#21

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 09:02
von damals wars | 12.213 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #5
nun ich habe sie in den Jahren von 65 - 89 oft auf Wahlkämpfen gesehen.



Zitat:Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) ist eine 1968 in der Bundesrepublik gegründete kommunistische Partei.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kommunistische_Partei


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 14.04.2015 09:04 | nach oben springen

#22

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 09:03
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #19
Zitat von Grenzläufer im Beitrag #18


Ich war als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr, wir hatten dort keine Angriffskriege geübt und das wäre auch mit dieser Truppe nicht gewesen.
Ich bin sicher, die Warschauer Pakt Staaten hätten die Bundesrepublik innerhalb von einer Woche überrannt, konventionell war der Westen hoffnungslos unterlegen gewesen. Man hätte nur am Wochenende angreifen müssen, da waren wir alle zuhause und die Kasernen leer.



Irgendwie hat sich dieses Forum irgendwie von selbst erledigt wenn man die Beiträge der letzten Tage hier verfolgt.Wir reden und diskutieren hier mitunter nur noch über ein Phantom:
Der Kalte Krieg!
Den gab es in der Realität wohl garnicht.
Geisterarmeen und staatliche Institutionen Ost wie West waren nur Makulatur und simple Beschäftigungstheorie.Lebten wir in Mittelerde damit es die heutigen Zeitgenossen erfassen können?
Ein Wehrpflichtiger der BW weiß genau über die Pläne seiner obersten Heeresführung bescheid und unterstellt dem hochaggressiven Osten zu blöd zu sein den vorgeblich so konventionell hoffnungslos unterlegenen Westen in einer Woche zu überrollen.....
Hatten die Truppen des Ostens am WE keine Zeit?Welches Militär mit aggressiven Absichten lässt sich diese Chance entgehen?
Dann gibt es noch Aussagen zur damaligen Grenzabfertigung, die auf westlicher Seite ein ledigliches Durchwinken von DDR-Bürgern durch Zoll/BRD und BGS hier verankern will.Natürlich ohne Grenzmeldenetz und geheimdienstlicher Anbindung(BND)...
Anfragen zwecklos.Wer so wenig über die Arbeitsmethoden seines Arbeitgebers weiß,muss sich auch nicht wundern,wenn er nicht in irgendwelchen Akten der Gegenseite(Stasi z.b.) erfasst ist,weil unbedeutend.

seaman













@seaman dies ist ja auch kein Generalsforum, deswegen kann hier nicht so viel Wissen sein, wie du anmahnst. Für mich wichtig ist, dass das Gesülze der SED über die angebliche Agressivität und den Revanchismus in der Bundesrepublik vor 89 als das dargestellt wird, was es war, nämlich Lügenpropaganda. Zum Glück gab es das atomare Schild, was jede Seite davon abhielt an der ziemlich sicheren Selbstvernichtung zu arbeiten. Das hat uns letztlich den Frieden bewahrt, wenn auch der Weg dorthin moralisch fragwürdig ist.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#23

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 09:05
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #21
Zitat von Gert im Beitrag #5
nun ich habe sie in den Jahren von 65 - 89 oft auf Wahlkämpfen gesehen. diesen Techniken ausgebildet worden sind.



Zitat:Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) ist eine 1968 in der Bundesrepublik gegründete kommunistische Partei.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kommunistische_Partei

na und, die gab es vorher schon als KPD, wenn auch in der Illegalität


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#24

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 09:43
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Diese Schulungen waren Bestandteil der Westarbeit der SED, wie auch die geheime finanzielle Unterstützung der DKP, der Unterhalt der MO der DKP (Gruppe Forster), die Steuerung der parteipolitischen Arbeit von DKP, SEW etc. und auch der Betrieb eines Rundfunksenders im Auftrag der ill. KPD (Objekt „Valentin“: 1956-1971 „Deutscher Freiheitssender 904 (DFS 904)“ Bestensee (Kreis Königs Wusterhausen) getarnt als „GST-Zentrale Materialverwaltung") Die Sendeanlagen befanden sich in Burg (OT Brehm) bei Magdeburg. Die Westarbeit wurde vom MfS abgesichert (HA II/19, Referate 1 - 5) und trug selbst auch konspirativen Charakter (z.B. Verwendung Decknamen für Personen und Objekte).

Die Sektoren „Betreuung“ und „Quartiere und Versorgung“ der Abteilung Verkehr des ZK der SED (Abteilung 72) unterhielten im Bhf. Friedrichstraße für die Schulungsreisen von DKP/SEW-Funktionären das „Reisebüro Berlin“ und eine Reihe von Gästehäusern und Quartieren (Komplex „Projekt“ mit 9 Gästehäusern, 20 Wohnungen, 4 Hotelzimmern, 12 Ferienheimen).

