#121

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 15:38
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #120
[quote]
Lila: Irgendwie widersprichst Du Dich hier zu deinen Punkten in #109. Denn wenn das so wäre, wie Du da schreibst, hätten die Gehälter der DDR-Minister auch höher gewesen sein müssen, auch bei geringerer Produktivität der DDR-Wirtschaft. Brauchst nur mal die Privatgewinne von Regierungschefs und ihrem Clan zu nehmen, die Länder regieren, die wirtschaftlich weit unter der Leistung der DDR lagen.



wieso ist das ein Widerspruch ? ich kenne natürlich nicht die Kalkulationen der DDR Wirtschaft aber sie haben entweder geringe oder geringer Gewinne als in der Bundesrepublik kalkuliert, ich glaube aber eher dass die Kosten die Gewinne geschmälert haben. Da gab es ja nicht nur den Sicherheitsapparat, die Grenze und das Militär, große Posten waren auch die Quersubventionen Miete, Lebensmittel, Exportsubventionen um an auf Teufel komm raus Devisen zu gelangen. Mit all solchem Quatsch hat sich doch der westdeutsche Kapitalist nicht abgegeben. Deswegen blieben bei ihm für sich und seine Mitarbeiter mehr Körner im Töpfchen, als den DDR Kaufleuten.
So sehe ich das. Aber ich glaube das hat alles nichts mehr mit " Feindbild" zu tun, daher höre ich mal auf.


.
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zuletzt bearbeitet 26.04.2015 15:39 | nach oben springen

#122

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 15:52
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #121
Da gab es ja nicht nur den Sicherheitsapparat, die Grenze und das Militär, große Posten waren auch die Quersubventionen Miete, Lebensmittel, Exportsubventionen um an auf Teufel komm raus Devisen zu gelangen. Mit all solchem Quatsch hat sich doch der westdeutsche Kapitalist nicht abgegeben.



@Gert , willst ja auf dieses Thema nicht weiter eingehen. Aber obige Aussage würde ich an Deiner Stelle nochmal überdenken.


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#123

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 16:39
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #111
Punkt 4 )
nicht zu vergessen,die vielen politisch Eingesperrten,
die für ein Appel und ein Ei in den Strafvollzugseinrichtungen
schuften durften
Lutze


In der DDR bekamen Strafgefangene nicht nur ein Taschengeld, wie in der BRD, sondern den normalen Lohn. Sie erwarben durch Zahlung des SV-Beitrages normale Rentenansprüche. Vom Nettolohn wurden Haftkosten (Unterkunft und Verpflegung) abgezogen, von dem was danach übrig blieb , konnten die durch die Straftat Geschädigten bereits während der Haftzeit Schadenersatzansprüche befriedigen. Ein Taschengeld wurde ausgezhalt, wenn dann noch etwas übrig blieb, wurde dieses für den Neuanfang nach der Haft ausgezahlt.
Wurden übrigens zwecks "Gleichstellung" mit West-Kriminellen die Rentenansprüche 1990 beim Anschluß aberkannt?



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#124

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 17:35
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #102
Zitat von Freienhagener im Beitrag #96


Ja, weltweit gab/gibt es "Erbfeinde", die (fast) vom ganzen Volk als solche betrachtet werden (Juden-Araber, bei uns lange die Franzosen)..

In der DDR waren das nur die Feinde der Herrschenden, die dem Volk vergeblich ein Feindbild einreden wollten. Das ist ein himmelweiter Unterschied.



hallo Freienhagener,
aus deinen postament schließe ich, dass du damals kein feindbild hattest.
gestatte mir die frage nach dem warum nicht?

gruß vs





Lies Beitrag 105. Besser hätte ich es nicht formulieren können. Wer sich das Feindbild hat einreden lassen, der war....(ich spar mir lieber das Wort)..


