..........gerade gwd'ler und zeitsoldaten berichten heute keins gehabt zu haben und dass hat wohl auch etwas mit den äußeren einflüssen zu tun.



Genau deswegen.
Darunter zählt aber nicht nur der "Westen", sondern vor allem das Zivilleben, d.h. ein Umfeld, in dem man eher als in der Armee mit dem normalen Alltag konfrontiert war und auch mehr mit Widerspruch gegenüber verordneten Feindbildern.

Kann es sein, daß man als Längerdienender Feindbilder eher akzeptierte, um nicht beruflich in Widersprüche zu geraten?
Ich kann mir vorstellen, daß mit der Akzeptanz es sich in dem Beruf leichter leben ließ, nicht aus Bequemlichkeit. Aber ständiges Grübeln und Infragestellen möchte niemand im Beruf.
Insbesondere ein Politoffizier mit Zweifeln am Feindbild wäre genauso was, wie ein Priester, der an Gott zweifelt.
Solchen Gotteszweifel gibt es trotzdem. Aber die Betroffenen versuchen den zu überwinden.


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zuletzt bearbeitet 27.04.2015 16:04 | nach oben springen

#143

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 19:09
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #141
@DoreHolm, klar gab es auch das. Die Regel war es aber nicht.
Ich habe 45 Jahre Industrieerfahrung, knapp die Hälfte in der DDR.
Und diese Erfahrung besagt, daß die Gewerkschaft bei uns eben nicht frei war, sondern an die SED gebunden. Konkret äußerte sich das in einer engen Zusammenarbeit. Schließlich waren Gewerkschaftsfunktionäre auch SED-Mitglieder.
Einen ähnlichen Zusammenhang gab es zwischen Betriebsparteileitung und Betriebsleitung.
Letztendlich bestimmte die SED.
Deshalb ließen die sich kaum auseinander dividieren.


Grün: War von Firma zu Firma unterschiedlich. Je nachdem wie fachlich versiert der BGL- Vorsitzende und BPO-Sekretär waren oder auch wie borniert.
Rot: Stimmt so weit i.d.R. Das ging natürlich nicht mehr, wenn der BPO-Sekretär völlig abstruse Dinge durchsetzen wollte. Ich war ja selbst 11 Jahre lang BPO-Sekretär, wenn auch nebenamtlich. Gleichzeitig war ich aber auch Techniker und war in Fragen der Ökonomie auch nicht auf der Wurstsuppe hergeschwommen (u.a. als Arbeitsnormer). Da habe ich mir schon sehr überlegt, in welchen Fällen ich meine Einflussmöglichkeit geltend mache und Maßnahmen versuche durchzusetzen und wo nicht. Meist handelte es sich um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Produktionsarbeiter(war zuvor einige Jahre selbst in versch. Prod-Abteilungen) oder auch wegen Wohnungsfragen von Kollegen/innen, aber da war es weniger ein Problem im Betrieb, sondern mit der übergeordneten Leitung und dem Wohnungsamt. Mal konnte ich helfen, mal nicht. In den größeren Betrieben mit Hauptamtlichen war das oft etwas anders. Nach den Erzählungen meines Vaters war absolut nicht so, daß immer nach der Pfeife des hauptamtlichen BPO-Sekretärs getanzt wurde, bis hin zu Beschwerden bei deren Leitung.



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#144

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 19:41
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Das ist speziell. Generell bestimmte die SED. Wie gesagt waren normalerweise alle Führungskräfte (neben der BPO die Betriebs- und Gewerkschaftsfunktionäre) in der Partei.
Aber danke für den detaillierten Einblick.


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zuletzt bearbeitet 27.04.2015 19:41 | nach oben springen

#145

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 20:13
von Schakal | 271 Beiträge

Das vorgefertigte Feindbild wurde uns doch schon in der Schule versucht glaubhaft zu machen. Die im Westen waren die Bösen und wir die Guten.
Wer ohne Zweifel dran geglaubt hat, war entweder völlig ahnungslos oder wollte die Welt nur in schwarz oder weiss sehen.


--- Ex oriente lux.---
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#146

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 20:33
von Klauspeter | 991 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #142

...
Kann es sein, daß man als Längerdienender Feindbilder eher akzeptierte, um nicht beruflich in Widersprüche zu geraten?
Ich kann mir vorstellen, daß mit der Akzeptanz es sich in dem Beruf leichter leben ließ, nicht aus Bequemlichkeit. Aber ständiges Grübeln und Infragestellen möchte niemand im Beruf.
...



