#1

West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 02:44
von Schlutup | 4.108 Beiträge

West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#2

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 10:05
von Sperrbrecher | 1.661 Beiträge

Irgendwie bewegte sich die Liebe dieser westdeutschen Kommunisten zum Kommunismus doch in recht engen Grenzen, denn keiner von denen wollte unter der Fuchtel eines kommunistischen Staates dauerhaft leben, wenn es ihnen mit ihrer Überzeugung wirklich ernst gewesen wäre, hätten sie logischerweise alle in die DDR übersiedeln müssen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#3

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 10:37
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

[quote=Sperrbrecher|p463523]Irgendwie bewegte sich die Liebe dieser westdeutschen Kommunisten zum Kommunismus doch in recht engen Grenzen, denn keiner von denen wollte unter der Fuchtel eines kommunistischen Staates dauerhaft leben, wenn es ihnen mit ihrer Überzeugung wirklich ernst gewesen wäre, hätten sie logischerweise alle in die DDR übersiedeln müssen.[/quote]

Grün: Dein Denkansatz ist nicht richtig. Die Linken West damals, ob in der KPD oder später in der DKP, waren nicht darauf aus, sich in´s bequeme Nest zu setzen, sondern einschneidende politische Veränderungen in IHREN Staaten herbeizuführen. Auch der SED war sehr wenig daran gelegen, daß diese in die DDR übersiedelten, denn dann waren sie für gesellschaftliche Veränderungen in ihrem Sinne in der BRD verloren. Ebenso wurde an junge Linke appeliert, den Dienst in der BW nicht zu verweigern, sondern ihn zu leisten, um auch hier ideologische Arbeit, sofern das begrenzt möglich war, zu leisten. Das alles hat auch etwas mit linker Gesinnung, mit Idealismus zu tun, was für manch anderen schwer nachvollziehbar ist, der eigenen ideologischen Anschauung wegen persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen. Diese hier dargelegte Argumentation von mir habe ich mir nicht so ausgedacht, sondern diese hat sich ergeben aus zahlreichen Gesprächen mit meinem Vater und unseren Kasseler Bekannten, die aktive Gewerkschafter und gleichzeitig Mitglieder der DKP waren und uns häufig besuchten. Mein Vater lernte sie in den 50ern kennen, als es um eine Zusammenarbeit auf gewerkschaftlicher Grundlage mit Gewerkschaftern aus der BRD ging und er damals einige Male im Rahmen einer Zusammenarbeit drüben war.



Jobnomade, elster427, schulzi und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.04.2015 10:38 | nach oben springen

#4

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 11:11
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Privat

Es war eine erlebnis- und erfahrungsreiche Zeit mit den Jungkommunisten der DKP und den SDAJ-Mitgliedern, nicht nur an der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" am Bogensee. Die Lehrgangsteilnehmer der DKP und der SDAJ bildeten eine eigenständige Seminargruppe und gehörten zum Internationalen Lehrgang, der parallel zu den DDR-Lehrgängen lief.
Zu ehemaligen Führungskräften der SDAJ und dann späteren DKP-Funktionären, wie Rolf Priemer und Wolfgang Gehrke habe ich noch heute Kontakt. Wolfgang Gehrke ist für die Partei die Linke im Bundestag und seit 2007 Sprecher seiner Partei für Außenpolitik und internationale Zusammenarbeit sowie seit September 2009 Außenpolitischer Sprecher der Bundestags-Fraktion. Seit April 2011 ist er Leiter des Arbeitskreises Internationale Politik und Mitglied des Fraktionsvorstandes. U.a. ist er auch Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages.

