#121

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 09:37
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von CaptnDelta

Zitat von Merkur
Die Killerkommandos und Einzelkiller kamen grundsätzlich vom MfS. Wer erinnert sich nicht noch an den arbeitslosen Klempner Jürgen G. aus Rheinsberg, den angeblichen Auftragskiller der "Stasi", der eine ganze Reihe von Systemgegnern ermordet haben soll. Im Jahre 2003 haben sich die Zeitungen förmlich mit Berichten überschlagen. Als der ganze Quatsch dann geklärt war, konnte man die Richtigstellungen in der Presse mit der Lupe suchen.

Du meintest dieses hier?
-Th




Ich habe seinerzeit gestaunt, wieso man um diese Geschichte solch einen Wind gemacht hat. Von den Fakten her war die Sache dünner als dünn und da die Akten bei den Ermittlungsbehörden lagen und liegen, hätte das bekannt sein müssen.
Aber Vogelscheuchen bringen auch nichts, man stellt sie ja trotzdem auf.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#122

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 10:03
von S51 | 3.733 Beiträge

Angst vor der Stasi haben?
Das MfS gibt es nicht mehr, wer mal irgendwie dabei war ist in Rente oder hat sich woanders orientiert. Die Strukturen sind Geschichte. Es ist das Faszinierende an Geheimdiensten, dass der Außenstehende immer glaubt, diese Strukturen zwar nicht zu kennen aber glauben zu können, dass sie ewig leben. Und ihm, ausgerechnet ihm ewig gefährlich sein können. Dafür ist der Charakter des Geheimen und die bei jedem vorhandene natürliche Angst vor dem mächtigen Unbekannten verantwortlich. Die haben wir immer, egal ob sachlich begründet oder nicht. Angst prickelt ja auch... und manch einer zieht sich Horrorfilme rein, nicht etwa, weil die Dinge dort real wären.
Hier war es eine Behörde, die und ihre Ziele existieren nicht mehr.
Für die Vertreter der Politik und der Sicherheitsbehörden, ganz gleich welche Farbe, ist es sehr angenehm, jemanden zu haben, den man als bedrohung aufbauen kann. Der sich nicht oder doch meist nicht äquivalent zur wehr setzt, weil es "ihn" so gar nicht mehr gibt. der aber deshalb so leicht für nahezu jede Sauerei verantwortlich gemacht und dem mündigen BILD-Leser verkauft werden kann. Denn mit der Angst der Menschen kann man auch Kasse machen oder Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten begründen.
Da wären wir beim nächsten Punkt. Zum MfS gehörten Menschen. Sie alle leben mehr oder weniger mit dem Stigma und da könnte es ja sein, dass so tun als ob eine gewisse Schutzfunktion hat.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#123

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 10:33
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Leute,
In den Beiträgen wo es auch um die Stasi sind erwartungsgemäß die Emotionen am größten! Das es da viel Pro und Kontra gibt ist all zu natürlich. Zu unterschiedlich sind die Erfahrungen welche wir damit gemacht haben. Deshalb ist dieses Thema auch besonders sensibel! Ich bitte Euch gerade deswegen etwas länger nachzudenken was ihr schreibt! Bleibt sachlich ! Bunkerkommandant hat da folgerichtig Alarm gesehen. Ich schließe mich dem an! Ach ja da wir Meinungsfreiheit haben kann jeder seine Erfahrungen, Ansichten, oder auch seine Sichtweite schreiben! Auch Ex-Stasi Mitarbeiter oder KPD Mitglieder. Nur Pers. Beleidigungen ,Fäkalsprache, usw. haben in unserem Forum nichts zu suchen. Es würde mich nicht freuen wenn das Fair Team eingreifen müsste!! Gruß Peter(turtle)


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#124

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 12:01
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Bunkerkommandant

Zitat von manudave

In Antwort auf:
Ich habe dafür alles eingesetzt und werde es weiter tun.


Aber nicht hier.
Werbung ist ins unsrem Forum verboten - auch Parteienwerbung.



