#101

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 25.04.2015 22:23
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #94

Stimmt, den Begriff Feind habe allerdings nicht ich in die Diskussion gebracht , ich würde mich auch eher als Gegner bezeichnen.



hallo Gert,
so wichtig ist es ja im eigentlichen auch nicht ...

bin ja schon froh, dass du dich nicht mehr als "feind" verstanden sehen möchtest
und dir darüber nen kopf gemacht hast.


gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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zuletzt bearbeitet 25.04.2015 22:24 | nach oben springen

#102

RE: Feindbild ?....

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 25.04.2015 22:47
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #96


Ja, weltweit gab/gibt es "Erbfeinde", die (fast) vom ganzen Volk als solche betrachtet werden (Juden-Araber, bei uns lange die Franzosen)..

In der DDR waren das nur die Feinde der Herrschenden, die dem Volk vergeblich ein Feindbild einreden wollten. Das ist ein himmelweiter Unterschied.



hallo Freienhagener,
aus deinen postament schließe ich, dass du damals kein feindbild hattest.
gestatte mir die frage nach dem warum nicht?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#103

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 25.04.2015 23:11
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #97
vs1400 schrieb:

@Klauspeter,
... " ... die meiste Zeit war ich an einer Unteroffiziersschule mit der Ausbildung von zukünftigen Unteroffizieren beschäftigt. ..." ... mir ist daher völlig klar,
warum ein derartiges thema von dir eröffnet wurde.

du warst halt in der etappe, womit ich kein wirkliches problem habe, doch es wurden gerade dort sehr viele fehler gemacht.
womit ich dich keinesfalls dafür verantwortlich machen möchte und du dich diesbezüglich nicht angegriffen fühlen solltest.

mir ist es wichtiger ernsthaft zu diskutieren,
wie jemanden zu verurteilen.

gruß vs

Danke, Torsten, für Deine Antwort auf meine Frage.
Ich muss aber etwas klarstellen. Stimmt, ich war die meiste Zeit an einer Unteroffiziersschule. Das habe ich mir nicht ausgesucht, sondern das wurde befohlen. Unklar ist mir, wieso Du schlussfolgerst, dass ich das Thema "Feindbild" eröffnet habe, weil ich an einer Unteroffiziersschule tätig war.
Die Themenkomplexe: DDR / Partei / Verbündeter / Feind waren Bestandteil der gesamten politisch-ideologischen Erziehung in der NVA, in der Truppe also ebenso wie an den Lehreinrichtungen. Wie das bei den GT war, weiß ich nicht.

Ich stimme aber völlig mit Dir überein: Auch mir ist es wichtiger, ernsthaft zu diskutieren, als jemanden zu verurteilen.
Gruß Klaus






hm Klauspeter,
deshalb schrieb ich ja "etappe" und dass ohne vorwurf.
wobei wir ja nun etwas ins OT abgleiten, doch ich nen fan des offenen schreibens bin
und nur deshalb dir hier antworte.

ich bin nicht deiner meinung, weil eben auch viel später geboren,
dass diese themenkomplexe wirklich etwas brachten. die wenigsten hätten sich für dieses system ins zeug gelegt und wohl eher "nur" ihre heimat verteidigt.
dessen war man sich leider nie wirklich bewusst, ist meine ansicht.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#104

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 07:10
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

hallo Freienhagener,
aus deinen postament schließe ich, dass du damals kein feindbild hattest.
gestatte mir die frage nach dem warum nicht?

gruß vs


Du hattest wohl "Feinde",wenn ja,Welche,Warum,und was haben sie Dir denn getan ?


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#105

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 07:17
von Gelöschtes Mitglied
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Ich hatte auch kein Feindbild. Ob jemand mein Feind ist, merke ich an seinem Verhalten mir gegenüber. Da brauche ich keine Politoffiziere die mir irgendeinen Stuss einreden wollen den sich welche ausgedacht haben, die mich vor ihren Karren spannen wollen.