Du stellst eine interessante Frage.
Ich möchte mal einen ganz alten Militär zitieren:

Generaloberst Kurt Gebhard Adolf Philipp Freiherr von Hammerstein-Equord
(1878-1943) über die Einteilung der Offiziere:
„Ich unterscheide vier Arten. Es gibt kluge, fleißige, dumme und faule Offiziere. Meist treffen zwei Eigenschaften zusammen. Die einen sind klug und fleißig, die müssen in den Generalstab. Die nächsten sind dumm und faul; sie machen in jeder Armee 90 % aus und sind für Routineaufgaben geeignet. Wer klug ist und gleichzeitig faul, qualifiziert sich für die höchsten Führungsaufgaben, denn er bringt die geistige Klarheit und die Nervenstärke für schwere Entscheidungen mit. Hüten muss man sich vor dem, der gleichzeitig dumm und fleißig ist; dem darf man keine Verantwortung übertragen, denn er wird immer nur Unheil anrichten.“

Ist nicht so ganz ernst gemeint, aber auch in der NVA gab es die verschiedensten Typen von Offizieren. Ich behaupte mal, dass relativ viele Fachoffiziere sich kaum Gedanken über das Feindbild gemacht haben. Der Offizier für Bekleidung/Ausrüstung hatte meist andere Sorgen, die Verantwortlichen für die Verpflegung der Truppe auch.
Interessierte Offiziere, und die gab es in allen Dienststellungen, diskutierten auch schon mal über das Feindbild. Wenn man wusste, mit wem man sprach, wurde auch sehr offen diskutiert. Meine Erfahrungen aus solchen Gesprächen im kleineren Kreis waren, dass kaum einer von der Aggressivität der Bundeswehr überzeugt war. Sie hatte ja damals keine Kriege geführt. Die Begründung über die Theorie als imperialistische Armee wurde oft als Widerspruch zur Praxis gesehen. Anders war das schon mit den US-Streitkräften - man kannte ja Fotos und Filmaufnahmen vom Vietnam-Krieg.

Jeder hatte seine eigenen Probleme - schlechte Ausbildungsergebnisse des eigen Zuges oder der Kompanie; die anstehenden Kontrollen durch übergeordnete Stäbe; Kommandierungen, die Lücken in die Reihen rissen; persönliche Probleme usw.. Da stand das Feindbild ganz hinten an.

Ich gehe auch hier von meinen Erlebnissen und Erfahrungen aus - andere haben da vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht.
Klaus


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#147

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 21:17
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #146
Zitat von Freienhagener im Beitrag #142

...
Kann es sein, daß man als Längerdienender Feindbilder eher akzeptierte, um nicht beruflich in Widersprüche zu geraten?
Ich kann mir vorstellen, daß mit der Akzeptanz es sich in dem Beruf leichter leben ließ, nicht aus Bequemlichkeit. Aber ständiges Grübeln und Infragestellen möchte niemand im Beruf.
...



Du stellst eine interessante Frage.
Ich möchte mal einen ganz alten Militär zitieren:

Generaloberst Kurt Gebhard Adolf Philipp Freiherr von Hammerstein-Equord
(1878-1943) über die Einteilung der Offiziere:
„Ich unterscheide vier Arten. Es gibt kluge, fleißige, dumme und faule Offiziere. Meist treffen zwei Eigenschaften zusammen. Die einen sind klug und fleißig, die müssen in den Generalstab. Die nächsten sind dumm und faul; sie machen in jeder Armee 90 % aus und sind für Routineaufgaben geeignet. Wer klug ist und gleichzeitig faul, qualifiziert sich für die höchsten Führungsaufgaben, denn er bringt die geistige Klarheit und die Nervenstärke für schwere Entscheidungen mit.
Hüten muss man sich vor dem, der gleichzeitig dumm und fleißig ist; dem darf man keine Verantwortung übertragen, denn er wird immer nur Unheil anrichten.“

Ist nicht so ganz ernst gemeint, aber auch in der NVA gab es die verschiedensten Typen von Offizieren. Ich behaupte mal, dass relativ viele Fachoffiziere sich kaum Gedanken über das Feindbild gemacht haben. Der Offizier für Bekleidung/Ausrüstung hatte meist andere Sorgen, die Verantwortlichen für die Verpflegung der Truppe auch.
Interessierte Offiziere, und die gab es in allen Dienststellungen, diskutierten auch schon mal über das Feindbild. Wenn man wusste, mit wem man sprach, wurde auch sehr offen diskutiert. Meine Erfahrungen aus solchen Gesprächen im kleineren Kreis waren, dass kaum einer von der Aggressivität der Bundeswehr überzeugt war. Sie hatte ja damals keine Kriege geführt. Die Begründung über die Theorie als imperialistische Armee wurde oft als Widerspruch zur Praxis gesehen. Anders war das schon mit den US-Streitkräften - man kannte ja Fotos und Filmaufnahmen vom Vietnam-Krieg.

