#81

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 11:18
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #80
Zitat von Gert im Beitrag #76
Übrigens als ich in der DDR in die Schule kam, waren wir 44 Schüler in einer Klasse! Die Schule in unserem Schulbezirk hatte zwar keine Kriegsschäden, war aber von den neuen Herren diesem Teil D's besetzt. Sie nutzten es als Lazarett.
Wir mussten in eine Holzbaracke ausweichen, wie sie im Krieg für Fremdarbeiter errichtet wurden. Das zu den Schulverhältnissen in der DDR
-



Hm Gert, Du schreibst nicht wann Du dieses Erlebnis hattest.
Es wird irgendwann zwischen 1945 und 1955 gewesen sein.
Bitte versetze Dich mal in die Situation von damals:
Du hast zwei Objekte und zwei Probleme. Zum einen Kinder, die was lernen müssen und zum anderen Verwundete/Kranke aus dem Krieg, die geheilt werden müssen.

Wofür entscheidest Du Dich?

Die Verwundeten in die zugige Holzbaracke und die Kinder in die heile Schule, oder umgekehrt?

Ich hätte die Schule den kranken und verwundeten Menschen gegeben um sie gesund zu machen und versucht, die Bedingungen in der Baracke zu verbessern.

[b]Das zu den Schulverhältnissen in der DDR[/b]

Gert, das ist in dieser Diskussion nicht fair und das weisst Du auch.

Die Schule hatte in der DDR immer eine hohe Priorität, die unmittelbare Nachkriegssituation (bis 1948/49) als Maßstabzu nehmen führt aber am Ziel vorbei.


andy


Bin 1950 in die Schule gekommen, 5 Jahre nach Kriegsende


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#82

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 16:46
von Gert | 12.354 Beiträge

hier habe ich mal einen interessanten Reisebericht über die DDR kurz vor dem Ende "ausgegraben". Sollten sich alle die mal durchlesen, die an
dem neuen deutschen Staat so viel auszusetzen haben. Alles schon vergessen ?
Guckst du hier, hier kann aufgefrischt werden :http://www.spiegel.de/einestages/reisela...i-a-993555.html


.
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#83

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 17:43
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #63
Zitat von Commander im Beitrag #61
Zitat von Barbara im Beitrag #59
[quote=Lutze|p451912]Ekel-Alfred (Schubert) im Fernsehen war der geborene Ureinwohner
der Bundesrepublik,
ein Herz und eine Seele-Besuch aus der Ostzone

Lutze



:-)))

Und der war auch noch Kölner. Mahlzeit !

Kleine Korrektur,Sorry für OT.http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Schub...Schauspieler%29

Gruß C.






Tetzlaff hat auf der Severinsstraße gewohnt, da bestehe ich drauf :-)
.


jetzt ist dein Nachbar hier im Forum
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#84

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 18:00
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #82
hier habe ich mal einen interessanten Reisebericht über die DDR kurz vor dem Ende "ausgegraben". Sollten sich alle die mal durchlesen, die an
dem neuen deutschen Staat so viel auszusetzen haben. Alles schon vergessen ?
Guckst du hier, hier kann aufgefrischt werden :http://www.spiegel.de/einestages/reisela...i-a-993555.html



@Gert :

Die gute Nachricht :

Dein eingestellter Link war sehr interessant und ich bedanke mich ,- daß ich die ganze Tristesse der DDR nochmal genießen durfte !

Die schlechte Nachricht :

Du wirst wahrscheinlich wegen Volksverhetzung angezeigt und musst auf Grund dieser zersetzerischen Fotos mit Deiner Ausbürgerung rechnen...


....................................
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#85

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 18:17
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #82
hier habe ich mal einen interessanten Reisebericht über die DDR kurz vor dem Ende "ausgegraben". Sollten sich alle die mal durchlesen, die an
dem neuen deutschen Staat so viel auszusetzen haben. Alles schon vergessen ?
Guckst du hier, hier kann aufgefrischt werden :http://www.spiegel.de/einestages/reisela...i-a-993555.html


Genau , so war es im Arbeiter und Bauern Paradies .


IM Kressin, Freienhagener und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#86

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 18:32
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Wie sah eigentlich das Bild des BRD-Bürgers im betrachtenden Auge der Mitarbeiter des staatlichen Systems aus? Also bei den Mitarbeitern der bewaffneten Organe, MfS, NVA, Polizei usw.. Gab es dort auch abseits der "offiziellen" Sichtweise eine eigene Meinung? Und wenn ja, wie bildete sich die ?


Intellektuelle spielen Telecaster
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#87

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 19:51
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #83
Zitat von Barbara im Beitrag #63



Tetzlaff hat auf der Severinsstraße gewohnt, da bestehe ich drauf :-)
.


jetzt ist dein Nachbar hier im Forum
Lutze


Tatsächlich, noch als "graue Eminenz". Da bin ich aber gespannt :-)
.


zuletzt bearbeitet 02.03.2015 19:52 | nach oben springen

#88

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 20:38
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #84
Zitat von Gert im Beitrag #82
hier habe ich mal einen interessanten Reisebericht über die DDR kurz vor dem Ende "ausgegraben". Sollten sich alle die mal durchlesen, die an
dem neuen deutschen Staat so viel auszusetzen haben. Alles schon vergessen ?
Guckst du hier, hier kann aufgefrischt werden :http://www.spiegel.de/einestages/reisela...i-a-993555.html



@Gert :

Die gute Nachricht :

Dein eingestellter Link war sehr interessant und ich bedanke mich ,- daß ich die ganze Tristesse der DDR nochmal genießen durfte !

Die schlechte Nachricht :

Du wirst wahrscheinlich wegen Volksverhetzung angezeigt und musst auf Grund dieser zersetzerischen Fotos mit Deiner Ausbürgerung rechnen...


@Ostlandritter nur gut dass du den Text so geschrieben hast, wenn du mit der Einbürgerung gedroht hättst, dann müßte ich mir Sorgen

machen.

ist so wie in dem folgenden Witz: Auf einem Flug von Ostberlin nach Prag wird ein Flugzeug der Interflug gekapert von bewaffneten Gangstern.
Sie befehlen dem Flugkapitän die Umleitung nach Rom. Als sie dort gelandet sind, nimmt die römische Polizei Kontakt zu den Entführern auf und fragt : was ist ihre Forderung? Die Antwort : rufen sie Honi an und sagen sie ihm er soll 1Mio$ zahlen, wenn nicht werden alle Passagiere freigelassen.


.
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#89

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 21:30
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Die verschiedenen Sichtweisen auf die BRD resultieren wohl einerseits aus den Begegnungsszenarien mit Westdeutschen im Heimatland DDR und den uns zugänglichen Westmedien andererseits.
Und reale Begegnungen hat es gegeben, seien es die Kinder, die zu Besuch im Osten waren, deren Eltern, die einen über die Angelei am Dorfteich aushorchten, die Fußballspiele mit den Gelsenkirchenern im Zentralen Pionierlager oder auch die eigene Verwandtschaft, die sich hin und wieder mal sehen ließ.
Was mir damals bei allen immer sofort auffiel war der Persilgeruch ihrer Klamotten und die viel edlere Aussprache, die mit unserem Mansfelder Slang (nur eine Kostprobe: https://www.youtube.com/watch?v=TNzA3ZTNPVw ) überhaupt nichts gemein hatte.
Im späteren Verlauf hatte ich über Jugendtourist noch weitere Gelegenheiten, in der Vorwendezeit einen Eindruck von der Lebensweise und den Abläufen in Betrieben, in Geschäften, Gaststätten, eben überall wo Alltag stattfand zu bekommen, der aber keine spektakulären Differenzen mit meinen vorherigen Erwartungen offenbarte.
Trotz Löwenthal stand ich den Westdeutschen Eliten, die ich aus dem Fernsehen kannte bestenfalls mit Mißtrauen, jedoch nicht feindseelig gegenüber, ein anderes Kaliber waren da schon Namen wie Hupka oder Schönhuber.
Die erleichterten unseren Chefideologen den Propagandafeldzug, denn dort wo solche Leute frei herum laufen durften konnte nicht alles im Lot sein, das sagte mir mein gesunder Menschenverstand und schärfte mein Mißtrauen gegenüber dieser Demokratievariante, die meinte allen Krankheiten ohne Medikamente Herr zu werden.
Bleibt noch die Erinnerung an das unglaubliche Warenangebot und 1000 Seiten dicke Kataloge, das war schon eine Faszination an sich wobei ich allerdings nur beim DAM- Angelgerätekatalog wirklich neidisch war, das gebe ich zu.
Eine wirkliche Vorstellung darüber, wie das Arbeitsleben dort aussah hatte ich allerdings eher nicht, ich glaubte aber daran, daß die Furcht vor Entlassungen auch allgegenwärtig war, aber eben nicht so, daß es den Arbeitnehmer West gelähmt hätte.



