#1

Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 31.08.2008 19:45
von Angelo | 12.396 Beiträge

Am 11. August wurde im Spiegel ein Artikel veröffentlich wo angeblich von einem neuen Schiessbefehl die Rede ist wo auch Angeordnet worden ist auf Frauen und Kinder zu schiessen wenn diese versuchten die DDR Grenze zu überwinden.
Hier der Text aus dem Artikel:

Stur behauptete die DDR-Führung, es habe keinen Feuerbefehl gegen Mauer-Flüchtlinge gegeben - nun ist das Gegenteil bewiesen. In den Stasi-Unterlagen wurde ein bedingungsloser Schießbefehl entdeckt. Der lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.

Hamburg - "Zögern Sie nicht mit der Anwendung der Schusswaffe, auch dann nicht, wenn die Grenzdurchbrüche mit Frauen und Kindern erfolgen, was sich die Verräter schon oft zunutze gemacht haben", heißt es in der siebenseitigen Dienstanweisung vom 1. Oktober 1973. Der Befehl galt einer Spezialeinheit des DDR-Geheimdienstes, deren Angehörige als normale Grenzsoldaten getarnt waren. Die von 1968 bis 1985 bestehende Stasi-Einheit sollte die Flucht anderer Soldaten im Grenzbezirk Magdeburg verhindern.


Das Papier lag in den Akten eines Unterfeldwebels, der von 1971 bis 1974 in den Grenztruppen der DDR eingesetzt war. Der "Magdeburger Volksstimme" zufolge war der Stasi-Spitzel ein speziell ausgebildeter Einzelkämpfer, der die Fahnenflucht seiner Kameraden verhindern sollte. Allein von 1971 bis 1974 seien dem Bericht zufolge 144 Soldaten in den Westen geflohen. Insgesamt seien es mehr als 2800 gewesen.

Die Aufarbeitung der Vorfälle an der DDR-Regimegrenze erhalte mit dem Papier eine neue Qualität, erklärte Andreas Schulze, Sprecher der Birthter-Behörde. Der Befehl sei empörend. Bislang habe der Schusswaffengebrauch als letztes Mittel gegolten, um Flüchtlinge zu stoppen, sagte Schulze. "Bisher fanden wir in Dienstanweisungen zwar Passagen, die den Schusswaffengebrauch als letztes Mittel einräumten", sagte Schulze. Aber zuvor hätten die Grenztruppen laut Befehl immer erst mehrfach und eindeutig vorwarnen müssen. "Sie mussten die Flüchtlinge zum Beispiel zum Anhalten auffordern und Warnschüsse in die Luft abgeben." Auch im DDR-Grenzgesetz von 1982 sei die Anwendung der Schusswaffe als "äußerste Maßnahme der Gewaltanwendung" bezeichnet worden. Davon stehe in dem entdeckten Schießbefehl nichts.

Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, zeigte sich erschüttert über den Inhalt des bekannt gewordenen Papiers: "Dieser Befehl ist so unverhüllt und deutlich, wie er bis jetzt noch nicht vorgelegen hat", sagte Birthler im ZDF. "Das Dokument ist deswegen so wichtig, weil der Schießbefehl von den damals politisch Verantwortlichen nach wie vor bestritten wird", sagte Birthler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Stasi-Unterlagenbehörde könne aber Lügen und Legendenbildungen entgegenwirken. "Wir sind noch lange nicht am Ende der Aufarbeitung", betonte die Bundesbeauftragte.

"Befehl ist eine Lizenz zum Töten"

Der Leiter der Gedenkstätte für Stasi-Opfer in Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, forderte in der "Welt am Sonntag" die Staatsanwaltschaft Magdeburg auf, die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zu prüfen. "Der aufgefundene Befehl ist eine Lizenz zum Töten", sagte Knabe dem Blatt. Der Auftrag, ohne zu zögern auch auf Frauen und Kinder zu schießen, könne als Anstiftung zum Mord oder Totschlag gewertet werden, möglicherweise sogar als unmittelbare Tatbeteiligung. Die 91.000 hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter seien nach dem Ende der DDR "praktisch alle unbestraft geblieben. Nur ein einziger musste ins Gefängnis."