So, Jungs,
es brennt, und die Feuerwehr kommt.
@ manudave:
Gakl hat keine Parteienwerbung gemacht, er hat uns seine Weltanschauung dargelegt. Er hat zu keinem Zeitpunkt gesagt: "Wählt so und so!"
Er hat seine Sicht der Dinge offengelegt.
Ihr werdet alle, und zwar beide Seiten, damit meine ich nicht nur Merkur, Alfred und Gakl sondern auch wosch, manudave und Augenzeuge Eure persönlichen Animositäten und Antipathien zu Hause lassen. Beide Seiten wissen nun, was sie voneinander zu halten haben, Ihr konzentriert Euch jetzt wieder auf das eigentliche Thema und auf die Fakten.
Ich bitte Euch um unsere von allen verlangte Sachlichkeit und um das Weglassen der ganzen Fäkalsprache.
Das soll unser Forum ausmachen und nicht die Prügeleien, wie es sie offensichtlich in andern Foren gibt.
Besinnt Euch, Jungs!!!
Wir reden mit uns,
Thomas.





Hallo Thomas!
Leider hast Du bei der Aufzählung einen Namen vergessen, nämlich den Namen dessen, welcher mit seinem Beitrag der eigentliche Auslöser dieses "Disput´s gewesen war, der allerdings auch so "schlau "war, sich hinterher an dem von ihm "angerichteten Grund" für Dein Einschreiten nicht beteiligt zu haben. Wenn schon, denn bitte auch "Gleiches Recht für Alle!"
Übrigens, ich fand´s gar nicht so schlimm und Dein Hinweis auf "mehr Sachlichkeit" wird in dem Moment gegenstandslos, wo Emotionen mit ins Spiel kommen und wird an den zukünftigen Beiträgen, meiner Meinung nach, sowieso keine Auswirkungen haben. Hier prallen nun mal zwei grundsätzliche Ansichten aufeinander und jeder hat eben seinen eigenen Stil.
Schönen Gruß aus Kassel


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#125

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 12:39
von Gakl (gelöscht)
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In Antwort auf:
Weißt du Gakl, ich finde es gut, dass du so offen darüber sprichst. Wie wir wissen, kann das ja nicht jeder. Prinzipiell habe ich nichts gegen die wahren Kommunisten. Die Grundidee ist nicht schlecht. Aber genau diese Idee wurde von Stalin, Ulbricht und Honecker und ihren Helfern mit Füßen getreten. Natürlich gibt es auch noch welche, die z.B. Stalin als Heilsbringer sehen wollen, nicht wahr Rainer? Denen ist nicht zu helfen, leider. Aber es ist leider keine Charakterstärke, wenn man nach einem 40jährigen Versuch immer noch die gemachten Fehler wiederholen würde oder sie erst überhaupt nicht erkennen will und man wieder ins Extreme abfällt. Dafür gibt es ein anderes Wort. Aber hier hilft nur Aufarbeitung, sonst nichts. Hier habe ich einen Artikel gefunden, der auch gut zum Thread passt:

Eine Abgeordnete der Linksfraktion im niedersächsischen Landtag hat für die Wiedereinführung der Stasi plädiert. Das DKP-Mitglied Christel Wegner sagte in einem Interview des ARD-Magazins "Panorama", bei Errichtung einer neuen Gesellschaftsform werde ein Organ wie die DDR-Staatssicherheit "wieder gebraucht", um "reaktionäre Kräfte" abzuwehren. Die Linke forderte Wegner auf, ihr Mandat niederzulegen. Die Abgeordnete will angeblich über einen Verzicht nachdenken.



Setz Dich doch mal in eine Versammlung der DKP, in der es um die Ziele derselben geht. Du wirst feststellen, dass keiner der anwesenden Genossen die DDR wiederhaben will. Schon garnicht mit den Fehlern die sie hatte. Zu Stalin, Ulbricht und Honecker hat man da auch sein eigenes Verhältnis. Ansonsten empfehle ich Dir das Programm der DKP zu lesen. Da steht zu dem Thema einiges drin.

Christel Wegner hat mit keinem Wort für die Wiedereinführung des MfS plädiert. Hier das Originalzitat, welches dann von Panorama so schön zurecht geschnitten wurde:

"Ich denke..., wenn man eine andere Gesellschaftsform errichtet, daß man da so ein Organ wieder braucht, weil man sich auch davor schützen muß, daß andere Kräfte, reaktionäre Kräfte, die Gelegenheit nutzen und so einen Staat von innen aufweichen."

Quelle: Christel Wegner

Übrigens, die Punkte hinter "Ich denke" stehen für die Pause die Frau Wegner nach diesen Worten machte. Ich habe die Panoramasendung gesehen.

Wo steht denn da etwas von Wiedereinführung des MfS? Sagt jemand das man so ein Organ wieder braucht, heisst das noch lange nicht, dass man genau dieses Organ wieder einführen will, oder? Man interpretierte das lediglich hinein. Das beste Beispiel dafür, wie heute mittels der Medien manipuliert wird. Entrüstung macht sich breit! Im Fernsehen ist das ja gekommen! Muss ja dann stimmen! So denken leider viele. Steht irgendwas in der Zeitung oder wird etwas im TV gesagt, dann wird das für bare Münze genommen. Beispiel?

Eine Diskussion mit meinem Neffen. Er meinte, die "Stasi" habe tausende Leute umgebracht. Meine Frage darauf: "Ist das bewiesen?" Er darauf: "Das stand doch in allen Zeitungen und im Fernsehen kam das auch!" Meine Frage darauf: "Kam es seit dem 03.10.1990 je zu einer Anklage wegen solcher Verbrechen gegen auch nur einen ehemaligen Mitarbeiter des MfS?" tja, nach meiner Frage folgte langes Schweigen. Meine abschließende Bemerkung zu meinem Neffen: "Wenn man alles glaubt, was in den Medien breit gelatscht wird, dann hat man keine eigene Meinung. Man übernimmt nicht einfach das, was in den Medien gesagt wird. Man sollte es schon hinterfragen."

Wenigstens sind wir nun wieder beim Thema "Stasi", nichtwahr?

Ironie an Ich für meinen Teil zittere noch heute vor der "Stasi"! Ironie aus



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#126

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 12:49
von Gakl (gelöscht)
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In Antwort auf:
gepostet von manudave

Aber nicht hier.

Werbung ist ins unsrem Forum verboten - auch Parteienwerbung.



Ich habe meine politische Weltanschauung offen gelegt. Was hat das mit "Werbung" für eine Partei zu tun? Wie ein User schon bemerkte und nach meinem Dafürhalten garnichts!

Typisch ist diese Reaktion auf meine Äußerung allerdings schon. Sobald man in bestimmten Foren etwas von "Kommunismus" hört, schreit man "Alarm". Im Gegenzug, ich habe es in diesem Forum gelesen, zieht man dann über andere bzw. ein anderes Forum her und behauptet dort könne man nicht frei seine Meinung sagen. Für mich besteht ein Unterschied zwischen dem offenlegen seiner Meinung und krampfhafter Stänkerei. Ich kann nur hoffen, das dieser Beitrag nicht dazu führt, dass ich gesperrt werde. Das würde ich dann schon als Zensur verstehen.


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#127

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 13:13
von Musiker12 | 822 Beiträge

@Gakl
Lass mal, ich glaube kaum, dasS Du deswegen gesperrt wirst. Kommunist isat nun mal ein Reizwort. Du gibst zu einer zu sein mir wird es nachgesagt obschon ich weit davon entfernt bin. Politik sollte man hier möglichst vermeiden es gibt genug andere Themen wegen derer man sich die Köpfe einschlagen kann.