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#90

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 22:56
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #89
Die verschiedenen Sichtweisen auf die BRD resultieren wohl einerseits aus den Begegnungsszenarien mit Westdeutschen im Heimatland DDR und den uns zugänglichen Westmedien andererseits.
Und reale Begegnungen hat es gegeben, seien es die Kinder, die zu Besuch im Osten waren, deren Eltern, die einen über die Angelei am Dorfteich aushorchten, die Fußballspiele mit den Gelsenkirchenern im Zentralen Pionierlager oder auch die eigene Verwandtschaft, die sich hin und wieder mal sehen ließ.
Was mir damals bei allen immer sofort auffiel war der Persilgeruch ihrer Klamotten und die viel edlere Aussprache, die mit unserem Mansfelder Slang (nur eine Kostprobe: https://www.youtube.com/watch?v=TNzA3ZTNPVw ) überhaupt nichts gemein hatte.
Im späteren Verlauf hatte ich über Jugendtourist noch weitere Gelegenheiten, in der Vorwendezeit einen Eindruck von der Lebensweise und den Abläufen in Betrieben, in Geschäften, Gaststätten, eben überall wo Alltag stattfand zu bekommen, der aber keine spektakulären Differenzen mit meinen vorherigen Erwartungen offenbarte.
Trotz Löwenthal stand ich den Westdeutschen Eliten, die ich aus dem Fernsehen kannte bestenfalls mit Mißtrauen, jedoch nicht feindseelig gegenüber, ein anderes Kaliber waren da schon Namen wie Hupka oder Schönhuber.
Die erleichterten unseren Chefideologen den Propagandafeldzug, denn dort wo solche Leute frei herum laufen durften konnte nicht alles im Lot sein, das sagte mir mein gesunder Menschenverstand und schärfte mein Mißtrauen gegenüber dieser Demokratievariante, die meinte allen Krankheiten ohne Medikamente Herr zu werden.
Bleibt noch die Erinnerung an das unglaubliche Warenangebot und 1000 Seiten dicke Kataloge, das war schon eine Faszination an sich wobei ich allerdings nur beim DAM- Angelgerätekatalog wirklich neidisch war, das gebe ich zu.
Eine wirkliche Vorstellung darüber, wie das Arbeitsleben dort aussah hatte ich allerdings eher nicht, ich glaubte aber daran, daß die Furcht vor Entlassungen auch allgegenwärtig war, aber eben nicht so, daß es den Arbeitnehmer West gelähmt hätte.




nun @Hackel39, das mit der Furcht vor Entlassungen war nicht ständig präsent bei mir und Kollegen. Man wusste, das wir auf Zeit in dem Betrieb arbeitete wo man war, so wie man wusste,dass man auch nur eine begrenzte Zeit auf diesem Planeten war. Es gab immerhin Arbeitnehmerschutzgesetze ( z.B. nach 10-jähriger Betriebszugehörigkeit 1 Jahr Kündigungsfrist, dann gab es Betriebsräte, die Entlassungen zustimmen mussten und in der Regel diese Aufgabe auch ganz im Sinne des AN durchführten. Na ja und wenns ganz dicke kam gabs ein Bündel Geld. Ich habe einmal eine Abfindung in meinem Arbeitsleben bekommen, weil unsere Fabrik geschlossen wurde ( Massenentlassung/Sozialplan ) da bekam ich so viel Geld, das wir die Resthypothek unseres Hauses auf einen Schlag zurückzahlen konnten. Es gelang mir nahtlos einen neuen AG zu finden, ich war also keinen Tag arbeitslos, eine absolute win/win Situation. Natürlich gelang so etwas nicht immer und nicht jedem. Man musste schon gute berufliche Ausbildung haben, möglichst gute Netzwerke, viele mögliche AG kennen , das sind alles so Sicherungen, die einen vor einem Absturz bewahren können. Auf die "Pfeifen" vom Arbeitsamt kannst du im Falle von Arbeitsplatzverlust pfeifen, am besten seine Sache selbst in die Hand nehmen. Also die Angst vor Arbeitslosigkeit hat uns nicht das Leben vergällt.
Dein Bemerkung über Hupka und Schönhuber. Man könnte heute fragen, wer waren die denn? Haben sich damals viele Bundis schon gefragt. Die hat doch ausser K.E. von Schnitzler keiner ernst genommenFür den waren sie allerdings ein Glücksfall, sonst hätte er doch nichts zum Sabbern gehabt. Gruß Gert


