#61

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 13:39
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Aufrechen ist tatsächlich Quatsch. Aber Du rechnest gerade auf.

Die Schweinerei des Einen, macht die des Anderen nicht besser (habe ich schon mehrfach angemerkt).

Und daß auch in Rußland Kapitalismus herrscht, ignorierst Du geflissentlich.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.03.2015 13:44 | nach oben springen

#62

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 13:42
von damals wars | 12.117 Beiträge

Nach der Zustimmung zu urteilen, wird sich die EU Armee vor Freiwilligen kaum retten können.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#63

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 13:43
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #60
Zitat von matloh im Beitrag #59

Aha. Und warum haben sie dann die Krim überfallen? Warum schicken Sie Soldaten und schweres Kriegsgerät in die Ostukraine?

cheers matloh

Wollen wir anfangen aufzurechnen, wohin wer warum schon alles Waffen und Soldaten geschickt hat, und warum ?
Welche Armee wird verhindern, daß Amerika eventuell demnächst in Venezuela interveniert ?
Wer hat damals Grenada "befreit"?
Wer hat den Nahen Osten in ein jahrzehntelanges Chaos gestürzt ?
Und womit ?
Wenn wir aufrechnen, hat Rußland die wenigsten Leichen im Keller.
Dieser machtgeile Kapitalismus ist es, der eines Tages die Erde in den Kollaps führen wird, mit der steten Gier nach
Macht und Geld, nicht Rußland.

Weder geht es hier um Aufrechnung, noch will ich die russische Politik in der Ukraine diskutieren.

Aber die Aussage, dass Russland keinen Krieg will, kann ich so nicht stehen lassen. Dem Land, dass mWn die einzige militärische Annexion in den letzten 30 Jahren durch geführt hat, zu unterstellen, dass sie keinen Krieg wollen, passt irgendwie nicht ganz.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#64

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 13:44
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Ich habe das nur mal so erwähnt, weil es so rüberkommt, als seien EU, NATO und die USA wahre Friedensengel.
Selbst wenn nicht mit Waffen gekämpft wird, Geld und Geheimdienste richten nicht weniger Schaden an.
Siehe die ach so bedauerte Ukraine.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#65

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 13:49
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #64
Ich habe das nur mal so erwähnt, weil es so rüberkommt, als seien EU, NATO und die USA wahre Friedensengel.
Selbst wenn nicht mit Waffen gekämpft wird, Geld und Geheimdienste richten nicht weniger Schaden an.
Siehe die ach so bedauerte Ukraine.

Nein, niemand hat behauptet, dass EU, NATO, USA oder China Friedensengel wären. Es gibt auch noch einige andere Institutionen über die man geteilter Meinung sein kann (IMF, Weltbank etc.). Aber Russland gehört eben auch nicht zu den Friedensengeln.

cheers matloh

ps: Bzgl. der Geheimdienste bin ich jetzt verwirrt. Von der weinroten Fraktion wird immer behauptet, ohne Geheimdienste gäbe es viel mehr Kriege.


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

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#66

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 13:54
von damals wars | 12.117 Beiträge

Dafür, das Putin kein Friedensengel ist, hat er doch mindestens der Friedensnobelpreis verdient!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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#67

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 13:58
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Soll der Westen seine Interessen nicht wahrnehmen, wenn das Rußland so massiv tut?
Das wäre dumm.

Und wo leben wir?
"Bruderschaft" in Sachen Sozialismus gibt es nicht mehr. Die fortwährende Gefolgschaft alter Genossen wird die Russen kaum interessieren. Selbst zu DDR-Zeiten galten wir inoffiziell als Feindesland (wie ehemalige Sowjetsoldaten in einer Doku betonten).
Im Falle eines Falles ist also keine Rücksichtnahme zu erwarten.

Von daher ist mir diese Treue unverständlich.

Ich mißtraue allen Großmächten. Aber das amerikanische Joch der Besatzung war leichter als das sowjetische.
Und das Amerikanische, was den altdeutschen Mief damals kulturell aufmischte, mag ich noch heute, wie die meisten.


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zuletzt bearbeitet 11.03.2015 14:07 | nach oben springen

#68

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 14:14
von Moskwitschka | 2.527 Beiträge

Die Idee der Europaarmee war schon 50 Jahre alt, als man sie im Jahr 2000 wieder aufgriff. Und wenn man seit letztem Jahr wieder darüber diskutiert, dann kann man wirklich den Eindruck bekommen, dass es eine "symbolische" Diskussion im Rahmen des allgemeinen Säbelrasselns ist.

