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#41

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 03.04.2015 10:36
von Freienhagener | 4.481 Beiträge | 872 Punkte
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #38
Lasst doch endlich mal die Legende in Würde sterben, wonach man nur studieren durfte, wenn man sich für drei Jahre verpflichtet hat.
Unsinn ! (jedenfalls in dieser immer behaupteten Zwangsläufigkeit - oder eben Legende für die eigene Biographie ...)

Siggi


Aber es gab solche Fälle, d.h. eine differenzierte Vorgehensweise.
Die Kriterien sind mir nicht bekannt.

Ich habe als GWDler meinen Studienplatz sicher gehabt. Ein Kamarad mit bürgerlichem Elternhaus (selbständiger Handwerksmeister) hatte seinen Medizin-Studienplatz auch.
Aber andere nicht ohne mindestens 3 Jahre. Hat man die nur ins "Bockshorn gejagt" bei der Musterung?


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


vs1400 und der alte Grenzgänger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.04.2015 10:37 | nach oben springen

#42

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 03.04.2015 11:31
von Klauspeter | 1.077 Beiträge | 214 Punkte
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #37

...
Aber wir haben ja alle Eltern, die mit Sicherheit auch schon vor der Frage nach den Verbrechen des Faschismus standen und die Frage beantworten mußten, wie sag ich es meinem Kinde, warum haben wir das zugelassen, dieses unendliche Leid über die Völker Europas zu bringen.Warum wurde nichts oder zuwenig dagegen getan, Wobei das natürlich in keinster Weise mit der DDR zu vergleichen war

Ein interessanter Gedanke, den der User Signalobermaat hier aufwirft.
Unsere Väter mussten Fragen beantworten, wenn sie in der Zeit des Faschismus eine Uniform trugen.
Wer in der DDR eine Uniform trug, wird hin und wieder mit Fragen seiner Kinder konfrontiert.

Was aber sagt die Mutter ihren Kindern, deren Vater als BuWe-Soldat im Irak getötet wurde? Noch dazu, wenn die Kinder auf die Aussage im Grundgesetz verweisen, wonach die Bundeswehr nur zur Verteidigung der BRD eingesetzt werden darf? Was sagen Vorgesetzte der Bundeswehr ihren Unterstellen, die auf Auslandseinsätze vorbereitet werden?
Oder darf man solche Fragen immer nur im "Nachhinein" stellen?
Klaus


der 39., Pitti53, Damals87, Thüringerin und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 03.04.2015 12:44
von der alte Grenzgänger | 1.145 Beiträge | 67 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #41
.....

Ich habe als GWDler meinen Studienplatz sicher gehabt.
Ein Kamarad mit bürgerlichem Elternhaus (selbständiger Handwerksmeister) hatte seinen Medizin-Studienplatz auch.
Aber andere nicht ohne mindestens 3 Jahre. Hat man die nur ins "Bockshorn gejagt" bei der Musterung?


1. Ich auch ...
2. Kenne ich auch etliche...
3 Ich glaube- ja.. und vorauseilender Gehorsam war sicher auch oft dabei (es wurde eben erwartet..)

Siggi


"Der Tonfall des Landes, in dem man geboren ist, haftet im Verstand und im Herzen wie in der Sprache"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#44

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 03.04.2015 18:52
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #43
Zitat von Freienhagener im Beitrag #41
.....

Ich habe als GWDler meinen Studienplatz sicher gehabt.
Ein Kamarad mit bürgerlichem Elternhaus (selbständiger Handwerksmeister) hatte seinen Medizin-Studienplatz auch.
Aber andere nicht ohne mindestens 3 Jahre. Hat man die nur ins "Bockshorn gejagt" bei der Musterung?


1. Ich auch ...
2. Kenne ich auch etliche...
3 Ich glaube- ja.. und vorauseilender Gehorsam war sicher auch oft dabei (es wurde eben erwartet..)

