#61

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 11:03
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #60
Zitat von IM Kressin im Beitrag #59



Das Frühjahr 1990 ging einher mit zahlreichen Umbrüchen.
Die Sicherheit des IM hatte absoluten Vorrang.

Wer traf die Entscheidung zum Deaktivieren der West-IM?

Ab welchem Zeitpunkt wurde die Anordnung umgesetzt?

Welche Maßnahmen wurden zum Schutz des IM getroffen?

Welche Verhaltensregeln wurden dem West-IM erteilt?

Es grüßt Euch
Kressin


Massnahmen ab Ende 1989:

Rückzug bzw. "Abschalten" eines IM im OG erfolgte auf Anweisung der HVA und wurde vom Leiter bzw.Stellvertreter der HVA bestätigt.
Ab 24.02.1990 ergingen Weisungen zur Einstellung der operativen Tätigkeit der HVA durch den Leiter der HVA,basierend auf den Beschluss vom 23.02.90 durch das Auflösungskomitee, das von der Arbeitsgruppe Sicherheit des ZRT angenommen wurde.
Für die IM im OG sollte Vorsorge getroffen werden das Dekonspirationen und eine persönliche Gefährdung ausgeschlossen ist.
Die Entpflichtungen und Beendigung der Zusammenarbeit der West-IM mit der HVA wurde überwiegend durch persönlichen Kontakt mit FO,Instrukteure,Kuriere etc. vorgenommen.Ziel der HVA dabei war die technisch-operative Abschaltung des Agentennetzes im OG.
Dieser Auflösungsprozess war im Wesentlichen Ende März 1990 abgeschlossen.Meine Abschaltung und die meiner Mitarbeiter erfolgte am 15.März 1990.


Der IM hatte alle kompromittierenden Beweise seiner Tätigkeit zu vernichten bzw. der HVA zu übergeben.Ihm wurde versichert das die HVA belastendes Material zu seiner Tätigkeit vernichtet hat.Es besteht keine Gefährdung seiner Person durch westliche Dienste.
Bei der Entpflichtung der IM im OG wurde auf die persönliche Entscheidungsfreiheit des Einzelnen verwiesen.
Das bedeutet,es war die persönliche Entscheidung des West-IM sich den Behörden der Bundesrepublik D. zu stellen.

seaman

ZRT= Zentraler Runder Tisch






gab es als Gegenleistung ein Angebot auf Straffreiheit für die Selbstenttarnung ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#62

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 11:22
von IM Kressin | 918 Beiträge

Ich zitiere aus dem Zeitungsartikel:

Er verkaufte seinem Führungsoffizier „Waldi“ eine stillgelegte Fabrik als geheime Waffenschmiede.

„Waldi“ hätte alles gefressen.

Wie zum Beispiel wurde die Wertigkeit der vom IM getroffenen Feststellungen hinterfragt bzw. untersucht?


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#63

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 11:26
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #61
Zitat von seaman im Beitrag #60
Zitat von IM Kressin im Beitrag #59



Das Frühjahr 1990 ging einher mit zahlreichen Umbrüchen.
Die Sicherheit des IM hatte absoluten Vorrang.

Wer traf die Entscheidung zum Deaktivieren der West-IM?

Ab welchem Zeitpunkt wurde die Anordnung umgesetzt?

Welche Maßnahmen wurden zum Schutz des IM getroffen?

Welche Verhaltensregeln wurden dem West-IM erteilt?

Es grüßt Euch
Kressin


Massnahmen ab Ende 1989:

Rückzug bzw. "Abschalten" eines IM im OG erfolgte auf Anweisung der HVA und wurde vom Leiter bzw.Stellvertreter der HVA bestätigt.
Ab 24.02.1990 ergingen Weisungen zur Einstellung der operativen Tätigkeit der HVA durch den Leiter der HVA,basierend auf den Beschluss vom 23.02.90 durch das Auflösungskomitee, das von der Arbeitsgruppe Sicherheit des ZRT angenommen wurde.
Für die IM im OG sollte Vorsorge getroffen werden das Dekonspirationen und eine persönliche Gefährdung ausgeschlossen ist.
Die Entpflichtungen und Beendigung der Zusammenarbeit der West-IM mit der HVA wurde überwiegend durch persönlichen Kontakt mit FO,Instrukteure,Kuriere etc. vorgenommen.Ziel der HVA dabei war die technisch-operative Abschaltung des Agentennetzes im OG.
Dieser Auflösungsprozess war im Wesentlichen Ende März 1990 abgeschlossen.Meine Abschaltung und die meiner Mitarbeiter erfolgte am 15.März 1990.


Der IM hatte alle kompromittierenden Beweise seiner Tätigkeit zu vernichten bzw. der HVA zu übergeben.Ihm wurde versichert das die HVA belastendes Material zu seiner Tätigkeit vernichtet hat.Es besteht keine Gefährdung seiner Person durch westliche Dienste.
Bei der Entpflichtung der IM im OG wurde auf die persönliche Entscheidungsfreiheit des Einzelnen verwiesen.
Das bedeutet,es war die persönliche Entscheidung des West-IM sich den Behörden der Bundesrepublik D. zu stellen.

seaman

ZRT= Zentraler Runder Tisch






gab es als Gegenleistung ein Angebot auf Straffreiheit für die Selbstenttarnung ?


Nein.
Durch die Presse geisterten damals lediglich zahlreiche Aufforderungen zur Offenbarung bei den Behörden.
Eventuell strafmindernd?

seaman


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zuletzt bearbeitet 23.02.2015 11:27 | nach oben springen

#64

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 12:46
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #55
Zum Thema:

Mit Stand Oktober 1989 führten die Aufklärungsabteilungen der GKOs Nord,Süd und Mitte insgesamt 910 IM.Betreut wurden diese von 159 hauptamtlichen Mitarbeitern des MfS.
Von diesen 910 IM waren 108 West-IM und im OG tätig.

seaman



Von den 108 IM/OG des Bereichs Aufklärung der HAI/KGT gehörten insgesamt 5 zur HAI/KGT/Aufklärung GKN/UA GR-6 (Schönberg). Einer von ihnen war M. von den Lübecker Nachrichten. Er selbst war anscheinend kein Objekt-IM direkt im Zielobkjekt, sondern nur ein Abschöpf-IM. Echte Quellen in Zielobjekten gab es wohl nur insgesamt 12.

Gruß Kalubke



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#65

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 12:56
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #64
Zitat von seaman im Beitrag #55
Zum Thema:

Mit Stand Oktober 1989 führten die Aufklärungsabteilungen der GKOs Nord,Süd und Mitte insgesamt 910 IM.Betreut wurden diese von 159 hauptamtlichen Mitarbeitern des MfS.
Von diesen 910 IM waren 108 West-IM und im OG tätig.

seaman



Von den 108 IM/OG des Bereichs Aufklärung der HAI/KGT gehörten insgesamt 5 zur HAI/KGT/Aufklärung GKN/UA GR-6 (Schönberg). Einer von ihnen war M. von den Lübecker Nachrichten. Er selbst war anscheinend kein Objekt-IM direkt im Zielobkjekt, sondern nur ein Abschöpf-IM. Echte Quellen in Zielobjekten gab es wohl nur insgesamt 12.

Gruß Kalubke


Die 108 West-IM schlüsselten sich nach MfS-Definition in folgende Kategorien auf:

13 Quellen,77 Ermittler,9 Perspektiv-IM(PIM),6 Kontaktpersonen(KP) und 3 Grenz-IM(GIM).

seaman


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#66

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 13:09
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #62
Ich zitiere aus dem Zeitungsartikel:

Er verkaufte seinem Führungsoffizier „Waldi“ eine stillgelegte Fabrik als geheime Waffenschmiede.

„Waldi“ hätte alles gefressen.

Wie zum Beispiel wurde die Wertigkeit der vom IM getroffenen Feststellungen hinterfragt bzw. untersucht?



