#81

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 07.04.2015 01:42
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von EK 70 im Beitrag #56
Zitat von Pit 59 im Beitrag #53
Ausland (wenn nicht über Jugendtourist) war etwas teuerer, es sei denn man konnte bei Bekannten wohnen. Man konnte auch über das staatliche Reisebüro Auslandsreisen kaufen, obwohl diese teuer war, standen die Leute am ersten Angebotstag über nacht Schlange. Das geld war nicht knapp und in der DDR gab es etwas für jeden Geldbeutel.

eigentlich hätten wir doch alles so lassen können wie es war.



Gab es in der DDR auch Ausladsreisen über GENEX ??


Nix bekannt, aber es soll Reisen gegeben haben vermittelt durch die SMAD
Micha


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#82

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 07.04.2015 08:34
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Danke für den schönen, ausführlichen Eingangsbeitrag, liebe @Thüringerin ...
Man fühlt sich irgendwie in die DDR zurückversetzt, gedanklich - die alten Bilder kommen hoch.

Nun - ich habe nicht viel FDGB-ge-urlaubt - kann daher nicht viel dazu beitragen.
Die Plätze waren oft knapp, Familien mit Kindern hatten Vorrang und meine Familie war 1984 keine mehr, als meine Kinder noch klein waren.
Als "Alleinstehender" stand ich dann eben hinten an bei der Vergabe von FDGB-Plätzen und meine Urlaube verbrachte ich meist im sozialistischen Ausland, im Camping - in der Hohen Tatra war ich zB. sehr oft.

Gruss Hartmut
An die anderen, meisten hier mitdiskutierenden:
Ihr schafft es bis auf wenige Ausnahmen, selbst dieses schöne, friedliche Thema zu zerschiessen - ich glaub es manchmal kaum.
Aber .... ach, ich höre auf, wegen der Forenregeln.
Sucht euch eine Kategorie aus
http://atomaffe.de/blog/index.php/2015/0...on-des-grauens/


u3644_Jobnomade.html
seaman, GKUS64, DoreHolm und Thüringerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#83

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 07.04.2015 09:31
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #78
Zitat von ek40 im Beitrag #74
Zitat von turtle im Beitrag #62
[quote=EK 70|

Gab es in der DDR auch Auslandsreisen über GENEX ??


Ja ich konnte einen sogenannten Begünstigten über Genex eine Reise z.B. Bulgarien oder Rumänien schenken.
Das war kein Problem. So konnte man sich da treffen. Allerdings waren DDR Bürger in einem anderen Hotel untergebracht.
Jedenfalls kenne ich es so.


Hallo @turtle / Peter,(siehe rot),dass war nicht immer so.
Aus eigenem Erleben kann ich berichten,dass dies vielleicht so geplant war, aber aus irgendwelchen Gründen nicht immer klappte.
So waren wir z.B. bei 3 von 4 JT-Reisen in einem Hotel mit dem "Klassenfeind" untergebracht,soll heissen,Westdeutsche und andere westliche Urlauber befanden sich mit uns im gleichen Hotel.
Dies betraf 2 x Reisen in die SU und 1 x Bulgarien.
Es waren sogenannte Kombi-Reisen,z.B. Sotschi/Jerewan,oder Rilagebirge/Albena.
Für die Reisleiter bedeutete das immer Stress,denn es wurde darauf gepocht,dass wir keinen Kontakt mit dem "Klassenfeind" aufnehmen.
An diese Order hielten sich nur wenige.
Wir lernten so manchen "Klassenfeind" kennen und hatten eine gute Zeit mit ihnen in den Ferien.

Gruß ek40




EK 40--das kannte ich aus meiner ersten Reise in die SU auch so. In Moskau und Leningrad heute Sankt Petersburg waren im Hotel auch andere Reisegruppen aus anderen Staaten untergebracht. Da hat man kein Hotel extra geräumt,nur weil dort Leute aus der DDR mit einquatiert wurden.



Ich schrieb nur das ich es so kenne das DDR Bürger und Westdeutsche in Bulgarien in getrennten Hotels untergebracht waren. Es war keine Behauptung. Allerdings wurde von Bulgarien auch versucht zu flüchten. Daher kann es schon etwas anderes gewesen sein als in Moskau. Mir ist noch im Bewusstsein das wir als Bundesbürger bevorzugt behandelt wurden. Die Kellner hatten einen Blick wer aus der DDR oder BRD war. Es gab auch Bars da konnte man nur mit Devisen rein. Sozusagen der Klassenfeind Bürger 1.Klasse und der Klassenbruder 2.Klasse. Ohne etwas behaupten zu wollen ,da man es mal salopp gesagt eine deutsch-deutsche Verbrüderung in Bulgarien nicht gern sah ,wird man DDR Bürger wenn es sich vermeiden ließ nicht im gleichem Hotel untergebracht haben. Ob die Hotel Kategorie eine Rolle spielte ? Jedenfalls in dem Hotel in dem ich war ,war kein DDR Bürger unter gebracht. Interessant dazu auch folgendes:http://www.herbst89.info/index.php/inhal...onne-garantiert


Da hat man kein Hotel extra geräumt,nur weil dort Leute aus der DDR mit einquatiert wurden.[/quote]



Diesen Satz verstehe ich im Zusammenhang mit meinen Zeilen nicht .


zuletzt bearbeitet 07.04.2015 09:43 | nach oben springen

#84

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 07.04.2015 09:41
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #83



Ich schrieb nur das ich es so kenne das DDR Bürger und Westdeutsche in Bulgarien in getrennten Hotels untergebracht waren. Es war keine Behauptung. Allerdings wurde von Bulgarien auch versucht zu flüchten. Daher kann es schon etwas anderes gewesen sein als in Moskau. Mir ist noch im Bewusstsein das wir als Bundesbürger bevorzugt behandelt wurden. Die Kellner hatten einen Blick wer aus der DDR oder BRD war. Es gab auch Bars da konnte man nur mit Devisen rein. Sozusagen der Klassenfeind Bürger 1.Klasse und der Klassenbruder 2.Klasse. Ohne etwas behaupten zu wollen ,da man es mal salopp gesagt eine deutsch-deutsche Verbrüderung in Bulgarien nicht gern sah ,wird man DDR Bürger wenn es sich vermeiden ließ nicht im gleichem Hotel untergebracht haben. Ob die Hotel Kategorie eine Rolle spielte ? Jedenfalls in dem Hotel in dem ich war ,war kein DDR Bürger unter gebracht. Interessant dazu auch folgendes:http://www.herbst89.info/index.php/inhal...onne-garantiert


Kann diese Aussagen bestätigen.
Selbst als Verwandter hatte man kaum die Möglichkeit beispielsweise mit Angehörigen Ost in einem Hotel unterzukommen.

seaman


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 07.04.2015 09:42
von Udo | 1.258 Beiträge

Ich hatte mich nie für einen FDGB-Platz beworben, da ja Familien bevorzugt versorgt wurden, und immer nur auf die zurück gegebenen Plätze (waren am FDGB-Haus ausgehängt) spekuliert. Bekam dann dadurch kurzfristig im Winter einen Platz in Oberwiesenthal für meine Freundin und mich. War ein wirklich herrlicher Urlaub.


zuletzt bearbeitet 07.04.2015 09:42 | nach oben springen

#86

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 07.04.2015 09:51
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #83
Zitat von Rostocker im Beitrag #78
Zitat von ek40 im Beitrag #74
Zitat von turtle im Beitrag #62
[quote=EK 70|

Gab es in der DDR auch Auslandsreisen über GENEX ??


Ja ich konnte einen sogenannten Begünstigten über Genex eine Reise z.B. Bulgarien oder Rumänien schenken.
Das war kein Problem. So konnte man sich da treffen. Allerdings waren DDR Bürger in einem anderen Hotel untergebracht.
Jedenfalls kenne ich es so.


Hallo @turtle / Peter,(siehe rot),dass war nicht immer so.
Aus eigenem Erleben kann ich berichten,dass dies vielleicht so geplant war, aber aus irgendwelchen Gründen nicht immer klappte.
So waren wir z.B. bei 3 von 4 JT-Reisen in einem Hotel mit dem "Klassenfeind" untergebracht,soll heissen,Westdeutsche und andere westliche Urlauber befanden sich mit uns im gleichen Hotel.
Dies betraf 2 x Reisen in die SU und 1 x Bulgarien.
Es waren sogenannte Kombi-Reisen,z.B. Sotschi/Jerewan,oder Rilagebirge/Albena.
Für die Reisleiter bedeutete das immer Stress,denn es wurde darauf gepocht,dass wir keinen Kontakt mit dem "Klassenfeind" aufnehmen.
An diese Order hielten sich nur wenige.
Wir lernten so manchen "Klassenfeind" kennen und hatten eine gute Zeit mit ihnen in den Ferien.

Gruß ek40




EK 40--das kannte ich aus meiner ersten Reise in die SU auch so. In Moskau und Leningrad heute Sankt Petersburg waren im Hotel auch andere Reisegruppen aus anderen Staaten untergebracht. Da hat man kein Hotel extra geräumt,nur weil dort Leute aus der DDR mit einquatiert wurden.



Ich schrieb nur das ich es so kenne das DDR Bürger und Westdeutsche in Bulgarien in getrennten Hotels untergebracht waren. Es war keine Behauptung. Allerdings wurde von Bulgarien auch versucht zu flüchten. Daher kann es schon etwas anderes gewesen sein als in Moskau. Mir ist noch im Bewusstsein das wir als Bundesbürger bevorzugt behandelt wurden. Die Kellner hatten einen Blick wer aus der DDR oder BRD war. Es gab auch Bars da konnte man nur mit Devisen rein. Sozusagen der Klassenfeind Bürger 1.Klasse und der Klassenbruder 2.Klasse. Ohne etwas behaupten zu wollen ,da man es mal salopp gesagt eine deutsch-deutsche Verbrüderung in Bulgarien nicht gern sah ,wird man DDR Bürger wenn es sich vermeiden ließ nicht im gleichem Hotel untergebracht haben. Ob die Hotel Kategorie eine Rolle spielte ? Jedenfalls in dem Hotel in dem ich war ,war kein DDR Bürger unter gebracht. Interessant dazu auch folgendes:http://www.herbst89.info/index.php/inhal...onne-garantiert


Da hat man kein Hotel extra geräumt,nur weil dort Leute aus der DDR mit einquatiert wurden.




Diesen Satz verstehe ich im Zusammenhang mit meinen Zeilen nicht .
[/quote]

Peter,das war mehr ironisch gemeint--wollte wie ich schon schrieb. eigentlich sagen--das in den Hotels auch andere Reisegruppen untergebracht waren