Vierkrug


seaman, Jobnomade, elster427, Udo, eisenringtheo, schulzi, DoreHolm, Rothaut, Damals87 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.04.2015 11:12 | nach oben springen

#5

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 11:36
von Gert | 12.356 Beiträge

nun ich habe sie in den Jahren von 65 - 89 oft auf Wahlkämpfen gesehen. Sie hatten natürlich auch Straßenwahlkampf gemacht. Ich habe auch mit ihnen dsikutiert, aber das war zwecklos selbst wenn ich mich als Augenzeuge über 2 Jahrzehnte Realsozialismus outete. Das waren solche von ihrer kommunistischen Idee besessene, das sie davon durch keine noch so guten Argumente abzubringen waren. Selbst in der naziverseuchten Bundesrepublik der 60 er und 1. Hälfte 70 erJahre machten sie keinen Stich bei Wahlen, in den 80 ern versanken sie in die Bedeutungslosigkeit ( unter 1 %) eigentlich ein lächerlicher Sektiererverein, wenn sie nicht ständig von der DDR unterstützt worden wären. Das ging sogar in den Bereich Sabotage und bewaffneter Kampf, wo DKP Mitglieder von NVA Offizieren in diesen Techniken ausgebildet worden sind.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Jobnomade, eisenringtheo und Sperrbrecher haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#6

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 12:23
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Nun wurde in dem Bericht ja auch gesagt das Westdeutsche Jugendliche unter falschem Namen an der Jugenhochschule den Marxismus studiert haben. Warum das denn ? ,um sich nicht zum Hans Ewald zu machen wenn es Bekannte oder Kollegen erfahren ? Was war der Grund ?


nach oben springen

#7

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 13:12
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

Die DKP war eine lupenreine demokratische Partei und DKP-Aktivisten nur zur Sicherung des Weltfriedens in der DDR. *Ironie off*

ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

>>> SED warb DKP-Leute für Anschläge 19.05.2004 00:00 Uhr Von Frank Jansen

Berlin - Die Geschichte klingt abenteuerlich, selbst altgediente Sicherheitsexperten wollten sie zunächst nicht glauben. Die DKP hat in der alten Bundesrepublik eine Art Partisanentruppe unterhalten, die in der DDR trainiert wurde. Der paramilitärische Arm der linksextremen Partei sollte Anschläge in Westdeutschland verüben, zum Beispiel auf Kraftwerke. Schon Anfang 1990 enttarnten sich Mitglieder der „Militärorganisation“ (MO) der DKP, doch jetzt hat die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, neue Details verkündet. Aus Akten, die das MfS kurz vor dem Untergang der DDR schreddern ließ und die nun wieder zusammengesetzt sind, ergibt sich das Bild einer potenziell gefährlichen Terrortruppe.

In einer „Konzeption“ des eigens gegründeten DKP-Militärrats heißt es beispielsweise, die MO-Leute sollten „Spreng- und Brandmittel nachhaltig einsetzen“.

Die von der SED als „Gruppe Ralf Forster“ geführte MO wurde 1969 gegründet. Das Projekt ging auf eine Absprache zwischen SED-Chef Walter Ulbricht und Max Reimann zurück, der zentralen Gestalt der westdeutschen, moskauhörigen Kommunisten. Von 1974 bis Ende der achtziger Jahre trainierten Spezialisten der Nationalen Volksarmee die MO-Mitglieder nahe dem brandenburgischen Springsee. (....) <<<

http://www.tagesspiegel.de/politik/sed-w...ege/517494.html

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

>>> FAKT | Das Erste | 22.06.2009 | 21:45 Uhr

Die geheime Kampftruppe der DKP

Die Gruppe "Ralf Forster" war eine von der DDR finanzierte und ausgebildete paramilitärische Organisation, die im Ernstfall in der Bundesrepublik operieren sollte. Die rund 200 Mitglieder sollten Anschläge verüben, sabotieren und sogar Menschen töten. FAKT hat einen der damals ausgebildeten Kämpfer getroffen.

