#101

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 01:38
von G. Michael (gelöscht)
avatar

Zitat von Harra318 im Beitrag #83
Zitat von Rostocker im Beitrag #80
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #78
Rostdeutschland und Restdeutschland.


Restdeutschland--das sind wahrscheinlich heute Ortschaften --wo es nicht mal eine anständige Versorgung der Bevölkerung gibt. Wo Menschen Meilenweit zum einkaufen fahren müssen- Wo alte Leute, die Nachbarn fragen müssen--ob man ihnen ein Brot mitbringt--wo alte Leute eine Tagesreise machen müssen um medizinisch Versorgt zu werden. Ja alt und gebrechlich sollte man auch heute nicht werden und schon garnicht wenn man auf dem Lande wohnt.


Da hilft die Tafel


Dein Kommentar ist flüssiger als Wasser
Micha


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#102

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 09:12
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #87
Zitat von Freienhagener im Beitrag #86
Bei fortgesetztem Sozialismus hätten wir mittlerweile schlimmeres als Tafeln...


Und ich vermute mal--ohne diese Tafeln--hätten wir heute mehr soziale Unruhen. Aber wie gesagt--es sind Spekulationen.



... und es bleiben Spekulationen


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#103

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 09:28
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #102
Zitat von Rostocker im Beitrag #87
Zitat von Freienhagener im Beitrag #86
Bei fortgesetztem Sozialismus hätten wir mittlerweile schlimmeres als Tafeln...


Und ich vermute mal--ohne diese Tafeln--hätten wir heute mehr soziale Unruhen. Aber wie gesagt--es sind Spekulationen.



... und es bleiben Spekulationen


Ja Gert--man will es hoffen--denn ohne diese sozialen Einrichtungen, die nicht das Verdienst dieser Politdemokraten ist: Würde es für Tausende schlechter aussehen ,wie zu DDR Zeiten.


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#104

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 11:04
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

@Gert, deine Reaktionen in den Beiträgen # 55 und # 98 zeigen eindeutig, daß du anscheinend völlig von Haß
auf alles, was DDR war, zerfressen bist. Dene Meinung sei dir belassen, auch anderen, die ähnlich denken, aber
ihr solltet gegensätzliche Meinungen wenigstens achten und nicht als Unsinn abqualifizieren.

Daß es gewisse Mängel, auch größere, gab, wird niemand bestreiten. Schau dir lieber die als immer in blinder Wut draufzuhauen.

Eins noch. Daß die DDR weit weniger verschuldet war als die BRD ist kein Geheimnis, dazu gibt es ganz offizielle
Ergebnisse.
Und auch Literatur, ich empfehle "Abbau Ost", ISBN 978-3-423-34466-5
Was aus einem Land wird, was von Anfang an auf Pump gelebt hat, siehst du jetzt in der ehem BRD, es bröckelt und klemmt
an allen Ecken.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#105