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#87

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 07.04.2015 11:14
von Vierkrug (gelöscht)
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Da jetzt die Schiene "Auslandsurlaube" in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt ist - ein kleiner Beitrag meinerseits, der nichts mit "Ostalgie" oder "Nostalgie" zu schaffen hat - lediglich damalige Realitäten wiedergibt.
Ich hatte bereits geschrieben, dass es mit Betrieben und Kombinaten in der CSSR, Polen und Ungarn, Vereinbarungen zum Urlauberaustausch gegeben hat. Dabei erinnere ich mich noch sehr gut an die Vereinbarung zwischen unserem Kombinat und den Ostslowakischen Eisenwerken in Košice. Die Vereinbarung zwischen beiden Großkombinaten wurde, wimre in unserem Schulungsobjekt im Spreewald abgeschlossen.
Die Ostslowakischen Eisenwerke besaßen unweit von Košice in Zlata Idka (siehe auch Link http://zlata-idka.oma.sk/turisticky-atlas)
ein wunderschönes betriebseigenes Ferienheim. Was keiner bedacht hatte, wie bekommen wir die Urlauber dorthin und es stand der erste Urlauberaustausch bevor. Nicht jeder Werktätige verfügte über einen eigenen PKW. Also entschlossen wir uns, die Fahrt dorthin für die Urlauber mit der Bahn zu organisieren und durchzuführen. Die Kosten wurden vom Kombinat getragen.
Nun war es bei uns üblich, dass bei so einer "Erstmaßnahme" auch immer die Verantwortung in die Hände des eigenen Führungs-und Leitungspersonals gelegt wurde, um weitere Rückschlüsse für die künftige Gestaltung dieses Urlauberaustausches zu ziehen und neue Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln. Kurzerhand wurde dann entschieden, dass ich diesen ersten Austausch nach Zlata Idka zu führen hatte. Als mein Stellvertreter wurde der stellv. Direktor Forschung/Entwicklung, Dr. Werner H. benannt.
Die Fahrt mit Bahn ging dann ab Dresden Hbf. durch wunderschöne Landschaften nach Košice. Vorab wurde der slowakischen Seite schon die Zusammensetzung der Urlaubergruppe mitgeteilt. Nach einer doch etwas anstrengenden Bahnreise dann der Empfang in Košice. Begrüßung durch die halbe Kombinatsleitung der Ostslowakischen Eisenwerke, wie auch zahlreicher Werktätiger. Wir haben uns alle etwas verdutzt angeschaut und es war uns auch etwas peinlich, denn wir wollten 14 erlebnisreiche Urlaubstage verbringen. Das war unser Wunsch, aber die folgende Realität sah dann etwas anders aus. Den Begrüßungsabend mit Austausch von Nettigkeiten haben wir noch wohlwollend angenommen. Aber dann erfolgte eine Splittung der Urlaubergruppe durch die Gastgeber. Dr. Werner H. und ich - wir hatten auch unsere Familienangehörigen dabei - wurden in den Folgetagen desöfteren von Zlata Idka abgeholt und zu Gesprächen in die Kombinatsleitung nach Košice gebracht. Dolmetscher benötigten wir nicht, da in der Regel Russisch bzw. Englisch miteinander gesprochen wurde - wenn es dann sprachlich eng wurde, agierte der Personaldirektor der Ostslowakischen Eisenwerke und spätere Bürgermeister von Košice (nach der poliischen Wende in der Slowakei) als Dolmetscher.
Nach einigen Tage bemerkte ich in einem der Gespräche, dass sowohl Dr. Werner H., wie auch ich, mit unseren Familienangehörigen auch nur Urlauber sind und keine offizielle Repräsentanz unseres Kombinates sind. Das hat die slowakischen Kollegen aber herzlich wenig interessiert, denn sie legten noch eine Schippe obenauf, was dann auch den anderen Urlaubern zugute kam, wie der Tagesausflug in die Hohe Tatra u.v.a.m..
Meine Frau hatte noch Verständnis, aber nicht die Gattin von Werner - sie sprach dann immer von einer "verdeckten Dienstreise" in Gestalt eines Urlaubes. So unrecht hatte sie ja auch nicht.
Es waren trotzdem schöne Tage in einer wunderbaren Landschaft bei guter Versorgung und das Wetter spielte auch mit. Auf der Rückreise schauten Werner und ich,uns immer wieder verdutzt an, wenn die anderen Urlauber von ihren Erlebnissen berichteten und schwärmten. Meine Tochter ist noch heute begeistert von diesen Urlaubstagen. Nur Werner und ich waren es nicht, denn wir sahen unsere Familienangehörigen tageweise nur zum gemeinsamen Frühstück bzw. Abendessen. Unseren Unmut bekämpften wir dann auf der Rückfahrt mit einer Flasche des guten slowakischen Borovička. So hatten wenigstens die anderen Urlauber einen erlebnisreichen Urlaub.
Als wir nach diesem Urlaub dann wieder unser Tagesgeschäft aufnahmen, sah uns der GD ganz erstaunt an und meinte, "ihr Beide seht ja richtig Urlaubsreif aus". Nach unserer Berichterstattung meinte er nur, "warum soll es euch anders ergehen, wie mir".
Quintessenz dieses Urlaubes war, dass meine Frau solche Urlaube künftig ablehnte. Doch Realität holte sie dann auf der Wolgaschiffsreise wieder ein.