Ich fand das Eingreifen von unserem Bunkerkommandanten schon sehr gut vor Allem weil es ohne ansehen der Person lief . Auch wenn der Einwand aus Kassel kam, dass nicht alle involvierten Teilnehmer genannt wurden. Ich habe das versucht den Schuldigen zu finden um den Einwand zu verstehen. Aber dazu bin ich offensichtlich zu blöd.

Das war mal wieder OT man möge es mir verzeihen.



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#128

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 13:30
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Musiker12
@Gakl
Lass mal, ich glaube kaum, dasS Du deswegen gesperrt wirst. Kommunist isat nun mal ein Reizwort. Du gibst zu einer zu sein mir wird es nachgesagt obschon ich weit davon entfernt bin. Politik sollte man hier möglichst vermeiden es gibt genug andere Themen wegen derer man sich die Köpfe einschlagen kann.
Ich fand das Eingreifen von unserem Bunkerkommandanten schon sehr gut vor Allem weil es ohne ansehen der Person lief . Auch wenn der Einwand aus Kassel kam, dass nicht alle involvierten Teilnehmer genannt wurden. Ich habe das versucht den Schuldigen zu finden um den Einwand zu verstehen. Aber dazu bin ich offensichtlich zu blöd.
Das war mal wieder OT man möge es mir verzeihen.




Hallo Musiker!
Auch wenn der Einwand aus Kassel kam, das mit dem "offensichtlich zu blöd" habe ich, Gott sei Dank, nicht gesagt!!
Musiker, für einen Kommunisten hatte ich Dich sowieso nicht gehalten. In diesem Zusammenhang hätte ich mal eine Frage: "Warst du mal um 1989 rum Schriftführer bei den Rep´s, oder hast Du bei Euch in Gießen einen Namensvetter?" Um richtig verstanden zu werden, es ist nur eine Frage!!
Schönen Gruß aus Kassel


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#129

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 13:48
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von Augenzeuge

Zitat von Musiker12

Gerade der o.g. Ralf Christopherie ist nach meinen Recherchen nicht für das Mfs tätig gewesen.


Hallo musiker, ich hätte unterscheiden müssen, wer für das MfS nicht nur tätig war, sondern auch Mitglied ist. Das habe ich nicht getan. Weil ich pauschal nicht alle MfS-Mitarbeiter verurteilen kann, sonder nur jene, welche sich aktiv an den Aktionen gegen das Volk beteiligt haben. Dazu gehören auch Mitglieder der Vokspolizei dazu, wie in diesem Fall. Für mich zählt nur, wer hat wann was getan und nicht wer war wann wo drin.
Ich bin der Meinung, das man eine Demo wie in Leipzig damals nicht mit einer Demo gegen die Startbahn West vergleichen kann.
Aber ich denke, dass man das hier und heute nicht erklären muss. Die Planungen damals in Leipzig, die glücklicherweise nicht real wurden, zeigen doch das wahre System.




Ok, das habe ich soweit schon verstandnen. Nur wo ist die Grenze? Werden nur die Leute verteufelt die auf der Lohnliste des Mfs standen oder alle die die mit dem Mfs, in welcher Form auch immer zusammen arbeiten mussten, durften, konnten, wollten? Wenn an dem so ist dann sollte die Dunkelziffer derer die dann nicht in Amt und Würden sein dürften meiner Ansicht nach recht hoch. Du bist der Ansicht, soweit ich es Deinen Worten entnehmen kann, dass jeder, der sich gegen das Volk gerichtet hat in einem Amt nichts zu suchen hat. Gehört dazu auch das Auflösen einer Ansammlung, die Festnahme von Redelsführern oder die Auflösung einer Demo?

Du solltest meine Sicht der Dinge mittlerweile schon etwas kennen. Wer etwas "verbrochen" hat gehört in kein öffentliches Amt. Völlig zu Recht. Ein Verbrechen wird durch das Gesetz definiert. Ich hoffe bis hier sind wir einer Meinung. Nun könnte man es ja so sehen, dass alle Mitarbeiter des Mfs Verbrecher waren (die Meinung einiger geht ja da hin). Du wirst aber zugeben müssen, dass man das so nicht stehen lassen kann. Ich denke hinter allem was auf dieser Welt geschieht steht der Mensch und nur dieser ist zu betrachten. Man darf nicht pauschalisieren. Nur leider ist das gerade im Bezug auf das Mfs gängige Praxis (das unterstelle ich jetzt nicht Dir).

