#161

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:30
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Merkur
Mich interessiert, in welchem Zusammenhang Erich Mielke diese Worte sprach? Irgendein Vorkommnis muss es gegeben haben. Für mich ist dieser Hintergrund wichtig, um seine Worte einordnern zu können.



Im Link steht es doch: Denn Joachim Walther (Jahrgang 1943) hat für dieses Radio-Feature (ursprünglich für DeutschlandRadio, hr und mdr produziert) die Archive der Gauck-Behörde durchforstet und das Tonmaterial ausgewertet, das Mielke selbst zu seinem Schutz von sich anfertigen ließ.
Das direkte Zuordnen wird schwierig. Aber vielleicht können wir Mielke ja entlasten, wenn wir den Hintergrund kennen....

Also ein Mielke Super Mix!


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#162

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:35
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Hier noch ein kleines "Topic" für alle Fans!

Damit auch dem letzten klar wird, mit wem man es hier zu tun hatte....

In Antwort auf:
Sprecherin: Wenn er gekonnt hätte, wie er wollte, wäre noch öfter geschossen worden. Eine
seiner Lieblingsfloskeln hieß: "kurzer Prozess".

O-Ton Mielke: Wenn wir nicht gerade jetzt hier in der DDR wären, wenn ich das ganz ehrlich sage, damit ihr das wisst, wenn ich wäre so in der glücklichen Lage wie die Sowjetunion, dann würde ich einige erschießen lassen. So müssen wir natürlich immer ein klein bisschen... Revolutionäre Gesetzlichkeit, das ist nicht etwa einen Prozess - einen kurzen Prozess machen!



Quelle:
http://www.eva-maria-hagen.de/Allerhand/Mielke.shtml

Ein wahres Goldkind, dieser Sonnenschein, nicht wahr?
(...dieser verprollte, stalinistische Menschenschinder!)


zuletzt bearbeitet 03.09.2009 17:37 | nach oben springen

#163

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:42
von Alfred | 6.841 Beiträge

FSK,

erstens sind dies ja nun keine Befehle oder Weisungen. Zweitens ist mir nun nicht ganz klar, wann und in welchen zusammenhang dies Mielke gesagt hat und drittens verstehe ich den Zusammenhang zum Ausgangsthema nicht.


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#164

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:44
von Merkur | 1.018 Beiträge

FSK-Veteran,

die These von der flächendeckenden Überwachung geistert ja schon seit 1990 durch die Landschaft.
Was konkret verbirgt sich eigentlich hinter einer flächendeckenden Überwachung bzw. welche Komponenten beinhaltet eine flächendeckede Überwachung?
Ist damit die Anzahl der Dienststellen gemeint, die Zahl der IM, der hauptamtlichen MA ? Oder die Methoden der Abwehrarbeit?



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#165

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:46
von Musiker12 | 822 Beiträge

Es ist schon manchmal wichtig in welchem Zusammenhang etwas gesagt wird. das ist das Gleiche wie mit dem Spruch: Ich liebe doch alle Menschen. Auch immer und gerne völlig aus dem Zusammenhang gerissen.

Im Übrigen wird die Meinung Mielkes nicht unbedingt die der Mitarbeiter des Mfs gewesen sein. Oder will man damit jetzt behaupten alle Mitarbeiter des Mfs wollten das was Mielke wollte? Im Gegensatz zu den westlichen Politikern deren Gedankengänge wir nicht kennen konnte M. es sich offensichtlich erlauben seine Wunschgedanken, in diesem Fall "kurzer Prozess", frei zu äussern.

Im Bezug auf Überwachung wäre doch unser Staatsschutz mehr als erfreut wenn jeder jeden überwachen würde. Transparent sind wir doch schon. Und ich bin avon überzeugt, dass das Ende des noch lange nicht erreicht ist.



zuletzt bearbeitet 03.09.2009 17:49 | nach oben springen

#166

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:49
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Alfred
FSK,
erstens sind dies ja nun keine Befehle oder Weisungen. Zweitens ist mir nun nicht ganz klar, wann und in welchen zusammenhang dies Mielke gesagt hat und drittens verstehe ich den Zusammenhang zum Ausgangsthema nicht.



