#21

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 09:34
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #4
Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Moin Moin,
ich hatte mich gerade etwas zum Thema: Bild" der BRD in der DDR eingelesen.

da ist mir folgende Frage eingefallen:

gab es in der DDR eigentlich Bettler oder Obdachlose? In den Anfangsjahren könnte ich mir das schon vorstellen, aber wie sah es 1980 aus.

Danke und gruß Schlutup


Berufs-oder Obdachlosigkeit war in der DDR eine Ordnungswidrigkeit ,- welche es zu beseitigen galt - auch mit Zwangsmitteln, weil in der DDR nicht sein konnte ,- was nicht sein durfte !
Als Sohn eines Richters habe ich miterlebt ,- wie Leute in der DDR - die nachweisen konnten - das sie z.B. sich mittels eines Erbes selbst ernähren konnten ,- durch den Assozialenentscheid trotzdem im Knast wiederfanden ,- weil aktive Teilnahme am Aufbau des Sozialismus Recht und Pflicht zugleich war....
Die anschließenden Diskussionen mit meinem Vater erspare ich dem Forum....



Grün: Wimre wurde die Pflicht zur Arbeit mit dem UNO-Beitritt abgeschafft, weil das mit den UNO-Statuten nicht mehr vereinbar war.



nach oben springen

#22

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 10:11
von turtle | 6.961 Beiträge

Obdachlose in diesem Sinn sah ich in der DDR nie. Einige Streuner rund um den Hauptbahnhof in Leipzig ja. Dabei handelte es sich hauptsächlich um jugendliche die irgendwo ausgebüxt waren. Doch die Trapo hatte einen Blick dafür. Bettler ,Hütchenspieler und Taschendiebe wie heute alltäglich waren auch nie ein Thema in der DDR. Allerdings wer keiner geregelten Arbeit nachgehen wollte (es bestand so etwas wie Arbeitspflicht) hatte Probleme.
Ich glaube wer nachweisen konnte über genügend Geld (Lottogewinn etc, ) zu verfügen war davon befreit. Kündigte man selber bei seinem Betrieb, musste man innerhalb kurzer Zeit einen neuen Job haben. Die Abt. Inneres war informiert und überprüfte. Alles war da registriert.Dort musste man eventuell mit seinem SV-Buch erscheinen. War dort kein neues Arbeitsverhältnis eingetragen, gab es unangenehmen Fragen und Arbeit wurde zugewiesen.Erfolgte keine Arbeitsaufnahme bzw. wer dann immer noch nicht reagierte ,bekam AE. (Arbeitserziehung) (Ich hoffe ich habe alles richtig in Erinnerung)


IM Kressin und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.03.2015 10:15 | nach oben springen

#23

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 12:02
von Klauspeter | 986 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #19


mit dem Ausdruck asozial solle man verdammt vorsichtig umgehen. Gefällt mir in dem von Dir genannten Zusammenhang überhaupt nicht.

MfG Berlin

Meine Meinung dazu, bevor Signalobermaat antwortet.
Wie soll man die vom Signalobermaat genannten Menschen bezeichnen? Sie verhalten sich nicht sozial, also asozial. Signalobermaat hat gleich zu Beginn seines Beitrages darauf hingewiesen, dass man jeden Fall einzeln sehen muss. Was mir überhaupt nicht gefällt ist die Tatsache, dass es in unserer Gesellschaft Menschen gibt, die so leben müssen oder so leben wollen...
Klaus


nach oben springen

#24

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 12:41
von eisenringtheo | 9.158 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #22
(...)
Ich glaube wer nachweisen konnte über genügend Geld (Lottogewinn etc, ) zu verfügen war davon befreit.(..)

Lottogewinn und dann nur noch faulenzen? Bin nicht sicher, ob man da in Ruhe gelassen wurde.
Ich habe damals mindestens ein halbes Dutzend "Künstlerateliers" auf dem Lande besucht. Alle Künstler sagten mir, dass sie Künstler (Maler, Bildhauer) geworden sind, weil sie aufgrund glücklicher Umstände vermögend wurden und deshalb eine Künstlerlizenz geholt haben, damit sie sicher keinen Ärger bekommen. Offenbar waren die Anforderung gering, um an eine solche Lizenz zu bekommen. Aber dann waren sie integriert, kranken- und rentenversichert.
Theo


nach oben springen

#25

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 12:45
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Ich glaube wer nachweisen konnte über genügend Geld (Lottogewinn etc, ) zu verfügen war davon befreit

Aber nicht Vergessen in der DDR waren Millionengewinne nicht möglich,also es gab keine Lottomillionäre,es sei denn man hat mehrmals hoch gewonnen.


nach oben springen

#26

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 13:07
von eisenringtheo | 9.158 Beiträge

Auch 50'000 Mark waren bei den DDR Lebenshaltungskosten ein ganz schöner Batzen Geld. Ausser man wollte auf die Schnelle ein Auto. Es würde mich interessieren, wieviele Leute sich für ein Auto angemeldet haben, nicht um es zu fahren, sondern als quasi fabrikneuer Gebrauchtwagen gegen viel Geld zu verkaufen.
Theo


nach oben springen

#27

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 15:22
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Arbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit kenne ich aus DDR Zeiten eigentlich nicht. Entlassene Strafgefangene wurden zwecks Eingliederung mit Wohnraum und Arbeitsstelle versorgt. Bettler habe ich in der Provinz nicht gesehen.

Bürger die einen Ausreiseantrag gestellt hatten, wurden oftmals entlassen und dann noch als asozial eingestuft und drangsaliert.

Der Hesselfuchs


Jobnomade, Ostlandritter und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#28

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 15:39
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #26
Auch 50'000 Mark waren bei den DDR Lebenshaltungskosten ein ganz schöner Batzen Geld. Ausser man wollte auf die Schnelle ein Auto. Es würde mich interessieren, wieviele Leute sich für ein Auto angemeldet haben, nicht um es zu fahren, sondern als quasi fabrikneuer Gebrauchtwagen gegen viel Geld zu verkaufen.
Theo


Na gut Theo es klingt erst mal viel.Klar konnte man damit die Miete für die nächsten 60 Jahre komplett Überweissen aber für ein gebrauchtes Auto hätte es kaum gereicht,ich meine Auto,und keinen Trabbi.


nach oben springen

#29

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 15:41
von turtle | 6.961 Beiträge

http://www.strassenfeger-archiv.org/article/2302.0008.html


Während das Wort "Arbeitslosigkeit" heute in aller Munde ist, ebenso die Begleiterscheinungen wie Depression und Armut als Massenphänomen, ist es noch gar nicht so lange her, dass Menschen in den fünf neuen Bundesländern gezwungen wurden zu arbeiten. Bis 1984 herrschte in der DDR die Arbeitspflicht und diese galt für jeden Bürger der DDR, der nicht in einem Ausbildungsverhältnis war.

Staatlich reglementiert wurde dies durch einen Paragraphen im Strafgesetzbuch der DDR: Paragraph 249 Absatz 1 und 5.

"§ 249. Gefährdung der öffentlichen Ordnung durch asoziales Verhalten. (1) Wer das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung dadurch gefährdet, dass er sich aus Arbeitsscheu einer geregelten Arbeit hartnäckig entzieht, obwohl er arbeitsfähig ist, oder wer der Prostitution nachgeht oder wer sich auf andere unlautere Weise Mittel zum Unterhalt verschafft, wird mit Verurteilung auf Bewährung oder mit Haftstrafe, Arbeitserziehung oder mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft. Zusätzlich kann auf Aufenthaltsbeschränkung und auf staatliche Kontroll- und Erziehungsaufsicht erkannt werden."

(5) "Sonstige Straftaten gegen die allgemeine, staatliche und öffentliche Ordnung". Das Delikt "Arbeitsscheu" ist mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe zu ahnden, wozu umfangreiche Auflagen wie ständige Meldepflicht und Arbeitsplatzbindung nach der Haftentlassung gehören." Ausführendes Organ der Überwachung war das Ministerium des Innern (MDI), in etwa zu vergleichen mit dem Bundeskriminalamt (BKA).

Dieser Paragraph wurde für den nichtarbeitenden Staatsbürger eine nicht zu unterschätzende Gefahr und dauernde Belastung. Wer bereits einmal wegen § 249 im Gefängnis war, stand nicht nur unter Meldepflicht, das heißt derjenige musste polizeilich gemeldet sein, sondern auch unter der Bindung des zugewiesenen Arbeitsplatzes. Für Männer bedeutete dies ein zweitklassiger Job in der Produktion, im Kohlebergbau - und Handel, als Baugehilfe oder eine Verpflichtung, als IM für die Stasi zu spionieren. Frauen hatten es einfacher. Sie arbeiteten Nacht für Nacht auf dem Postamt als Postsortiererinnen, wurden in Wäschereien Sortiererinnen oder suchten sich einen Helferjob auf dem Friedhofsgarten.