.
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#91

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 23:03
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #84
Zitat von Gert im Beitrag #82
hier habe ich mal einen interessanten Reisebericht über die DDR kurz vor dem Ende "ausgegraben". Sollten sich alle die mal durchlesen, die an
dem neuen deutschen Staat so viel auszusetzen haben. Alles schon vergessen ?
Guckst du hier, hier kann aufgefrischt werden :http://www.spiegel.de/einestages/reisela...i-a-993555.html



@Gert :

Die gute Nachricht :

Dein eingestellter Link war sehr interessant und ich bedanke mich ,- daß ich die ganze Tristesse der DDR nochmal genießen durfte !

Die schlechte Nachricht :

Du wirst wahrscheinlich wegen Volksverhetzung angezeigt und musst auf Grund dieser zersetzerischen Fotos mit Deiner Ausbürgerung rechnen...


Sollte das ein Antrag sein?


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#92

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 02.03.2015 23:19
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #91
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #84
Zitat von Gert im Beitrag #82
hier habe ich mal einen interessanten Reisebericht über die DDR kurz vor dem Ende "ausgegraben". Sollten sich alle die mal durchlesen, die an
dem neuen deutschen Staat so viel auszusetzen haben. Alles schon vergessen ?
Guckst du hier, hier kann aufgefrischt werden :http://www.spiegel.de/einestages/reisela...i-a-993555.html



@Gert :

Die gute Nachricht :

Dein eingestellter Link war sehr interessant und ich bedanke mich ,- daß ich die ganze Tristesse der DDR nochmal genießen durfte !

Die schlechte Nachricht :

Du wirst wahrscheinlich wegen Volksverhetzung angezeigt und musst auf Grund dieser zersetzerischen Fotos mit Deiner Ausbürgerung rechnen...


Sollte das ein Antrag sein?



Nee ,- das war ein Späßle ,- und ich hoffe inbrünstig ,- daß die dunkle Epoche ,- als Kleinigkeiten für eine Ausbürgerung ausreichten - entgültig der Vergangenheit angehört und nur noch dazu taugt ,- kleine Kinder zu erschrecken....


....................................
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zuletzt bearbeitet 02.03.2015 23:19 | nach oben springen

#93

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2015 08:42
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #90
Zitat von Hackel39 im Beitrag #89





nun @Hackel39, das mit der Furcht vor Entlassungen war nicht ständig präsent bei mir und Kollegen. Man wusste, das wir auf Zeit in dem Betrieb arbeitete wo man war, so wie man wusste,dass man auch nur eine begrenzte Zeit auf diesem Planeten war. Es gab immerhin Arbeitnehmerschutzgesetze ( z.B. nach 10-jähriger Betriebszugehörigkeit 1 Jahr Kündigungsfrist, dann gab es Betriebsräte, die Entlassungen zustimmen mussten und in der Regel diese Aufgabe auch ganz im Sinne des AN durchführten. Na ja und wenns ganz dicke kam gabs ein Bündel Geld.. Es gelang mir nahtlos einen neuen AG zu finden, ich war also keinen Tag arbeitslos, eine absolute win/win Situation. Ich habe einmal eine Abfindung in meinem Arbeitsleben bekommen, weil unsere Fabrik geschlossen wurde ( Massenentlassung/Sozialplan ) da bekam ich so viel Geld, das wir die Resthypothek unseres Hauses auf einen Schlag zurückzahlen konnten.Natürlich gelang so etwas nicht immer und nicht jedem. Man musste schon gute berufliche Ausbildung haben, möglichst gute Netzwerke, viele mögliche AG kennen , das sind alles so Sicherungen, die einen vor einem Absturz bewahren können. Auf die "Pfeifen" vom Arbeitsamt kannst du im Falle von Arbeitsplatzverlust pfeifen, am besten seine Sache selbst in die Hand nehmen. Also die Angst vor Arbeitslosigkeit hat uns nicht das Leben vergällt.
Dein Bemerkung über Hupka und Schönhuber. Man könnte heute fragen, wer waren die denn? Haben sich damals viele Bundis schon gefragt. Die hat doch ausser K.E. von Schnitzler keiner ernst genommenFür den waren sie allerdings ein Glücksfall, sonst hätte er doch nichts zum Sabbern gehabt. Gruß Gert


Naja Gert, dann war das mit der Resthypothek wohl Dusel in Düsseldorf, denn normalerweise ist da zusätzlich eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen, wenn der Kunde vorfristig seinen Kredit kündigen will, es sei denn es war gerade zufällig das Ende der Zinsbindung erreicht.
Und so entschied wohl auch im Westen eher Zufall und Glück über den privaten wirtschaftlichen Aufstieg als das in der DDR der Fall war, es ist halt eine Jackpottökonomie, die große Volksmassen aus der Verteilung ausgeschlossen hat.
Heute muß ich sogar sagen, daß man in der DDR viel professioneller den Strukturwandel sozial abgefedert hat als es drüben der Fall war, ich erinnere mich als man hier im Mansfelder Land mehr und mehr den Kupferabbau zurück fahren mußte und plötzlich überall Hauer zu Rangierern wurden, die weiterhin in Wohnortnähe und regulär beschäftigt bleiben konnten ohne von Ämtern als Bittsteller gedemütigt worden zu sein.
Und Schönhuber war nun mal da und er hatte hier Vorbilder, wobei ich die Causa Hupka heute etwas differenzierter bewerten muß als es zu DDR- Zeiten der Fall war.
Da hat man die Vertriebenenproblematik recht lapidar und menschenverachtend abgetan nach dem Motto, "selber Schuld, Deutschland hat den Krieg ja angefangen".
Aber jenes Politbüro, das den Menschen immer in den Vordergrund stellte, übergeht hier einfach mal so die persönliche Tragik, die damit verbunden war und Hupka thematisierte das halt.
Wie man sieht ist eine Meinung immer in Bewegung und jeder, der sich bewegt, wird auch nicht untergehen.
Ich nehme daher an, daß Du das System recht sportlich gesehen hast, von dem Du so begeistert warst, bedenke aber bitte, daß der Arbeiter in der DDR auch die Drohkulisse für eure damaligen politischen Eliten war, indem er die westdeutsche Arbeiterklasse eben niemals hätte überholen dürfen, Hartz 4 zum Beispiel hätte sich Willy Brandt niemals getraut.
Trotzdem muß ich zugeben, daß die Bilder und Berichte der spektakulären Massenentlassungen, sagen wir mal beim Strukturwandel im Duisburger Stahlkochermilieu bei uns bis zur Schmerzgrenze propagandistisch ausgeschlachtet worden sind, ohne daß man sich die Mühe machte, die tatsächlichen persönlichen Konsequenzen an Hand von sachlich analysierten Einzelfallbeispielen zu dokumentieren.
Da wäre Schnitzler etwas ins Schlingern geraten, in der Sache hat er aber bezüglich seiner Systemanalyse richtig gelegen.



Jobnomade, Gert und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2015 20:21 | nach oben springen

#94

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2015 08:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #93
Zitat von Gert im Beitrag #90
Zitat von Hackel39 im Beitrag #89






Zitat

Naja Gert, dann war das mit der Resthypothek wohl Dusel in Düsseldorf, denn normalerweise ist da zusätzlich eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen, wenn der Kunde vorfristig seinen Kredit kündigen will, es sei denn es war gerade zufällig das Ende der Zinsbindung erreicht.[quote]

.



da hast du recht mit der Vorfälligkeit.Das gilt für normale Geschäftsbanken In diesem Fall war die 1.Hypothek von der Pensionskasse meines AG, des Konzerns, der sich da selbst zerlegte und der mir und tausenden anderen den Job kostete. Dort hatte ich die Möglichkeit jederzeit Restschuld zu tilgen, was ich ein Jahr nach dem Wechsel(Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste) des Arbeitsplatze auch getan habe.