Dabei gibt es schon einer Organisationen und Institutionen der EU, die miltärische Aufgaben übernehmen:

Im Rahmen der Verträge zur Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik wurde eine Reihe von Institutionen gegründet. Dazu gehören der Militärausschuss (EUMC), der Militärstab (EUMS) mit der zivilen/militärischen Zelle, der Ausschuss für die zivilen Aspekte der Krisenbewältigung, die Europäische Verteidigungsagentur, das Satellitenzentrum der Europäischen Union (EUSC) und das Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien (ISS). An den GSVP-Institutionen beteiligen sich alle Staaten der Europäischen Union (teilweise mit opt-ins von Norwegen und opt-outs von Dänemark). Als Streitkräfte dieser EU-weiten Abmachung steht eine mindestens 1500 Mann starke rotierende Zuordnung multinationaler Verbände in den EU Battlegroups bereit.

Hinzu treten einer Reihe multinationaler (nicht EU-weiter) Streitkräfte:

Das Eurokorps bildet mit etwa 60.000 Mann den Kern eines stehenden Heeres. Zur Deutsch-Französische Brigade kommen weitere Brigaden aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Spanien. Polen beteiligt sich mit einer Brigade zu Ausbildungszwecken. Weitere Staaten entsenden Personal in den Korpstab und die Unterstützungsbrigade, derzeit Griechenland, Türkei, Polen, Italien, Rumänien, Österreich und die USA.

Den EUFOR-Operationen des EUMS unterstehen Truppen im Rahmen der Operation Althea in Bosnien-Herzegowina, der EUFOR Tchad/RCA im Tschad und der EUFOR RD Congo im Kongo.

Die EUROMARFOR wurde 1995 von Frankreich, Italien, Portugal und Spanien gegründet. Griechenland und die Türkei entsenden Beobachter. In Friedenszeiten sind der Europäischen Marine derzeit keine Truppenkontingente zugeordnet.

Die European Air Group wurden 1995 als Franco-British European Air Group (FBEAG) gegründet und 1997 erweitert. Derzeit beteiligen sich an den Europäischen Luftstreitkräften die Niederlande, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Hinzu tritt die Indienststellung des Europäischen Lufttransportkommandos 2010, beteiligt sind daran derzeit die Niederlande, Belgien, Frankreich und Deutschland.

Die Europäische Gendarmerietruppe (EGF) ist die europäische Militärpolizei, gegründet 2006 von Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und den Niederlanden. Rumänien beteiligt sich, Polen und Litauen sind Partner. Die Türkei entsendet Beobachter. Deutschland hat abgelehnt sich zu beteiligen (kasernierte Polizei rechtlich nur auf Landesebene und so nicht vergleichbar).

Das 1. Deutsch-Niederländisches Korps wurde als NATO Response Force weiterentwickelt, der Brigade unterstehen weitere Streitkräfte aus den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Frankreich, Spanien, Dänemark, Türkei und Norwegen. Mit weiterem Personal sind 12 Ländern vertreten. Der EU-Eingreiftruppe unterstehen in Krisenzeiten mehr als 30.000 Mann, die stehenden 1200 Mann wurden bei Übernahme des NFOR-4 Turnus auf 8500 aufgestockt.


http://de.wikipedia.org/wiki/Europaarmee

Ich denke FRONTEX mit seinen Aufgaben kann man auch hinzuzählen. http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4...%C3%9Fengrenzen

Wenn man die Aufgaben dieser Institutionen und Agenturen betrachtet, dann haben wir doch praktisch schon eine "Europaarmee" ;- ) Oder sehe ich das falsch?

LG von der Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

zuletzt bearbeitet 11.03.2015 14:28 | nach oben springen

#69

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 14:40
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #68


Wenn man die Aufgaben dieser Institutionen und Agenturen betrachtet, dann haben wir doch praktisch schon eine "Europaarmee" ;- ) Oder sehe ich das falsch?

LG von der Moskwitschka


Das siehst du falsch, denn das ist nicht EINE Armee, sondern das sind ganz .unterschiedliche Militärstrukturen unter keinem einheitlichen Kommando.


