#61

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 16:56
von der alte Grenzgänger | 1.010 Beiträge

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort..
Wie ist denn das mit der Überlappung zustandegekommen ?

So wie bei der BAM? ("Nu, treffen sich, wird eingleisig- treffen sich nicht, wird zweigleisig")

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
zuletzt bearbeitet 04.04.2015 16:57 | nach oben springen

#62

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 18:47
von LO-Fahrer | 607 Beiträge

100%ig weiß ich es nicht, ich vermute mal das hing mit der Geländetopografie zusammen. Der Abschnitt Abbenrode / Stapelburg war ja noch relativ übersichtlich, aber im Bereich der Kompanie Ilsenburg ging der Wald los und es wurde auch langsam bergig. Frag doch mal den @Suentaler, vielleicht kann der es Dir ausführlicher erklären.


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#63

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 22:29
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #56
Hallo Gert, die zwangsweise Gründung der LPG war nicht ohne für viele ehemals Selbständigen Landwirte. Für einige war es eine starke Einschränkung ihrer Eigentumsrechte, aber für viele war es auch die letzte Rettung. Mit Enteignung hat die Genossenschaftsbildung aber nichts zu tun gehabt. Die LPG Bauern waren nach wie vor Eigentümer ihrer Höfe und LN, nur mit der Verfügungsgewalt sah es schlecht aus. Unmittelbar nach der Wende war aber auch das wieder hergestellt. Probleme gab es meist dort, wo Erben sich nicht um ihr Erbe an LN gekümmert hatten und oftmals die schon verstorbenen Großeltern noch in den Grundbüchern standen, da diese Jahrzehnte lang nicht aktualisiert wurden. Das war aber nicht Schuld des Staates, sondern jeden seine eigene Schlamperei.

Der Hesselfuchs


rot mark. Na ja, sie waren auf dem Papier sicher noch Grundbesitzer des Bodens und wie sich später herausstellte war das gut so, aber faktisch hat die SED sie zu Landarbeitern degradiert, die nichts mehr zu tun hatten, als Lebensmittel zu produzieren und ansonsten den Mund zu halten hatten. Tausende sind vor dem Mauerbau nach der Wegnahme ihrer Bauernhöfe in den Westen geflüchtet und darunter waren viele Vertriebene aus den Ostgebieten, die innerhalb 10 Jahren zum 2. Mal die Koffer in ihrer Heimat packen mussten. Es war eben eine menschenverachtende Politik, die Ulbricht damals betrieb auch wenn er immer das Gegenteil behauptete. So hat er 1952 strikt Gerüchten widersprochen, dass die Kollektivierung durch die SED geplant sei. Kurz danach schwärmten seine Funktionäre aus , um "Überzeugungsarbeit" bei den Bauern zu leisten. Lügen waren eben Ulbrichts Tagesgeschäft. Niemand hat die Absicht.........


ist jetzt aber OT


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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zuletzt bearbeitet 04.04.2015 22:32 | nach oben springen

#64

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 23:04
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #63
Zitat von Merlini im Beitrag #56
Hallo Gert, die zwangsweise Gründung der LPG war nicht ohne für viele ehemals Selbständigen Landwirte. Für einige war es eine starke Einschränkung ihrer Eigentumsrechte, aber für viele war es auch die letzte Rettung. Mit Enteignung hat die Genossenschaftsbildung aber nichts zu tun gehabt. Die LPG Bauern waren nach wie vor Eigentümer ihrer Höfe und LN, nur mit der Verfügungsgewalt sah es schlecht aus. Unmittelbar nach der Wende war aber auch das wieder hergestellt. Probleme gab es meist dort, wo Erben sich nicht um ihr Erbe an LN gekümmert hatten und oftmals die schon verstorbenen Großeltern noch in den Grundbüchern standen, da diese Jahrzehnte lang nicht aktualisiert wurden. Das war aber nicht Schuld des Staates, sondern jeden seine eigene Schlamperei.

