#121

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 09.01.2016 23:23
von der 39. | 521 Beiträge

Hallo Signalobermaat,
Du hast vollkommen recht, das geht so nicht. Ich habe den Kopf voller Details über das, was alles geschehen war und hier nicht genannt ist und auch nicht genannt werden wird. Schon meine erste Ehe wäre ein dramatisches Kapitel für sich, dto meine Kinder Das gehört nicht mehr hier her. Wir sind zwar im eingeschränkten Bereich, dennoch werde ich lieber keine Details mehr hier darlegen. Was ür mich ein ewiges Rätsel bleiben wird, ist der Hintergrund meiner Rückversetzung nach Beendorf mit dem Auftrag verbunden, meine Wachtmeisterin im Kdo-Stab immer fein am Wochenende entlang der Grenze zu ihren Eltern nach Beendorf zu bringen. Ihr Vater war dort der Bürgermeister. Daraus entstand unsere Ehe.Wie man leicht sieht, bin ich auch nur ein schwacher Mensch, der sich die abendlichen Märsche durch den ruhigen Grenzwald nicht entgehen ließ, warum auch. In meiner Akte, immerhin 3 dicke Bände, steht über diese Zeit oder Episode keine Silbe.
Will noch etwas hier zur Sprache bringen, was mir viele Gedanken macht. Ich habe wiederholt um Mitteilung der Klarnamen von 9 IMs gebeten, die ich aus den Akten herausgesucht habe. Trotz wiederholter Erinnerungen erfahre ich sie nicht. Nur den aus meiner Abteilung im Betrieb hat man mir gesagt, aber das wusste ohnehin jeder im Betrieb. Da denke ich manchmal, da sind Personen dabei, die heute auch wieder etwas zu melden haben und deswegen nicht bloßgestellt werden dürfen..Gibt es denn so etwas wirklich, oder spinne ich nur?
Gruß vom 39.


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#122

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 09.01.2016 23:49
von der 39. | 521 Beiträge

Damit mich meine Freunde erkennen, so sehe ich aus, aber nur am 11.11.2015. Meine Physio-Braut neben mir ist blond und hellhäutig, damit da keine Zweifel aufkommen. Das wollte der 39. unbedingt noch sagen.
|addpics|3e0-2-4695.png-invaddpicsinvv|/addpics|


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#123

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 09.01.2016 23:53
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #121
Hallo Signalobermaat,
Du hast vollkommen recht, das geht so nicht. Ich habe den Kopf voller Details über das, was alles geschehen war und hier nicht genannt ist und auch nicht genannt werden wird. Schon meine erste Ehe wäre ein dramatisches Kapitel für sich, dto meine Kinder Das gehört nicht mehr hier her. Wir sind zwar im eingeschränkten Bereich, dennoch werde ich lieber keine Details mehr hier darlegen. Was ür mich ein ewiges Rätsel bleiben wird, ist der Hintergrund meiner Rückversetzung nach Beendorf mit dem Auftrag verbunden, meine Wachtmeisterin im Kdo-Stab immer fein am Wochenende entlang der Grenze zu ihren Eltern nach Beendorf zu bringen. Ihr Vater war dort der Bürgermeister. Daraus entstand unsere Ehe.Wie man leicht sieht, bin ich auch nur ein schwacher Mensch, der sich die abendlichen Märsche durch den ruhigen Grenzwald nicht entgehen ließ, warum auch. In meiner Akte, immerhin 3 dicke Bände, steht über diese Zeit oder Episode keine Silbe.
Will noch etwas hier zur Sprache bringen, was mir viele Gedanken macht. Ich habe wiederholt um Mitteilung der Klarnamen von 9 IMs gebeten, die ich aus den Akten herausgesucht habe. Trotz wiederholter Erinnerungen erfahre ich sie nicht. Nur den aus meiner Abteilung im Betrieb hat man mir gesagt, aber das wusste ohnehin jeder im Betrieb. Da denke ich manchmal, da sind Personen dabei, die heute auch wieder etwas zu melden haben und deswegen nicht bloßgestellt werden dürfen..Gibt es denn so etwas wirklich, oder spinne ich nur?
Gruß vom 39.



Wenn die IM in deinem Alter sind, wären die heute fast 90. Welche wichtige Funktionen sollen die denn da noch haben ?