Vor der Gründung der DKP fanden im Objekt „Oderberg“ Veranstaltungen des PV der KPD statt. Die Gruppe „Ralf Forster“ (Militärrat der DKP, ca. 200 Mitglieder, Leiter Harry Schmitt, Mitglied des DKP-PV) hatte ihren Sitz in der R. Tagore Str. in Berlin-Grünau. Ausgebildet wurde sie am Springsee (südöstlich des TÜP Storkow (Chemischer Dienst der NVA)).

In Ostberlin fanden in konspirativen Wohnungen der HA II/19 Treffs zwischen der Westabteilung der SED und Mitgliedern des SEW-PV statt

Gruß Kalubke



Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.04.2015 18:00 | nach oben springen

#25

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 09:43
von Grenzläufer | 1.783 Beiträge

Strikte Abgrenzung gegenüber linken und rechten Extremisten, das ist so in einer streitbaren wehrhaften Demokratie.
http://de.wikipedia.org/wiki/Streitbare_Demokratie

Die KPD wurde 1956 verboten wie schon 1952 auch die SRP. Und das ist auch gut so.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Reichspartei

Und falls jemand aus dem SED-Fanclub in dieser Hinsicht über etwas zu wenig politischem Hintergrundwissen verfügt,
man kann gerne den Wehrpflichtigen über pn anschreiben.


zuletzt bearbeitet 14.04.2015 09:48 | nach oben springen

#26

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 10:47
von Sperrbrecher | 1.663 Beiträge

Ende der 50er Jahre hatten wir mal eine Gruppe westdeutscher Kommunisten im Betrieb,
die in der Diskussion die DDR und die herrschenden Zustände "über den grünen Klee" lobten
und die Bundesrepublik verteufelten.

Meine Frage weshalb sie nicht in die DDR übersiedeln blieb unbeantwortet.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#27

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 10:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #18
...
Israel wurde übrigens in der Geschichte mehrfach von den Nachbarstaaten angegriffen und nicht umgekehrt. Aber das können wir gerne in einem anderen Thread ausdiskutieren.
Yau, auch Nazi-Deutschland hatte nie einem andern Land den Krieg erklärt, aber was hat das jetzt mit der Jugendhochschule am Bogensee zu schaffen?!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 11:47
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #24

(...)
Die Gruppe „Ralf Forster“ (Militärrat der DKP, ca. 200 Mitglieder, Leiter Harry Schmitt, Mitglied des DKP-PV) hatte ihren Sitz in der R. Tagore Str. in Berlin-Grünau.
(...)
Gruß Kalubke


Erstaunlich - ausgerechnet in der Nachbarschaft des Schriftstellers Stefan Heym, der ja bis zu seinem Tod in der Rabindranath-Tagore-Straße in Berlin gelebt hat.

Irgendwie ist das doch gegen jede Konspiration, bei dem Verkehr an Westjournalisten, der in der Straße geherrscht hat. Oder auch vielleicht gerade im Gegenteil - ich bin ja nicht im Geheimdienstfach.

Gruss

icke



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#29

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 15:22
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #28
Zitat von Kalubke im Beitrag #24

(...)
Die Gruppe „Ralf Forster“ (Militärrat der DKP, ca. 200 Mitglieder, Leiter Harry Schmitt, Mitglied des DKP-PV) hatte ihren Sitz in der R. Tagore Str. in Berlin-Grünau.
(...)
Gruß Kalubke


Erstaunlich - ausgerechnet in der Nachbarschaft des Schriftstellers Stefan Heym, der ja bis zu seinem Tod in der Rabindranath-Tagore-Straße in Berlin gelebt hat.

Irgendwie ist das doch gegen jede Konspiration, bei dem Verkehr an Westjournalisten, der in der Straße geherrscht hat. Oder auch vielleicht gerade im Gegenteil - ich bin ja nicht im Geheimdienstfach.

Gruss

icke




Wenn man heimliche Dinge in aller Öffentlichkeit macht, fallen diese am wenigsten auf. Sich dagegen als "Hobby-Verschwörer" in dunklen Ecken herumzudrücken macht doch erst recht verdächtig.



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 15:38
von damals wars | 12.213 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #27
Zitat von Grenzläufer im Beitrag #18
...
Israel wurde übrigens in der Geschichte mehrfach von den Nachbarstaaten angegriffen und nicht umgekehrt. Aber das können wir gerne in einem anderen Thread ausdiskutieren.
Yau, auch Nazi-Deutschland hatte nie einem andern Land den Krieg erklärt, aber was hat das jetzt mit der Jugendhochschule am Bogensee zu schaffen?!