Es war bei uns Usus, dass sich die Führungs-und Leitungskräfte selbst von den örtlichen Gegebenheiten in den betriebseigenen Ferienobjekten durch persönliche Urlaubsaufenthalte zu überzeugen hatten. Nicht nur die Seite der Unterbringung betrachtend, sondern auch das geistig-kulturelle Angebot und die Versorgung der Urlauber. So habe ich nacheinander auch die betriebseigenen Ferienobjekte aus eigenem Erleben kennen gelernt. Da gab es keinen Sonderstatus, wer war was. In Nienhagen ebenso im Reihenbungalow gewohnt, wie der Leitstandsmaschinist aus den Kraftwerken oder Brikettierer aus den Brikettfabriken mit seiner Familie.

Vierkrug


Udo, Jobnomade, DoreHolm, passport und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.04.2015 14:06 | nach oben springen

#88

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 18.04.2015 22:06
von Harra318 | 2.514 Beiträge

"Auslandsurlaube"

Schon den Ausdruck finde ich super!
Habe auch mal einen Beitrag dazu geschrieben, im Thema „Urlaub wo konnte man hin“.Die Reise führte nach Fonyod.
Die Vorbereitungen auf solchen "Auslandsurlaub" als DDR Bürger beschäftigte einen schon im November, wenn man im darauf folgenden Jahr, im August fahren wollte.
Unsere westdeutschen Landsleute hingegen, konnten sorglos das ganze Jahr über ihrer Arbeit nachgehen und haben sich kurz vor ihrem Urlaub(oder auch längerfristig), sich in einem Reisebüro beraten lassen.
Ihre größte Sorge im Gegensatz zu uns waren die Preise.
Was hätten wir nicht alles gegeben, oder bezahlt und mal nach………,… für 14 Tage fliegen zu können.


Thüringerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.04.2015 22:07 | nach oben springen

#89

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 19.04.2015 20:48
von Thüringerin | 62 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #88
"Auslandsurlaube"

Schon den Ausdruck finde ich super!
Habe auch mal einen Beitrag dazu geschrieben, im Thema „Urlaub wo konnte man hin“.Die Reise führte nach Fonyod.
Die Vorbereitungen auf solchen "Auslandsurlaub" als DDR Bürger beschäftigte einen schon im November, wenn man im darauf folgenden Jahr, im August fahren wollte.
Unsere westdeutschen Landsleute hingegen, konnten sorglos das ganze Jahr über ihrer Arbeit nachgehen und haben sich kurz vor ihrem Urlaub(oder auch längerfristig), sich in einem Reisebüro beraten lassen.
Ihre größte Sorge im Gegensatz zu uns waren die Preise.
Was hätten wir nicht alles gegeben, oder bezahlt und mal nach………,… für 14 Tage fliegen zu können.


Fonyod - ist das in Ungarn?
Da fällt mir ein, dass ich unbedingt mal über eine Jugendtouristreise nach Bulgarien erzählen sollte, da hatte ich auch einige lustige und verrückte Erlebnisse, die ich wohl nie vergessen werde ... Es war wie du sagtest, im Jahr vorher anmelden. dann lange Vorfreude ...


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#90

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 19.04.2015 20:56
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #88
"Auslandsurlaube"

Schon den Ausdruck finde ich super!
Habe auch mal einen Beitrag dazu geschrieben, im Thema „Urlaub wo konnte man hin“.Die Reise führte nach Fonyod.
Die Vorbereitungen auf solchen "Auslandsurlaub" als DDR Bürger beschäftigte einen schon im November, wenn man im darauf folgenden Jahr, im August fahren wollte.
Unsere westdeutschen Landsleute hingegen, konnten sorglos das ganze Jahr über ihrer Arbeit nachgehen und haben sich kurz vor ihrem Urlaub(oder auch längerfristig), sich in einem Reisebüro beraten lassen.
Ihre größte Sorge im Gegensatz zu uns waren die Preise.
Was hätten wir nicht alles gegeben, oder bezahlt und mal nach………,… für 14 Tage fliegen zu können.



In den 70-ern gab es mal eine Fernbusverbindung von Gera nach dem Plattensee,- nach Balatonfenyves ( oder so ähnlich ) @Harra318,- da bin ich mitgerattert ,- das Mühsamste an der ganzen Sache war ,- genügend Forint zusammen zu kratzen ( der Umtausch war ja begrenzt ),-
aber das Land und die Menschen waren grandios...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#91

RE: Von FDGB-Urlauben oder warum ich keinen Dutt mehr trage ;-)

in Leben in der DDR 14.05.2015 11:25
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #24
Zitat von furry im Beitrag #19
... Nur bei den Mitschülerinnen hatte ich so an 3. oder 4. Klasse gedacht. Und denen haben wir doch nicht unter den Rock geschaut, oder?
Na,ein kleiner Taschenspiegel auf dem Schuh oder Sandale gebunden,um die Farbe eines "Schlüpfers" in der Schulpause zu ergründen,kam schon mal zum Einsatz.....

seaman

Möchte diesen erfrischenden Thread nochmal hervorholen (Danke der Erstellerin!) und mich heute am "Herrentag" nochmal der damals so wichtigen Frage der Schlüpferfarbe annehmen.
Wie oben zitiert, kamen im Rahmen derartiger investigativer Tätigkeiten zeitweise Taschenspiegel zum Einsatz.

Zu meiner Zeit hatten wir es da einfacher: es war nämlich gerade die "Gummihopse" sehr in Mode (der Begriff ist übrigens wohl ein DDR-Wort - ansonsten heißt das Spiel "Gummitwist"). Eine sprang nach irgendwelchen Algorithmen über die Gummibarriere, die von zwei anderen Mädchen mit den Beinen gehalten wurde.
Diese Außenstehenden waren ja nun an ihren Platz gebunden und außerdem meist konzentriert auf die Springende.
So war es ein Leichtes, als vorpubertäres Jüngelchen von hinten heranzuflitzen und das Kleid/den Rock hochzuziehen.

Man beachte hier auch die höhere Ergiebigkeit dieser Vorgehensweise, denn im Gegensatz zum Taschenspiegel-Nutzer (Einzelperson) konnte hier mit etwas Glück der halbe Schulhof (männlich!) die Unterwäsche in Augenschein nehmen - eine wahrhaft kollektivbildende Maßnahme!

Nach einiger Zeit entwickelte die Hops-Fraktion (weiblich!) dann den Dreh, zu den außenstehenden Gummihalterinnen jeweils noch eine extra Wächterin zu positionieren.
Diese mußte dann wiederum extra abgelenkt oder weggelockt werden ... und so wurde daraus ein Spielchen, bei dem sich die Geschlechter doch irgendwie näher kamen. Für die (natürliche) Entwicklung der folgenden Jahre geradezu eine Notwendigkeit ...!

Elch
(Von weiterführenden Bemerkungen zum verwendeten Begriff "Gummibarriere" rate ich ab - das führt sehr schnell in andere Themenbereiche.)


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
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