Die Frage kannst Du am besten der Behörde stellen, die sind doch nie um Antworten verlegen.


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#124

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 00:05
von der 39. | 521 Beiträge

Hallo Alfred,
ganz so ist das nicht, Als ich mit 62 in Rente ging, gab es schon noch einige, die wesentlich jünger waren und auf meiner Verdachtsliste stehen und sich heute in Sachsen in entsprechenden Ämtern feiern lassen. Oder ich muss sie sehen bei der betrieblichen Weihnachtsfeier für die Rentner. Natürlich, wenn ich hundert bin, will ich das vielleicht auch nicht mehr wissen. Ich habe auch keine Rachegefühle, will Ihnen nicht ans Schienenbein treten, doch gewusst hätte ich es gerne, wer sich in mein Vertrauen geschlichen hat. Verstehst Du das? Vertrauen missbrauchen ist für mich so ziemlich das Schlimmste, Alfred.
Gruß vom 39.


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#125

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 01:11
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #120
39.
Ich habe ja auch nur meine Position zu dem geschrieben, was deinen Ausführungen zu entnehmen war.Z.B.nur die Anlage VA op.
Kein Wort zum Stand der Bearbeitung oder Abschluß.Wenn du deine Akte gelesen hast, muß zwingend dazu etwas stehen.
Ich hatte ja auch geschrieben,2 Seiten der Bearbeitung, zu jeder Belastung , die auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen ist, gehört auch die Prüfung aller entlastenden Hinweise.Geht doch gar nicht anders
Da ist die Prüfung eines Lottogewinnes noch das Einfachste.
Ich teile voll die Meinung von Alfred, nur so kann man sich tatsächlich ein objektives Bild machen.
Auf Freunde kann man hören,aber solche Handlungen, die voll in die Hose gehen können,sollte man doch selbst entscheiden.
Eine solche Entscheidung kann dir kein Freund,selbst wenn es einer wäre, nicht abnehmen.
Es ist hier auch nicht die Plattform,alle Details auszuwälzen,um das zu verstehen, muß man im System gearbeitet haben und alles Schritt für Schritt durchgehen.
Wäre das Gleiche als wenn mir jemand auf zwei Seiten erklären wollte,wie man PC Programme erstellt.


Thomas 48,einiges wurde von anderen Usern gesagt,aber dein Pauschalurteil,kein Vertrauen zu den NVA Angeh.teile ich absolut nicht.
Nun könnte ich mit dem Slogan kommen, Vertrauen ist gut,Kontrolle......Das hätte sich aber auch kein NVA Angeh. verdient.
Das Mißtrauen betraf immer Einzelfälle, dort wo es dafür auch Ansatzpunkte gab.Das betraf sowohl die Spionage, als auch Fahnenfluchten und da haben nicht wenige Grenzer ihr Leben lassen müssen.Also kein blindes , sondern gesundes Vertrauen .
Kalubke:
Kein GD der Welt kann mit Sicherheit behaupten, daß er sauber ist.Weiß man auch.Hat mit Blindheit nichts zu tun.Einige Doppelagenten waren beiden Seiten bekannt.Man hat trotzdem weiter gearbeitet, solange beide Seiten davon Vorteile hatten, oder um der anderen Seite nicht zu zeigen,wir wissen es.Ein erkannter Spion ist keiner mehr,kann für bestimmte Aufgaben trotzdem weiter genutzt werden.
Die damit gearbeitet haben wußten schon wie sie damit umgehen mußten.
Pannen gab es auf jeder Seite.
Wenn man Aufrechnungen macht, muß man auch die Erfolge aufzeigen und nicht nur eine Seite.
Jeder Mißerfolg ist trotzdem einer zuviel.




sorry Signalobermaat,
wo wälzt man denn derartige details? ... mit dieser aussage hinterlässt du halt nen geschmäckle ...

egal ...
... ich lese hier gern mit, weil es sehr interessant ist.

doch ein thema derartig ausbremsen ...
... einfach schade, nach 26 jahren.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#126

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 02:14
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #122

Damit mich meine Freunde erkennen, so sehe ich aus, aber nur am 11.11.2015. Meine Physio-Braut neben mir ist blond und hellhäutig, damit da keine Zweifel aufkommen. Das wollte der 39. unbedingt noch sagen.
|addpics|3e0-2-4695.png-invaddpicsinvv|/addpics|