Den Inhalt der Demos (Leipzig/ Startbahn West) kann man natürlich nicht miteinander vergleichen insofern gehen wir konform. Von Außen betrachtet bleibt es dennoch bei einer Demo und die eingesetzten Mittel der Exikutive unterscheiden sich kaum oder garnicht. Nur darauf wollt ich hinaus.



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#130

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 14:05
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Hallo Musiker!
Auch wenn der Einwand aus Kassel kam, das mit dem "offensichtlich zu blöd" habe ich, Gott sei Dank, nicht gesagt!!
Musiker, für einen Kommunisten hatte ich Dich sowieso nicht gehalten. In diesem Zusammenhang hätte ich mal eine Frage: "Warst du mal um 1989 rum Schriftführer bei den Rep´s, oder hast Du bei Euch in Gießen einen Namensvetter?" Um richtig verstanden zu werden, es ist nur eine Frage!!
Schönen Gruß aus Kassel



Dass ich zu blöd bin weiß ich selbst.
Zu Deiner Frage. Ja. Und ich war Mitbegünder der Keisverbandes falls Du das auch noch hinterfagen wolltest. Und jetzt? Wie Du siehst habe ich nichts zu verheimlichen sonst hätte ich meinen vollen Namen nicht hier hinterlegt. Was willst Du denn mit Deiner Frage bezwecken? Ich habe und werde mich hier nicht in eine politische Diskussion verwickeln lassen was Du bei Deinen Recherchen über mich schon bemerkt haben müsstest. Und, bevor Du irgendwelche Mutmaßungen anstellst oder gar aus Unwissenheit etwas falsches in Umlauf bringst frage mich und Du bekommst eine Antwort. Ich bin immer für ein offenes Wort zu haben und spreche das auch im Gegensatz zu Dir (hier nur ein Beispiel):

In Antwort auf:
Leider hast Du bei der Aufzählung einen Namen vergessen, nämlich den Namen dessen, welcher mit seinem Beitrag der eigentliche Auslöser dieses "Disput´s gewesen war, der allerdings auch so "schlau "war, sich hinterher an dem von ihm "angerichteten Grund" für Dein Einschreiten nicht beteiligt zu haben. Wenn schon, denn bitte auch "Gleiches Recht für Alle!


auch offen aus. Man eckt dann zwar mal an aber jeder weiß wo er dran ist und man kann mich nicht als "Hinterhälter" bezeichnen.

Nun bin ich auf Deine nächste Frage schon gespannt.



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#131

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 14:47
von wosch (gelöscht)
avatar

Hallo Rüdiger!
Ich habe wirklich keine weiteren Fragen diesbezüglich an Dich und will auch aus Deiner Rolle im Jahre 1989 auch überhaupt keine Rückschlüsse ziehen, es hatte mich einfach nur mal interessiert und glaube mir, ganz ehrlich: ich will das auch überhaupt nicht negativ bewerten!!!
Ich will Dich auch gar nicht in irgendwelche politische Diskussionen werwickeln, denn Du wirst wie jeder Andere für Dein Handeln und für Deine Einstellung DEINE eigenen Gründe haben und gehabt haben. Sieh mal, ich zum Beispiel bin Mitglied in der SPD, aber bei der letzten Landtagswahl hier in Hessen, habe ich die CDU (wegen dem Kapitel "Ypsilanti") gewählt.
Rüdiger, ich hatte mit Absicht den Namen weggelassen, weil ich demjenigen, auf den ich mich bezog, die Chance geben wollte, mir nicht wieder "verbal" antworten zu müssen. Im Übrigen bin ich überzeugt davon, daß der Thomas wissen wird, wen ich da im Auge hatte. Und für ihn waren meine Zeilen ja auch gedacht!!
Schönen Gruß aus Kassel



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#132

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 14:48
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

Hier ist ja auf einmal alles so still....