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 11:09
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Erstmal eine Korrektur meiner Zahlen von gestern,die meisten werden es schon richtig interpretiert haben. die pro Kopfverschuldung der DDR lag narürlich nicht bei 1646 Mrd sondern nur bei 1646 DM
Nun ein Auszug aus dem Original, wo ich meine Daten her hatte, weil sich einige über die Umweltsünden der DDR ausgelassen haben und die schlechten Straßen usw. und das gute Leben in der BRD.Es hat weder etwas mit Pleite oder Bankrott eines Staates zu tun, , wenn das eine nicht so aussieht, wie das Andere.Es ist die Frage, wofür gibt der Staat das vorhandene Geld aus
1. Zur Lage Westdeutschlands 1989
Die frühere BRD war vor der Vereinigung keineswegs ohne ineffektive und hochsubventionierte
Strukturen, ohne hohe und zunehmende chronische Arbeitslosigkeit, beachtliche nachgewiesene
Umweltschäden und auch nicht ohne riesige öffentliche (und auch private) Schulden.
Die Arbeitslosenrate lag seit Mitte der 80-er Jahre stets nahe bei 7 %. Die Kosten durch
Umweltschäden beliefen sich dazumals auf ca.100 Mrd. DM jährlich.
Während die DDR zum Teil ihren relativ "überhöhten" konsumtiven zivilen und militärischen
Verbrauch durch Raubbau an der infrastrukturellen und z.T. industriellen Substanz (Anlagen)
sowie durch schlimme Vernachlässigung der Umwelt "überspielte", stellt sich die BRD als ein
schuldenfinanziertes Gesellschaftssystem dar. Die BRD hatte in wirklich enormen Umfang
mittels Vorgriffs auf die Kaufkraft künftiger Jahre den infrastrukturellen Raubbau und die
akute Umweltkrise vermieden und ferner "blendende Fassaden" im Kontrast zur DDR
errichtetet.
Also die BRD lebte auf Pump ihrer zukünftigen Generationen, das wird auch von der Bundesregierung immer wieder bemängelt.Man redet immer von ausgeglichenen Haushalten und die Staatsverschuldung steigt.Fakt ist, daß die pro Kopf Verschuldung in der BRD um ein Vielfaches höherr war als in der DDR.Und davon lieber Gert wurden die von dir angesprochenen schönen Dinge bezahlt,mit Schulden.Nun zum Problem der Straßen. Was hat man nach der Vereinigung als erstes gebaut Straßen, nach deiner Meinung sicherlich, um den DDR Bürgern die Sonntagsausflugsfahrten zu versüßen. Nun ich denke,um die Adern der Wirtschaft fließender zu gestalten, damit die Waren von West nach Ost schneller fließen konnten, für einen höheren Gewinn der Konzerne.Auch Adolf der Große hat gewußt, warum er als erstes die Autibahnen benötigt.
Nun mal einen Auszug zum Bruttusozialprodukt, nachdem ich ja die Häme als Witschaftsspezialist einstecken mußte,
Auch hier Originaltext:

Wachstumsvergleich
Heske zeigte, dass der BIP-Index bis 1989 für die DDR 558 und für die BRD 534 erreichte (bei 100
im Jahre 1950). (S. 52) Basiert man seine Zahlen auf 1960 = 100 um, so ergibt sich ein Index von
285 für die DDR und 244 für die BRD im Jahre 1989. Erst nach 1960 konnte die DDR im BIPWachstum
die BRD deutlicher überflügeln.
1 Gerhard Heske, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung DDR 1950-1989, Supplement 21 (2009) des
Zentrums für Historische Sozialforschung Köln, ISNN 0172 - 6404
Von 1951 bis 1989 erreichte die DDR eine BIP-Wachstumsrate von durchschnittlich 4,5 %, die
BRD dagegen 4,3 %. Von 1961 bis 1985 waren diese Wachstumsraten in der DDR differenziert
höher als in der BRD.
Heske zieht den Schluss: Es „war die Erhöhung des BIP der DDR auf das 5 ½-fache eine erhebliche
volkswirtschaftliche Leistung in fast 40 Jahren, auch wenn die ursprünglich geplanten Ziele häufig
nicht erreicht wurden.“ (S. 53) Zwischen 1970 und 1989 stieg das DDR-BIP auf das 1,84-fache und
das BRD-BIP auf das 1,56-fache an, d.h. in den letzten beiden Jahrzehnten konnte die DDR die
BRD im Wachstumstempo überflügeln – für manche Leser ein überraschendes Resultat. Dennoch
bleibt es Fakt, dass sich der DDR-Anteil am gesamtdeutschen BIP zwischen 1950 und 1989 nur von
12,5 % auf 12,9 % sehr geringfügig verbesserte. (S. 101)