Genau 20 Jahre lang existierte die Gruppe "Ralf Forster", der paramilitärische Arm der Deutschen Kommunistischen Partei in der Bundesrepublik. Etwa 200 DKP-Mitglieder gehörten der geheimen Organisation an. Ihre Aufgabe war es, Sabotage-Akte auszuführen, Anschläge zu verüben und Menschen zu töten. Dafür wurden die Männer im Schießen, Sprengen, Tarnen und Täuschen ausgebildet - und zwar in der DDR. Das geht aus Akten der Staatssicherheit hervor, die nach der Wende zerkleinert und später in mühevoller Kleinarbeit wieder zusammengesetzt wurden.

(....) <<<

https://web.archive.org/web/200908010450...kt/6461904.html

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.04.2015 13:15 | nach oben springen

#8

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 14:09
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Oh, OH
Jetzt wird Alfred von dir Beweise sehen wollen und die hast du nicht. Also wird er Recht haben!!


nach oben springen

#9

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 14:17
von linamax | 2.021 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #8
Oh, OH
Jetzt wird Alfred von dir Beweise sehen wollen und die hast du nicht. Also wird er Recht haben!!

Thomas , begreif es doch endlich die Leute waren für Alfred die Guten .


nach oben springen

#10

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 14:33
von 94 | 10.792 Beiträge

Die BZ hatte damals einen schönen Artikel ... Patoffel-Partisanen. Na und wer sich halt kein BZ-Abo leisten will (so wie ich), na der liests halt im Archiv ...
http://web.archive.org/web/2014040713310...90,9037238.html

Nun wie auch immer, nur mit der Schule am Bogensee (welche ja hier das Thema sein sollt, odär?!) hat das ja nun recht wenig zu tun. Frage zum Thema: Gab es denn auch Liaisonen zwischen den Ausländern und Einheimischen? Ich meine es waren ja junge Leut ...

Na und Gert ... zwecklos wars doch nun vielleicht doch nicht. Denn bei Dir konnten's ja eh nix mehr reissen und so hast'se wenigstens davon abgehalten andere, mehr wankelmütigere Wähler zu beagitieren *breites_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Jobnomade, Gert und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#11

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 14:50
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #5
nun ich habe sie in den Jahren von 65 - 89 oft auf Wahlkämpfen gesehen. Sie hatten natürlich auch Straßenwahlkampf gemacht. Ich habe auch mit ihnen dsikutiert, aber das war zwecklos selbst wenn ich mich als Augenzeuge über 2 Jahrzehnte Realsozialismus outete. Das waren solche von ihrer kommunistischen Idee besessene, das sie davon durch keine noch so guten Argumente abzubringen waren.



Irgendwie ist das jetzt aber ein bisschen komisch: Genau genommen beschreibst Du Dich doch in dem zitierten Text selber - nur sozusagen anders herum.

Es ist schon ein Kreuz mit den Leuten, die guten Argumenten nicht zugänglich sind - vielleicht deshalb, weil sie die Argumente nicht so gut finden?

Gruss

icke



Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#12

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 16:03
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #10
Die BZ hatte damals einen schönen Artikel ... Patoffel-Partisanen. Na und wer sich halt kein BZ-Abo leisten will (so wie ich), na der liests halt im Archiv ...
http://web.archive.org/web/2014040713310...90,9037238.html

Nun wie auch immer, nur mit der Schule am Bogensee (welche ja hier das Thema sein sollt, odär?!) hat das ja nun recht wenig zu tun. Frage zum Thema: Gab es denn auch Liaisonen zwischen den Ausländern und Einheimischen? Ich meine es waren ja junge Leut ...