Respekt, Deine vielen Lenze sieht man Dir beneidenswerterweise absolut nicht an. Ich fürchte in dem Alter werde ich um einiges zerknitterter aussehen, falls ichs je erreichen sollte.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 10.01.2016 02:15 | nach oben springen

#127

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 13:05
von der 39. | 521 Beiträge

Hallo VS 1400,
ich möchte schon gerne noch bei dem Thema bleiben, schließlich ist es das Kapitel der DDR, über das wir am wenigsten wissen und unsere Unterlagenbehörde kramt noch immer in Geheimnissen. Ich möchte nur nicht soweit im Vordergrund stehen, dass ich mit jeder Frage oder Stellungnahme genötigt bin, immer weiter private, sogar sehr private Dinge hier in meinen Argumenten darzulegen. Irgendwo ist da eine Grenze. Ich bin schon sehr offen, habe kein Problem damit, weil ich sicher bin, dass zwar meine Ausbremserei während der Grenzerzeit wie auch danach im zivilen Bereich gewaltig war, ich aber meine Einstellung, Moral, Weltanschauung nie geändert habe. ich habe nicht einmal gewankt. Natürlich hat sich in meiner kommunistischen Haltung so manches geändert, mit Linken, heutigen Antifas oder was sonst sich hinter links versteckt, habe ich nichts, aber auch gar nichts gemein. Also reden wir ruhig noch weiter über IMs und ihren Klub.
Es grüßt der 39.


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#128

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 13:15
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #127
Hallo VS 1400,
Ich möchte nur nicht soweit im Vordergrund stehen, dass ich mit jeder Frage oder Stellungnahme genötigt bin, immer weiter private, sogar sehr private Dinge hier in meinen Argumenten darzulegen. Irgendwo ist da eine Grenze.
Es grüßt der 39.


Ich hatte es schon geschrieben. Man kann nicht einen Knochen hinwerfen und dann mal schauen. Entweder oder. Es ist immer einfach vieles / alles zu kritisieren. Ich bleibe bei meiner Auffassung - nicht nur auf dich bezogen -. Wenn man hier schon seine Meinung zu bestimmten Aktivitäten des MfS bringen soll, muss man auch die Unterlagen umfassend kennen.


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#129

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 13:35
von der 39. | 521 Beiträge

Hallo Rostocker,
hätte Deine Schilderung fast übersehen. Ja Du hast recht, auch in unserer Firma gab es ein solches Büro und der dort arbeitende Oltn Hertel war der Mann, der bei Vorkommnissen und Kaderfragen als erstes vom Betriebsdirektor und Parteileitung konsultiert wurde. Wie das so funktioniert, ein Beispiel:
Ich bin BPO-Mitglied, wir beschließen, dass ich als Politstellv. in die Kampfgruppenhundertschaft gehe, weil mein Vorgänger ausgeschieden ist.
Beim ersten Dienst werde ich vorgestellt, großes Hallo, alle kennen mich, freuen sich. Wie Oltn Hertel als Zuschauer das empfunden hat, zeigt sich schon an den folgenden Tagen.
Ich werde in die Parteileitung gerufen, der PS sagt: Das geht so nicht, wir brauchen Dich hier in der PL, die Kampfgruppe muss ein anderer machen. Also Uniform wieder abgegeben.
Für mich waren solche Vorkommnisse nichts Neues, kein Aufreger. Meine unerschütterliche Basis war meine hervorragenden Leistungen in der Forschung und als staatlicher Leiter und meine Beliebtheit.
Sonst so, untereinander gab es keine Schnüffler, einen, aber das wussten wir alle, er war keine Gefahr. In meinen Akten habe ich seine Berichte gelesen, sie waren ohne ein negatives Wort.
Gruß vom 39.