Jeder hatte seine eigenen Probleme - schlechte Ausbildungsergebnisse des eigen Zuges oder der Kompanie; die anstehenden Kontrollen durch übergeordnete Stäbe; Kommandierungen, die Lücken in die Reihen rissen; persönliche Probleme usw.. Da stand das Feindbild ganz hinten an.

Ich gehe auch hier von meinen Erlebnissen und Erfahrungen aus - andere haben da vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht.
Klaus




Grün und Rot Diese Weisheit wurde sicher schon vor Freiherrr von Hammerstein irgendwo postuliert, sie ist einfach zeitlos gültig. Hatte mein Techn.Direktor auch schon mal gesagt. Ein fauler Dummer ist harmlos, aber ein fleißiger Dummer, dazu mit Macht ausgestattet, kann ganze Volkswirtschaften ruinieren.
Was das Feindbild unter den Offizieren betrifft, wird es ähnliche Unterschiede in der rationalen Betrachtungsweise gegeben haben, wie sie in der Wendezeit zum Ausdruck kam, also vom Realisten bis zum Hardliner. Mein Hobbyfreund, damals Oltn der NVA in EF und zuständig für die Kulturarbeit im Standort, kurz vor der Wende noch zum Major befördert, hatte sich von amtswegen schon auch mit der Kulturszene jenseits der WP-Grenzen zu interessieren. Vom Abhören des Funkverkehrs der BW bei deren grenznahen Manövern merkte er, daß die da drüben auch nur mit Wasser kochen und die gleichen Probleme haben. Durch viele Gespräche zwischen uns (meist bei einer Flasche Whisky) hatte er, wie er einmal sagte, mehr Einblick in das Leben und Arbeiten außerhalb der Politschulungen der Theoretiker als manche andere Offiziere und deshalb mehr als einmal eine Diskussion mit seinem politischen Vorgesetzten. Vor allem wußte er und war über den Umweg ICH in die westeuropäische Sammlergemeinde (Mineralien) doch irgendwie eingebunden, auch wenn es nur durch meine Erzählungen war. Ich hatte ab 1970 sehr umfangreichen Tauschkontakt mit Sammlern aus der BRD, Schweiz, Österreich und den USA bis hin zu mehreren Besuchen eines dieser Sammler bei mir. Er wurde deshalb auch schon mal darauf hingewiesen, den Kontakt zu mir nicht zu eng werden zu lassen, was er mir natürlich erzählte. Ich will damit ausdrücken, daß es auch beim Feindbild der höheren Militärangehörigen sehr differenziert aussah, auch wenn jedem klar war, wer mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit der Militärische Gegner sein würde, wenn aus dem kalten ein heißer Krieg geworden wäre. Dann würde schlagartig für viele aus einem potentiellen Gegner ein richtiger Feind.



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#148

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 28.04.2015 10:15
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Danke für die Details. Im Großen und Ganzen hat man das als GWDler mitbekommen - aber selbstverständlich nicht so genau.

Ganz pragmatisch haben mich Feindbilder bei Vorgesetzten damals nicht interessiert, sofern das keine "hysterischen" Konsequenzen im Alltag hatte.
Eigenlich hatte ich da nur eine kleine Begebenheit: Einzigste Karateübung jemals, nur weil ein Oberst, der damit zu tun hatte, im Ausbildungsregiment zu Besuch war.
(Entsprechend den Regeln?) deutete ich einen Handkantenschlag auf meinen Kameraden nur an.
Da brüllte der Oberst: "Schlagen Sie zu - das ist der Feind"!
Mein zweiter Schlag war nicht viel stärker. Noch mehr hätte ich nicht gewollt. Aber zum Glück hatte der Chef das Interesse daran schon wieder verloren und ging weiter.