Die Auswerter werden die Infos sicherlich mit Nachrichten aus anderen Quellen abgeglichen haben. Ob der FO "Waldi" dann direktes feedback von diesen Auswertungen bekam ist natürlich die Frage. Von der HV A ist bekannt, dass die Informationen mit einem Ranking bewertet wurden:
I = Sehr wertvoll
II = Wertvoll
III = Mittlerer Wert
IV = Geringer Wert
V = Ohne Wert

Auch wurde die Quelle eingeschätzt:

06 = QUE (Zuverlässigkeit der Quelle)
A Zuverlässig
B Vertrauenswürdig
C Nicht überprüft
D Fragwürdig
E Doppelagent

Gruß Kalubke.



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zuletzt bearbeitet 23.02.2015 13:12 | nach oben springen

#67

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 13:20
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #59

[...]
Das Frühjahr 1990 ging einher mit zahlreichen Umbrüchen.
Die Sicherheit des IM hatte absoluten Vorrang.
[...]



Dieses Wunderwerk der Kommunikationstechnik von M (JO-4.03). wird wahrscheinlich heute irgendwo auf dem Grund eines Tümpels vor sich hin gammeln. Damit hätte man einem Hobby-Astronomen damals sicher die größte Freude machen können.

Gruß Kalubke



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.02.2015 13:22 | nach oben springen

#68

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 13:30
von Stuelpner | 170 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #67

Dieses Wunderwerk der Kommunikationstechnik von M (JO-4.03). wird wahrscheinlich heute irgendwo auf dem Grund eines Tümpels vor sich hin gammeln. Damit hätte man einem Hobby-Astronomen damals sicher die größte Freude machen können.
Gruß Kalubke



Hallo,
die JO-4.03 sind heute ein begehrtes Objekt bei Funkamateuren, weniger bei Astronomen. Original oder mit Modifikationen lassen sich Sprache und Daten über große Entfernungen übertragen. Siehe z.B. http://www.db6nt.de/laser.html.

Gruß Stuelpner


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#69

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 13:33
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #66
Zitat von IM Kressin im Beitrag #62
Ich zitiere aus dem Zeitungsartikel:

Er verkaufte seinem Führungsoffizier „Waldi“ eine stillgelegte Fabrik als geheime Waffenschmiede.

„Waldi“ hätte alles gefressen.

Wie zum Beispiel wurde die Wertigkeit der vom IM getroffenen Feststellungen hinterfragt bzw. untersucht?



Die Auswerter werden die Infos sicherlich mit Nachrichten aus anderen Quellen abgeglichen haben. Ob der FO "Waldi" dann direktes feedback von diesen Auswertungen bekam ist natürlich die Frage.

Gruß Kalubke.


Es war im Normalfall nicht üblich das der IM ein direktes feedback bekam.
Er konnte den Wert seiner Aufklärungsergebnisse eher erahnen wenn auf eine Intensivierung bei gewissen Erkenntnissen und Meldungen hingewiesen wurde.

seaman


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zuletzt bearbeitet 23.02.2015 13:39 | nach oben springen

#70

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 14:23
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #69
Zitat von Kalubke im Beitrag #66
Zitat von IM Kressin im Beitrag #62
Ich zitiere aus dem Zeitungsartikel:

Er verkaufte seinem Führungsoffizier „Waldi“ eine stillgelegte Fabrik als geheime Waffenschmiede.

„Waldi“ hätte alles gefressen.

Wie zum Beispiel wurde die Wertigkeit der vom IM getroffenen Feststellungen hinterfragt bzw. untersucht?



Die Auswerter werden die Infos sicherlich mit Nachrichten aus anderen Quellen abgeglichen haben. Ob der FO "Waldi" dann direktes feedback von diesen Auswertungen bekam ist natürlich die Frage.

Gruß Kalubke.