Der Hesselfuchs


rot mark. Na ja, sie waren auf dem Papier sicher noch Grundbesitzer des Bodens und wie sich später herausstellte war das gut so, aber faktisch hat die SED sie zu Landarbeitern degradiert, die nichts mehr zu tun hatten, als Lebensmittel zu produzieren und ansonsten den Mund zu halten hatten. Tausende sind vor dem Mauerbau nach der Wegnahme ihrer Bauernhöfe in den Westen geflüchtet und darunter waren viele Vertriebene aus den Ostgebieten, die innerhalb 10 Jahren zum 2. Mal die Koffer in ihrer Heimat packen mussten. Es war eben eine menschenverachtende Politik, die Ulbricht damals betrieb auch wenn er immer das Gegenteil behauptete. So hat er 1952 strikt Gerüchten widersprochen, dass die Kollektivierung durch die SED geplant sei. Kurz danach schwärmten seine Funktionäre aus , um "Überzeugungsarbeit" bei den Bauern zu leisten. Lügen waren eben Ulbrichts Tagesgeschäft. Niemand hat die Absicht.........


ist jetzt aber OT


Gert--gab es in der Alt BRD keine Landarbeiter? Und die Bauern produzieren mal ebend Lebensmittel--auch Landarbeiter. Und was die LPG anbegeht--selbst heute noch gibt es Bauern,die sich zusammen schließen. Nur heist es dann Genossenschaft ansonsten könnten sie unter der Knechtschaft der EU garnicht überleben. Aber es gab mal einen guten Fernsehfilm zum Thema Landwirtschaft und der hieß --Wege übers Land--aber den kann man Dir sicherlich nicht zumuten. Weil bei Dir alles schon mies ist was aus den Osten kommt.


damals wars und Udo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#65

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 23:18
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #63
... So hat er 1952 strikt Gerüchten widersprochen, dass die Kollektivierung durch die SED geplant sei. ...
Hä? Haste da 'ne Quelle?

LPG ... Das war doch eines DER Themen der II. Parteikonferenz. Die Zwangsüberzeugungen dann gabs erst acht Jahre später.

Upps, hast recht ... hier sind wir ja sowas von oT ... trotzdem wäre mir die Quelle interessant.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 04.04.2015 23:19 | nach oben springen

#66

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 23:20
von utkieker | 2.929 Beiträge

Mein Urgroßvater war einer der wenigen Bauern in der DDR, die weder enteignet wurden noch einer LPG beigetreten sind. Genossenschaft hat für meine Begriffe auch etwas mit Freiwilligkeit zu tun. Das Modell Typ 3 war eine de facto Enteignung.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#67

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 23:22
von icke46 | 2.593 Beiträge

Vielleicht sollte man mal einen eigenen Thread über LPGs aufmachen, wo man vielleicht (obwohl die Hoffnung gering ist) einfach mal wertfrei darüber diskutieren kann, was nun die LPGs waren und was nicht.

Nur mal so als Vorschlag....

Gruss

icke



der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#68

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 23:23
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #65
Zitat von Gert im Beitrag #63
... So hat er 1952 strikt Gerüchten widersprochen, dass die Kollektivierung durch die SED geplant sei. ...
Hä? Haste da 'ne Quelle?

LPG ... Das war doch eines DER Themen der II. Parteikonferenz. Die Zwangsüberzeugungen dann gabs erst acht Jahre später.

Upps, hast recht ... hier sind wir ja sowas von oT ... trotzdem wäre mir die Quelle interessant.


wiki


.
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#69

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 23:29
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #68
Zitat von 94 im Beitrag #65
Zitat von Gert im Beitrag #63
... So hat er 1952 strikt Gerüchten widersprochen, dass die Kollektivierung durch die SED geplant sei. ...
Hä? Haste da 'ne Quelle?

LPG ... Das war doch eines DER Themen der II. Parteikonferenz. Die Zwangsüberzeugungen dann gabs erst acht Jahre später.

Upps, hast recht ... hier sind wir ja sowas von oT ... trotzdem wäre mir die Quelle interessant.


wiki


Gert--sollst Du immer abschreiben, auch wenn es von wiki ist. Aber komme mir jetzt nicht,das Du was von Landwirtschaft verstehst. Denn davon habe ich noch nicht mal einen blassen Schimmer.


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#70

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 23:33
von 94 | 10.792 Beiträge

toll ... im ND-Archiv habe ich für das dort angegebne Datum nämlich nix gefunden. Na ich such mal weiter ... btw (nicht das ich noch einen andern Thread verhunze) ... haste vielleicht auch neue Erkenntnisse zum Abschuß, ähm Absturz der TWA800 oder der IR655?