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zuletzt bearbeitet 28.04.2015 10:27 | nach oben springen

#149

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 28.04.2015 18:29
von Klauspeter | 991 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #147

...
Ich will damit ausdrücken, daß es auch beim Feindbild der höheren Militärangehörigen sehr differenziert aussah, auch wenn jedem klar war, wer mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit der Militärische Gegner sein würde, wenn aus dem kalten ein heißer Krieg geworden wäre. Dann würde schlagartig für viele aus einem potentiellen Gegner ein richtiger Feind.


Ich bin froh darüber, dass die NVA-Angehörigen nie das eigene Denken ausgeschaltet haben, wenn es um das Feindbild ging. Es gab keinen blinden Hass auf den Gegner. Im Falle eines Überfalls auf die DDR hätte die NVA gekämpft, um den Frieden wiederherzustellen. Dazu ist es glücklicherweise nicht gekommen.

Auch 1989/90 zeigte sich, dass es kein fanatisches Feindbild gab, weder bei den Vorgesetzten, noch bei den Unterstellten. Weder die NVA war bereit, militärisch einzugreifen, noch die Grenztruppen, die Polizei oder das MfS. Mache ahnten bereits während der Wende, was auf sie zukommen würde. Andere glaubten den Märchen des Herrn Eppelmann. Es ist einmalig in der Geschichte, dass ein ganzer Machtapparat abgelöst wurde, ohne dass ein einziger Schuss fiel.

Hin und wieder trifft man alte Vorgesetzte von früher und es kommt zu einem Schwätzchen im Supermarkt oder auf der Straße.
Die Auffassungen nach 25 Jahren zu den Ereignissen von damals sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von der Meinung "Wenn ich damals gewusst hätte, wie das nach der Wende mal läuft, dann hätte ich mit meinen Leuten zu den Waffen gegriffen!" Ein anderer Offizier sagte mir: "Ich bin froh, dass wir den 'Krieg' nicht gewonnen haben. Unsere Politiker wären sicher schlimmer mit unseren Gegnern umgesprungen..."

Klaus


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#150

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 03.05.2015 14:22
von Georg | 1.040 Beiträge

Feindbild ?
Ist doch ein abgewetzter Begriff aus dem letzten Jahrhundert. Kalter Krieg und kalter Kaffee !

Heute sind die Interessen aktuell. Politische, wirtschaftlich und militärische........Dafür braucht man jedoch auch ein Bild. Dies macht sich z.B. die NSA und der BND. Nicht immer gleich zu verstehn, aber vorsorglich hat man dann schon mal die Freunde im Visier- Frankreich, Österreich, die EU............
Und Selektoren - noch ein toller Begriff ! Harmlos ! Zehntausende ( ! ) sind gelöscht also wertlos, harmlos !
Wie groß ist eigentlich der Wortschatz eines IQ geprüften Deutschen ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#151

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 03.05.2015 14:35
von turtle | 6.961 Beiträge

Das ist ja das Schlimme. Feinde werden erfunden und suggestiert. Früher der Erbfeind Frankreich, Heute die Schurkenstaaten. In Wirklichkeit geht es immer nur darum eigene Ziele zu verschleiern. Es geht immer um Macht und Ressourcen die man möchte.


94, vs1400, Freienhagener, Klauspeter und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#152

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 03.05.2015 20:12
von Georg | 1.040 Beiträge

@Turtle !
Ressourcen in Deutschland ? Erdöl, Kohle, Erze, seltene Erden ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#153

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.05.2015 14:07
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #152
@Turtle !
Ressourcen in Deutschland ? Erdöl, Kohle, Erze, seltene Erden ?


Grün: Humankapital nicht zu vergessen. Gut ausgebildet trotz des Bildungssystems, arbeitsam, qualitätsbewußt, verlässlich und pünktlich. Ist das nichts ? (Mann, sind wir Deutschen gut ! ). Naja, und was Rohstoffe betrifft, wenn die Preise steigen und die Gewinnungsmethoden weiter rationalisiert und der Ausbeutegrad auch armer Erze erhöht wird, sind wir zwar nicht Weltspitze, aber etwas zu bieten hat Deutschland dann doch noch (Uran, Zinn, Fluorit, Baryt, Kupfer, etwas Silber, Nickel, Wismut, Wolfram und Kobalt, auch seltene Metalle (die DDR hatte z.B. mit dem Kupferschiefer das Weltmonopol in der Rheniumproduktion), diverse Steine und Erden und anderes.



zuletzt bearbeitet 04.05.2015 14:11 | nach oben springen

#154

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.05.2015 16:20
von damals wars | 12.219 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #151
Das ist ja das Schlimme. Feinde werden erfunden und suggestiert. Früher der Erbfeind Frankreich, Heute die Schurkenstaaten. In Wirklichkeit geht es immer nur darum eigene Ziele zu verschleiern. Es geht immer um Macht und Ressourcen die man möchte.


