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#1

Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.04.2015 21:38
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Eine Frage bewegt mich schon eine ganze Weile..
das aktuelle Forum- Titelfoto illustriert die Sache eigentlich ganz gut.

Es ist auch an etlichen Stellen hier schon über diverse einzelne Situationen in diesem "vorgelagerten" geschrieben worden- mal hat ein Bauer Gülle verteilt, mal haben Bauern nur Heu gemacht, mal haben die GAKLs nur "nach dem rechten" geschaut..

Gab es denn irgendwelche generellen Regelungen, wie mit diesem, ja sehr unterschiedlich breiten, sehr unterschiedlich bewachsenen oder genutzten "Stück DDR" umzugehen war ?
Wie breit waren die Streifen so etwa von - bis Meter ?

Aus jeder Grünlandfläche wird ja bei fehlender Bewirtschaftung in recht kurzer Zeit ein Wald- das war sicher nicht gewollt, oder?
Also muss regelmäßig mindestens gemäht und gerodet werden, das Mahdgut / das Holz abgefahren werden- Gräben entschlammt werden und und und ..

Wurden überall die Bauern, Forstleute, Leute der Wasserwirtschaft oder Melioration regelmäßig (natürlich bewacht..) durch den Zaun gelassen ?
Wie war das organisiert ?
So viele Tore kann es doch gar nicht gegeben haben.. ?

Voranmeldung, telefonisch, schriftlich, persönlich beim KC GK als Kneipenkumpan des Bauern ?
Haben vielleicht hier und da auch West- Bauern einfach mal eine "Landnahme" vorgenommen- oder gab es gar zwischenstaatliche (oder auf unteren Ebenen) Vereinbarungen zur Unterhaltung durch (wen auch immer in der) BRD ? (für harte Währung hat ja die DDR so ziemlich alles verkauft...)

Wie war der BGS / Zoll bei Arbeiten auf diesem Streifen informiert / einbezogen ?

Soll erstmal reichen- ich denke, mein Anliegen ist erkannt... und da wir ja auch ziemlich viele neue "alte" Grenzer hier haben, hoffe ich auf viele Antworten und auf einen friedlichen, sachlichen Verlauf der Diskussion (der Schwerpunkt sollte dabei möglichst nicht auf den Devisengeschäften liegen ..)

.. erstmal Danke

Siggi


"Der Tonfall des Landes, in dem man geboren ist, haftet im Verstand und im Herzen wie in der Sprache"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#2

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.04.2015 21:46
von damals wars | 13.094 Beiträge | 585 Punkte
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Landname kenne ich so nur von Zehlendorf, dort wurden die Gärten einer Einfamilienhaussiedlung einiger Westberliner, die ans Vorgelagerte angrenzten, mit Billigung bis an die Mauer verlängert, sie mussten nur einen Trampelpfad für die Aufklärer freilassen.
Erzählte mir in einer gemeinsamen Schicht der Grenzaufklärer.
Die Gärten waren von einem Turm auch einsehbar.


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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eisenringtheo und der alte Grenzgänger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.04.2015 21:50 | nach oben springen

#3

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 17:37
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Mmmhh- ich bin ziemlich verwundert ... ist keiner mehr da, der etwas zu den Gepflogenheiten "vor dem Zaun" sagen kann / möchte ?

Siggi


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#4

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 17:41
von Lutze | 8.206 Beiträge | 314 Punkte
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #3
Mmmhh- ich bin ziemlich verwundert ... ist keiner mehr da, der etwas zu den Gepflogenheiten "vor dem Zaun" sagen kann / möchte ?