Eigentlich haben wir jetzt 3 Möglichkeiten.
1. Wir eiern weiter rum und fragen uns wo er das gesagt hat. Vielleicht am Ende einer Mfs-Party in nicht mehr ernstzunehmenden Zustand.
2. Wir finden eine Basis und kommen zum Schluß das diese Aussagen eines Ministers mehr als unwürdig und entlarvend sind und suchen nun zur Entlastung Aussagen von Schmidt, Kohl, Brandt....
3. Wir reden nicht mehr drüber.


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#167

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:51
von Drewitz | 356 Beiträge

Die Diskrepanz zwischen Mielkes Meinung und der der MA wollte ich weiter unten ausdrücken.
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#168

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:52
von FSK-Veteran (gelöscht)
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@Alfred:
Laut Quelle war das erste eine Rede vor Berliner Tschekisten. Und Mielkes Worte waren Vorbild für die tägl. Arbeit. Zweitens war das eine Reaktion zum Thema "flächendeckende Überwachung" bzw. zur Diskussion, die dazu hier stattfand. Der Zusammenhang zum Ausgangsthema besteht in der sich hier entwickelten Diskussion, die diese Fragen hier (nachlesbar) sehr kontrovers behandelt hat.

Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Beitrag zur Klärung einiger hier behandelter Fragen leisten...


zuletzt bearbeitet 03.09.2009 17:53 | nach oben springen

#169

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 17:56
von Merkur | 1.018 Beiträge

FSK-Veteran,

kennst Du den Unterschied zwischen Theorie und Praxis?
Vielleicht war es ein Wunschgedanke Mielkes aber die Praxis sah anders aus. Bezogen auf die damalige Zeit behaupte ich, dass kein Geheimdienst in Ost oder West flächendeckend arbeiten konnte.



zuletzt bearbeitet 03.09.2009 17:56 | nach oben springen

#170

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 18:00
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von Augenzeuge

Zitat von Alfred
FSK,
erstens sind dies ja nun keine Befehle oder Weisungen. Zweitens ist mir nun nicht ganz klar, wann und in welchen zusammenhang dies Mielke gesagt hat und drittens verstehe ich den Zusammenhang zum Ausgangsthema nicht.


Eigentlich haben wir jetzt 3 Möglichkeiten.
1. Wir eiern weiter rum und fragen uns wo er das gesagt hat. Vielleicht am Ende einer Mfs-Party in nicht mehr ernstzunehmenden Zustand.
2. Wir finden eine Basis und kommen zum Schluß das diese Aussagen eines Ministers mehr als unwürdig und entlarvend sind und suchen nun zur Entlastung Aussagen von Schmidt, Kohl, Brandt....
3. Wir reden nicht mehr drüber.




Eigentlich sind alle drei Vorschläge eher unbefriedigend. Dennoch würde ich dazu tendieren, dass wie Du geschrieben hast diese Aussagen eines Ministers unwürdig sind. Den Rest (Aussagen von Schmidt, Kohl, Brandt....) ersparen wir uns besser.



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#171

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 18:01
von FSK-Veteran (gelöscht)
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@Merkur fragte:

In Antwort auf:
FSK-Veteran,

die These von der flächendeckenden Überwachung geistert ja schon seit 1990 durch die Landschaft.
Was konkret verbirgt sich eigentlich hinter einer flächendeckenden Überwachung bzw. welche Komponenten beinhaltet eine flächendeckede Überwachung?
Ist damit die Anzahl der Dienststellen gemeint, die Zahl der IM, der hauptamtlichen MA ? Oder die Methoden der Abwehrarbeit?





Das ist mir vollkommen egal. Mir reicht vollkommen aus, das Mielke durch seine Ausführungen klargelegt hat, daß er diesen Zustand anstrebt.

...sinngemäß "...damit Ihr begreift, wohin das MfS streben muß..".

Ich denke, damit hat Erich II alles gesagt und erschöpfend erklärt.