Daran musste ich denken, als rauskam, das unsere Bundeskanzlerin die französische Regierung bespitzeln lies.
Natürlich in unzerbrüchlicher Freundschaft...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#155

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.05.2015 17:05
von der 39. | 522 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #151
Das ist ja das Schlimme. Feinde werden erfunden und suggestiert. Früher der Erbfeind Frankreich, Heute die Schurkenstaaten. In Wirklichkeit geht es immer nur darum eigene Ziele zu verschleiern. Es geht immer um Macht und Ressourcen die man möchte.


Hallo an alle, was hat denn der Schütze A. aus der Bundeswehr für ein Feindbild, wenn in Kundus sein Kamerad neben ihm das Leben lässt?
Wie seht Ihr das?
Der 39.


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#156

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.05.2015 20:07
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo,
sagen wir es mal so.
Das fördert nicht unbedingt das Verständnis für den Gegner. An der Bekämpfung des Selben ändert es zunächst erst mal nichts. Außer, dass man selbst vielleicht vorsichtiger wird und dennoch entschlossener vorgeht.
Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps. der Tod eines Kameraden kann aber schon emotional Spuren hinterlassen, und man muss da schon aufpassen, dass es nicht in falsche Bahnen mündet ( Stichwort Rache oder Vergeltung).


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#157

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 05.05.2015 12:17
von Klauspeter | 991 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #156
Hallo,
sagen wir es mal so.
Das fördert nicht unbedingt das Verständnis für den Gegner. An der Bekämpfung des Selben ändert es zunächst erst mal nichts. Außer, dass man selbst vielleicht vorsichtiger wird und dennoch entschlossener vorgeht.
Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps. der Tod eines Kameraden kann aber schon emotional Spuren hinterlassen, und man muss da schon aufpassen, dass es nicht in falsche Bahnen mündet ( Stichwort Rache oder Vergeltung).

Ich finde es gut, dass sich auch jemand von der damals "anderen Seite" zum Thema Gegner/Feindbild äußert.
Versteh meine Fragen an Dich bitte nicht als Provokation oder als Bösartigkeit von mir.
Aber interessieren würden mich Deine Antworten schon:
Bist Du der Meinung, dass Deutschland in Afghanistan verteidigt wird?
Wer ist ganz konkret Dein Feind oder Gegner in Afghanistan?
Klaus


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#158

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 05.05.2015 13:14
von damals wars | 12.219 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #156

Ps. der Tod eines Kameraden kann aber schon emotional Spuren hinterlassen, und man muss da schon aufpassen, dass es nicht in falsche Bahnen mündet ( Stichwort Rache oder Vergeltung).


Ich glaube, man handelt dann von vornherein anders, es muss nicht mal soweit gehen: (Stichwort Rache oder Vergeltung).


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#159

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 05.05.2015 14:17
von turtle | 6.961 Beiträge

Zum Thema Feindbild passt das auch. Wie jedes Jahr vor dem 8.Mai bzw. bzw. dem Tag des Sieges sind im russischem Fernsehen wie früher in der Sowjetunion jede Menge Kriegsfilme zu sehen. Die Nichte meiner Frau (11 Jahre) wollte gestern wissen ob alle hier Nazis sind. Natürlich darf Geschehenes nicht vergessen werden., doch hier und da ein Filmchen über die Aufmärsche von Neo Nazis in Deutschland ,und diese Filme wie immer um diese Zeit schüren Ängste. Muss das sein?


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.05.2015 14:32 | nach oben springen

#160

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 05.05.2015 14:58
von Sperrbrecher | 1.663 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #154

Daran musste ich denken, als rauskam, das unsere Bundeskanzlerin die französische Regierung bespitzeln lies.
Natürlich in unzerbrüchlicher Freundschaft...

In der Politik gibt es keine Freunde oder Freundschaft,
da gibt es nur Interessen und wenn es den Interessen dient,
kann schnell der Freund zum Feind werden oder umgekehrt.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 05.05.2015 15:00 | nach oben springen



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