Na und Gert ... zwecklos wars doch nun vielleicht doch nicht. Denn bei Dir konnten's ja eh nix mehr reissen und so hast'se wenigstens davon abgehalten andere, mehr wankelmütigere Wähler zu beagitieren *breites_grins*


Die gab es nicht nur zwischen DDR-Lehrgangsteilnehmern - ich habe u.a. auch meine spätere Ehepartnerin und Mutter unserer Kinder an der Jugendhochschule kennen gelernt.
Es gab auch solche Bindungen und Verbindungen zwischen ausländischen Lehrgangsteilnehmern und den DDR-Studenten. Inwieweit sie dann von Dauer waren, vermag ich nicht zu sagen. Ich kenne zwei Verbindungen mit Chilenen, die noch heute Bestand haben, wie auch die Verbindung einer finnischen Dolmetscherin mit einem DDR-Bürger.
Mir sind bei den Chilenen, Sandinisten (Nicaragua), Indern, der PLO u.a. ausländischen Teilnehmern Beispiele bekannt, wo diese mit Decknamen zu ihrem eigenem Schutz an der JHS waren und nach Abschluß des Studiums über Umwege (meist skandinavische Länder) wieder in ihre Heimatländer zurück kehrten. Die Lehrgangsteilnehmer aus Dänemark, Norwegen und Finnland waren an der JHS auch unter ihren Klarnamen.

Bei den SDAJ-Mitgliedern war das, wimre auch der Fall und sie gehörten auch keiner "paramiltärischen Untergrundorganisation" an.
Ich kenne auch Schulen der SED, an denen DKP-Funktionäre mit Decknamen ihre m.- l. Qualifizierung absolvierten, wie auch ehemalige Gewerkschaftsfunktionäre aus der alten BRD. Sie sind heute zum großem Teil in der Partei die Linke noch politisch aktiv und gehörten auch zu den Aktivisten beim Zusammenschluß von WASG und PDS zur PdL. Zumindest kann ich dieses für die Gründung der PdL in Bayern bestätigen, die ich u.a. im fränkischem Raum aktiv begleitete.
Ich muß nur immer schmunzeln, wenn ich Wolfgang Gehrke noch von damals vor Augen habe und ihn heute sehen. Man ist wirklich "älter" geworden. Die Sturm- und Drangzeiten von damals wurden auch in ruhigere Fahrwasser geleitet.

Zumindest treffen sich Lehrer, Absolventen und ehemalige Beschäftgte der JHS zu ihren jährlichen Freundschaftstreffen, bei denen mittlerweile auch die ausländischen Lehrgangsteilnehmer zahlenmäßig sehr gut vertreten sind.

Vierkrug


94, Jobnomade, passport, Rothaut, Damals87 und Udo haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.04.2015 16:06 | nach oben springen

#13

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 16:36
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Die finnische Filmregisseurin und Schauspielerin Kirsi Marie Liimatainen studierte ebenfalls an der JHS und hat vor kurzer Zeit ihre Dokumentation zur Jugendhochschule fertig gestellt. U.a. hier zu sehen.
https://de-de.facebook.com/comrade.film
https://www.startnext.com/comrade/incent...des-films-49920
Nach dem Dokumentarfilm des Buchenwaldkindes Stefan Jerzy Zweig, ein weiteres Zeitdokument in der Geschichtsaufarbeitung der JHS, an der zahlreiche ehemaliger Lehrer, Absolventen und Beschäftigte der JHS am Bogensee mitwirken.
Der ehemalige Direktor der JHS "Wilhelm Pieck" und Freund, Prof. Dr. Klaus Böttcher, hat in seinem Buch "In der dritten Reihe", seine Eindrücke sehr nachhaltig wieder gegeben.



Vierkrug


Jobnomade und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#14

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 16:42
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #11


Irgendwie ist das jetzt aber ein bisschen komisch: Genau genommen beschreibst Du Dich doch in dem zitierten Text selber - nur sozusagen anders herum.

Es ist schon ein Kreuz mit den Leuten, die guten Argumenten nicht zugänglich sind - vielleicht deshalb, weil sie die Argumente nicht so gut finden?