Siggi

Kühe von einer LPG waren vor dem Zaun,
selbst die sind geflüchtet,
mehr fällt mir als Nichtgedienter dazu nicht ein
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 17:53
von exgakl | 7.346 Beiträge | 150 Punkte
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Das Gebiet vor dem Zaun (vorgelagertes Hoheitsgebiet) wurde soweit es das Gelände zulies ganz normal durch die entsprechende LPG's bewirtschaftet.
Die für die Arbeiten eingesetzten Arbeiter mussten über die entsprechenden Dokumente verfügen. Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten wurde eine Liste der Kräfte in der Kompanie hinterlegt und beim einfahren in den Grenzabschnitt abgeglichen.
Es war eigentlich nichts besonderes... man kannte sich untereinander, trank auch mal ein Feierabendbier usw. ....
Die im Vorgelagerten eingesetzten Ang. der Grenztruppen waren dafür da, Übergriffe auf die Arbeiter zu verhindern ja so hies es offiziell...
Aber mal unter uns... was hätte man machen sollen, wenn da einer stiften geht?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 17:59
von furry | 3.734 Beiträge | 157 Punkte
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Wieso sollte das Niemandsland, also das Land zwischen den Zäunen und westlich des letzten Zaunes, volkseigen gewesen sein. Es ist doch durchaus möglich, dass ein Teil der Ländereien Bauern gehört haben, zu denen sie durch den Grenzanlagenbau keinen Zutritt hatten. Es ist noch nicht mal ausgeschlossen, dass ein Bauer aus Ost wie West Land aus seiner Sicht hinter dem Zaun hatte.
Es dürfte auch bekannt sein, dass die Bauern, die Land in eine LPG eingebracht haben, weiterhin Eigentümer dieses Landes waren.
Wie verhielt es sich mit den Eigentumsverhältnissen der Flächen, die durch die Grenzsicherung in Anspruch genommen wurden. Wurden die ehemaligen Eigentümer enteignet, oder gab es gar eine Entschädigung?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 18:02
von furry | 3.734 Beiträge | 157 Punkte
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Zitat von exgakl im Beitrag #5
Die im Vorgelagerten eingesetzten Ang. der Grenztruppen waren dafür da, Übergriffe auf die Arbeiter zu verhindern ja so hies es offiziell...
Aber mal unter uns... was hätte man machen sollen, wenn da einer stiften geht?



Am besten hinterherrennen, hätte im Nachgang viel Ärger erspart.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 18:08
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Die Antwort meines Stabschef auf solche Fragen war eindeutig: Dafür habt ihr das Seitengewehr!
Bevor man das Ding rausgefummelt hätte, wäre sicher viel Zeit vergangen.
Nähere Fragen sind an ihn selbst zu richten!


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#9

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 18:36
von Zaunkönig | 635 Beiträge | 13 Punkte
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Landnahme kenne ich aus Berlin. Dort hat ein Türke auf einem Dreieck außerhalb der Mauer am Bethaniendamm ein "Haus" gebaut und auch Erdreich aufgeschüttet. Das Dingens steht immer noch, er hat eine Sondergenehmigung vom Berliner Senat.
Das Foto ist von mir selber und der Kartenausschnitt ist aus der Seite der Gedenkstätte Berliner Mauer.
Das Baumhaus ist durch die hellblaue Marke unter der roten Marke in Bildmitte bezeichnet, die Grenze ist die rote Linie.
Peter, der Zaunkönig



März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
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zuletzt bearbeitet 02.04.2015 18:43 | nach oben springen

#10

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 18:59
von zoll (gelöscht)
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Zitat von exgakl im Beitrag #5
Das Gebiet vor dem Zaun (vorgelagertes Hoheitsgebiet) wurde soweit es das Gelände zulies ganz normal durch die entsprechende LPG's bewirtschaftet.
Die für die Arbeiten eingesetzten Arbeiter mussten über die entsprechenden Dokumente verfügen. Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten wurde eine Liste der Kräfte in der Kompanie hinterlegt und beim einfahren in den Grenzabschnitt abgeglichen.
Es war eigentlich nichts besonderes... man kannte sich untereinander, trank auch mal ein Feierabendbier usw. ....
Die im Vorgelagerten eingesetzten Ang. der Grenztruppen waren dafür da, Übergriffe auf die Arbeiter zu verhindern ja so hies es offiziell...
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Ich habe einige Male land-/forstwirtschaftliche Arbeiten an der Schöninger Aue beobachten können. Es wurden Bäume und Büsche gerodet, die Aue wurde auf der DDR-Seite von Unkraut und Bewuchs befreit. Ausführende waren zivile Arbeiter aus der DDR.
Für jeden Arbeiter waren zwei Posten vorhanden, soll heißen 5 Arbeiter - 10 Posten, was bei der Ausdehnung des Arbeitseinsatzes nicht unbedingt viel war.