Siggi



1. Ich auch .....wobei ich auch einige kenne, die ihren GWD während des Studiums "absolviert" haben und als Ultn d. Res. beendeten

2. Kenne ich auch ... meine Frau, als Tochter eines selbständigen Handwerksmeisters (aber nicht Medizin)

3. Ich meine: sowohl als auch ... sicherlich war es dem einen oder anderen dienlich, aber man musste ja auch längerdienende haben.

Schöne Ostern noch an alle

QTC



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#45

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 04.04.2015 00:08
von vs1400 | 2.567 Beiträge | 296 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #41
Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #38
Lasst doch endlich mal die Legende in Würde sterben, wonach man nur studieren durfte, wenn man sich für drei Jahre verpflichtet hat.
Unsinn ! (jedenfalls in dieser immer behaupteten Zwangsläufigkeit - oder eben Legende für die eigene Biographie ...)

Siggi


Aber es gab solche Fälle, d.h. eine differenzierte Vorgehensweise.
Die Kriterien sind mir nicht bekannt.

Ich habe als GWDler meinen Studienplatz sicher gehabt. Ein Kamarad mit bürgerlichem Elternhaus (selbständiger Handwerksmeister) hatte seinen Medizin-Studienplatz auch.
Aber andere nicht ohne mindestens 3 Jahre. Hat man die nur ins "Bockshorn gejagt" bei der Musterung?


darüber sollte man doch in einem neuen thema diskutieren können, @ Freienhagener.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#46

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 04.04.2015 20:12
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Zitat von vs1400 im Beitrag #45
Zitat von Freienhagener im Beitrag #41
... Aber andere nicht ohne mindestens 3 Jahre. Hat man die nur ins "Bockshorn gejagt" bei der Musterung?
darüber sollte man doch in einem neuen thema diskutieren ...
Bei diesem Thema kann man sich dann auch gleich mal von dem Vorurteil verabschieden, das jeder 3ender studieren wollte oder besser gesagt, auch durfte. Stichwort: allgemeine Hochschulreife

Bockshorn war vielleicht nicht nur das einzige Argument, denn einige dachten auch über Wie hat man als Student in der DDR sein Einkommen erhöht? nach *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


vs1400 und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.04.2015 20:13 | nach oben springen

#47

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 05.04.2015 10:46
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Manche Betriebe waren scheinbar noch mieser...

Daß sich deshalb welche 10 Jahre verpflichtet haben, ist kein Geheimnis.

Aber das mit der "Schlechtigkeit" der Arbeit wurde subjektiv verschieden empfunden.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 05.04.2015 10:48 | nach oben springen

#48

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 21:02
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Mit Sicherheit ergibt sich aus der Frage keine Entschuldigung. Jeder, der an der Grenze war hat seine Erlebnisse und Reflektionen dieser Zeit. Die Kinder heute werden mit anderen Meinungen vollgepumpt und dazu muß man auch was sagen. Gerade weil ich es meinen Kindern so rüberbringen wollte, dass sie selbst sich eine Meinung bilden können war die frage, wie bringe ich es rüber für mich wichtig. Inzwischen ist die Frage zu ergänzen, wie sage ich es meinem Enkelkind. Liebe Grüße an Alle und das Leben geht weiter Ulei


DoreHolm und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#49

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 21:45
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Zitat von ulei mendhausen im Beitrag #48
Mit Sicherheit ergibt sich aus der Frage keine Entschuldigung. Jeder, der an der Grenze war hat seine Erlebnisse und Reflektionen dieser Zeit. Die Kinder heute werden mit anderen Meinungen vollgepumpt und dazu muß man auch was sagen. Gerade weil ich es meinen Kindern so rüberbringen wollte, dass sie selbst sich eine Meinung bilden können war die frage, wie bringe ich es rüber für mich wichtig. Inzwischen ist die Frage zu ergänzen, wie sage ich es meinem Enkelkind. Liebe Grüße an Alle und das Leben geht weiter Ulei