.
.
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— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#70

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 14:52
von Moskwitschka | 2.527 Beiträge

Das sehen jedoch manche Politiker anders. 28 Mitgliedsländer unter einem Hut zu bekommen, wird schwierig. Daher setzt man auf die Kraft des Faktischen, wie man letztes Jahr lesen konnte:

Bartels bewegt sich mit seinen Überlegungen fest auf dem Boden des Koalitionsvertrags, in dem es heißt: "Gemeinsam mit unseren Bündnispartnern wollen wir zu schwach ausgebildete Fähigkeiten stärken. Wir streben einen immer engeren Verbund der europäischen Streitkräfte an, der sich zu einer parlamentarisch kontrollierten europäischen Armee weiterentwickeln kann."

Um dieses noch in weiter Ferne liegende Ziel zu verwirklichen, dürfe man nicht auf ein Konzept aller 28 Mitgliedstaaten warten, fordert Bartels, sondern müsse auf die "Kraft des Faktischen setzen. Die Länder, die sich auf gemeinsame Projekte einigen können, müssen vorangehen."

Die Landstreitkräfte der Niederlande und Deutschlands sind dabei zweifellos Avantgarde. Sie haben sogar schon ein gemeinsames Symbol für ihre militärische Zusammenarbeit gefunden. Das Wappentier des niederländischen Heeres ist der Löwe, das deutsche Pendant der Bundesadler.

Die Militärs haben die beiden Tiere miteinander vereint, das dabei entstandene Fabelwesen "Griffin" getauft und erläutern das Ergebnis so: "Die Verbundenheit zwischen dem deutschen und dem niederländischen Heer findet im Symbol des Griffin seinen Ausdruck. Es steht für die Vertiefung der Zusammenarbeit beider Heere und für die Kraft der Gemeinsamkeit."


http://www.welt.de/politik/deutschland/a...rmee-voran.html


http://www.deutschesheer.de/portal/a/hee...ZHHIdh8wVUejrA/

LG von der Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

zuletzt bearbeitet 11.03.2015 14:54 | nach oben springen

#71

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 15:13
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Ich sehe da wenig Realisierungschancen

Jede wichtige Militärmission der GSVP, also der Quasi-EU-Armee, muss von den nationalen Regierungen der
EU einstimmig beschlossen werden. Da dieser Prozess oft lange dauert und deshalb manchmal gar nicht erst
startet, sind auch 63 Jahre nach der ersten Idee einer europäischen Armee die Ergebnisse der Umsetzung
gering. Vor allem im Vergleich zur Handlungsschnelligkeit der Nato.

Ein anderes Beispiel für die Uneinigkeit der EU ist der aktuelle Krieg mitten in Europa. Während die baltischen
Staaten und Polen der Ukraine im Kampf gegen die von Russland unterstützten Separatisten mit Waffenlieferungen
helfen wollen, oder das schon tun, zögern EU-Länder wie Italien, Ungarn und Österreich.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-...r-nato-russland

Das deckt sich mit meinen Gedanken zu dieser Thematik. Die Vergangenheit und Gegenwart beweist immer wieder,
wie schwierig der Prozeß der Einstimmigkeit heute innerhalb der zukünftig noch wachsenden EU ist.


.
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#72

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 15:25
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Klar. In einem Zentralstaat ist das einfacher.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#73

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 16:13
von utkieker | 2.915 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #63
Aber die Aussage, dass Russland keinen Krieg will, kann ich so nicht stehen lassen. Dem Land, dass mWn die einzige militärische Annexion in den letzten 30 Jahren durch geführt hat, zu unterstellen, dass sie keinen Krieg wollen, passt irgendwie nicht ganz.


Dabei wird nur unterschlagen, daß sich über 90% der Krimbewohner, in einem Referendum für die "Annexion" ausgesprochen haben!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
damals wars, Heckenhaus und rasselbock haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#74

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 17:19
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Erstens wissen wir jetzt von Putin selbst, daß die Annexion vorher beschlossen wurde.

Zweitens fand die Abstimmung unter der bewaffneten Aufsicht russischer Soldaten statt.

Und drittens: Wenn rund um Rußland die russischen Minderheiten über ihr Siedlungsgebiet abstimmen dürften, dann würden all die Länder sicherlich zerstückelt.
Das würde sicherlich in Litauen und Estland passieren. Auch dort will die Minderheit nicht akzeptieren, daß sie gegenüber der Mehrheit nicht mehr das Sagen hat, wie zu Sowjetzeiten. Da wirken Jahrzehnte Sowjetunion nach.