War man aber noch nicht wegen dieses die Volkswirtschaft stärkenden Paragraphen in Haft, musste der einzelne Bürger in seinen Ausreden recht kreativ werden. Und wegen der herrschenden Mangelwirtschaft gab es viele einer nicht staatlich regulierten Arbeit nachgehende Menschen in der ehemaligen DDR. Da waren die Autohändler, die, anders als heute, Neuwagenzuweisungen günstig kauften, um die Neuwagen teuer zu verkaufen. Händler, die Waren aus dem Westen anboten oder Leute, die günstig und ohne lange Voranmeldung Urlaubsquartiere an der Ostsee ohne Kurtaxe, also ohne Meldung anboten. Diese alle verschafften sich auf "unlautere Weise Mittel zum Lebensunterhalt" und riskierten damit zwei Jahre Gefängnis.

Bei den monatlichen Meldungen beim MDI mussten dementsprechend immer nachvollziehbare Aussagen gemacht werden, woher das Geld stammt, von dem sich der Einzelne oder er seine Familie ernährt. Lottogewinne wurden registriert, dies ging also nicht. Sehr beliebt war, bereits zu Lebzeiten der Eltern das Erbe als monatliche Apanage zu erhalten, dies funktionierte im "Arbeiter - und Bauernstaat" aber nicht länger als sechs bis zwölf Monate. Dann konnte man sich polizeilich bei arbeitenden Freunden registrieren lassen und einige Zeit offiziell auf deren Kosten leben und als Dankeschön für diese Gefälligkeit überließ man den Freunden einige schwer zu erhaltende Artikel. Auch dies war leider immer zeitlich begrenzt. 1981 begann ein illegitimer bekannter Magdeburger Millionär in seinem Oldtimer mittags Essen für die Volkssolidarität auszufahren. So konnte er ein Einkommen nachweisen. Das Projekt machte Schule, DDR-weit erhielten plötzlich ältere und kranke Menschen ihr warmes Mittagessen direkt nach Hause. Auch die Friedhöfe erblühten in neuem Glanz und Lottoannahmestellen schossen wie Pilze aus dem Boden. Lottoannahmestellen waren nämlich die erstmals gern gesehenen Einzelhandelsunternehmen, von denen sich die entwickelte sozialistische Gesellschaft nicht bedroht sah. Eine Lottoannahmestelle zu betreiben hieß: dreimal die Woche etwa drei bis fünf Stunden geöffnet zu haben. Da konnten nicht arbeitende mal ein paar Stunden jobben und so praktisch ein Einkommen nachweisen.

Allerdings waren natürlich nicht alle Essenausfahrer und Friedhofsgärtner, Lottoannahmestellen- Arbeiter und Erben in der DDR Nichtarbeiter, zudem ab 1984 mangels freier Arbeitsplätze der § 249 nur noch eingeschränkt, meist bei Vorbestraften, angewendet wurde.


eisenringtheo, RudiEK89, Damals87, seaman und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#30

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 16:01
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

da war es ja fast mehr Arbeit, arbeitsscheu zu sein, als zu arbeiten!

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


nach oben springen

#31

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 19:02
von 94 | 10.792 Beiträge

Ergänzend zu den Lottoannahmestellen aus #29, Jobs bei SERO oder OGS waren auch 'beliebt'. Ab Anfang der 80er waren aber nicht nur Arbeitsscheue dort anzutreffen, sondern auch immer mehr Antragsteller.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#32

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 19:09
von Schakal | 271 Beiträge

Gab bei uns heruntergekommene Alkis oder auch Asis genannt. Die standen immer an den Läden und haben ihr Bier gesoffen. Rein äüßerlich betrachtet war denen wohl nicht mehr großartig zu helfen. Arbeiten brauchten die nicht soviel ich weiß, wurden aber auch nicht als Asoziale eingesperrt. Galten glaube ich als anerkannte Alkoholiker und waren irgendwie sogar berentet.
Das die obdachlos waren ist mir nicht bekannt. Irgend ne kleine Bude konnte sich zu DDR-Zeiten ja nun jeder leisten.


--- Ex oriente lux.---
nach oben springen

#33

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 20:10
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #27
Arbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit kenne ich aus DDR Zeiten eigentlich nicht. Entlassene Strafgefangene wurden zwecks Eingliederung mit Wohnraum und Arbeitsstelle versorgt. Bettler habe ich in der Provinz nicht gesehen.

Bürger die einen Ausreiseantrag gestellt hatten, wurden oftmals entlassen und dann noch als asozial eingestuft und drangsaliert.