Der Hesselfuchs


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#106

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 09:02
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #81
Wenn schon Imperialismus, dann sollte man auch den Sowjetimperialismus erkannt haben.
Jedenfalls haben wir in der DDR Imperalismus sehr wohl gehabt. Unsere Führung hat die Unterordnung unter die Sowjetunion ja regelrecht probagiert.
Und was das Wirtschaftliche angeht: Egal ob man das Profit oder Gewinn nennt. Auch wir wurden ausgebeutet.
Staatsmonopol war in der DDR jedenfalls ausgeprägter, besonders nach der Enteignung des unternehmerischen Mittelstands um 1972.
Entscheidend ist, was übrig bleibt für den Beschäftigten. Da schnitt die DDR schlechter ab als die BRD (Privilegierte ausgenommen).



Was den begriff "Imperium" betrifft, gehe ich mit Dir soweit mit. Auch insb. unter Stalin gab es imperiale Außenpolitik.

Was das Wirtschaftliche angeht, muß ich Dir widersprechen. Daß es der DDR-Bevölkerung im Durchschnitt wirtschaftlich schlechter ging als dem Durchschnitt der BRD-Bürger, stimmt zwar so, aber als Ausbeutung kann ich es trotzdem nicht bezeichnen. Entscheidend ist für mich bei dieser Definition "Ausbeutung" die Aneignung eines Gewinnes aus Ressourcen, die nicht aus den persönlichen Leistungen des Nutznießers entsprangen, sondern durch Ander/Anderes erbracht wurden. Das kann Gewinn/Profit aus der Arbeit anderer sein, kann auch eine Rohstofflagerstätte sein, die nicht durch den sie Ausbeutenden geschaffen wurde, also Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Wenn Gewinn, oder auch Profit (wobei ich "Profit" immer mit einer persönlichen Aneignung in Verbindung bringe) in wenige private Taschen fließt, ist es m.E. Ausbeutung. Das gab es in der DDR nur sehr untergeordnet und sehr geringem Maße wegen der hohen Besteuerung bei Privatunternehmen. Wird Gewinn eingesetzt, um gesamtgesellschaftliche Vorhaben zu finanzieren, soziale Leistungen zu verbessern, die Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitswesen u.a., dann kann ich beim besten Willen nicht von Ausbeutung reden. Wenn Du es so willst, kann es gar keine Gesellschaft, nicht mal die Anarchie, geben, die ohne Ausbeutung auskäme.



zuletzt bearbeitet 26.04.2015 09:10 | nach oben springen

#107

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 10:16
von utkieker | 2.923 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #59
Ich glaube auch kaum, daß der mir Gegenüber an eine freundschaftliche Verbandelung interessiert war. Ich glaube auch kaum, daß der Warschauer Pakt in den Augen der NATO zum "Freundbild" gehörte.Gruß Hartmut!
Eine „freundschaftliche Verbandelung“ hat niemand verlangt, auch nicht den sozialistischen Bruderkuss,das konnte man auch im Westen nicht vorschreiben!Respektvoller Umgang hätte ausgereicht, zum Beispiel das Erwidern eines Tagesgrußes mit Menschen, die sich in der gleichen Sprache artikulieren.Bedauerlicherweise war auch dieser Minimalkonsens nicht zu realisieren!Warum wurde im Politunterricht ein Feindbild indoktriniert oder anders gefragt, was passierte als der Feind und das Feindbildnicht mehr auffindbar waren?Freundschaften entstanden, nicht immer, nicht allerorten, aber es gab sie und gibt sie noch heute zwischen Menschen, ungeachtet ihrer Vergangenheit und Systeme!Einige Bilder meiner Galerie erläutern die Schießausbildung beim Zoll, Anmerkungen habe ich abgegeben!Wenn ich nach 25 Jahren deutscher Einheit lese, wie „gemütlich“ die Schießausbildung beim Zoll war, da die Beamten „nicht gefechtsmäßig und militärisch im Dreck“ gelegen haben, wundere ich mich, über die offenkundig tief verwurzelten, (noch gegenwärtigen?) Feindbilder!Die Aufgaben der Zollverwaltung, die ich an anderen Stellen bereits darlegte, sind breiter geworden, aber militärisch formiert war der Zoll weder damals, noch ist er es heute!Jeder kann sich informieren, die Sache überdenken, aber natürlich auch Feindbilder pflegen!Es grüßt EuchKressin