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#125

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 17:45
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Das die Effektivität in den Firmen der damaligen Bundesrepublick besser war als in vielen DDR Betrieben ist unbestritten. Dabei sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, das die weniger effektiven Firmen in der BRD sich vom Markt verabschiedet haben, wenn sie nicht gerade vom Staat subventioniert wurden (z.B. Montanindustrie). In der DDR wurden auch nicht lebensfähige Betriebe durch Subventionen am Leben erhalten, da die Produktion einfach gebraucht wurde. Subventionen haben noch nie motivierend gewirkt, egal ob in der BRD oder der DDR.

Der Hesselfuchs


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#126

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 17:53
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #106
[...................Wenn Gewinn, oder auch Profit (wobei ich "Profit" immer mit einer persönlichen Aneignung in Verbindung bringe) in wenige private Taschen fließt, ist es m.E. Ausbeutung. Das gab es in der DDR nur sehr untergeordnet und sehr geringem Maße wegen der hohen Besteuerung bei Privatunternehmen. Wird Gewinn eingesetzt, um gesamtgesellschaftliche Vorhaben zu finanzieren, soziale Leistungen zu verbessern, die Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitswesen u.a., dann kann ich beim besten Willen nicht von Ausbeutung reden. Wenn Du es so willst, kann es gar keine Gesellschaft, nicht mal die Anarchie, geben, die ohne Ausbeutung auskäme.


Soweit das Ideal. Die Realität sah anders aus. Der DDR-Staat verwendete die Gewinne ebenso nach gutdünken. Das war wie gesagt, der wahre Staatsmonopolismus. Nach Deiner Definition wären die Gefangenen in den sowjetischen Gulags nicht ausgebeutet worden, weil der Profit dem Staat zugutekam. Da widerspreche ich entschieden.
Der DDR-Staat mußte wie jeder zivilisierte Staat sich um Soziales, Infrastruktur usw. kümmern. Das ist ganz selbstverständlich und kein Geschenk.

So gesehen ist das Ganze abstrakt: Folglich ist es den Ausgebeuteten egal, wohin das Mehrprodukt fließt: Entscheidend ist, was er behält.

Einem DDR-Arbeiter, der weniger behalten durfte, war es schlichtweg egal, daß er von privatkapitalistischer Ausbeutung frei war. Das war nur "Schall und Rauch".

Anders betrachtet waren Arbeiter stets dankbar, daß Unternehmer Fabriken bauten und "Lohn und Brot" brachten. Dieser "Positive Unternehmer" ist zugegeben nicht mehr die Norm. Aber früher gab es da ein großes soziales Engagement.
In Leipzig finanzierten Unternehmer in die Infrastruktur, ließen auch Krankenhäuser bauen usw.
Die Sache ist also vielschichtig, komplizierter als man uns nach der "reinen Lehre" weismachen wollte.
(Nebenbei: Selbst Marx lebte vom Profit aus der Engelschen Fabrik).


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zuletzt bearbeitet 26.04.2015 17:55 | nach oben springen

#127

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 17:57
von Alfred | 6.853 Beiträge

Lutze,

Du kannst ja mal schauen, was heute Strafgefangene bekommen. Übrigens, nicht pro Stunde, Tagessätze.

http://www.schleswig-holstein.de/Justiz/...haftierter.html


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#128

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 17:58
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #125
Das die Effektivität in den Firmen der damaligen Bundesrepublick besser war als in vielen DDR Betrieben ist unbestritten.


Genau deshalb blieb nach Abzug des ausbeuterischen Profits für die Arbeiter generell mehr übrig als in der DDR.
Wenn es einem besser geht, hat man auch nichts gegen eine gewisse private Aneignung.
Daß man um den Anteil mit dem Arbeitgeber stets kämpfen muß ist dabei unbestritten.