Mal soviel aus bundesdeutschen Berichten.Man sollte sich wirklich weniger von bundesdeutschen Medienklischees sondern sich mehr an Fakten halten
Nun hat uns die reiche BRD ja nicht alles geschenkt. Die DDR zahlte ja ihre Ausgaben aus dem Staatssäckel, anders die BRD, die greift mal schnell in die Brieftaschen der Bürger.Also Bürger, wenn ihr die dfeutsche Enheit wollt, müßt ihr sie mitfinanzieren,Führen wir mal den Soli ein, ich glaube ca. 14 Mrd€/ Jahr und weil das so schön ist bleibt man dabei.Gestern in den Nachrichten eine neue Horrormeldung, die Beiträge der KK könnten um 5o€ steigen.In der DDRgab es immer wieder mal eine Preissenkung.Ich merke nur, daß ich beim Einkaufen für das gleiche Geld immer weniger bekomme.
So nun noch mal zum den GD und dem MfS. Grundsätzlich kann man ja eine Meinung haben, aber immer wenn Leute kleine Ahnung haben, sollten sie sich zurückhalten und erst einmal fragen wieso u. warum.Also unschuldig hat in der DDR auch keiner gesessen,Wer in den Strafvollzug kam , dem ging immer ein Gerichtsurteil voraus.In der U-Haft sieht das anders aus, hüben wie drüben, wenn eine Straftat nicht bewiesen werden konnte, saß er unschuldig und wurde entschädigt, ist überall Praxis, auch in der BRD.Da0 man nach der Wiedervereinigung einige verurteilte Straftäter rehabilitiert hat, ist der Ansicht des pol. Systems geschuldet. Unverständlicherweise wurden auch Täter rehabilitiert,die bewußt Millionenschäden angerichtet und dabei Menschenleben in Gefahr gebracht haben.Auch ehemalige SS Täter, wie Heinz Barth, der letzte Täter von Oradour fielen darunter.
Nun zu dem gezwungenen 18 Jährigen, der eine Verpflichtung unterschreiben mußte.Noch mal, ein GD egal wie er heißt ist keine Wohlfahrtseinrichtung. Um in Zielbereiche einzudringen sind so ziehmlich alle Mittel erlaubt. Fragt doch mal beim BND oder Verfassungsschutz nach, oder CIA oder Mossad egal. Da geht es immer um staatliche Sicherheit.
Man zeigt mit dem Finger aufs MfS und macht genau das Gleiche. Liebe Leute es geht nicht anders. Das sind die Spielregeln der GD, ob das einem paßt oder nicht. Ja was glaubt ihr denn, was einem Snowden pasiert wäre, wenn man den gleich in die Hände bekommen hätte. Ich möchte nicht alle CIA Versionen kennen,um ihn an weiteren Aussagen zu hindern.In einem GD ist Verrat das Schlimmste, und jeder, der dort arbeitet weiß das auch. Er kennt auch die konsequenzen.Da muß man nicht über Äußerungen von Mielke herfallen, jeder GD Chef hat ähnliches Vokabular bereit, wenn es um Verrat geht. Es war leider in der Gescchichte eine Einmaligkeit,einen GD aufzublättern. Das das geschehen konnte haben westliche GD längst bereuht.Weil sich einfach Parallelen abzeichnen lassen
Gert zu deinem Beitrag, du mußt mir nicht Antworten. Ich habe etwas länger in der DDR gelebt und war nicht nur zu Besuch da.Im Gegensatz zu dir habe ich mir dien Blick für Realitäten und vor allem auch über Ursache und Wirkung erhalten und schaue mal ab und zu hinter Fassaden und hinterfrage so das eine oder andere.
Ich habe seit 15 Jahren eine Steuerberatungsstelle . Habe Mandanten in Ost und West und Einkommenssteuerbereiche quer Beet.ich kann die lebenslagen von Bürgern schon ganz gut einschätzen.
In der DDR hätte man mich und viele Millionen Bürger zumindestens nicht um die eingezahlten SV Beiträge beschissen.Es ist laut GG Diebstahl von persönlichem Eigentum. Es sind ja nicht nur MfS Leute,sondern auch viele viele andere Bereiche, zum B. Ballett usw.



