#181

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 15:10
von Alfred | 6.861 Beiträge

Peter,

ich kenne da ein Beispiel, was einige Jahre her ist.

Der Chef einer großen Zeitung o.ä. äußerte, dass er gerne Herrn XYZ als Zeitzeugen für bestimmte Themen gehabt hätte. "Leider" hätte aber dieser Zeitzeuge auch Inhalte veröffentlicht, die nicht jeden gefallen. Der "Chef" äußerte dann, schade Herr XYZ, aber sie müssen mich schon verstehen, sicher hätten sie interssante Beiträge abgeliefert, aber ich muss erstens die Zeitung verkaufen und wenn sie hier regelmäßig schreiben, könnte es sein, dass "einíge" Abonetten abspringen und dies möchte ich auch nicht´".

Also alles nicht so einfach.


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#182

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 15:43
von Peter F. (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Peter,

ich kenne da ein Beispiel, was einige Jahre her ist.

Der Chef einer großen Zeitung o.ä. äußerte, dass er gerne Herrn XYZ als Zeitzeugen für bestimmte Themen gehabt hätte. "Leider" hätte aber dieser Zeitzeuge auch Inhalte veröffentlicht, die nicht jeden gefallen. Der "Chef" äußerte dann, schade Herr XYZ, aber sie müssen mich schon verstehen, sicher hätten sie interssante Beiträge abgeliefert, aber ich muss erstens die Zeitung verkaufen und wenn sie hier regelmäßig schreiben, könnte es sein, dass "einíge" Abonetten abspringen und dies möchte ich auch nicht´".

Also alles nicht so einfach.



Ja Alfred, das kenn ich auch: Du hast beispielsweise eine Firma am Ort, dessen Schornstein die Menschen der Umgebung vermieft. Aber der Firmenboss ist gleichzeitig guter Anzeigenkunde. Schreibst Du fair und kritisch, steht der bei Deinem Verleger auf der Matte. Und falls der sich auf die Pressefreiheit beruft, zieht der Boß mit der Stinkbude seinen für die Zeitung finanziell lukrativen Anzeigenauftrag zurück. Die Zeitung darf kritisch berichten, der Anzeigenkunde aber auch seine Anzeige stornieren... Besonders kleine Kreiszeitungen mit 15 000 bis 20 000 Lesern sind oft wirtschaftlich davon abhängig.

In den 80er und 90er Jahren durften wir in unserer Zeitung nicht nur als Redakteure bestimmen was inhaltlich auf die jeweilige Seite kommt, für die man verantwortlich war. Sogar Kommentare wurden nur von einem Kollegen gegengelesen - nur in Zweifelsfragen wurde der Ressortleiter eingeschaltet. Heute muss jeder Kommentar der Chefredaktion vorgelegt werden, und es kann Dir passieren, dass dort Dein Kommentar so redigiert wird, dass die Aussage am Thema vorbeigeht, weil Du nur noch die Meinung Deines Chefredakteurs liest und nicht mehr Deine, die eigentlich der Kommentar beinhalten sollte.

Das Schärfste habe ich 1982 erlebt. Im östlichen Landkreis Hannover verlief im Kalten Krieg der sogenannte NATO-Atomminengürtel, um die Truppen des Warschauer Paktes damit notfalls aufzuhalten. Über einen zwei Meter breiten Bach verlief eine Betonbrücke in die Straßenbauarbeiter drei Kammern dafür einließen, die wie Schmutzwasser-Kanalschächte aussahen. Jedem der fragte, was das werden sollte, antworteten die Bauarbeiter lachend: "Das ist streng geheim. Hier sollen die Russen aufgehalten werden." Mir erzählte das der ehrenamtliche Ortsbürgermeister des nahen Dorfes. Ich berichte darüber - meine Recherersuchen auch bei der Pressestelle des Wehrbezirkskommandos telefonisch vortragend, die mich nach Bonn zum Verteidigungsministerium auf der Hardthöhe zur Pressestelle weiter reichte. Ein Pressesprecher bestätigt die Atomminentaktik der NATO. Und er ist auch gar nicht zum Schnunzeln zu bewegen auf meine Frage, ob man die Brücke über den zwei Meter breiten Bach denn wirklich aus strategischen Gründen sprengen müsse und warum denn gleich mit Atomminen. Er: "Meinen Sie, die Russen schockt ein zwei Meter breiter Bach mit einer heilen Brücke?" Irgendwann kam aus Bonn ein "Stopp-Gesuch" für meinen Artikel, dem ich inklusive Foto eigentlich einen augenzwinkernden Touch verpasst hatte. Ich war da noch Freier und kassierte vom Ressortleiter der Regionalausgaben einen mordsmäßigen Anpfiff, ich solle mich das nächste Mal bei ihm melden, wenn "ich in Staatsgeheimnissen herumwurtschtele". Das nahe Dorf hat trotzdem über die hochgeheimen Gullyschächte gelacht, als der Ortsbürgermeister in der nächsten öffentlichen Sitzung des Ortsrates darüber berichtete. Und die Atomminen-Gullys gibt es heute noch... Gruß Peter