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zuletzt bearbeitet 26.04.2015 17:59 | nach oben springen

#129

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 18:57
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #125
Das die Effektivität in den Firmen der damaligen Bundesrepublick besser war als in vielen DDR Betrieben ist unbestritten. Dabei sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, das die weniger effektiven Firmen in der BRD sich vom Markt verabschiedet haben, wenn sie nicht gerade vom Staat subventioniert wurden (z.B. Montanindustrie). In der DDR wurden auch nicht lebensfähige Betriebe durch Subventionen am Leben erhalten, da die Produktion einfach gebraucht wurde. Subventionen haben noch nie motivierend gewirkt, egal ob in der BRD oder der DDR.

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dieser Satz trifft des Pudels Kern. Schwache und nicht innovative Unternehmen müssen vom Markt verschwinden, die Starken überleben und sichern Arbeitsplätze. Das ist die Dynamik, die eine erfolgreiche Wirtschaft vorantreibt. Wenn der Staat dann hier und da noch Geleitschutz gibt, so ergibt das eine soziale Marktwirtschaft. Die aus meiner Sicht beste Wirtschaftsform. Den amerikanischen Raubtierkapitalismus möchte ich in D auch nicht haben. So habe ich es seit meiner Ankunft in der Bundesrepublik erlebt. Ich bin sehr dankbar, bisher in diesem Staat gelebt zu haben


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#130

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 18:59
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #127
Lutze,

Du kannst ja mal schauen, was heute Strafgefangene bekommen. Übrigens, nicht pro Stunde, Tagessätze.

http://www.schleswig-holstein.de/Justiz/...haftierter.html


@Alfred, ist OT in diesem Thread , aber mich interessiert, wen du da offenbar im Kreml ( kyrill. Buchstaben ?) mit der Nr 77 ( rotes Telefon als Avatar ) angerufen hast ?


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#131

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 21:46
von DoreHolm | 7.706 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #126
Zitat von DoreHolm im Beitrag #106
[...................Wenn Gewinn, oder auch Profit (wobei ich "Profit" immer mit einer persönlichen Aneignung in Verbindung bringe) in wenige private Taschen fließt, ist es m.E. Ausbeutung. Das gab es in der DDR nur sehr untergeordnet und sehr geringem Maße wegen der hohen Besteuerung bei Privatunternehmen. Wird Gewinn eingesetzt, um gesamtgesellschaftliche Vorhaben zu finanzieren, soziale Leistungen zu verbessern, die Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitswesen u.a., dann kann ich beim besten Willen nicht von Ausbeutung reden. Wenn Du es so willst, kann es gar keine Gesellschaft, nicht mal die Anarchie, geben, die ohne Ausbeutung auskäme.


Soweit das Ideal. Die Realität sah anders aus. Der DDR-Staat verwendete die Gewinne ebenso nach gutdünken. Das war wie gesagt, der wahre Staatsmonopolismus. Nach Deiner Definition wären die Gefangenen in den sowjetischen Gulags nicht ausgebeutet worden, weil der Profit dem Staat zugutekam. Da widerspreche ich entschieden.
Der DDR-Staat mußte wie jeder zivilisierte Staat sich um Soziales, Infrastruktur usw. kümmern. Das ist ganz selbstverständlich und kein Geschenk.

So gesehen ist das Ganze abstrakt: Folglich ist es den Ausgebeuteten egal, wohin das Mehrprodukt fließt: Entscheidend ist, was er behält.

Einem DDR-Arbeiter, der weniger behalten durfte, war es schlichtweg egal, daß er von privatkapitalistischer Ausbeutung frei war. Das war nur "Schall und Rauch".

Anders betrachtet waren Arbeiter stets dankbar, daß Unternehmer Fabriken bauten und "Lohn und Brot" brachten. Dieser "Positive Unternehmer" ist zugegeben nicht mehr die Norm. Aber früher gab es da ein großes soziales Engagement.
In Leipzig finanzierten Unternehmer in die Infrastruktur, ließen auch Krankenhäuser bauen usw.
Die Sache ist also vielschichtig, komplizierter als man uns nach der "reinen Lehre" weismachen wollte.
(Nebenbei: Selbst Marx lebte vom Profit aus der Engelschen Fabrik).