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#133

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 14:48
von Drewitz | 356 Beiträge

Die politische Bandbreite in diesem Forum ist wirklich erstaunlich-von DKP Mitglied bis zum Rep.funktionär.Es ist aber mal eine angenehme Abwechslung,das hier mit offenem Visier geforumt wird!
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#134

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 14:49
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

3 Leute auf einen Streich! Hätte ich meine kleine Anmerkung doch nur 60 Sekunden früher ins Netz gestellt...


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#135

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 15:07
von Musiker12 | 822 Beiträge

@ Wosch
Wenn meine Worte für jemanden speziell gedacht sind dann mache ich das wie Du weißt per PN. Was hier öffentlich geschrieben ist sollte jeden etwas angehen. Dinge durch die Blumen sind immer Zündstoff und regen zu Mutmaßungen an.
Dass ich Deine Frage als Provokation ansehe kannst Du Dir sicher vorstellen nach unseren Attacken. Ich dachte eigentlich Du hättest meinem Versuch Dir etwas zu erklären verstanden.



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#136

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 15:13
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

Räusper, "ernstes, seriöses Gesicht aufsetz":

Meine Herrschaften!

Wir sollten uns doch wieder dem eigentlichen Thema widmen! Hier ein paar Zahlen zum "normalsten Geheimdienst der Welt"

In Antwort auf:
Sicherheitsdoktrin
Mielke hingegen formulierte dann 1957/58 die MfS-Doktrin der "präventiven" Sicherung der gesamten DDR-Gesellschaft unter dem Leitbegriff der "politisch-ideologischen Diversion", der zufolge prinzipiell jeder DDR-Bürger, sei er auch noch so loyal, als anfällig für den Einfluss "imperialistischer", vornehmlich westdeutscher Kräfte galt. Er schrieb damit das Stalinsche Theorem der ständigen Verschärfung des Klassenkampfes fort und begründete daraus den Zwang, Aufgabenfelder und Aktionsräume seines Apparates strukturell unbegrenzt auszuweiten. Zielstrebig ging er daran, das MfS hierfür zu rüsten und sein Terrain im Gefüge der bewaffneten Organe auszubauen. Endgültig durchsetzen konnte Mielke diese universelle Sicherheitsdoktrin im Ergebnis der Reform- und Modernisierungskonflikte nach dem Mauerbau. Teile der politischen Elite, die durch Ulbricht zeitweilig gefördert wurden, plädierten für eine Modernisierung und das Leitbild der "sozialistischen Menschengemeinschaft". Daraus drohte den physischen Repressionsapparaten potentiell ein Rückbau oder jedenfalls eine substantielle Beschränkung ihrer Position.

Mielke erhob zum Ziel, für jeden DDR-Bürger die geheimpolizeiliche Leitfrage "Wer ist wer?" präventiv beantworten zu können, dass heißt, bevor jemand in negativer Weise, zum Beispiel durch einen Ausreiseantrag, auffiel. Entscheidend war dabei nicht das jeweils aktuelle Potential an aktiver innerer Opposition, sondern vielmehr die Bedrohungsperzeption der SED-Führung im überstaatlichen Kontext. Sie fürchtete den externen Einfluss, der "westlich" im Sinne einer Kombination von politischer Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, individueller Freiheit und dem Versprechen ökonomischen Wohlstandes war, aber auch "nationale" Züge trug aufgrund der besonderen Situation des "Sozialismus in einem halben Lande" (Staritz). Wohl aufgrund dieser Sonderrolle als "halbierter" Frontstaat an der Nahtstelle des globalen Systemkonflikts überstieg der Umfang der DDR-Staatssicherheit auch die relative Größe ihrer "Bruderorgane" in den anderen staatssozialistischen Systemen einschließlich des sowjetischen Komitees für Staatssicherheit um ein Mehrfaches.