Jetzt kommt aber das Picante. Ein Posten lag mit einem lMG im Anschlag und Schussrichtung paralel zum Grenzverlauf im Gras und ließ kein Auge von den Arbeitern. Ich denke, hätte der eine oder andere Arbeiter den berühmten Satz über die Aue gemacht, hätte ihn kein Schuss getroffen und die GAK hätten es auch nicht verhindern können.
Es waren auch immer Zoll-/BGS-Beamte vor Ort. Helfende Hände waren also immer vor vorhanden. Es ist allerdings nie zu einer Flucht gekommen. Ich habe allerdings nie den Eindruck gehabt, dass sich Arbeiter und Bewacher "grün" waren. M. M. haben die nie gemeinsam ein Bier nach der Arbeit getrunken, oder hast Du, exgakl, schon einmal erlebt dass Gefangene und Bewacher sich nach Feierabend wie Freunde verhalten.
Aus Deiner Sicht wahrscheinlich schon, nur hat das mit der Realität aber wenig zu tun. Am Rehein ist immer eine gute Stimmung und WK 2 spielt bei uns Jecken keine Rolle.
Übergriffe auf die Arbeiter. Wer bitte, sollte denn den Arbeitern etwas tun? Ohne Euch Aufseher wären sie doch mit Kaffe, Bier, Zigaretten und weichem Toilettenpapier versorgt worden. Klaro?
Frohe Ostern und bunte Eier
zoll
___________________________________________________________________________________________________________________
Ich schreibe in diesem Forum was immer ich will und worüber ich will. Ich frage kein Politbüro ob meine Meinung genehm ist. Ich berufe mich auf meine Rechte im Grundgesetz der BRD.


der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:03
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@zoll da die Grenzer und die Bauern eine gemeinsame Dorfkneipe hatten blieb das gemeinsame Bier nicht aus

Abends traf man sich eben noch auf ein oder zwei Bierchen. War völlig normal


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#12

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:09
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[quote=zoll|p461597]

Für jeden Arbeiter waren zwei Posten vorhanden, soll heißen 5 Arbeiter - 10 Posten

zoll

der 1.April war gestern


der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:15
von zoll (gelöscht)
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #11
@zoll da die Grenzer und die Bauern eine gemeinsame Dorfkneipe hatten blieb das gemeinsame Bier nicht aus

Abends traf man sich eben noch auf ein oder zwei Bierchen. War völlig normal

Ja klar, die Bewachung und das ganze drumherum war ja auch völlig normal. Die Grenze war normal, die Minen, bzw SM 70 waren normal, Grenzer durften nur in Gruppen in die Kneipe, war auch normal. Passierschein war normal. Nach Einbruch der Dunkelheit kein Zutritt zum Sperrgebiet war normal.

Ich höre mal mit der Normalität auf. Wenn alles normal war, warum wurde es dann vom Westen nicht als normal angesehen? Und von der DDR Bevölkerung auch nicht. Nur für die Funktionäre war alles normal!!!

Frohe Ostern und normale Eier
zoll
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Ich schreiben hier was immer ich will und worüber ich will. Ich frage kein Politbüro ob die Meinung genehm ist. Ich berufe mich auf meine Rechte im Grundgesetz der BRD.


der alte Grenzgänger und ek40 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:34
von der alte Grenzgänger | 1.145 Beiträge | 67 Punkte
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Danke erstmal für eure Beiträge-
ich entnehme daraus zunächst, dass es schon so eine Art "planmäßige Bewirtschaftung" gegeben hat (die eigentliche Eigentumsfrage zu den Flächen lasse ich erstmal raus).
Wenn es dann aber so war, muss doch der Aufwand dafür ziemlich groß gewesen sein- ob es nun 10 Posten oder mehr oder weniger waren, mal dahingestellt- denn eine "landwirtschaftliche Nutzfläche" erfordert ja regelmäßige Arbeiten.
Oder wurde nur etwas gemacht, wenn der Aufwuchs zu groß wurde (und sich jemand darin verstecken könnte ?)
Oder gab es auch regelrechte Anbauflächen ?
Das mit dem gelegentlichen Bier könnte ich mir ja noch vorstellen-
aber dann sicher nicht mit den Soldaten, sondern mit den "Dienstgraden", oder ?

War Zoll / BGS immer nur zufällig dabei oder gab es einen Informationsaustausch (auf welchem Wege auch immer) ?
Was wurde mit starkem Windbruch nach einem Sturm gemacht ?
Gab es gemeinsame Aktionen mit Forstwirtschaft Ost / West oder THW oder sonstwem ?

freue mich auf weitere Beiträge ...

Siggi


"Der Tonfall des Landes, in dem man geboren ist, haftet im Verstand und im Herzen wie in der Sprache"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#15

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:34
von utkieker | 2.941 Beiträge | 5 Punkte
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Ich möchte es nicht als Normal bezeichnen, sondern als "Gewöhnung". Man hatte sich daran gewöhnt und (fast) alles ging seinen gewohnten Gang, auch das Bauern und Grenzsoldaten sich in der einzigen Dorfkneipe zum Bier trafen. Viele Bauern sahen es durchaus als Privileg an im Schutzstreifen arbeiten zu dürfen. 10 Posten auf 5 Landarbeiter im "Vorgelagerten" ist eher Grotesk, ein Bauer der rübermacht hätte man zähneknirrschend hingenommen, eine Fahnenflucht wäre die größere Katastrophe. So viele bestätigte Posten für das Vorgelagerte gab es ganz einfach nicht, für die Meisten war der K6 Ende Gelände!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#16

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:40
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Zitat von zoll im Beitrag #13
... Ich höre mal mit der Normalität auf. ...
Nun, im GKM war das Klima zwischen zivil und Uniform vielleicht bissel rauer. Wie's dagegen an der Westgrenze mit dem Kontakt zur Grenzbevölkerung ablief beschreibt recht schön ein Beitrag aus einem andern Forum (falls Du nicht hier die SuFu mal nutzen möchtest?) ...
http://www.geschichtsforum.de/525358-post88.html

P.S. 10 Posten für 5 Feldarbeiter hätte ich auch mal gern als KGSi gehabt, soviel hatte ich nicht mal für den ganzen Abschnitt. Normal war (im GR-1 Mitte/Ende der 80er) ein Feldarbeiterposten für alle Feldarbeiten im Abschnitt. Die fanden während der Erntezeit teilweise an drei verschiedenen Stellen statt.
*tschuldschung* für oT


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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zuletzt bearbeitet 02.04.2015 19:46 | nach oben springen

#17

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:53
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Zitat von utkieker im Beitrag #15
......So viele bestätigte Posten für das Vorgelagerte gab es ganz einfach nicht, für die Meisten war der K6 Ende Gelände!

Gruß Hartmut!


das heißt also, ein "Normal- GWDler" durfte gar nicht vor den Zaun ?
Wieviele "bestätigte" waren es denn so pro GK und was waren das für Leute ?

Und wie breit war das "vorgelagerte" so im Schnitt (wenn man das überhaupt so halbwegs pauschal angeben kann) ?

Danke, 94, für den Link- demnach wurde ja auch "freundwärts" schon ein ziemlicher Aufwand getrieben (nach Lenin oder so: "Misstrauen ist gut, Kontrolle ist besser")

Siggi


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zuletzt bearbeitet 02.04.2015 19:57 | nach oben springen

#18

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:56
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Zitat von 94 im Beitrag #16
.....
*tschuldschung* für oT




... hä ?- ist doch voll im Thema ! Das ist doch, was ich lesen möchte ...

Siggi


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#19

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 19:58
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #17
Zitat von utkieker im Beitrag #15
......So viele bestätigte Posten für das Vorgelagerte gab es ganz einfach nicht, für die Meisten war der K6 Ende Gelände!

Gruß Hartmut!


das heißt also, ein "Normal- GWDler" durfte gar nicht vor den Zaun ?
Wieviele "bestätigte" waren es denn so pro GK und was waren das für Leute ?

Und wie breit war das "vorgelagerte" so im Schnitt (wenn man das überhaupt so halbwegs pauschal angeben kann) ?

Danke, 94, für den Link- demnach wurde ja auch "freundwärts" schon ein ziemlicher Aufwand getrieben ("Misstrauen ist gut, Kontrolle ist besser")

Siggi


Hallo Grenzgänger
Entschuldige , immer das freundwärts und feindwärts .


der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.04.2015 20:01
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... ich finde es ja auch blöd.. (deswegen in "Gänsefüßchen")- künftig also besser östlich - westlich, oder ? Von mir aus gern ...

Siggi


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