#1

Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 25.02.2015 23:56
von Elch78 | 501 Beiträge

Habe mal versucht, in der Forenvergangenheit etwas darüber zu finden - bin aber gescheitert:

Wieviel Zeit verging vom Urlaubsantritt (in der GK) bis zum Eintreffen zu Hause?
Wieviel Kilometer legtet Ihr vom Dienstort zum Wohnort zurück?
Wer ist hier Rekordhalter bezüglich Fahrzeit oder Fahrstrecke?
Wer hat die längste Verspätungszeit bei der Rückkehr (aufgrund verkehrstechnischer Probleme) aus dem Urlaub aufzuweisen?

Bei uns ging das so ab:
- Nachtschichtende 4 Uhr - Knarre hat hat jemand anders geputzt - Urlaubsbelehrung hat der Spieß am Vorabend erledigt
- Bus von Pfaffschwende nach Leinefelde zwischen halb Fünf und Fünf
- Ab Leinefelde (ca 7 Uhr) nach Berlin über ???
- Ankunft in Berlin ca. 12 Uhr
- Innerstädtisch nochmal etwa eine dreiviertel Stunde

Das ging doch noch!

Ich könnte mir vorstellen, daß Mancher von uns die Häfte seines KU oder VKU "auf Reisen" verbracht hat.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.02.2015 18:45 | nach oben springen

#2

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 00:53
von vs1400 | 2.392 Beiträge

laut bahnfahrkarte waren es sanfte 88 kilometer, von wernigerode bis zum heimatbahnhof in sachsen-anhalt und die reisezeit hätte damals ca. 9 stunden gedauert.
die letzten ca. 20 bahnkilometer wirkten wie ein bremsschuh, welchen ich durch trampen, in uniform, abkürzte. das verkehrsaufkommen war mit dem heutigen nicht vergleichbar, doch in der masse brachte es mir mindestens eine stunde und daher trampte ich, bis zum letzten urlaub, auf dieser strecke.

in den urlaub entlassen wurde ich meist nach ner ks des k6 und ab und an auch nach ner nachtschicht, was mir jedoch nicht wirklich etwas brachte.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#3

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 00:56
von g.s.26 (gelöscht)
avatar

9h für 88km? Warum solange für die relativ kurze Strecke?


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#4

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 01:10
von vs1400 | 2.392 Beiträge

Zitat von g.s.26 im Beitrag #3
9h für 88km? Warum solange für die relativ kurze Strecke?


hm, g.s.26,
es war damals die beste mögliche verbindung.

derartiges gibt es jedoch auch im heute.
daher würde ich meine/derartige aussagen, der damaligen zeit, nicht überbewerten.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#5

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 08:36
von Stuelpner | 170 Beiträge

Die Fahrt in den Urlaub und zurück war immer ein Erlebnis. Es gab verschiedene Varianten, um von Kleinmachnow/Stahnsdorf nach Schönefeld zu kommen, meist mit dem Bus oder dem "Sputnik" über Genshagener Heide. Von Schönefeld dann Riesa-Chemnitz mit Bahn, dann mit Bus ins Erzgebirge. Die letzten 7 Kilometer manchmal gelaufen, vor allem im Winter, wenn der Anschlussbus wegen Schneeverwehung nicht mehr fuhr. Für diese knapp 300 km konnte ich 6 bis 7 Stunden einplanen.

Gruß Stuelpner


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#6

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 09:00
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

"Wieviel Zeit verging vom Urlaubsantritt (in der GK) bis zum Eintreffen zu Hause?"


Danke für die interessante Frage, Elch.
Wenn ich daran zurückdenke, packt mich heute manchmal noch das Grauen...
Heimatort damals: Görlitz
Einberufungsort: Eisenach
damals (1978) verheiratet, 25. Zur Entlassung April 80: 26, verheiratet, Kind.

Während der Grundausbildung war ich ganze 2 mal zu Hause, ca. 400 km Bahnfahrt, 1/2 Tag.
Dann Grenzkompanie Kaltenwestheim, tiefste Rhön:
Die Urlauber wurden mit irgendeinem Fahrzeug zum Bahnhof Kaltennordheim gebracht (die Kompanie lag im Sperrgebiet, mitten in der Pampa ausserorts - heute: Weidberg-Camping).
Von dort ging es mit dem Zug nach Eisenach (ca. 1 Stunde Fahrzeit) - die Wartezeit in Eisenach auf den Anschluss war Glückssache..
So ca. 10 Stunden Heimfahrt / Rückfahrt war die Regel. Da ich in der Zeit ganze 2 mal zu Hause war - ging nicht unnütz viel Zeit verloren, die man noch für den Schutz des Sozialismus hätte einsetzen können [Sarkasmus aus].
Das Winterhalbjahr 79/80 war ich dann in der GK Vacha, 1/2 Bahnstunde von Eisenach. 2 oder 3 mal im Urlaub.

Viel lieber hatte ich die Neisse-Grenze zu Polen bewacht - allein wegen der Heimfahrt. Kannste glauben.
Nun ja - ich war nicht freiwillig Grenzsoldat...Aber ich habs damals als selbstverständliche staatsbürgerliche Pflicht betrachtet.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#7

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 09:08
von utkieker | 2.920 Beiträge

Von Gollensdorf/ Altmark nach Rostock zu kommen war relativ unproblematisch. Selbst mit Wartezeiten waren es kaum fünf Stunden. Der Waffen- Uffz. musste auf Rügen der hatte echt die A- Karte. Das einzige Problemchen Gollensdorf hatte keinen Bahnhof. Der Bahnhof in Groß Garz war ca. sechs Kilometer entfernt. Gott sei dank hatte unser Spieß ein Einsehen meistens wurden wir zum Bahnhof hin- und auch wieder zurückgefahren.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#8

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 09:21
von damals wars | 12.171 Beiträge

Ja, von Potsdam aus bin ich immer mit dem Bus bis Schönefeld, dann entweder mit dem Zug nach Halle, dann mit dem Zug oder mit der Straßenbahn nach Merseburg. In Merseburg ging es dann zu Fuß nach Hause.
Einmal kam ich abends nur bis Leipzig, Ankunft gegen Mitternacht. Der erste Bus nach Merseburg fuhr erst um 4.00.
Ich also raus, zum Taxistand. Ich hatte aber den falschen Ausgang erwischt.
Vom weitem war schon zu sehen, wird eine lange Nacht. Ich mit meiner schweren blau-gelben Reisetasche (Weihnachten) Richtung Taxistand.
Mich sprach ein Taxifahrer an: Wo willste denn hin?
Ich, ganz Glücklich: Nach Merseburg!. Steig ein!, war die Antwort. Dem Taxifahrer bin ich heute noch dankbar!
Soldaten wurden oft bei gleicher Eignung bevorzugt, und jeder hatte mal gedient!

Bei einer Rückfahrt kam ich einmal sehr spät in Schönefeld an, da fuhr kein Bus mehr.
Also zum Taxistand. War nicht voll. Wir sind dann bei Nacht und Nebel Richtung Potsdam.
Der Fahrer fragte mich dann: Was machst du, wenn wir in Westberlin rauskommen?
Da hätte ich dumm aus der Wäsche geschaut!

In den Urlaub ging es meistens nach ner UvD Schicht, gegen 16.00 Uhr.
Mit dem Bus ne Stunde bis Schönefeld, dann 2 Stunden bis Halle, ich glaube mit Bummelzug 3 Stunden, dann eine Stunde bis nach Hause!
Der erste Urlaub nach 17 Wochen, im letzten Halbjahr alle 3-4 Wochen Urlaub.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 26.02.2015 09:30 | nach oben springen

#9

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 12:02
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo zusammen, zur Ausbildung in Potsdam hab ich keinen Urlaub erhalten. Danach von der GK früh um 05.00 Uhr weggetreten, wenn alles klappte, kam darauf an wer Dienst hatte und welche Laune angesagt War, sonst wartete man noch auf den Urlaubsschein usw., zum Bahnhof gelaufen, War ein ganzes Ende, hatte man Glück und der Doppelstockzug nach Magdeburg War noch nicht weg ging es ca. 1 1/2 bis 2 Stunden Fahrt nach Magdeburg, hielt ja in jedem Kleckerdorf. In Magdeburg musste man sich dann beeilen um den Zug nach Leipzig zu erwischen. Also Bahnsteig runter durch den Tunnel und wieder rauf, meistens fuhr der Zug schon an und man musste sich sputen. Deshalb hab ich mir dann eine Interzonenzuggenehmigung geholt. Und bin dann auch von der GK mit dem Bus nach Magdeburg gefahren, ging schneller. Jedenfalls war man mit allem drum und dran ca. 3- 4 Stunden unterwegs. Noch mit der Straßenbahn gute 1/2 Stunde und man war daheim.

Grüssen von Küche69

--------------------------------------
'Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn !'



zuletzt bearbeitet 26.02.2015 12:03 | nach oben springen

#10

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 13:18
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von küche69 im Beitrag #9
Hallo zusammen, zur Ausbildung in Potsdam hab ich keinen Urlaub erhalten. Danach von der GK früh um 05.00 Uhr weggetreten, wenn alles klappte, kam darauf an wer Dienst hatte und welche Laune angesagt War, sonst wartete man noch auf den Urlaubsschein usw., zum Bahnhof gelaufen, War ein ganzes Ende, hatte man Glück und der Doppelstockzug nach Magdeburg War noch nicht weg ging es ca. 1 1/2 bis 2 Stunden Fahrt nach Magdeburg, hielt ja in jedem Kleckerdorf. In Magdeburg musste man sich dann beeilen um den Zug nach Leipzig zu erwischen. Also Bahnsteig runter durch den Tunnel und wieder rauf, meistens fuhr der Zug schon an und man musste sich sputen. Deshalb hab ich mir dann eine Interzonenzuggenehmigung geholt. Und bin dann auch von der GK mit dem Bus nach Magdeburg gefahren, ging schneller. Jedenfalls war man mit allem drum und dran ca. 3- 4 Stunden unterwegs. Noch mit der Straßenbahn gute 1/2 Stunde und man war daheim.

Grüssen von Küche69

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'Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn !'




von Potsdam nach Leipzig über Magdeburg?
war das nicht recht umständlich?
war das ein Problem nach Berlin-Schönefeld zu kommen?
von dort fuhr doch alle Nase lang ein Zug nach Leipzig
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#11

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 13:35
von Udo | 1.266 Beiträge

Ich war meist mit dem Zug langsamer als mit Trampen.
Dömitz - Wittenberge
Mit Urlaubsschein ist man natürlich mit dem Zug gefahren und hat Wartezeiten in Ludwigslust in Kauf genommen aber wenn man im Ausgang mal nach Hause wollte, tramte man über Lenzen nach Wittenberge. Soldaten wurden IMMER schnell mitgenommen. Jeder hatte mal gedient.
Zeitdauer beim Trampen max 1,5 Stunden.
by the way: Zurück musste man sich dann aber von Privat fahren lassen, denn die Ecke dort ist ziemlich einsam am Abend und der Verkehr kommt fast zum Erliegen. Trampen also schwer möglich.


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#12

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 13:41
von RiFu | 203 Beiträge

Von Berlin nach Karl-Marx-Stadt heimzu ging das einigermaßen. Mit der S-Bahn von Rummelsburg nach Lichtenberg und dann mit dem D-Zug direkt heim. Am Urlaubsende war das etwas umständlicher, man wollte ja so spät wie möglich wieder in der Kaserne sein. Mit dem letzten Zug bis Leipzig. Dort die Zeit totgeschlagen bis der Wolgaster Zug dann losfuhr. Der war dann gegen 4 in Lichtenberg, dann mit der Sbahn nach Rummelsburg. In Leipzig war das immer etwas problematisch, die Waffengattungen machten immer gegenseitig Stress... Deshalb sind wir meist in Zivil gefahren, ein BU hatte seine Wohnung als Kleiderstützpunkt zur Verfügung gestellt...

Karsten


EK 88 I


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#13

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 13:44
von Schakal | 271 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #10

von Potsdam nach Leipzig über Magdeburg?
war das nicht recht umständlich?
war das ein Problem nach Berlin-Schönefeld zu kommen?
von dort fuhr doch alle Nase lang ein Zug nach Leipzig
Lutze


[klugscheiß]Er hat doch in Potsdam garkeinen Urlaub gekriegt. Er war schon irgendwo bei Magdeburg in einer GK. So habe ich das jedenfalls verstanden.[/klugscheiß]


--- Ex oriente lux.---
küche69 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.02.2015 13:44 | nach oben springen

#14

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 14:22
von Heckenhaus | 5.141 Beiträge

Ab 7 Stunden war nach oben alles offen, Spitze in einer Richtung war13 Stunden.

Abmarsch Juchhöh, über Dobareuth (Bus) nach Plauen ob.Bhf, bis Berlin-Lichtenberg per DR, auch gern mal Stehplatz.

Im ersten Halbjahr, Berlin-Johanngeorgenstadt , lief es nicht viel besser.

Es war eben der Arxxx der Welt.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
zuletzt bearbeitet 26.02.2015 14:24 | nach oben springen

#15

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 16:45
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

hallo @Elch78, gutes Thema also

04.00 Uhr Beginn des Urlaubsscheins, vor meiner Kaserne war ne Bushaltestelle, 4.10 Uhr fuhr der Bus nach HBS etwa 5 min.
Aufenthalt dann mit dem Bus nach MD, dauerte 1 Std. und 20 min. in MD angekommen im Laufschritt in den Bahnhof, dort bekam man mit Glück gerade noch den Zug nach B.(einmal sprang ich auf den schon fahrenden Zug)
In B. meißt in Schönefeld oder Lichtenberg umsteigen, Anschluß war nicht immer fließend, man konnte auch mal ne Std. auf den Zug warten, bzw. es wurde in der Wartezeit ne Verspätung angesagt, dann irgendwann in HGW (2 Std. Fahrzeit) warten auf den nächsten Bus in Richtung Heimatort, für die 22km brauchte der Bus noch mal 20min. Alles war mit geduldabverlangenden Wartezeiten verbunden.

Wenn alles geklappt hat, überall der Anschluß gaschafft wurde ohne Verspätungen war ich dann Nachmittags um 15.30 etwa zu Hause. Wenn ich heute die Strecke mit dem PKW fahre brauche ich 4,5-5 Std. sind um die 430km.

Alles in Allem brauchte ich so um die 11,5 Std.
Zurück waren es genau 12,5 Std.

Vom VKU/KU blieb dann nicht mehr viel, einer aus der Wachgruppe hatte das Glück im Nachbardorf, 3km weg zu wohnen, bin heut noch neidisch auf ihn...

gruß h.


zuletzt bearbeitet 26.02.2015 16:52 | nach oben springen

#16

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 17:42
von küche69 | 428 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #10
Zitat von küche69 im Beitrag #9
Hallo zusammen, zur Ausbildung in Potsdam hab ich keinen Urlaub erhalten. Danach von der GK früh um 05.00 Uhr weggetreten, wenn alles klappte, kam darauf an wer Dienst hatte und welche Laune angesagt War, sonst wartete man noch auf den Urlaubsschein usw., zum Bahnhof gelaufen, War ein ganzes Ende, hatte man Glück und der Doppelstockzug nach Magdeburg War noch nicht weg ging es ca. 1 1/2 bis 2 Stunden Fahrt nach Magdeburg, hielt ja in jedem Kleckerdorf. In Magdeburg musste man sich dann beeilen um den Zug nach Leipzig zu erwischen. Also Bahnsteig runter durch den Tunnel und wieder rauf, meistens fuhr der Zug schon an und man musste sich sputen. Deshalb hab ich mir dann eine Interzonenzuggenehmigung geholt. Und bin dann auch von der GK mit dem Bus nach Magdeburg gefahren, ging schneller. Jedenfalls war man mit allem drum und dran ca. 3- 4 Stunden unterwegs. Noch mit der Straßenbahn gute 1/2 Stunde und man war daheim.

Grüssen von Küche69

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'Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn !'




von Potsdam nach Leipzig über Magdeburg?
war das nicht recht umständlich?
war das ein Problem nach Berlin-Schönefeld zu kommen?
von dort fuhr doch alle Nase lang ein Zug nach Leipzig
Lutze



Das hast Du falsch gelesen, von Potsdam bin ich nie nach Leipzig gefahren, da ich dort nie Urlaub bekommen habe. Und von Magdeburg nach Leipzig war eigentlich einfach.



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#17

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 18:20
von schulzi | 1.759 Beiträge

von Potsdam nach Leipzig fuhr wen ich mich richtig erinnere nur ein Zug kurz nach 6 Uhr ,war nach der Nachtschicht Ideal.Waffe wude vom GUvD gereinigt ,schnell umgezogen Taxi wartete ein Taxi und 10.00 Uhr bei Mutter und Vater .Sclimm wares nach der Frühschicht da brauchte ich mehr Zeit um von Groß-Gliniecke nach Berlin-Schönefeld zu kommen als von Berlin-Schönefeld nach Leipzig zu den Eltern.


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#18

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 18:29
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Ich weiß nicht mehr wie lange es dauerte, von der Grenzkompanie in mein ehemaliges Heimatdorf im Saalkreis zu kommen.
Eins steht jedenfalls fest: Es dauerte entschieden zu lange!
Geschuldet war das dem Umstand, dass man den Soldaten gezielt ein gewisses Martyrium auferlegte. Sie sollten sich in Demut üben, Strapazen erdulden lernen, sich bedingungslos den dienstlichen Gegebenheiten unterordnen.
Die auffallend weiten Entfernungen zwischen Dienstort und Heimatort hatten Methode und dienten der militärischen Disziplinierung der Grundwehrdienstler.
Unterstrichen wurde dies dadurch, dass es Soldaten untersagt war, mit dem eigenen Kraftfahrzeug die An- und Abreisen zu bewältigen.
Die Verbindungen vom und ins Eichsfeld gestalteten sich logischerweise kaum "kundenfreundlich".
Von der Grenzkompanie in Silkerode musste man erstmal den langen Fußweg zur Bushaltestelle antreten. Von dort ging es nach Bischofferode, wo der Umstieg in Richtung Nordhausen stattfand, um nun per Bahn die Weiterreise nach Halle anzutreten.
Von der Saalestadt hieß es anschließend auf dem Schienenweg noch in mein Dorf zu gelangen, von dessen Bahnstation noch ein Kilometer bis zu meinem Zuhause zu laufen war.
Rechnet man die Fahrzeiten/Umsteigewartezeiten ab, so blieb von einem sogenannten verlängerten Kurzurlaub kaum lohnenswerte Zeit im trauten Heim übrig.
Obwohl man meinen Worten jetzt mit Sicherheit Verbitterung über längst vergangene Zeiten, die ich als schikanös empfinde, entnehmen wird, muss ich eingestehen, dass mich die dargelegten Umstände bis heute mitgeprägt haben.
… wir waren eben Soldaten, denen man nicht gerade Zucker in den Hintern blies – eine Erfahrung, die heutzutage den Jungspunden ebenfalls zuteil werden sollte.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


LO-Wahnsinn, Jobnomade, uffz_nachrichten und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 18:41
von PF75 | 3.293 Beiträge

von Potsdam nach Neubrandenburg ging ziemlich gut.
Von zweedorf (GK) nach Schwanheide zum Zug ca. 3km zu Fuß(abgeholt wurde man immer ,damit ja auch keiner verlorenging ),Zug fuihr ca 10 Uhr,mittags in Schwerin,konnte man noch gut in der MITROPA essen,Anschlußzug fuhr gegen 15 Uhr,Ankunft in Neubrandenburg gegen 20 Uhr und Weiterfahrt nach Hause 21.45,also ca. 22.30 daheim .Das war die offizielle Variante,es fuhr aber auch ein Bus von Schwerin nach Neubrandenburg,kurz nach 1 und so war man schon16.45 in Neubrandenburg und schaffte noch den 17 Uhr Zug und was schon um halb 6 zuhause.


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#20

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 18:41
von Gelöschtes Mitglied
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Ich kann zwar nicht mehr sagen wie viel Kilometer es waren, aber auf jeden Fall hat es zu lange gedauert. Wir sind meistens nach der Nachtschicht gefahren und wurden an den Bahnhof gebracht. Wimre zählte der Tag nicht als Urlaub. Obwohl das Eichsfeld und mein Heimatort beide im Bezirk Erfurt waren, musste ich immer zweimal umsteigen. Die Interzonenzüge durften ja auch nicht benutzt werden.
Auf der Rückfahrt zur GK durften wir den Zug nehmen der erst gegen 22 Uhr in Heiligenstadt oder Uder ankam, obwohl wir eigentlich schon zum Beginn der Nachtruhe hätten da sein müssen, denn es ging ja in die Frühschicht. Das war aber nur erlaubt, so lange keiner über den Strang geschlagen hat.

Der Hesselfuchs


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