Nachtrag zu Deiner letzten Äußerung: das ist natürlich richtig. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß eine flächendeckende Überwachung als Ziel formuliert wurde. Und daher dieses Streben des MfS von Menschen richtig wahrgenommen wurde, die das behauptet haben.


zuletzt bearbeitet 03.09.2009 18:05 | nach oben springen

#172

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 18:09
von Alfred | 6.841 Beiträge

FSK,

wie können denn Mielkes Worte Vorbild für die tägliche Arbeit gewesen wein, wenn nur die wenigesten die Worte kannten?

Anstreben kann man übrigens ne Menge, erreichen ist ne andere Sache.

Und jeder kann sich doch heute ein bild machen, dass die "Überwachung" in der DDR eben nicht Flächedekend war,aber schon der Begriff ist ein sache für sich,weil wohl kaum zu deffinieren.

Augenzeuge,

ich möchte nicht wissen, was die politiker in der Welt alles schon erzählt haben ......


zuletzt bearbeitet 03.09.2009 18:10 | nach oben springen

#173

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 18:15
von FSK-Veteran (gelöscht)
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@Alfred:
Das gestehe ich Dir bezüglich "flächendeckend" gerne zu vor dem Begriffs-Hintergrund, daß auch Wolfgang Priklopil in der jahrzehntelangen Gefangennahme der kleinen Natascha Kampusch in Österreich letztendlich auch nicht zu einer "flächendeckenden Überwachung" fähig war...


zuletzt bearbeitet 03.09.2009 18:17 | nach oben springen

#174

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 21:58
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo FSK- Veteran, wir Beide hatten auch noch nicht das Vergnügen, ich grüße dich hiermit.
Ich hoffe, du nimmst mir die kurze Einflechtung deiner Person in meine fiktive Geschichte am 15.08 im Thema „ Zeitgeschichtliche Literatur 1949-89 in Ost und West“ nicht übel, der interessierte Leser findet sie unter dem Oberthema“ Das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze“.
Der „ Westfrontkämpfer“ oder „ Stadtfrontkämpfer“ nannte ich den kleinen Heinrich und er kämpft wohl auch heute noch permanent den alten kalten Kampf. Das ist nur so ein Gefühl, mein Bauchgefühl, und ich verlasse mich gerne darauf, kann aber auch falsch liegen. Die Jungen, die Kings vom Prenzlauer Berg und er, zack war das Matschboxauto weg.
Manchmal frage ich mich, warum ich mir hier im Forum nicht den Nicknamen „ SM- 70 Veteran“ zugelegt habe statt Rainer- Maria Rohloff. Den ich hatte ja einmal vor langer, langer Zeit mit den kleinen gefährlichen Trichtern zu tun, na gut, wenn man alle Vorschriften einhielt, konnte eigentlich überhaupt nichts passieren. Man brauchte einen klaren Kopf, das auch alle Drähte so……aber das war leider nicht immer möglich, den da gab es zum Beispiel die EK- Bewegung, das hieß Reviere rund um die Uhr, bis zum erbrechen, Gefreite groß und breit und muskulös, so richtige Jungen aus den Dörfern ( ich zarter Jüngling kam aus der Großstadt) die schon einmal derb zuschlagen wollten, wenn der junge Rainer, die Fliege putschte und……
Aber der Junge aus der Stadt bekam es in den Griff, nahm sein Recht der Beschwerde in Anspruch und ich sehe heute noch das erstaunte ungläubige Gesicht des Major H. vor mir. Es war kurz vor dem Stubendurchgang , so gegen 22 Uhr als ich völlig aufgelöst an diese seine Türe im Meldepunkt klopfte und anschließend alles Angestaute aus mir heraus brach wie ein Wasserfall.
Fortan, mein Berliner Freund ließ man mich in Ruhe, den das Zauberwort „ Schwedt“, dieser finstere Armeeknast schwebte wie ein Damoklesschwert über den muskulösen Jungs und ich war auf einmal ein rohes Ei, das man mit gebürtigen Abstand umging. Wie in den amerikanischen Knastfilmen, wo sie immer die Gewichte stemmen, eventuell noch eine Scheibe daraufpacken. Sie schlossen sogar die Gasse höchst persönlich und beseitigten die Spuren auf dem K6 für mich, „ die Fliege.“ Na gut, die Zwipis ( Zwischenpisser) machten es mit bösen Gesichtern in ihrem Auftrag. Rainer- Maria saß am LKW Lenkrad und fühlte sich wie der „ King vom Prenzlauer Berg“
Das war ein Gefühl, wie Weihnachten und Sylvester zusammen, ich hatte auf einmal Zeit für Briefe an meine Frau, Bücher, ich war der Bücherobmann auf dem Stab der Grenzkompanien, ja und Zeit für die Minen.
Natürlich versuchte man auch weiterhin, stichelte, lies mich noch nicht ganz in Ruhe aber die „ Kraft, das Recht der Beschwerde“ wirkte irgendwie Wunder.
Aber das Alles, FSK, habe ich weit, ganz weit abgelegt, gut abgelegt! Und ich hole es auch nicht wieder hervor, Indianerehrenwort. Na, na, na würden jetzt mein spezieller Freund Wolfgang ( wosch) und Jörg ( Augenzeuge) sagen und einwerfen: „ Nur die alte DDR, die hat er nicht“! Da haben sie Beide nicht ganz Unrecht aber und jetzt sind wir bei dem Punkt, worauf ich hinaus will. Auch weil ich so gerne das Leben aus der Sicht des „ kleinen Mannes“ und seiner kleinen Familie erzähle, in dieser DDR. Hieß es nicht, die Familie, die „ kleinste Zelle der Gesellschaft“?
„ Das flächendeckende Gruselkabinett DDR“, würde ein jugendlicher Leser denken, der hier einige der Beiträge liest! Das dem eben nicht so wahr, dafür bin ich da, das habe ich mir auf die Fahne geschrieben und darüber soll sich der Schüler so seine Gedanken machen, Kein IM störte meinen friedlichen Schlaf, den Schlaf meiner Familie, kein IM oder irgendeine eine staatliche Institution redete in unsere ganz persönlichen Lebensentscheidungen hinein und, und ,und……in dieser DDR.
Hier gab sogar das Recht der Beschwerde, du wirst es nicht glauben, man nannte es „ Eingabe“, nicht zu verwechseln mit einer Lesermeinung, einer „ Freiheitlichen Lesermeinung“ von heute, die spätestens beim Erscheinen in der „ falschen Zeitung,“ siehe meinen vorletzten Text hier´ verpufft wie ein laues Lüftchen. „ Was ist schon ein Schweizer, der putscht, eventuell noch links orientiert, die Keule her, aber schnell, habe ich Recht, Jörg? Nein, Jörg, es ist nur diese „ Vorverurteilung“, die mir aufstößt, den ich finde das neue ND von der Info her nicht schlecht. Früher? War sie wohl doch sehr einseitig orientiert.
Um noch einmal auf die „ Eingabe“ zurückzukommen. Die bewirkte sogar Etwas, manchmal sehr viel und könnte es sein, das man sie nachträglich noch unter „ Freiheitliche Meinungsäußerung“ einstufen könnte! War das schon Zukunft? Was meinst du dazu, alter Frontstadtkämpfer?
Natürlich gab es Unrecht, viel Unrecht und nicht alles lief glatt beim Aufbau des Sozialismus in dieser DDR, das streite ich auch überhaupt nicht ab! Aber wieder ein „ Aber“ aus meiner ganz persönlichen Sicht. „ Wer mir wehtuhen will, mit voller Absicht, mit Vorsatz dieses dann auch noch schafft, die Gefreiten von damals haben es nicht geschafft, „den ich ließ es nicht zu,“ dann sorge ich und wenn auch im Nachhinein dafür, das mir Gerechtigkeit erfährt! Ich gehe nicht in die Kirche und bete, nein, ich kämpfe, bis dieser Kampf zu einem gutem und akzeptablen Ende führt.
Oder sollte ich stark genug sein, dann schlucke ich es Alles, den ganzen Mist hinunter, lege es ab und hole es nicht wieder hervor, ich blicke einfach nach vorn. Der hat gut reden, werden jetzt manche sagen.
Bin ich überhaupt noch beim Thema, entschuldige, denn wenn ich einmal beim Schreiben bin und ich hoffe, wenigstens du nimmst mir den „ Heinrich“ nicht übel so wie Wolfgang seinen „ Wolf –Dieter in der schönen Geschichte.
Mal unter uns, ob der alte Mann die Bürger der DDR nun alle liebte mit seinem Riesenverein, der wohl am Ende etwas ausuferte, das war mir so etwas von ……

Gruß Rainer- Maria


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#175

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 22:45
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

rainer du sprichst mir aus der seele.solche leute wie dich hab ich schon kennengelernt,die von den den ek`s geschunden wurden.die hatten anschliesend einen riesen respekt.aber leider haben das sich nur wenige getraut.aber wir als kompanieführung hatten einen wichtigen vorteil.wir kannten die übeltäter.leider nur für ein paar monate.dann kamen neue


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#176

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 22:52
von Bunkerkommandant (gelöscht)
avatar



Zur Kenntnisnahme!
Auf Hinweis eines Forenmitgliedes wurde folgender Beitrag in Teilen durch das Fair-Team editiert:
... Beitrag vom 3.September 2009, 2:15 Uhr

Zitat von Gakl


Übrigens, ich wurde aus dem Kreis der "Grenzerkameradschaft" verbannt mit den Worten: "Wie können wir uns gegen solche Subjete wie den G...... schützen?" von einem gewissen ... (Klarname vom Fair-Team gelöscht - in Übereinstimmung mit Punkt 8 der Forum-Regeln) ehemals Major der GT der DDR und OpD! Das ist ein Originalzitat von ... (Klarname vom Fair-Team gelöscht - in Übereinstimmung mit Punkt 8 der Forum-Regeln), ehemals tätig bie der HA III des MfS. Nickname im Grenzerforum "Rhoehnhaeschen". Auch laut Aussagen von js674, ... (der folgende Wortlaut wurde durch das Fair-Team gelöscht, da er private zwischenmenschliche Beziehungen eines Forummitgliedes öffentlich machte und diesen sowie seine private Beziehung öffentlich bloßstellte und diffamierte - in Übereinstimmung mit den Punkten 2 und 8 der Forum-Regeln) ... Aber das ist egal. Ich wollte eben nur helfen! Hoffentlich unterstellt mir keiner das ich Stalins Interessen verfolgt habe!




Wir weisen hiermit erneut ausdrücklich auf die Einhaltung der Forenregeln hin!


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#177

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 10:28
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Hallo, R.M.Rohloff!

Vielen Dank für Deine Zeilen! Was den Heinrich angeht, so wähnt man sich bei Themen und Beiträgen hier nicht selten unter "alten Kämpfern". So spricht nichts dagegen, den Ausführungen "alter Kämpfer" (oder noch immer kämpfenden Genossen) auch ein paar Kampfesgrüße entgegezurufen. Es macht mir wirklich Spaß.

Deine Beiträge sind interessant. Ich lese sie jedoch nur z.T., weil mich die Länge oft abschreckt. Die mir zugedachten Worte habe ich aber aufmerksam gelesen.
Wie ich schon sagte: Mielke hat klar geäußert, wie er sich die allseitige Kontrolle durch das MfS vorstellt. Mir reicht das eigentlich. Ob nun in der Laubenpieper-Feier in Cottbus-Sachsendorf ein Zuträger am Tisch saß, oder mal keiner: das wird für mich nebensächlich.

SM-70? Ja, ja: die Technik! Die hat die deutschen Diktaturen
immer schon zu Hochformen der Akribie angestachelt!

Weißt Du RMR,
ich wunderte mich immer, was die Menschen im Nachkriegsdeutschland nur von den armen "KZ-Wächtern" wollten. Der stand vielleicht da oben. Irgendwo in Stutthof oder Sachsenhausen. Wußte nur von seinen ideologischen Einpeitschern, daß dort die Gefährlichsten der Gefährlichen sitzen. Die für den Tod und die Not des armen deutschen Volkes durch ihre Verbrechen verantwortlich sind. Ein geflügeltes West-Schimpfwort auch für die DDR-Grenzorgane: "KZ-Wächter". Die sollen mir doch den armen Wächter in Ruhe lassen! Der hatte seine Überzeugungen. Und hatte vielleicht keine Ahnung.
Die jungen Grenzer, die die SM-70-Todesautomaten montierten, hatten auch nur ihre Befehle und ihre Überzeugungen. Jene geheimgehaltenen Todesautomaten, deren tödliche Wirkung DDR-Stellen in Dokumenten (freudig-erregt ?) bescheinigten.

