#21

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 10:31
von damals wars | 12.198 Beiträge

Eine Sonderstaatsanwaltschaft?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#22

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 10:49
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #17
Seit nunmehr 25 Jahren,hört ,man überwiegend aus West CSU-CDU u. natürlich auch anderen Kreisen, wenn es um die Kenntnisse DDR geht, nur Stasi, Mauer, Stacheldraht, Bautzen, Gab es alles, nur eben noch viel mehr,was gern verschwiegen wird,billige Grundnahrungsmittel, kostenloses Gesundheitswesen, kostenlose Bildung für alle, Preiswerte Kinderferienlager und ein FDGB Feriendienst, den sich jeder leisten konnte,kostenlose Rundfunkgebühren für Rentner, S- Bahn für 20 Pfennig usw,usw.Wenn auch der Feriendienst kein 5 Sterne Niveau hatte und auch nicht jeder in den Genuß kam,vielen hat er schöne Urlaubstage bereitet.Nicht zu verghessen, die vielen Betriebsferienheime.Das hatte natürlich seinen Preis beim Lebensstandart mit vielen Konsumgütern.Ich denke mal viele ältere, die heut mit wenig Rente dasitzen, würden ein kostenloses Gesundheitswesen statt 30 Sorten Joghurt,oder anderen überflüssigen Tand, vorziehen.Wir hatten zwar kein Überangebot an Obst und Gemüsem aber was da war, war gesund.Es geht ja nicht um Verklärung, sondern um Objektivität, und nicht nur einseitige Betrachtung.Das unsere Wirtschaft nicht so funktionierte, hatte wie schon oft dargelegt, objektive und natürlich viele Subjektive Ursachen.Eine davon war, daß immer wieder unfähige hauptamtliche Parteiarbeiter den ök.Kurs bestimmten und durch Falschmeldungen ein falsches Bild zeichneten.Es gab ja auch die dem entgegenstehende Berichterstattung des MfS,die von E.H. nicht ernst genommen wurde.Hier hat das MfS viel geleistet, aber letztentlich aber Wirkung Null. Mir ist nicht klar, warum man dann immer dem MfS die Schuld an allem gibt. Das MfS hatte eine Informationspflicht, die es gewissenhaft wahrgenommen hat. Es hatte nicht die Macht Parteientscheidungen zu revidieren.Inb m,einer praktischen Tätigkeit bin ich sehr oft mit hauptamtlichen Parteiarbeitern zusammengeraten . Der Kommentar, die Partei führt. Auch habe ich oft spüren müssen wie sich ein 1. Sekretär der SED KL angemaßt hat, in bestehende Weisungen des MfS oder der VP hineinzureden.Mit den Worten, als Vorsitzender der KEL entscheide ich... Das war Amtsanmaßung, denn die KEL war ein Führungsorgan für den Verteidigungszustand.Was will ich damit sagen,wenn schon Aufarbeitung von Unrecht, dann sollte man untersuchen, wer waren die, die der Entwicklung eine falsche Richtig gaben und nicht nur die, die diese Richtung durchzusetzen hatten, und es manchmal nicht immer mit Überzeugung taten.Und immer beachten, die Abhängigkeit zuir SU, die Nitschewo gesagt hat. Mir geht dabei die Äußerung eines Westjuonalisten nicht aus dem Kopf, der sagte, bei genauer Betrachtung hat man die falschen geprügelt.Was ich immer bemängelt habe,jeder vom Politbüro hatte die Macht, sich objektiv von dem Geschehen in der DDR zu informieren.Sie hätten unangemeldet zu jeder Zeit, jeden Betrieb aufsuchen können, um sich vor Ort ein Bild zu machen.Aber es war nicht gewollt.Und ein überzogenes Sicherheitbedürfnis spielte eine nicht geringe Rolle dabei.Natürlich durfte die gewachsene internat. Terrorgefahr nicht übersehen werden.Aber eine 100% tige Garantie gibt es nicht.Jeder von uns bei den Sicherheitsorganen hatte ein bestimmtes Berufsrisiko. Wenn Besuche angekündigt waren, wurde vorher alles glatt gemacht, unliebsame Personen bekamen Urlaub,ausgesuchte Personen mit Verpflichtungen wurden in die 1. Reihe gestellt es sollte immer nur Friede, Freude, Eierkuchen sein.Damit nahm die fatale Entwicklung ihren Lauf.Ich mußte mehrmals in Objekte gehen, wo Bombendrohungen eingingen, in Schulen und Kindereinrichtungen.Keiner wußte, ob es nicht ernst war..Es mußte alles durchsucht werden, ehe es Entwarnung gab.war.Hurra ich lebe noch.



danke für Deine ausführliche Einschätzung des Systems "DDR" - ich teile sie.
Das MfS war "Schild und Schwert der Partei" - nicht mehr und nicht weniger.
"die Partei, die Partei, die hat immer recht...." - hiess es ansonsten. Und diese, die immer recht hatten, waren nicht die 2 Millionen Mitglieder, sondern die hauptamtliche Nomenklatura, allen voran die beratungsresistente Altherren-Riege des Politbüros.
Ich habe nach vielen ermüdenden Diskussionen mit hauptamtlichen Parteifunktionären nach 12 Jahren Mitgliedschaft kurz vor dem Ende im Herbst 89 mein Parteibuch abgegeben - ich hatte es satt, immer nur gegen Wände zu reden und bestenfalls beschwichtigende Antworten zu bekommen - schlechtestenfalls zu hören "wer nicht für uns ist, ist gegen uns.."

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 19.02.2015 12:28 | nach oben springen

#23

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:00
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #22
Das MfS war "Schild und Schwert der Partei" - nicht mehr und nicht weniger.



...mit der kleinen Ergänzung, dass offenbar auch vorauseilender Gehorsam eine Rolle spielte.

friedliche Grüße Andreas


Jobnomade und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#24

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:17
von Klauspeter | 987 Beiträge

Das sind sehr interessante Ausführungen vom Signalobermaat.
Ich stimme zu - das Sagen hatte die Partei. Aber 2,4 Millionen SED-Mitglieder konnten nicht zu Sündenböcken gestempelt werden. Da eignete sich die Stasi gut zum schwarzen Schaf.
Um nicht missverstanden zu werden - ich bin sehr für die Einzelfall-Überprüfung. Wer als MfS-Angehöriger Verbrechen begangen hat, musste bestraft werden. Bei den Einzelfall-Überprüfungen war aber wenig zu holen (siehe Eingangsbeitrag). Also für alle Kollektivbestrafung ohne Einzelfall-Überprüfung. Alle MfS-Mitglieder erhalten beispielsweise noch heute eine Strafrente. Meines Wissens gab es so etwas bisher nur einmal in der deutschen Geschichte: Die Nazis machten das mit den Juden.
Gruß Klaus


nach oben springen

#25

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:26
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #20
l......letztendlich nur das polizeiliche Werkzeug der SED war.


Das MfS hatte keine "polizeilichen Rechte" !

Wenn Du @Gert vielleicht das Untersuchungsorgan des MfS die HA IX meinst, unterlag diese der Strafprozeßordnung der DDR. Gemäß der Strafprozessordnung führten sie unter der Leitung des zuständigen Staatsanwaltes offiziell Ermittlungsverfahren in Strafsachen durch.

Auszug : Die Sicherheit. Die Abwehrarbeit des Mfs
Sogar die Gauck - Birthler - Jahn Behörde oder auch bekannt unter den Namen BStU stellte fest : (Es) handelte sich bei der Untersuchungstätigkeit des Staatssicherheitsdienstes um eine durch die Strafprozeßordnung der DDR geregelte offizielle Tätigkeit, die den gleichen formalen Regelungen unterworfen war, wie die Ermittlungstätigkeit der Polizeiorgane und der Zollverwaltung


passport


ich würde das etwas anders formulieren. mag sein dass auf dem Papier das so dargestellt ist, dass sie unter Anleitung..... arbeiteten. Faktisch waren sie Untersuchungsführer und Staatsanwalt in einer Funktion. Ich habe gelernt, dass sie Herr des Verfahrens waren, die übrigen Justizangestellten wie Richter und Staatsanwalt waren nur Marionetten, geführt von MfS und SED. Die Justiz in der DDR war keine unahängige Justiz, sie war eine Parteijustiz.
@Passport ist jemals ein MfS Angehöriger wegen ungesetzlicher Übergriffe auf DDR Bürger vor ein Gericht gestellt worden ? Ich habe nicht davon gehört, solche Sachen wurden sicher im klassische Korpsgeist unter dem Teppich verwahrt


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#26

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:28
von Regina | 643 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #17
Seit nunmehr 25 Jahren,hört ,man überwiegend aus West CSU-CDU u. natürlich auch anderen Kreisen, wenn es um die Kenntnisse DDR geht, nur Stasi, Mauer, Stacheldraht, Bautzen, Gab es alles, nur eben noch viel mehr,was gern verschwiegen wird,billige Grundnahrungsmittel, kostenloses Gesundheitswesen, kostenlose Bildung für alle, Preiswerte Kinderferienlager und ein FDGB Feriendienst, den sich jeder leisten konnte,kostenlose Rundfunkgebühren für Rentner, S- Bahn für 20 Pfennig usw,usw.Wenn auch der Feriendienst kein 5 Sterne Niveau hatte und auch nicht jeder in den Genuß kam,vielen hat er schöne Urlaubstage bereitet.Nicht zu verghessen, die vielen Betriebsferienheime.Das hatte natürlich seinen Preis beim Lebensstandart mit vielen Konsumgütern.Ich denke mal viele ältere, die heut mit wenig Rente dasitzen, würden ein kostenloses Gesundheitswesen statt 30 Sorten Joghurt,oder anderen überflüssigen Tand, vorziehen.Wir hatten zwar kein Überangebot an Obst und Gemüsem aber was da war, war gesund.Es geht ja nicht um Verklärung, sondern um Objektivität, und nicht nur einseitige Betrachtung.Das unsere Wirtschaft nicht so funktionierte, hatte wie schon oft dargelegt, objektive und natürlich viele Subjektive Ursachen.Eine davon war, daß immer wieder unfähige hauptamtliche Parteiarbeiter den ök.Kurs bestimmten und durch Falschmeldungen ein falsches Bild zeichneten.Es gab ja auch die dem entgegenstehende Berichterstattung des MfS,die von E.H. nicht ernst genommen wurde.Hier hat das MfS viel geleistet, aber letztentlich aber Wirkung Null. Mir ist nicht klar, warum man dann immer dem MfS die Schuld an allem gibt. Das MfS hatte eine Informationspflicht, die es gewissenhaft wahrgenommen hat. Es hatte nicht die Macht Parteientscheidungen zu revidieren.Inb m,einer praktischen Tätigkeit bin ich sehr oft mit hauptamtlichen Parteiarbeitern zusammengeraten . Der Kommentar, die Partei führt. Auch habe ich oft spüren müssen wie sich ein 1. Sekretär der SED KL angemaßt hat, in bestehende Weisungen des MfS oder der VP hineinzureden.Mit den Worten, als Vorsitzender der KEL entscheide ich... Das war Amtsanmaßung, denn die KEL war ein Führungsorgan für den Verteidigungszustand.Was will ich damit sagen,wenn schon Aufarbeitung von Unrecht, dann sollte man untersuchen, wer waren die, die der Entwicklung eine falsche Richtig gaben und nicht nur die, die diese Richtung durchzusetzen hatten, und es manchmal nicht immer mit Überzeugung taten.Und immer beachten, die Abhängigkeit zuir SU, die Nitschewo gesagt hat. Mir geht dabei die Äußerung eines Westjuonalisten nicht aus dem Kopf, der sagte, bei genauer Betrachtung hat man die falschen geprügelt.Was ich immer bemängelt habe,jeder vom Politbüro hatte die Macht, sich objektiv von dem Geschehen in der DDR zu informieren.Sie hätten unangemeldet zu jeder Zeit, jeden Betrieb aufsuchen können, um sich vor Ort ein Bild zu machen.Aber es war nicht gewollt.Und ein überzogenes Sicherheitbedürfnis spielte eine nicht geringe Rolle dabei.Natürlich durfte die gewachsene internat. Terrorgefahr nicht übersehen werden.Aber eine 100% tige Garantie gibt es nicht.Jeder von uns bei den Sicherheitsorganen hatte ein bestimmtes Berufsrisiko. Wenn Besuche angekündigt waren, wurde vorher alles glatt gemacht, unliebsame Personen bekamen Urlaub,ausgesuchte Personen mit Verpflichtungen wurden in die 1. Reihe gestellt es sollte immer nur Friede, Freude, Eierkuchen sein.Damit nahm die fatale Entwicklung ihren Lauf.Ich mußte mehrmals in Objekte gehen, wo Bombendrohungen eingingen, in Schulen und Kindereinrichtungen.Keiner wußte, ob es nicht ernst war..Es mußte alles durchsucht werden, ehe es Entwarnung gab.war.Hurra ich lebe noch.

Thomas tippt
Bin mit allen einverstanden, vor allem mit den vorletzten Satz. Nur wer hat daran Schuld, war das der kleine Genosse Meister oder der kleine Genosse Abteilungsleiter oder war das die SED? Auch die Mitglieder des MfS waren alle in der Partei



nach oben springen

#27

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:30
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #24
Das sind sehr interessante Ausführungen vom Signalobermaat.
Ich stimme zu - das Sagen hatte die Partei. Aber 2,4 Millionen SED-Mitglieder konnten nicht zu Sündenböcken gestempelt werden. Da eignete sich die Stasi gut zum schwarzen Schaf.
Um nicht missverstanden zu werden - ich bin sehr für die Einzelfall-Überprüfung. Wer als MfS-Angehöriger Verbrechen begangen hat, musste bestraft werden. Bei den Einzelfall-Überprüfungen war aber wenig zu holen (siehe Eingangsbeitrag). Also für alle Kollektivbestrafung ohne Einzelfall-Überprüfung. Alle MfS-Mitglieder erhalten beispielsweise noch heute eine Strafrente. Meines Wissens gab es so etwas bisher nur einmal in der deutschen Geschichte: Die Nazis machten das mit den Juden.
Gruß Klaus



das ist doch wohl nicht dein Ernst ? Die jüdischen Bürger des dritten Reiches mit einem Willkürorgan der DDR auf eine Stufe zu stellen? Dümmer und rassistischer gehts wohl nicht mehr.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 19.02.2015 11:30 | nach oben springen

#28

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:31
von zoll (gelöscht)
avatar

Habt Ihr schon einmal erlebt, dass ein führender Kopf mit Hochschulabschluss, also Akademiker, und das waren ja einige Hauptverantwortliche in der DDR Führung und auch in den politischen Organisationen der Bundesrepublik, von einem Gericht in den Knast gebracht wurde. Ja ich weis, Ausnahme Höneß, aber der läuft auch schon wieder frei rum.


nach oben springen

#29

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:33
von Regina | 643 Beiträge

Gert, habe ich schon öfters erwähnt, meine Frau war 8 Jahre im Zuchthaus, ihr Mann Mitglied des MfS in Jena erhielt viel weniger und war auf einmal nur Schlosser und parteilos. Zufälle gab es.
thomas



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#30

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:35
von Elch78 | 501 Beiträge

@Zoll !
Herr Hoeneß ist ja auch kein Akademiker ...

Wenn man Wikipedia glauben darf: " So entschloss er sich zu einem Lehramtsstudium in Anglistik und Geschichte.[5] Dieses brach er nach zwei Semestern ab."

Trotzdem werden sich Beispiele finden lassen, die Deiner These widersprechen, denke ich.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
zuletzt bearbeitet 19.02.2015 11:38 | nach oben springen

#31

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 11:55
von Klauspeter | 987 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #27

das ist doch wohl nicht dein Ernst ? Die jüdischen Bürger des dritten Reiches mit einem Willkürorgan der DDR auf eine Stufe zu stellen? Dümmer und rassistischer gehts wohl nicht mehr.

Reg Dich doch nicht gleich so auf, das schadet der Gesundheit. Ich habe einen Vergleich gebracht und Vergleiche hinken immer etwas. Gleich zu den Keulen "dumm und rassistisch" zu greifen, ist zumindest unfair. Setz Dich doch einfach sachlich mit meinem Argument auseinander - wenn Du dazu in der Lage bist.


nach oben springen

#32

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 13:48
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Brigadier im Beitrag #15
[quote=damals wars|p449459]
Ein Staat der es nötig hat seine Bürger mittels Mauern und Stacheldraht zu umklammern , kann kein Rechtsstaat sein.





Ein Staat der es nötig hat seine Bürger mittels Strafrecht und Ausreiseverbot gegen ihren Willen in Angriffskriege zu jagen kann kein Rechtsstaat sein.

USA Vietnam, Frankreich Vietnam und Algerien, Niederlande Indonesien, aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen besonders für junge USA-Neger auch Irak, Afghanistan, Grenada usw., quasi Wehrpflicht.



nach oben springen

#33

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 19:14
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Da werden einige schon rechtzeitig alle bedenklichen Unterlagen dem Schredder oder der Heizung zugeführt haben. So kurzsichtig waren die ja auch nicht, dass sie wie ein Lamm auf den Schlachter gewartet haben. Und wahrscheinlich wäre keine Akte mehr gesichert worden, wenn nicht mutige Bürger das Zeug gesichert hätten.

Der Hesselfuchs


nach oben springen

#34

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 19:19
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #31
Zitat von Gert im Beitrag #27

das ist doch wohl nicht dein Ernst ? Die jüdischen Bürger des dritten Reiches mit einem Willkürorgan der DDR auf eine Stufe zu stellen? Dümmer und rassistischer gehts wohl nicht mehr.

Reg Dich doch nicht gleich so auf, das schadet der Gesundheit. Ich habe einen Vergleich gebracht und Vergleiche hinken immer etwas. Gleich zu den Keulen "dumm und rassistisch" zu greifen, ist zumindest unfair. Setz Dich doch einfach sachlich mit meinem Argument auseinander - wenn Du dazu in der Lage bist.



Vergleiche mit der NS-Zeit, vor allem wenn es um die Judenverfolgung geht, verbieten sich aber wohl von selbst. Zumal die Nazis den Juden nicht nur die Rente gekürzt, sondern diese Menschen zu Millionen umgebracht haben.
Dieser Vergleich passt nun wirklich nicht.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#35

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 19:28
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #11
Zitat von Freienhagener im Beitrag #8
Er ist eben schwierig, der Rechtsweg.

Kurzer Prozeß und Weisungen von oben zum Urteil waren einfacher.


Wenn man den Bericht liest, stolpert man über folgende Stelle: "Also, die gesamte Zielstellung des Nachweises verbrecherischer Tätigkeit des MfS verlief ins Nichts."
Also konnte weder kurzer Prozeß noch Weisungen nachgewiesen werden.
Es wurden die Tatsbestandsmerkmale geprüft und die Rechtfolge war?
Der Rechtsweg ist also ganz einfach: Tatsbestandsmerkmale prüfen und die Rechtfolge ermitteln.


Wieder mal am Eigentlichen vorbei.

Hab ich was vom MfS geschrieben? Hab ich was von verbrecherischen Urteilen geschrieben?

Tatsache ist, daß die Prozesse in der DDR relativ kurz oder ganz kurz waren. Die haben definitiv nicht soviel Aufwand getrieben und soviel Geld ausgegeben dafür.

Daß Honecker sich über die Richter stellte und Urteile schriftlich festlegte ist offenbar nur Dir nicht bekannt, siehe hier: http://www.todesstrafe.de/artikel/80/Die..._Verfahren.html

Allemal besser sind ganz gründliche Gerichtsverfahren.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 19.02.2015 19:31 | nach oben springen

#36

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 19.02.2015 19:39
von Klauspeter | 987 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #34


Vergleiche mit der NS-Zeit, vor allem wenn es um die Judenverfolgung geht, verbieten sich aber wohl von selbst. Zumal die Nazis den Juden nicht nur die Rente gekürzt, sondern diese Menschen zu Millionen umgebracht haben.
Dieser Vergleich passt nun wirklich nicht.

Gruß Uwe

Bei meinem Vergleich ging es um Kollektivbestrafungen. Der Vergleich war weder rassistisch gemeint noch sollten damit die Verbrechen der Nazis an den Juden verniedlicht werden. Wenn das so angekommen ist, dann tut mir das sehr leid; es war wirklich nicht so beabsichtigt.

Gruß Klaus


94 und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#37

RE: Stand der Aufarbeitung des Staatsunrechtes in der DDR

in Themen vom Tage 07.10.2015 12:24
von bürger der ddr | 3.627 Beiträge

Durch die Transaktionen mit alten Möbeln im Fernsehen (Sedwitz), ist mir ein Gedanke gekommen. Hier im Forum wurde ja schon öfters die "unmoralischen" Geschäfte der KoKo angesprochen und auch entsprechende Fakten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Doch zu jedem Geschäft gehören zwei Partner, warum werden diese nicht auch öffentlich an den "Pranger gestellt"?
Das wäre doch ein Akt der Fairnis.



nach oben springen



Besucher
20 Mitglieder und 58 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 1716 Gäste und 126 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558429 Beiträge.

Heute waren 126 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen