#1

Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 27.02.2015 23:30
von Schlutup | 4.104 Beiträge

Moin Moin,
ich hatte mich gerade etwas zum Thema: Bild" der BRD in der DDR eingelesen.

da ist mir folgende Frage eingefallen:

gab es in der DDR eigentlich Bettler oder Obdachlose? In den Anfangsjahren könnte ich mir das schon vorstellen, aber wie sah es 1980 aus.

Danke und gruß Schlutup



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zuletzt bearbeitet 27.02.2015 23:32 | nach oben springen

#2

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 27.02.2015 23:38
von g.s.26 (gelöscht)
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Als Kind kannte ich einen "Obdachlosen" der hauste in einem der vielfach vorhandenen Häusern die Ruinen waren. Der wurde aber irgendwann abgeholt und war seitdem nicht mehr gesehen. Weiß ich deshalb noch so genau, weil der mit uns Kurzen immer Fussball gespielt hat. Im Konsum ums Eck war er dann Thema, er war plötzlich weg weil er wohl ein Kinderfänger (so bezeichnete man das uns Kindern gegenüber damals) gewesen sein soll. Ob das stimmt weiß ich nicht. Der war eigentlich immer ok zu uns.


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#3

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 27.02.2015 23:59
von Lutze | 8.039 Beiträge

in der DDR gab es den Assi-Paragraphen §249,
dort in dem Thread sollten Antworten dazu sein
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#4

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 00:06
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Moin Moin,
ich hatte mich gerade etwas zum Thema: Bild" der BRD in der DDR eingelesen.

da ist mir folgende Frage eingefallen:

gab es in der DDR eigentlich Bettler oder Obdachlose? In den Anfangsjahren könnte ich mir das schon vorstellen, aber wie sah es 1980 aus.

Danke und gruß Schlutup


Berufs-oder Obdachlosigkeit war in der DDR eine Ordnungswidrigkeit ,- welche es zu beseitigen galt - auch mit Zwangsmitteln, weil in der DDR nicht sein konnte ,- was nicht sein durfte !
Als Sohn eines Richters habe ich miterlebt ,- wie Leute in der DDR - die nachweisen konnten - das sie z.B. sich mittels eines Erbes selbst ernähren konnten ,- durch den Assozialenentscheid trotzdem im Knast wiederfanden ,- weil aktive Teilnahme am Aufbau des Sozialismus Recht und Pflicht zugleich war....
Die anschließenden Diskussionen mit meinem Vater erspare ich dem Forum....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#5

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 00:06
von Schlutup | 4.104 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #3
in der DDR gab es den Assi-Paragraphen §249,
dort in dem Thread sollten Antworten dazu sein
Lutze


Danke Lutze



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#6

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 01:28
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Moin Moin,
ich hatte mich gerade etwas zum Thema: Bild" der BRD in der DDR eingelesen.

da ist mir folgende Frage eingefallen:

gab es in der DDR eigentlich Bettler oder Obdachlose? In den Anfangsjahren könnte ich mir das schon vorstellen, aber wie sah es 1980 aus.

Danke und gruß Schlutup


Schlutup, irgend wie bist Du mir ans Herz gewachsen, Deine Bilderrätsel, Super. Ich wünschte Du hättest "Bild der BRD und DDR" nicht gelesen.
Die daraus resultierende Frage ist mit verlaub Sch....
Meine Vorschreiber warten hier sogar schon mit Paragraphen auf. ich bin da nicht so bewandert. Bettler, Obdachlose in der DDR? ich kann es so nicht
beantworten, leider.
Aber mal aus meinem Erleben Arbeits,- Beschäftigungslos in der DDR, gab es nicht!!
Obdachlos in der DDR? kenn ich nicht.
Bettler sind mir auch nicht bekannt.
Ich spreche im Folgendem nicht von der DDR, nur von einem mir bekannten Fall ( Vater eines Klassenkameraden)
Ausgangspunkt: Scheidung, aus der Wohnung geflogen Alkoholkrank das ist draus geworden.
- Hauptamtlicher Leiter des GST- Stützpunkt Leipzig im Küchenholz
- gewohnt hat er im Objekt
Also weder arbeitslos noch obdachlos.
Auf Grund Suff gab es einen Schwerbehindertenausweis mit allen Vergünstigungen (ÖPNV Eintrittsgelder ermäßigt)
Und neeh ich bin nicht der Hubert, Bananen bekam er über die DHFK Leipzig auf Rezept!!!!!!!!!!!!!!
Ich hab mich nicht vertippt, so wars.
Micha
.