Damals87, Wahlhausener, Pitti und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#106

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 11:37
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #104
@Gert, deine Reaktionen in den Beiträgen # 55 und # 98 zeigen eindeutig, daß du anscheinend völlig von Haß
auf alles, was DDR war, zerfressen bist. Dene Meinung sei dir belassen, auch anderen, die ähnlich denken, aber
ihr solltet gegensätzliche Meinungen wenigstens achten und nicht als Unsinn abqualifizieren.

Daß es gewisse Mängel, auch größere, gab, wird niemand bestreiten. Schau dir lieber die als immer in blinder Wut draufzuhauen.

Eins noch. Daß die DDR weit weniger verschuldet war als die BRD ist kein Geheimnis, dazu gibt es ganz offizielle
Ergebnisse.
Und auch Literatur, ich empfehle "Abbau Ost", ISBN 978-3-423-34466-5
Was aus einem Land wird, was von Anfang an auf Pump gelebt hat, siehst du jetzt in der ehem BRD, es bröckelt und klemmt
an allen Ecken.

auf einen solch unqulifizierten Müll, wie du ihn hier über mich absonderst, werde ich absolut nicht eingehen. Den schreibst du nur für das Archiv.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#107

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 11:58
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #106

auf einen solch unqulifizierten Müll, wie du ihn hier über mich absonderst, werde ich absolut nicht eingehen. Den schreibst du nur für das Archiv.

@Gert, ich drücke mal nicht das Meldeknöpfchen wegen unflätiger Äußerungen , aber ich bitte dich, andere Meinungen
wenigstens mit Anstand zu akzeptieren. Kannst du das nicht, disqualifizierst du dich selbst.

Übrigens habe ich von dir keine andere Reaktion erwartet. Einmal verbohrt......


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
zuletzt bearbeitet 16.03.2015 12:00 | nach oben springen

#108

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 12:15
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Daß es gewisse Mängel, auch größere, gab, wird niemand bestreiten.

Gewisse Mängel ist sehr gut Formuliert Wolfgang Man konnte doch anfassen was man wollte,ohne Beziehungen oder Richtiges Geld hats überall gemangelt.
Ich werde auch immer wieder sagen ausser Nahrungsmittel,die gabs genug,zwar nicht immer das man gerade wollte,aber Hungern mussten wir nicht,muss übrigens Heute auch Niemand.


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#109

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 12:34
von damals wars | 12.130 Beiträge

Hungern muss niemand.
Man muss nur bereit sein,seine Würde abzugeben und sich bei ner Tafel anstellen, falls es eine gibt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#110

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 13:12
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #108


Gewisse Mängel ist sehr gut Formuliert Wolfgang Man konnte doch anfassen was man wollte,ohne Beziehungen oder Richtiges Geld hats überall gemangelt.


Hat eben jeder so seine eigenen Erfahrungen, je nach Generation, Wohnort, Ansprüchen.
Alle haben gemeckert, aber alle hatten alles. auch im Osten. Ich kenne niemanden, der keine Möbel, keinen Fernseher, kein Auto hatte.
Natürlich ist das mit heutigen Verhältnissen nicht zu vergleichen, aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, Ende
der 50-er in Westberlin, da regnete es auch noch nicht Milch und Honig.
Zugegeben, es fehlte nichts entsprechend der damaligen Zeit, aber es fuhren noch Tempo-Dreirad-Autos rum, die Brennholz
boten gegen Kartoffelschalen, der Eismann kam mit Stangeneis, weil Kühlschränke nicht selbstverständlich waren.
Das Klo (bei meiner Großtante am Wedding) befand sic 1 1/2 Treppen höher, Bad Fehlanzeige.
Alles muß erarbeitet werden, und dazu gehört eine wirtschaftliche Grundlage. Welche hatte die DDR ?