Gruss

icke


@icke46
Du kennst mich doch überhaupt nicht, daher sage ich, das ist aber nur deine Meinung, selbstverständlich bin ich guten Argumenten zugänglich, aber nur wenn ich sie überzeugend finde. Über Kommunisten werde ich allerdings meine Meinung bis ans Lebensende nicht ändern. Im Übrigen habe ich die DKP Leute belächelt und gar nicht ernst genommen, denn sie stellten in der Gesellschaft, in der ich lebte null Gefahr dar. Das waren so Sektierer wie die Zeugen Jehovas, denen sage ich auch freundlich guten Tag und sie sollen mich in Ruhe lassen, da ihr Bier nicht meines ist


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#15

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 16:44
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #10
Die BZ hatte damals einen schönen Artikel ... Patoffel-Partisanen. Na und wer sich halt kein BZ-Abo leisten will (so wie ich), na der liests halt im Archiv ...
http://web.archive.org/web/2014040713310...90,9037238.html

Nun wie auch immer, nur mit der Schule am Bogensee (welche ja hier das Thema sein sollt, odär?!) hat das ja nun recht wenig zu tun. Frage zum Thema: Gab es denn auch Liaisonen zwischen den Ausländern und Einheimischen? Ich meine es waren ja junge Leut ...

Na und Gert ... zwecklos wars doch nun vielleicht doch nicht. Denn bei Dir konnten's ja eh nix mehr reissen und so hast'se wenigstens davon abgehalten andere, mehr wankelmütigere Wähler zu beagitieren *breites_grins*

rot mark. : 94er, ein mir sympathischer Gedanke


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#16

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 22:24
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Mal zu den letzten angesprochenen Themen, den vorgeblichen militanten Kreisen von KPD,DKP u.a. linken Gruppierungen: Unabhängig davon, ob es die so wie hier dargestellt gegeben hat oder nicht. Ich würde das als eine logische Schlußfolgerung halten, in einem Nachbarland, dessen führende Politiker zum großen Teil feindlich uns gegenüber eingestellt sind und von dem ich befürchten muß, überfallen zu werden, daß ich dort nicht nur diplomatisch, nicht nur nachrichtendienstlich, sondern auch militärisch Vorkehrungen schaffe, einen Überfall zu vereiteln oder zumindest zu erschweren. Das sind dann die sog. Schläfer. Ich habe hier bewußt nicht von DDR und BRD gesprochen, weil das alle Staaten betrifft, die beabsichtigen, woanders militärisch zu intervenieren oder befürchten, Opfer eines Aggression zu werden und das sind bzw. waren sowohl die USA als auch Russland, die BRD und die DDR, Israel und Anrainer und sicher noch weitere Staaten der Welt, vor allem aber Europas, Mittelamerikas, des nahen Ostens und Ostasiens. Ich sehe also absolut keinen Grund, hier mit dem Finger ausschließlich auf die SED und die durch sie unterstützten linken Kräfte in der BRD zu zeigen, was die da so Verwerfliches tun. Eine Auslandsaufklärung gehört ja auch zu den Selbstverständlichkeiten der Politik, sogar unter vermeintlichen Freunden (siehe USA - Europa), denen es ganz und gar nicht egal ist, in welche politische Richtung sich der "befreundete" Staat entwickelt.



andy und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#17

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 22:47
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #16
Mal zu den letzten angesprochenen Themen, den vorgeblichen militanten Kreisen von KPD,DKP u.a. linken Gruppierungen: Unabhängig davon, ob es die so wie hier dargestellt gegeben hat oder nicht. Ich würde das als eine logische Schlußfolgerung halten, in einem Nachbarland, dessen führende Politiker zum großen Teil feindlich uns gegenüber eingestellt sind und von dem ich befürchten muß, überfallen zu werden, daß ich dort nicht nur diplomatisch, nicht nur nachrichtendienstlich, sondern auch militärisch Vorkehrungen schaffe, einen Überfall zu vereiteln oder zumindest zu erschweren. Das sind dann die sog. Schläfer. Ich habe hier bewußt nicht von DDR und BRD gesprochen, weil das alle Staaten betrifft, die beabsichtigen, woanders militärisch zu intervenieren oder befürchten, Opfer eines Aggression zu werden und das sind bzw. waren sowohl die USA als auch Russland, die BRD und die DDR, Israel und Anrainer und sicher noch weitere Staaten der Welt, vor allem aber Europas, Mittelamerikas, des nahen Ostens und Ostasiens. Ich sehe also absolut keinen Grund, hier mit dem Finger ausschließlich auf die SED und die durch sie unterstützten linken Kräfte in der BRD zu zeigen, was die da so Verwerfliches tun. Eine Auslandsaufklärung gehört ja auch zu den Selbstverständlichkeiten der Politik, sogar unter vermeintlichen Freunden (siehe USA - Europa), denen es ganz und gar nicht egal ist, in welche politische Richtung sich der "befreundete" Staat entwickelt.