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MfS im Vergleich
Während diese Sicherheitsapparate ebenfalls wuchsen und schließlich (nach derzeit bekannten Daten) eine Überwachungsdichte von etwa 600 (UdSSR) bis 1.600 (Polen) Bürgern pro hauptamtlichen Mitarbeiter erreichten, lag das MfS mit circa 180 DDR-Bürgern pro Mitarbeiter unangefochten an der Spitze. Gemessen an der Bevölkerungszahl entwickelte sich das Ministerium für Staatssicherheit in den "langen siebziger Jahren" zum wohl größten geheimpolizeilichen und geheimdienstlichen Apparat der Weltgeschichte.

Personalbestände osteuropäischer Geheimdienste 1989/90 Dienst Anzahl Bevölkerung Quote
MfS (DDR) 1989: 91.015 16,4 1:180
KGB (UdSSR) 1990: ca. 480.000 285,7 1:595
StB (CSSR)1989: 18.000 15,6 1:867
Securitate (Rumänien) 1989: ca. 15.000 - 40.000 23,3 1:1.553
SB (Polen) 1989: 24.390 38,4 1:1.574

Die Mitarbeiter als Repressionselite

Das Ministerium für Staatssicherheit war von den ersten Anfängen an ausgesprochen avantgardistisch geprägt. Keine andere Institution kam der Idealvorstellung einer kommunistischen Kampforganisation so nahe - jedenfalls, was den Ausschluss politisch missliebiger Kräfte betraf.

So wurden prinzipiell keine ehemaligen NSDAP-Mitglieder sowie Polizisten aus der Zeit vor 1945 eingestellt, aber auch Mitglieder der Blockparteien fanden keinen Zugang in die Reihen der Staatssicherheit. Die Mitgliedschaft in der SED war von Anfang an nahezu zwingend. Anfang 1953 betrug der Anteil der SED-Mitglieder am MfS-Personal 92 Prozent und übertraf damit zum Beispiel bei weitem die Volkspolizei und die Kasernierte Volkspolizei, deren Angehörige nicht einmal zu zwei Dritteln in der Einheitspartei waren. Selbst ehemalige Sozialdemokraten, unabhängige Linkssozialisten oder Kommunisten sowie Westemigranten waren so gut wie gar nicht vertreten.

Durch diese Ausschlusskriterien blieb das Ministerium für Staatssicherheit von typischen kaderpolitischen Konfliktlagen der jungen DDR verschont: es gab keine Friktionen zwischen alter und neuer Intelligenz, keine Inanspruchnahme von "bürgerlichen Fachleuten", etwa der Gestapo oder auch der Weimarer Politischen Polizei, keine blockpolitischen Zugeständnisse. Wohl auf keinem anderen gesellschaftlichen Feld reichte der personelle Bruch so tief.



Quelle:
http://www.bstu.bund.de/cln_028/nn_71282....html__nnn=true

Soweit die Fakten der BStU

Hier handelt es sich nicht um einen normalen Geheimdienst. Hier handelte es sich um einen Repressionsapparat erster Klasse preußisch-militaristischen Zuschnitts. Geführt durch einen irren Sicherheitsfanatiker, der Stalin noch 1971 "hoch, hoch, hoch!" leben ließ...

Und der "alle Menschen" liebte...


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#137

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 15:17
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Musiker12
@ Wosch
Wenn meine Worte für jemanden speziell gedacht sind dann mache ich das wie Du weißt per PN. Was hier öffentlich geschrieben ist sollte jeden etwas angehen. Dinge durch die Blumen sind immer Zündstoff und regen zu Mutmaßungen an.
Dass ich Deine Frage als Provokation ansehe kannst Du Dir sicher vorstellen nach unseren Attacken. Ich dachte eigentlich Du hättest meinem Versuch Dir etwas zu erklären verstanden.




Hallo Rüdiger!
Jetzt, wo Du es sagst, kann ich es mir auch vorstellen. Ich hätte Dich wahrscheinlich besser nicht gefragt!!
Entschuldige bitte, soll nicht wieder vorkommen!
Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 03.09.2009 15:18 | nach oben springen

#138

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 15:25
von Drewitz | 356 Beiträge

Interessante Zahlen...Wobei ich doch wieder das alte Argument ausbuddel:jede Klofrau,Apothekenangestellte,Schuster,Küchenkraft...hatte einen Dienstgrad.War also Angehörige des MfS.Es wäre mal interessant eine Zahl zu hören,wo diese mal rausgerechnet sind...
Klar war das Organ zu aufgebläht,zu teuer usw,usf-mir alles klar.Wenn man aber bei den anderen alle Zivilangestellten mitrechnen würde wäre dort auch eine andere Zahl.
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#139

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 15:28
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

Da leider eine Antwort so rasch erfolgte, möchte ich aus dem BStU-Beitrag nachträglich noch folgendes hervorheben:

In Antwort auf:
Mielke erhob zum Ziel, für jeden DDR-Bürger die geheimpolizeiliche Leitfrage "Wer ist wer?" präventiv beantworten zu können, dass heißt, bevor jemand in negativer Weise, zum Beispiel durch einen Ausreiseantrag, auffiel.
.....
überstieg der Umfang der DDR-Staatssicherheit auch die relative Größe ihrer "Bruderorgane" in den anderen staatssozialistischen Systemen einschließlich des sowjetischen Komitees für Staatssicherheit um ein Mehrfaches.


MfS im Vergleich
Während diese Sicherheitsapparate ebenfalls wuchsen und schließlich (nach derzeit bekannten Daten) eine Überwachungsdichte von etwa 600 (UdSSR) bis 1.600 (Polen) Bürgern pro hauptamtlichen Mitarbeiter erreichten, lag das MfS mit circa 180 DDR-Bürgern pro Mitarbeiter unangefochten an der Spitze. Gemessen an der Bevölkerungszahl entwickelte sich das Ministerium für Staatssicherheit in den "langen siebziger Jahren" zum wohl größten geheimpolizeilichen und geheimdienstlichen Apparat der Weltgeschichte.

Personalbestände osteuropäischer Geheimdienste 1989/90 Dienst Anzahl Bevölkerung Quote
MfS (DDR) 1989: 91.015 16,4 1:180
KGB (UdSSR) 1990: ca. 480.000 285,7 1:595
StB (CSSR)1989: 18.000 15,6 1:867
Securitate (Rumänien) 1989: ca. 15.000 - 40.000 23,3 1:1.553
SB (Polen) 1989: 24.390 38,4 1:1.574
.......
aber auch Mitglieder der Blockparteien fanden keinen Zugang in die Reihen der Staatssicherheit. Die Mitgliedschaft in der SED war von Anfang an nahezu zwingend.
.......
Selbst ehemalige Sozialdemokraten, unabhängige Linkssozialisten oder Kommunisten sowie Westemigranten waren so gut wie gar nicht vertreten.
.......
Durch diese Ausschlusskriterien blieb das Ministerium für Staatssicherheit von typischen kaderpolitischen Konfliktlagen der jungen DDR verschont: es gab keine Friktionen zwischen alter und neuer Intelligenz, keine Inanspruchnahme von "bürgerlichen Fachleuten", etwa der Gestapo oder auch der Weimarer Politischen Polizei, keine blockpolitischen Zugeständnisse. Wohl auf keinem anderen gesellschaftlichen Feld reichte der personelle Bruch so tief.


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#140

RE: Muß man heute noch Angst vor der Stasi haben?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.09.2009 15:29
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

@Drewitz:

Die Bruderorgane verfügten wohl ebenfalls über eigene "Klofrau,Apothekenangestellte,Schuster,Küchenkraft..."


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Erstellt im Forum Presse Artikel Grenze von Angelo
0 08.10.2008 09:44goto
von Angelo • Zugriffe: 1367

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