Es war im Normalfall nicht üblich das der IM ein direktes feedback bekam.
Er konnte den Wert seiner Aufklärungsergebnisse eher erahnen wenn auf eine Intensivierung bei gewissen Erkenntnissen und Meldungen hingewiesen wurde.

seaman


Wenn dieser Zeitungs-IM seinem "Waldi" wissentlich eine stillgelegte Fabrik als Waffenschmiede verkauft hat, wird spätestens bei der Auswertung herausgekommen sein, dass der IM "ein wenig" übertreibt. Dann musste "Waldi" nur noch rauskriegen, warum sein IM solch einen Mist erzählt.

Ich glaube, dass die Auswertung der durch IM gesammelten Imformationen eine der Stärken des MfS gewesen ist. Schaut man sich die Struktur der Firma an sieht man, dass auf jeder Leitungsebene eine Auswertungs-DE angesiedelt war - von der KD bis hoch zur Minister-Ebene. Dadurch war eben sichergestellt, dass wichtige Informationen nicht verloren gehen konnten.

Der IM hat von der Auswertung im Normalfall natürlich nix mitbekommen und im Rahmen der Überprüfung der Ehrlichkeit des IM war es durchaus üblich, ihn mit der Beschaffung von Informationen zu beauftragen, die bereits zuverlässig vorlagen. Der Firma die Taschen vollhauen war also nicht soo einfach.



andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#71

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 14:33
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von Stuelpner im Beitrag #68
Zitat von Kalubke im Beitrag #67

Dieses Wunderwerk der Kommunikationstechnik von M (JO-4.03). wird wahrscheinlich heute irgendwo auf dem Grund eines Tümpels vor sich hin gammeln. Damit hätte man einem Hobby-Astronomen damals sicher die größte Freude machen können.
Gruß Kalubke



Hallo,
die JO-4.03 sind heute ein begehrtes Objekt bei Funkamateuren, weniger bei Astronomen. Original oder mit Modifikationen lassen sich Sprache und Daten über große Entfernungen übertragen. Siehe z.B. http://www.db6nt.de/laser.html.

Gruß Stuelpner


Im diesem Zusammenhang hatte ich mich auch schon gefragt, warum einfaches Infrarotlicht benutzt wurde und nicht z.B. ein IR-Laser. Der wäre doch bestimmt weniger anfällig gewesen für Nebel und schlechte Sicht. Wäre ein IR-Laser u.U. unerwünschterweise leichter zu orten gewesen? Auf der von @Stuelpner verlinkten Seite gibt es einen weiteren Link zur Seite www.lichtsprechen.de mit aufschlussreichen Details.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 23.02.2015 14:49 | nach oben springen

#72

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 17:36
von Stuelpner | 170 Beiträge

Die Lasertechnik war damals noch nicht soweit...


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#73

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 17:37
von damals wars | 12.204 Beiträge

http://runde-ecke-leipzig.de/sammlung/index.php?inv=11279/3

Über diesen extrem abhörsicheren und kaum zu entdeckenden Kontakt konnte dann ganz normal "telefoniert" werden. Die Kommunikation gelang über eine Entfernung von 3 Km, sofern eine Sichtweite von 5 Km gegeben war


Sind Laser nicht sichtbar?
Damals tanzten am Berliner Himmel öfter Lasershows, sah aus wie Flakscheinwerfer.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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zuletzt bearbeitet 23.02.2015 17:39 | nach oben springen

#74

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 18:23
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Gesehen werden können nur Laser mit Wellenlängen, die mit dem menschlichen Auge wahrnehmbar sind. Infrarot liegt außerhalb dieses Bereiches.

Gruß Kalubke



damals wars und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#75

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 19:39
von IM Kressin | 918 Beiträge

Zitat Zeitungsartikel:

Auch der Beginn seiner langen Spionagekarriere kam zur Sprache.
Die Stasi habe ihm gedroht, seine Verwandten könnten Schwierigkeiten
bekommen.

Als 20jähriger habe er sich dann als Spion verdungen.
„Aus Angst“

Zitat Ende.