Der Hesselfuchs

Warst du schon mal in so eine Wohnung?


nach oben springen

#34

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 20:13
von Gelöschtes Mitglied
avatar

War ich nicht, kann mir aber vorstellen das die nicht so besonders waren. Wir hatten bei uns auf Arbeit immer mal solche Kandidaten.

Der Hesselfuchs


nach oben springen

#35

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 20:14
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #33
Zitat von Merlini im Beitrag #27
Arbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit kenne ich aus DDR Zeiten eigentlich nicht. Entlassene Strafgefangene wurden zwecks Eingliederung mit Wohnraum und Arbeitsstelle versorgt. Bettler habe ich in der Provinz nicht gesehen.



Warst du schon mal in so eine Wohnung?

Das weckt jetzt keine guten Erinnerungen in mir.
Die Gemeinde beauftragte mich damals, in einer solchen Wohnung Malerarbeiten auszuführen...

(Jetzt fehlt ein Schüttelsmiley)


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#36

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 20:25
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Jena, eine Großstadt!
Kleines Zimmer mit Tisch, kleines Sofa, kleines Waschbecken, Herd und Ofen.
Alles alte Möbel, WC im Hausflur.
Keller mit paar Kohlen, Dachboden mit Taubendreck
Arbeitsplatzbindung
Jena, Zwätzengasse
Habe leider keine Fotos mehr
thomas


nach oben springen

#37

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 21:20
von SET800 | 3.092 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #4

Als Sohn eines Richters habe ich miterlebt ,- wie Leute in der DDR - die nachweisen konnten - das sie z.B. sich mittels eines Erbes selbst ernähren konnten ,- durch den Assozialenentscheid trotzdem im Knast wiederfanden ,- weil aktive Teilnahme am Aufbau des Sozialismus Recht und Pflicht zugleich war....


Hallo,
einfach so im Knast? Oder wider besseren Wissen mit Sturheit und Ignoranz es massiv darauf angelegt?

Kam da nach der letzen Gehalt aus der letzten Arbeitstelle als nächsten Behördenkontakt gleich der Haftbefehl oder die Anklageschrift?
Keine Gesprächsaufforderung im Arbeitsamt betreff künftiger Beschäftigung?

Ergänzung,
wie hätte man in der DDR grosser Drogendealer sein können, wenig Kaufkraft der möglichen Kunden und Grenzschmuggel mal nicht betrachtet.
Viel Geld, schnelle Autos, keine regelmäßige Arbeit im Betrieb mit Kaderabteilung, nachts mit PKW republikweit unterwegs....



zuletzt bearbeitet 17.03.2015 21:32 | nach oben springen

#38

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 17.03.2015 23:48
von turtle | 6.961 Beiträge

Zur Wiedereingliederung von Haftentlassungen in die sozialistische Gesellschaft wurde einiges getan. Oft bekamen die sogar eine Wohnung trotz akuten Mangel. Bei politischen Delikten allerdings sah das anders aus. Sonderausweis nicht mal in die Hauptstadt fahren war möglich. 1x pro Woche beim ABV melden und Arbeit wurde von der Abt. Inneres zugewiesen.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#39

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 18.03.2015 00:32
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #27
Arbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit kenne ich aus DDR Zeiten eigentlich nicht. Entlassene Strafgefangene wurden zwecks Eingliederung mit Wohnraum und Arbeitsstelle versorgt. Bettler habe ich in der Provinz nicht gesehen.

Bürger die einen Ausreiseantrag gestellt hatten, wurden oftmals entlassen und dann noch als asozial eingestuft und drangsaliert.


Der Hesselfuchs


Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen !

Ohne Begründung wegen Ausreiseantrag fristlos entlassen ,- und keine Chance auf Einstellung in einer anderen Firma,- Danke. liebe Stasi für Eure kleine Rache...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
nach oben springen

#40

RE: Gab es eigentlich in der DDR .....

in Leben in der DDR 18.03.2015 01:45
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #38
Zur Wiedereingliederung von Haftentlassungen in die sozialistische Gesellschaft wurde einiges getan. Oft bekamen die sogar eine Wohnung trotz akuten Mangel.



Stimmt.
Dafür wurden andere Bürger, die sich für diesen Staat DDR den A....aufgerissen haben, benachteiligt.

seaman


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.03.2015 01:47 | nach oben springen



Besucher
21 Mitglieder und 49 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: DerKurze
Besucherzähler
Heute waren 1307 Gäste und 105 Mitglieder, gestern 3466 Gäste und 184 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14353 Themen und 556972 Beiträge.

Heute waren 105 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen