#21

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 19:08
von küchenbulle | 196 Beiträge

Hallo Leute !

Ich war im ersten Halbjahr 1978 im GR42 in Blankenfelde . Mit Urlaub wurden wir ja bis auf wenige Ausnahmen nie überschüttet .Wenn Urlaub
anstand war ich in 3 h in meiner Heimatstadt Bernau angekommen . Allerdings ging ja alles über Schönefeld und dort tanzte immer der KD
herum . Mit Urlaubsschein war das alles wunderbar ,wenn man nicht irgendwo unangenehm aufgefallen ist . Am Wochende wenn es aber
nur Ausgang am Sonnabend gab , hab ich mich lieber von Verwandten in der nähe der Kaserne abholen lassen . Als Grundwehrdiener
musste die rechtzeitige Rückkehr zum Standort um 24 :00 Uhr passieren , es war schon öfter Deprimierend so nah und doch so weit von
der Heimat weg zu seien . Später in den GK war das mit dem Zapfenstreich und Urlaub etwas lockerer . Ich war ja auch in der Küche und
dort gabs wenn Spiess und KC die Sache abnickten keine großen Probleme. Unsere Küchenfrauen waren ja alles Zivilangestellte aber
die hatten bei der Führung ein ein gewaltiges Wort mitzureden wenn der Urlaub fällig war . Unser Küchenunteroffizier war gelernter
Fleischer und kam aus dem Harz ,den hat der KC mal ein bischen extra beurlaubt um Schweinedärme für die Hausschlachtung von unseren Chefe zu holen .Später 1987 in Prora zur Reserve war es es auch zu weit weg , einmal gabs Urlaub in dem viertel Jahr . Dran geglaubt hat man erst
immer wenn der Zug losgerollt ist ,mit dem D-Zug waren es dann auch einige Stunden 4-5h um in Bernau zu landen . Bei dieser Fahrt hatten
wir Glück wegen Schienenersatzverkehr , der Malmöexpress hielt auch am Bahnhof Bergen auf Rügen . Das war wohl verboten aber uns eigentlich
vollkommen Bockwurst ,so schnell waren wir in Ostbahnhof . Im Zug haben wir nur im Speisewagen gestanden und Exportbier gepichelt .
Die Rückfahrt nach Prora dauerte dann schon länger ,der Zug hielt zwar nicht am Bahnhof Prora aber er fuhr ganz langsam durch . Wenn man etwas
aufgepasst hat konnte man auch in Fahrtrichtung abspringen ,nur die Besoffnen kugelten sich manchmal auf dem Bahnsteig denn von Binz zurück
laufen wollte keiner außer im Ausgang .

VG Küchenbulle


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#22

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 19:09
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #18
Ich weiß nicht mehr wie lange es dauerte, von der Grenzkompanie in mein ehemaliges Heimatdorf im Saalkreis zu kommen.
Eins steht jedenfalls fest: Es dauerte entschieden zu lange!
Geschuldet war das dem Umstand, dass man den Soldaten gezielt ein gewisses Martyrium auferlegte. Sie sollten sich in Demut üben, Strapazen erdulden lernen, sich bedingungslos den dienstlichen Gegebenheiten unterordnen.
Die auffallend weiten Entfernungen zwischen Dienstort und Heimatort hatten Methode und dienten der militärischen Disziplinierung der Grundwehrdienstler.
Unterstrichen wurde dies dadurch, dass es Soldaten untersagt war, mit dem eigenen Kraftfahrzeug die An- und Abreisen zu bewältigen.
Die Verbindungen vom und ins Eichsfeld gestalteten sich logischerweise kaum "kundenfreundlich".
Von der Grenzkompanie in Silkerode musste man erstmal den langen Fußweg zur Bushaltestelle antreten. Von dort ging es nach Bischofferode, wo der Umstieg in Richtung Nordhausen stattfand, um nun per Bahn die Weiterreise nach Halle anzutreten.
Von der Saalestadt hieß es anschließend auf dem Schienenweg noch in mein Dorf zu gelangen, von dessen Bahnstation noch ein Kilometer bis zu meinem Zuhause zu laufen war.
Rechnet man die Fahrzeiten/Umsteigewartezeiten ab, so blieb von einem sogenannten verlängerten Kurzurlaub kaum lohnenswerte Zeit im trauten Heim übrig.
Obwohl man meinen Worten jetzt mit Sicherheit Verbitterung über längst vergangene Zeiten, die ich als schikanös empfinde, entnehmen wird, muss ich eingestehen, dass mich die dargelegten Umstände bis heute mitgeprägt haben.
… wir waren eben Soldaten, denen man nicht gerade Zucker in den Hintern blies – eine Erfahrung, die heutzutage den Jungspunden ebenfalls zuteil werden sollte.