zuletzt bearbeitet 04.09.2009 15:57 | nach oben springen

#183

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 16:26
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Peter,
der bestandene Atomminengürtel wird bezweifelt. Schau mal u.a. hier rein. Wir hatten das Thema schon.

http://www.forum-ddr-grenze.de/topic-thr...8&message=16544

Gruß, Augenzeige


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#184

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 18:43
von ---------- (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
Hallo Peter,
der bestandene Atomminengürtel wird bezweifelt. Schau mal u.a. hier rein. Wir hatten das Thema schon.

http://www.forum-ddr-grenze.de/topic-thr...8&message=16544

Gruß, Augenzeige






Da haben mir aber Bekannte aus Hamburg was anderes erzählt.


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#185

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 19:01
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Pluto

Zitat von Augenzeuge
Hallo Peter,
der bestandene Atomminengürtel wird bezweifelt. Schau mal u.a. hier rein. Wir hatten das Thema schon.
http://www.forum-ddr-grenze.de/topic-thr...8&message=16544
Gruß, Augenzeige



Da haben mir aber Bekannte aus Hamburg was anderes erzählt.




Was denn?


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#186

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 19:10
von ---------- (gelöscht)
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Es gab u.a. allein für Hamburg einen kompletten Schacht-Tunnelkomplex
Die Vorbereitung zum Verlegen dieser Minen war abgeschlossen.


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#187

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 19:38
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Pluto
Es gab u.a. allein für Hamburg einen kompletten Schacht-Tunnelkomplex
Die Vorbereitung zum Verlegen dieser Minen war abgeschlossen.



Alles klar, pluto. Aber kamen denn auch die Atomminen hinein? Doch nicht, oder?


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#188

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 20:14
von Peter F. (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
Hallo Peter,
der bestandene Atomminengürtel wird bezweifelt. Schau mal u.a. hier rein. Wir hatten das Thema schon.

http://www.forum-ddr-grenze.de/topic-thr...8&message=16544

Gruß, Augenzeige



Hallo Augenzeuge, hallo Pluto, inzwischen bist Du ja im Dialog mit Pluto schon etwas weitergekomnmen. Nein in meinem Fall, dem Bach Burgdorfer Aue bei Steinwedel in der heutigen östlichen Region Hannover waren das auf der Fahrbahn der Brückenrampe drei einem Kanalschacht ähnelnde Kammern, hintereiander angeordnet mit einem zwischenraum von jeweils drei bis vier Metern, jeweils verschlossen mit rundem Kanaldeckel. Dort waren keine Atomminen drin. Die wären dort nur im Ernstfall hineingepackt und scharf gemacht worden. Ich habe noch die Bauphase der "Atomminen-Gullys" erlebt. Und meine Informationen sind Produkt meiner damaligen Recherchen und einem telefonischen Gespräch mit einem Verteter der Pressestelle des Bundesverteigungsministeriums in Bonn auf der Hardthöhe. Also aus damaliger Sicht absolut wasserdicht, warum hat das Verteidigungsministerium sonst unter Hinweis auf strengste Geheimhaltung die Veröffentlichunjg meines Artikels verhindert? gruss peter


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#189

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 21:17
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Pitti 53, Gakle und FSK- Veteran, am Anfang kurz zu FSK den ich würde dich gerne einmal bitten, in zwei Beiträgen nachzuschauen, die ich für wichtig halte, bevor wir weiter in deinem letzten Text heute an mich fortfahren. Der Erste ist von S51 und steht im Oberthema „ Die Staatssicherheit der DDR ( Stasi), Unterthema „ Die Alt- Nazis waren schlimmer als die Alt- Stasi am 26.08. Den finde ich übrigens sehr treffend formuliert, den S51 hat so eine herrliche Ruhe in seinen Texten, wenn er etwas erklärt. Den ich tapse immer gleich aber ich weiß, FSK, oder besser du hattest es geschrieben: „ Das die langen Texte von mir……Jetzt kommt der nächste lange Text und zwar die Geschichte „ Nacht ohne Ende“ über den Lokführer Steckel, sie steht im Oberthema „ So war das Leben in der DDR“, Unterthema „ Buchenwald nach 1945“, so auf den Seiten 0 /1.
Bitte nimm dir die Zeit, tu es mir zuliebe den über die KZ- Problematik habe ich ebenfalls einen großen Bücherberg, dieses Thema, nein, weil dieses Thema so interessant ist.
Ich musste deinen Text zweimal lesen, entschuldige, werde auch schon langsam alt um dahinter zu kommen, was er damit überhaupt….ausdrücken wollte, aber kleiner Scherz beiseite, lass mir etwas Zeit, um einmal deinen heutigen Text, meinen von gestern und die beiden oben genannten Geschichten miteinander zu verbinden.
Dann melde ich mich wieder und stelle dazu ein paar Fragen. Halt so lange aus, alter Kämpfer. Wird bestimmt interessant!
Hin zu dir, Pitti, du hattest schon einmal einen Kommentar auf einen meiner Texte eingestellt, auch dafür Danke so wie hier auch an Gakle, der gleich abgestraft wurde, weil er sich anschließend auf eine hitzige Debatte mit Wolfgang eingelassen hatte, nach einem Text von mir. He, da ging es hoch her, Delta zerlegte ihn gleich in seine Einzelteile…..und Musiker war so herrlich ahnungslos…..was Wolfgang überhaupt wollte. Weist du noch, Gakl, wie ruhig es hier am Anfang war als wir uns noch über die SM-70 und das Herstellerwerk, die Skoda Werke ausgetauscht hatten, mittlerweile war es wohl Arbeitsteilung und X- Buden haben sich darum gerissen um die Dinger.
Aber wieder hin zu den ebenfalls ernsten Sache, der damaligen EK- Bewegung und wir bleiben doch einmal hier im Thema, weil ein Wechsel ( es existiert glaube ich schon ein Thema darüber) alles aus dem Zusammenhang reißen würde.
Als ich selbst Gefreiter wurde, nahm ich mir vor, es besser zu machen und das war gar nicht so einfach. Den auch in meinem Jahrgang gab es die“ großen , breiten, und muskulösen Jungs vom Dorf aber sie waren schon nicht mehr so aggressiv wie die Alten. Und wir hatten sie ganz gut im Griff, man erzog sich wohl gegenseitig und das klappte irgendwie, zumindest bis zu meinem Abgang.
Ich bin wohl irgendwie der Robin Hood, über den Otto mal so eine herrliche Parodie gebracht hatte“ Der Stecher der Witwen und Weisen, der Rächer der….aber einmal den Humor komplett beiseite, den das Thema ist ernst genug, es ist so eine Art Gerechtigkeitstick und den habe ich wohl schon mit der Muttermilch eingesaugt.
Natürlich muss man gegenhalten, das die Disziplin, Ordnung, Kameradschaft und noch einiges Andere mehr, was jungen Männern bei egal welcher Armee der Welt beigebracht wurde, wird und noch werden wird, das Beste ist, das Allerbeste ist, was ihm passieren kann. Auch wenn dies manchmal nicht ohne enormen Druck und andere Unannehmlichkeiten abgeht, da müssen sie durch. Wir mussten es auch, also keine Gnade. Dazu stehe ich und jetzt wird es bestimmt gleich wieder Schläge hageln. Den ich bin nach wie vor ein Verfechter der Wehrpflicht, nur sollte sie hier im deutschen Lande ausgeübt werden und nicht irgendwo auf unserem schönen Kontinent Erde.
Aber eben diese groben Auswüchse siehe die EK ( Entlassungskandidaten)- Bewegung, da war es gut, das die NVA im Verbund mit den Grenztruppen eben genannte Auswüchse mit zum Teil drastischen, wirklich drastischen Strafen ahndete.
Den sehr junge Menschen sind daran zerbrochen und das musste nicht sein, nicht in der NVA, nicht in den Grenztruppen und nicht in anderen Armeen auf dem Globus!