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zuletzt bearbeitet 10.01.2016 13:36 | nach oben springen

#130

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 14:32
von Signalobermaat | 356 Beiträge

VS 14oo
Details wälzt man je nach dem wie weit man es verantworten kann, mit dem Betroffenen selbst,weil nicht alles, auch von einem nicht mehr arbeitenden Geheimdienst,der Öffendlichkeit zugänglich gemacht werden muß.Es gibt Arbeitsweisen,die eben nicht öffendlich gemacht werden dürfen.Ich habe mich da schon im Interesse einiger Klarstellungen ein Stück weit aus dem Fenster gelehnt.
Meine Meinung, eine nochmalige Offenlegung eines Geheimdienstes wird es wohl nie mehr geben,weil damit immer Mittel, Methoden und Arbeitsweisen einschließlich der weiter zu nutzenden Basis des Nachfolgerdienstes offengelegt werden.
Einige sind dankbar dafür,mal einen Blick hinter den Schreibtisch zu bekommen,andere honorieren es mit dummen Kommentaren.

Warum wohl weigerte sich die Unterlagenbehörde,ihr Material dem Bundesarchiv zu übergeben, wo es eigentlich hingehörte und auch beantragt, aber durch Proteste dieser Behörde verhindert wurde.Neues konnten sie zwar nicht berichten, zumindestens sichern sie über Jahre ihre gut bezahlten Posten und hüten darüber hinaus Dinge,die das Volk nicht wissen muß, es könnten ja aufmüpfige Gedanken aufkommen.
Interessant fan ich einen Artikel,der beschreibt, warum man in der BRD nicht wie in den anderen Ländern auch,die Beurteilung der Geschichte der DDR nicht den Historikern ,sondern Aufarbeitern überläßt.Warum gibt es keine Institution der Aufarbeitung der Nazi Diktatur. Warum versuchen Diffamierungsspezialisten wie Hubertus Knabe und Reiner Eppelmann sich als Geschichtsforscher der DDR zu verkaufen, aber an einer neutralen Aufarbeitung gar nicht interessiert sind.
Ein Historiker will Einblicke in das Geschehen der Vergangenheit unvoreingenommen gewinnen.
Ein Aufarbeiter, braucht die Bestätigung seiner schon vorher verfaßten Meinung.
Ein seriöser Wissenschaftler versucht seinen Forschungsgegenstand allseitig unvorhergenommen zu untersuchen um daraus belegbare Erkenntnisse zu gewinnen.Eine saubere Aufarbeitung könnte doch von Historikern beider Staaten vorgenommen werden
.In dieser Behörde muß man schon,von einigen Ausnahmen ( Spezialisten)abgesehen , als Einstellungskriterium eine gegen die DDR gerichtete Einstellung haben.Wie neutral darf dann das Ergebnis aussehen.
Wenn man bedenkt, was diese Behörde jährlich verschlingt, nur an Gehältern.Anfangs 3200 Mitarbeiter jetzt noch 1500.
Unterhaltung von Dienststellen, Technik usw. Was kommt noch an historischen Sensationen heraus????
Überführung ins Bundesarchiv und seriöse Forschung wäre die Lösung.



der 39. und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#131

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 17:22
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #130
VS 14oo
Details wälzt man je nach dem wie weit man es verantworten kann, mit dem Betroffenen selbst,weil nicht alles, auch von einem nicht mehr arbeitenden Geheimdienst,der Öffendlichkeit zugänglich gemacht werden muß.Es gibt Arbeitsweisen,die eben nicht öffendlich gemacht werden dürfen.Ich habe mich da schon im Interesse einiger Klarstellungen ein Stück weit aus dem Fenster gelehnt.
Meine Meinung, eine nochmalige Offenlegung eines Geheimdienstes wird es wohl nie mehr geben,weil damit immer Mittel, Methoden und Arbeitsweisen einschließlich der weiter zu nutzenden Basis des Nachfolgerdienstes offengelegt werden.
Einige sind dankbar dafür,mal einen Blick hinter den Schreibtisch zu bekommen,andere honorieren es mit dummen Kommentaren.

Warum wohl weigerte sich die Unterlagenbehörde,ihr Material dem Bundesarchiv zu übergeben, wo es eigentlich hingehörte und auch beantragt, aber durch Proteste dieser Behörde verhindert wurde.Neues konnten sie zwar nicht berichten, zumindestens sichern sie über Jahre ihre gut bezahlten Posten und hüten darüber hinaus Dinge,die das Volk nicht wissen muß, es könnten ja aufmüpfige Gedanken aufkommen.
Interessant fan ich einen Artikel,der beschreibt, warum man in der BRD nicht wie in den anderen Ländern auch,die Beurteilung der Geschichte der DDR nicht den Historikern ,sondern Aufarbeitern überläßt.Warum gibt es keine Institution der Aufarbeitung der Nazi Diktatur. Warum versuchen Diffamierungsspezialisten wie Hubertus Knabe und Reiner Eppelmann sich als Geschichtsforscher der DDR zu verkaufen, aber an einer neutralen Aufarbeitung gar nicht interessiert sind.
Ein Historiker will Einblicke in das Geschehen der Vergangenheit unvoreingenommen gewinnen.
Ein Aufarbeiter, braucht die Bestätigung seiner schon vorher verfaßten Meinung.
Ein seriöser Wissenschaftler versucht seinen Forschungsgegenstand allseitig unvorhergenommen zu untersuchen um daraus belegbare Erkenntnisse zu gewinnen.Eine saubere Aufarbeitung könnte doch von Historikern beider Staaten vorgenommen werden
.In dieser Behörde muß man schon,von einigen Ausnahmen ( Spezialisten)abgesehen , als Einstellungskriterium eine gegen die DDR gerichtete Einstellung haben.Wie neutral darf dann das Ergebnis aussehen.
Wenn man bedenkt, was diese Behörde jährlich verschlingt, nur an Gehältern.Anfangs 3200 Mitarbeiter jetzt noch 1500.
Unterhaltung von Dienststellen, Technik usw. Was kommt noch an historischen Sensationen heraus????
Überführung ins Bundesarchiv und seriöse Forschung wäre die Lösung.



........das könnte dir so passen, damit die Verbrechen des MfS für immer verschwinden. Unter Verbrechen subsummiere ich ausdrücklich nicht die Spionageaktivitäten sondern den um ein vielfaches größeren Unterdrückungsapparat der SED. Die entsprechenden Aufklärer wie Knabe und Eppelmann sind hervorragende Berichterstatter und jeden Cent ihres Gehaltes wert.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#132

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 18:10
von der 39. | 521 Beiträge

Guten Abend Gert,
mir ist es eigentlich ziemlich egal, wo die Akten bleiben oder sind. Ich bekomme so oder so keine Antwort auf meine Fragen. Warum soll ich mich da ereifern?
Gruß vom 39.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#133

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 18:30
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #130
V
[...]
Meine Meinung, eine nochmalige Offenlegung eines Geheimdienstes wird es wohl nie mehr geben,weil damit immer Mittel, Methoden und Arbeitsweisen einschließlich der weiter zu nutzenden Basis des Nachfolgerdienstes offengelegt werden.
[...]



Denkst Du wirklich der operative MfS-Nachlass hatte für westliche Nachfolgedienste noch größeren Wert? Die Wahrscheinlichkeit ist doch hoch, dass die russischen GD davon auch einiges wissen, was den konspirativen Wert in der Nachwendezeit erheblich beeinflusst haben dürfte.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 10.01.2016 18:36 | nach oben springen

#134

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 18:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #132
Guten Abend Gert,
mir ist es eigentlich ziemlich egal, wo die Akten bleiben oder sind. Ich bekomme so oder so keine Antwort auf meine Fragen. Warum soll ich mich da ereifern?
Gruß vom 39.

Warum nicht?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 10.01.2016 18:35 | nach oben springen

#135

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 19:03
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Ach Gert, du kennst dich nicht einmal in deinem hochgelobten Land aus.Im Bundesarchiv verschwindet nichts, sondern dort sind richtige Wissenschaftler am Werk,die eine solide Forschung betreiben.
Selbst dei hochgelobter Knabe ist dafür.
Knabe: Es wäre besser, die Akten kämen bald ins Bundesarchiv, wo sie schneller und professioneller erschlossen würden. Der Einwand, dass sie dann für die Opfer nicht mehr zugänglich wären, stimmt nämlich nicht. Akteneinsichten für Verfolgte und ihre Angehörigen, insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus, sind dort schon seit Jahrzehnten selbstverständlich.



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#136

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 19:08
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #133
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #130
V
[...]
Meine Meinung, eine nochmalige Offenlegung eines Geheimdienstes wird es wohl nie mehr geben,weil damit immer Mittel, Methoden und Arbeitsweisen einschließlich der weiter zu nutzenden Basis des Nachfolgerdienstes offengelegt werden.
[...]



Denkst Du wirklich der operative MfS-Nachlass hatte für westliche Nachfolgedienste noch größeren Wert? Die Wahrscheinlichkeit ist doch hoch, dass die russischen GD davon auch einiges wissen, was den konspirativen Wert in der Nachwendezeit erheblich beeinflusst haben dürfte.

Gruß Kalubke




Selbstverständlich hatten einige Materialien hohen Wert, selbst noch heute. Sonst würde ja nicht heute so vieles als gesperrt eingestuft.


Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#137

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 19:28
von Klauspeter | 987 Beiträge

[quote=Signalobermaat]
[...]
Einige sind dankbar dafür,mal einen Blick hinter den Schreibtisch zu bekommen,andere honorieren es mit dummen Kommentaren.
[...]
[/quote]


Hallo Signalobermaat,

deine Beiträge habe ich mit großem Interesse gelesen. Du gibst einen Einblick in einen Tätigkeitsbereich, den ich - wie viele andere sicher auch - nicht kannte. Ich achte deine Bemühungen, die Tätigkeit des MfS aus seiner Zeit heraus zu begreifen, aus der Zeit des Kalten Krieges, in der es für beide Seiten um Sein oder Nichtsein ging.
Ich staune über deine Geduld, Sachzusammenhänge zu erklären. Das kostet viel Zeit und wird oft durch dumme Kommentare abgeschmettert oder ins Lächerliche gezogen. Hin und wider fehlt es offensichtlich bei einigen am Willen, über Zusammenhänge nachzudenken und Handlungsweisen von GD zu verstehen. Dieses Verstehen schließt ja nicht ein, diese Tätigkeiten richtig zu finden. Sie liefen im Geheimen im Interesse der Sicherheit des Staates so ab.

Ich gehe von der Ernsthaftigkeit aus, mit der du versuchst, das alles zu erklären und ich komme immer mehr zu der Erkenntnis, dass es eigentlich schade um die aufgewendete Zeit ist. Die Zahl derer, die so etwas gar nicht wollen und in ihrem schwarz-weiß-Denkschema weiter leben wollen, ist auch in diesem Forum sehr hoch.

Klaus


Pitti53, vs1400, Krepp und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#138

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 19:40
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #136
Zitat von Kalubke im Beitrag #133
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #130
V
[...]
Meine Meinung, eine nochmalige Offenlegung eines Geheimdienstes wird es wohl nie mehr geben,weil damit immer Mittel, Methoden und Arbeitsweisen einschließlich der weiter zu nutzenden Basis des Nachfolgerdienstes offengelegt werden.
[...]



Denkst Du wirklich der operative MfS-Nachlass hatte für westliche Nachfolgedienste noch größeren Wert? Die Wahrscheinlichkeit ist doch hoch, dass die russischen GD davon auch einiges wissen, was den konspirativen Wert in der Nachwendezeit erheblich beeinflusst haben dürfte.

Gruß Kalubke




Selbstverständlich hatten einige Materialien hohen Wert, selbst noch heute. Sonst würde ja nicht heute so vieles als gesperrt eingestuft.


Materialien über Struktur und Mitarbeiter westlicher Dienste? Ist aber mittlerweile fast 30 Jahre her und dürfte nicht mehr ganz so up to date sein.

Gruß Kalubke



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#139

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 20:16
von Alfred | 6.841 Beiträge

Abgesehen davon, dass es noch einiges mehr gab / gibt, warum ist denn dann vieles gesperrt ?


vs1400 und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#140

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 10.01.2016 20:38
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Klauspeter,
ich versteh dich nicht.
Wir, oder ich, die sig. einige kritische Fragen stellen sind oder waren doch keine Feinde des Staates. Wir waren vielleicht einige Bürger die Fragen hatten und die hohe Politik nicht verstanden.
Die meisten DDR Bürger haben keine Sabotage, Morde oder Spionage gemacht. Haben aber trotzdem dicke Akten bei der Jahnbehörde liegen.
Wo her kam der Inhalt.?
Du warst bestimmt ein überzeugter Kommunist, verlange mal deine Akte. Du wirst über manches aus deiner Vergangenheit lesen, was du längst vergessen hast
Ich war nie in Haft, weiß aber wie das ist, wenn 2 Genossen zur Arbeit kommen und mich zu einem Gespräch einladen und wenn man dann einige Zeit später seinen Beruf als Schriftsetzer ändern muß


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