#21

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.09.2009 16:46
von westsachse | 464 Beiträge

Diese Frage möchte ich gern an die damals höheren Chargen weiterleiten. Ich kann nur vermuten man wollte bei Bau und Wartung und Betrieb (Minen)kein BRD Gebiet verletzen und damit Verwicklungen auslösen. Die Selbstschussanlagen konnten z. B. von feindwärts ausgelöst werden und Splitter dort sich befindende Personen oder Sachen beschädigen. Wer sich aber dem GZ1 näherte hat schon DDR Territorium verletzt und war sozusagen selbst Schuld. Auch hat es kleine Erdbeben Gebirgsschläge oder Erdrutsche gegeben, bei denen Teile der Sperranlagen schnell mal den Ort gewechselt haben. Es gibt sicher noch mehr Gründe.

Gruß

westsachse


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#22

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.09.2009 16:52
von Alfred | 6.841 Beiträge

Um Zahlen zu nennen,

aus einer Information der GT geht hervor, dass es im September 1989 insegesamt 992 Fälle vom widerrechtlichen Betreten und Befahren des Hoheitsgebietes der DDR von der BRD und Berlin West aus gab.


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#23

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.09.2009 20:21
von westsachse | 464 Beiträge

@glasi Es war eher nervend. Man musste Beobachtungsmeldungen abgeben. Es gab Rückfragen. Es konnte passieren das GAKL's rausgeschickt wurden und man musste vom B-Turm absitzen, um selbst tätig zu werden. Wenn da der Reinigungsstab-Schaschlyck gerade auf dem Bahnheizkörper bruzelte, war der hin (Thread Unfug...). Man musste sich eben DV-mäsig verhalten. Dann war noch die Gefahr s. o. Kino - Punk.

Gruß

westsachse


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#24

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.09.2009 20:24
von Drewitz | 356 Beiträge

Anders ausgedrückt-es störte Eure eingespielte Routine? grins
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#25

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 00:40
von werraglück | 679 Beiträge

vieleicht hätte der bgs euch dann geholfen.spaß beiseite. du hast recht. klingt logisisch. eine frage. wenn toristen kammen, hatt euch das genervt, oder war das eine abwechslung?


...@glasi, wenn ich jetzt mal von mir aus gehe... ich hab mich gefreut, wenn mal "was los" war!

Am schönsten war es, als ich in Vacha auf dem BT4 der Werrabrücke hockte und ne Jugendgruppe kam nach vorn an die Mauer. Ist mir glaub ich in meiner Zeit nur einmal passiert.
Die Mädels haben sich in Szene gesetzt....
Klar mußtest du jeden Sch... melden, aber egal und wenn mal einer zu weit ist, haben wir das erst mal in Ruhe beobachtet. Von der Füst konnte man das dann auch besser sehen. Lag da nicht noch ein Megaphon zum Zurückweisen auf dem BT...Mike59?

MfG


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
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#26

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 07:41
von glasi | 2.815 Beiträge

guten morgen werraglück und westsachse. danke für eure beiträge. kamm das denn täglich vor das toristen kammen. ich wäre euch auch auf die nerven gegangen. wenn ich an der grenze war muste ich auch immer gucken.. lg glasi



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#27

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 09:20
von westsachse | 464 Beiträge

Irgendwelche Leute kamen dauernd. Nicht nur BGS oder GZD. Alliierte, Bundeswehr, Einheimische oder eben auch Touristen. Die Show ging von der Hundeausbildung, Amis, die mit ihren alten Jeeps - manche sahen so aus als haben sie den 2WK noch mitgemacht - auf den vereisten Werrawiesen Pirouetten drehten, bis zum Schauf....
am Werraufer. Das meiste war eher unterhaltsam. Ärgerlich wurde es wenn Anpöbeleien kamen oder eben unerlaubtes Betreten. Wenn man in der Ortslage war musste man das melden. Letzteres sowieso, das andere war im GT-Jargon eine versuchte Kontaktaufnahme. Wenn das im Gerstunger Forst passiert ist hat man es sich meist verkniffen. Kam drauf an wer mit war. Man hat nach solchen Aktionen Fragen gestellt bekommen: Ob man sich selbst so Verhalten hat, das die Gegenseite provoziert wurde. Für das kurze Stück wo es im Abschnitt Lauchröden möglich war bzw. bemerkt wurde, kam das unerlaubte Betreten doch recht oft vor Zahlen hab ich mir nicht gemerkt. Zur Erklärung: Von Lauchröden bis Sallmannshausen war Werramitte die Grenze und in diesen Bach mit seinen Abwässern von der Kaliindustrie ist niemand freiwillig gegangen. Dann kam besagtes Stück zwischen Werrasperre Sallmannshausen bis A-Sperre Wommen bzw. Kirchwaldskopf (etwa 1km). Im Gerstunger Forst musste gerade die K6 Streife sein oder Leute, die Arbeiten überwachen. Sonst hat dort keiner ein Betreten mitbekommen (wurde von der A4 aus gesichert).