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#7

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 02:09
von Schlutup | 4.104 Beiträge

Moin Moin,
wenn der Text unten richtig ist, verstehe ich warum es wohl keine gab.
Da ich nicht in der DDR gelebt habe frage ich eben die Menschen, die damals in der DDR gelebt haben. Immer besser als sich nur auf solche Texte wie unten zu verlassen.

http://www.strassenfeger.org/news/486/17...und-Tafeln.html

Verfolgt wurden nicht nur Menschen, denen es aus persönlichen Gründen nicht gelang, sich den sozialistischen Idealen anzupassen, sondern auch diejenigen, die sich bewusst für eine nicht gesellschaftskonforme Lebensweise entschieden. Künstler, Jugendliche, politisch Andersdenkende und Angehörige subkultureller Milieus konnten über den § 249 diszipliniert werden, ohne dass ihnen eine andere Straftat nachgewiesen wurde.

Nachdem auf der Grundlage dieses Paragrafen bis 1970 schon rund viertausend Menschen pro Jahr verurteilt wurden, waren es 1973, im Vorfeld der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin, schon Vierzehntausend. Erst 1985 sank die Zahl auf sechstausend Fälle. Gleichzeitig kam es in der Gesellschaft zunehmend zu einer Entsolidarisierung und Abgrenzung nach unten. Während in den Jahrzehnten zuvor Kollegen mit Problemen, etwa Alkoholismus, vor Betriebsleitungen und Behörden eher gedeckt worden waren und in den Kollektiven und Nachbarschaften integriert blieben, stieg nun die Bereitschaft, solche Abweichungen zu denunzieren, wozu das Strafrecht ein geeignetes Mittel bot. Wie groß der Anteil obdachloser Personen war, die verurteilt wurden, lässt sich nicht genau sagen (John, 1988). Vermutlich war er aber eher gering, da es schon vor dem Verlust der Wohnung zu Sanktionen und sogenannten Erziehungsmaßnahmen kam.



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#8

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 02:23
von Schlutup | 4.104 Beiträge

Moin @G. Michael

bei uns in der BRD war Arbeitslosigkeit - Armut - Obdachlosigkeit ganz normal, wenn man nicht selber betroffen war.

Gruß Schlutup



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#9

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 03:07
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von Schlutup im Beitrag #8
Moin @G. Michael

bei uns in der BRD war Arbeitslosigkeit - Armut - Obdachlosigkeit ganz normal, wenn man nicht selber betroffen war.

Gruß Schlutup


Schlutup, lass doch mal " wenn man nicht selber betroffen war weg"
Das Thema ist für Betroffene und nicht Betroffene mehr als aktuell und stellt auch in der heutigen Zeit ein riesiges gesellschaftliches Problem dar,
welches ganz gern unter den Teppich gekehrt wird. Im Umkehrschluß werden neue Probleme geschaffen. Wo soll ich anfangen?
- Mangel an geeigneten Azubis in allen Bereichen ( antiautoritäre Erziehung und somit eine gefesselte Hände bei der Lehrerschaft)
- Wo sind die Freizeitangebote für die Jugend geblieben? ( ein Pioniernachmittag muß es nicht sein, wobei neue Pioniere gibt es schon wieder)
- Kostenfreie Schulbücher?, (es gab welche mit Zuzahlung)
- Schulessen, 55 Pfennig am Tag
Na gut ich weine der DDR keine Träne nach, mir mißfällt das Schwarz-Weiß denken. Die "Experten" rufen dazu auf oder haben es getan Alles was
irgendwie nach DDR riecht zu negieren und die BRD in den Himmel zu heben. Ich höre auf, es gäbe noch viel zu berichten,..............................!
Das Ende vom Lied wäre, ich stehe hier da als der Depp der Nation und konnte der DDR etwas Positives abgewinnen, was ja verwerflich ist.
Leider eine Tatsache.
Micha