Ich halte die vom IM vor Gericht getätigte Äußerung, er habe aus Angst um seine Verwandten für das MfS gearbeitet, für eine Schutzbehauptung. Er erhielt für einen Zeitraum von 18 Jahren ein durchschnittliches, monatliches Salair von 384,25 DM.

Ich gehe davon aus, daß er aus Überzeugung agierte und das Honorar, gemäß seiner Schilderung „für die Haushaltskasse“ nicht unwillkommen war.

Der Zeitabschnitt der Tätigkeit von 18 Jahren als Abschöpf-IM spricht für Zuverlässigkeit, ebenso für eine Zufriedenheit der Arbeitsergebnisse.

Ich denke daher, daß „Angst“ nicht der Beweggrund für eine Zusammenarbeit mit dem MfS war.


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#76

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 20:25
von Alfred | 6.854 Beiträge

Hallo,

mit rund 400,00 DM / im Monat konnte man wohl mehr die Auslagen ausgleichen.

Da bot man nach 1990 mit rund 3.000 per Monat den Führungsoffizieren der DDR mehr Geld, wenn sie "auspacken".


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#77

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 20:31
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #75
Zitat Zeitungsartikel:

Auch der Beginn seiner langen Spionagekarriere kam zur Sprache.
Die Stasi habe ihm gedroht, seine Verwandten könnten Schwierigkeiten
bekommen.

Als 20jähriger habe er sich dann als Spion verdungen.
„Aus Angst“

Zitat Ende.

Ich halte die vom IM vor Gericht getätigte Äußerung, er habe aus Angst um seine Verwandten für das MfS gearbeitet, für eine Schutzbehauptung. Er erhielt für einen Zeitraum von 18 Jahren ein durchschnittliches, monatliches Salair von 384,25 DM.

Ich gehe davon aus, daß er aus Überzeugung agierte und das Honorar, gemäß seiner Schilderung „für die Haushaltskasse“ nicht unwillkommen war.

Der Zeitabschnitt der Tätigkeit von 18 Jahren als Abschöpf-IM spricht für Zuverlässigkeit, ebenso für eine Zufriedenheit der Arbeitsergebnisse.

Ich denke daher, daß „Angst“ nicht der Beweggrund für eine Zusammenarbeit mit dem MfS war.


Diese Zeitungsartikel kann man normalerweise in die Tonne treten.
Es schreiben Leute,die mit solchen Artikeln Geld verdienen müssen.Würde gerne noch erfahren wie sich die Summe von 384,25 DM zusammensetzt.

seaman-der erfahren hat,wieviel Müll man im finanziellen Bereich herbei fabulierte.
Streitwert vor Gericht genannt.....


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#78

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 20:34
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #75
Zitat Zeitungsartikel:

Auch der Beginn seiner langen Spionagekarriere kam zur Sprache.
Die Stasi habe ihm gedroht, seine Verwandten könnten Schwierigkeiten
bekommen.

Als 20jähriger habe er sich dann als Spion verdungen.
„Aus Angst“

Zitat Ende.

Ich halte die vom IM vor Gericht getätigte Äußerung, er habe aus Angst um seine Verwandten für das MfS gearbeitet, für eine Schutzbehauptung. Er erhielt für einen Zeitraum von 18 Jahren ein durchschnittliches, monatliches Salair von 384,25 DM.

Ich gehe davon aus, daß er aus Überzeugung agierte und das Honorar, gemäß seiner Schilderung „für die Haushaltskasse“ nicht unwillkommen war.

Der Zeitabschnitt der Tätigkeit von 18 Jahren als Abschöpf-IM spricht für Zuverlässigkeit, ebenso für eine Zufriedenheit der Arbeitsergebnisse.

Ich denke daher, daß „Angst“ nicht der Beweggrund für eine Zusammenarbeit mit dem MfS war.


Nein, Angst war in derTat keine Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem IM im OG und ich halte es eher für einen Teil der Verteidigungsstrategie.
Natürlich kann man Angst vor der Stasi-Krake immer glaubhaft behaupten und vielleicht hat er ja auch einen milden Richter gefunden.



andy


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#79

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 20:36
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #77
Zitat von IM Kressin im Beitrag #75
Zitat Zeitungsartikel:

Auch der Beginn seiner langen Spionagekarriere kam zur Sprache.
Die Stasi habe ihm gedroht, seine Verwandten könnten Schwierigkeiten
bekommen.

Als 20jähriger habe er sich dann als Spion verdungen.
„Aus Angst“

Zitat Ende.

Ich halte die vom IM vor Gericht getätigte Äußerung, er habe aus Angst um seine Verwandten für das MfS gearbeitet, für eine Schutzbehauptung. Er erhielt für einen Zeitraum von 18 Jahren ein durchschnittliches, monatliches Salair von 384,25 DM.

Ich gehe davon aus, daß er aus Überzeugung agierte und das Honorar, gemäß seiner Schilderung „für die Haushaltskasse“ nicht unwillkommen war.

Der Zeitabschnitt der Tätigkeit von 18 Jahren als Abschöpf-IM spricht für Zuverlässigkeit, ebenso für eine Zufriedenheit der Arbeitsergebnisse.

Ich denke daher, daß „Angst“ nicht der Beweggrund für eine Zusammenarbeit mit dem MfS war.


Diese Zeitungsartikel kann man normalerweise in die Tonne treten.
Es schreiben Leute,die mit solchen Artikeln Geld verdienen müssen.Würde gerne noch erfahren wie sich die Summe von 384,25 DM zusammensetzt.

seaman-der erfahren hat,wieviel Müll man im finanziellen Bereich herbei fabulierte.
Streitwert vor Gericht genannt.....



Man hat sicher den Gesamtbetrag genommen und dann durch die Zeit der Zusammenarbeit dividiert oder grob geschätzt.


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#80

RE: Einsatz von Angehörigen des MfS in Uniform der Grenztruppen, Grenzaufklärer und Zivilisten im Grenzbezirk zur DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2015 20:49
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #79
Zitat von seaman im Beitrag #77
Zitat von IM Kressin im Beitrag #75
Zitat Zeitungsartikel:

Auch der Beginn seiner langen Spionagekarriere kam zur Sprache.
Die Stasi habe ihm gedroht, seine Verwandten könnten Schwierigkeiten
bekommen.

Als 20jähriger habe er sich dann als Spion verdungen.
„Aus Angst“

Zitat Ende.

Ich halte die vom IM vor Gericht getätigte Äußerung, er habe aus Angst um seine Verwandten für das MfS gearbeitet, für eine Schutzbehauptung. Er erhielt für einen Zeitraum von 18 Jahren ein durchschnittliches, monatliches Salair von 384,25 DM.

Ich gehe davon aus, daß er aus Überzeugung agierte und das Honorar, gemäß seiner Schilderung „für die Haushaltskasse“ nicht unwillkommen war.

Der Zeitabschnitt der Tätigkeit von 18 Jahren als Abschöpf-IM spricht für Zuverlässigkeit, ebenso für eine Zufriedenheit der Arbeitsergebnisse.

Ich denke daher, daß „Angst“ nicht der Beweggrund für eine Zusammenarbeit mit dem MfS war.


Diese Zeitungsartikel kann man normalerweise in die Tonne treten.
Es schreiben Leute,die mit solchen Artikeln Geld verdienen müssen.Würde gerne noch erfahren wie sich die Summe von 384,25 DM zusammensetzt.

seaman-der erfahren hat,wieviel Müll man im finanziellen Bereich herbei fabulierte.
Streitwert vor Gericht genannt.....



Man hat sicher den Gesamtbetrag genommen und dann durch die Zeit der Zusammenarbeit dividiert oder grob geschätzt.


Na ja,
hätte meine Besoldung/DDR auch beim Finanzamt der BRD anmelden sollen/müssen...
Nun war ich ein Steuerhinterzieher.Mahngebühren,Säumniszuschläge....
So ist das,wenn sich alles über Mammon identifiziert.

seaman.


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