Gruß Rainer- Maria


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#190

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 21:36
von Peter F. (gelöscht)
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[quote="Rainer-Maria-Rohloff"]Hallo Pitti 53, Gakle und FSK- Veteran, ... über die SM-70 und das Herstellerwerk, die Skoda Werke ausgetauscht hatten... mittlerweile war es wohl Arbeitsteilung und X- Buden haben sich darum gerissen um die Dinger.

Hallo entschuldigt bitte, dass ich mich kurz zu dem Thema Herstellung SM 70 in Eure Diskussion einmische. Ich habe Informationen, dass die SM 70 von der CSSR entwickelt und in der Chemiefabrik Kapen bei Dessau gebaut wurde. Was wisst Ihr darüber, weil Ihr die Skodawerke als Hersteller der SM 70 erwähnt?

Meine Quelle: Das Buch "Die Geheimnisse von Kapen: Heeresmunitionsanstalt, VEB Chemiewerk, Kontamination" von Joachim Specht, Alexander Richter und Gerhard Pix).

Bin schon einmal einer falschen Information "aufgesessen", in der ein Westberliner Journalist in den 70er Jahren herausgefunden haben will, dass die Selbstschussanlage bereits von einem Sturmbannführer des Reichsicherheitshauptamtes konstruiert worden und in den 50er Jahren im Stasi-Sonderknast Lager X in Bln-Hohenschönhausen von Häftlingen zur Produktionsreife entwickelt wurde... Gott sei Dank hat mich Merkur darauf hingewiesen, dass das nicht stimmt.

Gruß Peter


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#191

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 21:38
von ---------- (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge

Zitat von Pluto
Es gab u.a. allein für Hamburg einen kompletten Schacht-Tunnelkomplex
Die Vorbereitung zum Verlegen dieser Minen war abgeschlossen.



Alles klar, pluto. Aber kamen denn auch die Atomminen hinein? Doch nicht, oder?





Es gab bereits Dienstanweisungen der BW zum Verlegen der Minen, die ersten entsprechenden Einheiten sollen bereits ausgebildet gewesen sein
Das die Minen nicht drin waren, heißt ja nicht, dass es nicht doch vorgesehen war


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#192

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 21:44
von Peter F. (gelöscht)
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Zitat von Pluto

Zitat von Augenzeuge

Zitat von Pluto
Es gab u.a. allein für Hamburg einen kompletten Schacht-Tunnelkomplex
Die Vorbereitung zum Verlegen dieser Minen war abgeschlossen.


Alles klar, pluto. Aber kamen denn auch die Atomminen hinein? Doch nicht, oder?



Es gab bereits Dienstanweisungen der BW zum Verlegen der Minen, die ersten entsprechenden Einheiten sollen bereits ausgebildet gewesen sein
Das die Minen nicht drin waren, heißt ja nicht, dass es nicht doch vorgesehen war




Hallo Pluto, richtig, die Bestückung der Schächte mit Atomminen waren für den sogenannten Ernstfall vorgesehen, wenn die Truppen des Warschauer Paktes tatsächlich angegriffen hätten und sie nicht anders zu stoppen gewesen wären... So 1982 auch mir gegenüber die Aussage des Bundesverteidigungsministeriums. Gruß Peter


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#193

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 22:17
von ---------- (gelöscht)
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#194