Nebenan bei Sachsenhausen standen übrigens die AUER-Flugzeugwerke. Der Stiefopa meines Freundes aus Oranienburg war dort tätig. Er soll Schlafstörungen gehabt haben.
Unangenehm! Wenn man nicht mal mehr richtig schlafen kann? Wirklich nicht schön...

Er stand mit einer Stoppuhr an den Eisbecken des Werkes. Und stoppte die Zeit, wenn z.B. Kriegsgefangene aus Sachsenhausen in voller Fliegermontur in das Eisbecken steigen mußten. Die flehten und weinten. Bis sie langsam in Fliegerkleidung unter Kontrolle von Ärzten erfroren sind....

Na da kann man ja nur dringend hoffen, daß dieser AUER-Ingeneur zum Wohle des Deutschen Volkes rechtzeitig die Zeit gestoppt hat, wenn der qualvolle Tod eines Jungen eingetereten ist, der sein ganzes Leben noch vor sich hatte! Nach dem Krieg wurde dieser Ingeneur sofort erschossen. Seine Ehefrau ist darüber nie hinweg gekommen...
Nun gut. Er hatte Schlafstörungen und Albträume.
Trotzdem kann ich nicht sagen, daß mich die Art seines Todes in Wut und Rage versetzt hätte.
Vielleicht sollte ich mal mein Gefühlsleben von einem guten Psychologen überprüfen lassen?

SM-70? Ich meine, man muß es doch einmal so sehen. Die Todesautomaten mit bescheinigt "garantierter Wirkung" waren doch auch gegen "Feinde" montiert. Gut: Chris Geffroy hatte das Vergnügen, manuell umgelegt zu werden. Aber so ein Junge hätte in den 70gern auch genauso gut in den Drähten der SM-70 hängen können. Weil er naiv war. Und vielleicht als Spätjugendlicher etwas wagemutig,... sagen wir ruhig: dumm! So ist das halt. Lernen? Das Vorrecht der Jugend.

Der Grenzsoldat, der diese Todesautomaten montiert hat? Ich sage doch: lasst die Wärter in Ruhe!
Was das mit den Auer-Werken zu tun hat?
Ich weiß nicht, was ich gefühlt hätte, wenn ein Vater oder eine Mutter eines durch diese SM-70 Todesautomaten zerfetzten Jungen die Auftraggeber oder den Konstrukteur dieser perfiden Erfindung nach der Wende auf offener Strasse erschossen hätte!

Vielleicht hätte ich mich in meinen innersten Regungen an den erschossenen Ingeneur mit Stoppuhr erinnert gefühlt?

Also nee: ich muß wirklich mal mein Gefühlsleben überprüfen lassen!


zuletzt bearbeitet 04.09.2009 10:47 | nach oben springen

#178

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 14:50
von Peter F. (gelöscht)
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Zitat von Merkur

Zitat von Musiker12

Zitat von manudave
Der Fall Plüschke könnte - ich betone könnte - eine Frage beantworten.


Oder kann sowas nur von ehemaligen Mitarbeitern des Mfs durchgeführt werden?



Die Killerkommandos und Einzelkiller kamen grundsätzlich vom MfS. Wer erinnert sich nicht noch an den arbeitslosen Klempner Jürgen G. aus Rheinsberg, den angeblichen Auftragskiller der "Stasi", der eine ganze Reihe von Systemgegnern ermordet haben soll. Im Jahre 2003 haben sich die Zeitungen förmlich mit Berichten überschlagen. Als der ganze Quatsch dann geklärt war, konnte man die Richtigstellungen in der Presse mit der Lupe suchen.




Hallo Merkur, ich gehe davon aus, dass sich nicht nur Super-Illu, Bild oder Hamburger Morgenpost daran "aufgegeilt" haben. Ein Stasi-Killer, der reihum Menschen im Auftrag des DDR-Geheimdienstes "um die Ecke gebracht" hat, ist eine gut verkaufbare Storie - ob sie erstunken und erlogen ist, hängt oft davon ab, ob Du deinen Chefredakteur und Dein Verlagshaus hinter Dir hast und eine "gute Rechtsabteilung", die dicke Elefantenhaut am Allerwersten zum Aussitzen und Verdrehen von Klageprozessen vor Gericht hat. Und auf das Thema "Stasi" kann man heute fast immer "draufhauen", ohne eine Gegendarstellung befürchten zu müssen. Eine Rüge vom Presserat liest sich zwar in Journalisten-Fachzeitschriften nicht gerade gut. Aber wer über diesen Kreis hinaus erfährt davon schon?

Ähnlich ist es, wenn beispielsweise ein Prominenter plötzlich in Stasiverdacht gerät. Du kannst als Journalist versuchen "sauber" darüber zu berichten, in dem Du schreibst: Politiker Sowieso verdächtigt Schlagersänger Dingsda Zuträger für den Staatssicherheitsdienst gewesen zu sein. "Sauber", weil Du wahrheitsgemäß beim "Verdacht" bleibst. Aber für den Zeitungsleser auf der Straße, im Büro, am Frühstückstisch oder abends in der Wohnstube ist der Mann schon schuldig, wenn für den Leser "die ganze DDR voller Verbrecher" war. Du, Merkur, hast sicher ein differenzierteres Urteil zu solchen Meldungen. Vorverurteilt von der Masse bist Du heute schon, wenn auch die Zeitung nur schreibt: "Die Staatsanwaltschaft hat zur Klärung der Vorwürfe ein Ermittlungsverfahren eröffnet". Und manchmal landen Richtigstellungen, sofern sie nicht per Gerichtsurteil angeordnet sind, in den unteren Meldungsspalten als Zehnzeiler.

In den 80er und 90er Jahren hatten die westdeutschen Journalisten - wenigstens von seriösen Zeitungen - noch Zeit zum Recherchieren. Eine Geschichte musste noch absolut wasserdicht sein. Doch auf Redakteure und Freie wurde immer mehr Druck ausgeübt, Aufgaben der Technik, dessen Personal entlassen wurde, wurde auf die Redaktionen übertragen: Das Seitenlayout, das Seitenbauen, Bilder einlesen ins elektronische Redaktionssystem und montieren, und selber (weil kein Korrektorat mehr war) auch noch Korrektur lesen. Du sollst aber auch jeden Tag Deinen Platz mit interessanten Artikeln auf Deiner Seite füllen... Ein Grund warum ich vor Ereichen meines Rentenalters in den Ruhestand gegangen bin. Meine Arbeitszeit begann morgens 9 Uhr. Oft ohne Mittagessen keulte ich zwischen Außenterminen und der Redaktion umher, wo die geschilderten technischen Arbeiten reiheweise warteten, aber auch die Recherche und das Schreiben. Und Redaktionsschluss war spätestens um 19 Uhr Uhr. Wenn Du Pech hattest, begann um 18 Uhr aber schon die Sitzung des Bauausschusses der Stadt, in der die Weichen für den Bau einer umstrittenen Umgehungsstraße gestellt werden sollten. Oder der Rat tagte ab 20 Uhr bis weit nach Mitternacht. Wenn ich mal um acht Abends Feierabend hatte, war das ein guter Tag gewesen. In der Regel kam ich - den Kalender voll von dienstlichen Abendterminen - erst weit nach 22 Uhr nach Hause. Die Herzinfarktrate unter Journalisten ist groß.

Doch eine Storie raushauen nur um der Schlagzeile und des Schulterklopfens vom Chefredakteur willen - ja es gab sie auch diese Kollegen, die nichts anbrennen ließen oder es notfalls selber "ankokelten". Andere wiederum lieferten der Partei ihres Herzens die beste Hofberichterstattung, immer die Schere im Kopf, das herauszuschneiden, was der geliebten Partei schaden könnte. Gruß Peter


zuletzt bearbeitet 04.09.2009 14:57 | nach oben springen

#179

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 15:00
von Alfred | 6.841 Beiträge

Peter,

es gibt auch heute solche und solche Journalisten !


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#180

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.09.2009 15:02
von Peter F. (gelöscht)
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Grüß Dich Alfred, da gebe ich Dir vollkommen recht. Gruß Peter


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