Wenn man offen und ehrlich die damalige Zeit reflektiert und die Fragen von Kindern und Enkeln authentisch beantwortet wäre man irgendwie persönlich auf der "sicheren Seite".Andersherum bringt man Kinder in Konflikte,die mit anderen Meinungen vollgepumpt werden und im negativen Fall auch noch schulisch dadurch Nachteile haben.
Wenn man nur bedenkt,wieviele sich heute für ihren 3-jährigen Grenzdienst z.b. entschuldigen weil sie vorgeblich studieren wollten oder andere Zeitgenossen,die nur unter Druck zu irgendwelchen staatsnahen Funktionen in der DDR angeblich gezwungen wurden.....
Mal ehrlich,hättet ihr jedem 3-ender ein späteres Studium zugetraut?
Die Fragen an mich umfassen einen längeren Zeitraum als evtl. 3 Jahre Grenzdienst.Aber meine Antworten sind ehrlich und Fragen sind genug da....
Hatte heute gerade wieder solch einen Frage-Tag. Der 9.April, an dem sich meine Republikflucht vor Jahrzehnten vollzog.

seaman


Fritze, Alfred, vs1400 und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 22:15
von ulei mendhausen | 89 Beiträge
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Ich hatte, abgesehen davon das ich bei der Musterung mich fuer 4 Jahre Volksmarine verpflichtet hatte, die Wahl zwischen Mucker und Grenze und hatte mich fuer die Grenze entschieden. Nicht wegen irgendwelchen Vor oder Nachteilen sondern weil ich meine Heimat Thueringen liebte. Gruss Ulei, vor allem an die Thueringerin


seaman und Thüringerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 10.04.2015 01:21
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Zitat von seaman im Beitrag #49


Wenn man offen und ehrlich die damalige Zeit reflektiert und die Fragen von Kindern und Enkeln authentisch beantwortet wäre man irgendwie persönlich auf der "sicheren Seite".Andersherum bringt man Kinder in Konflikte,die mit anderen Meinungen vollgepumpt werden und im negativen Fall auch noch schulisch dadurch Nachteile haben.
Wenn man nur bedenkt,wieviele sich heute für ihren 3-jährigen Grenzdienst z.b. entschuldigen weil sie vorgeblich studieren wollten oder andere Zeitgenossen,die nur unter Druck zu irgendwelchen staatsnahen Funktionen in der DDR angeblich gezwungen wurden.....
Mal ehrlich,hättet ihr jedem 3-ender ein späteres Studium zugetraut?

Die Fragen an mich umfassen einen längeren Zeitraum als evtl. 3 Jahre Grenzdienst.Aber meine Antworten sind ehrlich und Fragen sind genug da....
Hatte heute gerade wieder solch einen Frage-Tag. Der 9.April, an dem sich meine Republikflucht vor Jahrzehnten vollzog.

seaman


hm seaman,
hart aber herzlich,
für einige und im eigentlichen bin ich diesbezüglich deiner meinung.
zumindest was die heutigen damaligen "seher" betrifft, welche ihr imaginäres nicht handeln ( ... müssen), im heute als edlen wesenszug darstellen.
da gibt es beifall und man schließt sich in kulanzen mit anderen ein, egal warum, es zählt das dagegen. ganz "wichtige" posieren mit ihrem klarnamen im www und dann hast du, als user eben, nen praktischen nachteil.
bei unbedarften und darstellern.

klar und dass werde ich weiterhin nicht ausschließen, es gab dreiender, die nur wegen ihrer zusage ein studium bekamen.
was wurde ihnen jedoch damals vermittelt und wie war die realität?
aus meiner erfahrung heraus waren zukünftige studenten eher in der unterzahl, im heute gefühlte 10% der uaz. der "rest", wurde wohl durch werbeaktionen vermittelt und da gab es einfach fast alles an offiziellen aussagen zu hören.
nur eben nicht, dass man überredet wurde oder gar abgekohlt hatte,
letzteres war meine entscheidung.
sie war nicht wirklich freiwillig,
doch auch daraus und in anbetracht der gegebenheiten, werde ich wohl kritisch
und dass ist mir wichtiger, unter beachtung der zeit und des heutigem wissens, entspannter darüber schreiben.



gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
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#52

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 10.04.2015 09:55
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Als ich noch an der Grenze wohnte und auch in der noch folgenden DDR Zeit, gab es für mich kein "Warum und Weshalb", es war so und fertig. Der Zaun war für mich alltäglich und einfach normal. Natürlich sieht man das als Kind etwas anders wie manch Erwachsener.
Nach Grenzöffnung kamen für mich die Fragen nach dem "Warum und Weshalb" aber nicht "warum stand dort ein Zaun?", sondern "warum ist der jetzt weg?", weshalb hat man die DDR aufgelöst?" und so weiter und so fort....
Heute fange ich hin und wieder Gespräche mit meinem Vater an und möchte gern mehr über seinen Dienst erfahren. Ich hab ihm dieses Forum gezeigt und gemeint, dass man hier viel erfährt. Die spitzigen Dinge und Einzelheiten, die erfährt man nur durch persönliche Gespräche. Ist mir auch viel lieber.

Beim letzten Gespräch ging es um das Grüßen eines BGS Beamten. Ich meinte, na Vater, da gab es doch einige die trotz Verbot mit dem Kopf nickten oder sich sonst irgendwie bemerkbar machten? Er meinte, nein, ich war ein Hardliner! War für mich verständlich, und hab damit auch keinerlei Probleme.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
der 39., 94 und Moskwitschka haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.04.2015 09:55 | nach oben springen

#53

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 10.04.2015 21:28
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Als ich noch an der Grenze wohnte und auch in der noch folgenden DDR Zeit, gab es für mich kein "Warum und Weshalb", es war so und fertig. Der Zaun war für mich alltäglich und einfach normal. Natürlich sieht man das als Kind etwas anders wie manch Erwachsener.

@Paramite ....so habe ich es auch erlebt.
nach 89 habe ich mich auch gefragt....was nun? 1990 dann...warum löst sich die DDR auf?
Was ist falsch gelaufen....
Manchmal kamen mir damals solche Gedanken wie...bitte..macht die Grenze wieder dicht.
Es ist hier schwer zu erklären....für mich brach meine kleine..heile Welt zusammen.
Ich hatte doch seit ich denken konnte..meinen Berufswunsch...auch dieser hatte sich erledigt.
Irgendwie fühlte ich mich betrogen...ich wollte es nicht wahrhaben..das so vieles falsch war..das es so schlecht stand um diesen Staat.
Klar nervte damals das "immer bereit".."Freundschaft"...."Sieg des Sozialismus" hier und "Sieg des Sozialismus" da..usw.
...aber...Ich "liebte" meine kleine DDR....ich wurde in diesem Land geboren...

Die ersten zwei Jahre hatte ich ernste Schwierigkeiten mich im vereinten Deutschland zurechtzufinden.
Zuviel prasselte auf mich ein..was ich nicht verarbeiten konnte...diese Zeit war total chaotisch.

Bevor ihr wieder draufhaut..ich war damals 15/16 Jahre alt.
Die Sorgen vieler Erwachsener/Berufstätigen in der DDR kannte ich nicht.
Ich habe damals so gefühlt....

Gruß Rothaut


der 39., Paramite, Fritze, seaman, Pitti53, vs1400 und Theo85/2 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 10.04.2015 23:52
von Gert | 12.864 Beiträge | 623 Punkte
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Zitat von Paramite im Beitrag #52
Als ich noch an der Grenze wohnte und auch in der noch folgenden DDR Zeit, gab es für mich kein "Warum und Weshalb", es war so und fertig. Der Zaun war für mich alltäglich und einfach normal. Natürlich sieht man das als Kind etwas anders wie manch Erwachsener.
Nach Grenzöffnung kamen für mich die Fragen nach dem "Warum und Weshalb" aber nicht "warum stand dort ein Zaun?", sondern "warum ist der jetzt weg?", weshalb hat man die DDR aufgelöst?" und so weiter und so fort....
Heute fange ich hin und wieder Gespräche mit meinem Vater an und möchte gern mehr über seinen Dienst erfahren. Ich hab ihm dieses Forum gezeigt und gemeint, dass man hier viel erfährt. Die spitzigen Dinge und Einzelheiten, die erfährt man nur durch persönliche Gespräche. Ist mir auch viel lieber.