Grün: Natürlich ist das auch etwas abstrakt. Mir wäre es aber absolut nicht egal, wohin der durch mich erwirtschaftet Gewinn/Profit geht und für was er eingesetzt wird. Wie schon gesagt, nichts gegen hohe private Einnahmen für verantwortungsvolle Unternehmer in vertretbarem Rahmen, aber ich hätte etwas dagegen, wenn am mir gespart wird, damit die privaten Einkünfte des Arbeitgebers und der Aktionäre steigen.
Und Dankbar für Schaffung von Arbeitsplätzen ? So weit in Ordnung, es bleibt dem abhängig Beschäftigten ja auch gar nichts übrig, als dankbar zu sein, sogar in den Fällen, in denen so wenig bezahlt wird, daß noch staatliche Stütze norwendig ist. Etwas krass ausgedrückt, auch ein Hund, der unter miserablen Bedingungen gehalten wird, wedelt vor seinem Herrchen mit dem Schwanz und ist dankbar für jeden Knochen, den der ihm hinwirft. Ungerechte Entlohnung, das geht schon bei der Ungleichbezahlung von Frauen los und endet bei Ostlöhnen/gehältern bei gleicher Leistung im gleichen Unternehmen. Und noch soweit, der Unternehmer baut die Fabriken nicht für die Arbeitnehmer. Die sind für ihn Mittel zum Zweck. Und wen er sie nicht mehr braucht, da er die Gewinne ja investiert hat, dann weg mit denen, die dann zu viel sind. Ja ich weiß, er muß so handeln, sonst ist er selbst weg vom Fenster und mit ihm noch weitere Arbeitnehmer. Schrieb es ja schon oben, wenn man es so will, kommt keine Gesellschaft ohne eine Form von Ausbeutung aus.



zuletzt bearbeitet 26.04.2015 21:47 | nach oben springen

#132

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 22:13
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #124
Zitat von vs1400 im Beitrag #102


hallo Freienhagener,
aus deinen postament schließe ich, dass du damals kein feindbild hattest.
gestatte mir die frage nach dem warum nicht?

gruß vs





Lies Beitrag 105. Besser hätte ich es nicht formulieren können. Wer sich das Feindbild hat einreden lassen, der war....(ich spar mir lieber das Wort)..



so richtig überzeugt mich deine argumentation nicht wirklich, Freienhagener
und was deine erhabenheit betrifft, die du so durchblicken lässt ... ohne worte.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#133

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 22:31
von vs1400 | 2.397 Beiträge

hallo @Klauspeter,
gab es derartige umfragen auch in diensteinheiten?

bei denen war ja die physische und psychische belastung um einiges höher, wie in den von dir geschilderten einheiten.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#134

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 00:28
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #131
..........ich hätte etwas dagegen, wenn am mir gespart wird, damit die privaten Einkünfte des Arbeitgebers und der Aktionäre steigen.


Was ist besser daran, wenn Dich der Staat ausbeutet? Denk mal an die Normerhöhung in der Stalinallee 1953.

Zitat von DoreHolm im Beitrag #131

Und Dankbar für Schaffung von Arbeitsplätzen ? So weit in Ordnung, es bleibt dem abhängig Beschäftigten ja auch gar nichts übrig, als dankbar zu sein, sogar in den Fällen, in denen so wenig bezahlt wird, daß noch staatliche Stütze norwendig ist. Etwas krass ausgedrückt, auch ein Hund, der unter miserablen Bedingungen gehalten wird, wedelt vor seinem Herrchen mit dem Schwanz und ist dankbar für jeden Knochen, den der ihm hinwirft.



So habe ich das nicht gemeint. Selbstverständlich müssen die Arbeitnehmer für ihren Anteil kämpfen. Und das tun sie heutzutage rechtlich abgesichert mit freien Gewerkschaften.
Streikrecht und freie Gewerkschaften hatten die Werktätigen in der DDR nicht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#135

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 00:36
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #132


so richtig überzeugt mich deine argumentation nicht wirklich, Freienhagener
und was deine erhabenheit betrifft, die du so durchblicken lässt ... ohne worte.