Deutschland war mit seinen Kriegserklärungen nur immer etwas spät dran, auch der diplomatische Dienst ist ne Behörde.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46273129.html


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#31

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 16:14
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #22
Zitat von seaman im Beitrag #19
Zitat von Grenzläufer im Beitrag #18


Ich war als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr, wir hatten dort keine Angriffskriege geübt und das wäre auch mit dieser Truppe nicht gewesen.
Ich bin sicher, die Warschauer Pakt Staaten hätten die Bundesrepublik innerhalb von einer Woche überrannt, konventionell war der Westen hoffnungslos unterlegen gewesen. Man hätte nur am Wochenende angreifen müssen, da waren wir alle zuhause und die Kasernen leer.



Irgendwie hat sich dieses Forum irgendwie von selbst erledigt wenn man die Beiträge der letzten Tage hier verfolgt.Wir reden und diskutieren hier mitunter nur noch über ein Phantom:
Der Kalte Krieg!
Den gab es in der Realität wohl garnicht.
Geisterarmeen und staatliche Institutionen Ost wie West waren nur Makulatur und simple Beschäftigungstheorie.Lebten wir in Mittelerde damit es die heutigen Zeitgenossen erfassen können?
Ein Wehrpflichtiger der BW weiß genau über die Pläne seiner obersten Heeresführung bescheid und unterstellt dem hochaggressiven Osten zu blöd zu sein den vorgeblich so konventionell hoffnungslos unterlegenen Westen in einer Woche zu überrollen.....
Hatten die Truppen des Ostens am WE keine Zeit?Welches Militär mit aggressiven Absichten lässt sich diese Chance entgehen?
Dann gibt es noch Aussagen zur damaligen Grenzabfertigung, die auf westlicher Seite ein ledigliches Durchwinken von DDR-Bürgern durch Zoll/BRD und BGS hier verankern will.Natürlich ohne Grenzmeldenetz und geheimdienstlicher Anbindung(BND)...
Anfragen zwecklos.Wer so wenig über die Arbeitsmethoden seines Arbeitgebers weiß,muss sich auch nicht wundern,wenn er nicht in irgendwelchen Akten der Gegenseite(Stasi z.b.) erfasst ist,weil unbedeutend.

seaman













@seaman dies ist ja auch kein Generalsforum, deswegen kann hier nicht so viel Wissen sein, wie du anmahnst. Für mich wichtig ist, dass das Gesülze der SED über die angebliche Agressivität und den Revanchismus in der Bundesrepublik vor 89 als das dargestellt wird, was es war, nämlich Lügenpropaganda. Zum Glück gab es das atomare Schild, was jede Seite davon abhielt an der ziemlich sicheren Selbstvernichtung zu arbeiten. Das hat uns letztlich den Frieden bewahrt, wenn auch der Weg dorthin moralisch fragwürdig ist.


Rot: Siehst Du, Gert, gerade deshalb schrieb ich auch daß ich "bewust auf BRD und DDR verzichtet habe, weil das alles Staaten betrifft". Aber von wegen, die BW hatte nie aggressive Absichten. Das las sich aber in Dokumenten und und hörte sich in Statements führender Politiker ganz anders an ("für mich ist der zweit Weltkrieg noch nicht zu Ende" u.s.w.). Oder die DDR im Rahmen einer "Polizeiaktion aufrollen, denn es wäre ja nach Lesart der BRD-Regierung eine innerdeutsche Angelegenheit, in die sich gefälligst keiner einzumischen habe. Oder die US-Regierung in den 50ern: 6 A-Bomben auf wichtige Städte Russlands. Wird heute nicht gern gehört. Oder war das alles nur kommunistischer Propaganda entsprungen ? Wenn es dem gemeinen Bundesbürger nicht so vorkam, ist das was anderes. Ich unterscheide ja auch zwischen der Bevölkerung eines Landes und der Politik derer Regierung. Da gibt es oft einen riesen Unterschied.



der 39. und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 19:49
von Harzwanderer | 2.942 Beiträge

Bei uns in West-Berlin gab es übrigens noch die "Sozialistische Einheitspartei Westberlin" (SEW) mit dem eigenen Zentralorgan "Die Wahrheit". Die waren nach der Wende sofort weg. Vermutlich auch direkt vom Osten finanziert und dort geschult. Es gab sogar eine eigene "Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft Westberlin".
Es gab bei uns noch so manches andere, sogar eine FDJ:
http://www.ddr-abzeichen.info/abzeichen-...-pioniere.shtml



Hier noch weitere Infos:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/litera...in/1610366.html


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.04.2015 19:57 | nach oben springen

#33

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 21:04
von Zkom IV | 323 Beiträge

Haben diese Genossen eigentlich auch einen Zwangsumtausch entrichten müssen ?

Bei einem einjährigen Schulungsaufenthalt wäre das ja ganz schön teuer geworden.

Wie wurde da verfahren ?

Gruß Frank



Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 21:10
von Harzwanderer | 2.942 Beiträge

Hat doch der eine im Film berichtet: Einfach nach Friedrichstraße gehen, ohne Visum/Passierschein etc. und an der Grenze sagen "ich bin avisiert". Kein Umtausch, keine Nerverei. Hätte man mal den magischen Satz gekannt...Allerdings zahlte man ja einen anderen Preis: Bogensee-Schulung bis zum Abwinken.


zuletzt bearbeitet 14.04.2015 21:11 | nach oben springen

#35

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 21:15
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Was wird denn nun eigentlich aus der" Bude",soviel ich weiss war die Europaweit zum Verkauf ausgeschrieben.


zuletzt bearbeitet 14.04.2015 21:17 | nach oben springen

#36

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 21:19
von Harzwanderer | 2.942 Beiträge

M.E. wurde die Schule nach der Wende nochmal frisch renoviert. Bei Goebbels gegenüber konnte man da auch noch Kaffee trinken. Es wäre wirklich ein erhaltenswertes Areal. Man könnte auch ein Wandlitz-Museum oder so reinmachen. Gehört es jetzt dem Land, dem Bund oder anderen?


zuletzt bearbeitet 14.04.2015 21:20 | nach oben springen

#37

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 21:32
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Gehört es jetzt dem Land, dem Bund oder anderen?

Es existiert ja seit einiger Zeit ein Förderkreiss,die Mitglieder konnte man auch bis vor kurzem noch Lesen,war wohl doch nicht so Klug die ganzen Namen (unter anderem auch Margot Honecker dabei ) zu veröffentlichen.
Aber ich glaube nicht das die Jungs die Kohle aufbringen können,und margot hat ja auch nur eine "Kleine Rente" 1500.- Euro wie sie sagt.


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#38

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 21:37
von Harzwanderer | 2.942 Beiträge

Ist das vielleicht Parteivermögen der Linkspartei?


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#39

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 23:03
von Grenzläufer | 1.783 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #24
Diese Schulungen waren Bestandteil der Westarbeit der SED, wie auch die geheime finanzielle Unterstützung der DKP, der Unterhalt der MO der DKP (Gruppe Forster), die Steuerung der parteipolitischen Arbeit von DKP, SEW etc. und auch der Betrieb eines Rundfunksenders im Auftrag der ill. KPD (Objekt „Valentin“: 1956-1971 „Deutscher Freiheitssender 904 (DFS 904)“ Bestensee (Kreis Königs Wusterhausen) getarnt als „GST-Zentrale Materialverwaltung") Die Sendeanlagen befanden sich in Burg (OT Brehm) bei Magdeburg. Die Westarbeit wurde vom MfS abgesichert (HA II/19, Referate 1 - 5) und trug selbst auch konspirativen Charakter (z.B. Verwendung Decknamen für Personen und Objekte).

Die Sektoren „Betreuung“ und „Quartiere und Versorgung“ der Abteilung Verkehr des ZK der SED (Abteilung 72) unterhielten im Bhf. Friedrichstraße für die Schulungsreisen von DKP/SEW-Funktionären das „Reisebüro Berlin“ und eine Reihe von Gästehäusern und Quartieren (Komplex „Projekt“ mit 9 Gästehäusern, 20 Wohnungen, 4 Hotelzimmern, 12 Ferienheimen).

Vor der Gründung der DKP fanden im Objekt „Oderberg“ Veranstaltungen des PV der KPD statt. Die Gruppe „Ralf Forster“ (Militärrat der DKP, ca. 200 Mitglieder, Leiter Harry Schmitt, Mitglied des DKP-PV) hatte ihren Sitz in der R. Tagore Str. in Berlin-Grünau. Ausgebildet wurde sie am Springsee (südöstlich des TÜP Storkow (Chemischer Dienst der NVA)).

In Ostberlin fanden in konspirativen Wohnungen der HA II/19 Treffs zwischen der Westabteilung der SED und Mitgliedern des SEW-PV statt

Gruß Kalubke




Hallo Kalubke,
aus welcher Quelle stammen diese Informationen?


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#40

RE: West-Kommunisten zur einjährigen Kaderschulung an die Jugendhochschule Wilhelm Pieck

in Leben in der DDR 14.04.2015 23:17
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Wilhelm Mensing:
SED-Hilfe für West-Genossen.
Die Arbeit der Abteilung Verkehr beim Zentralkomitee der SED im Spiegel der Überlieferung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (1946–1976). Hg. BStU. Berlin 2010.

Olav Teichert:
Die Sozialistische Einheitspartei Westberlins
Untersuchung der Steuerung der SEW durch die SED
2011 Kassel university press GmbH
www.upress.uni-kassel.de


Gruß Kalubke



Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.04.2015 23:25 | nach oben springen



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