Beim letzten Gespräch ging es um das Grüßen eines BGS Beamten. Ich meinte, na Vater, da gab es doch einige die trotz Verbot mit dem Kopf nickten oder sich sonst irgendwie bemerkbar machten? Er meinte, nein, ich war ein Hardliner! War für mich verständlich, und hab damit auch keinerlei Probleme.


du hast so einen schönen Wahlspruch, der fiel mir sofort auf, als du das Gespräch mit deinem Vater wegen Grüßen an den BGS erzähltest. Und, hat er dich runtergezogen ?


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#55

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 00:01
von Moskwitschka | 2.925 Beiträge | 368 Punkte
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Ach @Gert Ich denke @Paramite kann mit der Ehrlichkeit seines Vaters besser leben, als mit einem Geschwurbel von den "zwei Gesichtern" .

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

Paramite hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.04.2015 00:15 | nach oben springen

#56

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 00:46
von Paramite | 414 Beiträge
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Ach Gerti, ich sag es jetzt auch mal durch die Blume. Mit meinem Vater kann ich diskutieren. Das rührt daher, dass mein Respekt gegenüber ihm wesentlich höher ist, wie zu manch einem User hier im Forum.
Bevor du über ihn urteilst, zu mal er hier nicht vertreten ist und du ihn nicht kennst, finde dich erst einmal selbst. Du liest eh' nur, was Du lesen willst, nicht was geschrieben wird!


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

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#57

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 01:45
von Gelöschtes Mitglied
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Wie sage ich es meinem Kind? Jetzt könnte man sagen, ganz einfach Ehrlichkeit ist oberstes Gebot. Ich persönlich hatte damit kein Problem.
Zwar war ich nicht am Zaun, meine Kinder sind in Glöwen aufgewachsen, also Ausbildungsregiment, weit weg vom Geschehen.
In einigen Beiträgen lese ich, man sollte sich bei den Kindern für die Zugehörigkeit bei den GT entschuldigen.
Warum ??? Kannst Du Deinem Vater der Grenzer war vergeben? Warum?
Und hier scheiden sich die Geister. Der Soldat im GWD, der UaZ. BU oder auch OaZ. und Berufsoffizier, wer hat sich denn schuldig gemacht an den
Mauer/Grenztoten?
Gibt es hier einen der geschossen hat? Ich glaube nicht.
Und ich denke das sich niemand dafür entschuldigen muß, dafür das er an der Grenze Dienst getan hat.
Das Grenzregime war vorgegeben und wurde durchgesetzt.
Ob nun Sold., Ofw. ,Hptm. die haben ihren Dienst gemacht, in der Hoffnung keinen GV anzutreffen.
So nun könnt ihr losprügeln, ist meine Meinung.
Das Kuriostete was ich erlebbt habe, war eine Beförderung am Telefon. GM Fritzsche war im GAR 5 zu Gast, ich GOvD, es kam ein Anruf aus
Grabow. Ein KC hatte einen Pilzesammler im Sperrgebiet festgenommen, Nun war der Hptm. Major, am Telefon und in echt auch.
( GM. Fritzsche war im Dienstzimmer des OvD, das Stabsgebäude Haus 1 war abgebrannt, ach das wusste keiner)
Kleiner Nachtrag: Regiment Feueralarm, die Evakuierung der VS-Stelle hatte absoluten Vorrang. Die Unterlagen wurden im Speisesaal
untergebracht.. Mitarbeiter der V2000 waren zahlreich vorhanden.
Micha


Paramite und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.04.2015 03:33 | nach oben springen

#58

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 11:41
von Gert | 12.864 Beiträge | 623 Punkte
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Zitat von Paramite im Beitrag #56
Ach Gerti, ich sag es jetzt auch mal durch die Blume. Mit meinem Vater kann ich diskutieren. Das rührt daher, dass mein Respekt gegenüber ihm wesentlich höher ist, wie zu manch einem User hier im Forum.
Bevor du über ihn urteilst, zu mal er hier nicht vertreten ist und du ihn nicht kennst, finde dich erst einmal selbst. Du liest eh' nur, was Du lesen willst, nicht was geschrieben wird!

nun du liest offenbar auch nur was du lesen möchtest, exakt das, was du mir vorwirfst. Ich habe aber gar nichts behauptet , ich habe eine Frage gestellt.Vielleicht ist es schwer eine Frage von einer Behauptung zu unterscheiden, ist eine intellektuelle Herausforderung, solltest es aber mal versuchen. Es vermeidet Missverständnisse.


.🇩🇪
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Mahatma Gandhi
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#59

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 12:31
von 94 | 10.900 Beiträge | 226 Punkte
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Momentan wirkt hier nur Einer überfordert. Und der mit dem Falli-Wahlspruch isses gerad mal nicht. Na wie auch immer, herrliches Wetter heut ... viel zu schade sich die Laune hier mit solch kleingeistigen Anmachversuchen verderben zu lassen. Und achso, ist's Euch auch schonemal aufgefallen, wer sonst nicht zu sagen hat, na der redet halt übers Wetter, Mahlzeit!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Damals87, Paramite und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.04.2015 12:32 | nach oben springen

#60

RE: wie sage ich es meinem Kind

in Grenztruppen der DDR 11.04.2015 23:57
von vs1400 | 2.567 Beiträge | 296 Punkte
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Zitat von G.Michael im Beitrag #57
Wie sage ich es meinem Kind? Jetzt könnte man sagen, ganz einfach Ehrlichkeit ist oberstes Gebot. Ich persönlich hatte damit kein Problem.
Zwar war ich nicht am Zaun, meine Kinder sind in Glöwen aufgewachsen, also Ausbildungsregiment, weit weg vom Geschehen.
In einigen Beiträgen lese ich, man sollte sich bei den Kindern für die Zugehörigkeit bei den GT entschuldigen.
Warum ??? Kannst Du Deinem Vater der Grenzer war vergeben? Warum?
Und hier scheiden sich die Geister. Der Soldat im GWD, der UaZ. BU oder auch OaZ. und Berufsoffizier, wer hat sich denn schuldig gemacht an den
Mauer/Grenztoten?
Gibt es hier einen der geschossen hat? Ich glaube nicht.
Und ich denke das sich niemand dafür entschuldigen muß, dafür das er an der Grenze Dienst getan hat.
Das Grenzregime war vorgegeben und wurde durchgesetzt.

Ob nun Sold., Ofw. ,Hptm. die haben ihren Dienst gemacht, in der Hoffnung keinen GV anzutreffen.
So nun könnt ihr losprügeln, ist meine Meinung.

Das Kuriostete was ich erlebbt habe, war eine Beförderung am Telefon. GM Fritzsche war im GAR 5 zu Gast, ich GOvD, es kam ein Anruf aus
Grabow. Ein KC hatte einen Pilzesammler im Sperrgebiet festgenommen, Nun war der Hptm. Major, am Telefon und in echt auch.
( GM. Fritzsche war im Dienstzimmer des OvD, das Stabsgebäude Haus 1 war abgebrannt, ach das wusste keiner)
Kleiner Nachtrag: Regiment Feueralarm, die Evakuierung der VS-Stelle hatte absoluten Vorrang. Die Unterlagen wurden im Speisesaal
untergebracht.. Mitarbeiter der V2000 waren zahlreich vorhanden.
Micha



hallo @G.Michael,
schreibst du hier nicht eher "nur" als träger dieser uniform?

aus meiner sicht, ja ... .

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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