Natürlich hast du nicht ganz Unrecht @IM Kressin, kurz mal rüber winken da bricht man sich keinen Zacken aus der Krone. Mehr war so wie so nicht drin, denn gewöhnlich lag zwischen uns und der BGS/ Zoll- Streife nicht nur der Zaun sondern mindestens 30 m vorgelagertes Gebiet. Wenn eine BGS- Streife rüber brüllt: "Öh, ihr müsst mal wieder zum Frisör", dann kannst du wirklich nicht erwarten, daß ich zurück brülle: "Leckt mich am A...h". Wenn eine Zivilperson mit ausgestreckten Arm den Hitlergruß posiert, dann wird Niemand von mir verlangen, daß ich diesen Gruß auch noch erwidere; statt dessen habe ich ihm den Lauf meiner Flinte von vorn gezeigt und ein bisschen mit der Visiereinrichtung geklappert. Wenn ein BGS- Beamter mit Flüstertüte "Stille Nacht, heilige Nacht" singt, hört sich das nicht nur ätzend an und die weihnachtliche Romantik verfliegt, wenn dann aber noch ein zweiter Beamter gleichzeitig mit Infrarot uns ausleuchtet, hat das nix mit Freundlichkeit zu tun. Wir haben dann mit einen grellen Scheinwerferlicht zurück geleuchtet. Schade um das Nachtsichtgerät....

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#108

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 12:41
von Klauspeter | 987 Beiträge

Ich wage hier mal die Behauptung, dass es nie eine Armee ohne Feindbild gab und auch heute nicht gibt. Ein Staat, der eine Armee unterhält, will seinen Herrschaftsbereich vor der Bedrohung durch einen Feind schützen; oder er will über andere Länder herfallen und muss diese Länder zu Feinden erklären.
Feindbild ist also keine DDR-Erfindung. Auch die US-Armee hat ihr Feindbild und die Bundeswehr ebenso. In der Bundesmarine wurde - sicher inoffiziell - der Text nach einer bekannten Melodie gesungen: "Wenn bei Danzig die rote Flotte im Meer versinkt, ..."

Es macht schon Sinn, sich in einer Armee darüber zu unterhalten, was die Heimat ist, von wem sie bedroht wird und mit welchen Verbündeten sie verteidigt wird.
Das Sprechen und Streiten über diese Themen führt zu einem Nachdenken über die eigene Position. Ob es angenommen oder abgelehnt wird, hängt vom einzelnen selbst ab und lässt sich nicht befehlen. Dass in dieser Richtung oft in der NVA zu viel gemacht wurde, das ist nicht zu bestreiten.

Diese Themenkomplexe brachten auch etwas. Ich war 1968 im MSR-17 in Halle/S. bei einer anonymen Befragung im Rahmen der Meinungsforschung anwesend. Die Soldaten mehrerer Motschützen-Kompanien rückten in den großen Kinosaal ein. Sie bekamen einen etwa tischtennisballgroßen Schalter, der in die Hosentasche gesteckt wurde. Sie bekamen langsam eine Vielzahl von Fragen gestellt. Die Antworten waren vorgeben: < das ist meine Meinung; <das ist nicht meine Meinung; < darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Nach jeder Frage
Drückte der Soldat anonym auf die für ihn zutreffende Antwort.
Die Auswertung mit den Vorgesetzten war interessant und zeigte, dass die Behandlung der Themenkomplexe durchaus Wirkung zeigte.

Ich habe hier das Thema „Feindbild“ zur Diskussion gestellt, weil mich die Meinungen dazu interessieren. Das Feindbild ist nicht mein Hobby und ich will auch nicht im Nachhinein das Feindbild ausbauen. Ich hätte durchaus auf die Armee verzichten können, auf ein Feindbild und auf Waffen – aber die Welt war nicht so.

Mein Handeln wurde immer davon geprägt, dass ein Krieg verhindert werden muss. In diesem Sinne war mein Wirken in der NVA nicht umsonst.

