#81

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 22:48
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Die HV A bzw. BV/ Abt. XV war doch als Körperschaft nirgendwo in irgend einem Handelsregister der BRD eingetragen. Wie leitet sich den dann steuerrechtlich die Pflicht zur Versteuerung solcher Einkommen überhaupt ab? Ich habe mal gehört, dass juristisch der Begriff "Verfallsgeld" geprägt wurde und die Beträge im Ganzen eingezogen wurden.

Gruß Kalubke



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#82

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 23:10
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #76
Hallo,

mit rund 400,00 DM / im Monat konnte man wohl mehr die Auslagen ausgleichen.

Da bot man nach 1990 mit rund 3.000 per Monat den Führungsoffizieren der DDR mehr Geld, wenn sie "auspacken".


Die waren echt so geizig bei viel zu erwartetem Wissen?


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#83

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 08:01
von IM Kressin | 913 Beiträge

Bezogen auf die im Zeitungsartikel bereits erwähnte Summe von 83.000 DM, kalkuliert für den Zeitraum 1971 -1989
von 18 Jahren stellt sie einen auf den Monat umgerechneten Durchschnittswert dar.

Jährlich 4611,- DM oder monatlich 384,25 DM „welche in die Haushaltskasse flossen“ um es mit den Worten des M. zu zitieren.

Ich kann nicht ermessen, in welchem Abstand, Größenordnung und/oder Gewichtung einzelne Geldzahlungen erfolgten.

Die von mir genannte Summe bitte nicht als Ultima Ratio betrachten.

Die von @seaman und @Alfred genannten Gründe hinsichtlich des

Streitwertes vor Gericht,

Anwaltshonorar und eines

eventuell freiberuflich tätigen Zeitungsmannes,

der mit dem Report seinen Lebensunterhalt bestreitet, sind sicherlich mit diesen Hintergründen zu berücksichtigen.

Da das Thema aber schon auf dem Präsentierteller liegt:

In welcher Höhe wurden Aufwandsentschädigungen unter Berücksichtigung von Ranking und Zuverlässigkeit gezahlt?


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#84

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 08:21
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #81
Die HV A bzw. BV/ Abt. XV war doch als Körperschaft nirgendwo in irgend einem Handelsregister der BRD eingetragen. Wie leitet sich den dann steuerrechtlich die Pflicht zur Versteuerung solcher Einkommen überhaupt ab? Ich habe mal gehört, dass juristisch der Begriff "Verfallsgeld" geprägt wurde und die Beträge im Ganzen eingezogen wurden.

Gruß Kalubke


Ja , dieser Begriff "Verfallsgeld" wurde geschaffen. So musste K. Kuron rund 690.000 DM zurück zahlen. Hinzu kamen rund Nachsteuerungsforderungen von rund 300.000 DM, plus Zinsen und das BfV verlangte rund 1 Million DM an Schadensersatz..

Kuron sagte zu den Geldzahlungen des MfS : " Ich bekam von der DDR kein Geld für einzelne Informationen, sondern erhielt quasi ein Gehalt nach Dienstvertrag, mit Pensionsabsprache, alles ordentlich geregelt."

Aber dies war der "Fall" Kuron.

Dies waren wohl die höchsten GELDzahlungen die nach 1990 fällig wurden. Andere "verloren" anderes, z.B. ihre beruflichen Grundlagen. Dies kann man ja nicht immer mit einer bestimmten Geldsumme definieren.


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#85

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 08:22
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Also ich weiß nicht....

Man darf bei der Betrachtung von Beträgen (83 000 DM) den Zeitraum nicht so ganz außer acht lassen.

1971 waren 1 000 DM noch ´ne andere Hausnummer als 1989. Und wenn hier von "gerade mal die Auslagen gedeckt" gesprochen wird, so kann man das gerade bei einem Freiberufler wohl auch nicht sehen. Der wird seine Auslagen schon beim Finanzamt entsprechend dar gelegt haben so das diese steuermindernd relevant wurden. Wäre auch schön blöd wenn nicht.

Von daher könnte die Aussage, irgendwo mit in den Haushalt geflossen schon passen.

Allerdings ist das wohl nach 25 Jahren vermutlich eher unwichtig und zum anderen wohl auch nicht mehr nachvollziehbar.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#86

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 08:55
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #83


In welcher Höhe wurden Aufwandsentschädigungen unter Berücksichtigung von Ranking und Zuverlässigkeit gezahlt?




Das war von Fall zu Fall unterschiedlich und individuell auf den Vorgang abgestimmt.

Aufwandsentschädigungen waren z.b.Reisekosten zum Treffort mit dem FO,Hotelkosten,Verpflegung .Wenn zur Abdeckung die Ehefrau mitflog z.b.wurden diese Kosten mit erstattet.
Es gab Zuschüsse beim Erwerb von nachrichtendienstlichen Mitteln.(z.b.Weltempfänger,Fotomaterialien etc.)
Zuschüsse für Perspektivagenten.(z.b. Studium)

Bei der Erschaffung von konspirativen Objekten wurden das im Rahmen finanziell mit unterstützt.(z.b.ein Hotel).
Bedenken sollte man dabei,dass es nur im bestimmten Rahmen passieren konnte um nicht durch unnatürlichen Lebenswandel aufzufallen.
Soll heissen,ein in das OG z.b. übergesiedelter IM konnte sich nicht nach 4 Wochen selbstständig machen.....
=========================================================================================================
Ab einem bestimmten Ranking kamen da mal schnell 8-bis 10.000 DM im Jahr zusammen.
Diese Operativgelder wurden von der HVA/NVA gezahlt.
Wenn ein IM z.b. 20 Jahre im OG tätig war kamen dann 160.000 DM/200.000 hochgerechnet zusammen.
Diese Summe wurde dann zusammen mit Säumnis/Strafzuschlägen u.ä.als Steuerhinterziehung strafrechtlich nach bundesdeutschen Recht gewertet.
Als wenn ein IM damit jemals zum FA laufen konnte.
Moin Moin,wollte mein DDR-Agentenlohn versteuern.....


seaman


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zuletzt bearbeitet 24.02.2015 09:08 | nach oben springen

#87

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 09:45
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Ja, seaman,

mal eben zu Finanzamt gehen und versteuern ging natürlich nicht.

Ebensowenig als "kleines" Licht plötzlich ´ne Riesenkarre anschaffen oder ´nen 5 Sterne Urlaube für was weiß ich, tausende von DM . Ist schon klar.

Man wäre aufgefallen, möglicherweise dem 110 ner Trupp (Polizei) oder eben der westdeutschen "Feldpostnummer".

Von daher hat sich der gute Mann aus Lübeck geschickt angestellt. Sofern er schlau war hat er sich im Ausland (Ungarn, Tschechien, oder wo auch immer) Grundbesitz beschafft oder beschaffen lassen.

Letzteres wäre m.E. nach zu damaligen Zeiten machbar gewesen und auch am unverfänglichsten, evtl. sogar heute noch kaum bis garnicht nachvollziehbar.

MfG Berlin


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#88

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 09:45
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #84
Zitat von Kalubke im Beitrag #81
Die HV A bzw. BV/ Abt. XV war doch als Körperschaft nirgendwo in irgend einem Handelsregister der BRD eingetragen. Wie leitet sich den dann steuerrechtlich die Pflicht zur Versteuerung solcher Einkommen überhaupt ab? Ich habe mal gehört, dass juristisch der Begriff "Verfallsgeld" geprägt wurde und die Beträge im Ganzen eingezogen wurden.

Gruß Kalubke


Ja , dieser Begriff "Verfallsgeld" wurde geschaffen. So musste K. Kuron rund 690.000 DM zurück zahlen. Hinzu kamen rund Nachsteuerungsforderungen von rund 300.000 DM, plus Zinsen und das BfV verlangte rund 1 Million DM an Schadensersatz..

Kuron sagte zu den Geldzahlungen des MfS : " Ich bekam von der DDR kein Geld für einzelne Informationen, sondern erhielt quasi ein Gehalt nach Dienstvertrag, mit Pensionsabsprache, alles ordentlich geregelt."

Aber dies war der "Fall" Kuron.

Dies waren wohl die höchsten GELDzahlungen die nach 1990 fällig wurden. Andere "verloren" anderes, z.B. ihre beruflichen Grundlagen. Dies kann man ja nicht immer mit einer bestimmten Geldsumme definieren.

@Alfred
wie hat das denn die DDR gemacht ? Hat sie sich auch den Agentenlohn erstatten lassen ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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#89

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 09:49
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #86
Zitat von IM Kressin im Beitrag #83


In welcher Höhe wurden Aufwandsentschädigungen unter Berücksichtigung von Ranking und Zuverlässigkeit gezahlt?




Das war von Fall zu Fall unterschiedlich und individuell auf den Vorgang abgestimmt.

Aufwandsentschädigungen waren z.b.Reisekosten zum Treffort mit dem FO,Hotelkosten,Verpflegung .Wenn zur Abdeckung die Ehefrau mitflog z.b.wurden diese Kosten mit erstattet.
Es gab Zuschüsse beim Erwerb von nachrichtendienstlichen Mitteln.(z.b.Weltempfänger,Fotomaterialien etc.)
Zuschüsse für Perspektivagenten.(z.b. Studium)

Bei der Erschaffung von konspirativen Objekten wurden das im Rahmen finanziell mit unterstützt.(z.b.ein Hotel).
Bedenken sollte man dabei,dass es nur im bestimmten Rahmen passieren konnte um nicht durch unnatürlichen Lebenswandel aufzufallen.
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Ab einem bestimmten Ranking kamen da mal schnell 8-bis 10.000 DM im Jahr zusammen.
Diese Operativgelder wurden von der HVA/NVA gezahlt.
Wenn ein IM z.b. 20 Jahre im OG tätig war kamen dann 160.000 DM/200.000 hochgerechnet zusammen.
Diese Summe wurde dann zusammen mit Säumnis/Strafzuschlägen u.ä.als Steuerhinterziehung strafrechtlich nach bundesdeutschen Recht gewertet.
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seaman



Ja @seaman damit hättste unbekümmert zum FA gehen können. Reise- Hotelkosten, Telefonkosten gehören zu der Kategorie Reisespesen - wäre alles steuerfrei gewesen. Habe ich 30 Jahre meines Berufsleben laufend gehabt, ich war auch ständig auf Geschäftsreise


.
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#90

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 09:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #84
Zitat von Kalubke im Beitrag #81
Die HV A bzw. BV/ Abt. XV war doch als Körperschaft nirgendwo in irgend einem Handelsregister der BRD eingetragen. Wie leitet sich den dann steuerrechtlich die Pflicht zur Versteuerung solcher Einkommen überhaupt ab? Ich habe mal gehört, dass juristisch der Begriff "Verfallsgeld" geprägt wurde und die Beträge im Ganzen eingezogen wurden.

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Ja , dieser Begriff "Verfallsgeld" wurde geschaffen. So musste K. Kuron rund 690.000 DM zurück zahlen. Hinzu kamen rund Nachsteuerungsforderungen von rund 300.000 DM, plus Zinsen und das BfV verlangte rund 1 Million DM an Schadensersatz..

Kuron sagte zu den Geldzahlungen des MfS : " Ich bekam von der DDR kein Geld für einzelne Informationen, sondern erhielt quasi ein Gehalt nach Dienstvertrag, mit Pensionsabsprache, alles ordentlich geregelt."

Aber dies war der "Fall" Kuron.

Dies waren wohl die höchsten GELDzahlungen die nach 1990 fällig wurden. Andere "verloren" anderes, z.B. ihre beruflichen Grundlagen. Dies kann man ja nicht immer mit einer bestimmten Geldsumme definieren.

@Alfred ich finde das absolut in Ordnung, dass die Bundesrepublik Schadenersatz von dem feine Herrn verlangte. Wenn er denn etwas hatte, wurde es schmerzlich, wenn nicht, hat es ihn wahrscheinlich nicht groß berührt. Greif mal einem Nackten in die Tasche


.
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#91

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 09:53
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #89
[quote=seaman|p451092][quote=IM Kressin|p451080]



Ja @seaman damit hättste unbekümmert zum FA gehen können. Reise- Hotelkosten, Telefonkosten gehören zu der Kategorie Reisespesen - wäre alles steuerfrei gewesen. Habe ich 30 Jahre meines Berufsleben laufend gehabt, ich war auch ständig auf Geschäftsreise


Gert,das ist mir alles bekannt.
Schließlich war ich doch auch Jahrzehnte selbstständig und auf Dienstreisen.Keine Steuerschulden und geniesse das Rentnerleben.

seaman


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zuletzt bearbeitet 24.02.2015 09:55 | nach oben springen

#92

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 10:23
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #86


[...]

Bei der Erschaffung von konspirativen Objekten wurden das im Rahmen finanziell mit unterstützt.(z.b.ein Hotel).

[...]



Das fand ich auch bemerkenswert. Das MfS (HA VIII) hat in Westberlin ein eigenes Hotel besessen und zwar das Hotel "Luftbrücke" in der Dudenstraße Nr. 9 direkt am Flughafen Tempelhof (Deckname: Stützpunkt "Rheinland"). Besorgt hatte es um 1950 GM "Mischa" alias Michael Wischiewski der später mit seinem "Handelsring Libermann" und der von Friedrich Gerlach übernommenen Firma "F.G. Gerlach" eine große Nummer im DDR-Embargohandel wurde. Betrieben wurde das Hotel von Mitgliedern der IM-Gruppe "Rennfahrer".


Gruß Kalubke



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#93

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 10:27
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #92
Zitat von seaman im Beitrag #86


[...]

Bei der Erschaffung von konspirativen Objekten wurden das im Rahmen finanziell mit unterstützt.(z.b.ein Hotel).

[...]



Das fand ich auch bemerkenswert. Das MfS (HA VIII) hat in Westberlin ein eigenes Hotel besessen und zwar das Hotel "Luftbrücke" in der Dudenstraße Nr. 9 direkt am Flughafen Tempelhof (Deckname: Stützpunkt "Rheinland"). Besorgt hatte es um 1950 GM "Mischa" alias Michael Wischiewski der später mit seinem "Handelsring Libermann" und der von Friedrich Gerlach übernommenen Firma "F.G. Gerlach" eine große Nummer im DDR-Embargohandel wurde. Betrieben wurde das Hotel von Mitgliedern der IM-Gruppe "Rennfahrer".


Gruß Kalubke



Gab auch andere Firmen,Geschäfte mit HVA Hintergrund.

seaman


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#94

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 10:56
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #88
Zitat von Alfred im Beitrag #84
Zitat von Kalubke im Beitrag #81
Die HV A bzw. BV/ Abt. XV war doch als Körperschaft nirgendwo in irgend einem Handelsregister der BRD eingetragen. Wie leitet sich den dann steuerrechtlich die Pflicht zur Versteuerung solcher Einkommen überhaupt ab? Ich habe mal gehört, dass juristisch der Begriff "Verfallsgeld" geprägt wurde und die Beträge im Ganzen eingezogen wurden.

Gruß Kalubke


Ja , dieser Begriff "Verfallsgeld" wurde geschaffen. So musste K. Kuron rund 690.000 DM zurück zahlen. Hinzu kamen rund Nachsteuerungsforderungen von rund 300.000 DM, plus Zinsen und das BfV verlangte rund 1 Million DM an Schadensersatz..

Kuron sagte zu den Geldzahlungen des MfS : " Ich bekam von der DDR kein Geld für einzelne Informationen, sondern erhielt quasi ein Gehalt nach Dienstvertrag, mit Pensionsabsprache, alles ordentlich geregelt."

Aber dies war der "Fall" Kuron.

Dies waren wohl die höchsten GELDzahlungen die nach 1990 fällig wurden. Andere "verloren" anderes, z.B. ihre beruflichen Grundlagen. Dies kann man ja nicht immer mit einer bestimmten Geldsumme definieren.

@Alfred
wie hat das denn die DDR gemacht ? Hat sie sich auch den Agentenlohn erstatten lassen ?



Gert,

Personen z.B. DDR - Bürger , die für den BND tätig waren und von der DDR verurteilt wurden, wurden nach 1990 rehabilitiert und bekamen entsprechende Entschädigungen.


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zuletzt bearbeitet 24.02.2015 11:10 | nach oben springen

#95

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 10:56
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #93


Gab auch andere Firmen,Geschäfte mit HVA Hintergrund.

seaman


Asimex: ->Versorgung
Camet: (ehem. G. SIMON Industrievertretungen)
F.G. Gerlach:->Import von Embargowaren für HV A (z.B. Spezialdruckmaschinen für Objekt "X", Passfälschung)
Interport: -> Geldbeschaffung für HV A mit ill. Waffen-, Alkohol-, Zigaretten-, Oldtimer-Geschäften
Intertechna: -> Import von elektronischen Embargowaren für die HV A

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 24.02.2015 10:59 | nach oben springen

#96

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 12:34
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #94
Zitat von Gert im Beitrag #88
Zitat von Alfred im Beitrag #84
Zitat von Kalubke im Beitrag #81
Die HV A bzw. BV/ Abt. XV war doch als Körperschaft nirgendwo in irgend einem Handelsregister der BRD eingetragen. Wie leitet sich den dann steuerrechtlich die Pflicht zur Versteuerung solcher Einkommen überhaupt ab? Ich habe mal gehört, dass juristisch der Begriff "Verfallsgeld" geprägt wurde und die Beträge im Ganzen eingezogen wurden.

Gruß Kalubke


Ja , dieser Begriff "Verfallsgeld" wurde geschaffen. So musste K. Kuron rund 690.000 DM zurück zahlen. Hinzu kamen rund Nachsteuerungsforderungen von rund 300.000 DM, plus Zinsen und das BfV verlangte rund 1 Million DM an Schadensersatz..

Kuron sagte zu den Geldzahlungen des MfS : " Ich bekam von der DDR kein Geld für einzelne Informationen, sondern erhielt quasi ein Gehalt nach Dienstvertrag, mit Pensionsabsprache, alles ordentlich geregelt."

Aber dies war der "Fall" Kuron.

Dies waren wohl die höchsten GELDzahlungen die nach 1990 fällig wurden. Andere "verloren" anderes, z.B. ihre beruflichen Grundlagen. Dies kann man ja nicht immer mit einer bestimmten Geldsumme definieren.

@Alfred
wie hat das denn die DDR gemacht ? Hat sie sich auch den Agentenlohn erstatten lassen ?



Gert,

Personen z.B. DDR - Bürger , die für den BND tätig waren und von der DDR verurteilt wurden, wurden nach 1990 rehabilitiert und bekamen entsprechende Entschädigungen.

@Alfred
das mag so sein, aber du weichst meiner Frage aus. Die Frage war, hat die DDR bei verurteilten Spionen ebenso den Agentenlohn einkassiert und nicht das was später .


.
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#97

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 15:34
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

selbst die Bundesregierung kann - will - keine richtige Antwort geben.

Siehe ab Frage 6.http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/002/1400250.pdf

Und ich komme an die Urteile auch nicht ran.

Werde mich aber bei Gelegenheit erkundigen.


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zuletzt bearbeitet 24.02.2015 15:35 | nach oben springen

#98

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.02.2015 16:05
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #97
Gert,

selbst die Bundesregierung kann - will - keine richtige Antwort geben.

Siehe ab Frage 6.http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/002/1400250.pdf

Und ich komme an die Urteile auch nicht ran.

Werde mich aber bei Gelegenheit erkundigen.





Da sollte man mal lieber bei den zuständigen Behörden anfragen.
Na dass ist eben nicht so einfach wie mal eine kleine Anfrage im Bundestag.


"Mobility, Vigilance, Justice"
Gert und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.02.2015 08:18
von IM Kressin | 913 Beiträge

Ich beziehe mich auf den Kommentar #20 des Gast-Users Fritze, der sich 1986 im grenznahen Raum im Ort Groß-Zecher

die appetitlichen Burger hat schmecken lassen
und möchte mehr erfahren über verdeckte Verwendungen im Grenzgebiet.

Grenzabschnitt (Karten und Fotos)

Zitat von Gast im Beitrag RE: Grenzabschnitt (Karten und Fotos)
In Gross Zecher hat es 1986 die leckeren Burger gegeben !






Welche Ziele verfolgten Angehörige des MfS als Zivilisten bei verborgenen Einsätzen im westlichen Grenzgebiet?

Wie häufig wurden diese Maßnahmen im Grenzraum durchgeführt (wöchentlich/monatlich)?

Wo erfolgten das Überschreiten der Grenze und die Rückführung?

Für welchen Zeitraum (Dauer) waren die Einsätze ausgelegt, wie hoch war die Anzahl der Kader für einen Einsatz?

Wer traf die Anordnung für die Einsätze?

War gezielte Kontaktaufnahme mit BGS/Zoll-Angehörigen vorgesehen bzw. welcher Personenkreis oder Objekte waren Ziel der Erkundung?

Welche Art der Ausrüstung führten die Mitarbeiter des MfS mit?

Welche Legenden wurden verwendet bei etwaigen, unvorhergesehenen, polizeilichen Kontrollen?


Es grüßt Euch
Kressin


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#100

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.02.2015 09:34
von damals wars | 12.130 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #20
Stimmt nicht ganz. Wenn Du "Kid" meinst, der wurde im Eiskeller geschleust.

Gruß Kalubke


Kommentar #20


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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