Gruß

westsachse


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#28

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 09:54
von S51 | 3.733 Beiträge

Ohne Touristen, BGS, Zoll oder alliierte hätte Grenzdienst vorne bedeutet, stur stumpf auf die Anlagen zu schauen bzw. durch das Gras zu stiefeln. Ödnis pur. Na gut, da wäre nicht immer so gewesen. Von allen denkbaren Abwechslungen waren die Touristen die harmloseste und unterhaltsamste. So im Nachhinein ist es schwierig, einzuschätzen, welche Seite der Zoobesucher und welche Seite das Tierchen war. Aber es hat meistens Spaß gemacht.
Natürlich gab es immer kleine Übertretungen und Provokationen. Im Bereich der GK Schierke waren auf Westseite an schönen Tagen viele Leute unterwegs. Um die Sache nicht ausarten zu lassen (DV hin oder her) hat man kleine Sachen ignoriert und die offizielle Show bis hin zur offiziellen Zurückweisung nur abgezogen, wenn es denn einer absolut wissen wollte.
Mitunter halfen dann auch Aktionen, wie vom Westsachsen beschrieben. Da durfte nur kein BGS oder Zoll in der Nähe sein, die hätten das sonst wohl sofort für bare Münze genommen. Schlimmstenfalls haben wir so getan, als ob wir jetzt die Festnahme durchziehen wollten. Das hat immer geholfen. Tatsächlich festgenommen wurde in meiner Zeit feindwärts niemand. Jedenfalls kein Touri.
Bei dummer Anmache, das gab es auch immer, hat man eben weggehört. Das habe ich dort gründlich gelernt.
Aber ganz ohne Touristen und so weiter - das wäre langweilig gewesen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#29

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 12:08
von werraglück | 679 Beiträge

Hi glasi,

ich hab die "Show" ja eher noch aus sehr jugendlichen Augen heraus betrachtet und viele meiner damaligen Kameraden bestimmt auch.Wir waren zu der Zeit eben noch verdammt jung...zu jung.
Leider konnte ich meine Werrabrückendienste in Vacha an 2 Händen abzählen in meiner Wehrpflichtzeit! Dort vorn am berühmten Haus Hoßfeld war eigentlich jeden Tag irgendetwas los.
Ob das nun die Amis, der BGS oder halt die Touris waren, es war immer eine Abwechslung gegenüber dem "normalen" Dienst in Wald und Wiesen.

Übrigens,ich bin nie angepöbelt wurden, ganz im Gegenteil....ich hab mal mit einem Zugführer 6m Kontrolle durchgeführt und wir kamen am Haus Hoßfeld vorbei.Die Frau putzte gerade die Fenster und grüßte sehr freundlich und mein Postenführer belehrte mich vorher nicht zu antworten...mir war das schon klar, aber so waren die Zeiten...abartig!

Um so schöner heute hier gemeinsam in diesem Forum gemeinsam zu schnattern!!!

MfG


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
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#30

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 18:19
von glasi | 2.815 Beiträge

aber mit dem güst herleshausen hattet ihr nichts zutuen? oder? lg glasi



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#31

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 18:30
von maja64 (gelöscht)
avatar

Zitat von glasi
aber mit dem güst herleshausen hattet ihr nichts zutuen? oder? lg glasi








glasi
Mit der Güst Herleshausen 100% nein denk ich mal.Den die lag ja in Hessen.



Gruß maja


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#32

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 18:36
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von maja64

Zitat von glasi
aber mit dem güst herleshausen hattet ihr nichts zutuen? oder? lg glasi








glasi
Mit der Güst Herleshausen 100% nein denk ich mal.Den die lag ja in Hessen.



Gruß maja



oh. ich meine warta.



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#33

RE: Grenzübertritt von Grenztouristen an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.09.2009 21:40
von werraglück | 679 Beiträge

Hi @ glasi,

nö...zur Güst hab ich keine Verbindung. Ich hab meinen Wehrdienst bei den GT in Vacha abgeleistet.


MfG


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
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