Allein an der Berliner Mauer starben 133 DDR-Flüchtlinge. Die DDR-Führung hatte trotzdem stets behauptet, es habe keinen Schießbefehl gegeben. Das Dokument sei auch ein Beleg für die dringend notwendige Fortsetzung der Aufarbeitung, so Schulze weiter. "Es zeigt: Die Geschichte der DDR ist noch längst nicht zu Ende erzählt." Besonders für die Jugend sei es wichtig, die ganze Wahrheit zu erfahren. "Gerade, weil bis heute ehemalige Regime-Vertreter versuchen, die Geschichte im Nachhinein umzudeuten."

Vor 46 Jahren, am 13. August 1961, war in Berlin mit der Errichtung der Mauer zwischen Ost und West begonnen worden. Stacheldraht, eine Betonmauer, Elektrozäune, Wachtürme und Wachposten sowie Selbstschussanlagen und Minenfelder entlang der 1378 Kilometer langen Demarkationslinie trennten die zwei Teile Deutschlands von da an für mehr als 28 Jahre. Am 9. November 1989 fiel die Mauer.


Quelle: spiegel.de


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#2

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 02.09.2008 20:43
von rustenfelde | 676 Beiträge

Mal zur Richtigstellung: Dieser Befehl hieß Schußwaffengebrauchsbestimmung. Ich bin froh, dass ich davon nie Gebrauch machen mußte.

Gruß rustenfelde


"Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdfleckens so innerlichst berührt worden wäre."
Theodor Storm über das Eichsfeld (1856)


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#3

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 26.09.2008 17:12
von Alter_Fritz (gelöscht)
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Zitat von rustenfelde
Mal zur Richtigstellung: Dieser Befehl hieß Schußwaffengebrauchsbestimmung. Ich bin froh, dass ich davon nie Gebrauch machen mußte.

Gruß rustenfelde

also mir wurde immer eingetrichtert niemals auf, frauen, kinder schwangere zu schiessen


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#4

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 14.01.2009 19:43
von Galaxy (gelöscht)
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Ich kenne das so das auf Frauen und Kinder die Schußwaffe nicht eingesetzt werden durfte!


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#5

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 14.01.2009 22:30
von manudave (gelöscht)
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Ausnahmen bestätigten die Regel - war ja unlängst im Stern oder Spiegel zu bewundern.


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#6

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 15.01.2009 12:47
von Wolfgang B. (gelöscht)
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@manudave,

Zitat von manudave
Ausnahmen bestätigten die Regel - war ja unlängst im Stern oder Spiegel zu bewundern.


zweifle Deine Aussage nicht an, trotzdem wäre der Beleg (Scan) ganz nützlich!


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#7

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 15.01.2009 13:37
von manudave (gelöscht)
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http://www.spiegel.de/panorama/zeitgesch...,499705,00.html

Hier der Link - das mit Frauen und Kindern steht im Mittelteil


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#8

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 15.01.2009 17:46
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Egal ob Kind,Jugenlicher,Frau,Mann oder Rentner,jeder Schuss war einer zu viel.



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#9

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 15.01.2009 19:08
von manudave (gelöscht)
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Das ist richtig. Ich stelle es mir auch nicht so einfach vor, den Grenzverletzer als Frau, Schwangere etc. zu indentifizieren. Man denke an die Ausnahmesituation in der sich auch so eine Grenzer befunden hat.


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#10

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 15.01.2009 21:03
von Wolfgang B. (gelöscht)
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miteinander,

als Dateianhang der von @manudave angeführte Bericht.

Angefügte Bilder:
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#11

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 16.01.2009 12:31
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wie konnte ein Grenzer in wenigen Sekunden entscheiden,ob hier ein Kind,Frau
oder Mann die Flucht versucht.
Bei guten Sicht vieleicht noch machbar,aber bei Dunkelheit,Regen oder Nebel,wie
es öfter im Harz war,sehr schwierig.
Eine äusserst unangehneme Situation.



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#12

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 16.01.2009 13:49
von turtle | 6.961 Beiträge

Auch wenn ich mich wiederhole,jedes Opfer war eines zuviel!Oder wie Zermatt schreibt jeder Schuss.Zu den Opfern der Grenze zählen für mich auch die Zwangsumgesiedelten aus dem Grenzgebiet, egal aus politischen Gründen oder weil ihre Häuser zur Sicherung der Grenze abgerissen wurden.


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#13

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 16.01.2009 19:13
von manudave (gelöscht)
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Dazu könnte man wieder einen eigenen Thread aufmachen. Das ist wohl eine der schlimmsten Tatsachen im Grenzregime gewesen.


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#14

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 16.01.2009 19:23
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zermatt,

Zitat von Zermatt
Wie konnte ein Grenzer in wenigen Sekunden entscheiden,ob hier ein Kind,Frau
oder Mann die Flucht versucht.
Bei guten Sicht vieleicht noch machbar,aber bei Dunkelheit,Regen oder Nebel,wie
es öfter im Harz war,sehr schwierig.
Eine äusserst unangehneme Situation.


Unabhängig ob Frau, Kind oder Mann, dürfte die Situation für den "gewöhnlichen" Grenzer eine "äußerst unangenehme Situation" gewesen sein.

Schätze der "Sperrgürtel" mit Minen, Selbstschussanlagen etc. wird nicht zuletzt deshalb installiert worden sein, damit eine Flucht nicht durch "Fehlschüsse" ermöglicht wurde.

Wie soll ich sagen, ich hoffe ich liege mit dieser Einschätzung richtig?!


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#15

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 16.01.2009 19:26
von Wolfgang B. (gelöscht)
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@turtle, @manudave,

DEM ist eigentlich NICHTS hinzuzufügen!


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#16

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 20.01.2009 22:16
von Schuster Voigt (gelöscht)
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Ich war seit 1976-1990 als ZF bei den GT.
Nun mal zum Anliegen. Grundsätzlich gab es eine Schußwaffengebrauchsbestimmung, wie es auch eine in allen Bewaffneten Truppen gibt. ( Polizei; Armeen und Bundeswehr ecpp.) Kann auch z.B. als Polizeigesetz/Verordnung o.ä in Anwendung sein.
Als kuz gesagt der Staat legt die Gesetze fest.
Des weiteren gab es ein Grenzgesetz mit konkret offen formulierten §§ das Veröffenlicht wurde. In der Letzten Fassung:
,, Die Schußwffe ist das letzte Mittel der Gewaltanwendung .......)
Ich persönlich kenne kein Dokument auch nicht unter den so gennannten VVS und GVS Anweisungen, die eine gezielte Anwendung der Schußwaffe gerechtfertigt hätten. Denn dieses Thema war auch ein Bestandteil meiner Ausbildung und auch Prüfungsthema zum BS. Desweiteren gab es eine Wach und Exerziervorschrift, wo ebenfalls der Gebrauch der Schußwaffe entsprechend der allgemeinen militärischen Betstimmungen zur Sicherung von militärischen Objekten geregelt war ,die auch international
zur Sicherung der militärischen Hoheit angewendet werden. Siehe auch Vorschriften der Bundeswehr.
Grundsätzlich war die Anwendung der Schußwaffe laut Gesetz das letzte Mittel der Gewaltanwendung. Laut Grenzgesetz wurde bei Feststellung einer Grenzverletzung die Personen durch lauten Zuruf aufgefordert,, Stehen zu bleiben"...
Der volle Wortlaut war auch im Grenzgesetz verankert. Zum Schutz des eigenen Lebens konnte die Schußwaffe unter Abgabe eines Warnschusses in die Luft auf eigenen Entschluß entsprechend der Situation unter Berücksichtigung dass kein anderes unbeteiligtes Leben gefährdet würde an gewendet werden. Das war kein Freibrief jemanden hemmungslos zu töten.
Ich betone nochmals nur zum Schutz des eigenen Lebens und der Geundheit.
Ich hoffe, dass erst einmal ein wenig Klarheit in die Sache gekommen ist.
Man verucht einen Befehl zu suchen, wo es keinen gibt. Die allgemeinen Dienstvorschriften der Grenztruppen zur Grenzsicherung dürften in irgendwo noch ihr Dasein fristen.
Die Minensperren wurden in den 80 Jahren auf Grund der zwischen Staatlichen Verträgen mit der damaligen BRD Führung
(Herrn Helmut Schmidt)und Honecker abgebaut. Gleichzeitig wurde der Pioniertechnischeausbau der gesamten Staatsgrenze
grundsätzlich neu gestaltet und die personelle Grenzsicherung umstruckturiert.
gruß Schuster Voigt