Ich hab mir, wie viele Andere (sicherlich die Mehrheit, wie sich 89´ zeigte, als sich das freie Wort nicht mehr unterdrücken ließ) kein Feindbild einreden lassen, punktum. Da ist eigentlich nichts besonderes dran.
Solch ein durchgängiges Feindbild im Volk wie früher in Deutschland und heute z. B. bei den Palästnensern, gab es in der DDR nicht.


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zuletzt bearbeitet 27.04.2015 00:37 | nach oben springen

#136

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 01:27
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #135
Zitat von vs1400 im Beitrag #132


so richtig überzeugt mich deine argumentation nicht wirklich, Freienhagener
und was deine erhabenheit betrifft, die du so durchblicken lässt ... ohne worte.




Ich hab mir, wie viele Andere (sicherlich die Mehrheit, wie sich 89´ zeigte, als sich das freie Wort nicht mehr unterdrücken ließ) kein Feindbild einreden lassen, punktum. Da ist eigentlich nichts besonderes dran.
Solch ein durchgängiges Feindbild im Volk wie früher in Deutschland und heute z. B. bei den Palästnensern, gab es in der DDR nicht.



hm, Freienhagener,
du versuchst gerade dich zu verallgemeinern und kommst hier nun mit der "mehrheit" .
schade,
denn auch dein vergleich mit unseren großeltern und den palästinensern wird von dir erwähnt und gleichzeitig revidiert.
nen wirklichen standpunkt, den andere user durchaus erkennen lassen, gibst du nicht preis.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#137

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 09:19
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #136
Zitat von Freienhagener im Beitrag #135
Zitat von vs1400 im Beitrag #132


so richtig überzeugt mich deine argumentation nicht wirklich, Freienhagener
und was deine erhabenheit betrifft, die du so durchblicken lässt ... ohne worte.




Ich hab mir, wie viele Andere (sicherlich die Mehrheit, wie sich 89´ zeigte, als sich das freie Wort nicht mehr unterdrücken ließ) kein Feindbild einreden lassen, punktum. Da ist eigentlich nichts besonderes dran.
Solch ein durchgängiges Feindbild im Volk wie früher in Deutschland und heute z. B. bei den Palästnensern, gab es in der DDR nicht.



hm, Freienhagener,
du versuchst gerade dich zu verallgemeinern und kommst hier nun mit der "mehrheit" .
schade,
denn auch dein vergleich mit unseren großeltern und den palästinensern wird von dir erwähnt und gleichzeitig revidiert.
nen wirklichen standpunkt, den andere user durchaus erkennen lassen, gibst du nicht preis.

gruß vs



Die Mehrheit war es definitiv. Da zählen nicht nur die vielen Demonstranten am Ende (ohne Gegendemo!). Das Geschwätz von den "Bonner Ultras" ist beim Volk nicht angekommen. Selbst bei der Armee ist der "Haß auf den Klassenfeind" oft nicht mehr gewesen, als eine Floskel. Das zeigt sich auch im Forum bei der Diskussion über das Verhältnis zum BGS bis hin zu Stories über regelrecht kumpelhafte Begegnungen.

Revidiert habe ich nichts: Frankreich war Jahrhunderte der "Erbfeind" und das Volk hat sich 1914 mit wehenden Fahnen hinter diese Politik gestellt, sogar die SPD.
Daß die Einheitlichkeit des Feindbildes bei den Palästinensern noch höher ist, wird niemand bestreiten. Die haben auch Gründe, anders als wir damals (oder wenn man will, viel schwerwiegendere).

Diese "Qualität" gab es in der DDR nicht. Muß man das überhaupt erklären und dann noch zwei mal?