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zuletzt bearbeitet 28.02.2015 04:12 | nach oben springen

#10

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 03:31
von Potsdamerin (gelöscht)
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Hallo,

Anfang der 70er hauste mal einer bei uns im Keller. Da war so ein leerer Keller vom HO. Und er schlief dort auf einer Matratze. Ist aber auch
irgendwann plötzlich verschwunden. Ich weiß noch, dass ich immer Angst hatte, wenn ich zum Kohlen holen in den Keller musste, weil der
Mann so schmutzig und immer betrunken war.

Aber wir hatten auch ein Sozialamt. Das habe ich erst erfahren, als ich es mal brauchte.
Man war das unbürokratisch. Ich musste nur meinen Personalausweis vorlegen. Die Ausgaben wie Miete, Strom usw. wurden abgefragt
und ich habe das Geld sofort in die Hand gedrückt bekommen. In 10 Minuten war alles erledigt. Trotzdem war ich froh, dass ich da nicht
mehr hin musste, auch wenn man dort sehr freundlich war. Es war mir peinlich.

Gegenüber von meiner Oma hatte ein Alkoholiker gewohnt. Der ist auch nicht mehr arbeiten gegangen und hat Geld vom Amt bekommen.
Ich weiß nicht, ob er dauerhaft krank geschrieben war. Aber er war ja nicht obdachlos.


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#11

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 06:38
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Aber mal aus meinem Erleben Arbeits,- Beschäftigungslos in der DDR, gab es nicht!!
Obdachlos in der DDR? kenn ich nicht.


Rot : Hätteste auch noch 10 Aurufezeichen machen können,weil es stimmt,die Betriebe wurden vollgestopft,und wenn kein Job mehr da war wurde einer erfunden.

Grün : Muss auch Heute Niemand in Deutschland sein


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 07:11
von damals wars | 12.186 Beiträge

In meiner Kindheit gab es noch sehr viele Kriegsversehrte.
Einer von denen durchwühlte immer die Mülltonnen, und suchte nach Konservengläsern, dafür gab es 5 Pfennig pro Stück beim Altstoffhandel.
Da damals noch Asche in die Tonnen flog, eine sehr schmutzige Angelegenheit. Die Gläser wurden vor der Abgabe natürlich gewaschen.
Auch gab es Stadtmusikanten.
Das mit den Mülltonnen viel mir ein, als eines Morgens , ist schon ne Weile her, 2 Beine aus der Papiertonne schauten, da tauchte Jemand nach Altpapier! Bin echt erschrocken.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#13

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 07:20
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Bettler oder Obdachlose in der DDR sind mir eigentlich nicht bekannt.Narürlich gab es "Arme Schweine" auch mit Kindern,welche hausten ,die Buden würde heute auch kein Obdachloser nehmen.Produktionshilfsarbeiter,Transportarbeiter u.s.w.ich will die jetzt auf keinen Fall runter machen,die musste es ja auch geben.
Die haben eben Löhne bekommen,da würde jeder Hartz 4 Empfänger den Kopf schütteln.Es hat durch die staatlichen Subventionen (Grundnahrungsmittel,Mieten u.s.w.) aber für die Familie gereicht zur Ernährung,für mehr aber auch nicht (Auto,Urlaub u.s.w.)


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#14

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 07:21
von damals wars | 12.186 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #11
Aber mal aus meinem Erleben Arbeits,- Beschäftigungslos in der DDR, gab es nicht!!
Obdachlos in der DDR? kenn ich nicht.


Rot : Hätteste auch noch 10 Aurufezeichen machen können,weil es stimmt,die Betriebe wurden vollgestopft,und wenn kein Job mehr da war wurde einer erfunden.