Ergo: Solche Abstimmungen sind inakzeptabel.

Gruß
Micha


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 11.03.2015 17:23 | nach oben springen

#75

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 17:31
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #73
Zitat von matloh im Beitrag #63
Aber die Aussage, dass Russland keinen Krieg will, kann ich so nicht stehen lassen. Dem Land, dass mWn die einzige militärische Annexion in den letzten 30 Jahren durch geführt hat, zu unterstellen, dass sie keinen Krieg wollen, passt irgendwie nicht ganz.


Dabei wird nur unterschlagen, daß sich über 90% der Krimbewohner, in einem Referendum für die "Annexion" ausgesprochen haben!

Gruß Hartmut!

Das stimmt gleich in mehrfacher Hinsicht nicht.
* Die offizielle Wahlbeteiligung lag nur bei 83,1% (der Wahlbeteiligten, nicht der Einwohner!).
* Putins eigene Untersuchungskomission hat Wahlbetrug bescheinigt
* Der Beschluss, ein Referendum ab zu halten, erfolgte unrechtmäßig (z.B. manipulierte Stimmen im Parlament)
* Das Referendum erfolgte unter Zwang ("grüne Männchen"...)

Abgesehen davon gab es kaum unabhängigen Beobachter, Journalisten wurden im Vorfeld bedroht, die Wahl erfolgte nicht wirklich geheim (durchsichtige Wahlurnen, keine Kuverts), usw.

Aber das Thema gehört eigentlich in den Ukraine Thread.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

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#76

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 17:34
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

1938 wurde der "Anschluß" Österreichs, d.h. seine militärische Besetzung durch deutsche Truppen und seine Auflösung, durch eine Volksabstimmung legalisiert.

Das sollte zu denken geben.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 11.03.2015 17:34 | nach oben springen

#77

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 17:39
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #74


Und drittens: Wenn rund um Rußland die russischen Minderheiten über ihr Siedlungsgebiet abstimmen dürften,
dann würden all die Länder sicherlich zerstückelt.


Nur mit dem Unterschied, daß auf der Krim die russische "Minderheit" , wie du es nennst, die größte Gruppe
ist, mit großem Abstand zur nächsten.
Wohl geschichtlich begründet, denn die Krim war bis 1954 .niemals Teil der Ukraine.


.
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zuletzt bearbeitet 11.03.2015 17:44 | nach oben springen

#78

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 17:43
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Bitte richtig lesen. Ich schrieb in "ihrem Siedlungsgebiet". Dort ist sie die Mehrheit. Im ganzen Land aber die Minderheit.

Die Sorben bleiben auch eine Minderheit, auch wenn es Regionen gibt, wo sie die Mehrheit stellen.

Darüber hinaus muß ich Dir nicht sagen, daß Chrustchows Akt nach dem Ende der Sowjetunion vertraglich mit Rußland festgeschrieben wurde.
Die einige legale Variante wäre eine neue Regelung mit der Ukraine gewesen.

Stattdessen erst beschlossene Annexion, deren Durchführung und dann Abstimmung unter bewaffneter Aufsicht Rußlands.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 11.03.2015 17:49 | nach oben springen

#79

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 17:50
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #78
Bitte richtig lesen. Ich schrieb in "ihrem Siedlungsgebiet". Dort ist sie die Mehrheit. Im ganzen Land aber die Minderheit.

Die Sorben bleiben auch eine Minderheit, auch wenn es Regionen gibt, wo sie die Mehrheit stellen.

Darüber hinaus muß ich Dir nicht sagen, daß Chrustchows Akt nach dem Ende der Sowjetunion vertraglich mit Rußland festgeschrieben wurde.


Solche Beispiele findest du auch im ehem. Jugoslawien, mehrfach sogar.
Ist doch gut, wenn Volkes Stimme abstimmen und entscheiden kann, mehrheitlich.
Wer nicht wählt, selber Schuld.
Außerdem, wer will ganz genau wissen, was dort vonstatten geht ? War jemand dabei oder spekulieren wir nicht alle nur ?


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zuletzt bearbeitet 11.03.2015 17:50 | nach oben springen

#80

RE: Brauchen wir eine EU-Armee?

in Themen vom Tage 11.03.2015 17:51
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

@Freienhagener, bearbeitest du jetzt weiterhin im Minutentakt ?


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