Klaus


Larissa, DoreHolm, Pitti53, seaman, vs1400 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#109

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:04
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #106
[quote]
Was das Wirtschaftliche angeht, muß ich Dir widersprechen. Daß es der DDR-Bevölkerung im Durchschnitt wirtschaftlich schlechter ging als dem Durchschnitt der BRD-Bürger, stimmt zwar so, aber als Ausbeutung kann ich es trotzdem nicht bezeichnen. Entscheidend ist für mich bei dieser Definition "Ausbeutung" die Aneignung eines Gewinnes aus Ressourcen, die nicht aus den persönlichen Leistungen des Nutznießers entsprangen, sondern durch Ander/Anderes erbracht wurden. Das kann Gewinn/Profit aus der Arbeit anderer sein, kann auch eine Rohstofflagerstätte sein, die nicht durch den sie Ausbeutenden geschaffen wurde, also Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Wenn Gewinn, oder auch Profit (wobei ich "Profit" immer mit einer persönlichen Aneignung in Verbindung bringe) in wenige private Taschen fließt, ist es m.E. Ausbeutung. Das gab es in der DDR nur sehr untergeordnet und sehr geringem Maße wegen der hohen Besteuerung bei Privatunternehmen. Wird Gewinn eingesetzt, um gesamtgesellschaftliche Vorhaben zu finanzieren, soziale Leistungen zu verbessern, die Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitswesen u.a., dann kann ich beim besten Willen nicht von Ausbeutung reden. Wenn Du es so willst, kann es gar keine Gesellschaft, nicht mal die Anarchie, geben, die ohne Ausbeutung auskäme.



rot mark. Für mich ist das keine Ausbeutung. Der Unternehmer der eine Firma gründet dafür Kapital einsetzt, Arbeitsplätze schafft, Ideen und Patente nutzt, hat einen Unternehmensgewinn im wahrsten Sinne des Wortes verdient
grün mark
Ein Staat wie die DDR, hat natürlich auch eine Wertschöpfung, man kann es auch Gewinn nennen, erzielt. Wofür haben sie es überwiegend eingesetzt:
1 ) eine miltärisch gesicherte Grenze mit unvorstellbaren Kosten errichtet, damit ihnen die Leute nicht davon laufen, die die Bezahlung für die Investitionen und die Unterhaltung dieser Grenze erwirtschaften. Ein Nonsens ohne Vergleich und ein Verbrechen an dem Volk
2) für die Bezahlung und Unterhaltung eines Sichheitsapparates, der unvorstellbar groß war im Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl, dessen Wertschöpfung gleich 0 anzusetzen ist. ( Für einen Stasioffz. mussten bestimmt mehrere Facharbeiter im Monat "Gewinn" erwirtschaften)
3 ) die Bezahlung von einer mir nicht bekannten aber nicht kleinen Anzahl Parteifunktionäre, Gewerkschaftsfunktionäre, DSF und und und Funktionäre- Diese Leute produzierten alle nichts, ausser der Verbreitung ihrer reinen Lehre und vermutlich auch Überwachung des schaffenden Volkes.

So sehe ich das rückblickend


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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zuletzt bearbeitet 26.04.2015 13:05 | nach oben springen

#110

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:14
von Alfred | 6.849 Beiträge

Gert,

sehr seltsam Rechnung, wenn man dies überhaupt so nennen möchte.

Da hat es Herr Jahn als Chef der BStU besser, immerhin mit B 9 und einem Grundgehalt von rund 11.000 Euro im Monat.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#111

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:18
von Lutze | 8.039 Beiträge

Punkt 4 )
nicht zu vergessen,die vielen politisch Eingesperrten,
die für ein Appel und ein Ei in den Strafvollzugseinrichtungen
schuften durften
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#112

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:20
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #111
Punkt 4 )
nicht zu vergessen,die vielen politisch Eingesperrten,
die für ein Appel und ein Ei in den Strafvollzugseinrichtungen
schuften durften

Lutze



und heute @Lutze

Nachtrag : Kriminelle mussten nicht arbeiten ?


passport


zuletzt bearbeitet 26.04.2015 13:21 | nach oben springen

#113

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:31
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #112
Zitat von Lutze im Beitrag #111
Punkt 4 )
nicht zu vergessen,die vielen politisch Eingesperrten,
die für ein Appel und ein Ei in den Strafvollzugseinrichtungen
schuften durften

Lutze



und heute @Lutze

Nachtrag : Kriminelle mussten nicht arbeiten ?


passport

Kriminelle wußten,weshalb sie eingebuchtet wurden
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#114

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:32
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #110
Gert,

sehr seltsam Rechnung, wenn man dies überhaupt so nennen möchte.

Da hat es Herr Jahn als Chef der BStU besser, immerhin mit B 9 und einem Grundgehalt von rund 11.000 Euro im Monat.



@Alfred , da kannst du mal sehen, wie lausig die Löhne in der DDR waren im Vergleich zur Bundesrepublik. Aber immerhin, nach Abzug der gigantische Rüstungskosten blieb eben nicht mehr übrig. Ich habe mich gern ausbeuten lassen, als leistungsorientierter Mensch und AN wurde ich entsprechend bezahlt.

Irgendwo habe ich mal die Gehälter von DDR Ministern gelesen, ich habe sie mit meinem Jahresgehalt verglichen und musste schmunzeln. Ich konnte sie deutlich toppen.

Guckst du hier ein Beispiel, Minister Reichelt :http://www.mz-web.de/politik/ddr-erbe-mi...2,17708802.html


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#115

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:34
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #113
Zitat von passport im Beitrag #112
Zitat von Lutze im Beitrag #111
Punkt 4 )
nicht zu vergessen,die vielen politisch Eingesperrten,
die für ein Appel und ein Ei in den Strafvollzugseinrichtungen
schuften durften

Lutze



und heute @Lutze

Nachtrag : Kriminelle mussten nicht arbeiten ?


passport

Kriminelle wußten,weshalb sie eingebuchtet wurden
Lutze



@Lutze , da hat doch jeder behauptet er sei unschuldig


passport


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#116

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:37
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #115
Zitat von Lutze im Beitrag #113
Zitat von passport im Beitrag #112
Zitat von Lutze im Beitrag #111
Punkt 4 )
nicht zu vergessen,die vielen politisch Eingesperrten,
die für ein Appel und ein Ei in den Strafvollzugseinrichtungen
schuften durften

Lutze



und heute @Lutze

Nachtrag : Kriminelle mussten nicht arbeiten ?


passport

Kriminelle wußten,weshalb sie eingebuchtet wurden
Lutze



@Lutze , da hat doch jeder behauptet er sei unschuldig


passport


@passport , diese Aussage ist der blanke Hohn für die ehemaligen politischen Gefangenen der DDR, absolut unpassend nach 25 Jahren.
Den Begriff politische Gefangene muss ich sicher nicht im Detail erläutern, darüber müsstest du bestens informiert sein.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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ek40, Lutze und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#117

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:46
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #116
Zitat von passport im Beitrag #115
Zitat von Lutze im Beitrag #113
Zitat von passport im Beitrag #112
Zitat von Lutze im Beitrag #111
Punkt 4 )
nicht zu vergessen,die vielen politisch Eingesperrten,
die für ein Appel und ein Ei in den Strafvollzugseinrichtungen
schuften durften

Lutze



und heute @Lutze

Nachtrag : Kriminelle mussten nicht arbeiten ?


passport

Kriminelle wußten,weshalb sie eingebuchtet wurden
Lutze



@Lutze , da hat doch jeder behauptet er sei unschuldig


passport


@passport , diese Aussage ist der blanke Hohn für die ehemaligen politischen Gefangenen der DDR, absolut unpassend nach 25 Jahren.
Den Begriff politische Gefangene muss ich sicher nicht im Detail erläutern, darüber müsstest du bestens informiert sein.




@Gert , dieser Personenkreis hat doch gewusst das sie gegen das Strafgesetz verstoßen. Das heißt man hat es bewusst und und absichtlich diese Straftaten begangen.


passport


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#118

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:49
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #114
Zitat von Alfred im Beitrag #110
Gert,

sehr seltsam Rechnung, wenn man dies überhaupt so nennen möchte.

Da hat es Herr Jahn als Chef der BStU besser, immerhin mit B 9 und einem Grundgehalt von rund 11.000 Euro im Monat.



@Alfred , da kannst du mal sehen, wie lausig die Löhne in der DDR waren im Vergleich zur Bundesrepublik. Aber immerhin, nach Abzug der gigantische Rüstungskosten blieb eben nicht mehr übrig. Ich habe mich gern ausbeuten lassen, als leistungsorientierter Mensch und AN wurde ich entsprechend bezahlt.

Irgendwo habe ich mal die Gehälter von DDR Ministern gelesen, ich habe sie mit meinem Jahresgehalt verglichen und musste schmunzeln. Ich konnte sie deutlich toppen.

Guckst du hier ein Beispiel, Minister Reichelt :http://www.mz-web.de/politik/ddr-erbe-mi...2,17708802.html



Gert,

was Reichelt verdient hat ist doch bekannt und er war sogar in einer Blockpartei, nichts SED.

Wenn Du schon Zahlen bringst, dann rechne doch mal auf, was die DDR in jeden Jahr für die rund 300.000 staatlichen und rund 50.000 betriebliche Krippen und KITA - Plätz zugeschossen hat. Jeden ist bekannt, was er pro Monat gezahlt hat.

Oder schreib doch mal, welche Zuschüsse es für die rund 1,9 Millionen Reisen über den FDGB pro Jahr gab.

Hoffentlich siehst die die heutigen Ausgaben für bestimmte Bereiche auch so kritisch.

Hat aber jetzt nichts mit dem eigentlichen Thema zu schaffen.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.04.2015 13:51 | nach oben springen

#119

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:49
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #109
Zitat von DoreHolm im Beitrag #106
[quote]
Was das Wirtschaftliche angeht, muß ich Dir widersprechen. Daß es der DDR-Bevölkerung im Durchschnitt wirtschaftlich schlechter ging als dem Durchschnitt der BRD-Bürger, stimmt zwar so, aber als Ausbeutung kann ich es trotzdem nicht bezeichnen. Entscheidend ist für mich bei dieser Definition "Ausbeutung" die Aneignung eines Gewinnes aus Ressourcen, die nicht aus den persönlichen Leistungen des Nutznießers entsprangen, sondern durch Ander/Anderes erbracht wurden. Das kann Gewinn/Profit aus der Arbeit anderer sein, kann auch eine Rohstofflagerstätte sein, die nicht durch den sie Ausbeutenden geschaffen wurde, also Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Wenn Gewinn, oder auch Profit (wobei ich "Profit" immer mit einer persönlichen Aneignung in Verbindung bringe) in wenige private Taschen fließt, ist es m.E. Ausbeutung. Das gab es in der DDR nur sehr untergeordnet und sehr geringem Maße wegen der hohen Besteuerung bei Privatunternehmen. Wird Gewinn eingesetzt, um gesamtgesellschaftliche Vorhaben zu finanzieren, soziale Leistungen zu verbessern, die Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitswesen u.a., dann kann ich beim besten Willen nicht von Ausbeutung reden. Wenn Du es so willst, kann es gar keine Gesellschaft, nicht mal die Anarchie, geben, die ohne Ausbeutung auskäme.



rot mark. Für mich ist das keine Ausbeutung. Der Unternehmer der eine Firma gründet dafür Kapital einsetzt, Arbeitsplätze schafft, Ideen und Patente nutzt, hat einen Unternehmensgewinn im wahrsten Sinne des Wortes verdient
grün mark
Ein Staat wie die DDR, hat natürlich auch eine Wertschöpfung, man kann es auch Gewinn nennen, erzielt. Wofür haben sie es überwiegend eingesetzt:
1 ) eine miltärisch gesicherte Grenze mit unvorstellbaren Kosten errichtet, damit ihnen die Leute nicht davon laufen, die die Bezahlung für die Investitionen und die Unterhaltung dieser Grenze erwirtschaften. Ein Nonsens ohne Vergleich und ein Verbrechen an dem Volk
2) für die Bezahlung und Unterhaltung eines Sichheitsapparates, der unvorstellbar groß war im Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl, dessen Wertschöpfung gleich 0 anzusetzen ist. ( Für einen Stasioffz. mussten bestimmt mehrere Facharbeiter im Monat "Gewinn" erwirtschaften)
3 ) die Bezahlung von einer mir nicht bekannten aber nicht kleinen Anzahl Parteifunktionäre, Gewerkschaftsfunktionäre, DSF und und und Funktionäre- Diese Leute produzierten alle nichts, ausser der Verbreitung ihrer reinen Lehre und vermutlich auch Überwachung des schaffenden Volkes.


So sehe ich das rückblickend



Lila: Na klar, habe ich nicht anders erwartet, daß Du die Verwendung der Gewinne überwiegend auf für diese drei von Dir genannten Bereiche reduzierst. Da blieb ja für kostenlose Volksbildung, Gesundheitswesen, Jugendarbeit, Kinderbetreuung, wider alle ökonomische Vernunft stabile Preise für die meisten Konsumgüter und Dienstleistungen, Kultur und die zahllosen Stützungen der Vereine im Freizeitbereich und was weiß ich noch alles fast gar nichts mehr übrig.

Zur Ausbeutung noch mal. Ich sehe durchaus einen Unterschied darin, ob ein Unternehmer Geld in das Unternehmen steckt, Arbeitsplätze schafft (vorausgesetz, bei ordentlicher Entlohnung) und es ihm dabei auch privat gut geht. Es ist aber ein gewaltiger Unterschied, wenn stattdessen mit dem erwirtschafteten Profit vorrangig die Aktionäre bedient werden und Multiplikator von Verdienst des abhängig Beschäftigten zum privaten Jahreseinkommen des Unternehmers steigt und steigt. Bei etwa gleichbleibendem Multiplikator ist das schon eine bedeutendere Steigerung gegenüber den Beschäftigten, aber dann noch steigernd ? Da hört bei mir der Spaß auf und es ist pure Ausbeutung. Bloß mal eine kleine Beispielrechnung:
Lohn/Gehalt eines Beschäftigten: 2.000,-€ , Unternehmer 30-fache = 60.000,-€.
Steigerung nach X Jahren 50% = 3.000,-€ , Unternehmer x 50% = 90.000,-€
Bedeutet Zuwachs beim beschäftigten = 1.000,-€. Zuwachs beim Unternehmer 30.000,-€. Das allein reicht eigentlich schon. Aber nein, es genügt einem erheblichen Teil der insbes. Großunternehmern nicht, sich mit gleichen Steigerungsraten zufrieden zu geben, es müssen dann nicht 50%, sondern 100 % sein, also Steigerung von 60.000,-€ auf 120.000,-€ entspricht Zuwachs von 60.000,-€. Das ist die vielgenannte Schere, die immer weiter auseinandergeht. Wenn dann behauptet wird, man müßte Führungskräfte so hoch bezahlen, um gute Kräfte zu bekommen, dann ist da was am System falsch, genauso wenn Unternehmen nur existieren, wenn sie Minilöhne zahlen, bei denen die Vollzeitbeschäftigten noch eine Aufstockung benötigen.
Aber ich merke gerade, ich gleite hier in OT ab, also gut damit. Bitte wieder zurück zum "Feindbild", wobei eine bestimmte Sorte von Unternehmern, die bereit sind, für Profit quasi über Leichen zu gehen, schon fast dazugezählt werden können.



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Feindbild ?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.04.2015 13:54
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #114
Zitat von Alfred im Beitrag #110
Gert,

sehr seltsam Rechnung, wenn man dies überhaupt so nennen möchte.

Da hat es Herr Jahn als Chef der BStU besser, immerhin mit B 9 und einem Grundgehalt von rund 11.000 Euro im Monat.



@Alfred , da kannst du mal sehen, wie lausig die Löhne in der DDR waren im Vergleich zur Bundesrepublik. Aber immerhin, nach Abzug der gigantische Rüstungskosten blieb eben nicht mehr übrig. Ich habe mich gern ausbeuten lassen, als leistungsorientierter Mensch und AN wurde ich entsprechend bezahlt.

Irgendwo habe ich mal die Gehälter von DDR Ministern gelesen, ich habe sie mit meinem Jahresgehalt verglichen und musste schmunzeln. Ich konnte sie deutlich toppen.

Guckst du hier ein Beispiel, Minister Reichelt :http://www.mz-web.de/politik/ddr-erbe-mi...2,17708802.html


Lila: Irgendwie widersprichst Du Dich hier zu deinen Punkten in #109. Denn wenn das so wäre, wie Du da schreibst, hätten die Gehälter der DDR-Minister auch höher gewesen sein müssen, auch bei geringerer Produktivität der DDR-Wirtschaft. Brauchst nur mal die Privatgewinne von Regierungschefs und ihrem Clan zu nehmen, die Länder regieren, die wirtschaftlich weit unter der Leistung der DDR lagen.



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