Sicher klemmte es überall, aber lag es nicht oft an der Verteilung im Lande ?


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seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#111

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 13:54
von Pitti | 39 Beiträge

Nee, an der Verteilung im Lande lag es mit Sicherheit nicht. Es war schlicht zu wenig da.

Den Untergang der DDR (oder des Kommunismus im kleineren Teil Deutschlands) hat nicht die DDR selbst oder ihre so oft gescholtenen Lenker allein verursacht.
Den Grundstein für den Niedergang der DDR hat Anfang der fünfziger Jahre Adenauer gelegt. Mit der Weigerung über ein einiges Deutschland auch nur zu diskutieren bereitete er die weitere Abspaltung der sowjetisch besetzten Zone von denen der Westaliierten vor. Der absolute Todesstoß war aber, dass Adenauer erfolgreich verhinderte, dass die DDR-Währung frei konvertierbar wurde.
In einem der Beiträge hier ist zu lesen, dass die DDR, bestünde sie noch, jetzt auch besser dastehen würde. Das ist ein schwerer Irrtum, denn mit der fortschreitenden Globalisierung, die eigentlich Spezialisierung heißen müsste, hätte die DDR keine Chance gehabt am internationalen Markt teilnehmen zu können. Und ohne frei konvertierbare Währung ist international nichts zu haben.
Und stellen wir mal die Frage, was gewesen wäre, wenn die DDR Bestand gehabt hätte und dann ihre Währung frei konvertierbar hätte haben wollen. Ich lasse mal die ökonomischen Folgen beiseite! Ja, glaubt denn einer hier, dass dem stattgegeben worden wäre? Es ging um die Schwächung der Einflusses der Sowjetunion um jeden Preis! Da spielte die Befindlichkeit der DDR keine Rolle.
Und wer aktuell sich die Ereignisse um die Ukraine mal genauer anschaut, der kann Parallelen feststellen! Es geht dort auch um die Rückdrängung des Einflusses Russlands. Aber Putin ist auch kein Dummer und hat schon vor Jahren den Braten gerochen.

Aber zum Thema zurück.
Die Überschrift lautet "Erste freie DDR-Volkskammerwahl". Ist eigentlich verbürgt, wer damals auf diesen Titel für die Wahl gekommen ist? Ob hier im Forum der Begriff "Freiheit" schon mal beleuchtet wurde weiß ich im Moment nicht, aber ich kann damit im Zusammenhang mit dieser Ordnung in der wir leben nicht viel anfangen.
Freiheit wird vielfach gleichgesetzt mit Reisefreiheit oder eben Freiheit der Wahl, was bedeuten soll, dass mehrere Parteien wählbar seien. Warum wird von vornherein durch Klauseln verhindert, dass die machthabenden Parteien in ihrem Monopol gestört werden?
Wie steht es aber mit der Freiheit zu anderen menschenwürdigen Dingen? Einiges wurde hier schon genannt.

Damit keine falsches Bild ensteht. Ich sehe zu den Dingen um 1989/90 keine Alternative. Mich betrübt nur, dass der ganze Eigungsbrei, den man uns angerürt hat, nicht hätte sein müssen, denn alles was uns die westdeutsche Ordnung gebracht hat und wir als gut befinden, hätte die DDR uns auch geben können. Mit einer wesentlichen Ausnahme: Die freikonvertierbare Währung.

Die erste (und letzte) freie Wahl der Volskammer hat wohl den Grundstein gelegt für alle weiteren Schritte.
Und dem Kanzler Kohl vorzuwerfen er hätte mit seinen "blühenden Landschaften" gelogen ist schlicht unfair! Der arme Mann hat nur einfach Wahlkampf gemacht und da wird immer geschwindelt was das Zeug hält. Was also soll man ihm vorwerfen? Der kleine Rechtsanwalt allein hätte wohl das Kind nicht geschaukelt.