P.S. zu dem Wikiartikel, wer will kann sich ja mal zur gefühlten Seriösität des Nutzers 'Verum' schlau machen, hier seine Änderung vom 19.2. ...
http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl...&diff=139017060

P.S. (II) ist tatsächlich 1:1 hier abgeschrieben ...
www.thueringen.de/imperia/md/content/lzt..._in_der_ddr.pdf

im Anhang mal die betreffende Seite, achso Bj. des Autors 1970


Dateianlage:

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 04.04.2015 23:57 | nach oben springen

#71

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.04.2015 23:49
von Gert | 12.362 Beiträge

hier nachzulesen 94 er

https://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaft_in_der_DDR



Am 24. April 1952 ließ die SED in ihrer Parteizeitung Neues Deutschland letztmals energisch Gerüchte dementieren, eine Kollektivierung stände bevor, obwohl diese zu dem Zeitpunkt schon beschlossen war. Anfang April war eine hochrangige Kommission der SED in Moskau, wo sie von Stalin neben der Aufforderung nach einer endgültigen Abgrenzung nach Westen mit einer Schließung der Grenzen und dem Aufbau einer eigenen Armee auch die Anregung zur Gründung von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) bekommen hatte. Stalin hatte als Termin den Herbst 1952 festgelegt und ausdrücklich vor Zwangsmaßnahmen gewarnt und stattdessen die Schaffung von Mustergenossenschaften gefordert, aus denen eine Massenbewegung entstehen sollte.


.
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#72

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 00:00
von 94 | 10.792 Beiträge

den Artikel hatte ich schon lang gefunden ... siehe Vorbeitrag. Nur es ist meiner Meinung nach [...]*, zumindest für den angegebnen Tag findet sich kein entsprechender Artikel im ND ... alles chlor?!

*ich erspare mir den entsprechenden Kraftausdruck, trotzdem GN8


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#73

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 08:30
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #72
den Artikel hatte ich schon lang gefunden ... siehe Vorbeitrag. Nur es ist meiner Meinung nach [...]*, zumindest für den angegebnen Tag findet sich kein entsprechender Artikel im ND ... alles chlor?!

*ich erspare mir den entsprechenden Kraftausdruck, trotzdem GN8


weil er nicht in dein Bild passt , odääär ?


.
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#74

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 09:25
von utkieker | 2.929 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #73
Zitat von 94 im Beitrag #72
den Artikel hatte ich schon lang gefunden ... siehe Vorbeitrag. Nur es ist meiner Meinung nach [...]*, zumindest für den angegebnen Tag findet sich kein entsprechender Artikel im ND ... alles chlor?!

*ich erspare mir den entsprechenden Kraftausdruck, trotzdem GN8


weil er nicht in dein Bild passt , odääär ?

@Gert, was @94 uns sagen will ist die Tatsache, daß Wikipedia auf eine Quelle Aufmerksam macht (ND 24. 04. 1952), in der nichts über dieses Dementi geschrieben steht und das ist wirklich ein dicker Hund, vor allem wenn auch noch andere Presseorgane wortwörtlich die Wiki- Seite abgeschrieben haben. Tja wenn man sich schon auf ein Plagiat einlässt, sollte man auch die verfügbaren Quellen prüfen.

Frohe Ostern Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.04.2015 09:47 | nach oben springen

#75

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 10:25
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Immer wenn die sachlichen Argumente alle sind, beginnen die persönlichen Beleidigungen. Zeugt nicht von Kultur sondern eher von Frust.

Der Hesselfuchs


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#76

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 10:29
von utkieker | 2.929 Beiträge

Wem unterstellst du Unsachlichkeit und wem Beleidigung?

Frohe Ostern Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#77

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 10:31
von 94 | 10.792 Beiträge

Hä, was willst'n Du Fuchs jetzt hier, zur Sache haste nix beizutragen? Na bevor das hier noch exaltiert, also will ich mich mal erklären ...

Zitat von Gert im Beitrag #73
weil er nicht in dein Bild passt , odääär ?
Ach Gert, wie soll's denn passen oder auch nicht, wo ich doch kein eignes Bild dazu haben KANN? Denn 1952, das ist ja weit vor meiner Zeit. Also BIN ich auf Quellen angewiesen und da fühle ich mich schlichtweg von dem Wiki-Artikel und mehr noch von der Vorlage verar...t, wenn'ch solch erwähnte Passage im Zentralorgan an diesem Tag nicht find? Denn diese würde gern im Orginal lesen und nicht über drei Ecken herbeizitiert. Oder, denn dieser Eindruck kann schnell entstehen, vom Autoren aus den Fingern gesogen.
Bitter, zumal dieser ja zu dem Thema sogar promovierte. *
Im Gegensatz dazu findet man ja die Pamphlete über den 'Sozialistischen Frühling' 1960 auf Anhieb (z.B. am 20.3.1960, Seite 1) und die passen ja Deiner Meinung nach sicher auch nicht ?

* hier nun wirklich oT, aber sehr interessant dagegen finde ich seinen Ansatz zur deutschen Teilung ...
Innerhalb weniger Jahre war die SED somit zur staatstragenden Partei aufgestiegen und hatte das politische, soziale und ökonomische Gefüge [...] verändert. Doch noch immer schwebte das Damoklesschwert einer Vereinigung der beiden deutschen Teilstaaten über ihr, denn Stalin hatte derartige Überlegungen durchaus nicht aufgegeben. Dies änderte sich doch im Frühjahr 1952 jedoch, und daraus sollten sich weitreichende Folgen [...] ergeben.
3-86153-360-X S.49 http://books.google.de/books?id=Q9vvu_-ueLQC&pg=PA49

P.S. @uitkieker, der wiki-Artikel wurde abgeschrieben und nicht umgekehrt. Na egal, was mich halt ä bissel stinkig machte: Gestern abend hatte mir mal auf die Schnelle alle Artikel des Zentralorgans aus dem Archive gesucht, welche vor dem 9. Juli 1952 (Beginn der II. Parteikonferenz) das Lemma 'Kollektivierung' enthalten, die Linie welche Gert meint kann man mit einigem guten Willen vielleicht schon erkennen wollen. Wie gesagt, ä bissel guter Wille ... nur ebend kein Beitrag mit dem angegebnen Datum dabei, hmm!
www.nd-archiv.de/suche/index.php?s1_d=09...Kollektivierung


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


utkieker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.04.2015 10:36 | nach oben springen

#78

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 10:32
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Hartmut, Dir nicht. Du kannst doch lesen und da muss ich doch nicht übersetzen.

Der Hesselfuchs


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#79

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 11:27
von Giftmichel | 33 Beiträge

Moin Leute,

bevor´s hier eskalliert, das was ich mit meinem Satz ausdrücken wollte, ist einfach, dass sich viele Menschen im Grenzgebiet einfach mit der Situation arrangiert haben, gerade WEIL es ihre Heimat war, und die Familien seit Generatonen dort lebten. Es hatte ja längst nicht jeder den Drang, das Land zu verlassen. Auch wir hatten Verwandschaft im Vogtland, und auch dort merkte man, dass sie sehr heimatverbunden waren, und nicht im entferntesten daran dachten, die DDR zu verlassen!

Aber auch am Beispiel unserer Verwandschaft sieht man, wie grotesk (ich will jetzt nicht "pervers" schreiben) die Situation war! Wir lebten luftlinie ca 8 km auseinander (Gemeinde Regnitzlosau/Bayern und Gemeinde Eichigt/Vogtland). Für einen Besuch musste erstmal ein Visum beantragt werden, und nach Erhalt des Visums konnte es losgehen. Mit dem Auto über Hof nach Rudolphstein/Hirschberg, und von dort aus über die Anschlussstelle Schleiz via Mehlteuer, Plauen, Oelsnitz/V nach Eichigt. Das waren ca. 120km und bei normalen Grenzkontrollen ca. 3 Std Fahrzeit. Heute sind es ca. 10 Min!!!!

Ich denke, bevor wir uns anhand irgendwelcher Wiki-Artikel zerfleischen, warum etwas so war (oder nicht), sollten wir lieber mehr eigene Erlebnisse in dieses Forum einfliessen lassen, denn das war auch der Grund, warum ich mich hier angemeldet hab. Ich wollte einfach wissen, was die Menschen gedacht haben, die ich tagtäglich auf der anderen Seite der Grenze sah. Mich interessiert nicht im Entferntesten, wie wer über politische Themen denkt, denn das ist jedem selbst überlassen!!! Sorry, das war jetzt zwar O.T. aber das musste einfach mal raus!!!

Ich wünsch Euch allen ein frohes Osterfest

Lg
Michel


Büdinger, seaman, eisenringtheo und der alte Grenzgänger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.04.2015 11:28 | nach oben springen

#80

RE: Volkseigenes Niemandsland ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2015 12:12
von der alte Grenzgänger | 1.010 Beiträge

Mensch, man kann Euch nicht mal ein paar Stunden alleine lassen- schon haut Ihr wieder alles durcheinander und beharkt Euch...

Wer macht das LPG / Enteignungs- Thema auf ? (und dann auch nicht nur für das "Vorgelagerte"- denn nur darum ging es mir in diesem Thema ..)
Vielleicht Du, Gert ?
Wäre schön...

Danke und allen schöne, friedliche Ostern !

Siggi


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