Eine der ersten Baustellen im goldenen Westen führte mich 1991 in eine Nachrichtenkaserne in Gießen. Dort durfte ich mit ansehen, wie der Herr Gefreite kurz vor 8 mit dem Golf auf den Parkplatz fuhr und sich im Anschluß am Automaten erstmal ein "Karlsberg" zog. Man konnte glatt vom Glauben abfallen.....



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#23

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 19:18
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von uffz_nachrichten im Beitrag #22
Zitat von HG19801 im Beitrag #18
Ich weiß nicht mehr wie lange es dauerte, von der Grenzkompanie in mein ehemaliges Heimatdorf im Saalkreis zu kommen.
Eins steht jedenfalls fest: Es dauerte entschieden zu lange!
Geschuldet war das dem Umstand, dass man den Soldaten gezielt ein gewisses Martyrium auferlegte. Sie sollten sich in Demut üben, Strapazen erdulden lernen, sich bedingungslos den dienstlichen Gegebenheiten unterordnen.
Die auffallend weiten Entfernungen zwischen Dienstort und Heimatort hatten Methode und dienten der militärischen Disziplinierung der Grundwehrdienstler.
Unterstrichen wurde dies dadurch, dass es Soldaten untersagt war, mit dem eigenen Kraftfahrzeug die An- und Abreisen zu bewältigen.
Die Verbindungen vom und ins Eichsfeld gestalteten sich logischerweise kaum "kundenfreundlich".
Von der Grenzkompanie in Silkerode musste man erstmal den langen Fußweg zur Bushaltestelle antreten. Von dort ging es nach Bischofferode, wo der Umstieg in Richtung Nordhausen stattfand, um nun per Bahn die Weiterreise nach Halle anzutreten.
Von der Saalestadt hieß es anschließend auf dem Schienenweg noch in mein Dorf zu gelangen, von dessen Bahnstation noch ein Kilometer bis zu meinem Zuhause zu laufen war.
Rechnet man die Fahrzeiten/Umsteigewartezeiten ab, so blieb von einem sogenannten verlängerten Kurzurlaub kaum lohnenswerte Zeit im trauten Heim übrig.
Obwohl man meinen Worten jetzt mit Sicherheit Verbitterung über längst vergangene Zeiten, die ich als schikanös empfinde, entnehmen wird, muss ich eingestehen, dass mich die dargelegten Umstände bis heute mitgeprägt haben.
… wir waren eben Soldaten, denen man nicht gerade Zucker in den Hintern blies – eine Erfahrung, die heutzutage den Jungspunden ebenfalls zuteil werden sollte.


Eine der ersten Baustellen im goldenen Westen führte mich 1991 in eine Nachrichtenkaserne in Gießen. Dort durfte ich mit ansehen, wie der Herr Gefreite kurz vor 8 mit dem Golf auf den Parkplatz fuhr und sich im Anschluß am Automaten erstmal ein "Karlsberg" zog. Man konnte glatt vom Glauben abfallen.....



Das habe ich 1967 in München erlebt , ich habe mit meinen Chef etwas in die Kaserne geliefert . Da sind die Soldaten mit den Händen in den Hosentaschen über den Kasernenhof gelaufen , da habe ich nur gedacht was für ein Sauhaufen .


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#24

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 20:46
von lichtetanne | 57 Beiträge

Wir konnten früh um 3 Uhr in den Urlaub da sind wir dann mit dem Taxi bis Mühlhausen gefahren um den Zug um 4 nach Erfurt genommen und ich bin dann bei mir so gegen 10 Uhr gewesen und dann zurück haben wir dann so gegen 22 Uhr dann den Bus nehmen konnen nach Hildebrantshausen ins Battalion und da wurden wir entweder in der Nacht noch abgeholt oder am nächsten Morgen zur Kompanie nach Pfaffschwende


lichtetanne war vom nov. 1979 bis april 1980 in eisenach zur grundausbildung in der 3. kompanie vom april 1980 bis april 1981 in der 2 grenzkompanie im 1.zug


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#25

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 21:11
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #23
Zitat von uffz_nachrichten im Beitrag #22
[quote=HG19801|p451769].....................


Eine der ersten Baustellen im goldenen Westen führte mich 1991 in eine Nachrichtenkaserne in Gießen. Dort durfte ich mit ansehen, wie der Herr Gefreite kurz vor 8 mit dem Golf auf den Parkplatz fuhr und sich im Anschluß am Automaten erstmal ein "Karlsberg" zog. Man konnte glatt vom Glauben abfallen.....



Das habe ich 1967 in München erlebt , ich habe mit meinen Chef etwas in die Kaserne geliefert . Da sind die Soldaten mit den Händen in den Hosentaschen über den Kasernenhof gelaufen , da habe ich nur gedacht was für ein Sauhaufen .


Man man, im nachhinein denkt man sich: Was wurden wir verarscht.
Ständige 75% Gefechtsbereitschaft; Soldaten und Gefreite 1x die Woche Ausgang ( bis in die nächste Kneipe, dann Druckbetankung, um 24h wieder im Objekt zu sein), für unsereinen nur mit viel gutem Willen ( oder illegal ) Ausgang mit Standorterweiterung nach Dienst bis zum Dienst usw.usf.
Und dann so´n potentieller Gegner?

PS: Der Gefreite mit dem Golf wurde noch getoppt vom diensthabenden "Schlüsselverwalter" in der Kaserne.
Mein Vorarbeiter schickte mich damals in die alte Nachrichtenzentrale, den Schlüssel für die ( noch im Bau befindliche ) neue Zentrale zu holen.
Fenster wie beim UvD, kein Aas zu sehen. Alle Türen Sperrangelweit offen.
Kopf durchs UvD-Fenster gesteckt, siehe da, ganz hinten 3 Mann beim Kartenspielen.
"Ich komm von der Fa. S. aus Rotenburg und soll den Schlüssel für die neue Zentrale holen"
" Ja, ist gut. Das ist der mit dem grünen Anhänger dort am Schlüsselbrett. Trag dich in die Liste auf dem Tisch ein....."



josy95 und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 22:16
von G. Michael (gelöscht)
avatar

Hallo Ralf, Du schreibst so schön über Deine Resizeit in Prora bzw. über die Urlaubsfahrt. #21
Ich habe insgesamt 12 Monate dort verbracht. Wenn es Urlaub gab war es mit dem Anrucken noch nicht Real (für uns). In Prora rein in den Zug, erstes
Umsteigen in Lietzow. Das war die reinste Entspannung wenn gefühlte 1000 Leute den selben Weg hatten. In Bergen das Ganze von vorn.
Urlaub war eigentlich erst Wirklichkeit in Stralsund, der Rügendamm lag hinter uns und jeder hat sich gewünscht, das dieses Bauwerk einstürtzt.
Der Wunsch war utopisch, selbst wenn, die Marine hätte es gerichtet und wir hätten schon mal eine Landübung gehabt.
Rückfahrt nach Prora, in Prora und in Prora-Ost wurde gehalten. Da muß es allerdings eine Verschwörung gegeben haben DR+ NVA gegen die
Uffz.- Schüler. Urlaub war bis zum Dienst (06.00 Uhr). Ankunft des Zuges in Prora 06.02 Uhr ( war der Erste) und dann durch die Wache und bis in die
Kompanie im Geschwindschritt. Da bekam KDF (darf man das sagen?) ein Gesicht. Ankunft in der Einheit nicht vor 06.30 Uhr.
Der Empfang war dementsprechend, Urlaubsüberschreitung, Gebrüll, Sackstand bis zum bitteren Ende. Die Urlaubsüberschreitung als solche wurde
hingenommen, also es gab keine Strafen. Was hätte man auch machen sollen? Ein Zug eher fahren? Da wären wir ca. 8 Stunden zu früh auf Deutschland`s größter Insel gewesen.
Der Dienstplan hat dann auch immer gepasst, Raus aus dem Zug, rein in die FDU und ab in die Wunschberge.
Micha
(ab 76 Prora)


Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.02.2015 22:18 | nach oben springen

#27

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2015 22:28
von G. Michael (gelöscht)
avatar

Zitat von uffz_nachrichten im Beitrag #25
Zitat von linamax im Beitrag #23
Zitat von uffz_nachrichten im Beitrag #22
[quote=HG19801|p451769].....................


Eine der ersten Baustellen im goldenen Westen führte mich 1991 in eine Nachrichtenkaserne in Gießen. Dort durfte ich mit ansehen, wie der Herr Gefreite kurz vor 8 mit dem Golf auf den Parkplatz fuhr und sich im Anschluß am Automaten erstmal ein "Karlsberg" zog. Man konnte glatt vom Glauben abfallen.....



Das habe ich 1967 in München erlebt , ich habe mit meinen Chef etwas in die Kaserne geliefert . Da sind die Soldaten mit den Händen in den Hosentaschen über den Kasernenhof gelaufen , da habe ich nur gedacht was für ein Sauhaufen .


Man man, im nachhinein denkt man sich: Was wurden wir verarscht.
Ständige 75% Gefechtsbereitschaft; Soldaten und Gefreite 1x die Woche Ausgang ( bis in die nächste Kneipe, dann Druckbetankung, um 24h wieder im Objekt zu sein), für unsereinen nur mit viel gutem Willen ( oder illegal ) Ausgang mit Standorterweiterung nach Dienst bis zum Dienst usw.usf.
Und dann so´n potentieller Gegner?

PS: Der Gefreite mit dem Golf wurde noch getoppt vom diensthabenden "Schlüsselverwalter" in der Kaserne.
Mein Vorarbeiter schickte mich damals in die alte Nachrichtenzentrale, den Schlüssel für die ( noch im Bau befindliche ) neue Zentrale zu holen.
Fenster wie beim UvD, kein Aas zu sehen. Alle Türen Sperrangelweit offen.
Kopf durchs UvD-Fenster gesteckt, siehe da, ganz hinten 3 Mann beim Kartenspielen.
"Ich komm von der Fa. S. aus Rotenburg und soll den Schlüssel für die neue Zentrale holen"
" Ja, ist gut. Das ist der mit dem grünen Anhänger dort am Schlüsselbrett. Trag dich in die Liste auf dem Tisch ein....."



Der Schlüsselempfang ging ja recht zügig und unkompliziert von statten. Wieviel Urlaubszeit hast Du denn auf der Bahn eingebüßt?
Micha


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#28

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.02.2015 18:25
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von G. Michael im Beitrag #27
Zitat von uffz_nachrichten im Beitrag #25
[quote=linamax|p451786][quote=uffz_nachrichten|p451782][quote=HG19801|p451769].....................


...............



Der Schlüsselempfang ging ja recht zügig und unkompliziert von statten. Wieviel Urlaubszeit hast Du denn auf der Bahn eingebüßt?
Micha


Hast Recht, wegen dem ganzen OT ganz vergessen

Von Perleberg aus gefühlte Ewigkeiten bis ESA, auf jeden Fall länger als 10h incl. aller Umsteige-und Wartezeiten. Nach der ersten Versetzung nach Magdeburg war´s von dort aus auch nicht viel schneller. Am schnellsten gings noch per Bummelzug über Naumburg Richtung Erfurt. Über Leipzig per D-Zug war´s jedesmal 1-2h Aufenthalt.
Nach der 2. Versetzung nach Mhl. hatte ich eigentlich gedacht: Nu haste die lange Fahrerei endlich hinter dir. Und was war? Offizieller Dienstschluß war ne Viertelstunde nach Abfahrt des letzten Busses Richtung ESA. Und per Zug? Über Langensalzanach Gotha, dort ne knappe Stunde warten und dann Heim? Für 35km also 2-3h Fahrzeit? Gut daß man als Uffz. mit dem Mopped zum Standort fahren durfte....



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#29

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.02.2015 21:15
von jens-66 | 188 Beiträge

Erste Wirtschaftsfahrt um 6.00 Uhr von Scharfenstein nach Ilsenburg, dann mit Zug nach Halberstadt, weiter Richtung Magdeburg.
Ich brauchte nicht bis Magdeburg.
9.00 Uhr Ankunft im der Heimat.

23.00 Uhr Abfahrt von zu Hause mit PKW nach Bahnhof Halberstadt. Ankunft Ilsenburg 01.00 Uhr.Mit LO dann nach Scharfenstein, dort 1.30 Uhr.

Ich habe immer mit den Kopf geschüttelt, wenn die anderen nach Hause gefahren sind. Riesa, Wismar, Berlin, Leipzig, Naumburg.
Die Fahrerei muß doch so was von Nervig gewesen sein.
Ich hatte es mal gut......... Jens


josy95 und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.02.2015 21:16 | nach oben springen

#30

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.02.2015 22:19
von Galaxy (gelöscht)
avatar

Urlaubsantritt nach der Nachtschicht gegen 4.00 Uhr .Zu Fuss 2km nach Arenshausen zum Bhf.Mit dem Zug um 5.00 Uhr ab Arenshausen nach Leinefelde . Um 5.45 daheim angekommen.So konnte es auch einen passieren. Hat nicht jeden gefallen aber was sollte ich machen konnte ja nix dafür.War verheiratet 1 Kind und mit 26 Jahren entlassen.


zuletzt bearbeitet 27.02.2015 22:20 | nach oben springen

#31

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.02.2015 01:30
von vs1400 | 2.369 Beiträge

Zitat von jens-66 im Beitrag #29
Erste Wirtschaftsfahrt um 6.00 Uhr von Scharfenstein nach Ilsenburg, dann mit Zug nach Halberstadt, weiter Richtung Magdeburg.
Ich brauchte nicht bis Magdeburg.
9.00 Uhr Ankunft im der Heimat.

23.00 Uhr Abfahrt von zu Hause mit PKW nach Bahnhof Halberstadt. Ankunft Ilsenburg 01.00 Uhr.Mit LO dann nach Scharfenstein, dort 1.30 Uhr.

Ich habe immer mit den Kopf geschüttelt, wenn die anderen nach Hause gefahren sind. Riesa, Wismar, Berlin, Leipzig, Naumburg.
Die Fahrerei muß doch so was von Nervig gewesen sein.
Ich hatte es mal gut......... Jens


aufregen lohnte sich da einfach nicht.
klar war es "idiotisch", wenn man erfahren hatte, dass man nach leipzig oder dresden, zb., vergleichbar lange unterwegs war. doch es war eben so und man musste diese "pille" schlucken.
natürlich war ich diesbezüglich auch "etwas" neidisch. doch hatte ich eben auch keine junge familie, wie manch ein damaliger gwd'ler
und denen ging sehr viel verloren.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


jens-66 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.03.2015 17:15
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Gutes Thema, dass wir das noch nie hatten...

Meine Fahrt von zu Hause nach Mengelrode betrug knapp 12 Stunden, Jetlag am ersten Diensttag nach dem VKU gratis.

Zu Hause in Naumburg, ging es gegen 19.30 zu Fuss zum Bahnhof, war nicht weit, ich wohnte 500 Meter vom Bahnhofsgebäude weg.
Dann in den Zug nach Halle/Saale, der ging etwa 20 Uhr und kam etwa 21 Uhr in Halle an.
Das war auch der letzte Zug der nach Halle fuhr um den Zug nach Leinefelde zu erwischen.

In Halle war dann Zeit totschlagen angesagt, der Zug nach Leinefelde ging um 2.30 Uhr.
In Leinefelde hiess es dann Umsteigen in den Zug nach Arenshausen, der über Heiligenstadt ging, wo ich dann raus musste.
Ab Heiligenstadt ging ein Bus auf die Dörfer, der auch in Mengelrode halt machte, war der Busfahrer gnädig, hielt er am Objekt, glaub kurz nach 7 Uhr.
Heimwärts weis ich leider nicht mehr genau, dass ging aber etwas besser, weil die Wartezeit in Halle nicht war.

Als ich in Klettenberg war, gings besser.
Wir wurden von einem Kompaniefahrzeug zur Bushaltestelle an der B243 gebracht und auch abgeholt.
Der Bus fuhr bis Nordhausen zum Bahnhof, von dort ging der Zug nach Halle und von Halle kam ich wieder nach Naumburg.

In Mengelrode war ich nie im Ausgang, erstens hätte mir das sinnlose Zusaufen nichts gegeben, zweitens hätte mir auch die Zeit gefehlt, ich musste ja morgens wieder nüchtern auf der Matte stehn.
Oft habe ich zur Entspannung abends die Garagen aufgesucht und hab mit unserem Ex-Schirrmeister die Autos der Offiziere repariert, oder bin, als wir Welpen hatten, im Zwinger gewesen, Hauptsache weg von der Bude wegen dem EK Theater und Gehabe, was mir doch furchtbar auf die Nüsse ging.
In Klettenberg das gleiche Bild, wenn man 20-21 Uhr fix und fertig auf der Bude zum sitzen kommt, hat man keinen Bock mehr auf Ausgang.
Essen, Duschen, noch bischen labern, 6 Uhr gings wieder raus.

Eisenach weis ich nicht mehr genau, weis nur noch das es am Einberufungstag erstmal nach Halle ging, dort war sammeln und sortieren angesagt.
Während meiner 12 Wochen Ausbildung in Eisenach, gab es für unsere Kompanie weder Ausgang, noch KU, noch VKU.
Es gab nur einmal einen Gruppen- oder Zugausgang gegen Ende der Ausbildung.

Ich war auch recht wenig im VKU.
Erstens hatte ich damals keine Bindung zu Hause und zweitens der Weg halt.
In Klettenberg, als wir keinen Spiess hatten und unser Schreiber für Küche, Schreiber und Spiess die Tätigkeiten verrichtete, hätte ich öfter VKU haben können, ich konnte mit dem Schreiber gut und er hatte ja über die VKU Karten die Macht.
Unser KC hatte damals vollstes Vertrauen in den Schreiber, irgendwie hat das alles funktioniert.
Letztendlich war aber garnicht die Möglichkeit in VKU zu gehen, den Hunden hätte man schwer erklären können das es 3 Tage nichts zu fressen gibt weil der Fahrer zu Hause auf der Mutti liegt, ich glaube in dem halben Jahr Klettenberg war ich nur einmal zu Hause.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#33

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.03.2015 17:31
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Wenn ich da an unsere GK denke, ich glaube optimaler ging es nicht.
Die GK Hohengandern war zu Fuß etwa 5 min vom Bhf.Arenshausen entfernt. Der erste Zug morgens kurz nach 4 Uhr !
Optimal !

VG H.



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#34

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.03.2015 18:42
von damals wars | 12.113 Beiträge

Und war der Stress auch noch so groß, in den 2/3 Tagen war ich ihn wieder los.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#35

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.08.2015 16:59
von ulei mendhausen | 89 Beiträge

Die Bahnverbindungen waren schon Spitze. Vor allem, wenn man von Plauen hinter den Thüringer Wald wollte. Vielleicht wäre es über Hof - Coburg - Sonneberg ganz fix gegangen. War nur was dazwischen und manches Gleis fehlte. Also Freitag nachmittag von Plauen (so gegen 16 Uhr über Leipzig-Halle nach Erfurt, dann weiter nach Suhl. Bei keiner oder wenig Verspätung den 22 Uhr Bus erwischt und gegen 23 Uhr in Hibu. War der Bus weg, ging über Grimmental mit dem Zug, Ankunft gegen 0.30. War der zug weg war man Früh gegen 6 der erste in Hildburghausen. Zum Glück war mir daß nur einmal passiert. Rückzu war auch nicht viel besser, aber egal.
Später von der GK waren dann nur 20 km mit meinem S 51. Nur im Winter mit dem Bus (keine Mopedfahrgenehmigung vom KC) waren auch wieder Umwege angesagt.
Gruß Ulei


zuletzt bearbeitet 10.08.2015 18:23 | nach oben springen

#36

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.08.2015 17:06
von Hanum83 | 4.669 Beiträge

Gab es nicht mal ein Lied "Die Tagesreise" von Lift?
War bei mir für die Schlappen 370 Km von Hanum bis K.-M.-Stadt angesagt, schön mit der Kirche ums Dorf, der Hit waren 3 Stunden Standzeit in Magdeburg in der Frühe zur Rückreise.
Bissel schneller wär es mit dem Interzonenzug gegangen, durften wir aber nicht nehmen.
War der für alle Soldaten tabu?
Ging alles schmerzlich von den paar Stunden Urlaub bei den lieben daheim ab.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
zuletzt bearbeitet 10.08.2015 17:10 | nach oben springen

#37

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.08.2015 18:25
von ulei mendhausen | 89 Beiträge

Interzonenzug ging schon, mußte nur beantragt und genehmigt werden. Stand dann auf dem Urlaubsschein extra drauf.

Gruß Ulei


Hanum83 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.08.2015 18:32
von schulzi | 1.756 Beiträge

Zitat von ulei mendhausen im Beitrag #37
Interzonenzug ging schon, mußte nur beantragt und genehmigt werden. Stand dann auf dem Urlaubsschein extra drauf.

Gruß Ulei

Kann ich bestätigen ,machte unser Haupteld automatisch .Den von Berlin mit den Bummelzug nach Leipzig wär blöd gewesen .Wir brauchten schon ein Haufen Zeit um von Groß-Glienicke nach Berlin-Schönefeld zu kommen


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#39

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.08.2015 18:35
von 94 | 10.792 Beiträge

Das letzte Stück Strecke in der DDR mit dem Interzonenzug war dann trozdem tabu. Beispiel ... Aufarbeitung (287)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Hanum83 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Fahrzeit in den Urlaub - den VKU im Zug verbracht?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.08.2015 18:40
von mibau83 | 820 Beiträge

Zitat von ulei mendhausen im Beitrag #35
Vielleicht wäre es über Hof - Coburg - Sonneberg ganz fix gegangen.



wärst du auch nicht viel schneller gewesen.
von hof gehts über neuenmarkt und kulmbach nach lichtenfels. von dort über coburg nach sonneberg.anschließend von dort richtung hibu.
das einzige stück gleis das vor 1989 fehlte war zwischen neustadt bei coburg und sonneberg.


ulei mendhausen hat sich für diesen Beitrag bedankt
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