Nehmt es mir nicht übel, aber die Wahl ist damals ziemlich an mir vorbei gegangen. Und wen hätte ich wählen sollen? Wen soll ich heute wählen?

Gruß
Dieter



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#112

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 15:20
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

„Den Grundstein für den Niedergang der DDR hat Anfang der fünfziger Jahre Adenauer gelegt. Mit der Weigerung über ein einiges Deutschland auch nur zu diskutieren bereitete er die weitere Abspaltung der sowjetisch besetzten Zone von denen der Westaliierten vor. Der absolute Todesstoß war aber, dass Adenauer erfolgreich verhinderte, dass die DDR-Währung frei konvertierbar wurde.“

Na @Pitti hier machst du dir das Ganze doch etwas zu einfach, immer sind die anderen schuld!
Mit Parolen wie „Der Sozialimus siegt“ oder „Überholen ohne einzuholen“ bringt man eben keine Wirtschaft voran. Wenn wir nur von unterentwickelten Staaten umgeben gewesen wären, hätte das System wahrscheinlich noch eine Weile überleben können, so war aber die Realität nicht.
Warum haben es denn die Länder des damaligen Warschauer Pakts in 40 Jahren nicht geschafft, dass ihr System als das bessere angesehen wurde?
Es gehört schon mehr dazu als ein paar staatlich gestützte Sozialleistungen zu verordnen. Der Mensch wird sich immer am reicheren Nachbarn orientieren und seinen Standard anstreben (paar Ausnahmen gibt es natürlich, die abgeschieden im Wald lebenden Einzelgänger).
Wenn das „sozialistische System“ in jeder Hinsicht der Weltmaßstab geworden wäre, dann wäre auch die Bevölkerung mit der „frei konvertierbaren Währung“ zu uns geströmt und eine Mauer wäre sinnlos gewesen.

Der „sozialistische Versuch“ war und bleibt eine Utopie! Ich habe frei und richtig gewählt!

MfG

GKUS64


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#113

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 16:05
von Georg | 1.004 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #112
„Den Grundstein für den Niedergang der DDR hat Anfang der fünfziger Jahre Adenauer gelegt. Mit der Weigerung über ein einiges Deutschland auch nur zu diskutieren bereitete er die weitere Abspaltung der sowjetisch besetzten Zone von denen der Westaliierten vor. Der absolute Todesstoß war aber, dass Adenauer erfolgreich verhinderte, dass die DDR-Währung frei konvertierbar wurde.“

Na @Pitti hier machst du dir das Ganze doch etwas zu einfach, immer sind die anderen schuld!
Mit Parolen wie „Der Sozialimus siegt“ oder „Überholen ohne einzuholen“ bringt man eben keine Wirtschaft voran. Wenn wir nur von unterentwickelten Staaten umgeben gewesen wären, hätte das System wahrscheinlich noch eine Weile überleben können, so war aber die Realität nicht.
Warum haben es denn die Länder des damaligen Warschauer Pakts in 40 Jahren nicht geschafft, dass ihr System als das bessere angesehen wurde?
Es gehört schon mehr dazu als ein paar staatlich gestützte Sozialleistungen zu verordnen .Der Mensch wird sich immer am reicheren Nachbarn orientieren und seinen Standard anstreben (paar Ausnahmen gibt es natürlich, die abgeschieden im Wald lebenden Einzelgänger).
Wenn das „sozialistische System“ in jeder Hinsicht der Weltmaßstab geworden wäre, dann wäre auch die Bevölkerung mit der „frei konvertierbaren Währung“ zu uns geströmt und eine Mauer wäre sinnlos gewesen.

Der „sozialistische Versuch“ war und bleibt eine Utopie! Ich habe frei und richtig gewählt!

MfG

GKUS64



rot: genau ! Deshalb möchte der Afrikaner seine Frühstücksbanane in Deutschland essen .


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#114

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 16:12
von Pitti | 39 Beiträge

@GKUS64

Ich habe nicht vom Warschauer Pakt gesprochen! Es ging nur um das Gebiet der ehemaligen sowjetischen Basatzungszone bis 1990. Das will ich mal so sagen, weil einige meinen die DDR wäre ein souveräner Staat gewesen.

Deine Frage kann ich Dir gerne beantworten:
Die Art und Weise der politischen Regierung war in hohem Maße ungeeignet das Ziel des Kommunismus zu erreichen. Es kann nicht angehen, dass ein paar Leute meinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben nach dem Motto: Alle anderen sind doof und mir fehlt gar nichts.
Die SED hatte 1,8 Mio Mitglieder, von denen vielleicht 1,2 bis 1,6 Mio Mitläufer waren. Dieser geringe Prozentsatz an Bürgern der DDR hat darüber befunden was gut ist und was nicht. Und sie haben ihre Ansichten mit List und Tücke, auch mit Gewalt und Terror dem Einzelen gegenüber durchgesetzt. Sowas kann nicht gut gehen!
Ich habe aber gleichwohl nicht in einem Unrechtsstaat gelebt! Ich mag das Wort nicht, weil ich z.b. niemandem Unrecht zugefügt habe. Aber es wurde vielen Einzelnen sehr großes Unrecht angetan! Und das ist schlimm genug.
Also mit einem Wort: Neben den äußeren Bedingungen, die entscheidend waren, haben eine Reihe von inneren Bedingungen, und zwar viel mehr als ich hier schildere, dazu beigetragen, dass die DDR sich selbst abgeschafft hat.
Nur, und hier wiederhole ich mich, es hätte so nicht sein müssen!

Es bleibt zu hoffen, dass der Sozialismus eine Utopie bleibt!

Gruß
Dieter



Harzwanderer und GKUS64 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#115

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 19:35
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Mal soviel aus bundesdeutschen Berichten. Man sollte sich wirklich weniger von bundesdeutschen Medienklischees sondern sich mehr an Fakten halten
Nun hat uns die reiche BRD ja nicht alles geschenkt. Die DDR zahlte ja ihre Ausgaben aus dem Staatssäckel, anders die BRD, die greift mal schnell in die Brieftaschen der Bürger.Also Bürger,


Ich bin eigentlich kein Freund von Zitaten, aber das wollte ich doch noch mal bringen.

Wer hat denn das Staatssäckel der DDR gefüllt aus denen die Ausgaben bezahlt wurden???

Na doch in erster Linie die, die jeden Tag den Buckel krumm gemacht haben und nicht die Parteibonzen, Offiziere und Agenten!!!

So einen schwachsinnigen Vergleich habe ich lange nicht gelesen.

Der Hesselfuchs


Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#116

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 19:43
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #115
Mal soviel aus bundesdeutschen Berichten. Man sollte sich wirklich weniger von bundesdeutschen Medienklischees sondern sich mehr an Fakten halten
Nun hat uns die reiche BRD ja nicht alles geschenkt. Die DDR zahlte ja ihre Ausgaben aus dem Staatssäckel, anders die BRD, die greift mal schnell in die Brieftaschen der Bürger.Also Bürger,


Ich bin eigentlich kein Freund von Zitaten, aber das wollte ich doch noch mal bringen.

Wer hat denn das Staatssäckel der DDR gefüllt aus denen die Ausgaben bezahlt wurden???

Na doch in erster Linie die, die jeden Tag den Buckel krumm gemacht haben und nicht die Parteibonzen, Offiziere und Agenten!!!

So einen schwachsinnigen Vergleich habe ich lange nicht gelesen.

Der Hesselfuchs


Na diesen Satz kannste wohl auf jede Staatsform übertragen. Oder?