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 22:58
von karl143 (gelöscht)
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Worüber wird hier von euch diskutiert. Es geht doch um die Schächte, welche auf Straßen z. B. vor Brücken oder natürlichen Verengungen in den Straßen eingelassen waren. Diese Schächte, bzw. Deckel wurden ja auch immer von Personen in Zivil kontrolliert, bzw. gewartet. Die Bezeichnung dieser Männer war Wallmeister. Darüber gab es hier schon ausführliches. Dieses Schächte waren aber nicht vorgesehen für die Aufnahme von Atomminen. Zum Teil wurden in unmittelbarer Näche der Schächte sogar kleine verschließbare Bunker in den Straßendämmen eingebaut, um im Ernstfall den Sprengstoff dort schon einlagern zu können. Meint ihr wirklich, das man dort Atomminen reingelegt hätte, um sie dann irgendwann zu benutzen. Allein hier in meiner Umgebung (Weser) gabe es an jeder kleinen Brücke jede Menge Schächte. Und ostwärts der Weser an jeder natürlichen Verengung. Soviel Atomminen gab es garnicht wie Schächte. Über diese vorgesehenen Maßnahmen zur Sperrung von Straßen usw. gibt es ausführliche Berichte und auch sachliche (ohne politische Meinung) unter http://www.lostplaces.de. Dort ist zum Beispiel auch ein Bericht, über passive Sperren, welche den gesamten Elbtunnel in HH unbenutzbar gemacht hätten.


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#195

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 23:05
von CaptnDelta (gelöscht)
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Ein paar Zeitungs-Clips zum Thema:

Spokane Daily, Jan 19, 1965


Toledo Blade, Jan 18, 1965


Der Freitag, 16. August 2009 ( ->link<-)

-Th

PS: Vom eigentlichen Thread-Thema simmer aber schon gut weit weg, oder?


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#196

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 23:07
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Peter F.

Und die Atomminen-Gullys gibt es heute noch... Gruß Peter



Peter, ich hatte nochmal nachgelesen, um mich zu überzeugen, das es um die gleichen Gullydeckel geht. Hier irrst du gewaltig. Schon seit Ende der 90er Jahre werden bei Straßensanierungen, oder Umbauten diese Schächte gefüllt und die obere Öffnung wird mit Straßenbelag verschlossen. Ich habe hier auch den Link für das Lostplace Forum mit dem entsprecheneden Bericht: http://www.lostplaces.de/forum/viewtopic...ght=wallmeister
Beim 5. Forumsbeitrag findest du Zahlen zum Rückbau. Hier an der Weser sind diese Deckel jedenfalls alle verschwunden.


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#197

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.09.2009 01:32
von S51 | 3.733 Beiträge

Die Wallmeister wurden in unseren Unterlagen als "Feuerwerker" bezeichnet und wären im Falle des Falles eines unserer "Primärziele" gewesen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#198

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.09.2009 08:02
von manudave (gelöscht)
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zuletzt bearbeitet 10.09.2009 06:04 | nach oben springen

#199

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.09.2009 08:08
von ---------- (gelöscht)
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Das dort keine Atomminen lagerten besagt doch nicht, dass das nicht geplant war.

Du hast doch mal geschrieben, dass Du im NVA Forum mitliest?
Benutze dort bitte mal die Suchfunktion

Es gab bis in die 60´er Jahre konkrete Planungen und Vorbereitungen dazu
Das sagte sogar ein Altbundeskanzler


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#200

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.09.2009 08:59
von ---------- (gelöscht)
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Hier mal ein Zitat aus dem Spiegel, wird einigen nicht schmecken

"Die Gedankenspiele aus der Zeit des Eisernen Vorhangs wirken heute furchteinflößend.

Es gab sogar US-Planspiele, größere Brücken, Tunnel oder ganze Häfen und Güterbahnhöfe mit Atomminen zu zerstören.

Die kleinste Atomic Demolition Munition (ADM) hatte den Durchmesser einer Großpizza (40 Zentimeter) und wog 68 Kilogramm. Sie hätte die Sprengkraft von bis zu 1000 Tonnen TNT entwickelt - und die Umgebung verstrahlt.

Wo genau die Mini-Atombomben zum Einsatz kommen sollten, ist ungewiss - die Pläne unterliegen bis heute der Geheimhaltung. Mit Ende des Kalten Kriegs wurden die ADM aus den Depots der US-Armee in Deutschland entfernt."

http://einestages.spiegel.de/static/topi...e_im_gully.html


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