.
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#95

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2015 10:00
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #91
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #84
[quote=Gert|p453026]@Gert :

Die gute Nachricht :

Dein eingestellter Link war sehr interessant und ich bedanke mich ,- daß ich die ganze Tristesse der DDR nochmal genießen durfte !

Die schlechte Nachricht :

Du wirst wahrscheinlich wegen Volksverhetzung angezeigt und musst auf Grund dieser zersetzerischen Fotos mit Deiner Ausbürgerung rechnen...


Sollte das ein Antrag sein?



Hallo @Pitti53

Ich hab den Artikel über die DDR in den letzten Zügen ebenfalls gelesen und dachte: Gut, dass das vorbei ist.
Danke an @Gert noch mal dafür.
Das kleine Geplänkel zwischen @Ostlandritter und @Gert bzgl "Ausbürgerung" habe ich als "Ausbürgerung aus der DDR" verstanden und darüber geschmunzelt . Aus der DDR hat sich Gert doch bereits 1965 selbst ausgebürgert - durch eine gut geplante Flucht über die grüne Grenze. Da sage ich heute noch: "Respekt - sauberes Handwerk!".
Als "Antrag auf Ausbürgerung aus dem Forum" keinesfalls. Das fände ich keinesfalls lustig.
Das war jetzt meinerseits eine sehr milde und diplomatische Formulierung dessen, was ich darüber denke.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2015 11:21 | nach oben springen

#96

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2015 10:07
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #95
Zitat von Pitti53 im Beitrag #91
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #84
[quote=Gert|p453026]@Gert :

Die gute Nachricht :

Dein eingestellter Link war sehr interessant und ich bedanke mich ,- daß ich die ganze Tristesse der DDR nochmal genießen durfte !

Die schlechte Nachricht :

Du wirst wahrscheinlich wegen Volksverhetzung angezeigt und musst auf Grund dieser zersetzerischen Fotos mit Deiner Ausbürgerung rechnen...


Sollte das ein Antrag sein?



Hallo @Pitti53

Ich hab den Artikel über die DDR in den letzten Zügen ebenfalls gelesen und dachte: Gut, dass das vorbei ist.
Danke an @Gert noch mal dafür.
Das kleine Geplänkel zwischen @Ostlandritter und @Gert bzgl "Ausbürgerung" habe ich als "Ausbürgerung aus der DDR" verstanden und darüber geschmunzelt.
Als "Antrag auf Ausbürgerung aus dem Forum" keinesfalls. Das fände ich keinesfalls lustig.
Das war jetzt meinerseits eine sehr milde und diplomatische Formulierung dessen, was ich darüber denke.

Gruss Hartmut




So war es auch gemeint,- ich würde niemals jemandem aus dem Forum wuppen wollen,- bin ja kein Admin.......


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#97

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2015 10:45
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo @Ostlandritter ,

wir haben uns schon verstanden, denke ich...
Meine Zeilen waren an den Admin adressiert.
Und mein Beitrag ist ebenfalls eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt
gefällt mir, der Spruch..... hätte man den in der DDR mal so gesagt, wäre von manchen gleich gekommen:
"Wer nicht für uns ist, ist gegen uns !"
jaja...."die Partei, die Partei, die hat immer Recht"


Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#98

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2015 18:31
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Nun bleibt mal ganz entspannt: Mein Frage war nicht ernstgemeint

Etwas dünnhäutig zur Zeit?


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#99

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2015 19:18
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Intellektuelle spielen Telecaster
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#100

RE: "Bild" der BRD in der DDR

in Leben in der DDR 03.03.2015 20:43
von damals wars | 12.172 Beiträge

Schimansky, der Fahnder, Auf Achse prägten sehr das Bild der BRD in der DDR.
Zumindest für den Teil, der das sehen konnte!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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