@DoreHolm
glaubst du immer noch an das Hirngespinst vom agressiven westdeutschen Imperialismus? Den hat es nie gegeben und wird es auch nicht geben.
Ich lebe nun 50 Jahr in dieser Republik und da habe ich noch nie einen Menschen getroffen, der einen Krieg gegen die DDR oder ein anderes Land führen wollte. Wenn die Bundesrepublik überhaupt allein oder mit den Amerikanern so etwas geplant hätte, wäre das immerhin beim Mauerbau 1961 ein Grund gewesen und auch plausibel. Was ist passiert ? nichts. Danach gabe es bis 89 keinerlei Gründe so etwas in Erwägung zu ziehen. Die Menschen und Politiker in der Bundesrepublik waren nicht so dumm wie sie die Propagandamaschine der SED darstellen wollte. Sie hätten eine Menge zu verlieren und ökonomisch nichts zu gewinnen gehabt, wie man nach Öffnung der Mauer und den entsprechenden Nachwirkungen gesehen hat.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#18

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 13.04.2015 23:26
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #16
Mal zu den letzten angesprochenen Themen, den vorgeblichen militanten Kreisen von KPD,DKP u.a. linken Gruppierungen: Unabhängig davon, ob es die so wie hier dargestellt gegeben hat oder nicht. Ich würde das als eine logische Schlußfolgerung halten, in einem Nachbarland, dessen führende Politiker zum großen Teil feindlich uns gegenüber eingestellt sind und von dem ich befürchten muß, überfallen zu werden, daß ich dort nicht nur diplomatisch, nicht nur nachrichtendienstlich, sondern auch militärisch Vorkehrungen schaffe, einen Überfall zu vereiteln oder zumindest zu erschweren......


Hallo DoreHolm,

danke für deinen Beitrag. Dazu nur eine Anmerkungen meinerseits. >>>zum großen Teil feindlich uns gegenüber eingestellt <<<
Wer soll >>uns<< sein? Mit >>uns<< kannst du sicher nicht die Bewohner der DDR meinen.
Niemand aus dem Westen war den unterdrückten Völkern Osteuropas, und diese Völker waren unterdrückt, feindlich gegenüber gestellt.
Die Führungsriege der SED hatte zu keiner Zeit eine demokratische Legitimation die Staatsgewalt auszuüben.
Demokratische Wahlen scheuen die Kaderlinken wie der Teufel das Weihwasser.

Ich war als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr, wir hatten dort keine Angriffskriege geübt und das wäre auch mit dieser Truppe nicht
möglich gewesen.
Ich bin sicher, die Warschauer Pakt Staaten hätten die Bundesrepublik innerhalb von einer Woche überrannt, konventionell war der Westen hoffnungslos unterlegen gewesen. Man hätte nur am Wochenende angreifen müssen, da waren wir alle zuhause und die Kasernen leer.

Israel wurde übrigens in der Geschichte mehrfach von den Nachbarstaaten angegriffen und nicht umgekehrt. Aber das können wir gerne in einem anderen Thread ausdiskutieren.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.04.2015 23:31 | nach oben springen

#19

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 01:15
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #18


Ich war als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr, wir hatten dort keine Angriffskriege geübt und das wäre auch mit dieser Truppe nicht gewesen.
Ich bin sicher, die Warschauer Pakt Staaten hätten die Bundesrepublik innerhalb von einer Woche überrannt, konventionell war der Westen hoffnungslos unterlegen gewesen. Man hätte nur am Wochenende angreifen müssen, da waren wir alle zuhause und die Kasernen leer.



Irgendwie hat sich dieses Forum irgendwie von selbst erledigt wenn man die Beiträge der letzten Tage hier verfolgt.Wir reden und diskutieren hier mitunter nur noch über ein Phantom:
Der Kalte Krieg!
Den gab es in der Realität wohl garnicht.
Geisterarmeen und staatliche Institutionen Ost wie West waren nur Makulatur und simple Beschäftigungstheorie.Lebten wir in Mittelerde damit es die heutigen Zeitgenossen erfassen können?
Ein Wehrpflichtiger der BW weiß genau über die Pläne seiner obersten Heeresführung bescheid und unterstellt dem hochaggressiven Osten zu blöd zu sein den vorgeblich so konventionell hoffnungslos unterlegenen Westen in einer Woche zu überrollen.....
Hatten die Truppen des Ostens am WE keine Zeit?Welches Militär mit aggressiven Absichten lässt sich diese Chance entgehen?
Dann gibt es noch Aussagen zur damaligen Grenzabfertigung, die auf westlicher Seite ein ledigliches Durchwinken von DDR-Bürgern durch Zoll/BRD und BGS hier verankern will.Natürlich ohne Grenzmeldenetz und geheimdienstlicher Anbindung(BND)...
Anfragen zwecklos.Wer so wenig über die Arbeitsmethoden seines Arbeitgebers weiß,muss sich auch nicht wundern,wenn er nicht in irgendwelchen Akten der Gegenseite(Stasi z.b.) erfasst ist,weil unbedeutend.

seaman


vs1400, Alfred, DoreHolm, eisenringtheo, der 39. und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.04.2015 01:58 | nach oben springen

#20

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 06:18
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #19
Zitat von Grenzläufer im Beitrag #18


Ich war als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr, wir hatten dort keine Angriffskriege geübt und das wäre auch mit dieser Truppe nicht gewesen.
Ich bin sicher, die Warschauer Pakt Staaten hätten die Bundesrepublik innerhalb von einer Woche überrannt, konventionell war der Westen hoffnungslos unterlegen gewesen. Man hätte nur am Wochenende angreifen müssen, da waren wir alle zuhause und die Kasernen leer.



Ein Wehrpflichtiger der BW weiß genau über die Pläne seiner obersten Heeresführung bescheid und unterstellt dem hochaggressiven Osten zu blöd zu sein den vorgeblich so konventionell hoffnungslos unterlegenen Westen in einer Woche zu überrollen.....
Hatten die Truppen des Ostens am WE keine Zeit?Welches Militär mit aggressiven Absichten lässt sich diese Chance entgehen?




Habe ich das so formuliert? Wo steht "hochaggressiver Osten"? Aber deine Behauptung liest sich besser, wenn man "hochaggressiv"
noch dazu fügt oder?

>>>Hatten die Truppen des Ostens am WE keine Zeit?Welches Militär mit aggressiven Absichten lässt sich diese Chance entgehen?<<<
Warum überliest du das Wort "konventionell". Du solltest doch sicher etwas von atomarer Abschreckung gehört haben, die
Nato Nuklearstrategie gegenüber dem Warschauer Pakt, flexible response.

http://de.wikipedia.org/wiki/Flexible_Response



Dass du den Rest meines Beitrages nicht kommentiert hast und dir nur diesen Teil herausgepflückt hast, überrascht nicht.

Aber ich möchte dieses Thema nicht zerschießen.....



weiter über die Kaderschulungen der West-Kommunisten am Bogensee, die bestimmt auch zur Erhaltung des Weltfriedens beigetragen haben.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
23 Mitglieder und 73 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 3268 Gäste und 172 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558523 Beiträge.

Heute waren 172 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen