#41

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 09:20
von werner | 1.591 Beiträge

Viel Legende, wenig Wahres.

@Felix 84 /87 , in welchem Kommando warst Du?


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#42

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 10:40
von Felix 84 /87 | 10 Beiträge

Ich war 5.Kompanie 2.Battalion in Adlershof von 84 bis 87.



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#43

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 11:03
von Beethoven | 137 Beiträge

Was ist denn "Kampftauchen"?

Eine Scharfschützenkompanie gab es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Ich war zwar nicht im FED aber das kann ich mir nicht vorstellen.

Was es durchaus gegeben haben mag, so war es in unserem TT, dass in Form eines Lehrganges im Jahr, die ausgewählten Soldaten über eine gewisse Zeit zusammen gefasst wurden und eine Grundbesohlung in den Taktiken des Schießens, der äußeren und inner Ballistik bekamen, also die Grundlagen gelegt wurden. Dann wird es im Monat drei, vier Tage gegeben haben, wo diese Jungs aus den Einheiten, gemeinsam weiter ausgebildet wurden. So könnte ich mir das vorstellen. Es mag im FED auch anders gewesen sein.

Gruß


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#44

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 13:49
von der 39. | 522 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #41
Viel Legende, wenig Wahres.

@Felix 84 /87 , in welchem Kommando warst Du?

Lies mal im Thema: "Gab es Scharfschützen bei den GT?", die # 502 und # 503, da habe ich etwas dazu geschrieben.
Der 39.


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#45

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 14:33
von damals wars | 12.213 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #43
Was ist denn "Kampftauchen"?

Eine Scharfschützenkompanie gab es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Ich war zwar nicht im FED aber das kann ich mir nicht vorstellen.

Was es durchaus gegeben haben mag, so war es in unserem TT, dass in Form eines Lehrganges im Jahr, die ausgewählten Soldaten über eine gewisse Zeit zusammen gefasst wurden und eine Grundbesohlung in den Taktiken des Schießens, der äußeren und inner Ballistik bekamen, also die Grundlagen gelegt wurden. Dann wird es im Monat drei, vier Tage gegeben haben, wo diese Jungs aus den Einheiten, gemeinsam weiter ausgebildet wurden. So könnte ich mir das vorstellen. Es mag im FED auch anders gewesen sein.

Gruß

Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Wachregime...ausr.C3.BCstung
Zitat: " Bewaffnung
AK-74
RPG-7
SPW 70

Das Wachregiment war mit Schützenwaffen (Pistole Makarow, Walther PP, Kalaschnikow AK-47(DDR-Produktion KMS-72), AK-74, LMG, RPG-7) bis hin zu leichten Schützenpanzerwagen (SPW 60 PB, SPW 70, PSH) ausgestattet.

Im Kommando 3 (stationiert am Truppenübungsplatz Teupitz – TÜT) gab es außerdem ein Bataillon mit Sonderbewaffnung. Es bestand aus einer Kompanie (1987 in eine Schützenkompanie umformiert), die mit dem rückstoßfreien schweren Panzer-Abwehr-Geschütz SPG-9 bewaffnet war, einer mit schweren Maschinengewehren ausgerüsteten Kompanie, 31. MSK mit 2 Zügen SMG und einem Scharfschützenzug,


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Felix 84 /87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#46

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 17:21
von Felix 84 /87 | 10 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #43
Was ist denn "Kampftauchen"?

Eine Scharfschützenkompanie gab es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Ich war zwar nicht im FED aber das kann ich mir nicht vorstellen.

Was es durchaus gegeben haben mag, so war es in unserem TT, dass in Form eines Lehrganges im Jahr, die ausgewählten Soldaten über eine gewisse Zeit zusammen gefasst wurden und eine Grundbesohlung in den Taktiken des Schießens, der äußeren und inner Ballistik bekamen, also die Grundlagen gelegt wurden. Dann wird es im Monat drei, vier Tage gegeben haben, wo diese Jungs aus den Einheiten, gemeinsam weiter ausgebildet wurden. So könnte ich mir das vorstellen. Es mag im FED auch anders gewesen sein.

Gruß

Kampftaucher oder Kampfschwimmer nenn sie wie du willst , und SS Kompanie bzw Zug gab es ! Ich war dabei ,bzw sollte dahin! Die Grenztruppen bestanden doch auch nicht nur aus Kochkompanien



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#47

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 17:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat @Felix 84 /87

Kampftaucher oder Kampfschwimmer nenn sie wie du willst , und SS Kompanie bzw Zug gab es ! Ich war dabei ,bzw sollte dahin! Die Grenztruppen bestanden doch auch nicht nur aus Kochkompanien[/quote]

Hassde was nich verstanden?
Ich behaupte ebenfalls das es bei den Felixen nie eine SS Kompanie oder Zug gab.
Möchtest Du behaupten das Ihr eine Einheit der SS hattet?
Gerd


zuletzt bearbeitet 04.03.2016 18:30 | nach oben springen

#48

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 18:05
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Felix 84 /87 im Beitrag #42
Ich war 5.Kompanie 2.Battalion in Adlershof von 84 bis 87.



Das habe ich bereits in Deiner Vorstellung gelesen, meine Frage war nach dem Kommando.

Wenn Du zu den Spezialisten gehen wolltest, solltest Du auch die richtigen Begrifflichkeiten kennen. Diese hießen Aufklärer.
Auch wenn es bei den Aufklärern eine Sprungausbildung hatten, waren es dennoch keine FJ. Es gab dort auch eine Tauchausbildung, sie waren dennoch keine "Kampfschwimmer" - Kampftaucher gab es nirgends, auch bei der NVA hießen die Kampfschwimmer. Bei den Aufklärern bekam man auch eine Scharfschützenausbildung - der eine intensiver, der andere nicht so intensiv -, manche auch eine Sprengausbildung - der eine intensiver, der andere nicht so intensiv usw. usf. .

@Beethoven liegt mit seiner Annahme schon richtig:
Eine Scharfschützenkompanie gab es nicht.
Die Abkürzung SS- xxxx gab es nicht in Verbindung mit Einheitsbezeichnungen. So viel Zeit sollte sein.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#49

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 19:03
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #45
[. . . . .

Im Kommando 3 (stationiert am Truppenübungsplatz Teupitz – TÜT) gab es außerdem ein Bataillon mit Sonderbewaffnung. Es bestand aus einer Kompanie (1987 in eine Schützenkompanie umformiert), die mit dem rückstoßfreien schweren Panzer-Abwehr-Geschütz SPG-9 bewaffnet war, einer mit schweren Maschinengewehren ausgerüsteten Kompanie, 31. MSK mit 2 Zügen SMG und einem Scharfschützenzug,


Das kann man in der absoluten Aussage nicht stehen lassen. Dazu gehört immer auch eine Jahreszahl.

Das WR unterlag ständiger Umstrukturierung und Umbezeichnung der Einheiten. Die AK wurden irgendwann zu MSK und die 2.AK z.B. wurde irgendwann ins Kdo.5 und dann später unter neuer Bezeichnung ins Kdo. 4 strukturiert.

Blöderweise gibt es dazu außer den Erinnerungen der Beteiligten kaum was Dokumentiertes. Dass, was da nach 1990 zur Struktur des MfS im Juni 1989 veröffentlicht wurde, ist auch unvollständig und punktuell falsch. Die Beamtenhistoriker stehen also vor demselben Problem, nur dass die keine Veranlassung sehen, Hinweisen nachzugehen- im Angesicht ihrer bevorstehenden Pensionierung.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#50

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2016 21:50
von Gelöschtes Mitglied
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Hubert Du schwörst wohl auf Wikipedia?

Oder Du liest nicht genau so das Du in dem Link aus #45 nicht bemerkt hast.
Gerd


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#51

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.03.2016 09:05
von Beethoven | 137 Beiträge

"Scharfschütze / Präzisionsschütze" sind eigentlich nur Worte.

Was soll eigentlich "Scharfschütze" bedeuten? Scharf schießen kann jeder, der eine gebrauchsfähige Waffe hat und diese abfeuert. "Präzisionsschütze" trifft die Aufgabe dieses Soldaten / Polizisten oder was auch immer, meiner Meinung nach schon eher.

Wenn ich alle jene User unterschiedlicher Foren zusammen zähle, die von sich behaupten "Scharfschütze" gewesen zu sein, komme ich immer wieder ins staunen, weil eben eigentlich seit Anfang der 70-er Jahre, keine reguläre Schafschützenausbildung, bis auf zwei mir bekannte Einheiten (9-e Kompanien der VP und Fallschirmjäger der NVA) durchgeführt wurde. Dabei muss ich die Jungs vom MfS ausschließen denn davon weiß ich ehrlich gesagt gar nichts. Sie hielten sich sehr bedeckt und das ist auch gut so.

Nun gut. Nach einer kurzen Einweisung in die Optik einer entsprechenden Langwaffe, konnte eigentlich jeder leidlich gute Schütze, das jeweilige SSG abfeuern und durchaus auch treffen. Der Scharfschütze / Präzisionsschütze zeichnet sich durch eine Masse mehr an Können aus, als auf 400 m auf ein fest stehendes Ziel zu schießen und zu treffen. Das kann man nämlich mit jeder ordentliche AK auch.
Ich möchte da nur mal auf die 3. Kontrollübung mit Mpi verweisen, wo als letzte Zielgruppe zwei laufende Schützen auf 550 bis 600 m bekämpft werden mußten. Ein Treffer war ausreichend. Bis dahin sollte man wenigstens noch 8 Patronen im Magazin haben.

Gruß

Angefügte Bilder:
3-SÜ-KÜ.JPG

Fritze, 94 und Mike59 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.03.2016 09:19 | nach oben springen

#52

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.03.2016 09:34
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #51
"Scharfschütze / Präzisionsschütze" sind eigentlich nur Worte.

Was soll eigentlich "Scharfschütze" bedeuten? Scharf schießen kann jeder, der eine gebrauchsfähige Waffe hat und diese abfeuert. "Präzisionsschütze" trifft die Aufgabe dieses Soldaten / Polizisten oder was auch immer, meiner Meinung nach schon eher.

Wenn ich alle jene User unterschiedlicher Foren zusammen zähle, die von sich behaupten "Scharfschütze" gewesen zu sein, komme ich immer wieder ins staunen,
weil eben eigentlich seit Anfang der 70-er Jahre, keine reguläre Schafschützenausbildung, bis auf zwei mir bekannte Einheiten (9-e Kompanien der VP und Fallschirmjäger der NVA) durchgeführt wurde. Dabei muss ich die Jungs vom MfS ausschließen denn davon weiß ich ehrlich gesagt gar nichts. Sie hielten sich sehr bedeckt und das ist auch gut so.

Nun gut. Nach einer kurzen Einweisung in die Optik einer entsprechenden Langwaffe, konnte eigentlich jeder leidlich gute Schütze, das jeweilige SSG abfeuern und durchaus auch treffen. Der Scharfschütze / Präzisionsschütze zeichnet sich durch eine Masse mehr an Können aus, als auf 400 m auf ein fest stehendes Ziel zu schießen und zu treffen. Das kann man nämlich mit jeder ordentliche AK auch.
Ich möchte da nur mal auf die 3. Kontrollübung mit Mpi verweisen, wo als letzte Zielgruppe zwei laufende Schützen auf 550 bis 600 m bekämpft werden mußten. Ein Treffer war ausreichend. Bis dahin sollte man wenigstens noch 8 Patronen im Magazin haben.

Gruß


Grün: Stimmt. nicht jeder, der mit einem Gewehr mit Zielfernrohr schießt, ist ein Scharfschütze. Dann wäre ich auch einer (s. Foto, auch wenn es "nur" Kaliber 22 lfb ist). Wer ohne optische Visierung ein gutes Trefferbild hat (mögl. eng zusammenliegende Löcher), schießt auch mit ZF gut. Das heißt nämlich, er kann die Waffe ruhig halten. Wenn alle Treffer statt im Schwarzen irgendwo rechts oben liegen, aber eng zusammen, ist der Schütze nicht schlecht, sondern begeht nur einen Zielfehler oder die Visierung ist falsch eingestellt.
Mit der AK 47 stehende 400 m-Mannscheiben kann ein halbwegs guter Schütze. Ich schrieb es schon mal. KG-Gruppengefechtsschießen. Mich an andere Gruppen verborgt (wegen des Gesamtergebnisses des Zuges), ein paar Mumpeln zusätzlich und die 400er Scheiben waren meine. Einzelfeuer, obwohl Dauerfeuer befohlen war. Zur Beruhigung der Genossen auf dem Turm mal drei hintereinander rausgelassen, dann wieder auf Einzelfeuer gestellt.
Nun bin ich alt und wenn ich mich mit den Schützen vergleiche, gegen die ich bei Vereins- und Kreisausscheiden antrete, bin ich nur noch Mittelmaß. Die Augen machen es nicht mehr so (Lesebrille), aebr es macht trotzdem Spaß. Den anderen Senioren in den Vereinen geht es ja ebenso.




Ach ja, Zusatz: Dann müßte jeder Jäger auch ein Scharfschütze sein, denn die schießen zumeist mit Zielfernrohr, damit sie der Sau nicht nur in den Arsch schießen, sondern dorthin, wo es sofort tödlich ist. Eine gute Patrone kostet etwa 2,- € und der angeschossenen Sau hinterherlaufen ist auch nicht so gut.



zuletzt bearbeitet 05.03.2016 10:16 | nach oben springen

#53

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.03.2016 10:03
von Beethoven | 137 Beiträge

Richtig. Und Zielfehler die permanent sind und man dem Schützen, aus welchem Grund auch immer, nicht austreiben kann, kann man am Personen gebundenen ZF einstellen oder aber, ohne ZF, muss der Schütze begreifen, dass er seinen Haltepunkt entsprechend verändert.

Eine der ersten Dinge, die wir unseren Soldaten immer beigebracht haben (egal ob Mpi, Pistole oder andere Handfeuerwaffe) war, dass sie nicht durchreißen. Also das Ziel so lange im Auge behalten und anvisieren, bis sich der Schuss gelöst hat und der Knall vorbei ist. Denn danach ist der Schuss raus und der Schütze kann von mir aus so viel mit den Augen zwinkern wie er will. Und Du wirst lachen. Haben die Jungs das erstmal begriffen und machen es so, erreichen sogar Schlumpschützen, einigermaßen gute Trefferergebnisse.
Danach kamen dann erst Atemtechnik und all solche Feinheiten.

Gruß


DoreHolm und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.03.2016 15:59
von UvD815 | 619 Beiträge

1986 machten wir in Eisenach vom GAR 11 ein Vergleichsschiessen mit Zoll und PKE in Eisenach / Katzenaue - Schießplatz GST.
Neben der KK MPI 69 hatte man auch ein Suhler KK Gewehr, glaube Modell 500 ???
Ein PKE Angehöriger sagte, dass diese KK Gewehre ja ähnlich sind, wie die Gewehre, welche auch in der Waffenkammer ihrer Einheit sind.
( glaube die PKE Leute waren GÜSt Wartha)...
Ob sie damals schon das SSG 82 gemeint haben ???


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#55

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.03.2016 19:18
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #54
1986 machten wir in Eisenach vom GAR 11 ein Vergleichsschiessen mit Zoll und PKE in Eisenach / Katzenaue - Schießplatz GST.
Neben der KK MPI 69 hatte man auch ein Suhler KK Gewehr, glaube Modell 500 ???
Ein PKE Angehöriger sagte, dass diese KK Gewehre ja ähnlich sind, wie die Gewehre, welche auch in der Waffenkammer ihrer Einheit sind.
( glaube die PKE Leute waren GÜSt Wartha)...
Ob sie damals schon das SSG 82 gemeint haben ???




Dieses SSG 82 war kein Bestandteil der Waffenkammer der PKE auf der Güst Marienborn / A.


passport


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#56

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.03.2016 22:34
von der 39. | 522 Beiträge

Jeder, er gut schießen kann, ist ein Scharfschütze, das kann ich hier nicht so stehen lassen. Habe mich im Thema: "Gab es Scharfschützen bei den Grenztruppen" dazu geäußert und habe selbst Scharfschützen ausgebildet Anfang der 60er. Ein Scharfschütze muss neben dem guten Auge und der ruhigen Hand schon noch ein paar Eigenschaften mehr mitbringen. Gute Beobachtungsgabe, hohe Geduld und Ausdauer, er muss sich perfekt tarnen können, über Stunden in seiner Stellung ausharren können und die Techniken der Nahrungsaufnahme und der Notdurft beherrschen, ohne seine Tarnung aufzugeben. Er muss seine Waffe und vor allem die Zieloptik voll beherrschen. Bei der Abschlussübung ist das Ziel erst nach mehren Stunden aufgetaucht.
Der Sinn von Scharfschützen an der Grenze hat sich mir nicht erschlossen, Befehl ist eben Befehl, war ja manchmal auch eine gute Seite des Soldatenlebens. Die Waffen wurden paarweise auf die Kompanien in der Linie aufgeteilt, standen dort ungenutzt herum und verschwanden eines Tages wieder
Aber wer gut schießt, ist ein Scharfschütze, das ist falsch.
Der 39.


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#57

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.03.2016 22:34
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #54
1986 machten wir in Eisenach vom GAR 11 ein Vergleichsschiessen mit Zoll und PKE in Eisenach... hatte man auch ein Suhler KK Gewehr, glaube Modell 500 ???
...


Es gab eine Luftgewehrserie Haehnel 550 als Oberspanner (MLG 550 Spannhebel oben auf der Hülse ähnlich einem Repetierer), Seitenspanner und Knicker alle für Diabolo. Den Oberspanner kenne ich von der AG Schießen in Glöwen her. Diese Waffen waren dort im Bestand. Als Luftgewehre für außerdienstliches Schießen und ausgerüstet mit Diopter. Der Schaft des 550, egal welcher Variante sieht dem des SSG-82 auf den Bildern tatsächlich sehr ähnlich.
Die KK-Variante hieß anders, SG 150 oder so. Die kenne ich aber nur vom Sportverein her.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 07.03.2016 22:40 | nach oben springen

#58

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.03.2016 23:45
von UvD815 | 619 Beiträge

Habe nochmal bei Google geschaut, es war das Suhler KK Gewehr Modell 150 , nicht wie o.g. 500.

Anbei das Bild.... sieht doch dem SSG 82 sehr ähnlich

Angefügte Bilder:
Suhl.jpg

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#59

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.11.2016 22:46
von LilSol | 9 Beiträge

Vielen Dank UVD815, zurück zum
Thema.

Dein angeführtes Bild zeigt den kleinen Bruder des SSG-82, das Modell 150 welches natürlich auch im VEB Fajas gebaut wurde. Viele Teile davon wurden verwendet bei der Entwicklung.
Ich denke es gibt hier keine neuen Erkenntnise bezüglich des Gewehres!


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: Scharfschützengewehr des MfS - SSG-82

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.11.2016 23:17
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von LilSol im Beitrag #59
Vielen Dank UVD815, zurück zum
Thema.

Dein angeführtes Bild zeigt den kleinen Bruder des SSG-82, das Modell 150 welches natürlich auch im VEB Fajas gebaut wurde. Viele Teile davon wurden verwendet bei der Entwicklung.
Ich denke es gibt hier keine neuen Erkenntnise bezüglich des Gewehres!


Dürfte identisch sein, zumindest von der äußeren Darstellung her, mit der SIMSON 150. Ist sehr genau. Kürzlich habe ich 12 verschiedene Munitionsfabrikate im Kaliber 22 lfb getestet. Eingeschossen mit ZF 5 x 24 mit einer bestimmten guten Munition (Federal HV) auf die 10 und ZF darauf eingestellt. Die anderen 11 Fabrikate mit der gleichen Einstellung immer auf Zielmitte. Die Abweichungen und die Streuung sind beachtlich. Drei oder vier Fabrikate erwiesen sich in der Trefferrdichte als gut. Das beste im Durchmesser von 12 mm bei 5 Schuss. Geschossen auf 50 m und auf die alten LG-Scheiben noch aus DDR-Zeit, die ich nebeneinander auf eine große Pappe geklebt hatte. Hier mal drei Fotos von der Testmunition und zwei der besten Fabrikate. Mit diesem Fabrikat und diesem ZF auf meiner 150 hatte ich kürzlich beim Vereinsausscheid auf 100 m 298 Ringe von 300 Möglichen. Ich glaube aber nicht, daß ich dieses Ergebnis so schnell noch mal erreiche. Die Waffe wurde in den 70ern gebaut und als Güteklasse 1 in den Westen exportiert. Heute ist sie wieder im Osten gelandet, nicht weit weg vom Produktionsstandort.



der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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