Freundschaft und Jägerfleck haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 21.01.2009 09:45
von manudave (gelöscht)
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Das heißt dann wohl, dass alle Flüchtlinge, die erschossen wurden, vorher das Leben des Grenzers gefährdet haben ???

Und falls das nicht der Fall war, sollte dann jeder Grenzer, der schoss, die Schusswaffengebrauchsbestimmung missachtet haben ???


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#18

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 21.01.2009 14:12
von turtle | 6.961 Beiträge

möchte etwas vom Berliner Verlag kopieren!
1 Bundesgerichtshof - Mitteilung der Pressestelle, Nr. 34/1997 vom 21. Mai 1997, Urteil gegen Chef der Grenztruppen
der DDR und seine Stellvertreter rechtskräftig.
Das Landgericht Berlin hatte mit Urteil vom 10. September 1996 den Chef der Grenztruppen der DDR, Genera loberst
Klaus-Dieter Baumgarten, wegen Totschlags und versuchten Totschlags in mehreren Fällen zu einer Fre iheitsstrafe
von sechs Jahren und sechs Monaten und seine fünf Stellvertreter wegen Beihilfe hierzu zu Freiheitsstrafen
zwischen drei Jahren und drei Monaten und drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Landgericht
hielt die verurteilten Generäle für Tötungen an der innerdeutschen Grenze für verantwortlich, weil sie die im
Nationalen Verteidigungssenat der DDR getroffenen Entscheidungen zur Ausgestaltung der innerdeutschen
Grenze und zum dortigen Waffengebrauch in der Zeit von 1979 bis 1989 durch Befehle umgesetzt hatten. Daraufhin
wurden Flüchtlinge erschossen oder durch Minen getroffen. Der 5. (Berliner) Strafsenat des Bundesgerichtshofs
hat durch Beschluß vom 30. April 1997 die Revision der Angeklagten gegen dieses Urteil verworfen.
Beschluß vom 30. April 1997 - 5 StR 42/97, Karlsruhe, den 21. Mai 1997. Quelle: http://www.jura.unisb.
de/Entscheidungen/pressem97/BGH/strafrecht/ddr_1.html
2 Baumgarten, Freitag (Hg.): Die Grenzen der DDR, Seite 11

Das waren gute Fragen von manudave!


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#19

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 21.01.2009 17:35
von Zermatt | 5.293 Beiträge

So ganz kann ich mich auch nicht mit dem anfreunden,was da oben geschrieben ist.
Wird da eine Sache nicht verharmlost..?



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#20

RE: Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern

in Grenztruppen der DDR 21.01.2009 18:38
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Zermatt,Du schriebst
So ganz kann ich mich auch nicht mit dem anfreunden,was da oben geschrieben ist.
Wird da eine Sache nicht verharmlost..?

auf welchen Beitrag bezieht sich das? von wem? Welche Sache gemeint ist ist klar.


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