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#117

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 19:52
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Da hast Du Recht, aber die Steuereinnahmen der BRD in Gegensatz zu dem Staatssäckel der DDR zu bringen ist doch der Gipfel der Unverfrorenheit.

In der DDR haben wir weniger Steuern bezahlt, da wurde das Geld schon vorher aus den Betrieben abgezogen. Jedenfalls ist das Staatssäckel nicht nur aus der Druckerpresse gefüllt worden.

Der Hesselfuchs


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#118

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 20:10
von Pitti | 39 Beiträge

Vielleicht ein paar Fakten dazu:

Kein Staat der Welt hat Geld im klassischen Sinne, er verteilt nur eingenommene Steuern mehr oder weniger sinnvoll oder manchmal auch noch Gutdünken.

In der DDR wurde von den Angestellten ebenso Einkommensteuer bezahlt wie heutzutage. Das scheine einige wohl zu verdrängen. Allerdings war die Steuerquote fast liniar und betrug etwa 17 bis 18% des Bruttoverdienstes.
Selbständige zahlten ebenso Steuer, konnten sich aber teilweise vom Finanzamt einiges wieder zurück holen.

Woher kam nun das Geld im sogenannten Saatssäckel? Richtig ist, dass den Bürgern der DDR ein Großteil der Wertschöpfung schlicht verweigert wurde und nur ein geringer Teil zur Akkumulation ausgezahlt wurde. Anschließend wurde dann der Begriff "Zweite Lohntüte" erfunden mit der ein Teil des vorher verweigerten Betrages ausgegeben wurde.
Den wesentlichen Anteil des verteilbaren Kapitals holte sich der Staat aus den Betrieben. Ein Grund auch, dass sie in keiner Weise konkurrenzfähig waren, weil das Betriebsergebnis nicht dem Betrieb zu gute kam. Ob das erwirtschaftete Geld zur Investition oder nicht verwendet wurde, entschied nicht der Betrieb selbst, sondern die SED.

Und hier lag des Pudels Kern. Ein zentrale staatliche Planung für die gesamte DDR durchzuführen war eigentlich ein nicht lösbare Aufgabe. Man versuchte es dennoch mit mehr oder weniger Geschick.
Wer aber will Gott spielen und vorhersehen, was des Volkes Wunsch ist? Und das noch, wenn ein schier übermächtiger Nachbar die Wünsche anstachelte? Schürer hatte es gewiß nicht leicht. Und das in vielerlei Hinsicht.

In jedem Land sind es die vielen Steuerzahler, die letztlich für das verteilbare Kapital des Staaates aufkommen (müssen). Wie soll das auch sonst gehen. Es sei denn man hätte Ölquellen ... Ach ja, und einen hohen Ölpreis.

Gruß
Dieter



GZB1 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#119

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 20:54
von Gelöschtes Mitglied
avatar

In Jena hatte mal ein Spaßvogel am Tag der Wahl ein Transparent mit der Aufschrift."Wer die Wahl hat, hat die Qual und wer nicht wählt wird gequält"

Heute geht die Hälfte der Wahlberechtigten nicht zur Wahl und meckert danach kräftig. Ein hoher Prozentsatz der Wähler wählt aus Tradition oder nach Gefühl. Die Möglichkeit sich über die Wahlprogramme der Parteien oder über die Kandidaten zu informieren nutzen die Wenigsten.

Gerade bei den Kommunalwahlen kann eine hohe Wahlbeteiligung die richtigen Personen ins Amt hieven. Bei den Kommunalpolitikern gibt es wirklich gute Leute die vernünftige Entscheidungen treffen und sich nicht der Parteilinie beugen.

Der Hesselfuchs


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Vor 25 Jahren: Erste freie DDR-Volkskammerwahl

in DDR Zeiten 16.03.2015 21:42
von damals wars | 12.130 Beiträge

Und wie werden heute "erfolgreiche Unternehmer" gemacht?
Mit Subventionen: http://www.focus.de/politik/deutschland/...id_1056352.html


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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