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zuletzt bearbeitet 27.04.2015 09:22 | nach oben springen

#138

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 10:52
von vs1400 | 2.397 Beiträge

hm Freienhagener,
ich bedanke mich lediglich für deine fleißarbeit,
doch mit dem eigentlichen thema hat es wohl wenig zu tun und nein, darüber möchte ich keinesfalls mit dir streiten.

Seaman gab mir ja diesbezüglich einen tipp und ja, dass macht es dann einfacher seinen "gegenüber" besser zu verstehen. keinefalls werde ich jedoch den, der keines hatte, als schlauer bezeichnen. gerade gwd'ler und zeitsoldaten berichten heute keins gehabt zu haben und dass hat wohl auch etwas mit den äußeren einflüssen zu tun.
ich hatte zb. verwandtschaft 2. grades und sie kamen regelmäßig zu besuch. da konnte das halbe jahr uffz-schule nix dran ändern.

gruß vs


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#139

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 10:58
von Klauspeter | 989 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #133
hallo @Klauspeter,
gab es derartige umfragen auch in diensteinheiten?

bei denen war ja die physische und psychische belastung um einiges höher, wie in den von dir geschilderten einheiten.

gruß vs

Hallo Torsten,
ich war zwar lange Zeit an einer Unteroffiziersschule, aber angefangen habe ich auch in der "Truppe". Das Mot.-Schützen-Regiment-17 gehörte zur 11.Mot.-Schützen-Division und war ein Truppenteil der Gefechtsbereitschaft. Den Begriff "Diensteinheit" gab es bei der NVA nicht ( außer beispielsweise den Diensteinheiten des MfS in der NVA - also die Militärabwehr).
Die Befragung fand also mit Soldaten aus Linieneinheiten statt und nicht mit Unteroffiziersschülern.
Wer Träger dieser Befragung war, weiß ich nicht. Ich vermute mal, entweder das "Institut für Meinungsforschung der DDR " (es existierte von 1964 bis 1979, oder das "Zentralinstitut für Jugendforschung der DDR", das nach der Wende aufgelöst wurde.
Gruß Klaus


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#140

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.04.2015 12:42
von DoreHolm | 7.706 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #134
Zitat von DoreHolm im Beitrag #131
..........ich hätte etwas dagegen, wenn am mir gespart wird, damit die privaten Einkünfte des Arbeitgebers und der Aktionäre steigen.


Was ist besser daran, wenn Dich der Staat ausbeutet? Denk mal an die Normerhöhung in der Stalinallee 1953.

Zitat von DoreHolm im Beitrag #131

Und Dankbar für Schaffung von Arbeitsplätzen ? So weit in Ordnung, es bleibt dem abhängig Beschäftigten ja auch gar nichts übrig, als dankbar zu sein, sogar in den Fällen, in denen so wenig bezahlt wird, daß noch staatliche Stütze norwendig ist. Etwas krass ausgedrückt, auch ein Hund, der unter miserablen Bedingungen gehalten wird, wedelt vor seinem Herrchen mit dem Schwanz und ist dankbar für jeden Knochen, den der ihm hinwirft.



So habe ich das nicht gemeint. Selbstverständlich müssen die Arbeitnehmer für ihren Anteil kämpfen. Und das tun sie heutzutage rechtlich abgesichert mit freien Gewerkschaften.
Streikrecht und freie Gewerkschaften hatten die Werktätigen in der DDR nicht.



Kommst Du aus der Industrie ? Was meinst Du, was an kaderpolitischen Zugeständnissen die Firmenleitung so alles hinnehmen mußte, weil sich einige Faulpelze an ihre Gewerkschaftsleitung gewandt hatten, um um eine versetzung an einen anderen AP oder Rauschmiss vorbeizukommen. in diesem Sinne trifft gerade auch für eine ganze reihe Gewerkschaftsleitungen eine Mitschuld am ökonomische Untergang der DDR. Nicht alle, wohlgemerkt, aber viele, oft in entscheidenden Positionen.



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