Grün : Muss auch Heute Niemand in Deutschland sein


Stimmt, niemand würde von der Gesellschaft fallen gelassen.
Wir hatten bei uns einen Alkoholiker. Den habe ich einmal kennengelernt, ein Häufchen Elend, er wollte sich so gern in der Griff bekommen, kam aber regelmäßig nach Bernburg, zum Entzug.
als es dann hieß, er hätte sich ne Plastetüte über den Kopf gezogen, ging mir das schon nah, wir haben dann für nen Kranz gesammelt.
Ansonsten gab es die sogenannten Haus und Hofkolonnen, in den solche Problembehafteten Mitarbeiter beschäftigt worden.
Die stellten zu Feiertagen Fahnenmasten auf und ähnliches.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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#15

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 08:16
von furry | 3.580 Beiträge

Ich erinnere mich da an einen ganz konkreten Fall, mein "Pflegekind Jörg G.
Jörg war Sonderschüler und anschließend Anlernling (so nannten die sich doch?) bei uns im Betrieb. Als die Anlernerei vorbei war, war Jörg, so glaube ich, Anfang 17 und wohnte bei seiner Mutter. Die Verhältnisse zu Hause müssen übelst gewesen sein, seine Mutter nahm ihm sein ganzes Geld ab, so dass er noch nicht mal das billige Betriebsessen bezahlen konnte. Also schaltete sich das Jugendamt ein, ich bekam ihn meiner "Jugendbrigade" zugeschlagen und wurde amtlicherseits sein Vormund. Jörg wurde umquartiert in das betriebliche Ledigenwohnheim, konnte früh, mittags und abends an der Betriebsversorgung teilnehmen und ich saß auf seinem Geld. Wöchentlich gab es ein Taschengeld, dass zusätzlich für den täglichen Zigarettenkonsum 2 Mark enthielt, die Bezahlung von Kost und Logis erledigte ich. Jörg blühte richtig auf, war bei unseren Frauen Hahn im Korb. Einige Frauen nahmen ihn dann auch mal mit in die Stadt zum Einkleiden. Einmal musste er richtig aufgehübscht werden, denn wir wollten an einem Brigadeabend in eine Nachtbar. War der Bengel an dem Abend glücklich, schön essen und fein trinken, die Frauen haben ihn zum Tanzen genötigt. Er strahlte über alle Backen. Und ganz nebenbei hat sich von seinem Geld auch ein ordentliches Sümmchen angesammelt, bis der Tag kam, an dem Jörg 18 wurde und nicht mehr unter der Fuchtel des Jugendamtes stand. Unmittelbar danach kam er mit einem Zettel, den seine Mutter geschrieben hatte und auf dem stand, dass er nicht weiter betreut werden möchte und um die Herausgabe seines Geldes bittet. Mit seinem Geld, es waren über 600 Mark verließ er auch den Betrieb.
Monate später sah ich ihn auf einem Rummel in einem Zelt, in dem man auf ein paar Pferdchen seine Runden drehen konnte. Bevor ich in der Masse untertauchen konnte, hatte er mich entdeckt und rief meinen Namen. Was soll's, ein paar Worte mit ihm gewechselt. Er war da der Trottel vom Dienst, konnte sich auch noch gut an die schöne Zeit zuvor erinnern, aber ein zurück gab es für ihn nicht.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
1941ziger und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 11:10
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Man muß mal jedesProblem als einen Einzelfall sehen,Man kann nicht sagen, wer nicht gearbeitet hat ging gemäߧ 249 in Knast.Ich kenne zwei Fälle, die haben von der Rente der Mutter gelebt.Da stand die K auf Grund von netten Nachbarn öfters vor der Tür.Aber denen konnte nie eine kriminelle Handlung nachgewiesen werden und das Einkommen der Mütter reichte für ein einfaches Leben.Allerdings wat bei den meisten Assis der kriminelle Hintergrund da. Wir hatten einen im Haus,der hat seine Frau auf den Strich geschickt.Man war das schwer, den in den Knast zu bekommen. Monatelang hat sich die gesamte Hausgemeinschaft beschwert, weil die Männer,auch an anderen Türen geklingelt haben.Der hatte auch die Einbaumöbel, Schränke, Kücheneinrichtung usw.einfach verkauft.Also wer keiner Arbeit nachging und nicht nachweisen konnte, wovon er lebt, kam in ein Arbeitslager .Viele ehemalige DDR Bürger vermissen so einen § heute noch.Es hat uns alle geschützt.Wenn ich mir heute vorstelle,in welchen Größenordnungen man Arbeitslager bauen müsste um alle Asozialen einzufangen, unvorstellbar.Kein Hund kümmert sich in diesem Staat um Leute, die teils unverschuldet durch staatlich geduldete Abzocker ins soziale Elend fallen.Eine einfache Formel. Hast du keine Wohnung, bekommst du keine Arbeit.Hast du keine Arbeit bekommst du keine Wohnung., nun komm mal raus aus dem Kreislauf.So gesehen hat die DDR keinen fallen gelassen.Ein Wohnungsproblem hatte die DDR schon, weil einfach die Kapazitäten für eine Altbausanierung fehlten.Aber Obdachlose habe ich nie kennengelernt und wer nicht arbeiten konnte bekam unkompliziert Sozialhilfe.Kein Luxusleben, aber auch kein Leben unter der Brücke und eine Suppenküche gab es auch nicht.Nun ja No Body ist perfekt.



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#17

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 11:26
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Es waren keine Bettler zu sehen. Auch die DDR-"Gammler" haben, im Gegensatz zu den heutigen Punkern, nicht gebettelt.

Ich hab mich bis heute nicht an Bettler gewöhnt. Nicht weil ich dagegen, oder geizig bin. Ich komme damit einfach nicht zurecht. Auch weil jung und "schwungvoll" gebettelt wird, selten aus wirklicher Not, oder sichtlich drogenbenebelt.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 28.02.2015 11:27 | nach oben springen

#18

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 28.02.2015 14:24
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #12
In meiner Kindheit gab es noch sehr viele Kriegsversehrte.
Einer von denen durchwühlte immer die Mülltonnen, und suchte nach Konservengläsern, dafür gab es 5 Pfennig pro Stück beim Altstoffhandel.
Da damals noch Asche in die Tonnen flog, eine sehr schmutzige Angelegenheit. Die Gläser wurden vor der Abgabe natürlich gewaschen.
Auch gab es Stadtmusikanten.
Das mit den Mülltonnen viel mir ein, als eines Morgens , ist schon ne Weile her, 2 Beine aus der Papiertonne schauten, da tauchte Jemand nach Altpapier! Bin echt erschrocken.


Hubert hast Du etwa irgendwas verpasst? Die Flaschensammler sind in der heutigen Zeit ganz aktuell! Sagt Dir der Begriff "Containern" etwas?
In unserer Wohlstandsgesellschaft durchwühlen Menschen an Supermärkten die Abfallbehälter nach Essbarem (MHD abgelaufen) um über die Runden zu kommen.
Und als ob das nicht schon schlimm genug ist, die werden von der Polizei "gejagt" (sorry Andreas) und es gibt Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und
Diebstahl!
Micha


rasselbock und RudiEK89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.02.2015 14:28 | nach oben springen

#19

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 07:51
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Moin Signalobermaat,

mit dem Ausdruck asozial solle man verdammt vorsichtig umgehen. Gefällt mir in dem von Dir genannten Zusammenhang überhaupt nicht.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#20

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 08:33
von damals wars | 12.186 Beiträge

Zitat von G. Michael im Beitrag #18
Zitat von damals wars im Beitrag #12
In meiner Kindheit gab es noch sehr viele Kriegsversehrte.
Bin echt erschrocken.


Hubert hast Du etwa irgendwas verpasst? Die Flaschensammler sind in der heutigen Zeit ganz aktuell! Sagt Dir der Begriff "Containern" etwas?
In unserer Wohlstandsgesellschaft durchwühlen Menschen an Supermärkten die Abfallbehälter nach Essbarem (MHD abgelaufen) um über die Runden zu kommen.
Und als ob das nicht schon schlimm genug ist, die werden von der Polizei "gejagt" (sorry Andreas) und es gibt Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und
Diebstahl!
Micha


Nichts verpasst. Nur auf die Frage geantwortet!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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